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Aus aller Welt

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Oer Verwaltungsrat der Reichsbahn.

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Der vom Obergruppenführer Hühnlein cmge- ordnete allgemeine Urlaub für das NSKK. erstreckt sich auf die Zeit vom 16. Dezember 19 3 4 b i s zum 13. Januar 19 3 5, nicht, wie wir irrtümlich meldeten, vom 12. Dezember 1934 an.

Oesterreich hat das Verbot aller im Deut­schen Reich erscheinenden Tageszei­tungen und gewisser Zeitschriften für weitere drei Monate (Endtag 16. März 1935) verlängert.

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Tleuer Stralosphärenflug des Fliegers Diley Post.

In Bartlesville (Oklahoma) unternahm der Flie­ger Wiley Post seinen zweiten Stratos pHä- i renflug. Die Gesamtflugdauer betrug zwei Stun­den und 28 Minuten. Post erklärt nach der Lan­dung, er sei diesmal noch höher gekommen als beim ersten Flug. Nach etwa 12 900 Metern habe der Höhenmesser ausgesetzt. Er nehme an, daß er eine Höhe von etwa 16 5 0 0 Metern erreicht habe. In der Stratosphäre habe er eine Windgeschwindig­keit von über 100 Kilometern angetroffen bei einer Temperatur von 56 Grad Celsius un­ter Null. Der Motor habe trotzdem tadellos ge­arbeitet. Erst beim Niedergehen sei eine Störung eingetreten. Wahrscheinlich sei sie durch eine Ver­stopfung der Brennstoffzuleitung heroorgerufen worden, die die besondere Mischung des Brennstof­fes verursacht haben dürfte, die infolge der starken Kälte verwendet werden mußte.

Tödlicher Absturz eines Sportfllegers.

Auf dem Flugplatz Johannistal stürzte ein Sport­flugzeug bei einem Kunstflug aus etwa 50 Meter Höhe ab. Der Flugzeugführer Oßten kam hierbei ums Leben.

Motorradfahrer fahrt in Frauengruppe.

Auf der Steinebacher Höhe zwischen Gebhardshain und Betzdorf (Westerwald) sah sich ein Motorrad­fahrer aus Herford plötzlich einem ihm entgegen­kommenden Lastkraftwagen gegenüber, während vor ihm vier Frauen und ein Kind in einer Reihe gin­gen. Die Frauen müssen infolge des Lärms des Last­wagens das Signal des Motorradfahrers nicht ge­hört haben, so daß dieser in die Gruppe hineinfuhr. Hierbei wurden die vier Frauen zu Boden gerissen; zwei von ihnen wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, die beiden anderen erlitten leichtere Verletzungen, ebenso der Motorradfahrer. Das Kind blieb unverletzt.

Am Steuer des Kraftwagens verbrannt. Unfall oder verbrechen.

Auf der Straße von Eichardt nach Kloster Buch bei Döbeln (Sachsen) geriet die Frau eines Händ­lers aus Tschoppach mit ihrem Kraftwagen in den Straßengraben, angeblich infolge einer Reifen­panne. Ohne umzustürzen, fuhr der Wagen durch den Graben auf das dahinterliegende Feld und fing dann auf bisher ungeklärte Weife Feuer. Die Frau ist dabei am Steuer des Wagens völlig verbrannt. Der Ehemann, der erst feit einem halben Jahre verheiratet war, konnte sich retten. Er hat außer einer Rauchvergiftung nur leichte Verletzungen erlitten. Die Mordkommission aus Leipzig, die an den Unfallort gerufen wurde, ist sich noch nicht völlig klar, ob Unfall oder Ver­brechen vorliegt. Die Frau hatte den Führerschein erst seit 14 Tagen.

Kesselexplosion in einer französischen Brauerei fordert drei Todesopfer.

In einer Bierbrauerei in Carignan bei Sedan explodierte ein Kessel. Unter dem ungeheuren Druck stürzte das Kesselhaus ein. Zwei Arbeiter, die auf dem Dach des Hauses beschäftigt waren und der Heizer, der sich unmittelbar neben dem Kessel befand, wurden auf der Stelle getötet. Der Brauereibesitzer wurde mit schweren Ver­letzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Zahl der Token von Perpignan auf 15 gestiegen.

Im Krankenhaus von Perpignan sind in der ver­gangenen Nacht weitere sieben Personen, darunter mehrere Kinder, die sich beim Brande des Wanderkinos verletzt hatten, ihren Wun­den erlegen. Somit ist die Zahl der Toten auf 15 gestiegen. Der Stadtrat von Perpignan hat beschlossen, auf Kosten der Stadt die Verunglückten zu Grabe tragen zu lassen.

Große holzdiebskähle in den Wiesbadener Wäldern.

Seit Frühjahr d. I. wurden in den Wiesbadener Wäldern von Born, Watzhahn, Breithardt und Hahn Holzdieb stähle in der Weife ausgeführt, daß Eichen- und Fichtenbäume mit Säae und Beil gefällt wurden. Als Diebe wurden durch die Wies­badener Kriminalpolizei und Gendarmerie zwölf Personen ermittelt, die sich von den zuständigen Bürgermeistern Holzsammelscheine hatten ausstellen lassen. Dadurch war es ihnen möglich, ungehindert mit ihren Werkzeugen den Wald zu betreten. In einem Waldstück wurden bis zu 100 Eichbäume ge­fällt. Das Holz ist mittels Lastwagen nach Wies-

8000 Mart zu 7,50 v. H. Zinsen, rückzahlbar 1930 und 1931, zu bewilligen. Ein Darlehen von 15 000 Mark sei nicht tragbar erschienen, da man befürchten mußte, daß die Revisionsgesellschaft diese Höhe be­anstanden würde. Magnus habe aber dem Vor­sitzenden des Aufsichtsrates der Norag, Blank, an- heimgestellt, Stapelfeldt noch einen Vorschuß zu geben, der aber bis Ende des Jahres 1929 zurückgezahlt werden müßte. Magnus soll durch die Bewilligung des Vorschusses die vorgeschriebene Darlehenshöhe überschritten haben. Der Vorschuß wird von der Staatsanwaltschaft als eine Ver­schleierung der tatsächlichen Darlehenshöhe angesehen. Dr. Magnus erklärt, seiner Auffassung nach sei Stapelfeldt sicher gewesen, da er ja ein Jahresgehalt von 30000 Mark b e -

Der Vorsteher des schweizerischen Dolkswirtschafts- departements, Bundesrat S ch u l t h e ß, hat die Ab­sicht, im nächsten Frühjahr aus Gesundheitsrücksich­ten zurückzutreten. Vorher will er jedoch die Durchführung seines wirtschaftspolitischen Pro­gramms in die Wege leiten.

3 o g e n habe. Der Vorsitzende ging dann auf ver­schiedene Auslandsreisen ein, die Dr. Magnus gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern der Norag unternommen hatte und bei denen die Reise- kosten auch für die mitreisenden Ehe­frauen liquidiert worden waren. Es handelt sich dabei um eine Reife nach Kopenhagen zum Besuch der dortigen Sendegesellschaft. Dr. Magnus bestreitet nachdrücklich, für seine Frau liquidiert zu

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nationale Solidarität kein leeres Wort.

Ein schwedischer Beobachter berichtet aus Deutschland.

Stockholm, 7. Dez. (DNB.) Das Abendblatt J Y a Dagligt Allehanda" veröffentlicht crxn Bericht seines Außenpolitikers Ivar Oehman, di in Deutschland weilt. Er beschäftigt sich mit den kvitschaftlichen Leistungen der nationalsozialistischen RDierung und kommt zu dem Ergebnis, daß in bher Hinsicht erstaunliche Erfolge erzielt nr.bcn seien.Der beste Beweis fei der große Rück- gcig der Arbeitslosigkeit. Diese Tat sei um so be- bdtfamer, als Deutschland sie aus eigener Ria ft vollbracht habe. Alle Gerüchte über Panik- ftumung auf dem Markt und Schwierigkeiten in bi Lebensmittelversorgung seien unwahr oder fiti mindesten st a r k übertrieben. Die natio- m,sozialistische Regierung besitze vor allen Dingen ei große und unschätzbare Eigenschaft: Das f o - Kl le Pathos. Sie betrachte den Arbeitslosen « leidenden Mitmenschen, und werde rti müde, ihm zu helfen. Nationale Soli- Writät sei kein leeres Wort; alle seien liench darin einig, daß die Volksgemeinschaft den 81-sienkampf ablöfen müsse. Sie werde durchaus '1t Lebensbedingung des neuen knutsch land betrachtet. Darum werde auch viel uni willig geopfert. Dieses Gefühl habe ungemein IW!,zur Ueberwindung der Krise beigetragen. Für ;h!t-r und seine Männer sei es eine Quelle von Ilchoätzbarer Kraft gewesen.

Grenellugen

r l i n , 7. Dez. (DNB.) In einzelnen Sius- 1!anLeitungen wird ein angebliches Testament 'Jt: erschossenen Gruppenführers c Sm st zur Entstehung des Reichstags- l'i ndes veröffentlicht. Es handelt sich bei die­sen angeblichen Dokument um einen aus ge< iriechten Schwindel, wie er uns im allge- rner3en aus der Emigrantenpresse sattsam bekannt tftSs bleibt nur bedauerlich, daß auch ernsthafte c hündische Zeitungen dieses Machwerk ihren i &|rn ohne jeden Vorbehalt vorsetzen können, ob- ido sie eigentlich wissen müßten, daß ähnliche , Ä^'umente" schon oft in der Emigrantenpresse l '«rissentlicht worden sind, von denen sich dann l ausgestellt hat, daß sie e r f u n b e n waren. Auch in iriefem Fall hanbelt es sich um eine Fäl - s -h> n g g r ö b st e r Art, bie sich in ben Augen mhbfangener Leser von selbst richtet.

Ls Muster einer Greuellüge kann weiter eine 3 M ung in berS a a r - V o l k s st i m m e" gel- i fei, B bie behauptet, baß an bie Frau des vor f Imin von seinem Amt als Oberbürger- nmrilft e r zurückgetretenen Rechtsan. böiHs D r. Rebitzki in Breslau von dem iJllfftjen Regierungspräsidenten ein Schreiben ge- rjht-it worden sei mit der Anschrift:Frau M:om e Rebitzk i", in dem gleichzeitig mitge- tse-twurde, daß die Beisetzung ihres Man- n i isi nicht in Breslau stattfinden dürfe. Erst durch d He Mitteilung habe Frau Rebitzki von dem *511'2" ihres Mannes erfahren. Mit dieser Mel- btüi unterstellt dieSaar-Volksstimme", daß der ® feere Oberbürgermeister von Breslau e r m o r - d e! worden fei. Demgegenüber teilt derEr- 16) e t e" von feinem Berliner W o h N- oi rl :i u s mit, daß er s i ch bei bestem Wohl- fitir befinde. Er gab dabei feinem Abscheu über bife mns Verbrecherische grenzenden Methoden der (Siricrantenpreffe Ausdruck.

Stiel dem Berliner Rundfunkprozeß.

57W. Berlin, 7. Dez. Im Rundfunkprozeß wiluib der sogenannte FallStapelfeldt" erörtert. 2 je Üi'.nklagebehörde wirft Dr. Magnus vor, er HM iim Jahre 1929 unberechtigterweise dem Vor- ftcU.-mitgiieb ber Norbischen Runbfunk AG. (9taqg) in Hamburg, Stapelfeldt, ein Dar- lciskm von 15 000 Mark zum Zwecke eines H A nkaufs bewilligt. Dr. Magnus erklärte dazu, b^nn Einvernehmen mit D r. Bredow o^l'ssen worden sei, Stapelfeldt ein Darlehen von

Der Präsident des Derwaltungsrats der Reichs­bahn, Karl Friedrich v. Siemens, dessen dreijährige Amtszeit adläust, hat die Reichsregie- rung gebeten, von seiner Wiederberufung Abstand zu nehmen. Der Reichsverkehrsmini­ster hat Herrn v. Siemens für die Führung der Präsidentschaft, die er seit Errichtung der Deutschen Reichsbahngesellschaft 1924 innegehabt hat, den Dank und die Anerkennung der deutschen Reichsregierung ausgesprochen. Weiter scheiden aus tem Verwaltungsrat aus: Oberpräsident a. D. v o n Batocki, der frühere Handelskammerpräsident Dr. Grund (Breslau), Staatssekretär a. D. Dr.-Jng. Gutbrod, Mnisterialdirektor a. D. Schulze, Staatssekretär a. D. Stieler und Konsul R e i n e r. Die Reichsregierung hat an deren Stelle er-

Neue Wendung im Kall Lindbergh. Geständnis des wirklichen Mörders?

Im Fall Lindbergh ist eine neue über­raschende Wendung eingetreten. Danach soll ein früherer Sträfling, namens Robert Wildy, auf dem Sterbebett gestanden haben, Lindberghs Kind entführt und getötet zu haben. In dem Geständnis, das in Anwesenheit von Zeugen nieder­geschrieben und von diesen durch ihre Unterschrift bestätigt worden sei, habe Wildy erklärt, das Ver­brechen fei einRacheakt an den Reichen" gewesen. Er habe das Kind nicht töten wollen. Das Kind habe aber geschrien, und er habe ihm deshalb zwei Schläge versetzt. Nach ber Tat habe er sich nach bem Westen ber Union begeben, ohne sich um das ausgesetzte Lösegeld zu bemühen.

haften Bedauern sich gezwungen gesehen, auf ihre Beteiligung an ber Brüsseler Ausstellung zu ver­zichten.

haben geschafft, hier zerkleinert unb zum größten Teil verkauft worben. Die Diebe werben sich bem- nächst vor bem Richter zu verantworten haben.

21 Lebensmittelgeschäfte in VerlinDilmersdorf ! geschlossen.

, Bei einer von der Preisüberwachungsstelle des Berlmer Polizeipräsidiums im Bezirk Wilmersdorf ' vorgenommenen Kontrolle der Lebens- mittelgefchäfte wurden in einer ganzen Reihe von Fällen Ueberfchreitungen der Kar- toffelp reise festgestellt. Außerdem hatten zahl- reiche Geschäftsinhaber trotz der mehrfach ergange­nen öffentlichen Hinweise auf die Notwendigkeit von Preisauszeichnungen Preisschilder und Preisver- aeidjniffe nicht angebracht. Wegen dieser Zuwider- Handlungen sind 21 Lebensmittelgeschäfte im Be­zirk Wilmersdorf vom Polizeipräsidenten vorüber­gehend geschlossen worden.

Vollstreckles Todesurteil.

In Königsberg (Preußen) ist der am 20. Mai 1893 geborene Karl Struve hingerichtet worden. Struve war von dem Schwurgericht in Königsberg wegen Ermordung der 80jähvigen Witwe Jo- Hanna Duve zum Tode und zum Verlust der bürger- lichen Ehrenrechte verurteilt worden. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungs­recht keinen Gebrauch gemacht, weil wegen ber Scheußlichkeit der Tat, die nur der Erlangung von Geld und Wersiachen diente und gegen die Mutter eines langjährigen Bekannten des Struve verübt wurde, die Vollziehung der Todesstrafe an dem be­reits 12mal vorbestraften Verbrecher erforderlich war.

Eine feurige Kugel am Himmel.

Zeugen eines seltenen Naturwunders waren an einem der letzten Abende die Einwohner von Nangis bei Provins südöstlich von Paris. In geringer Höhe bemerkte man am Himmel eine feurige Kugel, die sekundenlang einen Feuer­regen ausftreute. Eine weithin hörbare Explosion begleitete dieses seltene meteorologische Ereignis.

Großer Golddiebstahl

auf einem amerikanischen Ueberseedampfer.

Aus dem Geldschrank des Zahlmeisters des amerikanischen DampfersPresident Harding" wur­den bei Nacht 4 5 5 3 Golddollar g e st o h l e n. Wahrscheinlich hatten es die Diebe auf die große Golbladung von 60 000 Dollar abgesehen, die der Dampfer nach Europa bringt. Die große Gold- fenbung befanb sich jeboch nicht in bem Gelbschrank, fonbern war zufällig in einem Poststahlschrank untergebracht, ba ber Zahlmeister zur Zeit bes Eintreffens ber Senbung abroefenb war. Der Dampfer ist unterwegs nach Hamburg.

Die Sozialarbeit im VSDFV. (Stahlhelm).

Die Landessozialwarte des NSDFB. (Stahlhelm) hatte im Bundesamt eine Arbeitstagung. Der Bun­deshauptmann und Stellvertreter des Bundesführers Bock nahm an ihr teil. Auch der Bundesführer, Reichsminister Seldte, nahm Gelegenheit, zu den Kameraden au sprechen, wobei er betonte, welch' hohes Interesse er als Sozialminister gerade an der sozialen Arbeit des Bundes habe. Der Leiter der Sozialabteilung des Bundes, Kam. Buck, umriß dann die Punkte, auf die es bei ber sozialen Tätig­keit vor allem ankomme. Aufgabe bes Bunbes fei Pflege ber folbatifchen Trabition unb der Kamerad­schaft. Zur Kameradschaftspflege gehöre heute in erster Linie die Fürsorge für die erwerbs­losen und bedürftigen Kameraden, für 'bie kriegsbeischädigten Kameraden, für bie Verletzten unb für bie Hinterbliebenen ber Gefallenen im nationalen Kamps um die Mitarbeit in bem großen sozialen Win - terhilfswerk ber Nation. Zur Erfüllung biefer Aufgaben ergäben sich in ber Arbeitsbeschaffung immer roieber Erfolge bei richtiger Ausnutzung ber vorhanbenen Möglichkeiten, ebenso fei bie Sonber- aktion zugunsten' alter Kämpfer immer noch in Kraft unb könne entsprechend angewanbt werben. Die Versorgung ber Kämpfer unb Hinterbliebenen ber nationalen Bewegung müsse mehr als bisher in Anspruch genommen werben, ebenso könnte oft bie Stiftung für Opfer ber Arbeit herangezogen wer­den. Au chin der Betreuung der Veteranen und Kleinrentner sei ein weites Arbeitsfeld für die Sozial­warte gegeben, zumal bann, wenn sie eng mit bem Winterhilfswerk zufammenwirkten. Schließlich ließe ich durch richtige Auswertung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit oft bie eine ober anbere Härte beseitigen. Grunbbebingung für er- olgreiches Arbeiten fei stänbiges persönliches Be­mühen der mit den Aemtern Betrauten.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Tsil: Ernst Vlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

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Europa s o vleleamLebenver zweifelnde Menschen gebe; sie seien zum Teil Opfer des Leltkrieges, zum Teil Opfer der Aenderung der Grenzlinien durch die Friedensverträge und schließ- id) Opfer der Arbeitslosigkeit. Südslawien verdiene Teilnahme wegen des grausigen Schlages, den cs Eten habe, aber seine Regierung habe durch ihr iorgehen gegen ungarische Einwohner schon viel etan, um sich diese Teilnahme zu ver- ch e r z e n. Der Beschluß, die ganze ungarische Be- Zlkerung aus Südslawien zu vertreiben, zeuge Dn Blindheit gegenüber der europäischen öffent-- chen Meinung, es fei ein Glück, daß er rück­gängig gemacht worden fei.

pariser Besorgnisse.

Paris, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Die Pariser Mrgenpresse gibt den Verlauf der Genfer Rats- $ung am Freitag ausführlich wieder. Pertinax Mtifiert die Haltung des französischen Außenrnini- r?rs Laval, dessen Derrnittlunasversuche angeblich im weit gingen. Frankreich laufe Gefahr, dabei j:e Freundschaft der Kleinen Entente / |iu verlieren.Journal" begrüßt es, daß der r-starische Vertreter die Reoifionsfrage aifgeroorfen habe. Gerade die Dertragsrevision ge- !iFe nämlich zu den Fragen, die niemals ange- anitten werden könnten, ohne sofort einen Zu- Mmenschluß der Mächte auszulösen, die an der bifrechterhaltung der Ordnung interessiert seien. JRatin" bedauert, daß der ungarische Vertreter sich i so scharfer Form an die Länder der Steinen Entente wandte und von einem ^iopaganda-Manöver gegen Ungarn gesprochen (i>e. Erst durch die Ausführungen Eckarts habe h bie Lage zugespitzt.

nannt: Staatssekretär des Reichsverkehrsministe­riums Koeniigs, Konteradmiral a. D. La Hs, Staatssekretär des Reichspostministeriums Dr.Ohne- forge, Stabsamtsführer beim Reichsbauernführer Dr. Hermann Rei fehle, Mimsterialdirektor im Reichsverkehrsministerium Vogel, Kapitänleutnant a. D. Steinbrinck und Stabschef bei dem Ver- binbungsftab her NSDAP. Herbert Stenger.

Zusammenarbeit von Winterhilfswerk und Innerer Mission.

Zwischen bem Reichsbeauftragten für bas Winter­hilfswerk Pa. H i l g e n f e l b t einerseits unb ben Verbänben Der freien Wohlfahrtspflege anberer- feits ist folgenbe Vereinbarung getroffen worden: Die örtlichen Organisationen der Inneren Mission, der Caritas und des Deutschen Roten Kreuzes sind berechtigt, auch während der Dauer des Winter­hilfswerks 1934/35 ihre Dereinsbeiträge in der bisher üblichen Form einzuziehen, damit die Organisationen in der Lage sind, ihre Arbeit auch im Winter durchzuführen. Unbeschadet der reichs­gesetzlichen Regelung des Sammelwesens verpflich- ten sich jedoch Die unterzeichneten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege im Interesse bes Win­terhilfswerks von öffentlichen Sammlun­gen von Haus zu Haus ober durch öffentliche Aufrufe in ben Tageszeitungen ober durch Versendung von Bittbriefen ober in sonstiger Form außerhalb bes Rahmens des Win- terhilfswerkes a b z u f e h e n. Lediglich den Ein­richtungen ber aefchloffenen unb halb- offenen Fürsorge ist es, wie im Vorjahre, gestattet, in ber Zeit vom 5. bis einschl. 11. Dezember 1934 Bittbriefe an bie ihnen nahestehenben Kreise zu versenben. Der Ver- sanb von Bittbriefen als Beilage zu ben Tages­zeitungen ist untersagt. Um ber Einheitlichkeit bes Winterhilfswerkes willen ftnb bie Vertreter ber kirchlichen Wohlfahrtspflege unb des Deutschen Roten Kreuzes sowohl bei der Aufbringung der Mittel zum Winterhilfswerk heranzuziehen, als auch bei der Verteilung von Spen­de n im Rahmen des Winterhilfswerkes zu be­teiligen. Insbesondere sollen Vertreter dieser Vereinigungen Gaben des Winterhilfswerkes a n d i e bisher von ihnen betreuten Hilfs­bedürftigen übermitteln.

Oie Wahlen in der Sowjetunion.

Moskau, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Nach An­gabe des Zentral-Wahlausfchusfes lagen bis zum Freitag die Ergebnisse aus 68 vom Hundert der Gesamtzahl der Landgemeinden vor. Die Wahlbeteiligung betrug 83 v. H. gegenüber 70,5 v. H. bei ber vorigen Wahl. Gewählt wür­ben 889 702 Vertreter, bavon über 26 v. H. Frauen. Von ben Gewählten gehören 18,8 v. H. ber Kommuni st ischen Partei Sowjetruß- lanbs an. Weiter liegen bie Ergebnisse aus 214 Städten und Arbeitersiedlungen vor. Dort betrug die Wahlbeteiligung fast 90 v. H. gegenüber 76,6 v. H. bei den letzten Wahlen. 21 499 Abgeordnete wurden gewählt, davon f a st 31 v. H. Frauen. Don den gewählten gehören 39,4 v. H. der Kommuni st ischen Partei an.

Kleine politische Nachrichten.

Die Reichsleitung des Arbeitsdien­stes teilt mit, daß vor dem 1. April 1935 N e u e i n st e l l u n g e n in den Arbeitsdienst nicht möglich sind, da alle Stellen besetzt sind.

Da die Transferierung der für die deutsche Beteiligung an der Brüsseler Welt­ausstellung notwendigen Markbeträge in bel­gische Währung Schwierigkeiten bereitet hat, hat die deutsche Regierung vor einigen Wochen bie Bau­arbeiten ber deutschen Abteilung aussetzen lassen. Da die Schwierigkeiten nicht überwunden werden konnten, hat die deutsche Regierung zu ihrem leb-