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Die Deutschen seien ein sehr wichtiger Faktor zur Stützung der deutschen Wirtschaft. Ausländsdeutsche Hlossen sich in Genossenschaften zusammen, denn ter einzelne könne nichts unternehmen.

3n Polen gebe es 973, in Jugoslawien 318, in Siebenbürgen 182, im Banal 408 deutsche

Genossenschaften.

dadurch seien große Bestellungen im Mutterlande uöglich. Auf dem Wege über die Genossenschaften würben deutsche Maschinen gekauft. Vielfach finde rian in deutschen Siedlungen im Ausland Motors uus Köln-Deuz, Maschinen von Lanz-Mannheim nnb Henschel-Kassel. Wo der Deutsche lebe, werde ar deutsche Erzeugnisse Propaganda gemacht. Die teutsche Schule sei im Ausland von ausschlaggeben- !sr Bedeutung für die deutsche Propaganda. Es sei klungen für Griechenland Telepyoneinrichtungen wn Siemens & Halske im Monopol für 38 Jahre u vermitteln. Der Grund: Griechenlands Handels- unister und andere Minister seien in die rührige putsche Schule zu Athen gegangen. Im Gaswerk zu Konstantinopel stehe eine riesige AEG.-Turbine. Der

Opferfreudig

hat sich die Bevölkerung von Stadt und kreis Gießen und der übrigen Teile von Ober Hessen bisher immer gezeigt im Kampfe gegen die Tlot deutscher Brüder und Schwestern und damit in der Bekundung der Volksgemein­schaft aller Schichten. Diese Opferfreude wird ihren neuen starken Ausdruck finden in dem großen Hilfswerk, dessen Zeuge die ganze Welt fein wird am nächsten Samstag, dem

lag der nationalen Solidarität!

l ager der Wirt chaftsbelebung für das Mutter- bnb in dieser Hin icht sei der Ausländsdeutsche. Mit busterkatalogen ei nichts zu erreichen. Deutsche firmen erhielten Aufträge für die Nilstauwerke in Ägypten, obwohl Aegypten unter englischem Pro- ti'torat stehe. Der Grund hierfür sei aber darin zu sichen, daß die einflußreichen Männer Aegyptens trauen zu Gattinnen haben, die die deutsche Schule nn Alexandrien besuchten. Der Verkehrsminister srafiliens, Gonter, sei ein eifriger Förderer des teutschtums. Ihm ist es zu danken, daß 168 moderne llkomotiven, 25 Junkers-Flugzeuge nach Brasilien tiliefert werden konnten. Der Bahnbau über die laden sei einem deutschen Ingenieur übertragen lorden.

Mach dem Kriege sei die Zahl der bodenständigen schulen im Auslande gestiegen. Der VDA. habe r ein großes Arbeitsfeld. Der VdA. müsse selbst- fnnbig bleiben, könne aber sehr gut und sehr frucht- 6t mit kirchlichen Organisationen (Gustav-Adolf- ^retn, Bomsatiusverein) zusammenarbeiten.

All dies sei hineinzutragen in den Unterricht a: reichsdeutschen Schulen. Immer wieder, insbe- fri.bere auf Anregungen aus der Literatur hin, Idie sich an das Deutschtum im Auslände erinnern. Elftes deutsches Heimweh leuchte uns aus vielen S-Tfen auslands- und grenzlandsdeutscher Dichter »»gegen.

Der Ausländsdeutschen solle deshalb nicht nur irgendwelchen Jubiläen gedacht werden, sondern

|te5.

Der kulturunlerschied zwischen den Deutschen und den Völkern z. V. in Südosteuropa fei ungeheuer.

l!iv. H. der Serben z. B. könnten weder lesen, noch (treiben; die übrigen kaum mehr als ihren Namen.

Deshalb fei die Erhaltung der deutschen Sprache in Südosteuropa so wichtig. Es sei eine große Freude, daß Deutschland geeint sei. Der Auslands- deutsche spüre draußen in der Welt das geeinte Reich und freue sich herzlich darüber. Deutschland werde sich unter dieser Voraussetzung den Platz an der Sonne wieder erobern. Und mit Stolz werde wieder das Lied erklingen:Deutschland, Deutsch- land Über alles!" Anhaltender starker Beifall!

Schulrat Aebeling

dankte dem Redner für seinen interessanten Vor­trag. Derantwortungsbewußtsein müsse uns alle erfüllen. Unser Blick müsse hinausgehen über die Grenzen, die Haß und Willkür zogen. Aus dem stetigen Kampf des Auslandsdeutschtum müßten wir Kraft gewinnen, für unser Volk zu kämpfen. Wir müßten den Blick auf das große Ganze ge­

richtet halten. So wie die Welt geographisch Nord- und Südpol kenne, so gebe es gegenwärtig völkisch und weltgeschichtlich zwei Pole: Deutschland und Japan! Die große Fragestellung laute:Welches Volk wird die Führung in der Welt übernehmen?" Der Westen Deutschland!? Oder der Osten: Japan!?

Deutschland wage alles! Kämpfe für das ganze Abendland. Noch hasse uns die Welt. Aber zehntausendmal stärker müsse unsere Liebe zu unserem Volkstum fein.

Ein Sprechchor Worte der Liebe und Begeiste- rung zu Volk und Vaterland von Ernst Moritz Arndt, die gemeinsam gesungenen ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes und das dreifacheSieg-Heil!" auf den Führer in die deutsche Zukunft, auf Adolf Hitler, beschloß die Versammlung.

Die Gießener Gasgemeinschast im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

Wie im Vorjahre, vereinigen sich in diesen Wochen Volk und Staat in dem Bemühen, in einer großan­legten Arbeitsschlacht den Kampf um die Gesundung der deutschen Wirtschaft fortzusetzen und zu einem siegreichen Ende zu führen. Es gilt, die früheren großen Erfolge noch zu erhöhen, die darin bestanden, daß fast vier Millionen Erwerbslose end­lich wieder in den Arbeitsprozeß eingereiht wurden.

An diesem ausgezeichneten Ergebnis hat unsere Gaswirtschaft einen erheblichen Anteil, denn ihr gelang es, einen Betrag von rund 50 Millionen Mark an Aufträgen in Bewegung zu setzen. Ferner wandten die Gaswerke außer den normalen Kosten der Erhaltung und Erneuerung ihrer Betriebsan­lagen in Höhe von etwa 50 Millionen Mark für den gleichen Zweck die außerordentliche Summe von 40 Millionen Mark auf, und zwar 16 aus eigenen und 23 aus öffentlichen Kreditmitteln.

Der Sieg der Arbeitsschlacht 1934/35 muß sich in diesem Jahre ebenso eindrucksvoll wieder­holen. Da» Ziel ist, auch den letzten haushalt gasversorgter Gebiete die großen Vorzüge des Gases teilhaftig werden zu lassen, die vor allem im sparsamen Verbrauch, Sauberkeit, Hygiene und starker Arbeitsentlastung bestehen.

In der Küche vollzieht sich Immer mehr der llebergang vom kleinen Gaskocher früherer Tage zum vielseitig verwendbaren Gasherd, auf dem man kochen, braten und backen kann. Ein Warmwasser­bereiter wird ebenfalls unentbehrlich, ja selbst eine gasbeheizte Wascheinrichtung erfreut sich wegen ihrer leichten Handhabung steigender Beliebtheit. Das neueste sind heute Gaskühlschränke, die die Speisen und Lebensrnittel auch in der beißen Jah­reszeit frisch erhalten. Neben Neuanschaffungen wird sicherlich in großem Umfange der Ersatz veralteter Geräte erforderlich werden, womit man eine wesent­lich sparsamere Gasausnutzung erreicht.

Weiter erobert sich das Gas in steigendem Maße das große Gebiet der Raumheizung, für die es geradezu ideale Möglichkeiten bietet. Ohne eigene mühsame Heizarbeit, ohne unangenehme Neben­erscheinungen aller Art erzielt man eine stets gleich­mäßige, gesunde Zimmerwärme. Die verbilligten Tarife für Heizgas erleichtern dieses neuzeitliche Verfahren noch bedeutend.

Nicht nur der Haushalt, auch Gewerbe und Industrie bedienen sich heute in größtem Aus­maße des Gases als Energiequelle. Sie sammeln damit die besten Erfahrungen, da sich die Wettbe­werbsfähigkeit dank der mannigfachen Vorteile der Gasverwendung zusehends steigert. Zweifellos läßt sich letzteres jedoch ebenfalls noch bedeutend erhöhen.

Die überaus starke wirtschaftliche Belebung, die

sich aus der vermehrten Verwertung von Gas notwendig ergibt, sei nur in kurzen Zügen ange­deutet. Mehr als auf irgend eine andere Weise wird der wichtige Rohstoff Kohle durch Entgasung aus­gewertet und obendrein der Anfall wertvoller Nebenprodukte erzielt. (Koks, Teer, Benzol, Ammo­niak, Schwefel.) Am Ausgang des Gaswerkes sind etwa 3% mal so hohe Werte vorhanden, als durch den Eingang hereinkamen.

Der wesentliche Nutzen aber, besten Bedeutung acrabe heutzutage nicht leicht überschätzt werden kann, ist die Beschaffung von Arbeit. Die Industrie der Gasgeräte und das Jnstallationshand- werk werden durch vermehrte Aufträge in die Lage versetzt, mehr Menschen zu beschäftigen, als zuvor. Indem wir das Handwerk fördern, helfen wir dem schwerringenden Mittelstand, einer der wichtigsten Stützen unseres Staates. Zusammen mit Gaswer­ken, Jnstallationsfirmen und Fachhandel in den Gas-Gemeinschaften ist es in besonderer Weise dazu berufen, die Winterarbeitsschlacht durchzuführen.

Die Gießener Gas-Gemeinschaft hak bereits feil einigen Wochen die Arbeitsschlacht 1934/35 be­gonnen. Durch kräftige Außenwerbung, wie auch durch intensive Hauswerbung konnten an­sehnliche Erfolge im Gasgeräteabsah und in der Installationstätigkeit erzielt werden. Es wurde Arbeit beschafft, und mancher Erwerbslose konnte unter Mithilfe der Gießener Gasab­nehmer, die sich durch kauf eines Gasgerätes an dem Arbeitsbeschaffungsprogramm beteiligt haben, wieder in Arbeit eingestellt werden.

Selbstverständlich bedarf es noch riesiger An­strengungen, um das große Aufbauwerk unseres Führers, auch den letzten Volksgenossen in Arbeit und Brot zu bringen, zu ver­wirklichen. Daher hat die Gießener Gas-Gemein- schäft in ihrer jüngsten Sitzung eine weitere Er­leichterung im Interesse der Arbeitsbeschaffung ge­schaffen. Es wurde beschlossen, für sämtliche Arbeiten, diebiszumZl. Märzl935zur Ausführung gelangen, Zuschüsse in Höhe von20 bis 25 v. H. auf die gesam­ten Anlageko st en zu gewähren.

Im einzelnen werden von den Mitgliedern der Gießener Gas-Gemeinschaft bis zu diesem Termin nachstehende Vergünstigungen gewährt:

1. Auf alle Gasgeräte wird ein Barzuschuß von 5 v. H. vom Listenverkaufspreis sowohl bei Er- weiterungs- als auch bei Jnstandsetzungsarbei- ten und 20 v. H. Zuschuß in Form von Gas­gutschrist gewährt. Der Zuschuß, der in Form von Gasgutschriften gewährt wird, wird je­weils auf den Gasmehrverbrauch gegenüber

dem gleichen Monat des Vorjahres In Anrecht nung gebracht. Die Anrechnung des Zuschuß« betrages auf Gasmehroerbrauch erfolgt auf die Dauer eines vollen Jahres vom Zeitpunkt der Fertigstellung der Anlagen ab gerechnet.

2. Auf alle Jnstallationsarbeiten werden, sofern der Rechnungsbetrag 15 Mark übersteigt, Bar« Zuschüsse gewährt, und zwar für Erweiterungs­anlagen und Jnstandsetzungsarbeiten 5 v. H. Ferner bei Neuanlagen und Erweiterungsan­lagen (nicht Jnstandsetzungsarbeiten) 20 o. H. Zuschuß in Form von Gasgutschriften.

3. Für Erneuerung und Erweiterung von Steig­leitungen wird ein Barzuschuß von 20 v. H. ge­währt.

4. Das Gaswerk führt Gaszuführungsleitungen zum Gebäude bis auf eine Länge von zehrt Meter nach Möglichkeit kostenlos aus.

5. Das Gaswerk verzichtet auf die Erhebung von Prüfungsgebühren für Gasanlagen aller 2frt/ die unter diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fallen.

tt. Zur nachhaltigen Förderung der Arbeitsbeschaf­fung werden auch bei diesen Arbeitsbeschaf­fungsmaßnahmen für Gasgeräteverkäufe und Jnstallationsarbeiten Teilzahlungsgeschäfte von sämtlichen Mitgliedern der Gas-Gemeinschast auf die Dauer bis zu 24 Monaten gewährt. Beträge unter 15 Mark und über 700 Mark sollen in der Regel nicht im Teilzahlungsoer- fahren einbegriffen sein.

7. Außer diesen Vergünstigungen gewährt das Reich eine Einkommensteuerermäßigung in Höhe von 10 v. H. der Aufwendungen.

Ausgenommen von der Bezuschussung sind Jn­stallationsarbeiten und Gerätelieferungen für Neu­bauten, ferner wird kein Zuschuß gewährt auf ge­werbliche Geräte aller Art; dagegen sind Jnstalla­tionsarbeiten in Gewerbe- und Industriebetrieben zuschußfähig.

Sämtliche Vergünstigungen werden nur bis zum 31. März 1935 gewährt.

Deshalb wird die Oeffentlichkeit aufgefordert, mit- zuhelfen an dem Arbeitsbeschaffungsprogramm und mihufämpfen gegen die Arbeitslosigkeit, um die Volksgenossen wieder in Arbeit zu bringen.

Rundfunkprogramm.

Freitag, 7. Dezember.

6: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gym­nastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittags­konzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nach- richten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittags­konzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschafts­bericht. 15: Nachrichten. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Humor des Ostens. Witz und tiefere Bedeutung. 18.25: Die Wintersternbilder. Der Himmel im Dezember. Ein Gespräch. 18.50: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. 20.10: Im Sattel durch ein singendes Land. Mexikanischer Funkbogen. 21: Konzert. Lud­wig van Beethoven. 22: Nachrichten. 22.10: Nach­richten aus dem Sendebezirk. 22.15: Saarländer sprechen. 22.30: Der Zeitfunk bringt die Sport­vorschau. 22.45: Einbruch im Savoy. Ein Kriminal­hörspiel. 24: Nachtmusik. 1 bis 2: Nachtkonzert.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

K. Z. in Lich. Aus Ihrer Anfrage geht hervor, daß die Arbeiten bereits ausgeführt sind. Anträge, die erst gestellt werden, wenn die Arbeiten bereits er­ledigt sind, können nach Mitteilung von zuständiger Stelle grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Hin­sichtlich eines evtl. Steuernachlasses empfehlen wir Ihnen, sich an das für Sie zuständige Finanzamt zu wenden.

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ausgeführt von der Gießener Militärkapelle Leitung: Obermusikmeister E. Krauße

Eintritt 50 Pf. Militär n. Studenten 30 Pf.

Amtliche Bekanntmachung der Handwerkskammer.

Auf (Bruni des Gesetzes vom 29. November 1933 über den vorläufigen Aufbau des deutschen Hand­werks, der ersten Verordnung zu diesem Gesetz vorn 15. Juni 1934 sowie der mit Genehmigung des Herrn Reichswirtschaftsministers erlassenen Ausfüh­rungsbestimmungen des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages ist nachstehende Handwerker- Pflichttnnung mit dem heutigen Tage durch Erlaß der Satzung errichtet.

Die bisher für die in der Bekanntmachung an­geführten Berufsgruppen find mit sofortiger Wir­kung aufgelöst und nach § 97 der ersten Verord­nung in die neu errichteten Pflichtinnungen zu über­führen.

Alle in die Handwerksrolle eingetragenen Ge­werbetreibende, die das Handwerk ausüben, für welckes die Innung errichtet ist, gehören der Innung pflichtgemäß an. Diejenigen Handwerker, die ihr Gewerbe selbständig auf eigene Rechnung betreiben oder das Gewerbe im Nebenberuf ausüben und noch nicht in die Handwerksrolle eingetragen sind, haben unverzüglich ihre Eintragung bei der Handwerks­kammer zu beantragen und sich zur Mitgliedschaft bei der für ihr Gewerbe errichteten Pftichtinnung anzumelden. Bei Unterlassung dieser gesetzlichen An­ordnung werden die entsprechenden Sttafbestimmun- gen in Anwendung gebracht.

Handwerker-Innung der Wusiklnstrumentenmacher, Mechanische Wusikinskrumenlenmacher, Orgel­bauer, harmoniumbauer, Klavierbauer für die Provinzen Oberhessen, Rheinhessen und Starken­burg Sih Gießen.

Obermeister: Ernst N i k o l a u s, Lich (Ober- Hessen).

Darmstadt, den 30. Oktober 1934. 7158D

Hessische Handwerkskammer.

Müller, Vorsitzender. Dr. Reif, Syndikus. SUa Anzeigen-AMengesellfchast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gketzen / Schulftvaße -