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Deutschland und Oesterreich

darauf ein.

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schen Einheit zusammengeschweiht zu haben, Der« bitten es uns, daß man die Weltanschauung

mit einer historischen Bewegung des ganzen deutschen Volkes. Der Nationalsozialismus, der die Bevölkerung des Reiches mit elementarer

Die deutsche Regierung bedauere es daher, daß die österreichische Regierung schwerwiegende Vorwürfe erhoben habe, obwohl sie de­ren Unrichtigkeit ohne weiteres hätte ersehen können. Falls die österrei­chische Regierung sich an denvötkerbund zu wenden beabsichtige, so müsse die Reichsregie­rung ihr die Verantwortung für einen solchen Schritt überlassen, da es sich bei dem vorliegenden Problem um einen rein innerpolltischenkonfllkt in Oesterreich handele, der einer internationalen Behandlung nicht zugänglich ist.

Zu der Beschwerde über die angeblichen Hetz­kampagnen der reichsdeutschen Pr esse gegen die österreichische Regierung wird erklärt, daß in der Tat in einzelnen Fällen Angriffe erfolgt seien. Diese seien jedoch lediglich die Antwort auf eine Unzahl gehässiger Ausfälle der österreichischen Presse gegen das neue Deutschland.

Die Neuordnung im Stahlhelm

Auch die SA.-HI erhält das braune Ehrenkleid der SA.

unserer Väter als Heidentum bezeichnet.

Schließlich- aab der Minister Kenntnis von einer Aussprache mit dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Die im NSLB. geeinete Lehrer­schaft habe die Erziehung der Jugend in der Schule vorzunehmen und die HI. die Heranwachsenden außerhalb der Schule au betreuen. Beide Organisa­tionen arbeiten Hand in Hand und ergänzen sich in ihrer Erziehungsarbeit zu dem gemeinsamen Ziel der Erziehung der Jugend zum Nationalsozia­lismus.

scher kreise in Deutschland ist niemals etwas geschehen, was einer solchen Verständigung hätte entgegenwirken können.

Daß die deutsche Regierung stets darauf Bedacht genommen hat, eine Verschärfung der Lage zu ver­meiden, kann die österreichische Regierung z. B. aus der Zurückhaltung ersehen, mit der von deut­scher Seite der Zwischenfall Schuh m a ch e r behandelt worden ist. Obwohl es sich um die Er­schießung eines Reichswehrsoldaten durch bemntete österreichische Grenzorgane auf deutschem Gebiet handelte und obwohl die gemeinsame Untersuchung die Alleinschuld der österreichischen Organe ergab, hat die deutsche Regierung alles getan, was eine schnelle Beilegung dieses ernsten Zwischenfalles ermöglichte. Trotzdem hat die österreichische Regierng es bis her un t er la ] - f e n , die zugesicherte gerichtliche S uh n e herbeizuführen. Die deutsche Regierung muß darau bestehen, daß ihr jetzt endlich die damals in Aufsicht gestellte Mitteilung über die Bestrafung der Tater

Die Reichsregierung weist dann in sechs Punkten die Beschwerden der österreichischen Regierung im einzelnen zurück. Die Behauptungen über an- gebliche Pläne der österreichischen Legion seien unwahr, die österreicherseits übermittelten Zeugenaussagen trügen deutlich den Stempel der Unqlaubwürdigkeit. Das fei auch durch Untersuchun­gen bestätigt worden. Die Behauptung von der Sendung von Propaganda- und Spreng-

DieTimes" warnt Dollfuß.

London, 3. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Blätter rechnen mit der Möglichkeit, daß Oesterreich sich andenDölkerbund wendet.Times" sieht sich jedoch veranlaßt, die Regierung Dollfuß vor einem solchen Schritt zu warnen. Man solle sich in Wien erst einmal die Folgen einer Anrufung des Dölkerbundsrates im vollen Umfange überlegen. In diesen Tagen, wo der Völkerbund eine kritische Zeit durchmache, müsse man realpolittsä) denken. Der Völkerbund sei keinDeus ex machina , sondern eine Körperschaft praktischer Staatsmänner, von denen jeder die Regie­rung seines Landes vertrete, auch wenn sie vorüber­gehend ein Schiedsgericht bildeten. Don der Vermu­tung bis zum Beweis sei ein weiter Schritt. Man wisse nicht recht, welche Entscheidung der Dolker- bundesrat treffen könne, falls die österreichische Re­gierung nicht durchschlagendes Beweis­material gegen Deutschland vorlegen könne.

GewissenSklausel im neuen Impfgesetz.

Berlin, 2. Febr. (DNB.) Die bevorstehende Revision des Jmpfgesetzes wird nach dem Vorgang anderer Länder, z.B. Englands, Hollands, voraus­sichtlich die sog. Gewissensklausel bringen, durch die grundsätzlichen Gegnern der Impfung die Möglichkeit gegeben wird, unter bestimmten Vor­aussetzungen die Befreiung von Zwangs­maßnahmen zur Durchführung der Impfung zu erreichen. Im Hinblick hierauf hat der Reichs- Minister des Innern angeordnet, daß in den Regel­fällen außerhalb der Zeiten besonderer Gefährdung des Volkes durch Epidemien von Maßnahmen z u r z w a n g s w e i s e n Impfung und von der Einleitung der Strafverfahren wegen Unter- lassung der Impfung einstweilen Abstand genommen wird.

Kleine politische Nachrichten.

Reichskanzler Adolf Hitler empfing in der Reichskanzlei die Vertreter der 24 großen euro­päischen Luftverkehrsgesellschaften, die gegenwärtig anläßlich der 7. Jnternattonalen Flug­plankonferenz in Berlin werten. Die Erschie­nenen wurden dem Kanzler von Staatssekretär Milch vorgestellt. *

Der Chef der Heeresleitung hat den Unteroffizier Gentner des 21. (bayerischen) Infanterie-Regi­ments, dem Führer der seinerzeit bei Re it im Winkel von österreichischer Seite bsschoss-E

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brähl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei L. Lunge. K. G.. jämtliH in Gießen,

Aus aller Welt.

Die Katastrophe des russischen Stratosphärenballons.

Die von der Osso Aviachim eingefehte Kommission zur Untersuchung der Katastrophe des sow- letrussischen Stratosphärenballons tellte fest, daß die Notizen der Fahrtteilnehmer und die Aufzeichnungen des Barographen bei dem Sturz der Gondel unversehrt geblieben waren. Es konnte daher einwandfrei festgestellt werden, daß der Ballon am 30. Januar um 12.33 Uhr (Mos­kauer Zeit) die bisher unerreichte Höhe von 22000 Metern erreicht hatte. Der Ballon blieb 12 Minuten in dieser Höhe und sank dann stetig bis etwa 16 Uhr. Um 16.21 Uhr setzte der Baro- graph aus. Die Uhr des Teilnehmers W a s s e n f o blieb um 16.23 Uhr stehen, so daß man annimmt, daß sich die Katastrophe zu diesem Zeitpunkt er­eignet hat. Als Ursache der Katastrophe nimmt man den z u schnellen Abstieg des Ballons an, wodurch sich die Gondel von der Ballonhülle gelöst haben muß. Die Aufzeichnungen der Fahrt- teilnehmer zeigen an, daß die Besatzung bis 16.10 Uhr in bester Stimmung war und keinerlei Be­fürchtungen hegte. Man hofft, daß die in der Gon­del vorgefundenen Apparate noch eine große wissen­schaftliche Ausbeute ergeben werden.

Die drei Insassen des verunglückten Stratosvären- ballons wurden in einem Ehrengrab an der Kreml­mauer am Roten Platz feierlich b e i g e s e tz t.

Sensationelle Aufklärung eines Todesfalles.

unter die Führung der entsprechenden S A. (Gruppen stattfindet. Das bedeutet praktisch also einen Wegfall der Oberlandesverbände und des Führungsstabes. An ihre Stelle treten auf dem Instanzenwege zur Obersten SA.-Führung die Gruppen und Obergruppen. Im roiteren Verlaufe der Umorganisation ist dann allerdings mit einer nach örtlichen Gesichtspunkten geregelten Z u - fammenlegung der O r t sg r u p p e n - R e - serveformationen der aktiven SA. mit den SA. - R. I. -Einh eiten zu rechnen, wobei für die Führung in erster Linie die bisheri- gen SA.-R. l.-Führer eingeteilt werden dürfen.

Unberührt von dieser Regelung bleibt der Fortbestand des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten. Ihm kann weiterhin jeder angehö- ren, der ihm heute angehört, gleichgültig, ob er in der SA.-R. Dienst tut oder nicht. Seine Angehöri­gen tragen, soweit sie nicht als SA.-R.-Männer das braune Ehrenkleid tragen, wie bisher das selb- graue Ehrenkleid. Am kommenden Sonntag wird in Berlin eine Tagung der Landesführer ftattfinben, auf der der Bundesführer die notwen- digen Anordnungen für die weitere Arbeit des Stahlhelm treffen wird.

Oie Dienststelle des Führers der SA.-Reserve I aufgehoben.

B e r I i n, 2. Febr. (DNB.) Das Stahlhelm­bund e s a m t teilt mit: Gemäß Verfügung der obersten SA.-Führung ist auf Grund der ange­ordneten Verschmelzung der SA.-Reserve I mit her 621. die Dienststelle des Führers der SA.-Reserve I auf gehoben worden. Der Stabs­chef Röhm hat Oberlandesführer von Stefani feinen Dank und feine Anerkennung für die bis dahin geleisteten Dienste ausgesprochen und ihm zur Verfügung der ober st en SA.-Fuh- r un g gestellt. Oberlandesführer von Stefani hat gleichzeitig sein Amt als Bundeshaupt- in a n n im Stahlhelm B. d. F. niedergelegt.

Aeue Forderungen derHeimwehr

Wien, 2. Febr. (DNB.) Nach einer Mitteilung der halbamtlichen Polizeikorrespondenz sind am Freitagnachmittag aus allen Bezirken Wiens meh­rere tausend Heimatschützler zur Verstärkung der bereits früher aufgebotenen Schutzkorpsbrigade aus­gerückt. Gegen Mittag wurden von den Heimwehr- abteilungen zwei neue Kasernen in der inneren Stadt bezogen. In Graz ist auch eine Verstärkung der aufgebotenen Wehrverbände erfolgt. Es besteht daher der Eindruck, daß die in Tirol von den Heim­wehren eingeleitete S t r a f e x p e d i t i o n jetzt mit großer Beschleunigung auch auf die ande­ren Bundesländer ausgedehnt wird.

Das Vorgehen der Tiroler Heimwehren gegen die Nationalsozialisten bedingt immer mehr den Charakter auch eines innenpolitischen Vorgehens, da die Tiroler Heimwehren jetzt über die Forderung auf rücksichtslose Bekämpfung des Nationalsozialis- mus hinaus auch die Selbstauflösung der Christlich-Sozialen Partei, den Rücktritt sämtlicher Christlich-Sozialen von den öffentlichen Stellen und sofortige AuflösungberSozial- demokratischen Partei gefordert haben.

In Innsbruck sind nur etwa 500 Heimwehr- teute in geradezu jämmerlicher Kostümierung ge­stellt worden, während die amtlichen Berichte von einem Heimwehraufgebot in Stärke von 8000 Mann sprechen. Als die einzelnen Heimwehrabteilungen in die Stadt einzogen, grüßten vom Innsbrucker Stadtturm zwei riefiae H a k e n k r e u z f a h - n e n , während ganze Salven von Kanonenschlägen die Stadt erdröhnen ließen. Die Heimwehrleute wußten sich nicht anders zu helfen, als wahllos die üblichen Massenverhaftungen vorzunehmen. Ins- gesamt wurden über 160 Personen feftgenommen.

Berlin 2. Febr. (DNB.) DieStahlhelm- Bundeszeitung" schreibt wer die Neuordnung im Stahlhelm u a.: Äl- im H-rbst dem Stahl- Helm nach dem Tag- uan Hannover d>e Ausgabe übertragen wurde, die SA.-R. I auszustellen da mußt- für den, der die innere Sogit im Ausbau des politischen Soldatentums des neuen Staates begriffen hatte klar sein, daß die durch diese Aufgabenstellung geschaffene Regelung nur einen lieber g a n g s- zustand bedeuten konnte. Ging man nämlich von dem Grundgedanken aus, daß d i e a e s a m t e S A., zu der seit der Eingliederung die Formationen des Stahlhelm auch gehörten, zu einer wesentlichen und ständigen Einrichtung des nationalsozialistischen Staates mit besonderen innerpolitischen Aufgaben ausgebaut werden sollte, so ergab sich schon aus organisatorischen Gesichtspunkten die Notwendigkeit, die zunächst noch unverbunden nebeneinandergestellten Teilgliederungen der Ge­samt-SA. zu vereinheitlichen und miteinan­der zu verzahnen.

Es war nötig, aus den Reserveformationen der aktiven SA und den vom Stahlhelm aufgestellten Formationen der SA.-R I eine einheitliche Gliederung zu bilden, in die ohne weitere organisatorische Schwierigkeiten und gefühlsmäßige Hemmungen Jahr für Jahr die nunmehr 35jährigen SA -Männer übergeführt werden können. Mit aus diesem Grunde ist auch die Regelung vorgesehen, daß künftig auch die S A. - R. I an Stelle des qrauen Ehrenkleides des Frontsoldaten das braune Ehrenkleid der SA. trägt. Die Verleihung der braunen Tracht an die Männer der SA.-R. I versinnbildlicht die Tatsache ihrer völligen und unterschiedslos gleichberechtigten Zu­gehörigkeit zum politischen Soldaten- t u m A do k f H i t l e r s.

Betrifft die Frage der Tracht jeden einzelnen SA.-R. I. Mann, so wird die organisatorische Neu- regelung d i e unteren Einheiten zunächst weniger berühren, da lediglich eine Un­terstellung der geschlossenen SA.-R. I. - Formationen der Landesverbände

Die Beschwerden bezüglich der Rundfunk pro- paganba widerlegt die deutsche Note mit der Feststellung, daß die Vorträge des Rundfunks sich an die reichsdeutschen Höhrer richteten. Dagegen sei festzustellen, daß die Oesterreicher den Rundfunk zu intensivster Propaganda gegen das neue Deutschland verwendeten und s e l b st vor Verleumdungen nicht zurückschreckten. Der Kampfring der Oesterreicher in Deutschland werde von der Regierung nicht gefördert. Die Reise des Erbprinzen Waldeck nach Wien könne auf keinen Fall als eine Konspiration gegen die österreichische Regierung angesehen werden. Der Erbprinz habe sich im amtlichen Auftrage nach Wien begeben, um sich bei der deutschen Ge­sandtschaft über die Lage zu informieren. Hierbei habe er Herrn Frauenfeld in dessen Wohnung aufgesucht und dort auch den Grafen Alberti getroffen. Graf Alberti sei zu dieser Zeit der Füh- r der niederösterreichischen Heimwehren, also M i t- lied einer Regierungspartei gewesen.

Wettervoraussage.

In dem Hochdruckkeil, der über Deutschland liegt, hat sich ein Kaltluftherd gebildet, der im südlichen Teil des Reiches Temveraturwerte bis nahe minus 20 Grad aufweist. Ausläufer des nordöstlich ab« ziehenden Tiefs drängen sich südlich vor und brin­gen wärmere Lust mit sich, so daß zeitweise Be­wölkung aufkommt und vereinzelt sogar Neigung zu etwas Schneefall besteht. Dabei wird auch der Frost vorübergehend abgeschwächt. Da über Skan­dinavien Kält'ezunahme und Barometeranstieg . zu erkennen ist, dürfte auch bei uns der winterliche Witterungscharakter erneut gekräftigt werden.

Aussichten für Sonntag: Wechselnd be­wölkt und vereinzelt auch Neigung zu etwas Schnee­fall, weiterhin Frost, doch etwas gelinder.

Aussichten für Montag: teils bewölkt, teils aufklarend, meist trocken, noch Frost.

Lufttemperaturen am 2. Februar: mittags1,4 Grad Celsius, abends7,8 Grad; am 3. Februar: morgens10 Grad. Maximum1,4 Grad, Mini­mum10,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Februar: abends0,5 Grad; am 3. Fe­bruar: morgens1,2 Grad Celsius. Schneedecke 3,3 cm. Sonnenscheindauer 8% Stunden.

Amtliche Dinlersporlnachrichten.

Vogelsberg: Hoherodskopf: Heiter, 12 Grad, 60 bis 70 cm Pulverschnee, Sportmög- lichkeit sehr gut. Herchenhainer Höhe: Bedeckt, 8 Grad, 35 cm Pulverschnee, Sportmög­lichkeit sehr gut.

Sauerland: Winterbera: Wolkig,7 Grad, 47 cm Pulverschnee, 1 bis 2 em Neuschnee, Sport sehr gut.

Schwarzwald: Feldberg: Klar,12 Grad, 115 cm Pulverschnee, Sport sehr gut.

Alpen: Garmisch: Klar, 20 Grad, 70cm Pulverschnee, Sport sehr gut.

Bewegung, die mit der heuchlerischen Maske der Religion und der Konfes­sion Gegenarbeit zu leisten suchten, und weiter diejenigen, die mit dem Begriff des Fa ch e s der zünftigen Wissenschaft und mit der Begründung der Notwendigkeit dieser fachlichen Dinge merkwürdige und gefährliche Ansichten ver­träten. Dazu sei hervorzuheben, daß der National­sozialismus diese Facharbeit durchaus bejahe, aber nur dann, wenn sie im Dienste des Volks- ganzen stehe. Die ersteren lehnten z. B. den welt­anschaulichen Inhalt unserer Bewegung als Hei­dentum ab. Wir Nationalsozialisten, so erHarte Schemm, die wir stolz darauf sind, das deutsche

nen Skimannschaft für sein bei dem Vorfall bewiesenes umsichtiges Verhalten seine Aner­kennung ausgesprochen und ihn zum über« zähligen Feldwebel ernannt.

Die bisher in Leipzig in Schutzhaft gehaltenen Bulgaren Dimitroff, Popoff und T a n e f f sind nach Berlin übergeführt worden.

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Angesichts der französischen Weigerung, die vollen Einfuhrkontingente in allen Fällen für englische Waren wieder herzustellen, werden die angedrohten englischen Gegenzölle voraus­sichtlich in der nächsten Woche in Kraft gesetzt wer­den. Die französische Antwort auf die neuerlichen englischen Vorstellungen wird in politischen Kreisen als durchaus unbefriedigend bezeichnet.

Herr Dollfuß nicht befriedigt. Oesterreich will den Völkerbund bemühen.

Wien, 2. Febr. (DNB.) Das Kabinett hat den Inhalt der dem österreichischen Gesandten in Berlin übermittelten Antwortnote der Reichsregierung zu dem österreichischen Schritt vom 17. Januar d. I. geprüft, lieber die Be­ratungen des Kabinetts wurde folgende amtliche Verlautbarung veröffentlicht:

Der Ministerrat mußte aus der Antwort der deutschen Reichsregierung mit Bedauern entnehmen, daß auch dieser Versuch der öster­reichischen Bundesregierung, den Konflikt un­mittelbar zwischen den beiden deutschen ©taten zu bereinigen, bei der deutschen Reichs­regierung kein Verständnis gefunden hat. Die Antwortnote der deutschen Reichs­regierung trägt den von der österreichischen Bundesregierung erhobenen Beschwerden in keiner Weise Rechnung und begnügt sich damit, die einzelnen Beschwerdepunkte ein­fach i n A b r e d e zu stellen. Aus diesem Grund hat der Ministerrat die deutsche Antwortnote einhellig für unbefriedigend gefunden. InI dem zuversichtlichen Vertrauen auf das gute Recht und in einmütiger Entschlossenheit wird die Bundesregierung unter Führung des Bundes­kanzlers Dollfuß nunmehr den W e g w ei­te r g e h e n, der ihr durch die Verhältnisse aufgezwungen ist."

Nach einer halbamtlichen Mitteilung wird ein außerordentlicher Ministerrat bereits in allernächster Zeit zusammentreten, um den endgültigen Beschluß über die internationale Aktion Oester­reichs gegen Deutschland zu fassen. Man erwartet, daß die Sitzung noch vor der Abreise des Bundes­kanzlers Dollfuß nach Budapest am 7. Februar ftattfinben wird. Die als unmittelbar bevorstehend angesehene Anrufung des Völkerbundes durch die Regierung wird von der Presse bereits als eine feststehende Tatsache hingestellt.

Die Reichsregierung veröffent­licht ihre Antwortnote.

Die Wiener Beschwerden im Einzelnen widerlegt.

B e r I i n, 2. Febr. Angesichts der Stellungnahme der österreichischen Regierung hält es die deutsche Regierung für angebracht, die deutsche Antwort bekanntzugeben: In der Antwort auf die von dem österreichischen Gesandten überreichten Notiz h ißt es u. a.: Die Notiz enthalt eine einseitige Schilde­rung gewisser Vorkommnisse in Oesterreich und ver­bindet damit den Vorwurf, daß diese Vorkommnisse auf eine unzulässige, von Deutschland ous unter­nommene Einmischung »n die innerP°}fl tischen österreichischen Der h a ltrn, se zurückzuführen seien. Sie spricht von einem Konflikt zwischen den beiden deutschen Staaten und gibt dem ganzen Fragenkomplex eine Darstellung die sie von vornherein unter ein en f al schen Gesichtspunkt rückt. Bevor die deutsche Regie­rung auf die einzelnen Vorkommnisse eingeht: halt sie es für nötig, diesen falschen Gesichtspunkt richtig zu stellen.

Ls handelt sich n i ch t um einen Konflikt Zwi­schen den beiden deutschen Staaten, als solchen, der unter den von der österreichischen Regie­rung geltend gemachten formalen Begriff des Völkerrechts fiele, sondern um die Aus- einanderjehung der österreichischen Regierung

Die Göttinger Kriminalbehörden stehen vor der sensationellen Aufklärung eines Todes- falles. Dor einigen Jahren starb in Horde am Harz die Offizierswitwe Frau von Berkefeld, eine in der Gegend bekannte und geachtete Frau. Ihre Pflegerin, eine Frau Großkopf, machte alsbald gegen die Erben der Verstorbenen An­sprüche geltend; sie legte einen Darlehensvertrag mit Frau von B. vor, nachdem sie der Offizierswitwe angeblich 3000 Mark geliehen haben wollte, die sie nun zurückverlangte. Da die Erben Einspruch er­hoben, kam es zu einer Zivilklage vor dem Göttin­ger Landgericht. Im Laufe des Prozesses wurde die überraschende Feststellung gemacht, daß die Unter- schrift der Frau v. B. gefälscht war Die Staatsanwaltschaft erhielt von dem Vorfall Kennt­nis und ordnete die Ausgrabung der Leiche an. Der Sektionsbefund war überraschend. Die Leiche enthielt ein solches Quantum Arsenik, daß man damit eine ganze Familie hätte umbringen können. Inzwischen wurde auch ermittelt, daß die Großkopf sich tatsächlich Arsenik verschafft hatte und durchaus nicht die makellose Frau war, für die man sie überall hielt. Sie ist wegen Betruges bereits vorbestraft. Frau Großkopf wurde feftge­nommen und ins Göttinger Untersuchungsgefang- nie gebracht.

Verhängnisvolle Verwechslung. Statt Glühwein ätzendes Soda getrunken.

Kraft ergriffen und der die deutsche Bevölkerung Oesterreichs schon seit langem in seinen Bann gezogen hat, wird von der österreichischen Re­gierung mit allen Rütteln der Gewalt in seiner freien Entwicklung und Entfaltung gehindert. Ls ist selbstverständlich, daß durch die politische Grenze zwischen dem Reich und Oesterreich das Gefühl völkischer und geistiger Verbundenheit nicht beseitigt und das Uebergreifen volksbewe­gender Ideen nicht aufgehalten werden kann. Die österreichische Regierung kann nicht erwarten, daß Deutschland einem Regierungssystem gleich­gültig gegenübersteht, das alles das entrech­tet und unterdrückt, was das deutsche Volk mit neuem Mut und neuer Zuversicht erfüllt. Es ist unvermeidlich, daß der schwere inner­politische Konflikt in Oesterreich auch auf das Der- hältnis des Reiches zu Oesterreich feine aefubte- mäßige Rückwirkung hat. Trotzdem hat die deutsche Regierung es auf das peinlichste ver­mied e n, sich in die innerpolitischen Verhältnisse Oesterreichs einzumischen. Sie hat wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß ihr jeder Gedanke an ge­waltsame Einmischung oder irgendeine Verletzung vertraglicher Bindungen v o l l k o m m en f er n liegt. Sie kann daher nur ihr lebhaftes Befremden darüber äußern, daß die österreichische Regierung bei mehrfachen Anlässen die deutsche Regierung ver­dächtigt hat, als ob sie die II n a b i) ä n g i g f e i i Oesterreichs bedrohe.

Bei dieser grundsätzlichen Einstellung der deut­schen Regierung versteht es sich im Gegensatz zu der Darstellung der österreichischen Regie­rung ganz von selbst, daß die deutsche Regie­rung es nur begrüßen würde, wenn e n d l i ch eine Verständigung zwischen der öster­reichischen Regierung und der Nationalsozialisti­schen Partei in Oesterreich herbeigeführt wer­den könnte. Auch von Seiten nationalsozialisti-

Dolk unter dem Begriff der Rasse zu einer völki- material von Deutschland nach Oesterreich sei " ' 1 ' " ' ' ---. ebenfalls genau nachgeprüft worden. Keinerlei

amtliche ober parteiamtliche deutsche Stellen seien an einem derartigen Schmuggel beteiligt gewesen ober hätten ihn auch nur be­günstigt, falls er sich tatsächlich ereignet haben

Ein pensionierter Eisenbahnbeamter in Koblenz ist bas Opfer einer Verwechslung geworben. Er war zu einer ihm bekannten Familie gekommen unb fanb auf bem Küchenherb einen Topf mit Flüssigkeit vor, von ber er annahm, baß es sich um einen Glühwein hanbele. Kurz entschlossen tränt er von ber Flüssigkeit. Die in einem Nebenzimmer an- wesenben Wohnungsinhaber hörten alsbalb lautes ! Aufschreien, unb als sie in bie Küche eilten, fanben ie ben Beamten, wie er sich in Schmerzen auf bem Erbboben wälzte. Bei ber Flüssigkeit hatte es sich um kaustisches 6oba gehandelt. Ein herbei­gerufener Arzt orbnete bie sofortige Ueberführung ins Krankenhaus an; dort trat der Tob kurz