Oie neue Vermögenssteuer
bei ihrer Besteuerung die Familienverhältnisse der Eigentümer Berücksichtigung finden und die entsprechenden Beträge steuerfrei gelassen werden fön»
gen und Vermögensverwaltungen behandelt. Auch für sie ist aber die Freigrenze bei der Vermögensbesteuerung, die bisher 20 000 Mark betrug, auf 10 000 Mark herabgesetzt worden.
Eine wesentliche Veränderung erfährt ferner die Besteuerung der Vermögen öffentlicher Unternehmungen. Von der Steuer befreit sind in Zukunft nur noch solche Unternehmen, deren Anteile sämtlich dem Reich, einem Lande, einer Gemeinde, einem Gemeindeverbande oder einem öffentlich-rechtlichen Zweckverbande gehören. Steuerfrei sind unter allen Umständen Staatsbanken, soweit sie staatswirtschaftliche Aufgaben erfüllen oder allgemeinen wirtschaftlichen Zwecken dienen. Wichtig ist vor allem, daß öffentliche oder unter staatlicher Aufsicht stehende Sparkassen nur noch insoweit vermögensteuerfrei sind, als sie den eigentlichen Sparkassenverkehr pflegen. Soweit also ihr Vermögen anderen Geschäftszweigen dient, ist es steuerpflichtig.
In mannigfacher Hinsicht ist das neue Vermögensteuergesetz einfacher und leichter verständlich als das alte. Das gilt ja überhaupt für die Gesamtheit der neuen Steuergesetze. Im übrigen wirken natürlich auch die Bestimmungen des neuen Reichsbewertungsgesetzes auf die Vermögensbesteuerung zurück, die nunmehr wesentlich verfeinert und der steuerlichen Leistungsfähigkeit in wohldurchdachter Weise angepaßt ist.
Das Vermögenssteuergesetz hat eine vollkommen > unterliegen, sondern nur d i e Anteile, die neue Fassung erhalten. Die Vermögenssteuer wird!zum Vermögen der einzelnen Gesell- nicht nur wesentlich vereinfacht, sondern auch sch a fter gehören. Die Folge davon ist, daß auch durch Einbau bevölkerungspolitischer Schutz- unb r ! --------- h»r
Schonungsbestimmungen sozialer gestaltet. Es entspricht auch durchaus der steuerlichen Gerechtigkeit, daß Vermögen kinderreicher
Familienväter niedriger als die Lediger oder Kinderloser besteuert werden. Das neue Gesetz bringt zum ersten Male eine wirkliche und wirksame E n t l a st u n g kinderreicher Vermögenssteuer- pflichtiger. Es mildert aber außerdem ganz allgemein die Besteuerung der kleinen Vermögen, insbesondere, wenn diese der Erhaltung oder Besserung der Lebenshaltung einer Familie dienen.
Bisher waren nur Vermögen 'bis zu einer oberen Grenze von 20 000 Mark steuerfrei. Die Freigrenze erhöhte sich, wenn der Steuerpflichtige erwerbsunfähig war oder bei einem Alter von über 60 Jahren ein Einkommen von nicht mehr als 4000 Mark hatte, auf 30 000 Mark. In Zukunft wird für je = Öen Steuerpflichtigen zwar nur ein B e - trag von 10 0 0 0 Mark frei gelassen, außerdem aber für seine Ehefrau ein weiterer Betrag von 10 000 Mark und ebenso für jedes minderjährige Kind des Steuerpflichtigen abermals 10 000 Mark. Dabei werden volljährige Kinder, die auf Kosten des Steuerpflichtigen eine Berufsausbildung durchmachen, den minderjährigen gleichgestellt, solange sie das 25. Lebensjahr nicht vollendet haben. Vermögen kinderreicher Familien werden also künftig bis zu einer recht beträchtlichen Höhe steuerfrei fein. Auch Steuerpflichtigen, die erwerbsunfähig und über 60 Jahre alt find, wird ein erhöhter Freibetrag von 10 000 Mark unter bestimmten Voraussetzungen eingeräumt.
Der künftige Freibetrag hat aber eine wesentlich größere Bedeutung für den Steuerpflichtigen als bisher, weil er nicht nur dann steuerfrei bleibt, wenn das Vermögen diesen Betrag nicht überschreitet, sondern in jedem Falle von dem ermittelten steuerpflichtigen Vermögen in Abzug gebracht wird. Das hat zur Folge, daß sich die Vermögenssteuer für kleinere und mittlere Vermögen nicht unerheblich vermindern wird, am meisten natürlich wieder für Familien mit mehreren Kindern. Das fällt um so stärker ins Gewicht, als im übrigen der Vermögens st euersatz von 5 Mark für jede tausend Mark des steuerpflichtigen Vermögens unverändert bleibt. Zugunsten der kinderreichen Familien wirkt sich ferner auch die neue Bestimmung des Vermögenssteuergesetzes aus, daß die Vermögen von offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften der Vermögensbesteuerung nicht mehr
gebers, der der Entpersönlichung der Wirtschaft nach Möglichkeit entgegenwirken will. Auch eine Reihe anderer Bestimmungen des neuen Gesetzes wirken zuungunsten der Kapitalgesellschaften und zugunsten der steuerpflichtigen natürlichen Personen. Etwas günstiger als die Kapitalgesellschaften werden andere Körperschaften, Personenvereinigun-
nen. . . ..
Im Gegensatz zu diesen Erleichterungen wird tue Besteuerung d e r Vermögen der Kapitalgesellschaften verschärft. Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien usw. werden in Zukunft vermögensteuerpflichtig sein, sobald ihr Vermögen 50 000 Mark beträgt, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sobald ihr Vermögen 20 000 Mark beträgt. Die kleineren Gesell- I schäften werden es unter diesen Umständen viel- 1 leicht vorziehen, sich in P e r s o n a l g e s e lisch a f t e n, also z. B. in offene Handelsgesellschaf- * ten umzuwandeln, die vermögenssteuerfrei * sind. Das entspricht aber der Absicht des Gesetz-
Aus aller Welt.
„Graf Zeppelin" wieder daheim.
Das Luftschiff „ G r a f Zeppelin" ist von feiner elften Südamerikafahrt unter Führung von Kapitän Lehmann zurückgekehrt und auf dem Werftgelände in Friedrichshafen glatt gelandet. An der Fahrt nahmen 21 Fluggäste teil. Das Luftschiff wird nun während einer längeren Fahrtenpause einer gründlichen Ueberholung unterzogen, um erst im Dezember wieder eine 'Weihnachtsfahrt nach Südamerika auszuführen.
Die Gattin des türkischen Außenministers in ärztlicher Behandlung in Berlin.
Die Gattin des türkischen Außenministers Te w - f i k R ü s ch t ü Bey, die feit zwei Jahren an einer schmerzhaften Augenkrankheit leidet, befindet sich seit einiger Zeit in Berlin und hat hier verschiedene Aerzte konsultiert, u. a. die Spezialisten Prof. Dr. Krückmann und Prof. Dr. von Eicken (früher in Gießen). Eine Halsoperation, die sich als unbedingt erforderlich herausgestellt hatte, ist vor einer Woche vorgenommen worden und ist glücklich verlaufen; es konnte erfreulicherweise festgestellt werden, daß auch der Zustand des erkrankten Auges sich als Folge der Operation gebessert hat.
Rundfunkhonorare für Beethoven, Mozart, Chopin. Betrügereien russischer Beamten.
Eine Revision bei der Leitung des Dnepropetrow- sker Rundfunksenders förderte die erstaunliche Tatsache zutage, daß dort u. a. Honorare f ü r Beethoven, Mozart und Chopin angewiesen und nach den Büchern auch tatsächlich an diese alten Meister ausgezahlt worden sind. Jedoch handelt es sich um ein — wenigstens originelles —
Verschleierungsmanöver betrügerischer B e - amten, die diese Gelder für sich verwandt hatten. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen.
In acht Tagen von Dessau nach Johannesburg.
Drei Junkersflugzeuge, die in Dessau zu einem Fluge nach Südafrika gestartet waren, sind nach genau acht Tagen in Johannesburg einge- troffen. Die Flugzeuge haben für die gewaltige Strecke eine reine Flugzeit von nur 43 Stunden und 20 Minuten benötigt. Der Flug führte über Kairo, Khartum, Juba, Dodoma und Salisbury. Die Zuverlässigkeit der deutschen Maschinen wurde während eines furchtbaren Tropengewitters über dem Weißen Nil auf eine schwere Probe gestellt, jedoch konnten alle drei Flugzeuge ohne jede Beschädigung ihren Flug durchführen. Der Empfang in Johannesburg war außerordentlich freundlich. Die gesamte Oeffentlichkeit und vor allem auch die Presse und die Fachkreise zollen der großen fliegerischen Leistung höchste Anerkennung.
Das Flugzeug bes Ozeanfliegers Kingsford-Smith gepfändet.
Das Flugzeug, in dem Sir Charles Kings- f o r d - S m i t h kürzlich den Stillen Ozean überquert hat, ist auf Veranlassung eines Mannes, der behauptet, der berühmte Flieger schulde ihm 2750 Dollars, mitBeschlag belegt worden. Ein Gerichtsvollzieher hat sich in Los Angeles des Apparates bemächtigt und unmittelbar dabei auf einem Lehnstuhl Platz genommen, um das Flugzeug im Auge zu behalten. Kingsford-Smith wird eine Sicherheit von 5500 Dollars hinterlegen müssen, wenn er die freie Verfügung über seine Maschine wieder zu erlangen wünscht.
Großfeuer auf Schloß hlnnenburg bei Bratet
Das dem Grasen B o ch o 11 - A s s e b u r g gehörige Schloß Hinnenburg bei Brackei im Kreise Höxter, ein auf einer Anhöhe gelegener großer dreistöckiger Bau, ist durch Feuer zum Teil zerstört worden. Es wurde in letzter Zeit in Abwesenheit des Besitzers nur vom Oberförster und seiner Frau bewohnt, die um Mitternacht Brandgeruch bemerkten. Sie stellten fest, daß im Treppenhaus Feuer ausgebrochen war. Der Brand griff rasch auf den Südflügel des Schlosses über. Die Feuerwehren aus Brakei, Höxter und Holzminden konnten schließlich das Feuer in den frühen Morgenstunden löschen. Wertvolles Mobiliar und bedeutende Kunstschätze sind dem Feuer zum Opfer gefallen.
Verheerende Feuersbrunst in einem süditalienischen Dörfchen.
In dem Dörfchen Aspromonte in der Provinz Reggio Calabria (Süditalien) entwickelte sich nachts in einem Wohnhaus ein Brand, der durch den Sturm begünstigt, mit Windeseile um sich griff. Trotz Beteiligung aller Löschzüge der Umgegend, die sofort an die Arbeit gingen, gelang es erst nach langer Zeit, die Flammen zu löschen. Etwa 400 Personen sind obdachlos geworden, da die Flammen an 100 Wohnhäuser völlig zerstört haben.
Sandsturm in Südkanada.
Der Ort Danton in der kanadischen Provinz Alberta wurde von einem Sandsturm
überrascht. Plötzlich verdunkelte sich die Sonq und die ganze Gegend von Nanton wurde i Nacht gehüllt. Der feine Sand häufte sich mi Schneewehen in den Straßen. Der Verkel wurde zeitweise lahmgelegt.
Zwischen zwei Wagen zu Tode gequetscht.
Bei Aschaffenburg ereignete sich am Main eit Unglück. Dort wurde ein Lastkraftwagen mit Ai» Hänger mit Sand beloben. Als man den Anhänge wieder ankoppeln wollte, rutschte das Derbindungs stück aus, und der Lasttkraftwagen fuhr auf btt Anhänger auf. Der 65jährige Benedikt Schäfe,- der zwischen Lastwagen und Anhänger stand, konni, sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen Zwischen Lastwagen und Anhänger eingequetscht, erlitt er so schwere Verletzungen am Kopse, 'dch er auf dem Transport zum Krankenhaus starb.
Drei französische Arbeiter durch eine Explosion getötet.
Bei Cette am Golfe du Lion waren vier $lrbeil(3 mit Ausbesserungsarbeiten an einem leeren leumbehälter beschäftigt. Plötzlich erfolgte eine r«.■ fige Explosion. Die Arbeiter wurden in Luft geschleudert. Drei von ihnen fanden in Flammen den Tod. Der vierte trug so f d)nttt Verletzungen davon, daß an seinem Auslv^ men gezweifelt wird. Das Feuer konnte glücklich«, weise bald gelöscht werden. Man nimmt an, bat einer der Arbeiter beim Anzünden einer Zigarch die aus dem Behälter ausströmenden Gase entzün bet hat.
Neues für -en Bücheriisch.
— D. Konrad Veite, Predigerseminardirektor und Professor i. R. zu Darmstadt: Ewigkeitsfragen in reli'giöser Entscheidungszeit. Verlag C. F. Wintersche Buchdruckerei in Darmstadt. 132 Seiten. 2,80 Mark. — (414) — Vor kurzem erschien dieses äußerst wertvolle Büchlein, das vielen willkommen sein wird, die sich für die großen religiösen Fragen der Gegenwart interessieren und gern zuverlässigen Rat hätten. Unter diesen vielen meint der Verfasser nicht etwa bloß Theologen, sondern ganz besonders denkende und nach festem Halt sich sehnende Laien bzw. Gemeindeglieder. Bei dem nationalen Umbruch unserer Zeit sind ja viele Glaubensfragen in den Vordergrund getreten, die dem gläubig und kirchlich fein wollenden Menschen zu schaffen machen. Von den vierzehn Paragraphen des Buches nenne ich z. B. den dritten: Was ist Kirche unb was will sie?, den vierten: Wort Gottes und Bibel, den neunten: Was soll das Alte Testament in der christlichen Verkündigung?, den zwölften: Evangelium und Volkstum, und den dreizehnten: Ewigkeitshoffnung. Hier bekommen wir als Antwort nicht moderne Schlagworte, aber aus der Bibel hervorgeholte Erkenntnisse. Der Verfasser hat sich mit diesem Buch ein hervorragendes Verdienst um unsere Volks- unb Glaubensgenossen erworben, die nach Wahrheit und Festigung bei Zweifeln begehren; es läßt einen beim Lesen nicht los, denn der Verfasser hat eine überaus schöne, klare, ich möchte sagen klassische Sprache. Der Verfasser, gebürtig aus Lang-Göns, war lange Zeit in Darmstadt Pfarrer und in Friedberg Direktor und Professor am Predigerseminar. V.
— Hessische Biograhien, in Verbindung mit Karl Esselborn und Georg Lehnert heraüsgegeben von Hermann Haupt, Band 3, Lieferung 4 (Arbeiten der Historischen Kommission für den Volksstaat Hessen). Darmstadt 1934, Hessischer Staatsverlag. Preis 2 RM. —(436)— Auch unter den 27 Lebensbildern des neuen Heftes der bekannten Sammlung kann wieder eine stattliche Anzahl auf Interesse in den weitesten Kreisen rechnen. Davon seien genannt die Gießener Universitätsprofessoren Seitz (Mediziner), Eichbaum (Deterinär- mediziner), Schmidt und Bohn (beide Physiker), August Prinz von Sayn - Wittgenstein - Berleburg, 1849 Präsident des Reichsministeriums und später der letzte nassauische Ministerpräsident, Joseph Kumpa, lange Zeit auf dem Gebiete des Zeichenunterrichts führend, der Mathematiker an der Darmstädter technischen Hochschule, Gundelfinger, der Vorkämpfer für die Hessische Verfassung, Wilhelm Stahl, der Politiker Paul Follenius, dem Amerika zur zweiten Heimat wurde, der Gießener Kriminalist Nover, vor dem bereits an der holländischen Grenze eine Inschrift an einem Wegweiser „Hütet Euch vor Gießen" warnte, der durch Goethes „Wahrheit und Dichtung", E. Th. A. Hoffmanns „Rat Crefpel" und Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen" bekannt gewordene Johann Bernhard Crefpel, der Darmstädter Orthopäd Gustav Krauß, der Direktor des Friedberger Predigerseminars, Franz Schwabe, ein
hevorragender Kenner des evangelischen Kirche», liebes, unb ber Agrikulturchemiker Hermann v», Liebig. Alle Artikel sind wieber von den Kennern bes betreffenben Faches bearbeitet geben erschöpfende Auskunft über Wirken und 5Bn, dienste eines jeden. So sind sie nicht nur ein tref, liches Rüstzeug für die Gelehrten aller Richtungen sondern auch ein Ansporn für unser Heranwachsende- Geschlecht, indem sie zeigen, daß zu erfolgreichen Dienst an Volk und Vaterland der volle Einsq der ganzen Persönlichkeit gehört. L.
— Dürrs Vaterländische B ü ch eres, die herausgegeben wird von W. D instühlei Stadtschulrat in Hamborn, und Arthur Gopfen Gauobmann des nationalsozialistischen LehrerbD des, Gauverband Sachsen, MdL., Dürrsche B'ch Handlung, Leipzig C 1, will bauen helfen an bes Werk unseres Führers Abolf Hitler, indem sie h wesentlichen Gedanken, Erkenntnisse und lieb«, zeugungen der nationalsozialistischen Bewegung - Rasse, Volksgemeinschaft, Führertum, FrömmiM Wahrhaftigkeit und Wehrhaftigkeit — zum geiftb gen Besitztum der deutschen Jugend macht. Jn öi> fern Sinne wenden sich die folgenden, uns vor- liegenden Hefte an die junge Generation: Hermann Görings deutscher HeldenweK Fünf wahre Kampfgeschichten aus unserer M Von Müller-Rüdersdorf. — Dr. Goebbels.» Erich Seidel. — Horst Wessel. Von W. Kelter. — Germanische Vorgeschichte. Von, Wilhelm Gumm. — Kriegsflieger. Bon 2r.„ Joseph Zimmermann. — A n d i e deutsch!» Nation. Reden führender Männer zur nationale sozialistischen Revolution. Von Günther Dinstühler.' — Das Dritte Reich. Von Rudolf Zeiser. — Luftfahrtfibel. Von H. Folkerts unb Fisch« i v. Poturzyn. — Jungvolk am Beute»" berg. Von E. O. Melzer. — (19.) —
— Willy Seidel: Alarm im Senfeit$.. Novelle. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 7186.. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. — (392) — Einü scharf gesehene Karikatur okkulter Kreise, die in bei: besonderen Atmosphäre Schwabings auf höchst dies«- seitia-geschäftlicher Grundlage den Verkehr mit dem Jenseits pflegen. Eine spiritistische Sitzung mit: Hindernissen ist der drastische Höhepunkt des Merkchens.
Wettervoraussage.
Ein kräftiger Teilwirbel liegt heute früh bei der Wesermündung, der vor allem NordwestdeuWand vorwiegend Niederschläge brachte. Ein neuer leib wirbel rückte von der Biskaya nach Frankreich vor. Während wir seither an der Vorderseite diclrr Strömungen verblieben unb mit einer Zufuhr subtropischer Luft Temperaturanstieg erhielten, tom- men wir jetzt wieber mehr unb mehr an die von ber Rückseite ber Wirbel nachstoßenbe kältere Lust
Aussicht en für Mittwoch: Veränderlich! Bewölkung unb wieberholt meist schauerartige M- berschläge, bei lebhaften und wechselnden Winden neue Abkühlung.
Aussichten f ü r Donnerstag: Unbeftän» diges, kühleres Wetter mit einzelnen Niederschlägen.
95360
Am Sonntagabend 10Vt Uhr verschied nach langem mit großer Geduld ertragenem Leiden meine geliebte' herzensgute Mutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Eva Beimbom, geb. Gimbel
im Alter von 76 Jahren.
In tiefer Trauer:
Elisabeth Zobel, geb. Beimborn.
Gießen (Bruchstraße 20), den 5. November 1934.
Die Trauerfeier findet Mittwoch, nachm. 2 Uhr statt.
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Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute früh meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Georg Döll
im 76. Lebensjahre von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden zu erlösen.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Katharine Döll, geb. Spahn.
Gießen (Weserstr. 31 p.), Dillenburg, Stockhausen, Rastede. New-Orleans, den 5. November 1934.
Die Beerdigung findet am 7. November, nachmittags 2‘/a Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.
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Freitag, 16. November 1934, 20 Uhu im Stadttheater
Das Theater - Orchester und Reichswehrkapelle.
Leitung: Prof. Temesvary. Soks Bla Ginster, Frankfurt (Sopran^ Eintrittskarten: Mk. L'*nj~ 2.25 und 3.- bei Musik-Chain
Neuen weg 10.


