Wenn z. B. aus Kreisen der dem gewerblichen Mittelstand angehörenden Autoschlossereien der Gedanke in die Debatte geworfen wird, daß die Generalüberholung eines Wagens, die ja Arbeitsbeschaffung in diesem Gewerbezweig bedeutet, in irgendeiner Form der Steuerablösung gleichzu- setzen wäre, so verdient diese Anregung sicher Beachtung.
Der beste Kraftwagenpark ist unnütz, wenn das Straßensystem in Unordnung ist. Auch hier Hut der Staat durch das Gesetz vom 31. Juni 1933 über die Errichtung eines Unternehmens „Reich s- a u t o b a h n e n" tatkräftig eingegriffen. Im ersten Jahre nach der Machtübernahme sind rund 1200 Kilometer Autobahnen in Angriff genommen worden. Den Maßnahmen der Regierung ist bereits im ersten Jahr ein weittragender Erfolg beschieden worden. Im Jahre 1933 wurden mehr als 80 000 Personenkraftwagen — also doppelt so viel wie 1932 — neu in den Verkehr gestellt. Auch der Absatz von Nutzkraftwagen hat sich belebt. Die Kraftfahrzeugfabriken haben im Jahre 1933 schätzungsweise einen Umsatz von 450 Millionen Mark erzielt gegenüber 300 Millionen im Jahre 1932. Der Anteil der ausländischen Fabriken hat sich weiter verringert, so daß die neue Motorisierungswelle diesmal fast ausschließlich der deutschen Industrie und der deutschen Arbeit zugute kam. So gelang es, durch vermehrte Kraftwagenherstellung und sofortige Inangriffnahme des Straßenbauprogramms Tausende von Arbeitsplätzen neu zu schaffen. Alles in allem haben hier im Laufe des Jahres 1933 zusätzlich 75 000 bis 100 000 Menschen Arbeit und Brot gefunden. Die Aussichten für das Jahr 1934 werden günstig beurteilt. Das Institut für Konjunkturforschung schätzt, daß im laufenden Jahre rund 120 000 Personenkraftwagen abgesetzt werden können gegen rund 80 000 im Jahre 1933 und rund 40 000 im Jahre 1932. Diese Annahme stützt sich auf die Tatsache, daß bei einem Bestand von rund 580000 Fahrzeugen allein der Ersatzbedarf 80 000 Wagen beträgt, und die Regierung entschlossen ist, die Motorisierung mit allen Mitteln weiter zu treiben.
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Im „Volk und Reich "-Verlag, Berlin, ist unter dem Titel „Deutschland zwischen Nacht und Tag" soeben ein Bildwerk erschienen, in dem der Versuch gemacht wird, in einer ganz eigenartigen und ungemein wirkungsvollen Form durch Verbindung von Text, 300 Kunstdruckbildern, 18 Karten und 15 graphischen Darstellungen ein politisches Erziehungs- und Propagandawerk über die Entstehung, den Sinn und die Aufgaben des neuen Reiches zu gestalten. Bearbeiter und Herausgeber dieses Bildwerkes ist Friedrich Heiß, der Herausgeber der politischen Monatshefte „Volk und Reich". Als Mitarbeiter werden u. a. Waldemar Wucher, K. C. von Loesch, Max Hildebert Boehm und Arnold Zelle genannt. Der Herausgeber führt die von ihm in der zehnjährigen Entwicklung der Zeitschrift „Volk und Reich" geschaffenen Methoden der Karten- und Bilddarstellung fort und gestaltet dies Buch auch inhaltlich unter starker Verwendung der Erfahrungen und Ergebnisse der grenz- und außenpolitischen Arbeit seiner Zeitschrift.
Warum ein solches Buch? Die letzten Monate haben uns geschichtliche Darstellungen der Jahre seit dem Weltkrieg und der nationalsozialistischen Revolution in großer Zahl beschert. Wollte dieses Buch nur ein Zeitbericht sein, so wäre es eines der vielen, aber es ragt aus der Fülle der Werke, die über die Revolution, über den Vierjahresplan, über den Neuaufbau des Reiches erschienen sind, weit hinaus, denn keine auch noch so lückenlos geschriebene Darstellung dieser Dinge vermag den Leser so unmittelbar zum Miterleben zu führen wie „Deutschland zwischen Nacht und Tag". Und dies ist auch der Sinn des Buches, hier liegen die Gründe, warum der Herausgeber mit Erfolg versucht hat, politisch-propagandistische Methoden mit künstlerischen Gesichtspunkten zu vereinen: das Buch soll jeden Deutschen immer wieder hin- führen zu dem Erlebnis der zwei letzten Jahrzehnte, damit er aus ihnen die Kraft und Mahnung empfange, seiner Pflichten gegenüber seinem Volk eingedenk zu sein, das der Bereitschaft jedes einzelnen bedarf. Im Ausland wiederum wird das Buch Verständnis wecken für die wirklichen Gründe der nationalsozialistischen Erhebung und für die wahrhaften Ziele der Politik des neuen Reiches nach außen, weil es mit Ausdrucksmitteln gestaltet ist, mit Bildern und Karten, die überall lesbar sind.
Furchtbar erscheint der Zusammenbruch Deutschlands auf dem Hintergrund der unerhörten Leistungen des deutschen Volkes im Weltkrieg: die volkswirtschaftlichen Verluste, die Landabtretungen, die Zerstörung allen Kriegsmaterials, fremde Besatzungen auf deutschem Boden, separatistische Auflösung, Reparationen, Vernichtung des deutschen Besitzes in der Inflation, geistige Zer- fetzung, die politische Ohnmacht des Staates, bolschewistische Aufstände, lieber allem aber die ins Ungemessene steigende A r d ei t s l o s i g k e i t, dar- gestellt in einer.erschütternden Kurve auf dem Hintergrund der künstlerischen Photographie einer gramgebeugten Mutter — das ist die Nacht über Deutschland.
Aber die Kampfopfer der nationalsozialistischen Erhebung künden den nahenden Tag. Das weite Land außerhalb der Städte, in denen der Aufruhr tobt, wartet auf ihn. Eine lange Folge besonders schöner Luftbildaufnahmen aus allen Teilen Deutsch- ands zeigt uns dieses wartende Land. Im Augen- t?e,,L^erSjunfl des Führers aber schließt sich der Ring der Einkreisung, des Hasses und der Verleumdung und der Verfolgung alles Deutschen außerhalb des Reiches. Was'blieb, ihn zu sprengen, dem Führer anderes als die friedliche Ardeits- und Gemeinschaftskraft aller schaffenden deutschen Männer, von denen eine Auswahl prächtigster Typen im Bild an unserem Auge vorüber- zieht? In den großen Volksfesten und Feiertagen des Jahres 1933 wird diese Kraft der Gemeinschaft entbunden. In all den einzelnen Plänen des Aufbaues und der Arbeitsbeschaffung, die wiederum nur Teil einer großen Planung' sind, wird diese Kraft eingesetzt, um die Grundlagen zu schaffen für den Neubau des Dritten Reiches.
Dieses Reich, es ist eine neue Form des ewigen Deutschland, das Sinn und Ziel alles geschichtlichen Ringens, aller Blutopfer und aller Arbeit ist. Und nachdem der Leser und Beschauer durch die Darstellung des Zusammenbruches und der nationalsozialistischen Erhebung, der Einkreisung, der neuen Gemeinschaft und des neuen Ausbaus hindurchgeführt worden ist, nachdem in ihm von selbst die Frage laut wird, welches denn dieses D e u t s ch l a n d i st, für das solch gewaltiger Einsatz geschieht, zeigt ihm der letzte 80 Seiten starke Bildteil des Buches einen Querschnitt durch Dieses Land und durch dieses deutsche Leben. Dieser Teil ist ein eigenes Deutschlandbuch von einer vielseitigen künstlerischen Schau und treffenden
Auswahl der Motive, wie es wohl noch keines gibt Das Wer^ fesselt jeden Leser, daß er gezwungen ist, es von Anfang bis zu Ende auf sich wirken zu lassen, und er wird begreifen, welches der Ginn der geschichtlichen Wende ist, in der wir stehen. Deshalb muß das Buch zu einem wirklichen Volksbuch werden und darüber hinaus muß es vor allen Dingen über die Grenzen des Reiches bringen, um überall im Ausland für Deutschlands friedliches Wollen Zeugnis abzulegen.
Steuergeheimnis auch gegenüber Dienststellen der NSDAP.
Berlin, 7. Würz. (DNB) 3n einigen Blättern des Westens ist eine Notiz erschienen, in der aus- gcführt ist, „daß infolge der Identität der NSDAP, mit dem nationalfozialistifchen Staat ein Steuergeheimnis gegenüber den Dienststellen der Partei nicht existiere". Das Reichsfinanzmini st erium teilt dazu mit:
Das Steuergeheimnis ist durch die Reichsabgabenordnung gewährleistet. Ls wird auch bei einer etwaigen Abänderung der Reichsabgabenordnung bestehen bleiben. Das Steuergeheimnis gilt nicht nur gegenüber Privatpersonen, sondern auch gegenüber Behörden und anderen
Berlin, 7. März. (DNB.) Auf Einladung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels waren die Führer der deutschen Industrie, des Handels und des Handwerks im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zu einer Aussprache über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Frühjahr und Sommer dieses Jahres versammelt. An dieser Besprechung nahm auch der Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt teil. Reichsminister Dr. Goebbels machte über die in Vorbereitung befindlichen Wirtschafts pläne der Reichs re giernng einige Ausführungen und betonte, daß zu Beginn ber Arbeitsschlacht im Frühjahr alle Kräfte eingesetzt werden müssen, um die Arbeitslosigkeit weiterhin mit Erfolg zu bekämpfen und den Volksgenossen, die heute noch von Unterstützungen leben, weitgehend wieder Arbeitsplätze zu beschaffen. Di^se Ausführungen fanden bei den an der Besprechung teilnehmenden Vertretern der Wirtschaft vollste Zustimmung.
Der Führer des Reichsstandes der Deutschen Wirtschaft Krupp von Bohlen und Halbach und Generaldirektor Dr. V ö g l e r brachten zum Ausdruck, daß es der Wirtschaft gelungen ist, auch über die Wintermonate hindurch die aufwärts führende Linie aufrechtzuerhalten, und daß die Wirtschaft auch bei sachlichster Betrachtung der wirtschaftlichen Vorgänge heute beim Beginn der Frühjahrskampagne' mit größter Zuversicht in bie Zukunft sehe. Die deut- schen Wirtschaftsführer werben auch im Jahre 1934 bem Willen ber Regierung entsprechend sich mit aller Kraft für bie weitere Gesundung ber wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlanbs und für die W i edereinfchaltung neuer Arbeits - fräfte in den Produktionsprozeß einsetzen.
Für bie Ausgestaltung des Großkampftages der Arbeitsfchlacht 1934 am 21. März wurden sodann vom Reichsminister Dr. Goebbels Einzelheiten bekanntgegeben, für deren Durchführung sowohl ber Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt wie auch bie Herren aus ber Wirt
Warschau, 7. Wärz. (DNB.) Am Mittwoch, dem 7. März, vormittags, ist in Warschau durch den polnischen Außenminister Beck und den deutschen Gesandten von Moltke ein Abkommen unterzeichnet worben, durch bas ber deutschpol- nische Zollkrieg enbgültig aufgehoben und die Grunblage für einen normalen Ausbau ber beiberseitigen hanbels- beziehungen geschaffen wirb. Das in Form eines Protokolls gekleibete Abkommen soll sobalb als möglich ratifiziert werben. Ieboch werben seine Bestimmungen unabhängig hiervon bereits vom 15. b.HL an in Anwenbung kommen.
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Das Protokoll über bie Beenbigung bes feit etwa neun Jahren bauernben Wirtschaftskriegs bestimmt, daß bie Kampfmaßnahmen, b. h. Einfuhrverbote unb Maximalzölle auf polnischer Seite, sowie Obertarif auf deutscher Seite, aufgehoben werden, wobei sich beide Teile die Gewährung der bestehenden autonomen Zollnachlässe zusichern. Bei dem komplizierten System der polnischen Handelspolitik bedeutet dies, daß die Einfuhr ber in Polen benötigten Waren, die an sich durch den prohibitiven Zolltarif unmöglich gemacht wird, vermittels autonomer Gewährung von Z o l lnachläsfen doch ermöglicht wurde. Diese Möglichkeit bildet eines der bedeutsamsten Bestimmungen bes Protokolls. Soweit solche auto- nomen Zollnachlässe nicht in Frage kommen, wird die Verzollung ber beutschen Waren in Polen nach der Spalte II bes autonomen neuen polnischen Zoll- tanfs unb bie Verzollung ber polnischen Waren in Deutschland nach den Sätzen bes allgemeinen deutschen Zolltarifs erfolgen.
Für Waren, bie einem allgemeinen Einfuhrverbot unterliegen, erhält Deutschland Kontingente, so daß nach Aufhebung der Spezialverbote auch trotz Weiterbestehen der allgemeinen polnischen Einfuhrverbote eine gewisse ^eser deutschen Waren nach Polen ermöglicht wird. Auch für solche Waren, für bie im Laufe bes 30^65 1933 in Polen neue allgemeine Einfuhrverbote erlassen wurden, werden gewisse
öffentlichen Körperschaften, infolgedessen auch gegenüber den Dienststellen der NSDAP. Ausnahmen sind dem geltenden Recht gemäß nur zuzulassen, wenn ein zwingendes öffentliches Interesse vorliegl. Ein zwingendes öffentliches Interesse ist nur inganz besonderen Ausnahmefällen gegeben, so z. B. bei der Durchführung von gerichtlichen Strafverfahren.
Es ist bei einem Finanzamt verlangt worden, Auskunft darüber zu erteilen, in welcher höhe sich bestimmte Personen an der Freiwilligen Spende zur Förderung der nationalen Arbeit und an der Winterhilfe und anderen Spenden beteiligt haben. Alle diese Spenden beruh en auf Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit darf durch unmittelbaren oder mittelbaren Zwang in keiner Weise beeinträchtigt werden. Es darf infolgedessen auch die erbetene Auskunft über die höhe der geleisteten Spenden durch das Finanzamt nicht erteilt werden. Jeder Finanzbeamte, der ohne zwingendes öffentliches Interesse irgendwelche Auskunft über die Angelegenheiten bestimmter Personen erteilen würde, würde gegen ein ausdrückliches dienstliches Verbot verstoßen und sich der Gefahr eines Dienststrafverfahrens aussehen.
schäft praktische Vorschläge machten, bie zu einer völligen Uebereinftimmung ber Absichten führten. Die weiteren Beratungen hierüber werben tm Reichswirtschaftsministerium fortgesetzt.
Hm ber Tatsache, daß das ganze deutsche Volk unter Anstrengung aller Kräfte nach Ueberroin- bung ber Winternot mit vollster Zuversicht im Frühjahr erneut an die Arbeit gehen wird, Ausdruck zu geben, werden am 21. März in allen Teilen des Reiches große neue Ar- beitsvorhaben der äffen'tlichen Hand in Angriff genommen oder bereits begonnene in ihrer Durchführung gesteigert werden. Auch die Privatwirtschaft wird an diesem Tage einen Heberblick über die erweiterten Veschäfligungsmöglichkeiten im Frühjahr und Sommer dieses Iahres geben können. Es werden an diesem Tage die Zahlen der voraussichtlich im Frühjahr zur Neueinstellung kommenden Arbeitskräfte bekannt gegeben werden. Die während der Wintermonate bis zum Frühjahrsanfang neu eingestellten Arbeiter werden zu besonderen Veranstaltungen versammelt werden.
Der Führer selb st wird an einer der Baustellen der Reichsautobahnen erscheinen, um sich vom Stande der Arbeiten zu überzeugen. Er wird im Anschluß an die Besichtigung an die versammelten Arbeiter eine Rede halten, die auf alle deutschen Sender übertragen werden wird. Um das ganze schaffende Volk an dieser bedeutungsvollen Stunde teilnehmen zu lassen, werden in allen Betrieben die Arbeiter, Angestellten und Vetriebsführer a n den Lautsprechern zusammenkommen, um in gemeinsamer Verbundenheit und Schicksalsgemeinschaft die kommenden Aufgaben vom Führer entgegenzunehmen.
Einfuhrmöglichkeiten geschaffen, außerdem gewährt Deutschland Polen unter Wahrung der bestehenden veterinär-polizeilichen Erfordernisse die Durch- f u h r m ö g l i ch k e i t von Tieren und tierischen Erzeugnissen aus Polen über Deutschland nach den westeuropäischen Märkten.
Das Protokoll enthält ferner eine allgemeine Klausel, in der beiderseits zugesagt wird, in Zukunft alle Diskriminierungen, die als Folgen des Wirtschaftskriegs außerhalb der formalen Kampfmaßnaymen entstanden waren, zu unterlasse n. Das Abkommen gilt für unbestimmte Zeit, wobei jeder der vertragschließenden Teile Verhandlungen verlangen kann, wenn sich die Auswirkungen des Protokolls unbefriedigend gestalten sollten.
Gleichzeitig sind zwei prioatwirtschaftliche Abkommen getroffen worden. Das eine zwischen den Eisenindustrien beider Länder über Zulassung von polnischem Eisen und Stahl nach Deutschland, wobei eine Störung des deutschen Marktes vermieden wird. Dafür würde eine beschränkte Ausnahme von dem deutschen Ausfuhrverbot auf Schrott nach Polen gewährt, da die polnische Industrie dringend Schrott benötigt. Das zweite Abkommen wurde zwischen den deutschen Schiffahrtslinien, die zwischen den Nordseehäfen und den polnischen Häfen fahren und der Zegluga Polska über eine Zusammenarbeit getroffen, wobei die deutschen Schifffahrtslinien ihre bisher trotz des Zollkriegs verschifften Frachten behalten und die polnische Reederei an dem erwarteten Zuwachs in einem solchen Maß beteiligt wird, daß bei entsprechender Zunahme der Gesamttonngge eine Aufteilung im Verhältnis 1:1 eintritt.
Nie Grundlage für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.
Das deutsch-polnische Wirtschaftsabkommen bedeutet einen entscheidenden Schritt in der Richtung auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Sinne der
Am 21. Mrz beginn der Imhjahrsoffensive gegen die ArbMosigkeil.
Der Führer spricht von einer Baustelle der Reichsautobahnen über alle Sender zum schaffenden deutschen Volk.
Wirtschasissriede zwischen Deutschland und polen. Der Zollkrieg wird am 45. März eingestellt. - Das Protokoll in Warschau unterzeichnet.
freundschaftlichen Verständigung vorn 26. Januar. Durch das Abkommen wird allerdings nur der seit 1925 mit wechselnder Heftigkeit andauernde Wirtschaftskrieg aufgehoben. Dieser Kriegszustand bestand darin, daß auf beiden Seiten die Einfuhr verschiedener Waren durch Kampfzölle ober Verbote verhindert und überdies auf polnischer Seite der deutsche Zwischenhandel und die deutschen Schiffahrtslinien aus dem polnischen Einfuhrgeschäft ausgeschaltet wurden. Das Abkommen bedeutet demnach nicht den Abschluß eines re. gulären Handelsvertrages, da es weder Die Meiftbegünstigungsklausel noch Zollabreden enthält. Wie erinnerlich, ist im Jahre 1930 ein Handelsvertrag mit Polen zustandegekommen, der aber niemals in Kraft gefetzt wurde, weil sich zwischen dem Abschluß und seiner Ratifizierung durch Polen die wirtschaftlichen Verhältnisse, namentlich in Deutschland, derart verschlechtert hatten, daß die deutschen Zugeständnisse auf dem Gebiete der polnischen Kohle- und Schweineausfuhr nach Deutschland nicht mehr ausrechterhal- t e n werden konnten. Da sich die Lage seither in keiner Weise verändert hat, konnte der Abschluß eines Handelsvertrages in dem Ausmaße wie beispielsweise im Jahre 1930 noch nicht in Betracht gezogen werden. Durch das jetzige Ab- kommen wird der zwar bescheidenere, aber praktisch allein zweckmäßige Weg beschritten, um aus dem wirtschaftlichen Kriegszustand etappenweise zu einem Aufbau der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen zu gelangen. In welcher Form und in welchem Ausmaße sich dies entwickeln wird, kann noch nicht vorausgesehen werden. Es besteht aber die Aussicht, daß schon das vorliegende Abkommen zu einer erheblichen Erweiterung der Handelsbeziehungen führen wird.
„Dom Kaiserhof zur Reichskanzlei.^ Ein neues Buch von Dr. Goebbels.
Berlin, 7. März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hat soeben sein neuestes Buch, bas unter dem Titel „V o m Kaiserhof zur Reichskanzlei in nächster Zeit im Eher-Derlag München erscheinen wird, vollendet. Das Buch behandelt in Tagebuchaufzeichnungen und politisch-kritischen Darstellungen die deutsche Entwicklung vom 1. Januar 19 3 2 bis zum 1. M a i 1933 und enthält damit die entscheidenden Phasen der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus.
Gauleiter Wahl verzichtet auf feine Beförderung
München, 6. März. (DNB.) In Durchführung der vorzugsweifen Beförderung von Beamten, die sich u m d i e nationale Erhe - bung besondere Verdienste erwarben, sollte der Gauleiter von Schwaben, Pg. Wahl zum Oberstadtamtmann befördert werden. Gauleiter Wahl hat jedoch die Beförderung mit einem Schreiben an den Stadtrat abgelehnt. Er erklärt in diesem Schreiben: Der Sieg unserer stolzen Fahnen und damit die Erfüllung dessen, was ich mit heißem Herzen feit Kriegsende erstrebte, ist mir Ehrung und Anerkennung genug.
Keine Abwertung des Schweizer Franken.
Bern, 8. März (DNB.-Funkspruch) Im Rahmen eines Vortrages über die Möglichkeiten und Grenzen der schweizerischen Wirtschaftspolitik lehnte Bundesrat Sch ult Heß, der Leiter des Eidgenössischen Wirtschaftsdepartements, eine Abwertung des Franken als verhängnisvoll entschieden ab und befürwortete eine s y st e m a t i s ch e Anpassung der schweizerischen Wirtschaftspolitik an die Weltwirtschaft, was für das Inland einen gewissen Abbau der Löhne und Preise bedinge. Schultheß appellierte an die Zusammenarbeit des ganzen Volkes zur lieber- Windung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die unter der bisherigen Staatsform erfolgen sollen.
Ein neues englisches Militärflugzeug.
London, 8. März (DNB.-Funkfpruch) Die britischen Luftstreitkräfte haben ein neues Militär- flugzeug erworben, das im mittleren Osten verwendet werden soll. Das Flugzeug, das den Namen „Vickers Vincent" führt, hat drei Mann Besatzung. Neben der üblichen Ausrüstung führt es Schlafsäcke, einen Wasserbehälter, einen Sauerstoffapparat, einen Kasten mit Arzneien für die erste Hilfe, einen Funkapparat mit aufklappbarem Mast für den Fall von Notlandungen auf der Erde und einen Vorrat von Leuchtkugeln mit sich. Unter dem Rumpf der Maschine ist ein besonderer Brennstoffbehälter angebracht, der Brennstoffe für einen Flug von etwa 2000 km fassen kann.
Selbstmordversuch des Staatsanwaltes Hurleaux.
Paris, 6. März (DNB.) Der Mitarbeiter des Generalstaatsanwaltes Prefsard, Hurleaux, wurde auf Grund eines Vorgefundenen Briefes, den Hurleaux an Stavifky geschrieben hatte, und in dem Hurleaux Stavisky bat, Fürsprache für ihn einzulegen, feines Amtes enthoben. Hurleaux schloß seine Bittschreiben mit der Ver- icherung „In treuer Dankbarkeit". Als dem Staatsanwalt der Beschluß des Justizministers mitgeteilt wurde, erlitt er einen Nervenzusammenbruch und versuchte, sich im Gericht zu vergiften. Er konnte jedoch von anwesenden nichtern daran gehindert werden und wurde unter trenger Bewachung in ein Sanatorium eingeliefert.
Kleine politische Nachrichten.
Reichswirtschaftsminister Dr. Schm i tt empfing die Wirtschaftsminister der Länder, um ihnen nach der erfolgten Vereinheitlichung des Reiches in einer freimütig alle Fragen der deutschen Wirt- chaftspolitik behandelnden Rede die gegenwärtige Lage und sein Programm darzulegen. In einer vom Vertrauen in die Wirtschaftsführung des Reichsministers getragenen Aussprache wurde völlige Einmütigkeit festgestellt.
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Das Konzentrationslager Sonnenburg wird demnächst aufgelöst. Seine Räume werden dann anderen Bestimmungen zugeführt. Ob eine Wiederverwendung als Zuchthaus in Frage kommt, wird von der Entscheidung der zuständigen Behörden abhängen.
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Wie der Landesführer des Reichskrieger- bundes Kyffhäufer bekannt gibt, finbe't ber 5- Deutsche Reichskriegertag am 7. und 8. Juli in Kassel statt.


