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Der Grniedanksesstag aus dem Lande.

Obbornhofen.

Die Feier des Erntedankfestes gestal­tete sich in unserem Dorfe auch in diesem Jahre wieder zu einem eindrucksvollen Bekenntnis für das deutsche Bauerntum. Die Glocken der Dorfkirche lauteten am Abend vorher den Festtag ein. Kaum ein Haus, an dem nicht eine Fahne oder sonstiges Festzeichen prangte. Sonntagmorgen war gemein­samer Gottesdienst, an dem Die Parteigliederungen und die Ortsvereine geschlossen teilnahmen . Um 13 Uhr wurde der Festzug aufgestellt. Voran das Trommler- und Pfeiferkorps des Turnvereins. Hiernach folgte SA., Parteimitglieder und Mitglie­der des Reichsnährstandes. Drei Wagen mit land­wirtschaftlichen Produkten, denen der Sämann mit Plug und Egge vorausfuhr, wurden allenthalben sehr beachtet. Auf und zwischen den einzelnen Wagen sah man landwirtschaftliche Arbeiter mit verschiedenen Geräten. Es war ein prächtiges Bild bäuerlicher Arbeiten und Leistungen, das sich durch unseren Ort bewegte und von allen Zuschauern freudig begrüßt wurde. Der stellvertretende Orts- bauernführer Hermann Sauber hielt auf dem Schulhofe eine kurze, kernige Ansprache, in der er den Bauernstand als den Träger und Quell der deutschen Kraft hervorhob. Mit dem Gesang des ersten Verses des Deutschland-Liedes und des Horst-Wessel-Liedes und mit einem dreifachenSieg- Heil" auf den Führer und Reichskanzler fand die Feier ihren Abschluß. Am Nachmittag wurde die Uebertragung der Führerrede von der großen Bau­ernkundgebung am Bückeberg angehört. Bei Tanz und gemütlichem Beisammensein fand man sich am Abend im Saale von Erich Wenzel wieder zuein­ander.

Ronnenrolh.

"Y Unter Beteiligung der gesamten Bauernschaft nahm hier das Erntedankfest einen harmoni­schen Verlauf. Wald und Garten hatten ihren letz­ten Schmuck geliehen, um dem Dorfbild sein fest­liches Gepräge zu geben. Girlanden und Herbst­blumen in reicher Fülle grüßten von den Häuser­fronten. Ueberall wurden die Fahnen des neuen Reiches gezeigt. Gegen 14.30 Uhr bewegte sich der Festzug durch die Dorfstraßen. Besonderes Inter­esse erregten eine mit Blumen überladene Sä­maschine, vor der ein Sämann einherschritt, außer­dem ein mit allen Erzeugnissen der Scholle belade­ner Erntewagen, sowie ein Leiterwagen mit Bur­schen und Mädchen, als Spinnstube gedacht als Ganzes symbolisch den bäuerlichen Lebenskreis darstellend. Ungetrübte Festfreude leuchtete allen Festzugsteilnehmern aus den Augen, die beim Ab­schluß gerade dieses Erntejahres ihre besondere Be­rechtigung hat. Verschiedentlich wurde dem Bedau­ern darüber Ausdruck gegeben, daß diese Freude fein Echo finden konnte; es fehlten unseren Land­leuten die Menschen der Stadt, ein Beweis dafür, daß deutsche Menschen wieder am Werk sind, Brücken zueinander zu bauen in die neue Zeit hinein. Im Hofe des Gastwirts Rinker versammelte sich dann die Gemeinde, um nach einem Lied des Gesangver­eins, dem Gedichtvortrag einer Schülerin und einer kurzen Ansprache des Beigeordneten und Orts- bauernführers W. K o ch die Rede des Führers ent­gegenzunehmen.

Weickartshain.

cv) Das^ Erntedankfest nahm in unserer Gemeinde einen schönen Verlauf. Am Samstag­abend wurden die Flaggen gehißt. Diele Einwoh­ner schmückten ihre Häuser mit frischem Grün. Am Sonntagmorgen fand ein Platzkonzert statt. Am Festgottesdienst, der sehr gut besucht war, nahmen sämtliche Organisationen der Partei geschlossen teil. Der stattliche Festzug, der sich unter Vorantritt der Musikkapelle des hiesigen Musikoereins durch die Straßen des Ortes bewegte, bot ein schönes Bild. Im Schulhof hörte man dann gemeinsam die Rede des Führers Adolf Hitler. Vor der Uebertragung unterhielten der Musikverein und die Schulkinder durch Lieder und Musik, die dem Sinne des Tages angepaßt waren.

Merlau.

ll. Dem Erntedankfest in unserer Gemeinde ging am Samstagabend eine Gemeindeversamm­lung unter dem aufgestellten Erntebaum voraus. Es wurde dabei manches schöne Volkslied gesungen. Der Sonntagvormittag brachte zunächst zu früher Stunde das Wecken durch den SA.-Musikzug; dann wurden die Fahnen gehißt, und gegen 12 Uhr ver­sammelte sich die Gemeinde wieder unter dem Erntebaum. Nachdem Bürgermeister Kochen- d ö r f e r eine kurze Ansprache gehalten, setzte sich der Festzug unter den Klängen des Musikzugs des Sturmbannes 1/254 in Bewegung. Auf dem Fest­platz hielt Bürgermeister Kochendörfer eine kurze Ansprache, an die sich die Wahl des Ernte­königs anschloß. Die Wahl fiel auf den Bauern Kaspar Becker, der eine Aehre mit 78 Körnern bringen konnte. Nachdem noch einige Volkslieder gesungen waren, beschloß das dreifacheSieg-

Heil!" auf den Führer die Kundgebung. Dor der Uebertragung der Führerrede im Saalbau Hörle unterhielten BDM. und Schüler mit Volkstänzen und Sprechchören. Mit dem Erntetanz fand das Fest feinen Abschluß.

Flensungen.

n. Unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft unserer Gemeinde wurde das Erntedankfest gefeier, das am Samstagabend mit einer kleinen Vorfeier auf dem Sportplatz begann. Am Sonntag­mittag wurde der Zug, der diesmal die vier Jahres­zeiten veranschaulichte, auf dem Sportvlatz zufam- mengestellt. Nach einer kurzen Ansprache des Bür­germeisters bewegte sich der Zug durch Mücke und Flensungen. Den Beginn bildete ein Wagen, mit frischem Grün geschmückt, ihm folgten sämtliche land­wirtschaftlichen Geräte zur Frühjahrsbestellung. Dann kamen die Erntewagen des Sommers und des Herbstes. Die Schüler trugen in Körbchen die edel­sten Früchte des Herbstes zur Schau. Auch der Gar­tenbauer fehlte nicht. Den Schluß des Zuges bildete die ländlich-winterliche Spinnstube. Für die größte Kornähre mit 59 Körnern, die Landwirt Heinrich B r ä u n i n g II. erzielte, wurde er zum Erntekönig ernannt, gleichzeitig wurde ihm die vom BDM. ge­stiftete Aehrenkrone überreicht.

Laubach.

Das Erntedankfest nahm in Laubach einen schönen Verlauf. Am Vormittag fanden die kirchlichen Feiern statt. Der Kindergottesdienst um 9 Uhr stellte den Sinn dieses Tages besonders da­durch lebendig dar, als neben den einheimischen Kindern Jungvolk-Jugend aus Köln daran teilnahm. Dadurch kam die iftnige Verbundenheit von Stadt und Land zum Ausdruck. In den Jugendgottesdienst brachte ein kleines Erntedankfestspiel mit symboli­scher Darstellung des Naturgeschehens den Kindern die Gedanken des Tages nahe. Der Hauptgottes­dienst, an dem die Formationen geschlossen teilnah- men, war überfüllt. Im Mittelpunkt der Predigt stand der Dank gegen Gott, der uns dieses Jahr wunderbar gesegnet hat und der es uns schenkte, daß wir dieses deutsche Erntedankfest feiern können. Nachmittags bewegte sich ein Festzug durch unsere Staot. Voran trug das Mädchenarbeitslager einen Erntekranz. Auch SA., die als Gast aus Frankfurt den Tag mit unserer Bevölkerung beging, nahm daran teil. Der Zug endete auf der Helle. Dort wurde nach Ansprachen des stellvertretenden Orts- bauernführers, des Ortsgruppenleiters H e n tz e und des Sturmbannführers Hahn, die Rede des Führers auf dem Bückeberg gemeinsam gehört. Am Abend fand in den Sälen der Stadt Tanz statt.

Ruppertsburg.

)-( Die Feier des Erntedankfestes nahm hier einen schönen Verlauf. Die Einwohner hatten ihre Häuser mit Blumen und Fahnen prächtig ge­schmückt. Im Festgottesdienst am Vormittag, der sehr gut besucht war, wirkte der Posaunenchor mit. Pfarrer D. Fritsch predigte über den Text: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich". In dem Festzuge, der sich zwischen 14.30 und 15.30 Uhr durch die Ortsstraßen bewegte, wurden durch 12 feingeschmückte und der Be­deutung entsprechend ausgestaltete Festwagen sowie durch mehrere Marschgruppen, geordnet nach Früh­ling, Sommer, Herbst und Winter, die Arbeiten und Sorgen, aber auch Freuden des Landmannes ge­zeigt. An den Festzug schloß sich auf der Müllerwiese am Bahnhof die Feier an. Ansprachen hielten Bür­germeister und Ortsgruppenleiter Lind und Pfar­rer D. Fritsch. Umrahmt waren die Reden von Gesängen der Versammlung und des Gesangvereins und einer Deklamation durch Schulmädchen. Die Pause bis zur Uebertragung der Reden Darrss und des Führers füllten Volkstänze der Mädchen des BdM. aus.

Nidda.

tz. Anläßlich des Erntedankfestes traten nachmittags alle Gliederungen der NSDAP., sowie der Kriegeroerein Hassia, der Gesangverein Sänger­kranz, der Turnverein 1859, die Freiwillige Feuer­wehr, die Mitglieder der Schützengesellschaft und eine beträchtliche Anzahl Volksgenossen in der Lud­wig- und der oberen Bahnhofstraße zu einem statt­lichen Festzuge unter Mitwirkung von zwei Musik­kapellen durch die reichbeflaggten Straßen der Stadt an, um am Ende durch den auf der Gänswiese an­gebrachten Lautsprecher die Rede des Führers bei den Feierlichkeiten des deutschen Erntedanktages auf dem Bückeberg anzuhören. Zahlreiche Wagen, ge­schmackvoll mit allerlei Feld- und Gartengewächsen geschmückt, sowie mit Blumen und üppigem Grün versehene Ackergeräte u. a. gaben dem Festzuge ein reizendes Gepräge. Am Abend fand im Gasthaus Zum Gambrinus" öffentliches, stark besuchtes, Tanzvergnügen statt.

Buhbach.

pb. Das Erntedankfest wurde in diesem Jahre gemeinsam auf dem Schrenzerberg, von dem

man einen prachtvollen Blick auf die nördliche Wet- terau hat, begangen. Vormittags fand Kirchgang aller Gliederungen der NSDAP, statt. In der über» füllten St. Markuskirche hielt Pfarrer Linden- struth die Festpredigt. Nachmittags stellte sich am Lahntor ein stattlicher Festzug auf, an dem alle Gliederungen, Verbände und Vereine teilnahmen und der sich durch die Wetzlarer Straße, Weiseler Straße, Bahnhofsstrahe usw. nach dem Schrenzer­berg begab, wo der Kundgebungsplatz mit Fahnen und Girlanden würdig hergerichtet war. Orts­gruppenleiter Forstaffeffor Schneider eröffnete die Erntedank-Kundgebung. Nach der Rede des Führers und Reichskanzlers klang die Kundgebung mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes aus.

Rodheim a. Bieber.

<£ Der Erntedanksonntag wurde in Rodheim er­öffnet mit einem Dankgottesdienst, bei welchem un­sere altehrwürdige Dorfkirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Pfarrer D ö m e l hielt die Fest­predigt. die Feier wurde umrahmt von Vorträgen des Gemischten Chores. Am Nachmittag um 15.30 Uhr versammelten sich die Partei- und SA.-Formationen, Organisationen und Vereine im Benderschen Garten um die Bauernkundgebung auf dem Bückeberg durch Rundfunkübertragung mitzuerleben. Zu die­sem Zwecke war der Großlautsprecher im Garten aufgestellt worden, und um ihn gruppierten sich

malerisch die Fahnen der Vereine und Organisa­tionen, dann die Fuß-SA., Motor-SA., Kraftwagen­zug, Hitlerjugend, BDM., NS.-Frauenschaft, Kyss» Häuserbund, Turn- und Sportgemeinde, Gesangver­ein usw. Eröffnet wurde die Feier durch eine An­sprache des Leiters der Ortsbauernschaft Friedrich Schneider, der in seiner Rede den Nachweis er­brachte, daß die Maßnahmen der nationalsozialisti­schen Regierung zur Rettung und zur Hebung des deutschen Bauerntums das ist heute schön er­kennbar zu vollem Erfolg führen werden. Des­halb fei Vertrauen des Bauern zur Reichsführung eine Selbstverständlichkeit und Dankbarkeit und Hingabe zum Führer Adolf Hitler einfach Pflicht. Hierauf erfolgte die Uebertragung von der Bückebergkundgebung. Im Anschluß an diese sprach der Ortsgruppenleiter Karl Keller das Schluß­wort, das er in ein Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler ausklingen ließ. Abends fand im Bender- fchen Saale Ernteball statt, bei dem die Rodheimer Jugend fleißig das Tanzbein schwang.

Wißmar.

<£ Nachdem am Morgen des Erntedank­festes der Ruf der Kirchenglocken verklungen mar, erschollen vom Kirchturm einige Choräle. Am Fest- gottesdienst nahmen alle Parteigliederungen und Vereine mit ihren Fahnen teil. Der Altar war prächtig mit Feld- und Gartenfrüchten geschmückt.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse.

Mittagsbörse: freundlich.

Frankfurt a. M., 3. Okt. Das Geschäft an der Effektenbörse zeigte auch heute keine nennens­werte Ausdehnung. Die Aufträge der Kundschaft hielten sich weiter in engen Grenzen, wodurch die Unternehmungslust der Kulisse etwas gehemmt wird. Indessen ist die Grundstimmung weiter freundlich, und auch das Kursniveau zeigte eine weitere leichte Erhöhung. Einige Spezialpapiere verzeichneten etwas lebhafteren Umsatz und gaben der Gesamtbörse in Verbindung mit weiter günsti­gen Mitteilungen aus der Wirtschaft eine Stütze, daneben fanden die in letzter Zeit abgeschlossenen Zahlungs- und Verrechnungsabkommen sowie die verschiedenen Wirtschaftsbesprechungen mit dem Auslande Beachtung.

Am Aktienmärkte traten AEG. etwas stärker in den Vordergrund, die unter Schwankun­gen bei lebhaftem Geschäft bis auf 30,75 (29,75) anzogen. Die übrigen Elektroaktien lagen zumeist gut behauptet, nur Bekula gingen um 0,75 v. H. zurück. Der Montanmarkt war gleichfalls wieder lebhafter und fester. So gewannen Gelsenkirchen 0,75 v. H., Mannesmann 0,40 v. H., Harpener, Phönix und Stahlverein je 0,25 v. H. Schiffahrts­aktien zogen an, und zwar Hapag um 0,65 v. H. und Norddeutscher Lloyd um 0,75 v. H.; AG. für Verkehrswesen lagen mit 81 um 1 v. H. schwächer. Mehr befestigt waren noch Holzmann mit plus 1,25 v. H. Farbenindustrie hatten ziemlich kleines Geschäft, lagen aber bei 144 v. H. gut behauptet. Im einzelnen eröffneten: Daimler 0,25 v. H., Jung- hans 0,50 v. H., AKU. 0,50 v. H., Deutsche Lino­leum 0,40 v. H., Reichsbankanteile 0,50 v. H. freund­licher, auch Westdeutsche Kaufhof fetzten ihre Be­festigung um 0,25 v. H. auf 35,25 v. H. fort. Etwas schwächer waren andererseits Zellstoff Waldhof (0,65 v. H.) und Deutsche Erdöl (1 v. H).

Das Bekanntwerden der Uebernahme von öffent­lichen Anleihen durch Versicherungsgesellschaften gab dem Rentenmarkt einige Anregung. Altbesitz­anleihe waren lebhafter und 0,40 v. H. höher, auch Kommunal-Umschuldung hatten bei etwas höherem Kurs größeres Geschäft. Späte Reichsschuldbuch­forderungen blieben gut behauptet. 6 v. H. Stahl- verein-Bonds lagen 0,65 v. H. leichter. Von fremden Werten hatten Mexikaner bei gehaltenen Kursen einigen Umsatz.

Im Verlaufe wurde das Geschäft zwar allgemein etwas lebhafter, die Kursgestaltung war aber sehr unregelmäßig. Die Veränderungen hielten sich indes in engen Grenzen. Etwas mehr rückläufig waren Ilse Genuß (- 1,75 v. H.), Mansfelder ( 1,25 v. H.) und Klöcknerwerke ( 1 v. H.). Westdeutsche Kauf­hof gaben 0,50 v. H., Reichsbank 0,50 v. H., Farben 0,25 v. H. nach, andererseits zogen Schiffahrtsaktien und Deutsche Erdöl sowie einige Elektropapiere um 0,50 bis 0,75 v. H. an. AEG. blieben gut behauptet.

Am Rentenmarkt wurden späte Reichsschuldbuch­forderungen und Kommunal-Umschuldung bei un­veränderten Kursen lebhaft umgesetzt, Altbesitz lagen ruhiger. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen waren meist gefragt und bis 0,25 v. H. befestigt, Liquidationspfandbriefe lagen zumeist unverändert. Stadtanleihen erhöhten sich von 0,25 bis 0,50 v. H. Fremde Werte lagen ruhig, Mexikaner bröckelten eher etwas ab.

Tagesgeld war zu 3,25 v. H. erneut um 0,25 v. H. leichter.

Abendbörse freundlich.

Das Geschäft an der Abendbörse war zwar nicht groß, die Haltung war aber weiter freundlich. Die Kundschaft zeigte ebenso wie die Kulisse kleines Kaufinteresse, wobei Montanwerte bevorzugt blie­ben bei leicht anziehenden Kursen. Etwas beweg­ter waren auch Farbenindustrie mit 144,25 bis 144 bis 144,25, Scheideanstalt konnten sich um 1 v. H. erhöhen, daneben fanden AEG. noch einige Beachtung. Im allgemeinen blieben die Berliner Schlußkurse gut behauptet, nur Schiffahrtsaktien konnten die höchsten Kurse nicht'ganz behalten. Am. Kassamarkt erhielt sich das Interesse für Hypothe­kenbankaktien bei weiter erhöhten Kursen.

Am Rentenmarkt blieb die Haltung fest, wobei Kommunal-Umschuldung bei lebhaften Umsätzen im Vordergründe standen. Im übrigen war das Ge­schäft kleiner bei unveränderten Kursen. Fremde Werte lagen ruhig, Schweiz. Bundesbahn-Anleihen zogen um Bruchteile eines Prozentes an. U. a. no­tierten: Altbesitzanleihe 98, 6 o. H. Stahlverein- Bonds 79,25, Schutzgebietsanleihe 9,10, Reichsbahn- Dorzugsaktien 112,40, Braubank 116,25, Franks. Hyp. Bank 80, Pfälz. Hyp. Bank 78,50, Buderus 88,50, Gelsenkirchen 66,25, Harpener 106, Klöckner 76,75, Mannesmann 78,40, Mansfeld 78,65, Phönix 50,75, Stahlverein 43,75, Aku 62, AEG. 30,65, Deutsche Erdöl 111,50, Scheideanstalt 220, Licht und Kraft 121,25, Gefftirel 111,25, Holzmann 83, Junghans 64,50, Rheag 105, Rütgerswerke 41.75, Schuckert 94,90, Zellstoff Waldhof 68,40, Südd. Zucker 192, AG. für Verkehrswesen 81,50, Hapag 27, Nordd. Lloyd 30,13.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Oft. Am Getreidegroß­markt blieb das Geschäft klein. Das Angebot in Brotgetreide ist infolge der Feldarbeiten der Land­wirtschaft zwar kleiner geworden, Weizen ist aber angesichts der nur minimalen Kaufmeinung der Mühlen weiterhin mehr als reichlich. Dagegen wer­den Hafer und Futtergerste bei guter Nachfrage nur knapp offeriert. Brau- und Jndustriegersten liegen geschäftslos. Das Mehlgeschäft stockt weiter voll­kommen, die Preise für Weizenmehl wurden um eine Viertel Mark heraufaesetzt, Roggenmehl blieb dagegen unverändert. Oelhaltige Futtermittel wer­den bei knapper Zuteilung der Oelmühlen weiter gut gefragt, während Mühlennachfabrikate ruhige­ren Markt haben.

Es notierten: Weizen W IX 200, W XIII 204, WXVI 208. Roggen RIX 160, R XIII 164, RXV 168. Futtergerste G IX 162, GXI 165, G XII 167. Hafer HXIII 160, HXIV 162. Weizenmehl WXIII 27,15, WXVI 27,15; Roggenmehl R XIII 23,35, RXV 23,75; Weizennachmehl 16,25; Weizenfutter­mehl 12,50; Weizenkleie W XIII 10,40, W XVI 10,60; Roggenkleie R XIII 9,60, RXV 9,84; Soja- schrot 13; Palmkuchen 13,30; Erdnußkuchen 14,50; Treber 17,25 dis 17,35; Heu 11; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt ober gebündelt) 3,60 bis 3,75. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 4.Oktober. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 27 Rinder (10 Ochsen, 3 Kühe, 14 Färsen), 927 Kälber, 117 Härnrnel, 79 Schafe, 615 Schweine. Es kosteten: Kälber 26 bis 50 Mark, Hämrnel 29 bis 34, Schafe 17 bis 32, Schweine 46 bis 53 Mark. Markt- oerlauf: Kälber, Hämrnel und Schafe mittelmäßig, Schweine rege.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franuul. a. JJt.

2)en; .

Schluß« kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß« kurs

Schluß». Mittag­börse

Datum

2-10.

3-10

2.10.

3-10

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

94,75

94,75

95

95

6% ef)eip.7% Dt. Reichsanl. v. 1929

6*/2% Äaung-Anleihe von 1930 ..

93,25

93

93

92,25

Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

98,13

98

98,13

98

Desgt. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. Vollsstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

94,25

94,25

94,25

94,25

®% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12......

92

92

92

92

B4% Hess. Landes-Hypotheken-

baut Darmstadt Ligui.........

91,25

91,75

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Au^los.-Rechten ....

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

lerhe Serie 1 mitAuslos.-Rechten

101

101,25

100,75

101,25

6% ehem. 8% Franks. Hyp..Jank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

92,25

92,25

92

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

92,25

92,25

r.

6*/2% ehem. 4/t% Franks. Hyp..

Bank-Ltqu.-Pfandbriefe.......

6/2% ehem. 4-/,% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

92,4

92

6% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

93

93

93

93

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

93

93

93

93

Steuergutsch. Verrechnungskurs..

101,75

101,75

101,75

101,75

4% Oesterretchtsche Goldrente....

4,20% Oesterretchtsche SUberrente

1,3

1,4

1,65

1,4

4% Ungarische Goldrente.......

7,5

7,6

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

7

7

-

7,25

7,13

7,13

7,25

6% abgest. Gold Mexikaner von 99

13,5

13,5

13,9

13,4

4% Türkische Zollanlethe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie ......................

8

8

«yranuuL u. .ui.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß». Abend­börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

2.10.

3-10

2-10.

3-10

4% desgl. Serie 11 .............

8

4,9

7,4

4,5

35,25

25,9

28,75

82

95,5

67

70,5

74,25

147

29,75

147,5

101,75

121

82

111,5

105

94,25

148,25

124,5

88,5

111,75

65

105,75

125,75

78

78,5

8

4,9

4,4

35,25

27

30,13 81,5 95,5

67

70

73,25

147

30,65 146,65 102,25 121,25

82

111,25

105

94,9

148

88,5

111,5

66,25 106

170

124

76,75 78,4

4.9 7,3 4,75

35

25,9

28,75 82

96

67

70,75 74,25

146,5

29,65 147,4 101,5

121

82 111,75 105,5

94,5

148 125,25

88,25 111,5

65

106

78 165,25 125,25 77-75 78,65

7,13

4,35

35

27,4

25

30,4

81,4

96

67

70

73,25 146,75

30,5 146,9 102,75

122

82 111,4 105,9 94,75 147,75

125

88,25

111

65,75

106

77,9

170

123,5

76,9 78,75

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4*/2%Rumän.veretnh.Rentev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2V«% Anatolier...............

Hamburg-Amertka-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschiff........... o

Norddeutscher Lloyd .........o

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... O

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank..............o

Relchsbank 12

A.E.G.......................

Bekula......................

Aeltt. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 6

gelten & Guilleaume.........O

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

Schuckert L Co...............6

Siemens L HalSke............7

Lahmeyer L Co.............10

Buderus ............... O

Deutsche Erdöl..............4

Gelsenkirchener..............O

Harpener...................O

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau .............. 6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ............ O

ManneSmann-Röhren........O

ftranfiurt a. 'DL

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

2-10-

3.10

2-10.

3.10

Mansfelder Bergbau.........O

Kokswerke..................O

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl .................. 0

Vereinigte Stahlwerke........O

Otavt Minen ...............O

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7*4

3. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................O

Rütgerswerke...............0

Metallgesellschaft.............«

Philipp Holzmann...........0

Zementwerk Heidelberg ......O

Cementwerk Karlstadt.........O

Schultheis Patzenhofer .......O

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........°

Orenstein & Koppel..........0

Leonhard Tietz..............0

Chade......................1°

Bttumulatoren-Fabrik........O

Mainkraftwerke Höchst a.M.,.. 4

Süddeutscher Zucker.........8

79,75

50,5

242,75

93,4

43,25

13,5

122 154

144

219

93,5

42,65

90

83

119

134

61,25 65,5

50,65

69

51,5

61,75

35

205,5

133

79

192

78,65

50,75

243 92,75 43,75 13,25

155

144,25 220

94

41,75 89

83 118 134

62

65 50,13

68,4

51,75

62

34,13

207

31,75

79 192

79,75

99,9

50,25

242,5

93,65 43-13 13,25

124

154

144

94

42

89,5

83

112

61,5

131

50,9

68,5

126,25

51,65

62

90,5

34,5

205,5

133

3M

192,5

78,25

99,5

50,9

240

93

43,75

13,5

123

122

155

144,25

94

41,65

89

83

111,5

62

132

50,4

68,5

126

51,75

62,25

90,5

34,13

206

174

133,25

3M

192

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

Banknoten.

2-Oktober

Z.Oktober

Amtliche Dotierung

Amtliche Notierung

Seid | Brie-

Geld

Brie

Buenos Aire»

0,651

0,655

0,646

0,650

Brüssel.....

58,18

58,30

58,17

58,29

Rio de Jan. .

0-204

0,206

0,204

0,206

3 047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54^32

54,42

54,34

54,44

Danzig.....

81,32

81,48

81,22

81,38

London .....

12,165

12,195

12,17

12.20

Heljingfors..

5,37

5,38

5,375

5,385

Paris ......

16,41

16,45

16,39

16,43

Holland ....

168,79

169,13

168,64

168,98

Italien.....

21,45

21,49

21,45

21,49

Java» ......

0,714

0-716

0,713

0,715

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5,706

OSlo.....:

61,14

61,26

61,14

61,26

Wien.......

48-95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ....

11,04

11,06

11,045

11,065

Stockholm...

62,73

62,95

62,76

62,88

Schweiz ....

81,22

81,38

81,18

81,34

Spanien....

34,02

34,08

33,97

34,03

Prag.......

10.385

10,405

10,37

10,39

Budapest ...

Neuyork...

2,476

2,480

2,472

2,476

Berlin, Z. Oktober

Geld

Briet

Amerikanische Roten..............

2,424

2,444

Belgische Noten..................

58,01

58,25

Dänische Noten .................

54,18

54,40

Englische Noten .................

12,135

12,175

Französische Noten...............

16,35

16,41

Holländische Noten...............

168,22

168,90

Italienische Noten................

21,33

21,41

Norwegische Noten ..............

60,98

61,22

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Schwedische Noten ...............

62,59

62,85

Schweizer Noten.................

81,00

81,32

Spanische Noten.................

33,83

33,97

Ungarische Notes................