Sfr. 287 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Samstag, 8. Dezember 1934
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Der Badonviller Marsch (Musikkorps und San-
Aus der Provinzialhauptstadt
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SA. - Standarten-
gemalt, sondern nur dadurch, dah er die SPtenffrA । in den auß-rllch-n Bingen di- wahren Siege? “ein?
' Rißortsetzung.
Nachdruck verboten!
SA. - Standarlen- Es sammeln die
die Opferspenden einsammeln. Keiner dünkt sich für diese große Tat der Rächslenliebe zu vornehm und zu hoch, hier reiht sich alles in einer Front zusammen, was sich als deutscher Volksgenosse und als Schaffender der Stirn und der Faust fühlt! In dieser Gemeinschaft der Sammler wird der Hilfsdienst für das Winterhilfswerk zum Ehrendienst an Volk und Vaterland. Und man darf wohl hoffen, daß diese Gemeinschaft der Sammler ihre Fortsetzung und Krönung finden wird in der großen, alle Volksgenossen umfassenden Gemeinschaft der Opfernden, damit aus diesem vereinten Bemühen aller Kräfte eine gewaltige Tat des deutschen Sozialismus entstehe!
In dieser Zielsetzung wollen wir uns heute am Tage der Rationalen Solidarität alle miteinander vereinigen. Alle Volksgenossen in Stadt und Land mögen sich der Gröhe der Aufgabe bemüht sein und dementsprechend das Ausmah ihrer Opfergabe bestimmen. Denn wahre Volksgemeinschaft heiht: Opfer bringen!
Sonderauftrag erhalten.
lübis 17.30 Uhr. Konzert der kapelle auf dem Kreuzplah.
1110 bis 18 Uhr: Konzert der kapelle beim Eafe hettler.
Uhr: sämtliche Sammler sind im EafL Leib angetreten. Das gilt auch für diejenigen, die in der Presse nicht aufgezählt wurden, aber eine besondere Aufforderung inzwischen erhalten haben.
bis 15.30 Uhr: Verteilen der Sammelbüchsen und der Abzeichen.
M0 Uhr: Feierliche Eröffnung des Sammelwerkes durch den Kreisleiter.
llfois 16.45 Uhr: Konzert des Stadttheaterorchefters vor dem Sladttheater. Es sammeln der Intendant und die Künstler des Stadttheaters, ferner die übrigen Sammler, soweit sie keinen
Was der heutige Tag bringt.
Oer Weg nach oben wird ein Weg des Opferns sein.
„So Ihr nicht werdet wie die Kindlein
, Der Nationalsozialismus hat seine Kraft und seinen Sieg aus solchem blinden Kinderglauben gewonnen, aus einer inneren Ueberzeugung, die nicht von Neiden und Abzeichen kommt, sondern aus Kräften, die nur aus der blinden Hingabe an den Glauben entstehen können.
Allein diese Grundeinstellung vermag das wahre Weihnachtserlebnis zu vermitteln. Jenes Licht, das in Bethlehem aufging trotz aller Nacht und Frost und Kälte, wollen wir wieder anzünden, das Licht im Menschen.
Wir Menschen hatten das Staunen der Kinder verlernt und waren auch noch stolz darauf, heute sagen wir solcher menschlich-allzu-menschlichen Ein- blldung den Kampf an.
Unser Führer hat es uns gelehrt und am 30. Januar 1933 ward es uns bewiesen: Großes und Weltenbewegendes baut niemals auf dem Wif- |5n sondern auf dem gläubigen Herzen. Nur die Menschen mit dem Blick nach innen werden auch
Friedrich Borgloh hatte die zwei Tage in Amsterdam in höchster Unruhe verbracht. Er reiste sonst so gern. Der Zauber der alten Handelsstadt mit ihren Grachten, ihren versponnenen Winkeln übte sonst einen starken Einfluß auf ihn aus. Auch die Kunstschätze der Museums mit ihren Kostbar- Feiten an Rembrandt, Rubens und den anderen Meistern der niederländischen Schule waren für ihn eine immer erneute Freude. Nun aber war es ihm, als wären feine Augen ebensowenig aufnahmefähig wie sein Geist.
1. Deutsch in Ewigkeit die Saar! Marsch von Otten.
2. Dem deutschen Volke! Vaterländische Festouvertüre von Zimmer.
SA.-Führer und die übrigen Sammler soweit sie keinen anderen Auftrag erhallen.
IS: 5 bis 19.15 Uhr: Große Serenade mit Fackeln auf dem Oswaldsgarten, ausgeführt oom 2Uu- fikkorps der Gießener Reichswehr unter Beteiligung des Offizierkorps. 150 Soldaten aus den I hiesigen Teilen des Reichsheeres singen. Diese Veranstallung wird auf den Reichssender Frank- I furt übertragen. Alle Sammler sind anwesend.
riUhr: Große Kundgebungen der 4 Gießener l Ortsgruppen zum Tag der „nationalen Soli- Idarttäl".
Cafe Leib Gießen-Rord.
Es spricht der Führer der SS.-Standarte 83, ?pg. lakober. Kampsliederabend und Konzert Iber SA.-Standartenkapelle. Vorführungen der «Gießener Turnerschaft.
Universitätsaula G i e h e n-M i t t e.
Es spricht der Rektor der Landesuniversikät sprof. Pfähler. Konzert der Kapelle des Gieße-
heute ist der Tag der Rationalen Solidarität. Er soll ein Tag des Lichts und der Freude werden für alle Volksgenossen, die noch non Rot und Elend bedrängt sind. Zur Hilfeleistung iiir diese Brüder und Schwestern werden heute nachmittag und heule abend überall in Deutsch- and Männer und Frauen aller Schichten und Be- uife, vom Reichsminister an bis herunter zum Volksgenossen aus der breiten Front der Volks- nenge, mit den Sammelbüchsen des winterhilfs- aerks auf die Straßen, in die Häuser und in die wststälien gehen, um Opfergaben für das linterhilfswerk zu sammeln, damit es finer großen Betreuungsaufgabe an den hilfs- H bür fügen weiterhin in ausreichender Weise ge- ckht werden kann.
IDie überall im Reiche sind auch in Stadt und hreis Gießen umfangreiche Vorbereitungen zum klingen des großen Hilfswerks getroffen worden, ü'it dem Kreisleiter an der Spitze werden viele L'änner der PO., SA., SS.» Vertreter der H3. und ds BDM., aller Behörden, Kulturstätten ufw. ufw.
Adventsgedanken.
Von Frau Gertrud Scholz-Mink, Reichsführerin der deutschen Frauen.
Kann ein Erwachsener sich noch über Weihnachten freuen? •
„Weihnachten, das ist das Fest der Kleinen", so hat man uns immer wieder gejagt. Die Erwachsenen freuten sich hin und wieder noch einmal über ein Geschenk, sie mühten sich, mit in die Freude der Kinder einzustimmen, aber die meisten von uns blickten doch nur — manchmal lächelnd, manchmal wehmütig — auf ihre Kindertage zurück, auf ihren Kinderglauben, der allein die Weihnacht als die unendlich schöne und ganz unfaßbare Nacht der Weihe sie er- leben ließ.
Immer und immer wieder ist der Mensch dem Trugschluß verfallen, daß Erwachsenwerden gleichbedeutend sei mit Zerstörung der Kindlichkeit. Sie meinten, lächeln zu müssen über „blinden Glauben" und das Glück, das allein von innen heraus zu uns spricht. So wurde die Weihnachtsfeier der Erwachsenen zu Festlichkeiten mit viel Sternen, Kugeln und äußerem Schmuck, in den Vereinen trug man Chöre vor und hielt Reden, aber alles blieb haften in der Sphäre der Aeußerlichkeit.
Denn Kinderglauben war etwas, worüber man lachen mußte ...
3. Einzug der Götter in Walhall von Wagner
4. Steuermannslied (gesungen vom Sängerchor JR. Gießen) von Schuger.
Alte deutsche Treue! Ein Kranz deutscher Soldatenmärsche von Frantzen.
}ri dem oberen Stockwerk des Borglohschen haust aß in einem elegant eingerichteten Raum Äs.ir Parkins in einem lebhaften Gespräch mit Shtefj Parkins.
Ito Zimmertelephon läutete.
i!i.er ist da?" fragte Parkins, den Hörer ab« tiwr enö.
Stimme des Dieners meldete sich.
,Inten ist ein Bote von der Kunsthandlung t rrmers, Mister Parkins. Er bringt ein Paket, t to :r Mister Parkins selbst abgeben möchte."
,hnen Augenblick!" antwortete Parkins. „Las» feiüOie ihn unten in der Halle warten. Ich komme seiM herunter."
itirEins stand auf.
Jnas kann das fein?" sagte er zu Frau Par- filfojbie ein besorgtes Gesicht machte. Dann ging einudg hinunter. In der Halle, die mit Waffen w ml Jten Bildern geschmückt war, stand ein Mann inn d-r Botenuniform der Kunsthandlung grom= IM<-> Er hielt respektvoll die Mütze in der Hand.
,8in Kunsthandlung Frommers?" fragte Par- fii ini mm laut.
2 Bote nickte.
Ui. Sir! Ich bringe die Elfenbeinminiatur, die fDWtrfö Borgloh gekauft hat. Der Chef hat mir qe?^i ich sollte sie nur Mistreß Borgloh ober Ahnr abliefern"
Seme Gedanken kreisten nur um das eine: Was wurde Mac Lean in London festgestellt haben? Was war es für ein Geheimnis um Eva? Ihm war sehr schwer zu Sinn. Da hatte er nun gehofft m Eva alles Glück der Welt zu finden — einen Ersatz für den Kummer feiner Jugend — für den Verlust der Eltern, der Schwester. Er war ein JJcann, für den Ehe und heim unendlich viel be« beuten konnten. Wie hatte er es sich ausgemalt, fein heim — nach der Arbeit sollte es ihm eine Statte des Friedens werden. Und was war es qe- worden? Unfrieden, Häßlichkeit und Unsicherheit. Vielleicht hatte Professor van Koster besser getan, Eva nicht den Parkins zu überlassen. Sie schienen sehr schwach und nachgiebig zu fein und keineswegs geeignet dafür, ein so junges, weiches Menschen- kmd wie Eva van Koster zu erziehen. Aber das war nun alles vorbei. Die Vergangenheit war nicht mehr zu ändern. Man mußte nur hoffen, daß die Zukunft besser wurde.
Am dritten Tage feiner Anwesenheit kam Friedlich Borgloh nach einem ziellosen Spaziergange durch die Straßen Amsterdams in sein Hotel zurück.
„Ein Telegramm für Sie, Herr Professor!" sagte der deutschsprechende Portier, als Friedrich seinen Zimmerschlüssel verlangte.
Friedrich erbrach hastig das Siegel.
„Erwarte Sie umgehend zurück — Rücksprache in meiner Wcchnung!"
Das Telegramm trug keine Unterschrift. Es war vor fünf Stunden in London aufgegeben.
„Machen Sie mir meine Rechnung fertig!" sagte Friedrich Borgloh hastig zu dem Portier. „Ich habe eine Nachricht bekommen — muß wider Erwarten sofort nach London zurückkehren. Wann bekomme ich den Zug zum nächsten Schiff?"
„Das nächste Schiff geht um neun Uhr ab, Herr Professor! Sie erreichen es, wenn Sie in einer halben Stunde den Zug Amsterdam—hoek van Holland nehmen."
Friedrich Borgloh packte in Eile. Er hatte ja nicht viel Gepäck, nur seine wenigen Toilettensachen. Ein Auto, das der Portier schon bestellt hatte brachte ihn noch in der letzten Minute zum Zuge,' und bald fuhr er von Amsterdam ab.
Der Zug fuhr durch die fruchtbare Niederung des holländischen Landes. Grüne Felder zu beiden
Seiten des Schienenstranges, Viehweiden — alles durchzogen von kleinen Kanälen, die im Sonnen- licht ausblinkten. Die Bauern trugen die eigentümlichen Holzpantinen, die mehr an grobgeschnitzte, kleine Spielzeugkähne erinnerten als an Schuh» werk. Friedrich Borgloh mußte wieder denken wie erfinderisch doch die Natur die Menschen macht Diese Holzschuhe waren die einzige Möglichkeit, um durch das ewig feuchte Gelände der'Wiesen und Niederungen hindurchzukommen.
(Fortsetzung folgt!)
Nationale Solidarität!
Heist durch Opfer zur Erfüllung der Aufgaben des Winterhilfswerks!
Es ist zu erwarten, daß durch diese Darbietungen die Sammeltätigkeit aller derer, die sich am 8. De-
gerchor) von Fürst.
7. Zwei Märsche mit Spielleuten.
Den Sängerchor leitet Unteroffizier Dietrich. Die musikalische Gesamtleitung der Veranstaltung hat Obermusikmeister Krauße.
Die Veranstaltung wird im Ausschnitt vom Reichssender Frankfurt a. M. übernommen.'
teWoisiiiiito.
Roman von Rainer Seiden.
Ümberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.)
vor die unbedingte Auseinandersetzung mit sich selbst stellte. Nur so fanden wir wieder den Weg zur Wahrhaftigkeit, dem Leben gegenüber, den Weg vom Ich hin zum Du.
Wenn aber ein Mensch diese letzte Ausrichtung erfahren hat, dann kann Aeußeres nie mehr Zweck sein, sondern bestenfalls Waffe, die von innen her geleitet wird.
Nur der Mensch, der sich ganz klar zu dieser Linie bekennt, gewinnt Verbindung zu den Kräften, die alles Lebendige gestalten; mag man sie Gott, Natur oder All nennen.
Ist für den Mann diese Verbindung eine stete Aufgabe, so ist sie für die Frau eine Naturgegeben- HE Denn die Frau ist ja selbst schöpferische Natur» gewalt. Sie am ehesten ist dazu berufen, auch den Mann wieder zu jenen Kräften hinzuleiten, und kaum je wird sie es besser vermögen, als in diesen weihnachtlichen Tagen.
Wenn die Frau ihre höchste Bedeutung im deut» schen Volke wieder erlangen will, dann zuvorderst durch jene Kräfte der Erde und des Alls. In diesen Tagen regen sie sich in jedem von uns — es tut not, daß wir uns wieder bewußt und freudig zu ihnen bekennen.
Dann werden wir erleben, wie mitten in Eis und Schnee das Weihnachtswunder der Welt strahlendes Licht und Wärme brachte. Und uns wird klar werden, daß dieses Leuchten nicht aus einem Palast kam, nicht aus einem prächtigen Schloß, sondern aus einem schlichten Stall.
Denn große Dinge werden immer in der Stille und in kleinsten äußerlichen Formen. Und wenn manch einer heute zagt und nicht eher glauben will, ehe er nicht ein Wunder gesehen habe, dann soll er wissen, daß nur der Kinderglaube Wunder zu erleben und damit Wunder zu vollbringen vermag.
Sehen wir „aufgeklärten Erwachsenen" wirklich nicht mehr, welche Wunder das tägliche Leben stets um uns zeigt, spüren wir nicht mehr die Wunder der Sonne, der Jahreszeiten, des Waldes, der Menschwerdung ...?
„So Ihr nicht werdet wie die Kindlein ..."
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„Es ist gut", sagte Parkins nachlässig, langte in die Tasche und gab dem Boten eine Geldmünze. „Aber warten Sie einen Augenblick. Vielleicht habe ich noch eine Bestellung für Mister Frommers."
Dann nahm er das Paket und ging die Treppe wieder hinauf, feinen Zimmern zu, während der Bote wartete.
Mistreß Parkins, eine magere Frau mit einem schmalen, zusammengeschlossenen Munde, sah ihrem Gatten unruhig entgegen.
„Was ist?" fragte sie, während er die Tür öffnete.
„Ach, du weißt ja, die Elfenbeinminiatur, die wir Borgloh zum Geburtstag schenken wollen", antwortete Parkins laut, mit einem Blick auf das Stubenmädchen, das gerade mit einem Tablett den Korridor am Zimmer entlang ging. Dann schloß er die Tür und drehte den Schlüssel um.
„Sei doch nicht immer so aufgeregt, Mary", flüsterte er schärfer. „Damit wirst du noch einmal etwas anrichten." v
Dann öffnete er rasch das kleine Päckchen. Es enthielt nichts als eine kleine Steinplatte und einen Brief. Und dieser Brief hatte zum Inhalt nur ein einziges Wort. „Gefahr!"
Parkins und feine Frau sahen sich an. Sie roaren sehr bleich geworden. Hastig setzte sich Parkins an den Schreibtisch und schrieb ein paar Zei- len, die er in einem Umschlag verschloß. Dann eilte er wieder hinunter in die Halle, wo der Bote wartete:
„Hier haben Sie einen Brief für Ihren Chef", fagte er. „Ich bin mit der Elfenbeinminiatur sehr zufrieden und schreibe ihm hier, daß ich gern in der nächsten Zeit von dem gleichen Meister etwas erwerben möchte. Geben Sie den Bries aber sofort ab. Es eilt!"
Der Bote verbeugte sich:
„Gewiß, Sir! Es wird umgehend erledigt!"
Dann ging Parkins langsam wieder hinauf. Der Diener öffnete dem Boten der Kunsthandlung Frommers die Tür.
„Nun, Sie sind wohl erst neu bei Mister From- mers?" sagte s» vertraulich. „Früher kam immer ein älterer Bote, so mit weißen Haaren."
„3a, ich bin erst neu!" sagte der Mann kurz, ohne sich auf weiteres einzulassen, und ging rasch über die Straße.
Als Eva Borgloh abends von einem Bridgetee im Mayfair-Hotel heimkehrte, kam ihr Mistreß Parkins schon aufgeregt entgegen. Sie ging mit Eva sofort in deren Zimmer. Bald erschien auch Mister Parkins, und eine hastige, leise geführte Unterredung begann. Bald nach ihrem Ende klingelte Eva dem Hausmädchen und sagte:
„Rufen Sie unten in der Chauffeur-Wohnung an. Der Chauffeur soll Mister Parkins zum Waterloobahnhof fahren. Mister Parkins will nach Har- wich reisen. Ein Freund von ihm kommt dort an."
;üe beiden Männer kamen näher. Der Strahl '.^Blendlaterne fiel nun voll auf die Seite der !Mid, wo die unheimliche Apparatur eingebaut im Der Pendel hing leer herunter! Das Beil m:: nicht zu sehen. Dagegen klaffte an der Decke iphfjalb des Pendels ein Loch, groß genug, um eeüm geschickten, schlanken Menschen yindurchzu- 11 (an.
i „scefjen Sie, Meister!" sagte der mit Georges SKip-rebete heiser. „Hier die zerschnittenen Stricke! Ißii der Pendel ohne das Beil — dort das Loch. S im Zweifel — der Spürhund ist entkommen." . Iber wie konnte er hinaus?" fragte der dunkle ji (uc ’ Mann.
Io!" sagte Georges und leuchtete hinauf. Die Saline blitzte auf dem scharfen Beil, das oben o nj oem Mauervorspruna liegengeblieben war.
»Üserfluchte Geschichte!^ sagte der junge Dunkle aitifjen zusammengebissenen Zähnen. „Sofort los, (Bigges, und warnen!"
Ljgeregt sprechend verließen die beiden sehr fiifii I wieder den Raum durch die Falltür.
Bis heute hat nur das Kind mehr jene blinde und doch so zielklare Gläubigkeit gehabt, jenes unbewußte Gefühl der Verbundenheit mit Erde und All, und aus diesem Gefühl heraus findet es zielklar den Weg feiner Entwicklung. Wir Erwachsenen aber müssen wieder die Kraft zur Einstellung auf solche Kindergläubigkeit gewinnen. Denn nur aus ihr werden wir zu letzter innerer Klarheit gelangen.
In den vergangenen Jahren haben "ja Mensch und Volk immer stärker diese Kräfte und Hintergründe gesucht. Nicht mit Aeußerlichkeiten und lauten Mitteln hat der Nationalsozialismus feinen Weg gemacht, sondern nur dadurch, daß er die Menicken >
ner ZHarineffurmbannes, unter Mitwirkung des Bauerfchen Gesangvereins.
3 m Kameradschaftshaus der Studentenschaft am Leihgesterner
Deg Giehen-Süd.
Es spricht der Oberseidmeister des Arbeitsdienstlagers Gießen pg. Loesch. 3m Programm: Ernstes und heiteres aus dem Leben des Gießener Arbeitsdienstes, unter Mitwirkung des Singkreises der Arbeitsdienstmänner. Es spielt der Fanfaren-Bläserzug des 3ungvolks. Ferner wirken noch Studenten aus dem Kameradschaftshaus der Gießener Studentenschaft mit.
3m Stadttheater Giehen-Ost.
Es spricht Oberbürgermeister pg. Ritter. Konzert des Stadttheaterorchesters, Darbietungen einzelner Mitglieder des Stadttheaters.
2 1.3 0 llhr späte st e n s sind diese Kundgebungen zu Ende. Anschließend Sammeln in der Stadt.
Oie Hilfe unserer Reichswehr.
Die Truppen des Standorts Gießen beteiligen sich am 8. Dezember, dem Tage der Nationalen Solidarität, in folgender Weise an der Sammlung für das Winterhilfswerk:
Das Musikkorps, die Spielleute, sowie das Sängerkorps, geführt von einem Feldwebel, rechts und links begleitet von Fackelträgern, marschieren unter Führung von Oberleutnant N i e t s ch e um 17.30 Uhr Kaserne — Licher Straße — Ludwigsplatz — Gartenstraße — Hmdenburgwall — Straßenkreuz Hin- denburgwall — Seltersweg (dort Anzünden der Fackeln) über den Seltersweg — Kreuzplatz — Marktplatz — Neustadt zum Oswaldsgarten. Während dieses Marsches wird abwechselnd gesungen und gespielt.
Am Oswaldsgarten nimmt die Abteilung im Rechteck Aufstellung und wird folgendes Programm zu Gehör bringen:
Eine halbe Stunde später fuhr Parkins mit einem kleinen Koffer und den nötigsten Uebernach- tungsfachen, die der Diener ihm eingepackt, davon.
„Soll ich Mister Parkins eine Fahrkarte besorgen, fragte der Chauffeur höflich. „Und zu welchem Tage, bitte?"
.„Nein, nein! Lassen Sie nur!" sagte Parkins. „Die Karte besorge ich mir selbst. Fahren Sie nur nach Hause. Es könnte sein, daß Mistreß Borgloh und meine Frau den Wagen heute noch brauchen."
John Mac Lean saß behaglich in einem tiefen Lehnsessel seines Arbeitszimmers. Vor ihm standen eine Platte mit ein paar belegten Brötchen und eine Flasche mit Portwein.
„So, mein guter alter Talby!" meinte der Detektiv behaglich und nickte seinem alten Diener zu. „Nun ist mir schon bedeutend wohler. Ein Bad, ein Glas Portwein, eine gute Zigarre, da sieht das Leben schon wieder freundlicher aus."
„Mister Mac Lean sollten sich wirklich nicht immer so leichtsinnig in Gefahren begeben!" — der alte Diener schien noch immer ganz aufgeregt von dem, was Mac Lean ihm beim Heimkommen erzählt hatte. „Wie oft haben wir alle schon Mister Mac Lean gebeten, nicht allein auf Erkundigungen auszugehen! Die jungen Beamten von Scotland Pard brennen doch darauf, Mister Mac Lean zu begleiten."
„Glaube ich, daß sie darauf brennen, mein guter Tallw! Aber siehst du, in meinem Berus ist es gerade umgekehrt wie in anderen. Sonst sagt man, vier Augen sehen mehr als zwei; aber vier Füße verwischen mehr Spuren als zwei. Wenn ich so richtig auf einer Fährte bin, kann ich keinen anderen Menschen dabei brauchen. Da muß ich allein vorwärts!"
„Und Sie werden so lange allein vorwärts gehen, Herr, bis Sie eines Tages umgekommen fein werden!"
Mac Lean lachte:
„Guter alter Talby, siehst du, ich bin ja bis jetzt immer wiedergekommen. Na — mach' kein so erschrecktes Gesicht, Alter! Gieß lieber noch ein Glas Portwein ein und dir auch eins, und trinken wir auf meine glückliche Rettung. Dann kannst du mal ein Telegramm an Mister Borgloh schicken. Ich glaube, es würde gut fein, er käme zurück."
3etnber in den Dienst der Allgemeinheit stellen, sowie auch die Gebefreudigkeit der gesamten Bevölkerung Gießens einen besonderen Ansporn erhalten wird.
Gammler für das Winterhilfswerk.
Bei der heutigen Sammlung für das Winter» hilfswerk im Rahmen des „Tages der Nationalen Solidarität" werden, wie uns von der zuständigen Stelle der Kreisleitung als Nachtrag zu der gestern veröffentlichten Sammlerliste mitgeteilt wird, als Vertreter der Universität noch die Professoren Glaser, Ruppert, Frau von Reichenau und Walter Fischer als Sammler mit tätig sein.
Ferner werden die Mitglieder unserer Schrift» leitung, Dr. Lange, Blumschein, Dr. Thyriot und Neuner sich als Sammler in den Dienst des Winter- Hilfswerks stellen.


