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Junge deutsche Nation.

Ratschläge, mahne an dies und das, und am

gute

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Staub auf Langer Srctfeen, Bvm^meln and mit

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Gngl der Tod Gern roihdee Cted^eg-lrdch^et a berm

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aber es muß jetzt kommen über den

ohne Singen gehen, denn wir Markt in die Hauptstraße. Zu-

Oer Feierabend der deutschen Jugend.

Von Franz Langer, Führer des Jugend­amtes der Deutschen Arbeitsfront.

In der Zeit des Kampfes um die Macht hat die beste deutsche Jugend als Hitlerjugend i n d e n V e r- sammlungssälen gestanden und hat um die Seele des jungen Arbeitskameraden gerungen. Das war damals ihr Feierabend.

Heute ist durch die Hitlerjugend die gesamte deutsche Jugend zum Nationalsozialismus ge­führt worden. Sie hat die Jugend zu einer großen Einheit zusammengefaßt. Der Dienst in dieser großen G e m e i n s ch a f t ist nach dem Willen des Führers in Zukunft der Feierabend der gesamten deutschen

Jugend. _

So leben die Jungen bereits in einer großen Ka­meradschaft. Sie führen sich selbst und ordnen sich freiwillig den Erfordernissen der Gemeinschaft unter. Sie machen Fahrten, zelten und wandern gemeinsam zur Erholung und sie treiben Sport, um Gesund­heit und Körper zu stählen. Im Streben zur deut­schen Gemeinschaft pflegen sie die deutsche Kultur in Lied und Tanz. Gerne werden die Volkstanz­gruppen gesehen und ihre Sprechchöre begeistern Jung und Alt. Sie sind im Musik- oder Spielmanns­zug oder gehen zum Sanitätskursus, um die Ge­sundheit ihrer Kameraden schützen zu lernen. An Heimabenden pflegen sie die Kameradschaft. Die Besten von Ihnen bekommen auf besonderen Schu­len das geistige und technische Rüstzeug, um ihre Formationen führen zu können. In freiwilliger Kameradschaft erziehen sie sich zu D i s z i p l i n u n d Leistung. Die Hitlerjugend sieht eine ihrer vor­nehmsten Aufgaben darin, alle in der Jugend ruhen­den Kräfte dem ganzen Volk dienstbar zu machen, wie sie es in unserer Zeit des Aufbaues nicht zu letzt durch weitgehende Beteiligung anderWinter- h i l f e a k t io n bewiesen hat. Als neues Aufgaben­gebiet hat sie die zusätzliche Berufsschulung übernommen. Hier wird der Jugendliche außerhalb seiner pflichtmähigen Ausbildung sich von selbst zu höheren beruflichen Leistungen vervollkommnen. Auch diese Arbeit wird als HJ.-Dienst angesehen.

Das ist der Feierabend der heutigen deutschen Jugend. In ihrer Volksverbundenheit will die Hit­lerjugend sich auch an der großen Feierabend-Or­ganisationKraft durch Freude" der Aelteren beteiligen. Hier will sie durch ihre Sing- und Spiel- scharen, durch ihre Volkstanzgruppen und Sprech­chöre, durch ihren Sport und durch ihre Musik erfreuen.

Ein geistig und körperlich gesundes Volk heran­zubilden, ist das Ziel all dieser Bestrebungen. Darum gebt der Jugend Freizeit. Gebt jedem deutschen Mädel und jedem deutschen Jungen seinen Feierabend. Seid nicht zurückhaltend, sondern unterstützt diese Arbeit. Seid nicht abweisend, sondern faßt mit an und gebt der Jugend den Weg frei. Auch heute geht es um die Zukunft der Nation.

Oer erste Flschzug.

Von W. K Sachse.

Von Terschelling her fingert ein Leuchtfeuer her­über. Der KutterS 117" und eine Flottille ande­rer Fischdampfer umspannen im weiten Halbrund den Fanggrund, zum ersten Male nach dem Kriege!

Ein grimmer Nordwest hat sich aufgemacht. Der Pott schlingert in der Dünung wie eine kranke Seekuy. Im Mannschaftslogis unter der Back wal­zen sich die Schlafenden unruhig in ihren Kojen. Ein schwerer Geruch liegt im Raum von geteertem Zeug, nassen Seestiefeln und Pfeifenqualm; allen erschwert er das Atmen. Das Röcheln der Schla­fenden mischt sich mit dem gluckernden Wasser in den Spanten zu eigenartiger Melodie. Von der Decke herab pendelt die schwelende Lampe wie em trunkener Nachtwächter.

Sieben Glasen!

Der Wachmann fällt zur Tür herein:Hei ho,... klar zum Manöver!" Er muß von der Brücke her wecken kommen. Nachts, bei schwerem Wetter, wenn hinter jedem Schritte das Meer gähnt, ein gewag­tes Stück Arbeit. Selten bleiben dabei die Knochen $ Zweimal muß der Wachmann unter die Back.

Wütend flucht er ins Logis:Kerls, wollt ihr absaufen? ... Wasser im Schiff!" Das hilft. Schnell aus den Kojen, das Oelzeug! In der Dun­kelheit tappen wir auf die Stationen. Don der Brücke herab flucht der Alte in allen Sprachen der Erde, ein herrliches Lied!

*

Sturm peitscht die Wogen. In gewaltiger Dü­nung atmet das Meer. Wie ein Ball wird de Kutter hin und her geworfen. Die großen Bremer schlagen breitschiffs auf das Deck. Der Eimer ächz und stöhnt. Er muß in der Dünung gehalten wer­den, sonst schlagen die Sturzseen ihn vollen einander.

Morgen der Abfahrt kann ich meinen treuen Leuten erklären, das Geld sei da, 712 Mark hätten wir in der Kasse. Und am Freitag tritt eine Gefolgschaft mit 111 Mann zum Winterlager und 111 Augen­paare schauen erwartungsvoll mich an und 111 braune Jungens marschieren hinter ihrem Spiel­mannszug, den sie sich vom Mund absparten. Und stolz weht über ihnen allen die rot-weiß-rote Fahne mit dem schwarzen Hakenkreuz, die Fahne der Zukunft!

Drei Stunden später stehen dieselben 111 braunen Jungens vor Freudenstadts Bahnhof, leichter Schnee­fall setzt ein, während wir losmarschieren, durch

Wasserkessel. Irgend etwas schlagt hart an meine Schulter. Etwas Dunkles, Unbestimmtes. Ich fasse au Holz... ? Mit beiden Armen umklammere ich den Balken. Eiskalt ist das Wasser jetzt im Marz. Die Kleider hindern jede Bewegung. Dumpf quirlen die Gedanken im Schädel, es ist eine Ohnmacht im Hirnkasten. Kein Ziel, kein Wohin! Ich (4)? m die Nacht hinein. In der kalten Atmosphäre dieser Wasserschluchten leben die Töne nicht lange. Kaum geboren, verhallen sie schon wieder. Ungehorl ...! Ein Gesicht taucht neben mir auf. Dort ich sehe es ganz deutlich. Ein Arm. Haare ...! Je­mand faßt nach dem Holz. Wir sinken. Ist das der Tod? Jetzt ist das Gesicht nahe bei mir. eijm__i der Kesselbums der Wache. Auch er

ainq über den Steg. Kein Wunder bei ihm, schon immer hatte er die verteufelte Neigung im Suff, (Ä unter Walser zu leben. Wir krallen UN- ester ins Holz. Im irrlichternden Feuer der Wo- qenkämme sieht der Kamerad wie ein Toter aus, aber er lebt. Ich höre feinen keuchenden, stoß­weisen Atem. Das Meer klatscht ihm mit unbarm­herzig harten Schlägen ins Gesicht.

Wir müssen schon lange treiben -?-

Die verkrampften Hände sind steif und ge uhllos Jim hängt nur noch mit einem Arm am ei» Stint wendet er sich in der Strömung. Manch­mal höre ich noch fein stoßweises Atmen. Ich W<> wie er mich anglotzt, erschreckt, glucksend, hilfe- luckend. Welch gruselige Natürlichkeit ist doch m Lmipti Dinaen' Der Sturm reißt die Wolkenbanke faOuT ®nem9mäÄe firem9feit ift °uber den Mastern das Meer schimmert wie silberner Brokat. Mein Kamerad ist fort ...? Abgetrieben! Er hat die See geliebt, daran ging er zugrunde. Auch em Kondottiere des Levens, der in einer einzigen Stunde verschenkte, was die Reeder nur zu plun- dern vermögen: Für achtzig Mark Heuer, - em

Die Ankerleinen straffen sich, der St°uerbvrd- Dormann schreit. Niemand hort ihn a f Nacht Vergeblich brüllt er seine Meldung m die N ch hinaus:Treibanker fest!"' -

Nochmals tönt das Brüllen. frfmett

Der Sturm fritzt bie Störte,

genug von den Wintfchen los. Eine furchtbare -ue tonation im Achterschiff! f*r;Mnornhp Kasten

Wie ein Roß bäumt sich der schlingernde x i emvor das Heck türmt in den nachtschmarzen H.m- mel hinein ffiir sind auf eine Mine gelaufen!

Schwarzist die Seel Ich treibe in etnem tosenden

Lager sich kennenlernen. Und es gelingt. Mit rührender Geduld leisten die Schüler fast Unmög­liches, damit ihre Kameraden, die Tag für Tag am Schraubstock ober an der Drehbank stehen, auch dabei sein können. Zwanzigmal am Tage lege ichs meinen Jungen klar:Wir brauchen Geld, Geld, immer wieder Geld". Denn keine 50 v. H. der Jungen können bezahlen. Und nun gehen sie los, auf Vater und Mutter, Schwester und Bruder, auf Tante und Onkel, und alle öffnen ihre Geldbeutel. Zwei Tage vor Abfahrt fehlen noch 200 Mark. Ich schicke meine Jungens nochmals hinaus, erteile

letzt stürmen wir nur so dahin. Einige Leute blicken uns ängstlich nach, doch wenn sie in unsere lachenden Gesichter sehen, ist schnell alle Besorg­nis verschwunden, und sie freuen sich mit uns.

Oie Uniformen der Hitler-Jugend.

Uniformen der H I. Vorschrift und Vor­bild für die Bekleidung und Ausrüstung der Hitler- Jugend, des Deutschen Jungvolks in der HI., des Bundes Deutscher Mädel in der HI. und der Jung- Mädel im BDM. in der HI. Amtlich herausgegeben von der Reichsjugendführung der NSDAP. Mit einem Geleitwort des Reichsjugendführers Baldur von Schirach. Zeichnungen von Herbert Kn ö tel d. I., von Paul Pietsch und Claus Becker. Ham­burg, von Diepenbroick-Grüter und Schulz, 1933. (1) Der Schrift ist das folgende Geleitwort Baldur von Schirachs vorangestellt:Die Uniform ist das Symbol der Gemeinschaft. Wer Uniform trägt, ist nicht mehr ein Einzelner, sondern die Ver­körperung aller, die seines Glaubens find. Ehre die Uniform und du ehrst damit deine Kameraden und deine Idee. Unsere Uniform ist der Ausdruck eines Willens, der keine Klaffen kennt. Sie ist die Uni­form der Kameradschaft." Auf den folgenden Blättern werden genau und ausführlich in farbigen Abbildungen sämtliche Uniformen, Abzeichen und Ausrüstungsstücke der in der Hitler-Jugend ver­einigten Jugendorganisationen beschrieben. Die Schrift ist als amtlich beglaubigter, zuverlässiger Wegweiser in allen Fragen der Bekleidung und Ausrüstung der HI. anzusehen; ihre Anschaffung empfiehlt sich für jeden Angehörigen der in der HI. zusammengeschlossenen Gliederungen.

Trumhum l JXi holde .fchroary-JVlaid, fpar deine .AbfdTied'dhxmen, mußt dich haft dran gewöhnen- Des fcmdsfnechla Treu' roahrf furje seit und wer allicnj roo anders leit,der hält es mit den Bahnen-

Trurnh-uml Sogehts tagaus, tage in bei Würfel faiel und ftarien nut aßen Kameraden -

Vhns graue Raupt den Glcrienfchem Orgel i rai nnd 1

ganzes Leben! --

Die Kälte kommt vom Herzen immer naher. Wenn sie sich erst hineingefressen haben wird ist es vorbei. Ich kann ihr nicht entweichen Gegen das fressende Ungeheuer hilft weder Schreien noch Fluchen. Sie werden auch für mich die Heuer sparen, die Herren! Die Gedanken sind weg. Alles ist ausgelöscht. Wo bm ich? Dort was ist das?

Es^stngert über die Wogenkämme, jetzt ist es weg. Sinnestäuschung. Da - dort - wieder Licht'. Wie es tastet, sucht! Neben mir, oor nur, ganz vorn. Träume ich? ... Wen suchst du? Ich kann nicht schreien. Die Wogen klatschen ms Gesicht und gurgeln den letzten Fluch in die Tiefe. Ich will

Freudenstadt hinauf zum Kniebis. Der Schnee fallt dichter, die Leute werden winziger, rechts und links steht ein dunkle Mauer, die hohen Tannen des Schwarzwaldes. Der Schnee knirscht unter unseren Füßen, in kurzen Abständen steche ich mit dem scharfen Strahl meines Scheinwerfers ins Dunkel, hinter mir höre ich das dumpfe Stampfen meiner Leute im Schnee. Ich bleibe etwas zuruck rede mit ihnen, ermunternde Zurufe springen von Glied zu Glied, dann ist es wieder still, dumpf klatscht hin und wieder die Fahne an die Stange, irgend­wo fängt einer an zu fingen, andere fallen ein, es pflanzt sich fort, das Schneestampfen wird gleich- mäßiger, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie man es sonst nie erleben kann, schließt alle zusammen. Eine eigentümliche Stimmung kommt auf: »Wir schreiten durch tiefdunkle, schweigende Nacht!

Am nächsten Morgen wickle ich mich aus meinen Decken. Ich trete vors Haus. Silbern und mond­lichtübergossen liegt die Schwarzwaldlandschaft da. Totenstille. Verschwommen heben sich die Umrisse der dunklen Tannen vom weißen Hintergründe ab. Der Schnee kracht. Ich gehe ins Haus zurück, wecke zwei Hornisten. Sie fahren in die Rohrstiefel, pol­tern die Treppe herab, vor dem Haus schmettern ie ihren Morgenruf in die frischklare Luft Sie etzen ihre Instrumente ab, im Haus wird s leben­dig. Betten und Schlafräume werden gerichtet. Um 6.45 Uhr, als es langsam tagt und der erste rote Schimmer hinter den Bergen auftaucht, steht eine Gefolgschaft Stuttgarter Hitler-Jungen, Schüler und Jungarbeiter im gleichen Glied, vor einem Häus­chen auf dem Kniebis, kurze Kommandos erschallen, Hacken knallen zusammen, die Scharführer machen Meldung. Ich schaue nach, ob alles stimmt, gehe ins Haus, kontrolliere Bett und Schlafraum. Wenn alles in Ordnung ist, gehts zum Kaffee.

Am gleichen Vormittag stampft eine Gefolgschaft Hitler-Jungen durch tiefen Schnee der Zuflucht zu. Die warme Sonne scheint grell auf das weihe Schneefeld, das Auge wird geblendet. Don den vereinzelten Tannen rutscht mit leisem Knisteru der Schnee, im Südwesten find tiefe Täler sichtbar. Weit, weit in der tiefen Bläue des Himmels heben sich so leis wie ein Hauch die Schweizer Berge ab. Und wir stapfen weiter durch den tiefen Schnee, die Gesichter meiner Jungen haben hier oben einen ganz anderen Ausdruck, viel kindlicher und lebens­froher als in der Großstadt. Die Augen glänzen, und die Wangen röten sich. Ich lasse halten und wegtreten. Eine tolle Schneeballschlacht entwickelt sich, alles atmet Lebensmut und Freude hier oben.

Am Abend. Die Scharführer halten Scharabende ab. Es ist ganz anders als in der Stadt. Wenn man mit den Leuten den ganzen Tag beieinander ist, lernt man sie kennen. Eine Schar macht tolle Lagerfpiele, alles schreit und lacht und freut sich und doch herrscht stramme Ordnung. Ein Wort des Scharführers und jeder ist ruhig und steht an seinem Platz. Ein anderer Scharführer treibt theo- retifchen Volkssport, den er am nächsten Morgen in die Praxis umsetzen will. Die dritte Schar hat was ganz Pfundiges. In Stuttgart hatten wir einen österreichischen Flüchtling kennengelernt, einen armen Teufel. Nachdem jeder einmal in seinen Geldbeutel gelangt hatte, konnten wir ihn mit- nehmen. Und nun steht er unter den Jungen, und erzählt von seinen Kameraden in Oesterreich und von ihrem Kampf um die Rückkehr zu Deutschland. Totenstille herrscht im Raum, man hätte eine Nadel zu Boden fallen Horen, wenn er von Oesterreichs HI. und SA. berichtet. Die Augen der Buben glänzen, schwer stützen sie die Kopfe auf die Ellen­bogen und lauschen der Kunde vom deutschen Brudervolk. Nach dem Scharabend kommt einer zu mir, halb verschämt und doch mit heimlicher Freude im Gesicht und sagt:Wir haben gesammelt für die Oesterreicher, 3 Mark, wir haben ja selber nicht viel, aber jeder hat ein paar Pfennige geben können." Nun weiß ich:Jetzt begreifen meine Jungen den Sozialismus der Tat."

winken, steif find die Arme ums Holz gepreßt. Das Licht ist weg--?!

Der letzte Hoffnungsschimmer ist erloschen.

Da jetzt bin ich mitten drin in diesem wärmenden Weiß einer fernen Sonne. Das ist das Leben! Wie es blendet! Ich schließe die Augen, öffne wieder. Das Licht ist noch da. Eine Sirene Rufe?

Ich sacke weg!

Ein Tender hat uns aufgefischt. Den toten Kame­raden und mich. Das war alles, was vom Eimer übrig blieb, was wir mit heimbringen werden, vom ersten großen Fischzug nach dem Kriege. Der Ree­der wird glotzen, wenn wir so nackt nach Hause kommen.

Die See ist ruhig, ich höre den Wind über den Wellen fingen. Wenn wir einlaufen warten La­zarett- und Leichenwagen an der Pier.

Hei ho Kamerad, wir steuern die Küste an1"

Mädels packen.

Haben Sie einen riesengroßen Karton, den Sie uns stiften können?" So stehen ein paar frische, luftige Mädel im Laden und fragen. Und bald darauf kommen mir auch glückstrahlend mit einem riesengroßen" Karton wieder heraus. An allen vier Ecken angefaßt, und im Laufschritt geht es die Straße hinunter bis zum Heim, wo wir die gesammelten Sachen verpacken wollen. Hier wird schon gearbeitet. Mit sachkundigen Blicken prüfen einige Mädels alle Kleidungsstücke, die abgeliefert sind. Allmählich stellen sich noch mehr Mädel ein, einige liefern noch Sachen ab, andere haben Pack­papier und Bandorganisiert", sie wollen uns nun auch beim Einpacken helfen.

Ganz unten in den Karton legen wir das dicke Winterzeug, Mäntel, Jacken und Kleider. Nun wird ein Stück Papier darüber gedeckt und all die Schuhe erst einmal verpackt. Wieviel feine Sachen sind da zusammen gekommen! Obenauf legen wir nun das Sommerzeug, Wäsche und Strümpfe. So, nun ist alles verpackt, was wir gehabt haben, aber der Karton ist noch nicht voll. Es dauert aber gar nicht lange, da tragen schon einige unter fröhlichem Lachen noch einen großen Wäschekorb voll Be­kleidungsstücken herbei.Oh wie niedlich"! und haste nicht gesehen sitzt der kleine Tirolerhut Trudi auf dem Kops. Ein anderes Mädel stolziert mit würdevoller Miene in Großmutters Unterrock : einher. Aber nun wird Schluß gemacht mit dem Unsinn, denn jetzt kommt das schwierigste Werk: : das Paket verpacken und verschnüren! Aber auch

Eine Gefolgschaft im Winterlager.

Viel Arbeit gibt es, bis wir so weit sind. Zuerst muß ich meinen Jungen erklären, was ein Winter­lager überhaupt ist. Und dann kommen die vielen, vielen Fragen:Soll man Schier mitnehmen?" Kann man am Sonntagmorgen in die Kirche gehen?"Erkältet man sich auch nicht?"

Ich gebe jedem geduldig Antwort. Es ist em Glück, daß ich Ferien habe. Morgens, wenn ich friedlich in Morpheus Armen liege, kommen die ersten, und jeder hat etwas anderes auf dem Herzen: der erste hat keine Schuhe und Geld. Der letzte, der um 23 Uhr erscheint, hat keine Hosen. Und alle, alle wollen wir doch mitnehmen, arm und reich, damit sie bei gleicher Kost, auf gleichem

diese Arbeit wird mit Hilfe des wundervollenor­ganisierten" Bindfadens schnell beendet.

Wie wollen wir aber jetzt das schwere Paket ortbringen?

Lotti und Sigrid, Ihr holt mal schnell einen Ziehwagen, dann fahren wir es erst einmal zu uns, und morgen geht es dann zur Bahn." Mit Jndianergeheul wurde der Vorschlag angenommen. Es dauerte gar nicht lange, da kamen die zwei mit dem Wagen schon angeklappert. Mit Hilfe aller Mädel wird das Paket nun auf den Wagen ge­laden. Zwei Mädel spannen sich davor, zwei schie- ben nach, einige halten das Paket fest, und die übrigen gehen nebenher, alle mit einer Papp­schachtel bewaffnet. So geht die Fahrt nun los. Eine will schon anstimmenHoch auf dem gelben Wagen", da meint ein anderes Mädel, dazu paßte doch besserHab mein Wagen vollgeladen" ...