Aus aller Well
selbstverständlich auch weiter der Fortbildung der
Beamten aus wissenschaftlicher Grundlage zu dienen. I B. die Absolvierung eines pla, Dazu aber tritt jetzt im großen und maßgebenden semestrigen Lehrgangs darstellt.
C8EME; 15 Pt-SM 1.00 - ÖU 40 Pt-SM 120
sekretär, seine Frau und seine Tochter, wurder schwer verletzt. Man brachte sie in Hoffnungs-
Umfang d i e weltanschauliche Schulung, die nunmehr nicht mehr von den verschiedenen Lehrern in irgendeiner Richtung rein persönlicher Art, sondern von dem Grundgedanken der nationalsozialistischen Bewegung, wie sie der Führer und seine engsten Mitarbeiter formen, auszugehen hat. Anstelle der bloß formalen Grundhaltung des „korrekten Beamten" der Vorkriegszeit soll ein neues nationalsozialistisches Beamtenethos treten. Es muß erreicht werden, daß jeder einzelne Staatsdiener, von dem konkreten Inhalt der nationalsozialistischen Weltanschauung erfüllt, in jedem
zimmer zurück.
Als er wieder zum Vorschein kam, hatte er sich
Ausgaben nicht mehr ru erfüllen vermag. Hier werden die Verwaltungs-Akademien dafür zu sorgen haben, daß der Beamte schnell, ohne allzu großen Aufwand an Zeit und Geld und aus bester Quelle dasjenige lernen kann, was er sich selbst in der täglichen Arbeit nur schwer zu erarbeiten vermag. Die Verwaltungs-Akademien werden also im Dritten Reich eine erhöhte Bedeutung für die Masse der Beamtenschaft gewinnen. Darüber hinaus muß dafür gesorgt werden, daß eine besonders intensive Tätigkeit an den Verwaltungs-Akademien, wie sie B. die Absolvierung eines planmäßigen, mehr- *■ " die g e b ü h -
Wunderbare Rettung eines Millionärs.
Das Geheimnis eines Clowns. - Operation auf Tod und Leben im kanadischen Blockhaus.
Reue Gmndzüge der Veamienforibildung.
Don Staatssekretär in der Reichskanzlei Or. Hans-Heinrich Lammers, Führer des Reichs- Verbandes Deutscher Derwaltungsakademien.
Im nördlichen Kanada war vor einiger Zeit ein Mann aufgetaucht, der sich als Clown schlecht pnd recht durchs Leben fchlug. Er gab in den verschiedenen Blockhäusern humoristische Vorstellungen, die von den Farmern und Jägern mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurden. Der Clown erwarb sich rasch eine große Beliebtheit. Niemand wußte, wer er eigentlich war, niemand, woher er kam. Er selbst hüllte sich in Schweigen und verschwand, sobald seine Vorstellungen beendet waren, auf eine geheimnisvolle Weise. Eines Tages ereignete sich in der Nähe eines Blockhauses ein schweres Autounglück. Ein Herr und eine Dame brachten den Lenker des Wagens, der bei dem Unfall schwer verletzt worden war und sich in einem lebensgefährlichen Zustande befand. Die Frau, die der wohlhabenden Gesellschaft anzugehören schien, beschwor die Bewohner oes Blockhauses, unter denen sich zufällig auch der beliebte Clown aufhielt, sofort einen Arzt zu holen. Der Wirt mußte der Dame und dem Herren leider erklären, daß der Arzt sehr weit entfernt wohne und erst am nächsten Tage eintreffen könne. Da mischte sich plötzlich der Clown in die Unterhaltung. Er untersuchte den schwerverletzten Mann und erklärte sich bereit, die Operation, die unbedingt erforderlich sei, selbst vorzunehmen, da er vor Zeiten einige Semester Medizin studiert habe. Die Anwesenden glaubten zunächst, der Clown sei verrückt geworden oder wolle sich einen schlechten Scherz erlauben. Sie wiesen sein Angebot mit entrüsteten Worten zurück, aber der Clown ließ
beim Reichsgericht verweigert den deutschen Gruß.
Zu Beginn der Donnerstagsitzung des Dritten Strafsenats des Reichsgerichts hat der als Verteidiger austretende Rechtsanwalt Dr. Gustav Melzer sich geweigert, dem eintretenden Senat den deutschen Gruß zu erweisen. Der Vorsitzende, Reichsgerichtsrat Schmitz, forderte den Anwalt zweimal auf, die rechte Hand zu erheben. Als dies nicht gefchay, zog der Senat sich zurück und verkündete nach kurzer Beratung: „Die Verweigerung des deutschen Grußes trotz wiederholter Aufforderung bedeutet eine erhebliche Störung der Sitzung im Sinne des §176 des Gerichtsverfassungsgesetzes. Rechtsanwalt Dr. Melzer wird deshalb von der weiteren Teilnahme an der Sitzung ausgeschlossen.
Raubmord an einer Greisin im Westhavelland.
Augenblick selbständig sein Verhalten so einzurichten in der Lage ist, daß es den Zielsetzungen des neuen Deutschland entspricht.
Auf dieses Ziel haben, nachdem der Reichsverband Deutscher Verwaltungs-Akademien unter meine Führung gestellt war, die einzelnen Beamtenhochschulen ihre Arbeit eingestellt. Neben der wissenschaftlichen Fortbildung sind überall fortb-ildende Veranstaltungen weltanschaulicher Art getreten, die nach Möglichkeit von wichtigen Führern der Bewegung gehalten werden, so daß das nationalsozialistische Gedankengut unverfäscht an die Beamtenschaft weitergegeben wird. Dabei ist es selbstverständlich, daß auch die rein fachwissenschaftlichen Vorlesungen | in neuem Geiste gehalten werden, daß nicht irgend-1 eine Staatsrechtslehre, sondern die nationalsoziali- sche Staatsrechtslehre, nicht irgendeine Volkswirtschaftstheorie, sondern nationalsozialistische Wirtschaftslehre, nicht irgendeine Form des Rechtsdenkens, sondern nationalsozialistisches Rechtsdenken gelehrt werden.
Für diese erweiterte Arbeit der Verwaltungs- Akademien liegt im heutigen Staat ein erhöhtes Bedürfnis vor. Den Kundgebungen des Führers und der leitenden Männer des Dritten Reiches ist zu entnehmen, daß künftig jeder Beamte nach der Leistung behandelt werden wird. Es wird nicht mehr möglich sein, Beförderungsstellen zu „ersitzen". Die mannigfaltigen neuen Aufgaben, die an den Beamten im Dritten Reich herantreten, machen schon zur Erfüllung der täglichen Pflichten tätige Arbeit an der eigenen Fortbildung erforderlich. Es wird wahrscheinlich zwangsläufig angesichts der Fülle der neuen gesetzgeberischen und Wirtschaftstatsachen dazu kommen, daß ein Beamter, der nicht aus irgendeine Weise immer wieder an seiner Fortbildung arbeitet, feine
spruch auf das Königspaar aus, in welchem er die hohen Gäste in Deutschland und besonders in seinem Hause willkommen hieß. Der König gab seiner Freude darüber Ausdruck, den Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg persönlich sehen zu können. Eine Ehrenkompanie des in Deutsch-Eylau in Garnison liegenden Infanterie- Regimentes erwies dem König bei seinem Eintreffen und seiner Abfahrt militärische Ehrenbezeugungen. Auf der Rückreise von Neudeck nach Berlin unterbrach das Königspaar die Fahrt i n Mari e n b u r g und besichtigte dort unter sachkundiger Führung das Schloß.
Aufdeckung einer Verschwörung in Mexiko.
Mexiko, 6. Juli (DNB. Funkspruch). Das mexikanische Innenministerium teilt mit, daß der bei den Wahlen am Sonntag unterlegene P r äsi» d e n t s ch a f t s k a n d i d a t General Dillareal einen Auf st and gegen die Regierung vorbe reite. In die Verschwörung Villareals sollen noch andere führende Politiker verwickelt fein, die zum Teil vor kurzem nach den Vereinigten Staaten gereist sind, um dort mit dem früheren General Pablo Gonzalez über den Kauf von Waffen zu verhandeln. Freunde Villareals haben den mexikanischen Staatspräsidenten gebeten, Garantien für die Sicherheit des Generals, der sich augenblicklich in Monterey befindet, zu geben. Die mexikanische Polizei hielt auf der Autostraße Laredo — Mexiko mehrere Lastwagen an, die 30 000 Pistolen» Patronen enthielten. Es handelt sich vermutlich um Schmugglerware aus den Vereinigten Staaten.
Das neue japanische Kabinett hat fol- aende Zusammensetzung: Ministerpräsident O k a d a, Außenminister Hiroto, Marineminister Admiral O s u m i, Kriegsminister Hayashi, Finanzminister Masonubu Fujii und Justizminister Na o s h i Ohara. Es wird betont, daß in der japanischen Außenpolitik nicht die geringste Aenoe- rung eintreten werde.
Amtlich wird mitgeteilt, daß nunmehr der Reichs-Kriegertag endgültig für dieses Jahr abgesagt worden ist. Der n ä ch st e Reichs-Kriegertag findet im kommenden Jahr statt, und zwar ist Kassel als Tagungsort bestimmt worden.
♦
Der Führer der SS.-Obergruppe Ost und Kommandeur der fieib ft anbarte, Gruppenführer Dietrich, ist vom Führer persönlich zum Obergruppenführer befördert worden.
Der Anfang dieses Jahres wegen feines Gesundheitszustandes zurückgetretene Bundeskanzler der Eidgenossenschaft, Dr. Robert Kaesling, ist am Dienstagfrüh im Alter von 63 Jahren in Bern gestorben.
Dor dem Divisionsgericht in Thun begann der Prozeß gegen den Schweizer Jakob Steiner, der als Angestellter des Eidgenössischen Schießkartenbüros in Thun Festungs- und Schießpläne der Schweiz an Italien und Frankreich verraten hat. Diese Pläne kamen ihm in seiner Eigenschaft als Zeichner in die Hände. Steiner fiel durch seinen luxuriösen Le- benswandel und seine häufigen Auslandsreisen auf. Die Behauptung Steiners, daß die von ihm den
dungsarbeit erbringen.
So haben also die deutschen Verwaltungs-Akademien im nationalsozialistischen Staat umfassende neue Aufgaben Ju lösen. Sie sind dazu befähigt, weil sie unter neuer Leitung vom Geist nationalsozialistischen Wollens erfüllt sind.
In den Jahren vor dem Kriege war die Ausbildung des Beamten abgeschlossen, wenn er die Prüfungen bestanden hatte, die die Voraussetzung für feine Ernennung bildeten. Wenn er bann noch einige Fachzeitscyriften las, konnte er in ben ruhigen unb geregelten Bahnen bes Lebens ber Vorkriegszeit feine Aufgabe ausreichenb erfüllen. Das würbe schon nach bem Kriege anbers. Die ver- änberten wirtschaftlichen Verhältnisse, bie zwingenbe Notwenbigkeit für ben Staat, sich um Dinge zu kümmern, bie er früher ungeregelt lassen konnte ober vielleicht auch nur ungeregelt lassen zu können glaubte, machte eine verbesserte Ausbilbung des Beamten erforberlich. Erweiterung bes Wissens unb ber Kenntnisse war auch erforderlich für den bereits im Dienst stehenden Beamten. So entstand das Bedürfnis zur Fortbildung im täglichen Dienste des Beamten selbst. Es war daher nur natürlich, bah bie Anregung zur Schaffung entsprechenber Einrichtungen auch von dem pflichttreuesten Teil ber alten Beamtenschaft ausging. So entstaub in ben Jahren nach bem Kriege bie Beamtenhochschulbewegung, bie ihren Nieber- schlag in ber ©rünbung zahlreicher dermal- tungs-Akabemien fanb.
Die Verwaltungs-Akabemien konnten damals nur fachliche Bildung vermitteln, da es eine verbindliche weltanschauliche Haltung für den damaligen Staatsdiener nicht gab. Sie mußten grundsätzlich darauf verzichten, auf den Beamten im Sinne seiner Formung nach einer bestimmten Weltanschauung einzuwirken. Einen 'gewissen Rückhalt gegen liberale und marxistische Zersetzungsoer- suche gab ihnen allerdings bie altpreußische Tradition und das hohe Berufsethos, das sich die deutsche Beamtenschaft durch die Zeit des Weimarer Staates im allgemeinen bewahrt hat. Die Verwaltungs-Akademien haben dementsprechend vor der nationalen Revolution in zum Teil hervorragender Weise Fachwissen vermittelt. Die Grundlagen eines neuen Beamtentypus konnten sie aber nicht zu formen versuchen, weil dies in dem damaligen Staat in Ermangelung einer einheitlichen Weltanschauung unmöglich war.
Hier trat mit der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Bewegung ein grundsätzlicher Wandel ein. Die Verwaltungs-Akademien haben
In Erwiderung des Besuches des französischen Generals Debeney in Warschau wird sich demnächst der Inspekteur der polnischen Armee General S o s o k o w s k i nach Paris begeben. Sosokowski hat an ben Warschauer Verhanblungen über bie Abänberung ber polnisch-französischen Militärkonvention mitgewirkt, bie in Paris fortgesetzt werben bürfte.
Das Königspaar von Siam in Aeudeck.
N e u b e d, 5. Juli. (DNB.) Der König unb bie Königin von Siam statteten am Donnerstag mit ihrer engeren Begleitung bem Herrn Reichs- präfibenten von Hinbenburg hier einen Besuch ab, an ben sich ein Frühstück im eng - ft e n Kreise anschloß. Währenb ber Mahlzeit brachte ber Herr Reichspräsibent einen Trink-
renbe Berücksichtigung auch bei ber Bewertung bes Beamten finbet. Es wird sich hoffentlich erreichen lassen, daß künftig Beförderungsstellen mit der Anforderung einer erhöhten Leistung nur noch durch solche Beamte besetzt werden, die den Nachweis stetiger Fortbil»
In der französischen Kammer hat sich eine Gruppe gegen die Freimaurerei gebildet. Sie will den Kampf gegen bie „Geheime Aktion der Freimaurerei in der Kammer und die Bildung eines Ueberftaates im Staate" aufnehmen. Den Vorsitz der Gruppe, der fast ausschließlich rechtsstehende Abgeordnete, darunter Pbarnegaray und Taittinger angehören, führt der Abgeordnete C o u s s t n.
Auftakt zum Reichsmechanikertag.
Den Auftakt zum Reichsmechanikertag in Nürnberg bildete die feierliche Eröffnung der F ach - ausstellung von Fahrzeugen, Näh- und Büromaschinen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Eickemeyer gab Reichsobermeister Fritz Puschte- Berlin seiner Freude darüber Ausdruck, daß diese Ausstellung als die größte bezeichnet werden könne, die der Landesverband jemals abgehalten habe, sie bilde eine ausgezeichnete Schulung für Weiterbildung auf dem Gebiete der Qualitätsarbeit. Er hoffe, daß bie Ausstellung in btefer Beziehung ein Ansporn für jeben Meister unb Gesellen fein werbe unb sich bamit auch günstig für bie Lehrlingsausbilbung auswirken werbe. — Ein Runbgang burch bie Ausstellung legte von bem hohen Stanb oes beutfchen Mechanikergewerbes unb feiner außerorbentlichen Leistungsfähigkeit berebtes Zeugnis ab.
Ein Rechtsanwalt
losem Zustanbe nach Verviers, wo ber Sekretär einen schweren Verletzungen erlag. Man hofft, eine Frau unb seine Tochter am Leben erhalten zu können, boch ist ihr Zustanb ernst. Ob irgend ein Verschulden bei dem Unfall vorliegt, konnte noch nicht festgestellt werden, doch handelt es sich bei dem Unglücksplatz um eine Stelle der Straße, wo bereits im vorigen Jahre vier Menschen bei einem Kleinbahnunglück g e • tötet wurden.
Jünf Geschwister vom Zug überfahren und getötet.
An einem ungeschützten Bahnübergang in ber Nähe von Salem (Sübtirol) ereignete sich ein Unglück, bas fünf Geschwistern bas Leben kostete. Die fünf Kinber eines Bauern wollten auf einem Eselskarren ihrem Vater, ber auf bem Felb arbeitete, bas Essen bringen. Der Karren würbe von einem Zuge erfaßt unb oollftänbig zertrümmert. Vier Kinber waren sofort tot, bas fünfte starb bald darauf.
Ein Kraftwagenzug in den Straßengraben gefahren.
Ein schwerer Unfall, bei bem zahlreiche Personen verletzt wurden, ereignete sich bei Fischbach auf ber Kreuzung der Staats st raßen Dresden — Bautzen und Stolpen — A r n s - b o r f. Ein Personen-Großkraftwagen mit Anhänger, der sich auf ber Fahrt Schlesien nach Westfalen befanb, aeriet beim Ueberholen eines kleinen Personenkraftwagens hinter ber Kreuzung in den linken Straßengraben und stürzte um. Hierbei wurden 21 Personen verletzt, wovon sechs bem Krankenhaus in Stolpen zugeführt werden mußten. Lebensgefahr besteht bei keinem der Verletzten. Die übrigen Verletzten, sowie die unverletzt gebliebenen Fahrtteilnehmer — etwa 80 an der Zahl — wurden mittels zweier Omnibusse nach Dresden gebracht, wo sie über Nacht Quartier fanden. Der Omnibus gehörte einem Unternehmen, das regelmäßig Gesellschaftsfahrten unternahm. Die Schuldfrage konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden.
Furchtbares Kraftwagenunglück. — Drei Tote, acht Schwerverletzte.
In der Nacht zum Sonntag ereignete sich gegen 1.30 Uhr in der Nähe ber Ortschaft Döbrichau bei Torgau ein folgenschweres Kraftwagenunglück. Der Kobershainer Kriegerverein hatte mit einem Torgauer Autobus eine Vergnügungsfahrt nach Potsdam unternommen. Auf ber Rückfahrt verlor ber Führer — anscheinend infolge Uebermüdung — die Gewalt über ben Wagen, ber mit einem heftigen Anprall gegen einen Baurn fuhr. Einer ber Insassen war sofort tot. Etwa zehn Verletzte würben nach dem Torgauer Krankenhaus gebracht. Hier verstarben zwei Autobusinsassen an den Folgen der schweren Verletzungen. Der Autobus wurde voll- ständig zertrümmert. Der Wagenführer kam mit unwesentlichen Verletzungen davon.
vom Müllauto überfahren und getötet.
Ein schwerer Unfall, ber leiber ein Menschenleben forberfe ereignete sich in Kassel. Ein 23jähriger stellungsloser Techniker befuhr mit seinem Fahrrad die Westerburg Straße. In gleicher Richtung mit ihm fuhr ein städtisches Lastauto, das dann in die Nebenthaustraße einbog. Als das Auto den jungen Mann passierte, stürzte dieser plötzlich vor das Vorderrad des Wagens, das ihm über die Brust fuhr. Durch das Feuerwehrauto wurde der Schwerverletzte bem Elisabethkranken- haus zugeführt, wo er kurz nach feiner Einlieferung d e r ft a r b.
Ein Riesenwaldbraud im Ostzipfel der Provinz Sachsen.
Seit einigen Tagen wütet im Ostzipfel ber Provinz Sachsen zwischen ben Orten Plessa unb ©erben im Kreise Liebenwerba ein Walbbrand, von bem nach unb nach tausenb Morgen alter und junger Kiefernbestände und Moorwiesen erfaßt worden sind. Die Flammen finden im Moorboden immer wieder neue Nahrung. Unterirdisch schwelt das Feuer weiter unb bringt bis Bäume, wenn bie Wurzeln vernichtet sinb, zum Sturz. Etwa 30 bis 40 000 Feftmeter Holz müssen geschlagen werben, barunter über fyunbert« jährige Bäume. Im Branbgebiet, bas von einem ausgebehnten ©rabennetz burchzogen wird, arbeiten etwa 1000 Mann an der Bekämpfung des Brandes. Zwei Arbeitsdienstlager find eingesetzt. Feldküchen sorgen für die Verpflegung. Don der Technischen Nothilfe Finsterwalds
auf eine überraschende Weise verändert. Er hatte sich abgeschminkt und hatte einen weißen Arztman- tel angezogen. Als die elegante Dame den Clown in I Pälesin im Westhavelland ist man einem diesem veränderten Zustande erblickte, schrak sie hef- scheußlichen Verbrechen auf die Spur gekommen, tig zusammen. Eine unbegreifliche Erregung schien Die 81 Jahre alte Witwe Johanna Fährmann aus sich ihrer bemächtigt zu haben. Als ihr Begleiter Berlin wurde in ihrer Sommerwohnung erschos - ben Clown baran Hinbern wollte, bie Operation an L e n a u f g e f u n b e n. Die Witwe kam seit 23 bem schwerverwunbeten Mann burchzuführen, fahren jeden Sommer nach Pälesin und bezog in klärte die Dame mit stockender Stimme, daß fiel öcr stillgelegten Ziegelei am Beetzsee Wohnung, den Clown kenne. Sie wisse bestimmt, daß gRan fan& Schlafzimmer die alte Frau vor dem man den Verletzten seinen Händen anvertrauen Bett liegend tot auf. Die Hände waren mit einer könne, da er vom Operieren wirklich etwas ver- Schnur gefesselt. Die rechte Schläfe wies eine Ein- stehe. schußöffnung auf. Man fand auch den Tesching, mit
Unter atemloser Spannung der Anwesenden be- ^em ^er jjiorb ausgeführt worden war. Die © e l d- gann ber abgeschminkte Clown sein schwieriges tasche mit etwa 100 Mark Inhalt war ge- Werk. Die Operation gelang zur größten lieber» I r a u b t. Berliner Kriminalbeamte nahmen bie Erreichung, ber verunglückte Wagenlenker, ein amen- mittlungen nach bem Täter sofort auf. kanisch-r M i l Ho när a US C hika go, mürbe $tau unb Tochter ermordet.
n"te^im Mockhaus äushalstn'^Ms er^ wieder voll- Am Donnerstag wurde die Mjahrige Eheftau ständig hergestellt war, sollte sich ein unerwartetes Elisabeth Wirtz m einem Nebenraum ihres Geheimnis enthüllen. Der Clown selbst hüllte sich Labengeschaftes ^Elnickendorf-Ost bei S S nnr in ? n unburdibrinqüdies Schweigen, Berlin mit einer Schußverletzung tot aufgefunben. aber bie Dame lüftete ben Schleier des Geheim- 2hr Mann, der 45jährige Karl Heinz Wirtz wollte niffes Sie erklärte ihrem Begleiter, der vom Clown angeblich mit feiner Frau und feiner 14iahngen mif fn miinherbare Weise gerettet worden war, daß Tochter Gisela eine Reise nach Westerland antrtten. hör n b e r o o r ra g e n -1 ®ie^ ^uffinbung ber Leiche erfolgte burch Derber Chirurg sei. Die Frau war mit biesem wandte, bie heute das Ladengeschäft aufsuchten. Bei
(Vhtrnrnon fnnno Qpif verheiratet gewesen, bis sie I einer Durchsuchung der von dem Laden getrennt
ben^ÄÄ^itaVo^!^nn‘nS Sio Iiegenben Wohnunawurde ein Zettel gesunden der
Hob »hron m>nnn imh dieser xoa sich in einem An- darauf schließen laßt, daß Karl Heinz Wirtz seine
entrüsteten Worten zurucr, aoer oer uioron ne» ließ rhren Mann, und.vieler zog um in h ‘ fnn_ ^rau „Ls auch seine Tochter ermordet hat. Die
sich Nicht beirren und zog sich eilig in ein um dort als Clown ,°in d^der Mch'M Wirtz Ml«ine
@elb zu verdienen. Die Leiche des Mädchens wurde im Keller
i aufgefunben. Die Leiche war in einem großen
si-ine voüiiscbe Rachnchten. tä. 1
W mpvvfl folgt sein. Es besteht die Möglichkeit, baß Wirtz ms
fremben Mächten ausgehänbigten Pläne größten- Ausland geflüchtet ist, da sein Kraftwagen nicht teil? gefälscht seien, stellte sich als unrichtig heraus, aufzufinden ist. .
Die schweizerische Öffentlichkeit verlangt, daß der Ein deutscher Geistlicher in Rio de Janeiro tödlich Bundesrat sich nicht mit einer Aburteilung Steiners verunglückt.
begnüge, sondern auf diplomatischem Wege auch ßer .um Besuch der deutschen evangelischen (Sein Rom und Paris vorstellig werden solle. meinöen in Brasilien weilende Probst Huebbe
* ist in Rio von einem Omnibus überfah-
Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, sind ren und durch Schädelbruch auf der Stelle g e t ö » TMÖungen österreichischer Blätter, daß Musso- tet worden. Propst Erwin Huebbe war als Geist- lini und Dollfuß bereits in den allernächsten licher in Hamburg tätig Er führte vor zwei Jah- Taaen in Riccione gufammentreffen ren bereits die Verhandlungen Zwecks Anschlusses würden nicht zutreffend. Wenn die Zusammen- der deutsch-lutherischen Kirche Brasiliens an die kunft überhaupt stattfindet, so wird sie e r st i n heimattirdje unb roar nor furjem nod) einmal naj her zweiten Julihälfte zu erwarten sein. Brasilien gereift, um die Verhandlungen zum Ab- 0 ♦ I schluß zu bringen.
Das neue Memeldirektorium hat alle Der deutsche in Brüssel
Beamten entlassen, die in die Mitgliederliste tödlich verunglückt,
der verbotenen Parteien eingetragen waren. Auf der Landstraße zwischen Verviers
Inzwischen sind noch der Geschäftsführer des und Dolheim prallte am Mittwoch der aus Memelländischen Landtags, Böttcher, und der Richtung Verviers kommende Kraftwagen des Se- Voriitiende bes Lanbgerichts in Heybekrug, kretärs Der beutfchen Gesanblichaft in Brussel, Karl c * u r 3 e mit ber Begrünbung entlassen worben, Werner, mit einem Benzin-Tankwagen zusam- bafc sie ber litauischen Sprache nicht mächtig seien, men. Durch den Zusammenprall würbe ber Per- Außerbem würbe eine weitere Anzahl von Amts- sonenwagen zur Seite geschleubert und f^te um. Vorstehern vom Dienste fuspenbiert. Die Zahl ber Die brei Insassen bes Wagens, ber Gesandtschasts- bisher entlassenen Beamten und Amtsvorsteher sekretär, seine Frau und seine Tochter, wurden beträgt über 150. I j ch w e r v e r l e tz t. Man brachte sie in hofsnungs-


