fliegerabteilung errichtet. Sie hat 1932 bereits eigene Arbeitslager durchgeführt. Und mehr als Vr Millionen Mark haben ihre einzelnen Bünde für den Ausbau der Wohnkameradschaften aufgewendet.
Die Burschenschaft hat mithin einen nicht geringen Anteil an der Herausbildung und Durchsetzung neuer studentischer Erziehungsformen. Und wenn sie an den durch Jahrzehnte gültig gewesenen Formen manches verwarf und manches änderte, so handelte sie auch hier im Geiste jenes Sendschreibens von 1818, in dem es heißt: „Niemals werden wir uns herausnehmen dürfen, für ewige Zeiten die Schale verfertigen zu wollen, in welcher der Geist eingeschlossen werden soll. Aber das Negative können wir für immer sagen, daß jenen Geist nie eine Form fesseln dürfe, die ihm nicht entspricht." — Diesen Geist, dieses urburschenschaftliche Wollen in nationalsozialistischem Dienste aufgehen zu lassen, war die ernste Verpflichtung, die der burschenschaftliche Führungsnachwuchs an der Traditionsstätte des Bundes vor der Fahne der Urburschenschaft feierlich auf sich nahm.
Nach Abschluß der Sprechertagung fand auf dem Eichplatz am Burschenschafterdenkmal — an dem
zuvor durch eine Kranzniederlegung die Märtyrer des burschenschaftlichen Gedankens aus der Unterdrückungszeit im vorigen Jahrhundert und die Gefallenen des Weltkrieges geehrt worden waren — ein feierlicher Kommers statt, an dem die Bevölkerung Jenas ohne Standesunterschied lebhaften Anteil nahm. Der Rektor der Universität, Staatsrat Prof. Dr. E s a u, sprach in warmen Worten von der engen und unlöslichen Verbundenheit der Jenenser alma mater mit der Deutschen Burschenschaft. Und der Bundesführer Dr. Sch w a b zeichnete in kurzen Strichen ein lebendiges Bild vom Wollen und Wirken der Burschenschaft, die sich zu ihrer 100jährigen Vergangenheit bekenne und die ihren Weg ins Dritte Reich aus ihrer nationalrevolutionären Geschichte begründen könne, ohne etwas hinzusetzen oder streichen zu müssen.
Der Geist von 1815, mit dem diese Tagung in Jena die örtlichen Führer der Burschenschaften in besonders lebendige Verbindung bringen sollte, treibt die Burschenschaft, wenn sie sich weiter den schwerwiegenden und ernsten Aufgaben hingibt, welche im Sinne eines unverfälschten, revolutionären Nationalsozialismus auf den deutschen Hochschulen zu erfüllen sind.
Das siamesische Königspaar in Wett
König Prajadhipok und Königin Rambai Barni beim Betreten des Herrenhauses von Neudeck, wo sie dem Reichspräsidenten von Hindenburg einen Besuch abstatteten.
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Die deutsche Alpenstraße.
Bohrungsarbeiten an der Queralpenstraße, die von Lindau nach Berchtesgaden führen wird, in einem Felsental des Berchtesgadener Landes.
Warnung
vor Verbreitung von Gerüchten.
LPD. Frankfurt a. M., 6. Juli. Der Leiter der Staatspolizeistelle gibt folgendes bekannt:
Verschiedene Vorfälle haben gezeigt, daß von staatsfeindlicher Seite aus Bestrebungen im Gange sind, durch Gerüchte, zum Teil der unsinnigsten Art, Unruhe in die Bevölkerung hineinzutragen. Ich warne noch einmal vor Verbreitung derartiger Gerüchte und werde rücksichtslos und mit aller Schärfe gegen derartige staatsfeindliche Elemente vorgehen. Ich erwarte weitgehendste Unterstützung innerhalb der ordnungsliebenden Bevölkerung. Die Polizeidienststellen sind angewiesen, Meldungen aus dem Publikum über das Auftreten von Gerüchten mit allen verfügbaren Mitteln nachzugehen und Verbreiter solcher Gerüchte ihrer gesetzlichen Strafe zuzuführen. Das gleiche gilt auch für solche Personen, die sich in ehrverletzender Weise gegenüber A n ° gehörigen der SA. auslassen. Die SA. im allgemeinen, und insbesondere in dem für uns zuständigen Bezirk, hat von Anfang an in bewähr- iet Treue hinter dem Führer gestanden
und hat mit dem verbrecherischen Treiben der aus- gestoßenen und bestraften Verräter nichts gemein. gez. Beck e rl e, Polizeipräsident.
• Eine studentische Korporation schließt ihren Derbindungsbetrieb.
LPD. Frankfurt a. M., 6. Juli. Nachdem der Verein Deutscher St.udenten, wie bereits gemeldet, seinen Wichs gegen das Braunhemd getauscht hat, teilt nun die Schwarzburg-Verbindung mit, daß sie seit Beginn des Sommer- Semesters ihren Verbindungsbetrieb vorläufig bis auf weiteres geschloffen hat.
Schwere Strafe für einen Eisenbahndieb.
LPD. D a r m ft a b t, 6. Juli. Ein raffinierter Eifenbahndieb stand in der Person des 44jährigen Georg Steiger aus Frankfurt a. M. vor den Schranken des Gerichts. Er hatte im Frankfurter Bezirk, u. a. auch in Babenhausen, Eisenbahn- waggons erbrochen und beraubt. Wegen schweren Diebstahls im Rückfall wurde er zu drei Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt.
Phot. H. Hoffmann
Der Führer besichtigt die Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge int Dresdener Rathaus. Bundesführer Dr. Eulen zeigt dem Führer Plan und Modell der deutschen Kriegsgräberstälte haubourdin bei Lille, wo viele Helden des Regiments List ruhen. Links vom Führer der Architekt des Volksbundes, Robert Tischler, München, rechts von Dr. Eulen der Reichsunterrichtsmtnister Dr. Rust.
Aus der Lüneburger Heide.
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Die Lieth bei Fallingbostel — ein stimmungsvolles Bild aus schöner Landschaft, deren verträumte Romantik seit langem das Ziel der Maler und der Naturfreunde ist.
Aufbauen und
Zur Eröffnung der „Braunen Messe -
Von der Leitung der „Braunen Messe — Deutsche Ständewoche" in Butzbach wird uns geschrieben:
Die „Braune Messe — Deutsche Ständewoche" in Butzbach, die am morgigen Sonntag ihren Anfang nimmt und bis zum 15. Juli 1934 währt, will in ganz besonderer Weise den hohen ideellen, kulturellen und wirtschaftlichen Wert der Gesamtveranstaltung Herausstellen und nicht zuletzt die große Bedeutung ihres Vorhabens im Sinne der Wiederaufbaumaßnahmen unserer Reichsregierung würdigen. Das große Rahmenprogramm, das die Gesamtveranstaltung umgibt, sowie die mannigfaltigen und vielseitigen Vorbereitungen, die für einen guten Verlauf ohne weiteres bürgen, lassen darauf schließen, daß die Braune Messe — Deutsche Ständewoche in Butzbach ein besonderes Ereignis werden wird.
Es ist in diesem Zusammenhang gewiß nicht müßig, die Frage zu erörtern, was denn nun eigentlich die „Braune Messe — Deutsche Ständewoche" in Wirklichkeit will. Zunächst steht sie wie alle anderen von der Reichsregierung veranlaßten Wiederaufbaumaßnahmen
im Dienste der lebensnotwendigen Arbeitsbeschaffung für alle deutschen Volksgenossen.
Dann aber will sie als die berufene Veranstaltung für die Geltung deutscher Waren und Erzeugnisse den ebenso notwendigen Aufklärungsfeldzug für deutsche Werkmannsarbeit führen, der uns nicht nur aus binnenmarktpolitischen Gründen gesehen, sondern grundsätzlich aus nationalen Selbsterhaltungsgründen vorgeschrieben ist.
Die Aussteller haben sich alle Mühe gegeben, um mit bestem Willen zu zeigen, daß es ihnen ernst ist mit der Wiederaufbauarbeit und ebenso ernst mit der Verwirklichung des Arbeitsbeschaffungsgedankens. Das große Rahmenprogramm und die vielen Tagungen, die ganz und gar im Zeichen nationalsozialistischen Lebenswillens und nationalsozialistischer Tatkraft stehen, sind zweifellos geeignet, nicht nur das unerläßliche Verständnis für die alltäglichen Sorgen und Nöte der einzelnen Stände und Berufe untereinander zu vertiefen, sondern gewiß auch geeignet, Verständnis für die gegenseitige Hilfeleistung zu wecken, die notwendig ist, wenn wir als Volksgesamtheit wieder zu gesunden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Verhältnissen kommen wollen.
Gesunde Wiederaufbauarbeit und eine Arbeitsbeschaffung im Sinne wahrhaften deutschen Sozialismus kann aber nur dann geleistet werden, wenn sie von dem Dillen und dem sieghaften Glauben an die eigene Kraft getragen ist.
Sie wird erfolgreich fein, wenn die Erkenntnis sich Bahn bricht, daß wir unbeschwert von alltäglichen Sorgen und Kleinigkeiten alle zusammenstehen, den Blick auf das große Ganze richten und uns immer wieder dabei vergegenwärtigen, daß nur die geeinte Volkskraft Großes und Unüberwindliches zu schaffen vermag. Es kommt also in jedem Falle auf das Zusammenstehen der Volksgesamtheit an.
In 1% Jahren praktischer und positiver Aushub
Arbeit schaffen!
- Deutsche Ständewoche" in Buhbach.
arbeit hat die Reichsregierung den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit Erfolg durchgeführt. Ebenso wußte sie für alle Stände und Berufe eine lebensnotwendige Erneuerung der bisherigen Grundlagen zu bewerkstelligen. Neues Leben, neuer Glaube und neue Zuversicht haben seit der Regierung Adolf Hitlers Einzug gehalten. UeberaU finden wir ein starkes und sieghaftes Vertrauen vor, ein Fundament, auf das sich mit Erfolg auch für die Zukunft aufbauen läßt. An jedem einzelnen Volksgenossen liegt es nun, dieses geschaffene Fundament zu stärken und zu schützen, damit der Wiederaufbau des Reiches, die Gesundung der Wirtschaft, die soziale und kulturelle Bessergestaltung aller deutschen Volksgenossen in absehbarer Zeit Wahrheit wird.
An die Bevölkerung ergeht die Bitte, die „Braune Messe — Deutsche Ständewoche" Butzbachs nach Kräften zu unterstützen und durch zahlreichen Besuch dazu beizutragen, daß sie zu einem vollen Erfolg ausklingt.
Großer Bauerntag am 8. Juli in Buhbach.
Am morgigen Sonntag, 8. Juli, findet die Eröffnung der „Braunen Messe — Deutsche Ständewoche", vormittags 10 Uhr auf dem Messegelände statt. Um 13 Uhr beginnt der große Festzug, der über die Entwicklung des Bauerntums im Laufe der Jahrhunderte in bunten Gruppen und reich geschmückten Wagen den Bauern in seiner Arbeit zeiat. Um 16 Uhr spricht auf dem Marktplatz unser Landesbauernführer Pg. Dr. Wagner, Frankfurt a. M., und anschließend kommt das Spiel unseres bekannten Heimatdichters Georg Heß: „Hessisches Volk bei Sang und Tanz" zur Aufführung, bei dem die Trachtengruppen aus der Schwalm, aus der Rhön, von Katzenberg, Schlitz, Marburg, Niederkleen, Watzenborn-Steinberg usw. mitwirken.
Zu dem Bauerntag ist zu erwarten, daß die Bauern aus der näheren und weiteren Umgegend in ihren Trachten erscheinen werden. Für den Abend ist ein o b e r h e s s i s ch e s V o l k s- t r e i b e n vorgesehen.
Eine Eierverwertungsstette niedergebrannt.
LPD. Ziegenhain, 6. Juli. Gestern morgen brach in der hiesigen Eiersammelstelle des Bezirks Ziegenhain Feuer aus, das sich schnell ausbreitete, so daß bald die Flammen aus dem Dach des Gebäudes schlugen. Trotzdem die Ziegenhainer Feuerwehr alles aufbot, um das Feuer niederzukämpfen, wurde das Gebäude vollständig vernichtet. Sämtliches Büro- und Packmaterial, die wertvolle Sortiermaschine und ein Auto wurden durch das Feuer zerstört. 40000 Eier, die in der Sammelstelle lagerten, wurden ebenfalls vernichtet. Die polizeilichen Ermittlungen nach der Brandursache sind noch nicht abgeschlossen. Der ent* standene Schaden ist durch Versicherung gedeckt.


