Christi gehört. Die Bedeutuna des Fundes! aller erdenklichen Vergehen durchgeführt. Die pol- liegt darin, daß es sich um das erste auf nieder- nifchen Zigeuner haben, wenn sie auch juristisch na-
liegt darin, daß es sich um das e r st e auf niedersächsischem Boden geborgene Steinzeitskclett handelt.
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Aus aller Welt
gael geplant sei. Als der Prager Schnell- i Berlin kommend in der Grenzstation em-
Kunst und Wissenschaft.
n ichstagung der Musikerzieher in Eisenach.
4' Schweizer Bürger als Präsidenten der Saar-Stimmbüroe.
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Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D2I. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag! Bruhl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
jt Mittelpunkt der ersten Reichstagung : Musikerzieher in der „Reichsmusiker-
Belgischer Dampfer pn der holländischen Küste gesunken.
An der holländischen Küste kenterte der 551 Tonnen große belgische Dampfer „Charles Josö" aus Antwerpen etwa vier Seemeilen westlich von Haaksfeuerschisf. Ein Rettungsboot mit dem Kapitän und einem Mann der Besatzung an Bord ist von dem deutschen Dampfer „Wildenfels" von der Hansa-Linie Bremen aufgefischt worden. Die Besatzung des Schisses bestand vermutlich aus zehn Mann. Das Schiff war manövrierunfähig geworden. Die Besatzung gab andauernd Notsignale mit roten Leuchtraketen. Darauf liefen aus Helder ein Motor-Rettungsboot und ein Schleppdampfer zur Hilfeleistung aus. Bevor sie aber die große Entfernung zur Unfallstelle zurückgelegt hatten, war das belgische Schiss bereits in den Wellen verschwunden, so daß sie am frühen Morgen unverrichteter Sache nach Helder zurückkehren mußten. Verheerendes Grohseuer in einer pommerschen Stabt
Aus bisher noch nicht geklärter Ursache entstand in der Scheune des Landwirts Loose in Rügenwalde (Pommern) ein B r a n d, der sich mit großer Schnelligkeit auf das angrenzende Wohnhaus und Stallgebäude eines Nachbargrundstückes ausbreitete und von hier aus auf ein weiteres Nachbargebäude Übergriff. Sämtliche vier Gebäude der drei Besitzer wurden ein Raub der Flammen. Mitverbrannt sind neben den gesamten Vorräten der diesjährigen Ernte 50 Schweine, ein Bulle, ein Pferd mit Fohlen und eine große Anzahl Kleinvieh.
Riesiger Devisenschmuggel im Rachtschnellzug
Die Automobilindustrie kein Gaisongewerbe!
Auiokauf im Winter gewährleistet gleichmäßige Beschästigung und fördert den Arbeitsbeschaffungöplan der Reichsregierung.
aufgedeckt
Die reichsdeutfche Zollaufficht in Bodenbach wurde dieser Tage darauf aufmerksam gemacht, daß in einem Wagen 3. Klasse des Berlin-Prager Nachtschnellzuges ein größerer D e v i s e n - s ch m u; ' ' ' ‘ -
„Wie wir wirtschaften."
lie schon traditionelle Herbstausstellung se Z en träte der Hausfrauenvereine Z ij B -Berlin wurde durch Frau v. P a p e n in lnoesenheit von zahlreichen Vertretern der Behör- : jen und der verschiedensten Organisationen, Gästen mb Mitgliedern eröffnet. Frau v. Papen wies dar- . us hin, daß die Ausstellung Rechenschaft über die Tagesarbeit der Zentrale ablege; sie wolle zeigen, •30! an vertiefter Schulung für die Hausfrau ge- fjejen fei, wolle durch das lebendige Vorbild das 'Zerintwortungsgefühl aller Frauen wachhalten und f ür en, wolle sorgen, daß die Leistung der Haus- Tal richtig gewertet werde.
fcn der theoretischen und praktischen Arbeit der Ttnsfrauen und Hausfrauenschulen wurde reiches ; ;jngnis abgelegt. Die kulturelle Abteilung „Sinn nn)' Wert hausfraulichen Schaffens" ' Iiß! die Hausfrau als Mittelpunkt der To kswirtfchaft erscheinen, gibt einen Begriff «an ihrer Leistung für die Volksgemeinschaft wie |ir die Volkswirtschaft. Die Familie als K e i m- zSlLe des Staates, das Heim als Kraftquelle ries Volkes wird dargestellt, gezeigt wie Glück, Ge- Einheit und Wohlstand des Volkes der Haus- 1fr<tu anoertraut sind. Sehr lehrreich ist die Toiüellung, wie die Hausfrauen wirtschaften, fei »5 ds Konsumentin oder als Produzentin. Hier ßW man, wie die Hausfrau planmäßig, zweckmäßig oirbdet, wie die Hausfrau ihre allgemeinen Kennt- ' »riffi verwertet, ihre Volksverbundenheit bei der r 0lr;>hung der Kinder, als Arbeitgeberin, in ihrer ' $tfn*n sozialen Haltung über das Heim hinaus 1 «M-gt.
* llrne besondere Abteilung gilt den „Freuden k!e; A l l t a g s", d. h. der Lebensführung, der Kul- 21 tur Bes Heimes. Hier kann man vergleichen: Woh- »Msgeschmack wie er fein soll und wie nicht; der tllglche Tisch für die Familie, der bei aller Einfach- lTiissinnvoll und schön gedeckt sein soll, steht neben t!’ir festlicheren Gästetisch. Von Blumenpflege, schäum Handarbeiten sieht man erlesene Beispiele, alles flkrtuf angelegt, zu zeigen, wie die Mutter den Sforin ein „wirkliches Heim" schaffen kann.
illerPressewart des Landesverbandes Hansa, beauf- ra(t worden. Die Schriftleitung des Frontkämpfer- )rifebienstes hat Hauptschriftleiter Franz D. Mad- ci enu, bisher Preffewart bes Gaues Dorpom- aeö, übernommen.
Wettervoraussage.
Der kräftige Barometeranstieg von Südwesten her hält allgemein noch an und hat das nördliche Störungsgebiet aufgefüllt, so daß es zu mehr wechselhafter Bewölkung mit zwischenzeitlicher Aufheiterung kommt. Ein bei Island erschienenes Tief hat aber bereits von Irland bis zum Kanal hin ein Niederschlagsfeld hervorgerufen, das auch unser Gebiet streifen wird, zumal bei der herrschenden Wetterlage die westliche Luftzufuhr fortbesteht.
Aussichten für Sonntag: Dunstig und wechselnd-bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, tagsüber etwas wärmer, zeitweise schauerar- tige'Niederschläge.
Lufttemperaturen am 5. Oktober: mittags 16,2 Grad Celsius, abends 10,6 Grad; am 6. Oktober: morgens 9,3 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum 8,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Oktober: abends 13,5 Grad; am 6. Oktober: mor- gens 12,1 Grad. — Niederschläge 4,6 mm. — Sonnenscheindauer 3,6 Stunden.
zug von .................. ... — -----
traf, wurde der Wagen, gegen den der Verdacht ausgesprochen worden war, nach dem Umsteigen der Reisenden in andere Wagen aus dem 3u9e entfernt, auf ein Nebengleis gebracht und noch in derselben Nacht einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis war überraschend. Hinter der an der Wagenwand befindlichen Notbremse- Tafel und hinter einer Tafel im Abort waren
i yuutH, wenn JIC UUUJ ■ —
türlid) den Gesetzen des Staates unterstehen, ihre eigene Verfassung, ihre eigenen Gesetze und ihre eigene Gerichtsbarkeit. Sie werden geleitet von einem König, der in der Regel in der Nähe von Warschau seinen Sitz hat und auf fünf Jahre ye- wählt wird. Trotz der Wählbarkeit des Königs gibt es nur eine, allerdings sehr zahlreiche Familie, namens Kwick, aus der stets die Könige gewählt werden. Auch bei dem diesjährigen Wahlkampf handelt es um die Anhänger von zwei Vettern Kwicks, die ihren Kandidaten zum König machen wollen.
Die fortschreitende Technik hat schon mit vielen alten Mißverständnissen und Irrtümern Schluß gemacht. Warum soll sie nicht auch endlich die Auf- fassung, daß man nur im Frühjahr einen Kraftwagen kaufen und nur im Sommerhalbjahr Automobil fahren könne, überwinden? Dieser Irrglaube hat nämlich zur Folge gehabt, daß die Automobilindustrie zu einem ausgesprochenen Saisongewerbe geworden ist. Wenn im Frühling die ersten Sonnenstrahlen hervorbrechen, beginnt die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen sich zu regen. Sie bleibt dann den ganzen Sommer über lebhaft, so daß die Automobilfabriken in einer einigermaßen befriedigenden Saison ihren Lieferungsverpflichtungen oft nicht pünktlich nachkommen können. Im Herbst aber flaut das Automobilgeschäft dann ab, um den Winter über fast ganz stillzuliegen.
Dieser Saisoncharakter der Automobilproduktion hat große arbeitsmarktpolitische Nachteile. Er führt dazu, daß die Kraftfahrzeugfabriken im Frühjahr zahlreiche Arbeitskräfte einstellen müssen, die dann im Herbst entlassen werden und den Winter über als Saisonerwerbslose den Arbeitsmarkt und die sozialen Unterstützungseinrichtungen belasten. In früheren Jahren ist diese einseitige Verlagerung der Automobilerzeugung auf das Sommerhalbjahr sogar noch durch eine verfehlte Steuerpolitik künstlich gefördert worden. Die übermäßige Besteuerung des Kraftwagens veranlaßte bekanntlich viele Automobilbesitzer, ihr Fahrzeug im Winterhalbjahr ganz stillzulegen, um Steuer zu ersparen. Die Folge davon war, daß im Herbst und Winter nun erst recht keine neuen Kraftwagen gekauft wurden. Der Automobilismus wurde künstlich zum Winterschlaf gezwungen, und die Folge davon war, daß auch die Automobilindustrie ihre Tätigkeit auf die Sommermonate zusammendrängen und im Winter fast völlig ruhen mußte.
Mit den Bemühungen des Führers, die Automobilproduktion zu einem Instrument der Arbeitsbeschaffung zu machen und als wirksames Kampfmittel gegen d i e Arbeitslofig- feit zu verwenden, ist dieser Saisoncharakter der Automobilindustrie natürlich schwer vereinbar. Die von der nationalsozialistischen Reichsregierung durchgeführte Reform der Kraftfahrzeug- st e u e r hat schon im letzten Winter dazu geführt, daß die große Mehrzahl der Automobilbesitzer ihr Fahrzeug nicht mehr stillgelegt, sondern es je nach Bedarf weiter benützt hat. Eine Belebung des Wintergeschäftes im Automobilhandel hat freilich noch nicht erreicht werden können. Wenn aber die Automobilindustrie dauernd ein Hauptträger der Arbeitsbeschaffung bleiben soll, so muß sie eine möglichst gleichmäßige Beschäftigung ihrer Arbeitskräfte das ganze Jahr hindurch gewährleisten können. Keinesfalls stände es mit den Zielen der Arbeitsschlacht in Einklang, wenn etwa die deutschen Automobilfabriken die zahlreichen Arbeitskräfte, die sie auf Grund der Belebung des Automobilgeschäfts im Frühjahr und Sommer dieses Jahres eingestellt haben, nun im
Was den Habsburger» zurückgegeben werden soll.
Dien, 5. Okt. (DNB.) Das christlich-soziale 1 ,,,3'mer Volksblatt" veröffentlicht Einzelheiten über > d!!e Rückgabe des Habsburger Vermö- flie ns. Es wird unterschieden zwischen dem F i - diie i o m i ß v e r m ö g e n der Habsburger und dem eigentlichen Kronvermögen. Das ehemalige : Kirowermögen, zu dem die Wiener Hofburg, , fclbs schloß Schönbrunn und auch die Schatz- firmer gehören, verbleibt im Besitze rijbpsösterreichischen Staates. Beim Fidei- kuniBvermögen wird eine Teilung oorgenommen. b'Nerr ögensteile, die einen mehr gemeinnützi- ?(Jrn Charakter tragen, wie die Staatsbiliothek IJinütbie Familienbibliothek des Hauses Habsburg, Wfc'lik dem Staat verbleiben, während die
L-st sch ä tz e dem Hause Habsburg zurück- r'i'g«tg*b en werden sollen, allerdings mit der Ein- :cfcprir kung, daß sie der Oeffentlichfeit u n ■ a |H tj m ä I e r t z ur D e r f ü g u n g stehen müssen. Ech-das Naturhistorische Museum soll zurückerstat- tdi v erden. Die Schlösser Laxenburg, Orth und . C Du-sau, zwei Palais, der Habsburg-Lothringische H'M! chatz und der Privatschmuck sollen ebenfalls ziMi gegeben werden. Die Vermögensteile, die den Hckivurgern zurückerstattet werden sollen, stellen .. also iinen unermeßlichen Wert dar.
Das erste Steinzeitskelett In Riebersächsischem Boden.
Die Ausgrabungen auf der altberühmten K ö - nigspfalz Werla bei Goslar, unter der Leitung des Goslarer Baurats Dr. Becker, führten zur Entdeckung des Skelettes eines Hockermenschen. Dieser Fund wurde von Dr. Schroller untersucht, nach dessen Mitteilungen das hohe Alter des Skeletts schon aus dem Schichtbilde deutlich hervorgeht. Die genaue Zeitbestimmung des Skeletts erfolgt durch eine zwischen rechtem Arm und Brust gefundene beinerne sogenannte Krückennadel. Sie hat einen krückenartigen Kops, dessen beide Enden in kleine Scheibchen ausgehen, eine Form, die nur in dänischen Steingräbern der jüngeren Stein- zeit ober in gleichaltrigen Schweizer Pfahlbauten Dorfommt und in die Zeit um 2000 vor
Der Augsburger Raubmörder gefaßt.
Die Gendarmerie in Landsberg am Lech hat den flüchtigen Raubmörder Heimer f e ft genommen. Heimer wurde in das Amtsgerichts- gefänanis eingeliefert. Heimer hatte, wie bereits Gemeldet, vor einigen Tagen in Augsburg die Eherau Wild, mit deren Familie er bekannt war, durch Messerstiche getötet. Aus einem Schrank hatte er dann u. a. ihre Ersparnisse in Höhe von 250 Mk. geraubt.
Reuschnee in den Bergen.
Während am Donnerstag unter Föhneinfluß im Allgäu noch sommerliche Hitze herrschte, ging am Freitag die Temperatur bis auf 5 Grad Wärme zurück. In den Bergen ist bis 1600 Meter herab Schnee gefallen.
Englisches Bombenflugzeug ins Meer gestürzt.
In der Mündung des Firth of Forth (Schottland) ereignete sich ein schweres Flugzeugunglück. Ein englisches Bombenflugzeug, das auf dem Verdeck des Flugzeugmutterschiffes „Courageous" landen wollte, verfehlte die Richtung, stieß gegen eine Ecke der Kommandobrücke und stürzte ins Meer. Das Flugzeug geriet unter das Schiff und kam nicht mehr an die Oberfläche. Von den beiden Insassen fand der eine, ein Fliegeroffizier, den Tod, während der andere, ein Sergeant, bei dem Zusammenstoß auf das Deck geschleudert wurde und beide Beine brach.
Portugiesisches könlgsschloh mit kostbaren Sammlungen durch Feuer zerstört.
Das historische Königsschloß Queluz, das man das „Versailles von Portugal" genannt hat, ist von einem G r o ß f e u e r bis auf die Grundmauern zerstört worden. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Man fürchtet, daß die große Sammlung von Edelsteinen, Gemälden und Skulpturen völlig vernichtet wurde.
Schweres Kraftwagenunglück in Ostanatolien. — Fünf Tote, vier Schwerverletzte.
Ein Kraftwagen raste in Maltia (Ostanatolien) gegen das Geländer reiner Brücke, durchbrach es und stürzte in den Fluß. Don den neun Insassen sanden fünf den Tod; vier trugen schwere Verletzungen davon. Die Ursache für das Unglück ist darin zu suchen, daß der Fahrer die Führung des Wagens dem des Fahrens unkundigen 18jährigen Besitzer des Autos überlassen hatte.
Zwei Streckenarbeiter vom Zuge überfahren und getötet.
Zwei Mitglieder einer Streckenarbeiterkolonne wurden bei Kohlscheid auf der Strecke Aachen— Neuß von der Lokomotive eines Eilzeuges erfaßt. Sie waren sofort t o t. Die Ursache dieses Unglücks ist noch nicht feftgestellt worden.
Wieviel Pelztiere gibt es heute in Deutschland.
Als vor etwa zehn Jahren die ersten Berichte über die Pelztierzüchtung in Deutschland, die hier erst 19 21 eingeführt wurde, der Oeffent- lichkeit übergeben wurden, setzte eine allgemeine Kritik ein. Mit dem größten Mißtrauen wurden die ersten Ankündigungen in Fachkreisen ausgenommen; man war der Ansicht, daß es sich nur um eine „vorübergehende Erscheinung" handeln würde. Die folgenden Jahre bewiesen aber das Gegenteil; die Pelztierzucht setzte sich i n immer stärkerem Maße durch. Wurden die Tiere zunächst nur in Gebirgsgegenden gehalten, damit infolge des langen Winters sich die Pelze besonders gut ausbildeten, so drang dieser Wirtschaftszweig auch bald in das Flachland vor. Die Forschungen ließen nämlich erkennen, daß die Güte des Pelzes außer von den ererbten Eigenschaften in erster Linie von der Ernährung der Tiere abhängig ist. Erst in zweiter Linie beeinflussen die Faktoren der Umwelt die Güte dieses Erzeugnisses.
Wie stark sich dieser junge Wirtschaftszweig in- zwischen durchgesekt hat, lassen die Veröffentlichungen in „Wirtschaft und Statistik" erkennen, nach denen Anfang Februar d.I. insgesamt 2227 Farmbetriebe mit 34 296 Edelpelztieren gezählt wurden. Allein in den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Farmen um mehr als das Doppelte erhöht, während der Bestand an Edelpelztieren um fast Zweidrittel gestiegen ist. Don den einzelnen Pelztierarten weist nur die Nerzzucht einen Rückgang auf. Die Zahl der wichtigeren Pelztierarten betrug Anfang 1934 in Deutschland: Sumpfbiber (Nutria) 13 371, Silberfüchse 10 564, Nerze 4596, Karakulschafe 2632 und Waschbären 1583 Tiere. Die Bestände der übrigen Edelpelztierarten sind dagegen zahlenmäßig nur gering.
Reichsbanknoten im Betrage von 100 000 Mark verborgen. Ein älterer Mann, der sich verdächtig nach dem Derbleib des Wagens erkundigte, wurde verhaftet. Diefer Mann, Ange- ftellter einer Privatbank, gestand, das Geld wäh- rend der Reife verborgen zu haben. Er hatte die Tafeln vorsichtig losgelöst, das Geld darunter gesteckt und die Tafeln alsdann wieder angeschraubt. Jenseits der Grenze hätte er es wieder in seinen Besitz genommen.
Opfer leichtsinniger Auloraserei: ein Toter, zwei Schwerverletzte.
Ein schweres Derkehrsunglück ereignete sich in Charlottenburg. Eine jugendliche Fahrerin über uhr das Haltesignal und raste mit ihrem Wa- gen in eine die Straße bereits überquerende Men- khengruppe hinein, wobei ein Mann getötet und zwei Frauen schwerverletzt wurden. Die 18jährige Führerin des Personenkraftwagens wurde vorläufig von der Kriminalpolizei festgenommen; ihr wird sofort der Führerschein entzogen, den sie erst am 1. Oktober 1934 erhalten hat.
hoffnungsvoller junger Mann macht eine teure Vergnügungsreise.
Der 20jährige Lehrling einer Siegener Firma unterschlug dieser 750 RM. und unternahm damit eine Vergnügungsreise nach Köln. Innerhalb 14 Tagen hatte er das Geld restlos durchgebracht. Mittellos kehrte der hoffnungsvolle junge Mann nach Siegen zurück und stellte sich dort der Polizei. Das Gericht verurteilte ihn jetzt wegen Unterschla- gung zu acht Monaten Gefängnis. Vor den Richtern erklärte der Angeklagte, er wisse nicht, wie er zu der Tat gekommen sei.
Königswahl bei den polnischen Zigeunern.
Bei den polnischen Zigeunern ist zur Zeit ein heftiger Propagandakampf zwischen zwei Parteien im Gange, da die Wahl eines neuen „Königs bevorsteht. Don den 30 000 Zigeunern, bie man auf der Welt zählt, lebt etwa ein Drittel in Polen. Diese polnischen Zigeuner, die sich als eigene Volksgruppe betrachten, stehen in Feindschaft mit den Zigeunern anderer Lander. Wenn jemals andere Zigeuner die polnische Grenze überschreiten, Pflegt ein erbitterter Kampf gegen sie einzusetzen. Dieser wird in der Regel durch Anzeigen bei der Polizei wegen
Tausendjahrfeier zu Ehren des persischen Dichters Firdusi in Teheran.
In Anwesenheit von über 40 Gelehrten aus der ganzen Welt begannen die Feierlichkeiten der Tausendjahrfeier für den persischen Dichter Firdusi. Die Festversammlung tagte in der neuen Universität. Zum Vorsitzenden wurde der frühere persische Außenminister Esfendieri, au stellvertretenden Vorsitzenden Sarr 6 (Deutschland) und C h r i jt e n fje n (Dänemark) gewählt. Im Sekretariat sind Frankreich und Aegypten vertreten. Ein Empfang fand im alten Gulistan-Palast statt.
Winter wieder entlassen und der öffentlichen Fürsorge überantworten würden. Sie haben sich daher bereit erklärt, im Interesse einer gleichmäßigen Beschäftigungskonjunktur und zum Ausgleich der besonderen Förderung, die sie der Initiative des Führers zu verdanken haben, ihre Belegschaften auch den nächsten Winter über nach Möglichkeit weiter au beschäftigen.
Dieses Durchhalten von Arbeitskräften, für die keine Beschäftigung vorhanden ist, müßte freilich au einer starken Belastung für die Automobllindu- ftrie und damit auch zu einem Hindernis für die weitere Verbilligung des Kraftwagens werden, wenn es nicht gelänge, auch den Herbst- und Winterabsatz der Kraftwagen erheblich zu bessern, damit ein gewisses Mindestmaß von Beschäftigung der Automobilindustrie auch im Winterhalbjahr gewährleistet ist. Die deutschen Automobilfabriken haben daher jetzt eine Winter-Werbewoche eingerichtet, um die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit, die Automobilanschaffungen gleichmäßiger über das ganze Jahr zu verteilen, in wirksamer Weise aufzuklären.
Zweifellos ist der deutsche Kraftwagen heute in bedeutend höherem Maße winterbrauchbar als noch vor wenigen Jahren. Der moderne Wagen schützt den Fahrer in denkbar bester Weise vor Zugluft. Gute Katalytöfen durchwärmen den dicht geschlossenen Wagen. Wer fein Auto auch den Winter durch fährt, ist der Erkältungsgefahr weit weniger ausgesetzt, als wenn er in Regen und Schnee an den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel warten muh. Der Motor springt heute dank den Errungenschaften der modernen Technik auch bei größter Kälte an. Gegen das Einfrieren des Kühlers wie gegen die Trübung der Scheiben kann sich der Fahrer durch geeignete Hilfsmittel mit bestem Erfolg schützen. Der Kraftwagen ist daher heute auch bei Schnee und Eis voll gebrauchsfähig. Wer also im nächsten Frühjahr einen neuen Kraftwagen kaufen will, kann das auch schon im Herbst und Winter tun. Er kann dann mit sorgsamerer Berücksichtigung feiner besonderen Wünsche und mit pünktlicher Lieferung rechnen. Und wenn der nächste Frühling kommt, wird er über einen gut eingefahrenen, verkehrssicheren Wagen verfügen. Dor allem aber hilft er durch einen Autokauf in der sogenannten „toten Saison" der deutschen Automobilindustrie eine gleichmäßigere Beschäftigung s- f o n j u n f t u r verschaffen. Er fördert dadurch die Möglichkeiten einer Verbilligung des Kraftwagens und stellt sich zugleich in den Dienst der Arbeitsbeschaffungsbestrebungen der Reichsregierung. Die Käufermoral sollte es daher jedem, der dazu in der Lage ist, nahelegen, den Kraftwagen, den er im nächsten Jahre anzuschaffen beabsichtigt, schon jetzt zu kaufen. Er wird es angesichts der hohen Winterverwendungsfähigkeit des modernen deutschen Wagens nicht zu bereuen haben. Die Automobilindustrie braucht kein Saisongewerbe mehr zu sein, wenn der Käufer genügend Überlegung und Weitsicht besitzt.
Dm, 6. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Das eidge- n-Wthe politische Departement ist von Henry MT($5dpoei5) Mitglied der Abstimmungskommission des ^Saaflebietes befragt worden, ob die Bundesbehör- ^diin Bedenken dagegen hätten, daß Schweizer ABiiiijger als Präsidenten der Stimm« U'b liino s während der Volksabstimmung berufen M mürbm. Diese Funktion würde einige Tage dauern bi’uiii ioüe von Personen ausgeübt werden, die die )v niti(ü Erfahrung und Autorität besitzen. Der ! Stosrat ist einhellig mit dem Vorsteher des poli- 6i til&i Departenments der Meinung, daß nichts Tbc!]; gen einzuwenben fei, baß Schweizer k B' :{»r mit bem in Frage stehenben befristeten Auf- igvtnck ibetraut werben.
dfcf, bie vom 13. bis 15. Oktober in Eisenach ti üfibet, steht eine Anzahl Vorträge über grund- ätzioe Fragen ber Musikerziehung im Dritten yrtJl' -h Professor Hermann Abenbroth als Lei» Ä, e« Dir Reichfachschaft Musikerzieher wirb über bie , n>„(3 j iblagen ber Fachschaftsarbeit" sprechen, Dr. . Lf/T-irs Böttcher über bas Thema- „Der Privat- ! r jnniilxljrer heute unb morgen", Professor S ch u - 7, ,b vi über „Typen ber Privatmusikinstitute und '' Äh ii Ausgaben", Professor Dr. O b e r b o r b e ck t ül|tt „.Schulmusikerziehung und Prioatmusikunter- rirff Otto Sommer über „Chorleitertatigkeit des sieien Musikerziehers". Weiter seien hervorge- hcitir bie Themen „Die Frau als Musikerzieherin
Ligniez), „Musikerziehung in der Hitler- julgirti" (Wolfgang Stumme), „Musikerziehung en ini lll beitsdienst" (Theoder Kirchner).
$ „kreff durch Freude" übernimmt das Münchner Prinzregententhealer.
nisz 21 Presseamt der Bezirksverwaltung Bayern , Zt delr^AF. teilt, dem „Völkischen Beobachter" zu- itfi so»! mit, daß es dem Leiter des Amtes „Volks- er: tui® und Heimat" gelungen ist, die Verhandlungen nie Uebernahme bes Prinzregen' ei^t n e a t e r 5 in M ü n ck e n durch bie NSG. ^„&ho|f t bur ch Freube^ zu einem günstigen < MWß zu bringen unb bamit ber Kunststabt .'• VLör.en ein Theater bes Volkes zu geben. Die ' gei.jcn^ künstlerische Leitung liegt in Hänben ber fy CMrndintenbantur ber Bayerischen Staatstheater
Viliam Schauspiel „Der Prinz von Horndura ^voAih2inrich von Kleist wirb bas Theater Ende
VW« feierlich eröffnet. Grundsätzlich wird der Gitnüttspreis auf 90 Pfennig festgesetzt, für bie ,jwiÄräuftlich Bessergestellten aber eine Staffelung ' be k greife oorgenommen.
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