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Der Frau, der Schwiegermutter, den Kindern, die alle nichts davon verstehen, muß es doch gezeigt werden. Auf einmal ist es geschehen: die Hände sind verschmiert, die Zeughausverwaltung weiß, daß Warnung an sich nichts nützt, und hat die Ver­schlußteile mit Fett eingerieben. Das überzeugt mehr.

Za sie imponieren am meisten, die Kanonen. Und es macht unbedingt einen heldischen Eindruck, sich rittlings auf einem Geschützrohr aufnehmen zu lassen. Leider hatte das Geschützrohr nicht das notige Kunstverständnis und senkte sich plötzlich vornüber. Der Mann fiel auf die Nase. Seitdem hat die Ver­waltung die Lafettenkästen mit Steinen und Eisen beschwert. Und das Gleichgewicht ist wieder her­gestellt.

Es ist nicht zufällig, daß die Weltkriegsabteilung neu gruppiert wurde.Einer gegen acht":

fast symbolisch wirken die beiden Flugkisten von Boelke und Richthofen unten in der Ein­gangshalle. Seelenverkäufer aus Draht, Blech und Holz, und doch die beiden einzigen Kriegsflugzeuge, die Deutschland noch hat. Erst jetzt, nach vierzehn Jahren, kann das Zeughaus von seinen Mitteln Gebrauch machen, die ganze Kraft seiner aufgehäuf­ten Geschichte aktivieren.Wer braucht Sicherheit im Westen Wer braucht Sicherheit im Osten, zur See, in der Luft?" mahnen die Propaganda­tafeln rechts und links der beiden Flugzeuge. W e r hat abgerüstet?" die zerstörten Verschluß- stücke der letzten deutschen Geschütze klagen an. Und der Kranz, den die Jugend vor die Räder des Richt­hofen-Flugzeuges gelegt hat, ist nicht der einzige Ausdruck für die Besinnung des deutschen Volkes auf feine Vergangenheit.

Die zu gleicher Zeit stattfindende Parallelver­sammlung der

Spar- und Darlehnskaffe

stand in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden unter Leitung von Vorstandsmitglied K. G e r l a ch. Sie wickelte sich schnell ab. Außer der formellen Beschlußfassung über den Zusammenschluß, zu der Revisor I o l k und LKF. Langsdorf eingehende Ausführungen im ähnlichen Sinne, wie es in der anderen Kaffe geschah, machten, wurde die Erhöhung der Aufwertungsquote für alte Spareinlagen um ein weiteres Prozent beschlossen, ebenso die Er­höhung des Geschäftsanteiles auf 100 Mark mit Pflichteinzahlung von 10 Mark. Auch wurde die Vergütung für die alte Verwaltung zu dem vor­jährigen Satz festgesetzt. Revisor Jolk dankte dem infolge seines hohen Alters ausscheidenden Rechner Abel, der in 28 Jahren treu und sicher die Ge­schäfte geführt hat. Vorstandsmitglied Wilhelm Mandler gedachte der jüngst verstorbenen Ver­waltungsmitglieder Wilh. Krombach und Karl L a u tz, zu deren Gedenken sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben.

Nunmehr versammelten sich die Mitglieder beider Kassen zum ersten

Ein genosienschastliches Musterbeispiel.

Zusammenschluß der genossenschaftlichen Spar- und Kredittaffe und der Spar­

und Darlehnskaffe in Krofdorf-Gleiberg.

G Krofdorf - Gleiberg, 31. Dez. Der vor­letzte Tag des alten Jahres darf als ein Markstein in der Geschichte unseres Dorfes angesehen werden Was vor Jahresfrist noch nicht möglich schien, aber schon länger von einzelnen Persönlichkeiten im In­teresse der Dorfeinheit erstrebt wurde, ist nun Tat­sache geworden:

die beiden hiesigen, im Dorfleben tiefverwurzel­ten Genossenschaftskassen, die Spar- und kredit- kasse und die Spar- und Darlehnskasse, haben sich zusammengeschlossen, zwei Kassen, die mit hohen Jahresumsätzen und mehr als 500 Mit­gliedern mit an erster Stelle des Revisions­verbandes standen.

Nachdem die Vorbesprechungen und Vorarbeiten, bei denen neben den Verwaltungsorganen beider Kassen Revisor I o l k (Gießen) hervorragend mit- wirkte, erledigt waren, fand am letzten Samstag­abend zunächst eine Sitzung der Verwaltungen im Beisein der Herren Direktor I o l k (Frankurt, Ländl. Genossenschaftsverband Raiffeisen), Revisor Jolk und Landw. Kreisfachberater Langsdorf statt. Zur Erledigung stand die namentliche Benen­nung der der Generalversammlung vorzuschlagenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und Aus­sprache über die 22 Meldungen der Bewerber auf die ausgeschriebene Geschäftsstelle. Die Wahl des Ge­schäftsführers soll einer späteren Generalversamm­lung vorbehalten bleiben. Da nach den Reichsbestim­mungen beim Zusammenschluß eine Kasse die aus­nehmende sein muß, im vorliegenden Falle aber beide Kassen mit gleichen Rechten und Pflichten gemäß ihrer Gleichwertigkeit die Verschmelzung vornehmen, ließ man das Los entscheiden, das die S p a r - u n d K r e d i t k ä s s e als die aufnehmende bestimmte.

Bei den folgenden, getrennt stattfindenden G e - neralversammlungen beider Kassen hatte dementsprechend

die Spar- und Kreditkasse

m i g beschlossen. Als letzter Punkt stand zur Verhandlung: Wahl der Verwaltungsor­gane. Die Vorschläge der beiden alten Verwaltun­gen wurden angenommen, dazu der Vorstand auf Wunsch der Gewerbetreibenden um ein Mitglied aus ihren Reihen erweitert. Fast einstimmig wurden folgende Herren gewählt: Vorstand: Wilh. Wag­ner, Vorsitzender; Karl Gerlach, Stellvertreter; Wilhelm Leib 82, Karl Daubertshäuser, Wilh. Krombach, Karl Drescher, Karl Ben­der, Gleiberg und der LOF. Karl Bender 120. Aussichtsrat: Wilh. Mandler, Vorsitzender; Karl Bender 62, Stellvertreter; Karl Bender 89, Ferd. Jochem, Hermann Bender, Hermann Schleenbecker, Ludw. Bepperling, Wilh. Bender, Wilh. Winter und Wilh. Leib.

Hierauf dankte K. Daubertshäuser mit anerkennenden Worten den freiwillig ausscheiden­den Mitgliedern aus der alten Verwaltung. In seinem Schlußwort sprach Lehrer Praß der Ver­sammlung für ihre Beschlüsse Dank aus. Er warf einen kurzen Rückblick auf das 28jährige Bestehen der Kasse, die nun, wie das ^ahr 1933, zu Ende gehe. Sie habe als ein stolzer Bau dagestanden, der jetzt nicht etwa in Trümmer gelegt werde, son­dern mit der Schwesterkasse zu einem noch viel ?räßeren Bauwerk verbunden werde, um allen An- orderungen eines zeitgemäßen Kasseninstitutes zu entsprechen und allen Berufen und Ständen unseres Ortes und der Umgebung Rechnung zu tragen. Er schloß mit der Bitte, dem neuen Abschnitt genossen­schaftlicher Arbeit zuversichtlich entgegenzugehen und an den Mann zu glauben, der heute Deutschlands Geschick in festen und guten Händen hält. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer endete die denkwürdige Versammlung.

gemeinsamen Zusammensein.

Freudig bewegt konnte Revisor Jolk den gefüllten Saal begrüßen und seiner Genugtuung über das Geschehene Ausdruck verleihen. Er pries die Arbeit der früheren Genossenschaften, insonderheit die der Verwaltungen. Das neue Institut sei nicht nur das größte seiner Art im Kreise Wetzlar, sondern auch ein Musterbeispiel für den ganzen Revisionsverband. Er schloß mit dem Wun­sche, daß nunmehr nach dem Grundsatz:Einer für alle, alle für einen" Aufbauarbeit im Sinne Adolf Hitlers geleistet werden möchte.

LKF. Langsdorf zollte dem Geiste der Ein­mütigkeit Anerkennung. Er beleuchtete unter dem Eindruck der Zeiten- und Jahreswende insonderheit die landwirtschaftliche Seite der Genossenschaft, welche ungeheuren Aufgaben 1933 in der Land­wirtschaft erledigt worden sind, wie die Reichs­bauernfront von W. D a r r 6 geschaffen wurde. Die Krönung des Ganzen sei das Reichsnährstand­gesetz, das ausführe, was zum Gedeihen des Bauern­standes dienlich fei. Adolf Hitler habe dem Bauern die Stellung gegeben, die ihm gebührt.

In kernigen 'Worten faßte Lehrer Praß die Bedeutung des Tages für unseren Ort zusammen. In dem vollbrachten Werk zeige sich das Stre­ben zum Ganzen als gewaltiger Fortschritt in der Dorfgemeinschaft. Er rief dazu auf, daß jeder Dorfgenosse es als Pflicht und Selbstverständlichkeit ansehen müsse, seine Geschäfte bei der zukünftigen Dorfkasse abzuwickeln. Er wünschte namens der Mitglieder der neuen Verwaltung, in ihrer Arbeit Glück und Erfolg, daß sie mit Klugheit und Ver­stand wirtschafte und auch nach außen hin das Institut vorteilhaft repräsenttere.

Im anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Trunk, Lied und Plaudern zeigten sich weitere Fortschritte im Ausgleich ehemaliger Gegensätze.

Wirtschaft.

die Hauptarbeit zu erledigen. Für diese Kasse eröff­nete und leitete Lehrer Praß die Versammlung, die, wie die andere, von zahlreichen Mitgliedern be­sucht war. Lehrer Praß wies in seiner einleitenden Ansprache, ausgehend von der weltgeschichtlich-gigan­tischen Bedeutung der deutschen Revolution 1933 im Gegensatz, zu der von 1918, auf die Auswirkungen auf unser Dorf hin, wo die trennenden Schranken von Volksgenosse zu Volksgenosse gefallen sind und wo die dörfliche Zwietrachteinen Stich mitten ins Herz" erhalten hat. Die Dorfgemeinschaft marschiert, zu ihrer Stärkung solle auch diese Ver­sammlung mit ihren wichtigen Beschlüssen beitragen. Redner machte dann eingehend Mitteilungen über die bereits geleisteten Vorarbeiten.

Darauf gab Direktor I o l k zu verstehen, daß nach den Zusammenschlüssen der Landwirtschaftlichen Ver­bände nunmehr auch für das Nebeneinanderarbeiten der dörflichen Genossenschaftskasfen kein Grund mehr vorhanden sei. Für Gemeinde und genossenschaftliche Arbeit sei es besser, wenn die ganze Dorfbevölkerung hinter einer Kasse stehe; auch an Unkosten werde gespart. Er bat, da immerhin ein gewisser Kom­promiß nötig sei, Sonderwünsche zurückzustellen. Da es hier weder Sieger noch Besiegte gebe, sei es ein Leichtes, das Ziel, Schaffung einer lei­stungsfähigen Genossenschaft, zu errei­chen. Redner ging weiter-auf die zu erfüllenden Be­dingungen betr. des Zusammenschlusses ein.

Nach längerer Aussprache wurden die vom Reichs­verband herausgegebenen Satzungen mit einigen not­wendigen Abänderungen einstimmig ange­nommen. Das neue Institut soll den Namen

Spar- und Dorschuhkasse Krofdorf-Gleiberg e. G. m. u. h.

tragen. Nach Bekanntgabe des Verschmelzungsver­trages wurde der Zusammenschluß ein st im-

Mathildenstist Butzbach, Bezirkssparkaffe.

00 Butzbach, 2. Jan. Dieser Tage fand im Hessischen Hof" die ordentliche Mitgliederversamm­lung des Mathilden st ifts Butzbach, Be­zirkssparkasse, statt.

Aus dem oonr Sparkassedirektor Falter er­statteten Geschäftsbericht ging hervor, daß sich die Sparkasse günstig weiter entwickelt hat. Der Gesamtumsatz in 1932 beträgt 37 084 764 Mk., die Bilanzsumme 7513013,80 Mk. gegen 7348337,23 Mark im Vorjahre. Die Spareinlagen haben sich von 6 157 969,71 Mk. auf 6 278 664,11 Mk. erhöht. Die Anzahl der Sparkonten ist von 7146 auf 7794 gestiegen, gegen 4127 im Jahre 1913. Die Depo­siten-, Scheck-, Giro- und Kontokorrenteinlagen be­tragen Ende 1932 545 262,93 Mk,.die Aufwertungs­bilanzsumme 1 076 695,06 Mk. Die Sicherheit der Einlagen ist nach wie vor im gleichen Maße un­bedingt vorhanden. Die hereingenommenen Gelder sind satzungsgemäß wie folgt angelegt: Hypotheken 3203670,11 Mk.; Kaufgelder 746513,45 Mk.; Schuld­scheine an Gemeinden, Kirchen usw. 897 934,37 Mk.; Schuldscheine an Private mit Bürgschaft 319 623,76 Mark; gegen Verpfändung von Wertpapieren 15 902,82 Mk.; Kontokorrentkredite 927 804,44 Mk.; Wechsel 15 233,68 Mk.; eigene Wertpapiere 70 000 Mark; Kasse, Guthaben bei Banken einschließlich Postscheckkonto pp. 446 054,02 Mk. Der Reserve­fonds beträgt 238 716,91 Mk. nach Zuschreibung des Reingewinnes von 16 764,15 Mk. Die Mobilien stehen mit 1 Mk., die Immobilien mit 20 001 Mk. zu Buch, das Geschäftsgebäude ist hierbei nur mit 1 Mk. bewertet. Auch im Jahre 1932 brauchte das Mathildenstist weder feine Organisation, noch die Akzeptbank in Anspruch zu nehmen. Die liquiden

Mittel (täglich fällige Bankguthaben ohne eigene Wertpapiere) betragen zur Zeit über 600 000 Mk.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 trat die neue Satzung, verfügt durch das Hessische Staatsministe­rium, in Kraft.

Bei der Ergänzungswahl zum Verwaltungsrat wurde Bürgermeister Wetz (Münzenberg) gewählt.

Nach Erledigung der Tagesordnung, bei der alle Beschlüsse einstimmig gefaßt wurden, schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen Sieg-Heil die Ver­sammlung.

* Konkurse und Vergleichsverfah­ren im Dezember 193 3. Im Dezember 1933 sind durch denReichsanzeiger" 197 Konkurse und 65 Vergleichsverfahren bekanntgegeben worden. Die entsprechenden Zahlen für November 1933 stellen sich auf 221 bzw. 83.

* GelsenkirchenerBergwerks-AG. Die Gesellschaft hatte Ende Januar 1933 den Inhabern der 6-v. H.-Notenanleihe von 1928 das Angebot ge­macht, diele bei einer Rückzahlung von 10 o. H. in eine neue Anleihe der Essener Steinkohlen-Bergwerke AG. umzutauschen. Obwohl mehr als 65 v. H. der Noteninhaber dad Angebot angenommen haben, kann eine Wirksamkeitserklärung wegen der durch das Transfermoratorium eingetretenen Schwierigkeiten nicht erfolgen. Um jedoch den Noteninhabern die Vorteile des Angebots zu erhalten, wird zur Zeit über ein neues Umtauschangebot durch die Essener Steinkohlenbergwerke AG. verhandelt.

frankfurter Börse.

Mttagsbörse: fest, Renten lebhaft.

Frankfurt a. M 2. Jan. Die erste Börse im neuen Jahre setzte in ausgesprochen freundlicher Grundstimmung ein. Im Vordergründe des Interes­

ses stand der R e n t e n m a r k t, der ziemlich große Umsätze und beachtliche Kurssteigerungen aufwies. Diese Bewegung ist ein erfreuliches Zeichen und ein Vertrauensbeweis für Reichsanleihen, die im Mit­telpunkt standen. Verursacht ist diese Bewegung in dem Anlagebedürfnis aus freigewordenen Zins- und Kuponeinnahmen. Die Altbesitzanleihe gewann zu­nächst 0,90 v. H. und dann nochmals 0,65 v. H., Neu­besitz insgesamt 0,45 v. H. Späte Reichsschuldbuch­forderungen lagen 1,50 v. H. fester. Auch für Pfand­briefe machte sich schon bei Börsenbeginn auf erhöh­ter Basis Kaufneigung bemerkbar. Dollarbonds durchweg fester.

Auch Aktien waren fest. Es führten verschiedene Spezialwerte des Montan-, Chemie- und Automo­bilmarktes. Reichsbankanteile 2 o. H. höher. Reichs­bahnvorzugsaktien ausschließlich Zinsen etwas fester. Nur Schiffahrtswerte bemerkenswert schwach, wobei Nordd. Lloyd und Hapag je 1,13 v. H. verloren. IG. Farben bei ziemlich großen Umsätzen insgesamt um 2,25 v. H. höher. Am Montanmarkt gewannen Klöck­ner 1,50 v. H Mannesmann 1 v. H. und Harpener 1,25 v. H. Daimler Motoren sehr gesucht und 1,40 v. H. fester, Zellstoffwerte leicht anziehend. Electro- werte ruhiger und nur teilweise etwas freundlicher. Im einzelnen Cement Heidelberg 1 v. H. höher, Südd. Zucker 0,50 v. H Aku 0,40 v. H, leichter.

Im Verlaufe zogen verschiedene Werte am Aktien­märkte nochmals an, so Gesfürel (erneut 1,25 v. H ), Reichsbank (nochmals 1,75 v. H.), Mannesmann (4- 1,13 v. H.) usw. Aktien waren aber insgesamt etwas ruhiger, während Renten ihre beachtliche Um­sätze aufrecht erhielten und ihre höchsten Tagesge­winne voll behaupteten. Pfandbriefe waren durch­weg alle höher und 1 bis 1,50 v. H. fester, wobei vielfach nur beschränkte Zuteilung erfolgte. Auch Stadtanleihen bis 1 v. H. gebessert, Staats- und Länderanleihen zeigten ebenfalls Kurssteigerungen um 0,50 bis 1 v. H. Von fremden Werten wurden Schweizer Bundesbahn-Anleihen ausschließlich etwas fester notiert.

Nach dem Ultimo trat am Geldmarkt die er- wartete Entspannung ein, Tagesgeld wurde mit 4 nach 4,50 v. H. festgesetzt.

Abendbörse: weiter freundlich.

Der Kupon-Termin machte sich auch an der Abendbörse in weiteren, wenn auch nur kleinen An­lagekäufen bemerkbar, wobei Rentenwerte wieder bevorzugt waren. So eröffneten von den variablen Reichsanleihen Alt- und Neubesitz bis zu 0,13 v. H. höher, ferner erhielt sich Nachfrage nach einigen Staats- und Städteanleihen sowie nach Pfandbrie­fen. Von Industrie-Obligationen waren Stahlverein- Bonds 0,25 v. H. fester.

Der Aktienmarkt lag etwas ruhiger. Die Ber­liner Schlußkurfe waren größtenteils gut behaup­tet, vereinzelt weiter bis zu 0,25 v. H. befestigt. Stärker gesucht waren Schuckert, die insgesamt 1,50 o. H. gewannen. Von Schiffahrtswerten konnten sich Nordd. Lloyd nach ihrer Abschwächung von heute mittag um 0,40 v. H. erholen.

Im Verlaufe hielten sich die Umsätze in beschei­denen Grenzen, doch ließen sich teilweise weitere Besserungen um 0,25 v. H. erzielen. IG. Farben ge­wannen 0,50 v. H. Renten waren zum Schluß etwas ruhiger, aber voll behauptet. Pfandbriefe kamen vielfach um 0,25 bis 0,50 v. H. höher zur Notiz. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 17,70, Altbesitz­anleihe 91,90, 6proz. Stahlverein-Bonds 68,25, Schutzgebietsanleihe 8,90, Reichsbank 164,50, Gel­senkirchen 56,75 bis 57, Mannesmann 62, Mein­stahl 89, Stahlverein 37,65, AEG. 24,50, Bemberg 45,50, Cement Heidelberg 83, Conti Gummi 148,75, Daimler 37,75, Licht & Kraft 97, IG. Farben 124,75 bis 125,25, Gesfürel 86,75, Holzmann 69, Metallgesellschaft 61,25, Schuckert 102,75, Siemens 144, Südd. Zucker 190,50, AG. für Verkehrswesen 58,50, Hapag 25, Nordd. Lloyd 28,50.

Kölner Buttermarkt.

Köln, 2. Jan. Nach dem Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Großverkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation in Reichsmark ein­schließlich Faß unverändert wie folgt: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132, 2. Qualität 127.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 2. Jan. Auftrieb: 23 Ochsen, 5 Bullen, 445 Kühe oder Färsen, 181 Kälber, 763 Schweine. Nottert wurde pro Zentner Lebendgewicht in Reichs­mark: Ochsen: oollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 28 bis 32, sonstige vollfleischige, ältere 24 bis 27; Bullen: fleischige 21 bis 25; Kühe: jün­gere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 22 bis 27, sonstige oollfleischige oder gemästete 17 bis 22, fleischige 12 bis 15; Färsen: oollfleischige, ausge­mästete höchsten Schlachtwerts 23 bis 33; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, geringe Kälber 22 bis 26. Schafe nicht notiert. Schweine: oollfleischige oon etwa 120 bis 150 kg 50 bis 52, von etwa 100 bis 120 kg 48 bis 52, von etwa 80 bis 100 kg 48 bis 50. Marktverlauf: Großvieh anfangs ruhig, später abflauend, langsam geräumt; Kälber mäßig belebt, ausverkauft; Schweine ruhig, Ueberstand.

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskonl 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H.

Manhun u. J)L

Berlin

Franktun a.

Berlin

Franktun a. M.

Berlin

Schluß, turs

Schlußt. Abend- börse

Schluß- furti

Schlußt. Mittag, dürfe

Sch'nH- kurs

Schlußl. Abend- bSrsc

Schluß» fürs

Schlußk. Mittag» börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Minas- börse

Datum

30.12. |

2-1-

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6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% efjem.7% Dl.Reichsanl.v. 1929 6¥i% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rech len ...........

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ...........

92,75

101,5

92

89,9

17,15

92,25

92,5

100

92,9

91,9

17,70

93,25

92,5

101,25

92,13

90

17,1

92,25

92,9

100

92,9

91,75

17,65

93,25

89,25

4% desgl. Serie II ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 y*% Anatolier ... .....

Vamvurg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hanja-Dampfschiff..........0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

21.®. für Verkehrswesen Ml. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschafl............... o

5,05

4

6,5

3,25

27

26,25

5,1

4

6,5

3,25

27,25

25

5,4

3,9

3,35

27,4

25,65

5,25

3,25

27,5

25,13

Mansfelder Bergbau.........0

Kokswerke ......... 0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl .............. 0

Bereinigte Stahlwerke........0

Olavi Minen ...............0

24

42,75

197

88,4

36,4

11,75

115,25

117

150

123,5

190

48

51,75

24,25

44,25

198,25

89 37,65 11,5

116

116

151

125,2fr 189,25

48

53

24 85,5 42,9

197

88

36

12

114,25

115,25

150

123,25-

47,5 51,5

24,25

86

44,4

198

89

37,65

12

114,5

115

151

124,5

52,9

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ...............

6¥i% Hess. Landes-Hypotheken, bank Darmstadt Ltgui........

Oberhelten Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten .. .

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Ausios.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Aank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

90,5

90,5

86

88,65

91

90,75

92

84,5

90

93

93

90,5

M.9R

29,25

58,5

85,5

45

50

57,5

160,5

23,4

116,5

88

96,4

52

85,75

91

100

142,25

110

71,25

104,65

54,75

87,75

140

107,5

57,5

28,5

58,5

86,75

45,5

51

58

164,5

24,5 118

89

97

52,5

86,75

90

102,75 144 110

71

104,9

57

88,5

141,5

107,5

59,5

22,75 16,25 28,65

58

86,5

45,5

50

57,5 159,75

23,13 116,75

88

96,5

51,5

84,75 90

100

142

109

71,25 104,65

55

87,5 64,25 141,5

109 58

22,25

14,75

28,13

58,25

86,5

45,5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth.....1Vt

F. G. Farben-Jndustrie....... 7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ............. 0

Rütgerswerke ......... 0

Dresdner Bank............ n

Reichsbank ........ 12

A.G.G. .. n

58 164,5

24,5

87,25 96,5

53,5 87,13

101,25

143 108,65

71,75 104,65

57 88,75 66,25 141,5

108 59,9

Metallgesellschaft.............0

Philipp Holzmann....... 0

Rpmpntmprf .ftpfhprfiprfl ...... 0

60,25

63,5

61,25

8

90,5

42

45,5

47,5

36

60,5

68,75

61

69

6A% ehem. 4'/,% Franks. Hyp^ Bank-Liqu.-Pfandvriese.......

ȴ,% ehem. iy2% Rheinische Hyp..Bank-Ltqu.-Goldpse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landespfand, brlefanftalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand, brlefanftalt, Pfandbriefe R. 10 Steuerguttch. Verrechnungskurs .

4% OesterretchtsLe Goldrenre....

4,20% Oesterreichische Sllberrente 4% Ungarische ©olbrente .......

8% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913 .........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Aiüethe

90

91

92

92

95,4

17,25

0,725

91,75

93

92

92

95,5

16,75

0,75

92

92

92

92

Bekula....... 0

Keklr. Lieferungsgesellk'chaft... 6

Licht und Kraft a

dellen & Guilleaume ... 0

Rheinische Elektrizität .... 5

Schütten 8 Co....... B

Siemens L Halske.....

T

<s 21 r

1

emeutwerk Karlstadt."....... 0

rchultheiL Payenhoser .......0

ku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

emberg................... 0

ellswff Waldhof ..... 0

ellstoff Aschaffenburg ..... 0

)essauer Gas ............... 7

)aimler Motoren............0

putsche Linoleum...........0

)renstein & Koppel..........0

90

41,9

45,5

47,5

36,9

-

93,5

41

45,5

47,5

37,5

111,9

36,13

45,65

59

13.65

14315

184,75

148,5

92,4

41,5

45,25

47,5

36,25

113,25

38,13

45,75

59

14,13

141

184,75

148,25

2

95,4

17,25 0,85

95,5

0,90

Lahmeyer L Lo............. 10

Buderus .................. 0

Deutsche Srdb! ..... / ,

2 2

£ p

35,9

14,65

144

184

149

18,75

37,75 45

13,75 141

148,75

69

5 4,75 4,75 6,4 5,05

R

4,9

4,75

4,9

Selsenkirchener............. ö

Ehade......................10

Aecu mul atoreu.Fabrü........0

Lonti-Gumml..............0

Grttzner...................0

Mainkraftwerke Höchst a.M 4

Süddeutscher Zucker 8

4,75

4,75

6,4

5,1

5,1

4,9

4,9

6,6

5

6,4

4,95

-arpener................... 0

Voesch EisenKöln-Neuessen .. 0

3flfe Bergbau ............... e

Jlfe Bergbau Genüsse........g

llöcknerwerke .......... 0

Dlanntimann*8iä6rro........ 0

60

62

59,75

61,65

190,5

193,5

192

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

Banknoten.

30.Dezember

2-Januar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brie

Geld

Brie

Helsingfors..

6,054

6,066

6,024

6,036

Wien.......

47,75

47,85

47,65

47 75

Prag.......

12,425

12,445

12,42

12'44'

Budapeß ...

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168.43

168,77

168,38

168,72

Oslo.......

68,78

68,92

68,53

68,67

Kopenhagen.

61,14

61,26

60,89

61,01

Stockholm...

70,58

70,72

70,33

70,47

London .....

13,68

13,72

13,63

13,67

Buenos Aires

0,638"

0,642

0,638

0,642

Neuyork ....

2,687

2,693

2,637

2,643

Brüssel.....

58,22

58,34

58,21

58,33

Italien.....

21,98

22,02

22,03

22,07

Paris ......

16,41

16,45

16,41

16,45

Schweiz ....

81,02

81,18

81,02

81,18

Spanien....

34,47

34,53

34,47

34,53

Danzig.....

81,52

81,68

81,52

81,68

Japan ......

0,823

0,825

0,522

0,824

Rio de Jan. .

0,226

0,228

0,226

0,228

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,676

Lijjabon....

12,47

12,49

12,44

12,46

__Berlin, 2. Januar

Geld

Bries '

Amerikanische Noten..............

2,59

2,61

Belgische Noten..................

58,05

58,29

Dänische Noten .................

60,63

60,87

Englische Noten .................

13,59

13,65

Französische Noten...............

16,37

16,43

Holländische Noten...............

167,96

168,64

Italienische Noten................

21,91

21,98

Norwegische Noten ..............

68,36

68,64

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

70,16

70,44

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

80,84

81,16

34,47

Ungarische Noten ................