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Aus oder Welt

l oangeline Booth wird General der Heilsarmee.

Die 69jährige Evangeline Booth, die vierte T chter des bekannten Gründers der Heilsarmee, C nerals Booth, wurde zum General der Heilsarmee ernannt. Evangeline Booth war bi her Kommandant der Heilsarmee in den Ver- er igten Staaten.

Lila Schröters Segel-Schleppflug durch Deutschland.

Die Fallschirmpilotin und Segelfliegerin Frau Lila Schröter startete von Friedland in Schle­sien zu einem Segel-Schleppflug durch Deutschland. Der Flug soll in zehn Tagesetappen du7chgeführt werden, wobei eine Strecke von rund 40)0 Kilometer zurückgelegt werden soll. Ihr Segel-

Mehr Wolle aus deutscher Erzeugung.

Im Zuge der heimischen Rohstoffversorgung ist es notwendig, daß zum Zwecke der Devisenerspar­nis alle verwertbaren Erzeugnisse der deut chen Scholle der gesamten Volkswirtschaft zuge ührt werden. Die Erzeugung von deutscher Schafwolle und deutschen Leders aus häuten unseres Viehs ist gerade in der Gegenwart von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Es ist volkswirtschaftlich dringlich, daß der Schafhal­tung wieder mehr Augenmerk zugelenkt wird. Die Schafzucht, die durch die liberalistische Wirt­schaftsmethoden in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zurückgedrängt wurde, soll wieder zu der Blüte gelangen, auf der sie einst in Deutschland vorbildlich stand. Die bisher gegen die Schafhaltung angeführten Einwände sind durch das neugeschaf- fene Festpreissystem hinfällig, zumal da auch noch die Absatzfrage und die Preisfrage für Wolle in einem wesentlich anderen Lichte als in früheren Jahren erscheint. Die Forderung der Landwirtschaft geht denn auch dahin, daß alle vorhandenen Möglichkeiten, die Schaf­haltung zu fördern, gerade jetzt a u s g e s ch ö p f t werden. Hierbei ist keine Zeit zu verlieren.

Um dieser Forderung gerecht werden zu können, wuß in erster Linie eine starkeErweiterung her bisherigen Schafweiden durchgeführt «erden. Vielerorts wird es nicht möglich sein, daß eder Bauernhof eigene Schafweideflächen hält. Es erscheint daher dringend notwendig, daß als Vor­aussetzung der Schafhaltung an die Gründung von . Weidegenossenschaften herangetreten □irb, um diese Frage auf einer sicheren Grundlage lösen können. Zu diesen Genossenschaftsweiden stllen in erster Linie Gemeinschaftsflächen, W a l d- v e i d e n und evtl, auch Oedlanoflächen her- engezogen werden. Denn die Schafweide ist bestim- nend für brauchbare Wolle und Leder. Das Schaf it auch der beste Verwerter der Nachweiden md spielt besonders heute betriebswirtschaftlich «ine Rolle, die keineswegs zu unterschätzen ist. Ein clter Bauernspruch sagt:Schafe haben goldene süße". Mit anderen Worten der Schafpferch lebt die Erträge.

Die Weidegenossenschaften können sich auch auf ?r Grundlage der Pacht, soweit es wirtschaft- ch tragbar ist, sehr gut erhalten, besonders wenn ne mehrjährige Pacht zum Abschluß ge- :ngt. Durch die vermehrte Bedeutung der Schaf- iltung ist es erforderlich, daß nicht nur Bauer ib Gemeinde, sondern auch der Waldbesitz n Gründungen sog. Genossenschaftsweiden für chafhalter weitgehend entgegenkommt. Die Schaf- iltung selbst kann ebenfalls dort auf genossen- Haftliche Art durchgeführt werden, wo für viele Sauern keine Möglichkeit besteht, sich eine größere ferbe zu halten. Der Zusammenschluß einer Sauern- ober Siedlergemeinbe zu einer Schaf- hultungsgenossenschast hat sich bereits vielfach bewährt. Der Aufwand sowie bas Risiko b'r genossenschaftlichen Schafhaltung ist sehr ge- rng, währenb ber Ertrag aus ber Schafzucht im« rrer noch als gut zu bezeichnen ist. Durch den S>rwenbungszwcmg von beutscher Wolle ist bem Cchafhalter enblich auch der Absatz weit- gehend gesichert. Außerdem wird die Flä- ch»ennutzung durch Düngeranfall er­höht, so daß nicht nur der Bodenwirtschaft, son- birn auch ber Rohstoffwirtschaft ein beträchtlicher Dienst erwiesen wirb.

Vom modernen Tauschverkehr zur Großraumwirtschaft.

Deutschland zur Mitarbeit gewillt am Wiederaufbau der Weltwirtschaft.

Von Or. fy. E Posse, Staatssekretär im Reichswirischastsminisierium.

Um die Schwierigkeiten, die sich gegenwärtig im Wirtschaftsleben bemerkbar machen unb eine bem Wirtschaftler völlig neue Ungleichheit zwi­schen I n l a n b s k o n j u n k t u r unb Welt­konjunktur aufweisen, richtig verstehen zu kön­nen, muß man sich bie in unsere nationalen Ho­heitsrechte eingreifenben Bestimmungen bes Versailler Diktats vor Augen halten. Man wirb bann beutlich erkennen, baß die Außen- Handelskrise, in der sich die Wirtschaft be­findet, auf diese jeder wirtschaftlichen Vernunft baren Bestimmungen des Friedensdik­tats und seiner Zusatzabkommen in hohem Maße zurückzuführen ist. Ein wirtschaftlich hoch entwickel­tes Land, das mehr als sechs Jahre seiner wirt­schaftspolitischen Souveränität beraubt und zum Ausbeuteobjekt der Umwelt gemacht worden ist, wenn es diese Ausbeutungsmöglicy- keiten beseitigt, immer die Feindschaften derjenigen heraufbeschwören, die aus dem Schwächezustand von gestern ihren Nutzen ziehen konnten.

Die Nationalsozialistische Reichsregierung hat mit der schwächlichen Haltung des Nachkriegs­deutschlands ein Ende gemacht. Das deutsche Volk ist unter der starken Hand seines Führers und Äolkskanzlers Adolf Hitler wieder zu sich selb st gekommen. Nach 14 Jahren fortgesetz­ten Nachgebens kann das schwerlich anders als mit Wider st änden von außen vor sich gehen. Diese Widerstände haben wir, insbesondere auf wirtschaftlichem Gebiet, in den letzten Monaten sehr deutlich kennengelernt, aber wir wissen auch uns gegen sie zu wehr en und wir haben die Zuver­sicht, daß wir uns durchsetzen werden.

Wenn man heute in zahlreichen Ländern der Welt geneigt ist, Deutschland als den bös­willigen Schuldner hinzustellen, der seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und dessen haupt­sächliches Streben sei, eine Masche zu finden, durch die er sich seinen Verbindlichkeiten entziehen kann, so ist demgegenüber zu erklären, daß man diese internationalen Verpflichtungen einem zusammen­gebrochenen Staate aufoktroyiert hatte und daß der deutsche Wirtschaftskörper durch den Er­füllungswillen der Nachkriegsregierungen sozusagen ausgeblutet war. Ein Millionenheer von Ar­beitslosen zog ohne Glauben an eine Zukunft und mit Angst vor dem Morgen durch die Straßen der deutschen Städte. Der Staat selbst war in seinen Grundfesten erschüttert.

Es war im letzten Augenblick vor einem furcht­baren Zusammenbruch, in den nach menschlichem Ermessen nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa hineingezogen worden wäre, als ber

greife Generalfelbmarschall von Hinbenburg Abolf Hitler das Steuer des Staates in die Hand gab. Wer den Ernst dieser Stunde richtig erkannt und nicht vergessen hat, der wird auch wissen, wie sehr es vaterländische Pflicht und darüber hinaus eine europäische Aufgabe war, in Deutschland erst einmal wieder den Millionen brot- unb zu­kunftslos geworbener Menschen Arbeit unb Brot zu geben.

Die Nationalsozialistische Regierung vertünbetc ihr Arbeitsbeschaffungsprogramm unb leitete mit ihm eine Politik ein, bie sich auf dem Inland- mar k t als ein voller Erfolg erwies. Daß es nicht gelang, den durch die Wirkungen des Ver­sailler Vertrages unb der Nachkriegsabkommen im­mer mehr Zusammenschrumpfenden Außenhan- d e l wieder in Gang zu bringen, ist außerordentlich schmerzlich nicht nur für Deutschland, das dadurch am meisten betroffen wird, sondern für die ganze Welt. Es zeigt, daß die Einsicht bei den an­deren immer noch nicht getarnten ist und daß man anstelle kühler kaufmännischer lieber» legungen politischenJnteressenkämpfen freien Lauf läßt.

Es ist der Wunsch gerade des nationalisoZialisti- schen Deutschlands, mit allen anderen Nationen friedlich zusarnrnenzu ar beiten. Das ist nicht nur rein politisch, sondern auch in den wirt­schaftlichen Veziehuvgen der Wunsch der Reichsregierung. Aus diesem Grunde ist es auch ein großes Ziel der deutschen Wirtschaftspolitik, tat­kräftig an einem System auf einander a b - gestimmter Nationalwirtschaften mit­zuwirken. Ist das auch noch nicht in jedem Falle zu erreichen, so will die Reichsregierung als ersten Schritt zur Wiedergesundung der Weltwirtschaft versuchen, den wirtschaftlichen Güteraustausch durch Kompensations- und Zahlungsab­kommen, die den nationalwirtschaftlichen Inter- essen Rechnung tragen, wieder in Gang zu bringen. Wenn Deutschland in großem Umfange Rohstoffe gegen deutsche Fertigwa­ren vom Auslande beziehen kann, so bahnen sich automatisch vom Rohstoffland zum Fertigwaren- Produzenten Beziehungen an, die einen dauer­haften Verkehr einander angegliche­ner Nationalwirtschaften vorbereiten können. So kann aus der Not eine Tugend ent­stehen und aus einem modernen Tauschoer - kehr der Gegenwart schließlich eine großraum­wirtschaftliche Entwicklung sich heraus­bilden, wodurch wohl am besten eine wirkliche Be­friedung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Volkswirtschaften gewährleistet werden kann.

flugzeugSudetenland" wird an einem 95 Meter langen Seil von dem MotorflugzeugD 2121" ge­schleppt, dessen Pilot Ingenieur W o n t o r f aus Solingen ist. Die erste Tagesetappe sollte von Friedland über Görlitz, Dresden und Chemnitz nach Zwickau führen, aber dichter Nebel zwang den Führer des Motorflugzeuges, bereits in Hirschberg niederzugehen. Um den sportlichen Charakter des Fluges zu betonen, war Frau Schröter trotz des schlechten Wetters gestartet. Der Flug wird fortge­setzt, da mit einer Besserung der Wetterlage ge­rechnet wird.

Schneefall, Sturm unb Wolkenbrüche in Oberitalien.

In den oberitalienischen Gebirgen ist der erste Schnee gefallen. Das Stilsser Joch har 30 Zenti­meter Neuschnee. Im Trientiner Gebiet sind bie Berge schon ab 1800 Meter Höhe schneebedeckt. In den tiefergelegenen Gebieten Oberitaliens herrschten Stürme und Wolkenbrüche, die großen Schaden anrichteten. Das staatliche Weinbau­institut schätzt allein den in Monferrato, einem der Hauptzentren bes piemontesischen Weinbaues, ange­richteten Schaben auf 15 Millionen Lire. Nicht we­

niger als 200 000 Doppelzentner Weintrauben finb in ben letzten Tagen in biefem Gebiet völlig ver­nichtet worben.

heftige Unwetter über Dänemark.

Dänemark würbe in den letzten Tagen vom hef­tigen Sturm unb wolkenbruchartigen Regen heimgesucht. Stellenweise fielen bis zu 68 Millimeter Regen. In Kopenhagen hatte das Ret­tungskorps mit der Beseitigung von Wasserschäden stark zu tun. Besonders heftig wirkte sich der Sturm in der Schiffahrt aus. Zahlreiche Dampfer erlitten erhebliche Verspätungen. In verschiedenen Häfen sind zahlreiche kleinere Fahrzeuge von den Ver­täuungen losgerissen worden unb gesunken. Von See werden eine Reihe von Strandungen gemeldet, wobei 40 Menschenleben aus Gefahr ge­rettet werden mußten. Bei Bornholm, wo der Sturm am heftigsten tobte, wurden von der finni­schen BarkCarmen", die gekentert war, Leuchtsignale gegeben. Der Hamburger Dampfer Ursula Siemers" eilte der Bark zur Hilfe. Nach mehrstündiger Arbeit konnte die 12 Mann starke Besatzung derCarmen" an Bord berUrsula

Siemers* genommen werben. Don einem norwe­gischen Fischbampser, ber in ber Rönne g e ft r a n b e t war, mußte ber Kapitän, ber fein Schiff nicht verlassen wollte, mit Gewalt an Lanb gebracht werben. Eine weitere Strandung wurde auf Salt- holm in der Nähe von Kopenhagen gemeldet. Die drei Mann starke Besatzung konnte erst nach meh­reren Stunden anstrengender Arbeit in Sicherheit gebracht werden. Ferner wurden zwei Insassen eines deutschen Kutters im Kattegat gerettet.

Die Sturmschäden in Frankreich.

Die orkanartigen Stürme, die in ben letzten Tagen in Südwestfrankreich wüteten, haben nach den bisherigen Feststellungen viel mehr Scha­den angerichtet, als man ursprünglich vermutete. Die ganze Gegend von Toulouse bis Bayonne ist von bem Unwetter heimgesucht worben. Außer ben bereits gemelbeten zwei Tobesopfern finb zahlreiche Verletzte zu beklagen. Auf dem fla- chen Lande ist der Telegraphen- und Fernsprech­verkehr vollkommen unterbrochen. Die Wein-, Boh­nen- und Maisernte ist fast vollständig vernichtet. Die Flugzeuge der Luftfahrtgesellschaft Air France in Toulouse sind vom Orkan wegaerissen worden. Ihre Trümmer liegen auf dem Rollfeld.

Deutscher Bergsteiger

in den Schweizer Alpen löblich abgestürzl.

Der 24 Jahre alte Kaufmann Herbert Walz aus Ulm ist auf ber Maischupfenspitze im Greyerzer Land (Kanton Freiburg) löblich verunglückt. Er verlor an einem Felsabhang ben Boden unter den Füßen und stürzte ab. Die Leiche konnte noch am selben Tage geborgen unb zu Tal gebracht werden.

Mndmiihleu-jlugzeuge im Dienste der Post? Der erste versuch in London.

Am Montag senkte sich zum Erstaunen der Passänten ein Windmühlenflugzeug auf das Londoner Postamt von Mount Pleasant herab, schwebte eine geraume Weile in geringer Höhe über dem Dach des Gebäudes und stieg dann wieder in die Luft, um davonzufliegen. Es handelt sich, wie angekündigt, um einen ersten vom Luft­fahrtministerium genehmigten Versuch, Um festzu­stellen, ob es praktisch möglich ist, mit Hilfe von Windmühlenflugzeugen Postsäcke für den Fernluftverkehr abzuholen und abzuliefern. Der Führer bes Flugzeuges Brie erklärte, wenn das Dach des Postamtes flach wäre, dann hätte er ohne die geringste Schwierigkeit darauf landen können.

Reichsfendeleiter

ordnet aufgelockertes Rundfunkprogramm an.

Der Reichsfendeleiter hat angeordnet, daß wäh­rend der Dauer des Reichsparteitages vom 4. bis 10. September politische und halbpolitische Vorträge abzusetzen seien. Ebenso sollen keine weltanschaulichen Vorträge, Militärmusik usw. ge­sendet werden. In den anschließenden Wochen vis zum 31. Oktober sei ein aufgelockertes Pro­gramm mit besonderer Bevorzugung leichter Musik zu bringen. Auch hier seien Vorträge poli­tischer unb weltanschaulicher Art zu vermeiden, ebenso schwere musikalische Kunstwerke u. a. Mit dieser Anordnung will der Reichssendeleiter dem Bedürfnis aller werktätigen Menschen Rechnung tragen, bie nach ben bedeutsamen Ereignissen des Sommers fröhliche, unterhaltende, entspannende Sendungen wünschen.

Eigenartiger Tod eines Lokomotivheizers.

Zwischen ben Stationen Pfreimb und Wernberg in der Oberpfalz wurde der Lokomotivheizer Max Degenkolb, ber währenb ber Fahrt außen an ber Maschine zu tun hatte, durch den Lufdruck eines in der Gegenrichtung fahrenden Zuges u n t e r. b i e Räder geschleudert. Er war sofort tot.

Jener im Palast des mandschurischen Kaisers Puji.

Im Palast des mandschurischen Kaisers Puji in Tschangtschun ist Feuer ausgebrochen. Die Pri­vatgemächer des mandschurischen Kaisers und seiner Familie sind vom Brande noch verschont geblieben, da das Feuer aber weiter wütet, ist zu befürchten, daß der ganze Palast abbrennt. Freiwillige Helfer unb Truppen finb angesetzt, um die Arbeit ber Feuerwehr zu unterstützen. Der Justizminister unb höhere Beamte der Geheimen Staatspolizei weilen am Brandherd, um die Ursache des Feuers zu er­mitteln. Die Polizei verhaftete 21 Personen,

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