Eigentum der Gemeinschaft, an der die Mitglieder im jeweiligen Verhältnis beteiligt sind. Paragraph 1 Absatz 3 der Verordnung stellt dies ausdrücklich sicher, um erkennen zu lassen, daß es sich hier nicht <m\ irgendeine steuerliche Belastung der Industrie handelt, sondern um ein gemeinsames Unternehmen, an dessen Erfolg die Mitglieder gleichmäßig beteiligt sind.
Ein Heichsjustiz-prüfungsamt.
Berlin, 1. Okt. (DNB.) Durch Erlaß desFührers und Reichskanzlers ist bei dem Reichsjustizministerium das Reichsjustizprüfungsamt errichtet worden. Reichsjustizminister Dr. G ü r t n er hat den Präsidenten des Preuß. Landesprüfungsamtes Dr. O. P a l a n d t mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsjustizprüfungsamt beauftragt.
Dem Reichsjustizprüfungsamt liegt ob
1. die Oberleitung der ersten juristi- sch en Staatsprüfung,
2.die Abnahme der großen juristischen Staatsprüfung.
Der Reichsminister für Justiz kann das Reichsjustizprüfungsamt mit Bearbeitung von Angelegenheiten befassen, die das Prüfungswesen für den höheren Justizdienst allgemein betreffen.
Freiwerdende Beamtenstellen für bewährte Kämpfer.
Berlin, 1. Okt. (DRB.) Vor kurzem hat der Reichsinnenminister 50 v. H. der den Verso r- aungsanwärtern im Reichs-, Landes- und Gemeindedienst vorbehaltenen Ange st eilten- st e l l e n bis zum 31. März 1935 zugunsten bewährter Kämpfer für die nationale Erhebung freige- aeben. Nunmehr hat sich der Reichsinnenminister im Einvernehmen mit dem Reichswehrminister auch damit einverstanden erklärt, daß bis zum 31. März 1935 von den Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden 10 v. H. der freiwerdenden Beamten st el len des unteren Dien- st e s vorzugsweise mit bewährten Kämpfern für die nationale Erhebung besetzt werden. Für den Reichsdienst ist eine solche Regelung bereits durch das Reichshaushaltsgesetz getroffen worden. Für die preußische allgemeine und innere Staatsverwaltung kann die Vergünstigung bis auf 20 v. H. der Stellen des unteren Dienstes ausgedehnt werden.
Geländesportübungen der nationalpolitischen Erziehungsanstalten.
Holzminden, 1. Okt. (DNB.) Die Herbstgeländesportübung der nationalpolitischen Erziehungsanstalten im Weser-Berglande fand mit einer Besichtigung ihren Abschluß. Reichsminister R u st, der Schöpfer der nationalpolitischen Erziehungsanstalten, erschien im Gemeinschaftslager der Anstalten zu Füßen der Burg Polle. In seiner Begleitung befanden sich u. a. Reichsminister K e r r l, der Reichsführer der SS. Himmler, der Chef des Ausbildungswesens, Obergruppenführer Krüger, General d Reichenau und der Chef des Stabes der SA. Lutze. In mehrstündigen Vorführungen gaben die Schüler der zehn in Gemeinschaftslager versammelten Anstalten Preußens einen Querschnitt durch ihre körperliche und geländesportliche Erziehung. Es wurde geboxt, geschwommen, gelaufen, gefochten; Jiu-Jitsu-Vorführungen wechselten mit Reiterkämpfen, und als nach drei Stunden Vorführungen ein Vorbeimarsch das Programm beendete, konnte Minister Rust den Jungmannen Lob und Anerkennung zollen. Die Arbeit, die hier geleistet wurde, stempelt die nationalpolitischen Erziehungsanstalten zum wichtigsten Faktor bei der Heranbildung von Führernachwuchs für Staat und Partei.
Oer hessische Staatsminister an das Linienschiff „Hessen".
Anläßlich der Außerdienststelluna des Linienschiffes „Hessen" hat der hessische Staatsminister an die Besatzung des Linienschiffes folgendes Telegramm gerichtet:
„Aus Anlaß der Außerdienststelluna des Linienschiffes .Hessen' spricht Ihnen, Herr Kommandant, den Herren Offizieren und der Mannschaft das gesamte hessische Volk und die Hessische Landesregierung den herzlichsten Dank für die ehrenvolle Führung des Schiffes aus, mit der der Name des Landes Hessen in die Geschichte der deutschen Reichsmarine eingeführt wurde und seine bleibende Erinnerung behalten wird. Wir sehen nicht wehmütig der Niederholung der Flaggen und Wimpel entgegen, denn wir fühlen und wissen es, daß das Werk deutscher See
geltung, das auf der scheidenden ,Hessen* mit begonnen wurde, nicht umsonst war und im Nachfolgeschiff eine ruhmvolle Fortjetzung erfahren wird."
Volksdeutsche Opferwoche des VOA.
In Anbetracht der besonderen Bedeutung der durch den VDA. geleisteten volksdeutschen Arbeit hat der Reichsfinanzminister im Einvernehmen mit dem Reichsschatzmeister der NSDAP, dem Volks- bund für das Deutschtum im Ausland die Genehmigung zur Durchführung feiner Volks- deutsch en Opferwoche in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober für das gesamte Reichsgebiet gegeben. Damit ist auch für das Jahr 1934 diese wichtige Sammlung gesichert, deren Erträg
nisse den auslandsdeutschen Schulkameraden in aller Welt für ihren opfer- vollen Kampf um die deutsche Art zugutekommen sollen.
Vor nunmehr fast 15 Jahren hat der VDA. zum ersten Male zu einer Volksdeutschen Opferwoche aufgerufen. Aus kleinen Anfängen erwuchs diese Opferwoche zu ihrer jetzigen Bedeutung. Das Stattfinden der Sammlung beweist neuerdings, welche Bedeutung dem volksdeutschen Wirken des VDA. von maßgebender Seite zugemessen wird. Die Sammlung ist nicht öfentlich, sondern die deutschen Jungen und Mädel sammeln nur im Kreis ihrer Bekannten und bei Freunden und Gönnern des Auslandsdeu t s ch - t u m s.
Die Deuffche Front an Barthou
Eindeutige Absage des Eaarvolks an
Saarbrücken, 30. Sept. (DNB.) Die Landesleitung der Deutschen Front hat an den französischen Außenminister Barthou ein Telegramm gerichtet, in dem u. a. ausgeführt wird: Im Interesse des Saarvolkes könne man unmöglich zugeben, daß die Souveränität Deutschlands nach der Rückgliederung durch irgendwelche neu angestrebten Bindungen angetastet werde. Die Erörterung der Frage, ob das Saargebiet ganz oder zum Teil zuFrankreich „zurückkehre", scheide für das Saarvolk vollkommen aus. Was der Status quo für das Saargebiet politisch bedeute, sei auf Grund von 15jährigen Erfahrungen leider nicht unbekannt. Unter diesem Status quo sei es möglich gewesen, daß der französische Präsident der Regierungskommission am 6. August 1920 den Belagerungszustand über das Saargebiet, verhängte, dem französischen Militär, das sich rechtswidrig im Saargebiet aufhielt, die gesamte Polizeibefugnis übertrug und gleichzeitig französische Kriegsgerichte einrichtete, denen alle deutschen Saareinwohner unterworfen wurden. Hunderte von Deutschen seien unter diesem Status quo aus dem Saargebiet ausgewiesen und aus ihrer Heimat vertrieben worden.
Das Telegramm fährt dann fort: Wenn Sie nun in Aussicht stellen, daß bei der Ausarbeitung des künftigen Saarstatuts ein freier Platz für die Mitarbeit der Bevölkerung geschaffen würde, daß schon jetzt die Möglichkeit vorzubereiten sei, dieses Statut zu ändern, so müssen wir Sie auf § 34 des Staatsstatuts aufmerksam machen. Diese Rechtsordnung kann also durch einen Beschluß des Völ-
pariser Sirenenklänge.
ferbunösrates nicht geändert werden. Eine Aenderung ohne die Zustimmung sämtlicher Unterzeichner des Versailler Vertrages, also auch Deutschlands, wäre ein glatter Rechtsbruch. Status quo bedeutet aber, daß das Saargebiet nach wie vor autokratisch von einer ausländischen Regierung verwaltet werden muß. Was der Status quo im übrigen bringen wird, beweist die Tatsache, daß ein Teil der französischen Wirtschaft ihre Uebergangsmaßnahmen für den Status quo damit beginnt, daß sämtlichen Beamten und Ange st e l l t e n gekündigt und diese Kündigung damit begründet wird, „daß sie bei der jetzigen Sachlage, also dem Status quo, einer gewissermaßen normalen Tätigkeit nicht sicher sei und daß sie die Zukunft ihrer Beamten und Angestellten nicht mehr sicherstellen könne." Was im übrigen die Verlängerung des Status quo für den Frieden Europas heißen würde, hat bereits im Jahre 1929 der Ihnen bekannte Herr Matthias Braun, ein jetzi- ger Vorkämpfer der Beibehaltung dieses widernatürlichen Zustandes, klar erkannt und in vortrefflicher Weife zum Ausdruck gebracht: „Es ist die Sorge aller Deutschen und Europäer, insbesondere aber unsere eigene Saarsorge, z u verhüten, daß an der Südwestecke des Reiches ein zweites Elsaß-Lothringen entsteht, das eine neue tausendjährige Erbfeindschaft zwischen zwei Völkern aufrichtet, deren gegenseitige E r - g ä n 3 u n g das Glück Europas und der Welt bedeuten könnte."
Aus aller Wett.
Außerordentliche Zunahme der Eheschließungen und Geburten. Die Zahl der Eheschließungen nimmt im Deutschen Reich infolge der ehefördernden Gesetzgebung des nationalsozialisti- schen Staates sowohl als auch als sichtbarer Ausdruck des Vertrauens in die Gesundung der deutschen Wirtschaft ständig zu. Bereits im Jahre 1933 wurden im Deutschen Reich 121000 ober 2 3,7 v. H. Ehen mehr geschlossen als im Jahre 1932, und im ersten Vierteljahr 1934 war die Zahl der Eheschließungen abermals um 43 700 oder 4 6,2 v. H. größer als in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Infolge dieser starken Zunahme der jungen Ehen ist nun auch hie Zahl der Geburten im Deutschen Reich seit Beginn dieses Jahres im Steigen begriffen. So wurden — nach allerdings beispiellosem Zustand im Jahre 1933 — im ersten Vierteljahr 1934 in Deutschland 34100 ober 13,8 v. H. ßebenbgeborene mehr gezählt als im ersten Vierteljahr 1933.
Mackensen 65 Jahre Soldat.
Am 1. Oktober beging G e n e r a l f e l b marsch a l l von Mackensen in Falkenwalbe bei Stettin sein 65jähriges Solbatenjubi- l ä u m. Am 1. Oktober 1869 war ber bamals fast 20jährige beim 2. Leibhusarenregiment in Lissa in Posen als Einjährig-Freiwilliger eingetreten. Nachbem ber junge Einjährige ben Krieg 1870 mitgemacht hatte, in besten Verlauf er zum Leutnant beförbert unb mit dem Eisernen Kreuz
ausgezeichnet würbe, besuchte er nach BeeNbigung bes Krieges auf ben ausbrücklichen Wunsch seines Vaters bie Universität Halle, um bie Lanbwirtschaft $u ftubieren. Zwei Jahre später bürste er roieber in sein altes Regiment als aktiver S o l b a t eintreten. Nach einigen Dienstjahren würbe er zum Generalstab abfommanbiert unb 1893 mit ber Führung bes 1. Leibhusarenregiments beauftragt. 1900 würbe ber inzwischen geabelte unb zum bienfttuenben General ä la suite Beförberte zum Kommanbeur ber neuen vereinigten Leib- Husarenbrigade ernannt. 1908 erfolgte seine Ernennung zum fommanbierenben General bes 17. Armeekorps. An ber Spitze bieses Armeekorps war er an ber Schlacht bei Tannenberg maßgeblich beteiligt Später war er Führer ber 9. Armee, im April 1915 übernahm Generaloberst von Mackensen bas Kommanbo ber 11. Armee unb schlug bie berühmte Schlacht bei Corlice-Tarnow, beren Erfolg ihm ben Feldmarschallsrang eintrug.
1933 wurden in Deutschland fast eine Million Bibeln verbreitet.
In Deutschland wurden im Jahre 1933 insgesamt 9 5 6 9 8 7 Bibeln verbreitet. An dieser Gesamtzahl sind insgesamt 11 verschiedene Bibelgesellschaften beteiligt. Nicht ganz die Hälfte aller in Deutschland verbreiteten Bibelausgaben waren Gesamtbibeln. Auf alte und neue Testamente entfielen 382 718, während der Rest Bibelteile und gekürzte Bibelausgaben umfaßt. Zum Vergleich sind Einige Zahlen aus vergangenen Jahrhunderten bemerkenswert. Man hat errechnet, daß bis zum Ende des 18. Jahrhunderts etwa 5,5 Millionen deutsche
Bibeln verbreitet wurden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts lind dazu noch durch die Tätigkeit der Bibelgesellschaften weitere 30 Millionen Bibeln hinzugekommen. Diese Zahlen sprechen eine eindrucksvolle Sprache.
125 Jahre L. Schellenbergsche Hofbuchdruckerei Wiesbaden.
Am 1. Oktober beging die L. Schellenbergsche Hofbuchdruckerei, die älteste Buchdruckerei Wies- badens, in deren Verlag das „Wiesbadener Tagblatt" erscheint, das Jubiläum ihres 125jährigen Bestehens. Eine reich bebilderte Festschrift schildert die Geschichte des Druckhauses. Der 1772 geborene herzoglich nassauische Hofbuchhändler und Hofbuchdrucker Ernst Ludwig Theodor Schellenberg erhielt 1809 die Genehmigung zur Einrichtung einer Druckerei in Wiesbaden. Sein Sohn, der Hofbuch, drucker Karl August Emil Schellenberg (1815 bis 1869) baute das Unternehmen aus und gründete das heute im 82. Jahrgang erscheinende „Wiesbadener Taablatt", während Der Enkel, der König!. Hofbuchdrucker Louis Schellenberg (1852 bis 1920) das heute noch im AUeinbefitz der Familie Schellenberg befindliche Werk mit der Erbauung des Tagblatthauses als Betriebsstätte der L. Schellenberg- schen Hofbuchdruckerei vollendete.
Regelmäßiger wöchentlicher Flugverkehr Berlin—Buenos Aires.
Am 27. Oktober findet die letzte diesjährige Fahrt des Luftschiffs „G r a f Zeppelin" nach Südamerika statt. Die deutsche Luftpost-Linie nach Südamerika wird aber auch weiterhin wöchentlich einmal beflogen, und zwar werden vom 3. November ab die Deutsche Lufthansa und das Condor-Syndicat gemeinschaftlich einen regelmäßigen wöchentlichen Verkehr mit Flugzeugen zwischen Berlin und Buenos Aires unterhalten. Flugplan, Postleitstellen und Postschlußzeiten werden voraussichtlich nicht geändert werden.
Kraftwagen vom Zuge erfaßt. — Ein Toter, ein Schwerverletzter.
Am Bahnübergang an der Landstraße Neustadt— Mußbach (Pfalz) ereignete sich ein schweres Autounglück. Ein von Mußbach kommender Personenkraftwagen durchstieß die geschlossene Bahnschranke und kam auf dem Gleise zum Stehen. In diesem Augenblick nahte der fällige Personenzug aus Neustadt, erfaßte das Auto und schleifte es etwa 50 Meter weit mit sich. Die Insassen des Kraftwagens, der etwa 50 Jahre alte Jakob Herrmann und der 45 Jahre alte Gustav Peter, beide aus Neustadt a. d. H., wurden aus dem Wagen geschleudert und blieben schwerverletzt liegen. In bewußtlosem Zustande wurden sie in ein Krankenhaus eingeliefert, wo Herrmann inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Peter hat schwere Kopfverletzungen davongetragen.
Sechs Menschen
bei nächtlichen Bränden ums Leben gekommen.
In einer der letzten Nächte war in der kleinen Ortschaft Leitenhaufen bei Langquaid (südlich von Regensburg) ein Brand ausgebrochen, der ein Anwesen in Asche legte. Dabei fanden die 29 Jahre alte Dienstmagd Würfmannsdobler und ihre zwei Kinder sowie ein Kind einer anderen Familie den Tod in den Flammen. Die vier Leichen konnten noch nicht geborgen werden. Die Magd hatte versucht, ihre Kinder, von denen eins 14 Tage, das andere ein Jahr alt war, zu retten. Vorübergehend gefährdete das Feuer die ganze Ortschaft, und nur dem günstigen Wind war es zu danken, daß der Brand nicht auch auf die Nachbargebäude Übergriff.
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Bei dem Landwirt Reich in St. Johann im Salzburgischen brach in der Nacht Feuer aus, dem das Wohn- und Wirtschaftsgebäude vollständig zum Opfer fielen. Die Hausbewohner waren von dem Feuer derart überrascht worden, daß zwei Personen, der 27jährige Sohn des Besitzers und ein bisher unbekannter Wanderbursche, der dort nächtigte, sich nicht mehr retten konnten, sondern i n den Flammen umfamen. Zwei Söhne des Besitzers wurden lebensgefährlich verletzt. Die Brandurfache ist vermutlich auf Unvorsichtigkeit zurückzuführen.
Rätselhafter vierfacher Mord in Bulgarien.
In der Nähe des Dorfes Enina im Mittelbalkan machte ein bulgarischer Schafhirt eine grauenhafte Entdeckung. Als er feine Herde durch ein Strauchdickicht trieb, wurde feine Aufmerksam-
Sucht den Mann, der noch nicht ALVA raucht! — Wo ist er?
BBBBBl
Kenner bevorzugen die ALVA-Zigarette —
denn alles an dieser Zigarette ist vorbildlich. Die künstlerisch schlichte Packung, das Großformat und vor allem das immer gleichbleibende, glückliche Mischungsverhältnis nur wertvoller Tabake.


