Neues für den Büchertisch.
Deutsche Erzähler.
— Wilhelm Schaf e.r: Die dreizehn Bücher verdeutschen Seele. Volksausgabe. In Leinen gebunden 4,80 Mark. Albert Langen - Georg Müller Verlag, München 1934. — (89) — Dieses vor zwölf Jahren erschienene, aus der inneren Schau eines wahren und großen deutschen Dolksdichters entsprungene Buch deutscher Geschichte ist oft „die Bibel der Deutschen" genannt worden, und in diesem Namen scheinen die starken Wirkungen des Buches, seine deutsche Gläubigkeit und die bezwingende Kraft seiner dichterischen Sprache, sinnbildhaft und einprägsam zusammengefaßt. Daß nun auch eine Volksausgabe erscheint, ist mehr als die Erfüllung eines berechtigten schonen Wunsches der Literaturkundigen, sondern ist in diesen Tagen wirklich eine Notwendigkeit: weil hier ein mit Seherkraft begabter Dichter aus dem Bilde der Vergangenheit die Züge und Zeichen heraushebt, die für unsere Gegenwart und für die Lösung der heutigen Aufgaben von verpflichtender Bedeutung sind. Es ist zu wünschen, daß Wilhelm Schäfers „Dreizehn Bücher der deutschen Seele" in dieser preiswerten Volksausgabe ein fo lebendiges und eindringliches Interesse wachrufen werden, wie es Grimms „Volk ohne Raum" gefunden hat.
— E. G. Kolbenheyer: Karlsbader Novelle. (Die kleine Bücherei 32) Albert Langen, Georg Müller Verlag, München. — (228.) — In seiner Karlsbader Novelle, die den Losern der Familienblätter aus einem früheren Abdruck noch in Erinnerung sein dürfte, gestaltet der Dichter mit einer ungemeinen Bildhaftigkeit den entscheidenden Aufenthalt Goethes in Karlsbad im Sommer 1786. Hier löst sich der Weimarer Hofdichter aus den lastenden Fesseln des beengendenhöfischen Lebens. Hier gewinnt er im vertrauten Gespräch und letzten Zusammensein mit der geliebten Frau v. Stein die erlösende Klarheit über seinen künftigen Weg; hier bahnt sich die bedeutungsschwere Wandlung an, die Italien, wohin Goethe unmittelbar von Karlsbad aus und heimlich mitten in der Nacht aufbricht, in ihm vollenden wird. Mit kongenialem Einfühlungsvermögen hat Kolbenheyer die Linien des seelischen Kampfes nachgezogen, mit dem sich Goethe von Eharlotte v. Stein trennt, in dem zugleich alles von ihm abfällt, was ihm verwirrend und hindernd im Wege stand, seiner Natur zur „befreiten, letzten Gestalt seines Wesens" zu folgen.
— Ludwig Tugel: Sankt Blehk oder Die große Veränderung. Roman. Preis in Leinen gebunden 4,80 Mark. Verlag Albert Lan- gen/Georg Müller, München. 1934. — (66) — In niederdeutscher Landschaft, unter den verschlossenen Menschen der friesischen Marschen vollzieht sich das Geschehen, das mit dem Ende des Weltkriegs einsetzt. Da kehrt einer heim aus dem Grauen des großen Krieges, ein Junger, Träumerischer, der sich nicht darein finden kann, daß das Leben nun einfach wieder weitergehen soll, wie es vordem gewesen in Alltag und Eigennutz. Es treibt ihn, aufzustehen gegen den eigenen Vater, den Marschbauern, der so viel von der „großen Veränderung" redet und doch von seinem alten Leben des satten Besitzes und des zügellosen Genusses nicht lassen mag. Es treibt ihn, als die Zeit unruhiger wird, als Zwietracht aufflackert zwischen Land und Stadt, zwischen Arbeitern und Bauern, sich mittenhinein zu stellen in die gefährlich werdenden Spannungen, unter Verzicht auf alles, was auch ihm das Leben an Angenehmem und Schönem bieten möchte, und allem zum Trotz. Nur bei einem findet er Halt und Verständnis. Aber gerade diesen, den Kriegskameraden, nimmt das Schicksal hinweg im Augenblick des ersten Gelingens, als in äußerster Not die erste Tat der Gemeinschaft vollbracht wird, als das Heer der Arbeiter den um den brechenden Deich kämpfenden Bauern — und damit der Heimat — Hilfe bringt. Wir erleben im Schicksal der Männer- und Frauengestalten dieses Buches ein gutes Teil der Entwicklung und Veränderung, der unser Volk unterzogen wurde und noch werden muß auf seinem Wege zu einer wahren Volksgemeinschaft, erleben wir vor allem die Formung des Mannes, der sich durch eigene Zweifel und Anfeindung, durch Verzicht und Unglück durchzufinden hatte und haben wird zu Tat und Lebensmut.
— Sonne über Böhmen. Ein fröhliches Buch von Friedrich I a k s ch. 298 Seiten. Leinen 4,80 Mark. Bergstadtoerlag, Breslau. — (566) — Dieser Roman des sudetendeutschen Dichters ist getragen von dem Glauben an die Unerschütterlichkeit des Volkstums. Krispinus Krauspenhaar, Schuhmacher, Musikant, Bauernführer und Dauernbefreier begegnet allen Nöten des Daseins mit dem Sieges- ruf: „Es lebe das Leben!" Unwiderstehlich zieht uns der Frohsinn dieser lachenden Jugend in Bann. Der alte Krauspenhaar erzählt sein Leben in der sprachlichen Urwüchsigkeit eines schlichten Menschen in der Kraft einer Sprache, die aus unverbrauchten, ursprünglichen Quellen schöpft.
— Claus Back: Der Page Konst an- t i n. Roman. Verlag Scherl, Berlin. Preis: geheftet 2.50 RM., Ganzleinen 3.80 RM. — (133.) — Erste Probe einer beachtlichen Begabung. Der junge Autor zeigt in diesem, im Jchton geschriebenen Roman einen sechzehnjährigen Gymnasiasten, der von Hause ausreißt, weil er sich alt und weise vorkommt und glaubt, genug vom Leben zu wissen. Draußen, im Getriebe der Welt, droht er den Boden unter den Füßen zu verlieren, als die Erlebnisse auf ihn einstürmen. Zweifel und Qualen kommen, er muß die Sturm- und Drangperiode durchkämpsen, die Frage nach dem Zweck des Daseins stellt er, wie wohl alle in diesem Alter. „Wissen allein ist nichts, die Leistung muß daraus erwachsen, die immer neue Leistung im Dienste seines Volkes" — diese Erkenntnis wird ihm zum Sinn des Lebens und bringt die Wirrnisse der Entwicklung zu einer positiven Klärung.
Politik.
— Hitler-Worte. Aussprüche aus „Mein Kampf" und aus den Reden des Führers. 32 Seiten. Ferdinand Hirts Verlag, Breslau. Geh. 0,40, geb. 0,75 Mark. — (158) — Dieser Band enthält fast hundert besonders charakteristische Aussprüche des Führers. Die Auswahl der einzelnen Aussprüche und deren Zusammenordnung erfolgte unter dem Gesichtswinkel der Erziehung. In ihrer Eigenart und in ihrem Umfange erfüllt die getroffene Auswahl die Aufgabe: in scharf ausgewählten Sätzen aus dem Lebenswerk des Führers und seinen Reden die Grundzüge seines Wesens, seiner Auffassung von den Pflichten des einzelnen wie der Volksgemeinschaft und der leitenden Ideen des Nationalsozialismus zu begreifen. Die Schrift gehört der Jugend, sie gehört dem Erzieher und dem Schulungsleiter, sie geht jeden Volksgenossen an.
— Adolf Hitler. Das Lebensbild unseres Führers für die Grundschule. Von M. H o r s ch k e. (Dürrs Vaterländische Bücherei, Heft 54), 16 Seiten. Geheftet 0,25 Mk. Verlag der Dürrschen Buchhandlung, Leipzig El. — (150) — In schlichter Form soll mit dem neuen Heft Adolf Hitler unserer Jugend im Alter von 7 bis 10 Jahren nahegebracht werden. Die deutsche Jugend soll hier erkennen lernen, was Hitler für Deutschland geschaffen hat, und ihr soll es in Fleisch und Blut übergehen, daß sie mithelfen muß an dem Bau des neuen Deutschland.
— In Dürrs Vaterländischer Bücherei erschien als Heft 53: Dietrich Eckart. Von Studienrat Dr. Leo Weiser. 0,25 Mk. — (105) — In dem neuen Heft der bekannten Schriftenreihe schildert
StuMenrnt Dr. Weiser das Leben Dietrich Eckarts und feinen Kampf um das neue Deutschland. Er hat auch einen Teil der schönsten Gedichte jufammenge tragen, die davon Zeugnis ablegen sollen, mit welchem Leid und welchen Entbehrungen sich die ersten nationalsozialistischen Kämpfer durchsetzen mußten, um ihrem Ziel näherzukommen. In seinen Dichtungen spiegelt sich sein Wesen und sein Ringen um ein neues, gesundes Deutschland wider. Verlag: Dürrsche Buchhandlung, Leipzig C 1.
— Moeller van den Bruck. Der Weg- bereiter und Prophet des Dritten Reiches ist nun auch mit zwei wertvollen Werken in Reclams Universal - Bibliothek eingezogen. Zwei Kapitel aus dem Werk „Die Deutschen", das schon lange vergriffen ist, die Charakteristiken von A r • m i n und dem Frei Herrn vom Stein, erscheinen in Bändchen zu je 35 Pfennig. (59 und 60) Sie sind echtester Moeller van den Bruck in Stil, Haltung und politischer Konzeption, und indem sie von Vergangenem sprechen, gestalten sie an der leidenschaftlich und doch real erschauten deutschen Zukunft.
— E i n Volk! Ein Vaterland! Wie es geworden! SA.-Vlätter. Und was das ganze deutsche Volk wissen muß! Teil!: Geschehnisse von der Revolution bis Ende 1932. 84 S., geh. 1,20 Mark; Teil II: Deutschland unter der Führung und Obhut Adolf Hitlers. 56 S., geh. 0,80 Mark. Von Albin König, Professor Dr. phil. et bac. jur. und Oskar von W e st e r n h a g e n , Obertruppführer III/106 Leipzig. — Dürrsche Buchhandlung, Leip- zig El. — (149) — Auf knappestem Raum werden die Geschehnisse von der Revolution bis Januar 1934 an Hand genauer Daten spannend gefchildert. Die beiden Hefte tragen klar und übersichtlich das Geschehene der letzten Jahre zusammen. Besonders ist hervorzuheben, daß die typographische Anordnung so getroffen wurde, daß jeder einzelne Band bequem in der Rocktasche oder in der Tasche der Uniformbluse gefaltet getragen werden kann. Die Widmung wurde vom Obergruppenführer Manfred von Killinger angenommen.
— Pa u l H u g e n d u b e l: „Die Voraussetzungen für eine deutsch-französische Aussprache. Verlag H. Hugendubel, München 2 CI. — (214) — Der Verfasser der kleinen Broschüre gibt anknüpfend an eine Auseinandersetzung mit dem bekannten französischen Publizisten Wladimir d'Ormesson einen interessanten und nichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Kriegsschuldlüge, deren gründliche Ausräumung erst die Möglichkeit einer deutsch-französischen Verständigung schafft.
am 8. Juni im Alter von 67 Jahren sanft heimgegangen.
3467 D
am Grabe sagen wir innigen Dank.
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Fuß
Abermann
2326 A
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cand.med. Rudolf Freundlieb
Der Leiter
der Medizinischen Fachschaft
I. A.: Richard Croon, cand. med.
3473 D
Gießen, den 1. Juni 1934.
3317 D
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Die Medizinische Fachschaft der Universität Gießen bedauert tief das am 7. Juni 1934 erfolgte Ableben ihres lieben Kollegen
Grippe Erkältungs- Krankheiten
Rheuma Gicht Ischias
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und zum Bauen
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen, für die Kranzspenden, sowie für die lieben Worte des Herrn Pfarrers
Familie Elisabeth Kreiling Wwe.
Familie Ludwig Rinn IV.
Familie Hermann Reuschling II.
Heuchelheim, Oppenheim, den 9. Juni 1934.
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