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Tokio. Bon der chinesischen
ten angehören.
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Das neue Reichsbewertungsgeseh
und und
Kunst und Wissenschaft
©ottfrieb Jeder zum Professor ernannt.
Der Reichskommissar für das Siedlunaswesen, Staatssekretär Gottfried Feder, ist zum Hl
T o k i o. 8. Koo. (D71B.) Wie die Telegraphenagentur Shimbun-Renge mitteitt, ist auf Marsch a l l T f ch i a n g kal - fchek, der sich in einem Sonderzug auf der Fahrt nach Peiping, befand, um mit dem japanischenGefandten A riofchi zu verhandeln, ein Attentat verübt worden. Als der Sonderzug die Station Lr- zumenzi passierte, wurde eine Bombe geworfen, die den letzten Wagen traf. Zwei Beamte aus der Begleitung des Marschalls wurden getötet, vier verletzt. Marschall Tchiang Kai - schek und seine nächsten Mitarbeiter blieben unverletzt. Sie haben später ohne den zerstörten Wagen die Reise nach Peiping fortgesetzt, wo die Konferenz am Freitag beginnt. Rach einer weiteren Meldung find zwei Personen verhaftet worden. Die chinesische Zensur hat bisher die Veröffentlichung aller Nachrichten über den Anschlag verhindert.
gersnöte, um rote Aufstände schen Nanking
Mißglückter Anschlag auf -en Marschall Tschiang Kai-scheck
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Der Fall Mariani.
Oer Polizeiskandal von Lille zieht weite Kreise.
um 9.57 Uhr (Neuyorker Zeit) den Hafeneingang beim Ambrose-Feuerschiff. Die „Bremen" hat also, nachdem sie Cherbourg verlassen hatte, insgesamt 4 Tage, 15 Stunden und 27 Minuten zum Lieber» queren des Atlantik gebraucht und konnte den eigenen Rekord um 21 Minuten verbessern.
Wenn wir etwas von China hören, dann handelt es sich dabei zumeist um Ueberschwemmungen, Hun- Revolten, örtliche Reibereien, um ' um Auseinandersetzungen zwi-
Die Demokratische Allianz, die seit 1901 als Wahl» und Werbeorganisation der rechten Mitte (etwa mit dem „Nationalliberalismus" im früheren Deutschland vergleichbar) bestand, hat erst feit zwei Jahren den Charakter einer einheitlichen politischen Parteiorganisation. Sie besitzt aber auch heute noch keine ihr entsprechende einheitliche Kammerfraktion. Vielmehr gehören zu ihr die sog. Linksrepublikaner (die richtiger Rechtsrepublikaner heißen müßten) mit 42 Abgeordneten, darunter F l a n d i n selbst, ferner die meisten der (wieder etwas weiter rechts stehenden) Republikaner der Mitte mit 32 Abgeordneten, darunter T a r d i e u, und schließlich ein Teil der 44 Mann starken Radikalen Linken sowie einer Anzahl freier Abgeordneter. Im Senat sind der Demokratischen Allianz zuzurechnen: die Mehrzahl der 64 Senatoren starken Republikanischen Union (mit Ausnahme des Lothringischen Schwerindustriellen de Wendel, der zur Partei Marin gehört), die Gruppe der P o i n c a r 6 angehörte, sowie die 31 Mann starke Radikal- demokratische Union (Barthou).
Die Demokratische Allianz ist auf sozialem Ge-
ein schönes Sportauto fuhr er, dabei betrug sedoch sein Gehalt nur 1000 Fr. monatlich (etwa 120 Goldmark). Man wußte, daß Mariani in Lille e i n großes Haus hielt, es dauerte aber recht lange, vis man sich für den Mann interessierte. Am 18. September holte Mariani mit zwei Komplizen aus Paris Steuermarken, die dort verborgen waren. Nach feiner Rückkehr wurde er zur Präfektur befohlen, er trat ins Zimmer des Chefs dex Zweiten Brigade, F r e f f a r d, — und wurde dort gefesselt. Die Untersuchung, die keineswegs abgeschlossen ist, hat einen Rattenkönig von Delikten ergeben, Betrügereien, Schmuggel, Diebstahl, Rauschgifthandel usw. Was bisher bekannt geworden ist, liest sich wie ein Hintertreppen-
. Die B e w e r t u n g der einzelnen $ e r = mögensarten ist für die Durchführung der Besteuerung von erheblicher Bedeutung. Sie kann aber auch die steuerliche Belastung wesentlich beeinflussen. Je nachdem die Bewertung richtig oder unrichtig ist, werden die auf Grund der einzelnen Steuergesetze ermittelten steuerlichen Verpflichtungen der Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers entsprechen ober nicht. Die Wirkung des besten Steuergesetzes kann durch eine falsche Bewertung des besteuernden Besitzes in ihr Gegenteil verkehrt, ein durchaus der Leistungsfähigkeit entsprechender Steuersatz kann durch eine zu hohe Bewertung des Steuerobjektes untragbar werden. Was eine richtige oder unrichtige Bewertung für den Steuerzahler bedeutet, wird man am klarsten dann erkennen, wenn man sich daran erinnert, daß d i e Einheitsbewertung von Grundstücken, Betrieben, Wertpapieren usw. keineswegs etwa nur für die Bemessung der V e r m ö g e n s st e u e r maßgebend ist, sondern in der Regel auch für die der Grund st euer, der Gewerbesteuer, der Erbschaftssteuer und der Grund er - roerbsfteuer. Wer daher einen Einheitswertbescheid erhält, tut gut, ihn sobald wie möglich und vor allem so sorgfältig wie möglich auf feine Richtigkeit hin zu prüfen. Denn wenn der Bescheid erst einmal rechtskräftig geworden ist, bleiben spater bei der Veranlagung zu den einzelnen Steuern alle Reklamationen, die sich auf die Unrichtigkeit der Einheitsbewertungen stutzen, unberücksichtigt. Da in nächster Zeit eine neue allgemeine Fest- setzung der Einheitswerte vorgenommen werden soll, ist eine Erinnerung an die Wichtigkeit
Professor in der Fakultät für Bauwesen der Technischen Hochschule Berlin ernannt worden.
Thüringer Schuljugend feiert Schillers 175. Geburtstag.
Die Thüringer Schuljugend beging in Weimar den kommenden 17 5. Geburtstag Schillers. Es war eine Juaendkundgebung in neuer vorbildlicher Form. Alle Thüringer Schulen hatten eine Abordnung nach Weimar geschickt. 1200 Jungen und Mädel füllten das Nationaltheater. Unter den Ehrengästen sah man Reichsstatthalter Sauckel und Volksbildungsminister W ä ch t l e r. Die ein
drucksstarke Feier begann mit dem Vortrag des Reiterliedes aus „Wallensteins Lager". Dann folgte das Lied von der Glocke als Sprechchor; ein interessanter Versuch, der als durchaus gelungen bezeichnet werden kann. — Nach einer Pause gelangte „Wallensteins Lager" zur Ausführung, nach deren Schluß sich die 1200 Thüringer Abgesandten vor dem Theater versammelten. Dolksoilbunas- minister W ä ch t l e r hielt an sie eine kurze Ansprache. Dann zogen sie, der Minister voran, in langem Fackelzug zum Friedhof, wo in der Fürstengruft auch Schillers Sarg steht. Während der Minister das Innere der Gruft betrat, zog Thüringens Jugend vorüber an dem geöffneten Gruftportal.
Professor Dr. Taute f.
In seiner Berliner Wohnung ist der bekannte Schlafkrankheitsforscher Professor Dr. Taute, Ministerialrat und Referent im Reichsministerium des Innern, im Alter von 57 Jahren g e ft o r b e n. Als Wissenschaftler von anerkanntem Ruf hat sich Professor Taute unvergängliche Verdienste um die Bekämpfung der Tropenseuchen er« worben, vor allem in der Bekämpfung der Schlafkrankheit durch seine aufopferungsvolle Tätigkeit in Deutsch-Ostafrika.
Innenpolitik selbst wird jedoch nur wenig bekannt. Das mag seine besonderen Gründe haben. Immerhin wissen wir doch, daß in Kanton eine Regierung sitzt, die nur sehr selten mitder Zentralregierung.in Nanking übereinstimmt, daß sie sich nationalistisch gebärdet und eine scharfe Tonart gegen Japan fordert, wenn Nanking nicht will, und dann wieder mit dem Kommunismus liebäugelt, wenn Nanking mit den Japanern irgend etwas auszufechten hat. Die Kuomintang als herrschende politische Partei steckt teils hinter den Strömungen in Kanton, teils hinter den Beschlüssen der Nankingregierung. In ihrem inneren Wesen scheint sie recht zwiespältiger Natur zu sein. Jetzt sollte ein Parteikongreß stattfinden, er ist jedoch auf den Wunsch Tschiang Kai-scheks vertagt worden, der die Kräfte der Nation zur Niederwerfung der Kommunisten in Zentralchina zusammengefaßt wissen will. Gegen ihn richtet sich nun der Zorn Kantons und des linken Flügels der Kuomintang. Ein offener Bruch Kantons mit Nanking wird angedroht. Man ist aber auf den Armeeführer, der feinen Willen durchzufetzen weiß, auch aus anderen Gründen nicht gut zu sprechen. Denn er fördert mit allen Kräften die nationaleAufbaubewegung „Neues Lebe n", die als faschistisch verschrien ist.
bin vorbehaltlos Vertrauen, damit er ein Einigungsmini st erium bildet, in dem die Vertreter der Parteien sitzen können, die sich auf ein Aufbauprogramm geeinigt haben, das geeignet ist, die Staatsreform, die Wiederherstellung des Landes auf allen Gebieten und die Landesverteidigung zu gewährleisten."
Der neue Mann.
Einstmals jüngster Abgeordneter und Kriegsflreger
Der von Staatspräsident Lebrun mit der Regierungsneubildung beauftragte bisherige Minister für öffentliche Arbeiten im Kabinett Doumergue, Pierre Etienne F l a d in, ist im April 1889 in Paris geboren. Als Doktor der Rechtswissenschaften und Inhaber des Diploms der Hochschule für Politik wurde er im Jahre 1914 vom Departement 9)onne i n dieKammer gewählt, wo er mit seinen 25 Jahren der jüngste Abgeordnete war. Den Weltkrieg machte Fladin als Flieger
r o m a n.
Man beschuldigt Mariani, Kinder entführt zu haben oder mindestens daran beteiligt gewesen zu fein, man beschuldigt ihn mehrerer Erpressungen an reichen Leuten, auch des Kokain- Handels wird er beschuldigt. Seit Jahren wußte man, daß Marmni ein Verbrecher war, aber die Angst vor diesem brutalen Korsen war so groß, daß die Zeugen, wenn sie ihm gegenübergestellt wurden, schlotternd ihre Aussagen widerriefen. Selbst Frankreichs einstiger Schwergewichtsmeister Löon Dr6- n o y, hatte Angst vor ihm. „Ich brauche nur ein wenig Kokain in deinen Magen zu bringen, und du bist geliefert!" hatte Mariani wiederholt zu dem Boxer geäußert, den er sogar verprügelt hat, ohne daß Drsnoy auch nur den Versuch machte, sich zu wehren. Als das Bandenunwesen in Korsika überhand nahm, schickte man den Korsen Mariani nach seiner Heimat, um dort die Banditen zu fassen. Aber er verständigte sie stets rechtzeitig von allen Aktionen, die gegen sie vorgenommen wurden. Ganz Frankreich' ist gespannt, was die Untersuchung
Frankreich ist das Land der Affären. Es kann anscheinend ohne diese nicht leben. Macht nicht irgend ein großer Skandal von sich reden, begnügt man sich auch mit mehreren kleinen. Zur Zeit liegt für eine solche Genügsamkeit keine Veranlassung vor. Der Stavisky-Skanbal harrt mit dem Fall Prince noch immer der Enthüllung, und schon taucht eine neue Affäre auf, die vielleicht noch weitreichender fein wird. Denn, wie es sich bei dem Fall Stavisky keineswegs nur um den einen Namen handelt, sondern mit der Dauer der Untersuchung sich die Liste der direkt oder indirekt Beteiligten 'erschreckend verlängert, so wird allem Anschein nach der Fall Mariani auch sehr weite Kreise ziehen. Schon jetzt zeigt es sich, daß es doch hier keineswegs nur um eine Affäre geht, sondern um eine Anzahl von Fällen, die sich noch vergrö-
mit. Im Jahre 1917 wurde er dem Unterstaatssekretariat für Luftfahrt zugeteielt und gehörte als, französischer Vertreter dem Unterausschuß für Luftrecht auf der Friedenskonferenz an. Als Unter st aatsfekretär im Luftfahrtministerium gehörte Flandin dem Ka- binett Millerand (1920) und Leygues (1920/21) an. Später war er Handelsmini st er im Kabinett Fran^ois-Marfal (1924) und in den beiden ersten Regierungen Tardieu (1929/30). In den beiden Kabinetten Laval (1931/32) und in dem dritten Kabinett Tardieu (1932) leitete Flandin das Finanzministerium. Als Finanzminister trat er gegen das Hoover-Moratorium auf und zeigte sich in der Reparationsfrage wenig nachgiebig. Im Jahre 1933 muhte er in der Kammer schweren Angriffen der Linksparteien wegen der Vorgänge bei der französischen Luftfahrtgesellschaft Aero Postale standhalten. Im Februar 1934 wurde Flandin als M i n i - st er für öffentliche Arbeiten in das Kabinett der nationalen Einigung berufen.
In der Kammer gehört Flandin der Gruppe der Republikanischen Linken, einer Gruppe der Mitte, an. Ferner ist er Präsident der Demokratischen Allianz, einem überparteilichen politischen Verbände, dem Vertreter mehrerer Grupppen der Mitte und der gemäßigten Rech-
Die Bewertung der land - und forstwirtschaftlichen Vermögen erfolgt nach dem neuen Gesetz nach fünf Hauptgruppen, da das Weinbauvermögen von dem gärtnerischen Vermögen abgetrennt und außerdem eine besondere Gruppe „das übrige land- und forstwirtschaftliche Vermögen" eingerichtet worden ist. Durch das neue B o b e n s ch ä tz u n g s g e s e tz wird die Bewertung des Bodens und die Ermittlung seiner Ertragsfähigkeit wesentlich verbessert und verfeinert. Ein Reichsschätzungsbeirat sowie Landes- schätzungsbeiräte werden die richtige Bewertung des Grund und Bodens durch ihre Tätigkeit erleichtern und vereinfachen. Das Bodenfchätzungsgefetz er- streckt sich auf alle landwirtschaftlich genutzten Flächen und kann darüber hinaus auch auf die übrigen Teile des gesamten deutschen Kulturbodens ausgedehnt werden.
Schließlich ist noch hervorzuheben, daß die Neufeststellung von Einheitswerten innerhalb der zwischen zwei Hauptfeststellungen liegenden Zeit insofern in Zukunft erleichtert wird, als schon bei einer Wertänderung von 1000 Mark und mehr eine Wertänderung, insbesondere also eine Herabsetzung der Bewertung vorgenommen werden kann. Auf der anderen Seite freilich ist erst bei einer relativen Wertänderung um den fünften Teil des bisherigen Wertes eine Neufestsetzung möglich, es fei denn, daß bei einem Grundstück oder Betriebsgrundstück eine Bestandsänderung stattgefunden hat.
Oer Anschlag von Bia Torbagy vor Gericht.
Im Matuschka»Prozeß in Budapest wur- den die Vorbereitungen zum Anschlag von Bia Torbagy behandelt. Matuschka schilderte die Vorkehrungen zur Sprengung der Eisenbahnschienen. Matuschka kam dann, wie üblich, auf „L e o" zu sprechen. In der Attentatsnacht sei „Leo" plötzlich auf einem anderen Schienenstrang in Bauernkleidung erschienen. „Leo" habe einen Revolver getragen. Auf Vorhaltungen des Präsidenten hielt Matuschka die Behauptung aufrecht, daß er der alleinige Attentäter sei. Am Morgen nach dem Anschlag sei er zum Schauplatz des Verbrechens zurückgekehrt. Der Präsident schilderte, mit welch raffinierten Mitteln Matuschka damals den Eindruck zu erwecken versuchte, daß er ein Opfer des Anschlages sei. Er habe sich mit den Fingernägeln das Gesicht zerkratzt, mit Kot besudelt und allen Menschen erzählt, daß er nur durch ein Wunder gerettet worden sei. Matuschka verteidigte sich leidenschaftlich und schilderte immer wieder seine angeblichen Pläne, eine „religiöse kummunistische Sekte zur Rettung der Arbeiter" zu gründen.
Die weitere Verhandlung bezog sich hauptsächlich auf die Frage, ob Matuschka in Budapest mit kommunistischen Elementen zusammengetroffen fei. Dör Präsident stellte fest, daß der ungarische Korn- munift Darvas der intimste Vertraute von Matuschka war. Das Verhör nahm für Matuschka einen höchst ungünstigen Verlauf, da eine Reihe schwerer Fälschungen Matuschkas festgestellt wurden. Nach dem Anschlag von Bia Torbagy versuchte Matuschka, durch das ungarische Konsulat tn Wien Schadensersatzansprüche anzumelden und forderte auch an verschiedenen anderen Stellen eine Vergütung für die ihm durch den Anschlag entstandenen Schäden. — Wenn der Präsident ihn auf Widersprüche aufmerksam machte, sagte er: „In Wien habe ich eben gelogen."
Großfeuer in USA. fordert fünf Todesopfer.
In einem großen Getreidespeicher der Chesapeake and Ohio - Eisenbahngesellschaft in New-Port News (USA.) brach infolge Staubexplosion Feuer aus, das allen Löschversuchen zum Trotz innerhalb kurzer Zeit das ganze riesige Gebäude in Schutt und Asche legte. Fünf Personen sollen den Tod gefunden haben; eine größere Anzahl wurde verletzt. Der Sachschaden geht in die Millionen.
Wettervoraussage.
Während über Ost- und Mitteldeutschland außerordentlich ergiebige Niederschläge fielen, hatte sich bei uns im Bereiche eingedrungener Kaltluft Beruhigung eingestellt. Dabei kam es in der Nacht zum Freitag stellenweise wieder zu leichten Frösten. Inzwischen ist von Westen her mit Luftdruckfall ein sehr ausgedehntes Regengebiet bereits bis zum Rhein vorgedrungen und wird auch unser Gebiet noch stärker in Mitleidenschaft ziehen. Dabei werden die Temperaturen gleichzeitig wieder ansteigen, um später erneut zurückzugehen. .
Aussichten für Samstag: Nach Derbreiteter Regentätigkeit und Milderung wieder lieber- gang zu mehr wechselnd bewölktem Wetter mit einzelnen Schauern bei von Süden nach Westen drehenden Winden, späterhin beginnende Abkühlung.
einer richtigen, der steuerlichen Leistungsfähigkeit gerecht werdenden Einheitsbewertung sehr zeitgemäß.
Es kann im Hinblick auf diese Wichtigkeit der Einheitsbewertung für eine richtige und gerechte Anwendung der Steuergesetze nicht überraschen, daß das neue Steuerreformwerk des Staatssekretärs Reinhardt auch eine durchgreifende Umgestaltung des Reichsbewertungsgesetzes umfaßt. Dieses besteht in seiner neuen Gestalt aus zwei besonderen Teilen, nämlich aus den für alle oben angeführten Steuern geltenden Gin» heitswertbestimmungen und den besonderen nur für die Vermögens st euerver- anlagung uneingeschränkt gültigen Vorschriften. Die Uebersichtlichkeit des Gesetzes wird durch diese Zweiteilung wesentlich erhöht. Don den übrigen Aenderungen des Reichsbewertungsgesetzes fallen wohl die neuen Bestimmungen für die Verwertung des „sonstigen Vermögens", also insbesondere von Aktien, Kuxen, sowie sonstigen Anteilen und Genußscheinen an inländischen Kapitalgesellschaften praktisch am schwersten ins Gewicht Diese Vermögen werden nämlich künftig nicht mehr, wie bisher, nur mit der Hälfte des festgesetzten Steuerkurs- oder Derkaufswerts, sondern mit ihrem vollen Werte angesetzt, und zwar auch dann, wenn die Aktien oder sonstigen Wertpapiere zum Betriebsvermögen gehören. Zu der bisher in dem Reichsbewertungsgesetz festgelegten steuerlichen Bevorzung des Aktienbesitzes liegt heute ferne Veranlassung mehr vor. Der Sparer und Kle.n- (apitalift soll vielmehr dazu veranlaßt werden fern Vermögen anstatt in Aktien lieber m fest
verzinslichen Wertpapieren anzulegen.
Andererseits wird eine Reihe von Vermögensgegenständen in Zukunft nicht mehr zu dem „sonstigen Vermögen" gerechnet, ist also vermögens steuerfrei. Das gilt insbesondere für Personenkraftwagen, Flugzeuge, Motor- und Segeljachten, und zwar ohne Rücksicht auf ihren Wert, sofern sie nur im Inlands hergeste11t sind. Ferner ist die Bestimmung, daß Luxusgegenstände steuerpflichtig sind, wenn der Wert des einzelnen Gegenstandes mehr als 1000 Mark beträgt, aufgehoben. Außerdem find Kunst- gegenstände künftig ohne Rücksicht auf ihren Wert und die Zeit ihrer Anschaffung steuerfrei, wenn sie von deutschen Künsllern, die noch leben oder seit nicht mehr als 15 Jahren gestorben sind, geschaffen wurden. Sonstige Kunstgegenstände und Sammlungen sind steuerfrei, wenn ihr Gesamtwert den Betrag von 50 000 Mark nicht übersteigt. Endlich muß noch beachtet werden, daß der bisher bei der Ermittlung des Gesamtvermögens zugelassene Abzug des Einkommens der letzten drei Monate künftig in Wegfall kommt.
Bei der Bewertung der Betriebsvermö- a e n ist insofern eine Aenderung eingetreten, als fortan auch das der Ausübung eines freien Berufes, insbesondere einer reinen Kunst ober reinen Wissenschaft gewidmete Betriebsvermögen steuerpflichtig ist. Die freien Berufe werden also den Gewerben steuerlich vollkommen gleichgestellt. Gegenstände, die zur Ausübung schöpferischer ober forschenber Tätigkeit, insbesonbere auch schriftstellerischer Tätigkeit bienen, finb künftig als Teile des Betriebsvermögens steuerpflichtig.
Bern wirb. —
In Straßburg unb Evreux würben im vorigen Sommer Einbrüche verübt unb babei für 29 Millionen Fr. Waren erbeutet — Steuermarken. Ihre Verwertung in so großen Mengen ist natürlich schwierig unb gefährlich. Anfang b. I. faßte man brei Verkäufer von Steuermarken unb verurteilte sie. Das Gericht hatte ben Einbruck, baß es mit ben Dreien nur Helfer einer Banbe gefaßt habe, beren Führer nicht ermittelt werben konnte.
Im Frühjahr b.I. kam es in Lille zu einem Skanbal wegen unbefugten Hanbels mit Fahrlizenzen unb gestohlenen Autos. Bei btefer Angelegenheit wirb auch ber Polizeikommissar Mariani verhört. Das Gericht stellt fest, baß er mit ben m ber Affäre verwickelten Personen auf bestem Fuße ftanb. Mariani versteht sich herauszureben — unb man gibt sich bamit zufrieben. Das Aeußere Marianis ist alles anbere als vertrauenserweckenb.
Mariani war verheiratet, boch seine Frau lebte. .0
mit ben vier Kinbern in Korsika. Als Ersatz hatte noch an ben Tag bringen wirb, die ja erst im Be- er sich in Lille eine Geliebte zugelegt, auch I ginn steht.
biet äußerst konservativ, im übrigen aber burchaus republikanisch. Poincarä war bis 1927 Ehrenvorsitzender ber Allianz, Barthou war ihr eifrigster Mitkämpfer. Wirtschafts- unb Finanzfuhrer, verkörpert in ber Person bes Pariser Großbürgers Flanbin, gehören größtenteils politisch zur Demokratischen Allianz, soweit sie nicht tn ber nationalistischen, rechtsgerichteten Partei Marin zu finben finb. Mit biefer teilt bie Demokratische Allianz bie unbebingte Ablehnung bes Kollektivismus. Flanbin hat sich in letzter Zeit zum Apostel bes Wirtschaftsliberalismus gemacht. Dank ber ausgebehnten Regierungserfahrung, bie auf ber Mittelstellung ber Allianz beruht, ! verfügen ihre Führer über einen starken Wirklich- keitssinn unb suchen namentlich mit ben 91 a b i f a l- sozialisten, bie eine Mittelstanbs- unb Bauernpartei barstellen, zu möglichst wei^ehenberD erst ä n b i g u n g zu gelangen. Die Allianz besitzt auch '23erftänbnis für eine vernünftige unb vom Paria- ment abgefonberte Interessenvertretung ber Gewerkschaften unb ber anberen wirtschaftlichen Jn- itereffenoerbänbe. . m
Der Bericht, ben Abgeorbneter Fabry, ber Bor- 1 fi^enbe bes Heeresausschusses ber Kammer, auf dem ' Parteitag von Arras, abstattete, wandte sich Zwar in sehr scharfen Sätzen gegen bie militärische Gleichberechtigung Deutschlands, i ba bie(e einer tatsächlichen Überlegenheit bes Rei- । ches gleichkomme, bennoch kann man von ber Al- > lianz in ihrer Gesamtheit nicht behaupten, baß sie । gegenüber Deutschland) eine burchweg negative Haltung etwa in ber Art ber Partei Marin einnimmt.
Zu ben Vizepräsibenten ber Allianz gehört auch ITarbieu, ber allerbings sowohl in ber Außenpolitik wie in ber Frage ber Verfassungsreform IDoumergues einen äußerst schroffen Stanbpunkt «eingenommen hat. Tarbieu konnte als Vater bes «autoritären Verfassungreformprogramms gelten. Er äst aber in ben letzten Wochen ganz in ben Hinter- igrunb getreten, zumal er zur Zeit krank ist.
Tleuer Rekord
der „Bremen" bei ber 100. Amerikafahrk.
Der Lloybbarnpfer „Bremen" stellte bei seiner 100. Uebersahrt nach Amerika einen neuen R e- lorb auf. Er passiert- am Donnerstag morgen


