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Ur. 77 Erstes Blatt

M- Jahrgang

Dienstag, 3. April 1934

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Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerel R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7

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r UW

politische Osterstille

nicht, besonders aber nicht gegenüber einem Part-

Abkommen der gegenseitigen Unter-

Renten oder in niedrigeren Beiträgen zugute kommen.

Die Sorge für die alten Tage drückt jeden von uns. Wir wollen aber nicht mehr, wie es früher nur zu viele taten, hierbei nur an den eigenen Berufs­stand, sondern auch an die anderen Volksgenossen denken Wir wollen es erreichen, daß jedes Leben ehrlicher Mühe und Arbeit für das Volksganze in einem sorgenfreien Alter seinen Abschluß finden kann.

nur eine Minute und klettert in zwölf Minuten auf 8000 Meter. 3m Sturzflug liegt die End­geschwindigkeit der neuen Maschine bei nicht roenigger als 580 Kilometer.

Der Apparat hat ein merkwürdiges Aussehen. Er scheint nur aus einem Motor zu bestehen. Hinter dem Motor ist nur ein winziges kleines Körperchen mit merkwürdig kurzen, beinahe verstümmelten Flügeln. In der Steuerung ist der Apparat so leicht wie ein Auto zu dirigieren. Er steigt mit schier unglaublicher Geschwindigkeit in die Höhe. Fast senkrecht geht er hoch und ist bald nur noch al s kleiner Punkt zu erkennen. Das Sausen des Motors aber erschüttert die Luft mit donnerndem Geräusch. Plötzlich stürz ter nach unten mit atemberaubender Geschwin­digkeit.

Mau kann es nicht beschreiben, welcheKunsi- sl ü ck e Adel mit diesem Apparat ausführt. Man muß es sehen und muß die atemberaubende Spannung selbst erleben, in die jeder verseht wird, der diesen Flügen beiwohnt. Er fällt nach allen Seiten, sieht minuten­lang steil mit den Tragflächen nach unten, so daß man jeden Moment den Ab­rutsch erwartet. Ein Looping löst das andere. Der Apparat rollt nach links, dann wieder nach rechts, überschlägt sich mehrmals, dreht wieder Loopings, stürzt steil nach unten, rast wieder

Küstenkanal, am Neckar und an der Rhein-Main- Donau-Wasserstraße. Die Arbeiten am oberschlesi- schen Kanal, die Niedrigwasser-Regulierung der Elbe und der Weser unterhalb von Minden, die Kanalisierung der Mittelweser von Minden bis Bremen und die Erweiterung des Dortmund-Ems- Kanals werden in Angriff genommen. Mit der Fertigstellung ist noch in diesem Jahre zu rech­nen. Die Arbeiten an der Weser dienen auch der Verwirklichung des großen Gedankens der Mittel- land-Kanal-Verbindungen. All diese Arbeiten dienen gleichzeitig der Landwirtschaft durch Entwässerung und den Städten durch Erleichterung guter Was­serversorgung.

Königin Wilhelminas Dank an Holland

Haag, 31. März (DNB.) Königin Wilh el- mina hielt am Samstag von der großen Kirche im Haag aus eine Rundfunkansprache an ihr Volk, in der sie ihrer großen Dankbarkeit für das tiefe Mitgefühl Ausdruck verlieh, das alle Kreise der Bevölkerung anläßlichdesDahin- scheidens der Königinmutter der Ver­storbenen und dem gesamten königlichen Hause gegenüber bewiesen hätten. Die Ueberzeugung von der Zusammengehörigkeit zwischen Volk und Fürstenhaus habe eine neue Stär­kung erfahren, die auf eine für die Königin ergrei- sende Weise in Erscheinung getreten sei. Die Rede wurde über alle holländischen Sender verbreitet und auch nach den holländischen Kolonien in Ost- und Westindien übertragen, wo sie fast überall gut verstanden werden konnte.

allein, die sehr schwer durchführbar sei, genüget auch wirtschaftlichen Charakter trage. Wenn E n g - ..ich., UVV. ..ich: ........ P_.:-I la nd sich den Durchführungsgarantien an-

ner wie Deutschland. Man müsse unbedingt zu einem schließe, so würde die Brüsseler Reise Barthous ~' -1nicht umsonst gewesen sein.

Beherrscher der Lüste.

f zeigt in Tempelhof seine neue amerikanische Ilugmaschine.

Von unserer Berliner Mdaktion.

Das Programm der deutschen Wasserwirtschaft.

Das Reinhardt-Programm, das über 70 Millio­nen Reichsmark für volkswirtschaftlich wichtige Ar­beiten in der Wasserwirtschaft bereitstellt, wird zur Folge haben, daß Deutschland noch im Verlaufe eines Jahres eine wirkliche V e r e i n h e 11 - lichung feiner Wasserwirtschaft haben wird. Im Rahmen der vorgesehenen Arbeiten soll­ten vor allem die verschiedenen Netze von Wasser­straßen im Osten des Reiches bis zur Elbe hm, im W e st e n von der Weser bis zu den Kanälen in und aus dem Ruhrbezirk und im Süden die Anlagen am Neckar, am Main und an der Donau eine Verbindung miteinander erhalten. Hierdurch wird eine Stärkung der Wettbewerbs­fähigkeit der Schiffahrt auf den großen deuftchen Strömen nach den Häfen an der Nord- und Ostsee erzielt. Vor der Vollendung stehen die Bauaus­führungen am Mittellandkanal, an der Oder, am

sicherungsmathematische Bilanz noch einen Fehl­betrag, der unter Annahme eines Zinssatzes von 5 v.H. insgesamt 3,4 und unter Annahme eines Zinssatzes von 4 v. H. sogar 5,4 Milliarden beträgt. Dieser Fehlbetrag muß durch eine B e it r a gs- erhöhung ausgeglichen werden, die für die Invalidenversicherung bei 5 v. H. Zinssatz 0,84 o. H. der Lohnsumme und bei 4 v.H. Zinssatz 1,0.) v-H. ausmachen mu&. Um aber allen Unsicherheitssak. toren gegenüber gewappnet zu sein, beabsichtigt Die Regierung, wie in der Begründung des Gesetzes vom 7. Dezember o. I. gesagt ist, den Beitrag zur Invalidenversicherung zu er­höhen. In der A n g e st e l l t e n v e r s i ch e r u n g soll der Beitrag von 4 auf 5,5 v. H. des End- betrages jeder Gehaltsklasse heraufgesetzt werden. Eine Mehrbelastung für den deutschen Arbeiter und Angestellten und für den deutschen Unternehmer wird durch diese Beitragserhöhung aber nicht er­folgen, da sie erst wirksam werden soll, wenn d i e Beitragslast für die Arbeitslosen­hilfe infolge des Rückganges der Arbeitslosigkeit entsprechend herabgesetzt werden kann.

Der gesetzlichen Sanierung der Sozialversicherung liegt die Annahme zugrunde, daß es gelingt, Die Arbeitslosigkeit auf den Stand von 1929 zuruck- zuschrauben, daß aber das gegenwärtige Lohn­niveau keine Aenderung erfährt Erreichen mir eg was wir hoffen dürfen die Arbeitslosigkeit ganz zu beseitigen, und kommen wir dann auf Grund einer Gesundung der Wirtschaft zu einer organischen Erhöhung der Löhne, dann wird Die Besserung der Finanzlage der Sozialversicherung den Arbeitern und Angestellten entweder tn höheren

Hätte die nationale Regierung auf diesem Ge­biet nicht aufgeräumt, der Zusammenbruch wäre | in wenigen Jahren furchtbar geworden. Die heuti­gen Beitragszahler hätten dann in ihrem Alter vor dem Nichts gestanden. Man weiß, daß durch das Gesetz vom 7. Dezember v. I. über die Sanierung der Invaliden- und Angestelltenver­sicherung hier Ordnung geschaffen worden ist. Die soziale Alters- und Jnvaliditätsversicherung ist wieder auf das Anwartfchaftsdeckungs- nerf obren gestellt. Damit ist dem heutigen Bei- tragszahler die Sicherheit gegeben, daß er selbst auch einmal etwas erhalten wird, wenn er seinen Anspruch auf Altersrente erheben muß.

Die Frage, die jetzt immer wieder auftaucht, ist, welche Altersrenten denn nunmehr der ein­zelne Arbeiter und Angestellte zu erwarten hat. Das Gesetz vom 7. Dezember läßt verschiedene Maß­nahmen zusammenwirken, um die Sanierung her- beizusühren. Die laufenden Renten bleiben unge­kürzt. Die künftigen Renten werden in ihrer Höhe etwas gedrosselt. Da wir uns immer mehr von dem Zeitpunkt der Stabilisierung der Währung ent­fernen, wird die durchschnittliche Rentenhöhe an­steigen. Dieses Ansteigen ist gegenüber dem alten Recht mäßig gedrosselt worden.

Wie berechnen sich die Renten? In der Inva­lidenversicherung ist der bisherige Grund­betrag gestrichen worden, und der Reichszuschuß ist an seine Stelle getreten. Der Grundbetrag beträgt für alle Renten einheitlich 72 Mark jährlich. Der Steigerungsbetrag muß mindestens 6 Mark monat­lich ausmachen und ist im übrigen nach den ein­zelnen Lohnklassen abgestuft. Er beträgt pro Wo­chenbeitrag in der 1. Lohnklasse 8 Pf., in der 2. 14, in der 3. 20, in der 4. 26, in der 5. 32, in der 6 38 in der 7. 44, in der 8. 50, in der 9. 56 und in der 10. Lohnklasse 62 Pf. Ein Arbeiter z. B., der in der Lohnklasse IV 1000 Wochenbeitrage entrichtet bat, erhält zunächst 72 Mark Grundbetrag und dann einen Steigerungsbetrag von 1000 mal 26 Pf. = 260 Mark. Die Gefamtjahresrente betragt also in unserem Beispiel 332 Mark, damit die Monats­rente 27,60 Mark.

Die Leistungen der A n g e st e l l t e n v e r s i ch e- runa errechnen sich wie folgt: Der Grundbetrag beträgt für alle Beitragsklassen 360 Mark im 3af)r. Der Steigerungsbetrag tn der Beitragsklasse A 0,25 Mark, B 0,50, C 1, D 1,50, E 2, F 2,50, G 3 H 4 16 Mark und in der Beitragsklasfe K 8 Mark für jeden geleisteten Monatsbeitrag. Ein Angestellter also, der z. B 240 ^Monatsbeckrage m der Gehaltsklasse F entrichtet bat .erhalt eme Rente ddh 360 Mark Grundbetrag und einen Steigerungs­betrag von 240 mal 2,50 = 600 Mark, insgesamt also 960 Mark Jahresrente oder 80 Mark Monats-

rente. ,

Gewiß, diese Rentensätze sind nicht hoch- über man muß sich vergegenwärtigen, daß lelbft Die jetzigen Leistungen Der Invalidenversicherung durch eine Erhöhung des Zuschusses desReichesmöglichgeword e n sind.Wah­rend 1933 das Reich insgesamt 395 Millionenber Invalidenversicherung zur Verfügung "ellte, w im kommenden Jahr der Zuschuß vom Reich r - schließlich des Reichsbeitrages von 200 Millione 434 57 Millionen betragen. Er wird anjteigen bis auf fast 522 Millionen. Trotzdem aber zeigt Die ver-

Die großen fliegerischen Veranstaltungen auf dem Flugplatz in Tempelhof bei Berlin an den Oster- tagen sind nun schon Tradition geworden. Der Ostertag ist der billige V o l k s f l u g t a g , und da läuft alles, was sich für die Fliegerei interessiert, hinaus auf den weiten Platz in Tempelhof, um die alljährlichen Fortschritte des Flugwesens zu bewun­dern und zum Abschluß das grandiose Feuerwerk ii genießen. Diesmal gab es aber am Ostertag in Tempelhof etwas besonderes zu sehen. Der populäre Kunstflieger Übet, der niemals fehlen darf, wenn es in Tempelhof etwas besonderes zu eben gibt, führte eine neue Maschine vor. Es bandelt sich um einen Curtiß-Hawk-Dop- peldecker mit einem 750 PS Wright-Cyklone-Mo- tor. Diese eigentümliche amerikanische Kunstflug­maschine wird in den Vereinigten Staaten von den Kunstfliegern D o o l i 11 l e und All V i l l i a m s benutzt. In Deutschland bat man Kunstflüge auf Apparaten gemacht, die nur Motoren besaßen von 150 bis 160 PS. Nur die Maschine, die Fieseler fliegt, bat einen Motor von 450 PS.

3n Amerika hat man von jeher bei der Kon­struktion von Kunstsiugmaschinen das Hauptge­wicht auf die Stärke des Motors gelegt und ist schon seit längerer Zeit zu dem Motor von 75 0 PS gekommen. Die hervorragendsten Eigenschaften dieses neuen Doppeldeckers sind seine große Geschwindigkeit von etwa 350 Stundenkilon^tern und vor allem seine un­glaubliche Steigfähigkeit. Um auf 1000 Meter höhe zu kommen, braucht der Apparat

Die Gorge für die alten Tage.

Von Or. Erich Schmidt.

Wir sind durch Die Revolution arm geworden. Die Inflation hat uns erst Darüber hinweggetäuscht. Dann hat sie uns das Ausmaß Der deutschen Ar­mut in erschreckender Deutlichkeit fühlen lassen. Die Spargroschen waren mit ihr dahin. Die Spar­groschen des kleinen Mannes ebenso,' wie die des früher gutgestelltenBürgerlichen".

Nach der Stabilisierung durch die Rentenmark HMerichs fingen wir wieder an, soweit wir es konnten, zu s p a r e n. Die Sorge für die alten Tage hatte die breitesten Volksschichten erfaßt. Wer es vermochte, sparte oder schloß eine Lebensversiche­rung ab. Der Arbeiter aber und auch der Angestellte begann seiner Sozialversicherung mehr als früher sein Augenmerk zuzuwenden.Was wird sie mir bieten, wenn ich im Alter oder wegen vorzei­tiger Invalidität nicht mehr zu arbeiten vermag?" das war die Frage, die sich Millionen arbeiten­der Volksgenossen vorlegten. Der Marxismus wußte das. Er setzte von Gesetz zu Gesetz, von Ver­ordnung zu Verordnung die Leistungen der Inva­lidenversicherung herauf ohne nach der Deckung zu fragen um den Arbeitern die Illusion einer vorzüglichen Fürsorge vorzutäuschen.

Aber noch der Zentrumskanzler Brüning mußte durch seine Notverordnungen die Unhaltbarkeit des roten Kartenhauses offenbar werden lassen. Als am 30. Januar 1933 das nationale Deutschland die Macht ergriff, ergab sich, daß trotz der so ein­schneidenden Notverordnung vom Juli 1932 Der versicherungsmathematische Fehlbetrag der deutschen Invalidenversicherung 12,4 Milliar­den betrug. Noch nicht einmal mehr die lausenden Ausgaben 'wurden von den Einnahmen gedeckt. Das Vermögen der Versicherung schmolz wie der Schnee an der Sonne. Von 1930 bis 1933 war es von 1636,7 bereits auf 1192,2 Millionen zurückaegan- gen. Dabei ist die Höchstzahl der laufenden Renten noch keineswegs erreicht. Die Ziffer Der Invaliden­renten, die am Jahresende von 1933 die Summe von 2 608 000 betrug, wird von Jahr zu Jahr weiter anfteigen, bis sie etwa 1970 mit 4 350 000 den Höchststand erreicht haben wird, um dann erst ganz allmählich wieder abzusinken.

Wohin?

Von unserer Berliner Redaktion.

Die Ostertage sind in einer politischen Stille vor­übergegangen, die, wie man glauben möchte, über­all Gelegenheit zum Ueberlegen und zum ruhigen Nachdenken gegeben hat. Es tat sehr not, daß ein­mal etwas Ruhe in den Ablauf der politischen Ge­schehnisse kam, denn mehr und mehr schien es, als sollten sich die Spannungen übersteigern und als würden sie damit doch zu einem gewaltsamen Aus­bruch hindrängen. Wenn man sich klar macht, wie lange und wie ergebnislos nun schon wieder inder A b r ü st u n g s f r a g e verhandelt, verhandelt und verhandelt worden ist, wenn man sieht, welche ver­geblichen Bemühungen von London und Rom an­gestellt wurden, wie sehr aber Frankreich sich in sich zurückzog, und seine ablehnende Haltung sogar fast mit jedem Tag versteifte, Dann konnte man eigent­lich kaum mehr eine Hoffnung haben, daß sich noch einmal ein Ausweg finden lassen würde. Wohin hätte das geführt? Wohin anders als in eine neue Katastrophe, die vielleicht die Vernichtung Europas und die Vernichtung der europäischen Kultur bedeu­ten würde.

Nun ist aber gerade kurz vor Ostern ein zartes Hoffnungspflänzchen aufgekeimt. Man weiß nicht recht, woher es kommt, aber Nachrichten aus Lon­don wie aus Rom und selbst solche aus Paris wollen eine Schwenkung der französischen Rüstungspolitik feststellen können, wollen wissen, daß Frankreich sich nun doch entschlossen habe, dem Gedanken einer Uebereintunft näherzu­treten und daraus auch die Folgerung zu ziehen, die der belgische Ministerpräsident de Broqueville für sich bereits in seiner bekannten Rede gezogen hat, nämlich die, Deutschlands R ü st u n g s - a ii s g l e i ch, den man doch nicht mehr zu hindern vermag, gewissermaßen stillschweigend hin­

zu n e h m e n.

Die Hoffnung mag trügerisch sein. In solcher neuen Verhandlungsbereitschaft der französischen Regierung mag nur eine Aenderung der Taktik zu erblicken sein, die darauf hinausläuft, Zeit zu gewinnen und in dieser Zeit die militärische Fähgkeit Frankreichs mit allen Mitteln weiter zu verstärken. Dann würde Frankreich schon bald einen neuen Grund gefunden haben, sich irgendwel­chen Abmachungen zu entziehen und den gefähr­lichen Weg einzuschlagen, den der französische Gene­ralstab als den einzigen ansieht, den Frankreich zu gehen vermag. Solange Frankreich nicht grundsätz­lich umlernt, solange nicht der befreiende Entschluß geboren wird, zu dem Adolf Hitler das Nachbar­volk in seiner großen Reichstagsrede aufrief, solange wird das große Fragezeichen am politischen Himmel Europas stehen.

Frankreichs Garaniiewünsche.

Ein gegenseitiges Unterstützungsabkommen

Paris, 3.April. (DNB. Funkspruch.) Der Vor­sitzende des Auswärtigen Ausschusses des Senats, Henry Berönger, schreibt in DerAgence Eco- nomique et Financiere im Zusammenhang mit Der Brüsseler Reise des französischen Außenministers, wie man bestimmt annehmen könne, seien die fran­zösische und die belgische Regierung sich über folgende drei Punkte einig :

1. daß die etwaige Aufrüstung Deutschlands eine Gefahr darstelle,

2. daß ein Rüstungswettlauf eine min­destens ebenso große Gefahr bedeute,

3. daß das beste Mittel, diesen Gefahren vor- z u b e u g e n , in dem Abschluß eines Abkom- mens bestehe, das sowohl Kon troll- als auch Durchführungsgarantien vor­sehe.

Verenger fügt hinzu, Daß b esondere Durch­führungsgarantien unerläßlich seien. Die Kontrolle

(E r n ft U 6 e t oor feiner neuen Curtiß-Maschine, mit der er tn Berlin die pfyan aftifdjften fflieqer.Mtrobntentunftftücfe noUfüljrte. Übet hat dieses amerikanische Flugzeug >m Austrage des Reichsluftfahrtministers Göring aus Amerika herubergebracht.

tützung gelangen, Das sowohl militärischen als