rend der Kossenstunden an der Tageskasse vorgenommen werden.
** Rindermarkt in Gießen. Am kommenden Dienstag findet in Gießen Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. Der nächste Schweinemarkt ist aus den 21. Februar anberaumt worden.
♦* Dekanats-Kirchenchorfest in Gießen. Unter dem Vorsitz von Pfarrer Staubach (Watzenborn) versammelten sich hier im Gasthaus „Hindenburg" die Vorsitzenden und Chormeister der Im Dekanat Gießen bestehenden 19 evangelischen Kirchenchöre, darunter 5 Frauenchöre, um über die Abhaltung und Ausgestaltung des diesjährigen De- konats-Kirchenchorfeftes, das wie alljährlich am Sonntag vor Pfingsten stattfinden soll, zu beraten. Als Ort Les Festes wurde unsere Stadt bestimmt und der hiesige Verein mit der Wahl des Lokales und des Festplatzes für die Nachversammlung beauftragt. Der Festgottesdienst wird um 14 Uhr in der Stadtkirche abgehalten werden, wobei sämtliche Verbanüsvereine in Massenchören mitwirken. In der Nachverfammlung wird zunächst ein Massenchor dargeboten werden, dann werden die einzelnen Vereine Proben ihrer Winterarbeit ablegen. Auch die Posaunenchöre von Klein-Linden und Lich haben ihre Mitwirkung zugesagt.
** E i n Sonderzug der Reichsbahn zum Wintersport in den bayerischen Alpen wird im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes angekündigt. Interessenten seien auf die Anzeige hin- gewiesen.
* Gleichschaltung des Vereins für Sterbeunterstützung (Sterbekasse.) Man berichtet uns: Der Verein für Sterbeunterstützung
hielt am vorigen Sonntag ini „Postkeller seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Schriftführer des alten Vorstandes verlas das Protokoll. Hierauf erstattete der Rechner den Kassenbericht, der eine Gesamteinnahme von 28 697,55 Mark aufwies, während die Ausgaben insgesamt 17 492,95 Mark betrugen. Auf das neue Rechnungsjahr wurde somit eine stets verfügbare Reserve von 11204,60 Mark übertragen. Alsdann wurde seitens der Versammlung bestätigt, das bisher gezahlte Sterbegeld in Höhe von 370 Mark auch für das Jahr 1934 zu belassen. Der Mitgliederbestand beträgt zur Zeit 1771, ausbezahlt wurden im letzten Jahr 44 Sterbefälle. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde durch eine Abordnung der Kreisleitung der NSDAP, die Gleichschaltung vorgenommen. Sinn und Ziel des Führergedankens sind in unserem Dolkskanzler verkörpert, und alles vereinspolitische Geschehen muß dem bewußten Willen unseres Führers unterordnet werden. Der neue Vorstand fetjt sich wie folgt zusammen: Vereinsführer Pg. Karl Zimmer, Karl- Vogt-Straße 8, Stellvertreter: Arthur T r ä n k n e r, Schriftführer: Heinrich I o e d t, Rechner: Jean Dürr, Beisitzer: Heinrich Loos fen. In den Aufsichtsrat wurden berufen als Vorsitzender: Gustav L a i ch i n g e r ; Mitglieder wurden: Kaspar B e k - ter, Straßenmeister, Karl Schmidt, Schlossermeister, Konrad Bender, Kaufmann, Philipp Eise, Rentner, sämtlich wohnhaft in Gießen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler schloß der neue Vereinsführer Zimmer die gut besuchte Versammlung, welche darauf die erste Strophe des Horst-Wessel- Liedes fang.
MenAr-Berkause 1934 unter neuer Ordnung.
Von Johannes Müller, Berlin.
„Preise im Jnoenturverkauf bis 50 v. H. herabgesetzt", „Früher 50,— RM., jetzt 2,95" —, diese und ähnliche marktschreierische Ankündigungen waren früher das Kennzeichen der alljährlich wiederkehrenden Verkäufe, in denen der Textilwaren-Einzelhandel die vom Wintergeschäft übr-iggebliebenen Waren beschleunigt abzusetzen pflegte.
Die neugeschaffene Ordnung, die der nationalsozialistische Staat überall eingeführt hat, hat auch Handel und Wandel umgeprägt.
Ehrlichkeit und Lauterkeit im kaufmännischen Wettbewerb und Schuh des Verbrauchers vor Uebervorteilung durch gewissenlose Elemente ist heute der Grundsatz, der überall zielbewußt durchgeführt wird.
Die alljährlichen Inventur-Verkäufe bildeten bisher jahrzehntelang einen Tummelplatz wüster Schleuderei; manches unreelle Angebot und große Mengen minderwertiger Ware, die für diese Verkäufe besonders angefertigt wurde, fanden hier den Weg in die Verbraucherschaft.
Mit dieser wenig rühmlichen „Tradition" der Inventur-Verkäufe soll jetzt gebrochen werden. Statt der „Lockvögel", die die Hausfrau zu unüberlegten Geldausgaben veranlaßten, ist künftia nur noch Raum für das ehrliche, klare Angebot, und statt der Massen-Ramschware — Blusen für 45 Pf., Hosen für 1,95 RM. und Hemdentuch, das mehr aus Kartoffelstärke und Kleister als aus Baumwolle bestand — verlangt der Käufer heute brauchbare Qualitäten, die den an sie gestellten Anforderungen im Gebrauch genügen. Eine Käuferschaft, die auf der Kulturhöhe des deutschen Volkes steht, lehnt es in ihrem gefunden Empfinden ab, sich durch Schundware übervorteilen zu lassen.
Die Hausfrau will und muß preiswert kaufen und benutzt die Inventur-Verkäufe gern zu diesem Zweck, wenn sie ihr Gelegenheit hierzu bieten; aber sie will keinen Merger und Verdruß, sondern Freude am Kauf haben, sie will ihr Geld nicht mehr für Ladenhüter und
Ausschuß hinauswerfen, sondern gute, tragbare Ware kaufen, und sie will das knapp bemessene Haushaltsgeld in der bestmöglichen Weife fo ausgeben, daß sie dafür eine vollwertige Gegenleistung erhält.
Wieviel Enttäuschungen, wieviel Unfrieden, Aerger und Auseinandersetzungen zwischen Mann und Frau sind schon dadurch entstanden, wenn die Hausfrau in dem Ausoerkaufstaumel einen Berg billiger Schundware zusammengekauft hatte, in dem Glauben, eine „nie wiederkehrende Gelegenheit" aus- nützen zu müssen, und wenn sich hinterher zu Hause bei nüchterner Betrachtung herausstellte, daß die Größen nicht paßten, daß die Farben unschön, die Muster häßlich waren, und der Einkauf besser unterblieben wäre.
Die redlichen Kaufleute haben seit langem gegen dieses System der Uebervorteilung der Käuferschast angekämpft — früher leider vergeblich. Jetzt aber ist dies anders geworden. Mit starker Hand geht man daran, eine neue Ordnung i m kaufmännischen Wettbewerb aufzurichten und alle die Mißstände, die in der Vergangenheit bei der Veranstaltung der sogenannten „Inventur- und Saisonschlußverkäufe" an der Tagesordnung waren, zu beseitigen. Die Spitzenverbände des Einzelhandels haben zu diesem Zweck Richtlinien aufgestellt, die einen festen Rahmen schaffen.
Eine einheitliche Regelung, die das ganze Reichsgebiet umfassen soll, ist in Vorbereitung; sie soll künftig den redlichen Kaufmann vor dem skrupellosen Wettbewerber schützen und die Verbraucherschaft vor Uebervorteilung bewahren, damit die Hausfrau auch die Gewähr hat, ihr Geld gut und richtig anlegen zu können.
Durch die Ausmerzung der Ramschware wird der Gütebegriff „Deutsche Ware" eine weitere Festigung erfahren. Der Begriff „Deutsche Ware" hat im Sprachgebrauch den festumrissenen Sinn der Güte und Echtheit. Solche „Qualitätsware" ist wirklich ihren Preis wert.
VekanntmachlWen des personalamles.
Ernennungen.
Der Herr Reichsstatthalter in Hessen hat auf Vorschlag der Hessischen Regierung am 29. Januar 1934 ernannt:
Len Rechtsanwalt Karl M e i s e l zu Darmstadt unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem Kreisamt Darmstadt;
den Kreisdirektor Dr. Karl I a n n zu Schotten mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Bensheim;
den Regierungsrat Dr. Otto Straub zu Groß- Gerau mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Groß-Gerau;
den Regierungsassessor Dieter S t a m m l e r zu Offenbach unter Berufung in das Beamtenoerhält- nis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Dieburg;
den Regierungsrat Dr. Hans Reinhard Koch zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. März 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Offenbach;
den Rechtsanwalt Theo Peters zu Alzey unter Berufung in das Beamtenoerhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Oppenheim;
den Bürgermeister Heinrich Ritter zu Bingen unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Bingen;
den Oberbürgermeister Otto S ch w e b e l zu Worms unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Worms;
den kommissarischen Bürgermeister Alfred Zürtz zu Groß-Gerau unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Schotten;
den Rechtsanwalt Hans Becker zu Main<z unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vorn 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor bei dem hessischen Kreisamt in Büdingen;
den Dr. med. vet. Otto L a n g zu Grebenhain unter k Berufung in das Beamtenoerhältnis mit Wirde Ung vom 1. Februar 1934 zum Kreisdirektor den dem hessischen Kreisamt in Lauterbach;
mitk^chulrat Alfred Klostermann zu Schlitz for I Wirkung vom 1. Mai 1934 zum Kreisdirek- den Re^bei dem hessischen Kreisamt in Gießen;
bach^gierungsasseffor Harald Kessel zu Lauter- l unter Berufung in das Beamtenverhältnis
mit Wirkung vom 29. Januar 1934 zum Regierungsrat;
den Leiter des Staatspresseamts Dr. Willo Mahr unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 1. Februar 1934 zum Regierungsrat;
den Gerichtsassessor Helmut W e n z unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Regierungsrat bei dem Kreisamt in Mainz, mit Wirkung vom 29. Januar 1934.
Ernannt wurden:
am 29. Januar 1934 zu Regierungsräten der Dipl.- Jngenieur Gottfried Zum Winkel mit Wirkung vom 1. Januar 1934;
der Gerichtsassessor Helmut Scheer mit Wirkung vom 1. Februar 1934;
und der Negierungsassessor Wilhelm Köhler mit Wirkung von 1. Januar 1934; alle drei bei der Ministerialabteilung (II) für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum;
Regierungsrat a. D. Ernst Pabst bei der Polizeidirektion Darmstadt mit Wirkung vom 1. Februar 1934 unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Oberregierungsrat.
Bestellt wurden:
am 27. Januar 1934 der Oberpostinspektor Otto Wamboldt in Frankfurt a. M. zum kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt.
am 26. Januar 1934 Bürgermeister Espenschied in Horrweiler zum kommissarischen Bürgermeister der Gemeinde Gensingen;
Heinrich R a m b in Gensingen zum kommissarischen Beigeordneten der Gemeinde Gensingen; Hans Will in Leihgestern zum kommissarischen Bürgermeister der Gemeinde Leihgestern.
Heberfragen wurde:
am 19. Januar 1934 dem Lehrer Karl Geyer zu Leeheim, Kreis Groß-Gerau, eine Lehrerstelle an der Volksschule au Darmstadt;
am 23. Januar dem Leyrer Aug. Lehr zu Ober- Hainbrunn, Kreis Erbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Michelstadt, Kreis Erbach i. O.; dem Lehrer Wilhelm Huber zu Michelstadt, Kreis Erbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Lauerbach, Kreis Erbach;
am 24. Januar dem Lehrer Fritz R o ß zu Lauerbach, Kreis Erbach, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Sandbach, Kreis Erbach;
dem Lehrer Hans T ö p p e l zu Unter-Mossau, Kreis Erbach eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Udenheim, Kreis Oppenheim;
sämtlich mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an
Zugekassen wurde:
am 17. Januar 1934 Rechtsanwalt Ferdinand S e i tz in Lauterbach gleichzeitig zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen in Gießen;
Ruhestandsversehungen:
Der Reichsstatthalter in Hessen hat am 30. Januar 1934 auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand versetzt unter Anerkennung ihrer dem Staate geleisteten Dienste und unter Würdigung ihres im nationalen Interesse bekundeten Opfersinns mit Wirkung vom 1.Februar 1934: den Kreisdirektor Wilh. Schön zu Worms, Kreisdirektor Dr. Emil Gaßner zu Büdingen, Kreisdirektor Heinrich Herberg zu Oppenheim, Kreisdirektor Theodor Reinhart zu Bensheim, Provinzialdirektor Heinrich Gebhardt zu Darmstadt; mit Wirkung vom 1. Mai 1934 den Provinzialdirektor Heinrich Leonhard G r a e f zu Gießen.
3n den Ruhestand verseht wurden auf Rachsuchen: am 15. Januar 1934 der Lehrer an der Volksschule zu Klein-Haufen im Kreise Bensheim, zur Zeit
kommissarisch zu Sponsheim, Kreis Dingen, Johannes Essel;
am 22. Januar 1934 die Oberreallehrerin an der Viktoriaschule (Studienanstalt) zu Darmstadt Virginie Dornbusch;
beide mit Wirkung vom 1. Februar 1934 an; am 23. Januar 1934 der Hausmeister an dem Realgymnasium zu Darmstadt Georg Rückert mit Wirkung vom 1. April 1934 an;
der Vorstand des Kulturbauamts Gießen, Re- gierungsrat Heinrich Steinbach, unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten lang» jährigen treuen Dienste und unter besonderer Würdigung des im nationalen Jnteresie bekundeten Opsersinns mit Wirkung vom 1. April 1934 an.
Entlassen wurde:
auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 am 25. Januar 1934 der Regierungsrat bei der Ministerialabteilung Ib, Referentin für Frauenangelegenheiten Amalie Keller mit sofortiger Wirkung aus dem Hessischen Staatsdienst.
Feiern am 30.3anuar.
Landkreis Gießen.
cf Allendorf a. d. Lumda, 1. Febr. Der Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution wurde auch in unserer Stadt in würdiger Weise begangen. Die Straßen prangten im reichen Flaggenschmuck. Am Abend fand eine Kundgebung auf dem Marktplatz statt. Hierzu waren die SA., SAR., die Hitler-Jugend, das Jungvolk, die Frauenschaft und der BDM. vollzäblig angetreten. Nachdem der Spielmannszug einige Märsche gespielt hatte, hielt Kreisleiter und Ortsgruppenleiter Pg. Dr. Harth von hier eine kernige Ansprache, in der er einen Rückblick auf das vergangene Jahr warf. Nach dem Gesang des Horst- Wesfel-Liedes fand die Kundgebung ihr Ende. Danach fand Dankgottes dien st in beiden hiesigen Kirchen statt, die bis auf den letzten Platz gefüllt waren. Die Tellersammlung war für die Winterhilfe bestimmt.
? Reiskirchen, 3L Januar. Zur würdigen Feier des Tages der nationalsozialistischen Revolution fand gestern abend in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche D a n k- gottesdienst statt. Der hiesige SA.-Sturm 27/116, der SAR.-Sturm 34/116, die HI., das Jungvolk, der MSA.-Trupp, sowie der BdM. und die Frauenschaft füllten die weiten Hallen unseres Gotteshauses. Nach einem Altarvorspruch des Ortsgeistlichen trugen die Schulkinder verschiedene Wechselsprüche vor, die sich auf den gestrigen Tag und auf die Arbeit der Regierung bezogen. In seiner Predigt würdigte der Geistliche die Leistungen der Regierung, die nicht nur auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet schier Unglaubliches geleistet habe, sondern auch auf kulturellem und religiösen Gebiet. Anschließend an den Gottesdienst fanden sich die Teilnehmer zu einer Kundgebung im Saale von Pg. Fritzel, dem langjährigen Parteilokal, ein. Hier sprach zunächst Ortsgruppen-Schulungsleiter Pg. Heß (Winnerod) über „Das erste Jahr der Regierung Hitler" in seiner bekannten spannenden Weise. Nicht um rauschende Feste zu feiern, würde des heutigen Tages gedacht, sondern um den Arbeitslosen das zuteil werden zu lassen, von dem man in früheren Jahren nur gesprochen hätte. Anschließend sprach noch Ortsgruppenleiter Pg. Hofmann (Bersrod) über die politische Lage. Er gab weiter einen kurzen Bericht über das Winterhilfswerk in der Ortsgruppe. Zum Schluß brachte mit einer Mahnung an das Volk, feinem Führer wie bisher die Treue zu halten, der Zellenleiter Rausch jr. ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Führer aus.
ch Dorf-Gill, 1. Febr. Der erste Jahrestag der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus wurde auch in unserem Dorfe würdig begangen. Die Straßen prangten in reichem Flaggenschmuck. Am Abend fand in der Kirche Dankgottesdienst statt, der außerordentlich gut besucht war. Die SA., SAR., NS.-Frauenschaft, BdM. und die ganze Gemeinde nahmen daran teil. Die Predigt hielt Pfarrer G ö t t i n g aus Eberstadt.
Kreis Alsfeld.
ll. Me r l a u, 1. Febr. Aus Anlaß des Jahrestages der Uebernahme der Macht durch den Nationalsozialismus fand auch in unserer Gemeinde eine würdige Feier statt. An dem Gottesdienst nahmen die SA., die NSBO., der BdM., die NS.-Frauenschaft, sowie Krieger- und Gesangverein geschlossen teil. Nach dem Gottesdienst versammelte man sich im Hörleschen Saal. In einer eindrucksvollen Ansprache rief Pg. Münch die Ereignisse des vergangenen Jahres in das Gedächtnis zurück. Im Anschluß daran wurden die Namen derer verlesen, die, entsprechend dem Wunsche des Führers, Lebensmittel- und Kohlenbezugsscheine erhielten. Der Spielmannszug und der Gesangverein trugen zur Verschönerung des Abends bei. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Reichspräsidenten und den Führer fand die Feier ihren Abschluß.
st. Kirtorf, 1. Febr. Anläßlich des Jahres» tages der Machtübernahme durch den National» fozialismus hatte unser Städtchen reichen Flaggen» schmuck angelegt Am Abend fand Gottesdienst statt, an dem sämtliche Formationen der NSDAP, teilnahmen.
Kreis Schotten.
§ Ulrichstein, 1. Febr. Am 30. Januar verband die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, ihre regelmäßige Monatsoersammlung mit einem Kameradschaftsabend, der die Parteigenossen mit den SA-Männern in froher Weise vereinte. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des historischen Tages, dessen Bedeutung in Ansprachen des Ortsgruppenleiters O. M e i s k i, des Propagan- dawarts Valentin und des SA.-R.-Sturmführ- rers Gg. M e i s k i für Volk, Partei und SA.-Kame- raden gewürdigt wurde. Die Schallplattenwiedergabe der Führerrede vorn 1. Februar 1933 und gemeinsamer Gesang von Marschliedern belebten die- schlichten Feierstunden.
l. Gedern, 1. Febr. Der Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution wurde auch hier würdig begangen. Reicher Flag- genschmuck in den Straßen bot ein festliches Bild. Am Abend fand in der überfüllten Kirche ein Dankgottesdienst statt, an dem die Ortsgruppe der NSDAP, mit ihren UntergtieberurrgeTi sowie das Arbeitsdienstlager Gedern geschloffen teil« nahmen. Pfarrer Saal hielt die Festpredigt. Anschließend an den Gottesdienst veranstaltete die Ortsgruppe vor dem Rathaus eine Kundgebung. Ortsgruppenleiter Klein schilderte die wichtigsten innen- und außenpolitischen Ereignisse seit der Machtergreifung durch die NSDAP., er gedachte ferner des wirtschaftlichen und kulturellen Wiederaufstiegs Deutschlands. Nach dem gemeinsam gelungenen Choral „Nun danket alle Gott" forderte Ortsgruppenleiter Klein im Schlußwort auf, auch in Zukunft in Treue und Pflichterfüllung zum Führer Adolf Hitler zu stehen. Das Horst- Wessel-Lied und ein dreifaches „Sieg-Heil" auf den Führer beschlossen die Kundgebung.
Oberhessen.
Kreis Schotten.
Für den NSLB., Kreis Schotten, sind folgende Bezirkskonferenzen anberaunit:
Laubach: Samstag, 3. Februar, 15 Uhr im „Schützenhof" zu Laubach.
Von 14.15 bis 15 Uhr tagt die Arbeitsgemeinschaft für Turnen und Wehrsport in der Turnhalle.
Schotten: Mittwoch, 14. Februar, 14.15 Uhr im „Hessischen Haus" Schotten. Eugenik, Heft 1.
Fortbildung der Junglehrer im Kreise Schotten.
)—( Ruppertsburg, 31. Jan. Unter Leitung von Kreisschulrat Dr. M e u e r weilten am letzten Freitag die Schulamtsanwärter des Kreises Schotten in unserem Dorfe, um dem Unterricht in der Berufsschule beizuwohnen. Es unterrichteten Schulrat Dr. M e u e r und Lehrer Eucken in Geschichte und Lektüre, Lehrer D e b u s in landwirtschaftlicher Berufskunde. Von mehreren Schul- verwaltern wurden diesbezügliche Referate gehalten. Eine rege Aussprache schloß sich an. Da dank der Gastfreundlichkeit der Ruppertsdurger Einwohner die jungen Lehrer hier in Freiquartieren übernachten konnten, war es ihnen möglich, an einem Heimatabend im dichtgefüllten Saale des Gastwirts Schlörb teilzunehmen, der aus Anlaß des 750jährigen Bestehens unseres Dorfes gefeiert wurde. Nach herzlicher Begrüßung durch Bürgermeister Lind sprachen Schulrat Dr. M e u e r und Lehrer Debus , die beide den Wert der Heimatgeschichte und Volkskunde in der Erziehung zur Volksgemeinschaft betonten. Der Posaunenchor ließ Marschweisen und Heimatlieder erklingen, der Männeraesangverein erfreute durch Heimat- und Daterlandschöre, der Bund Deutscher Mädel tanzte unter Ziehharmonikabegleitung sechs schöne alte deutsche Volkstänze, und heitere mundartliche Gedichte und Erzählungen verkürzten die Zeit. Pfarrer D. Fritsch sprach ein ernstes Schlußwort, in dem er zur Treue zum Dritten Reich ermahnte. Begeistert stimmte die Menge in das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied ein. Am Samstagmorgen besuchten die Junglehrer und auch mehrere ältere Lehrer des Bezirks Laubach die Schulklassen von Rektor Doll und Fräulein Erde (Laubach), die beide vorzüglich gelungene Lehrproben im Rechnen hielten. Auch hieran schloß sich
eine rege Aussprache. Mit herzlichen Dankesworten konnte Schulrat Dr. M e u e r die Tagung schließen.
LattS.cLiH Rieften
X Wieseck, 1. Febr. In den Distrikten Heide und Badenburger Wäldchen des Gemeindewaldes fand gestern eine Holzversteigerung statt, auf der höhere Preise bezahlt wurden, als in voriger Woche. Es wurden erzielt für den Raummeter Fichtenscheit 3 bis 3,20 Mark, Fichtenknüppel 2,80 bis 3, Fichtenreiser 1, für Buchenscheit 10 bis 11, Buchenknüppel 8 bis 9, Buchenreiser 2 bis 3, Buchenstock 6, für Eichenknüppel 5 bis 5,50, Eichenscheit 6, Eichenreifer 1 bis 1,20, Eichenstock 4, für Kiefernknüppel 5, Kiefernfcheit 6 bis 7, Birken- • knüppel 5 Mark. An Nutzholz wurden nur Fichten- I Derbstangen für 0,70 bis 1 Mark verkauft. Die Erhöhung der Preise ist durch die wesentlich günstigere Abfahrtsmöglichkeit und Lage zu erklären.
* Großen-Linden, 2. Febr. Das zweijährige Söhnchen des Schlossers W. Mehl von hier kam gestern unglücklich zu Fall und erlitt,einen Oberschenkelbruch. Das Kind mußte in die Chirurgische Klimt nach Gießen gebracht werden.
* Beuern, 1. Febr. Der 34jahrige Bauarbeiter Heinrich F e n ft e r von hier erlitt gestern in Ausübung seines Berufes einen Unfall. Der bedauernswerte Mann mußte mit inneren Verletzungen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
* Ettingshausen, 2. Febr. Die Ortsgruppe Ettingshausen der NSDAP, konnte in diesen Tagen eine stattliche Lebensmittelspende an die Kreisführung des W i n t e r hilfs- wertes abliefern. Es war eine Wurst- und Specksammlung durchgeführt worden, die insgesamt 297,3 Pfund ergab. Aus Ettingshausen wurden 115, aus Münster 33,8, aus Nieder-Besfin- gen 71, aus Ober-Bessingen 42 und aus Harback 35,5 Pfund Wurst und Speck aufgebracht.
(D Weitershain, 1. Febr. Zum Nachfolger des pensionierten Polizeidieners Erb wurde mit Wirkung vom 1. Februar Peter Dörr durch das Kreisamt Gießen bestellt unL verpflichtet. Herr Dörr wurde gleichzeitig zum Wiegemeister unserer Gemeinde verpflichtet.
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