Kunst und Wissenschaft
Halle statt Im Mittelpunkt dieser Tagung steht
Oberhessischer Verein der Baseler Mission
Landkreis Gießen.
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daß der Mann der Chirurgischen Klinik in Gießen zu- Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei geführt werden mußte. 1 R. Lange. K.-G.. sämtlich in Gießen.
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Jahrhundertwende ein Vorkämpfer, der sich trotz aller Widerstände zu halten wußte: Gustaf Kossinn a. An der Spitze der von ihm gegründeten Gesellschaft für Deutsche Vorgeschichte kämpfte er gegen die Lüge vom Barbarentum unserer germanischen Vorfahren und schuf die wissenschaftlichen Grundlagen zur Erforschung unserer herrlichen frühesten Geschichte. Den Kampf um die deutsche Vorgeschichte hat der nationalsozialistische Staat eindeutig entschieden. 1933 ist der Reichsbund für Deutsche Vorgeschichte gegründet worden, der der wechselseitigen Bekämpfung ein Ende setzte und alle Vorgeschichtsforscher und Vorgeschichtsfreunde vereinigt. Den Kern des Reichsbundes bildet die alte Gesellschaft Gustaf K o s s i n n a s. Die Führung des Reichsbundes liegt in den Händen des Pg. Dr. Hans R e i n e r t h. Die erste Tagung des
Mittwoch, 3 .Okt Kameradschafts Abend,anschlietz. wichtige Jührer-
-- Bad-Nauheim, 1. Okt. Die diesjährige Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins der Baseler Mission fand gestern abend einen würdigen Auftakt mit einem M i s s i o n s g o t t es d i e n ft in der Dankeskirche, an dem die Gemeindeglieder in großer Zahl teil- nahmön Missionar Ruff (Frankfurt a. M.), der 16 Jahre lang auf dem Missionsfeld in China segensreich gewirkt hat, hielt die Andacht und sprach über das Thema „Saat und Ernte in der ganzen Welt". Der Vorsitzende des Oberhessischen Missionsvereins, Dekan G u ß m a n n (Kirchberg-Lollar), dankte in seinem herzlichen Schlußwort der hiesigen Kirchengemeinde dafür, daß sie mit der Veranstaltung der Abendfeier dem Erntedankfest einen so schönen Ausklang und zugleich der geschäftlichen Tagung einen so würdigen Auftakt gegeben habe. Der Redner sprach dann über den Zweck des Missionsvereins, der die Fackel des Feuers Jesu Christi weitertragen werde.
Heute früh begann die Jahresversammlung in der alten Wilhelmskirche mit einer Morgenandacht von Pfarrer Fischer (Nieder-Weisel).
Anschließend erstattete der Vorsitzende, Dekan G u ß m a n n (Kirchberg-Lollar), den Jahresbericht. Er hieß alle Teilnehmer herzlich willkommen und entbot auch die besonderen Grüße des Propstes Knodt. Im Mitgliederbestand des Vereins sind keine wesentlichen Veränderungen einge- trcten. Insgesamt sind 115 oberhessische 'Kirchengemeinden als Mitglieder erfaßt, dazu kommt noch eine Reihe von Einzelmitgliedern. Einen schmerzlichen Verlust hat der Verein durch das Ableben des Vorstandsmitglieds Eugen Kaufmann (Gießen) erlitten. Die Versammlung ehrte sein Andenken durch Erheben von den Sitzen. Der Ueberblick, den Dekan G u ß m a n n über die Arbeit des letzten Jahres gab, begann mit der vorigen Jahrestagung in Lauterbach, verweilte länger bei der Arbeitstagung in Hungen im Frühjahr dieses Jahres und schloß mit der Bitte, daß alle auch weiterhin mithelfen möchten am Bau des Reiches Gottes. Ein herzliches Abschiedswort galt Missionar Laut, der in 9^jähriger Tätigkeit in unermüdlicher Treue segensreich in Oberhessen tätig war und nun eine andere Verwendung findet. Sein Nachfolger ist Missionar Ruff, der mit den besten Wünschen der Versammlung vorgestellt wurde.
* Groß en-Buseck, 1. Okt. Der 26jähr. Arbeiter Heinrich A l b a ch von hier zog sich heute bei seiner Arbeit eine Verbrennung am rechten Unterschenkel zu. Die Verletzung war so schwer,
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_>ans Reinerth. Die erste Tagung des Reichsbundes findet vom 13. bis 20. Oktober in
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Wettervoraussage.
Der hohe Druck schrumpft über dem Festland wei» terhin langsam zusammen, so daß der Einfluß der Störungstätigkeit im Norden immer mehr zunimmt. Neben verbreiteten Dunst- und Nebelbildungen dürfte es auch zu stärkerer Bewölkung kommen, so daß die Temperaturen tagsüber keine sonderlich hohen Werte mehr erreichen und die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht geringer werden. Da an der Rückseite des nördlichen Tiefs Kaltluft abwärts fließt, werden ohnehin die Temperaturen im ganzen noch zurückgehen, und bei dem Einbruch werden schauerartige Niederschläge hervorgerufen.
Aussichten für Mittwoch: Neblig-dunstig, im ganzen kühler, stellenweise schauerartige Niederschläge.
Lufttemperaturen am 1. Oktober: mittags 19,1 Grad Celsius, abends 13,2 Grad; am 2. Oktober: morgens 12,1 Grad. Maximum 20,5 Grad, Minimum 11,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Oktober: abends 16,3 Grad; am 2. Oktober: morgens 14,6 Grad Celsius. — Niederschläge 3,1 mm. — Sonnenscheindauer 1,7 Stunden.
Heuroerfung der deutschen Vorgeschichte.
Seit mehr als 100 Jahren aeht der Kampf um die nationale Vorgeschichte und die hohen Kulturwerte des germanischen Altertums. Während im 19. Jahrhundert der überstarke Ro- manismus die richtigen Anschauungen nationaler Altertumsforscher wie F- Lisch und D a n n e i l immer wieder niederdrückte, entstand der jungen völkischen Wissenschaft der Vorgeschichte an der
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nach längerem Leiden im 63. Lebensjahre zu sich gerufen.
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Krofdorf, den 30. September 1934.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. Oktober, nachmittags 2 Uhr statt.
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Arn 28. September starb unerwartet unser lieber Kamerad
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Als treuer Helfer immer tat- und opferbereit, steht der Verstorbene nicht nur bei Angehörigen und Frontkämpfern des ehemaligen Regiments 116, sondern allseits in bestem Gedenken.
Dem treuen Kameraden werden wir ein ehrendes Andenken bewahren. „2nD
feit auf ein Gebüsch gelenkt, aus dem starker Verwesungsgeruch drang. Bei näheren Nachforschungen bot sich ihm ein furchtbares Bild. Vier bereits stark in Verwesung übergegangene Leichen lagen mit zerschmetterten Schädeln nebeneinander auf dem Boden. Bisher konnte der rätselhafte Mord noch nicht aufgeklärt werden. Nach dem Befund der Leichenöffnung sind die Schädel der vier Ermordeten durch Revolverschüsse aus nächster Nähe zertrümmert worden. Da bei den Toten Patronen- und Revolvertaschen gefunden wurden, nimmt man an, daß es sich entweder um Räuber oder Komi- tadschis handelt, die einem persönlichen Racheakt oder auch einem Fememord zum Opfer gefallen sind.
Banditen überfallen ein Gasthaus in USA. — Wildes Feuergefecht fordert vier Todesopfer.
Eine Verbrecherbande überfiel am Sonntagfrüh in der Nähe von St. Jacobs in Illinois ein Gasthaus, in dem vier Gäste, zwei Männer und zwei Frauen, beim Frühstück saßen. Alle vier gehorchten sofort dem Ruf „Hände hoch!" Der Gastwirt Jackson jedoch, der sich nicht ohne Widerstand berauben lassen wollte, griff zum Revolver und tötete einen der Banditen. Es entspann sich ein wildes Feuergefecht, in dessen Verlauf sich der Wirt einen Augenblick zurückzog, um seinen Revolver neu zu laden. Diese Pause benutzten die Verbrecher, um einen der wehrlosen Gäste und einen alten Mann, der ahnungslos das Haus betrat, zu erschießen. Jackson nahm darauf den Kampf mit frischgeladenem Revolver von neuem auf und tötete einen zweiten Banditen. Hierauf traten die Banditen den Rückzug an und fuhren unter Mitnahme ihrer beiden toten Spießgesellen in ihren Kraftwagen davon. Vor einem Krankenhaus in St. Jacobs hielten sie einen Augenblick an, warfen die Leichen auf das Pflaster und fuhren davon.
Schwere Strafen
für ungetreue frühere NSBO.-Amtswalter.
Nach viertägiger Verhandlung verurteilte die Große Strafkammer des Landgerichts in Münster vier ehemalige Amtswalter der NSBO. des Gaues Westfalen-Nord wegen Unterschlagung, Vermögensaneignung bzw. Untreue zu schweren Freiheits- und Geldstrafen. Es erhielten: Walter Nagel drei Jahre Zuchthaus und 6000 Mark Geldstrafe, Adolf U h l e zweieinhalb Jahre Zuchthaus und 3000 Mark Geldstrafe, Wilh. Blumenschneider ein Jahr Zuchthaus und 600 Mark Geldstrafe und August P i o n t e k zwei Jahre ein Monat Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe. Die Angeklagten Erich Nagel und Taver Bühl wurden freigesprochen.
Uneigennütziger Menschenfreund gestorben: Graf Potocki, einer der reichsten Leute Polens. Graf Potocki, einer der reichsten Männer Polens, ist in Warschau g e st o r b e n. Er war ein bekannter Philantrop. Sein Vermögen, das auf einige hundert Millionen Zloty beziffert wird, vermachte er dem Staat. Er besaß u. a. 60 000 Hektar Land, zahlreiche Paläste in Polen, mehrere Hotels in Biarritz, Cannes, Juan-les-Pins und in Paris. Alle Vermögenswerte sollen in den Dienst der Bekämpfung von Krebs und Tuberkulose gestellt werden. Seine berühmte Sammlung von Kunstwerken und Büchern vermachte er dem Nationalmuseum und der Nationalbibliothek. Der Präsident der Republik, der von dieser letztwilligen Verfügung kurz nach ihrer Abfassung erfuhr, verlieh Potocki das Großkreuz des Ordens „Polonia". Diese Auszeichnung wurde dem Grafen kurz vor seinem Tode durch Staatssekretär S i e d l e ck i überbracht.
Die Kinderlähmung in Nordschleswig flaut ab.
Die Zahl der Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung in Nordschleswig nimmt von i Tag zu Tag ab. Es konnten infolgedessen auch sämt- i liche Schulen des Kreises Hadersleben wieder ihren \ Unterricht aufnehmen. Im Kreise Sonderburg wer- t den in einigen Tagen ebenfalls die Schulen wieder * geöffnet werden. 1
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In der Aussprache zu dem beifällig aufgenommenen Jahresbericht wurden wertvolle Anregungen für die Weiterarbeit gegeben. U. a. fand der Vorschlag von Pfarrer Knodt- Bad-Nauheim eine freundliche Aufnahme, in der K 0 l 0 n i a l-E h r e n- burg, die man in Bad-Nauheim zu errichten geplant habe, neben der Kolonialausstellung auch eine dauernde Missionsausstellung unterzubringen. Lehrer O st w a l d - Bad-Nauheim machte auf Wunsch der Versammlung nähere Ausführungen über die Entstehungsgeschichte des Plans, eine koloniale Saalburg im Stile der Feste Mpapua (Ostafrika) als Ehrenmal für unsere koloniale Tätigkeit auf dem Lichtenberg bei Bad-Nauheim zu erbauen. Pfarrer Groh- Gießen, der als der Senior der Goldküste- Mission besonders herzlich begrüßt wurde, stimmte der Anregung von Pfarrer Knodt zu und versprach, aus eigenen Sammlungen der geplanten Ausstellung Material zuzuführen.
Missionar M 0 n n i n g e r sprach bann über „Entwicklung und Nöte der Kirche auf der Goldküste". Der Redner schilderte eingehend den Aufbau der Kirche der Baseler Mission, ging auf die Bestrebungen auf Schaffung einer Einheitskirche ein und verbreitete sich auch über die nationale Bewegung unter den eingeborenen Christen. Die von der Jugend unter Führung des Seminarlehrers Amee getragen wird und das Ziel hat, auch das kirchliche Leben mit neuen, auf dem Volkstum erwachsenen Formen zu erfüllen. Die Mission müsse bestrebt fein, dieses Verlangen der Jugend zu verstehen und in die rechten Bahnen zu leiten. Insgesamt zählt die Kirche auf der Goldküste nahezu 60 000 Glieder, dazu kommt ein jährlicher Zuwachs von 4000 Gliedern.
Nachdem Missionar Laut noch für die große Liebe und Gastfreundschaft, die er in Oberhessen erfahren, herzlich gedankt und das Gebet gesprochen hatte, schloß Dekan G u ß m a n n die anregend verlaufene Tagung.
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eine Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg über „Umwertung der deutschen Geschichte".
3m Zeichen deutsch-nordischer Kulturgemeinschast: hamsun-Feier in Hamburg.
Im Staatlichen Schauspielhaus in Hamburg fand zu Ehren des norwegischen Dichters Knut Hamsun eine Festvorstellung seiner dramatischen Romanze „M unken Vendt" statt, die den Auftakt zu dem Zyklus „Drama der Völker" bildete. Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Rektor der Hamburgischen Universität, Prof. Dr. Rein, begrüßte die Angehörigen der nordischen Nationen sowie zahlreiche Mitglieder der Deutsch- Nordischen Gesellschaft. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache gedachte Professor Rein des 75. Geburtstages des Dichters Knut Hamsun und würdigte eingehend dessen Persönlichkeit und Schaffen. „Ich bin ein Mensch von Erde und Wald", so habe Knut Hamsun gesagt. Das sei es, was ihn uns so nahe bringe. Auch in einer Zeit, als Deutschland von einer Welt von Feinden umgeben gewesen sei, habe Knut Hamsun offen seine Sympathie für Deutschland zum Ausdruck gebracht. Abschließend sprach Professor Rein den Wunsch aus, daß dieser Abend dazu beitragen möge, der nordischen Kunst recht viele Freunde zu gewinnen, um das Band zwischen Deutschland und den nordischen Ländern zu befestigen.
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Dom Aeichsverband der Gehörlosen.
Vom Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e. V., Ortsbund Gießen, wird uns geschrieben: „Das Rassenpolitische Amt der NSDAP, nimmt gegen Auffassungen Stellung, die in den Erbkranken ausschließlich minderwertige Elemente sehen. Es betont die Notwendigkeit, gegen die über das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in der Oeffentlichkeit noch bestehenden irrigen Ansichten, besonders in den Kreisen derjenigen etwas zu unternehmen, die als geistig normal, körperlich aber erbkrank unter das Gesetz fallen. Durch die Unternehmungsfreudigkeit des Dresdener Taubstummenlehrers Weinert ist im Bezirke Sachsen auf diesem Arbeitsgebiet führend oorangegan» gen worden. In den Ortsgruppen der Gehörlosen und Schwerhörigen in Sachsen fanden in den ersten vier Monaten des Jahres 1934 insgesamt 26 Vorträge über das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses statt, von denen 1700 Personen erfaßt wurden. In der Aussprache zeigte sich, welches Unheil in den Herzen dieser Menschen dadurch angerichtet wird, daß die Oeffentlichkeit häufig einfach von Minderwertigkeit spricht, gegen die das Gesetz erlassen worden ist. Mit Recht empfinden die Gehörlosen und die Gehörgeschädigten ebenso wie die erblich Blinden oder erblich schwer Mißgebildeten derartige Ausführungen als Herabsetzung, da sie ja geistig durchaus auf gleichwertiger Stufe stehen und ihr Leiden auch ganz anders empfinden als beispielsweise geistig Erbkranke. Es muß immer wieder betont werden, daß das Gesetz keine Maßnahmen gegen Erbkranke bedeutet, sondern daß es für sie geschaffen wurde, um sie von der schweren Verantwortung etwaigen Nachkommen gegenüber zu befreien und sie trotzdem, soweit es ihr Schicksal irgend zulasse, an den Kulturgütern und Freuden des Lebens teilnehmen zu lassen. Der Staat will die Erbkranken weder entrechten noch auch nur auf ihre Teilnahme am deutschen Geistesleben verzichten. Er hat nur einen Wunsch, kommenden Generationen vor dem Unglück einer Erbkrankheit zu bewahren, und er hat die Hoffnung, daß gerade die geistig und seelisch den übrigen Volksgenossen nicht nachstehenden Erbkranken ihre Achtung vor der deutschen Zukunft und ihre Derantwortungs- freudigkeit dadurch beweisen, daß sie von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich freiwillig dem Gesetz unterzuordnen."
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