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Radio

c bietes wohnhafte abstimmungsberechtigte Personen genügt zur Einreise der Abstirn-

Die neue Verordnung muß eine schwere Lah­

nung des Verkehrs des Saargebietes mit Innen Nachbarländern zur Folge haben. Es muß

mit allem Ernst gefragt werden, ob es wirklich

verkehr ergeben haben. Außerdem ist die Frage der rückständigen Warenforderungen behandelt worden.

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. v , , )er Beifall. Zum Schluß wurden Richard Strauß und den Mit­wirkenden langanhaltende Ovationen dargebracht. Auch die holländische Presse, die dem Straußschen Werk lange Betrachtungen widmet, gibt so nut wie einmütig ihrer großen Bewunderung Ausdruck.

In Reval wurde von 26 Angehörigen der deutsch-baltischen nationalsozialisti- schen Bewegung der ehemalige Leiter der Be­wegung, von zur Mühlen, zu 150 Kronen Geldstrafe, 17 weitere Angeklagte zu Geldstrafen von 50 bis 100 Kronen verurteilt. Acht Angeklagte wurden freigesprochen. Auch der Staatsanwalt stellte fest, daß die baltische nationalsozialistische Be­wegung dem estnischen Staat nicht feindlich gegen­überstand, noch unerlaubte Beziehungen zu aus­ländischen Stellen unterhielt.

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rungs ausweis in Verbindung mit dem Ein- rifepaß.

M I ROS beglückt Sie und die Ihren täglich aufs neue. Mühelos, auch in schwierigster Empfangsloge, bringt er eine Fülle von Sendern, automatisch getrennt und hinreißend klangecht. Was ihn vor anderen ouszekhnet: Optimaler Schwundausgleich. Der vollendete und doch preiswerte Helmsuperl

dienstes in Berlin abgeschlossen wurden, nur umlken Eindruck. Die meisterhafte Stabführung des die Zuhörer völlig in ihren Bann.

König Fuad von Aegypten erließ ein Dekret, das die Verfassung außer Kraft setzt und das Parlament aüflöst.

Kunst und Wissenschaft.

Richard Strauß dirigiert mit großem Erfolg seineArabella" in Amsterdam.

Im Rahmen des zur Zeit in Amsterdam statt­findenden Richard-Strauß -Fe st es fand im Stadttheater die von der Wagner-Vereinigung ver­anstaltete holländische Erstaufführung der Oper Arabella" statt, die sich zu einem glänzenden Erfolg gestaltete. Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt mit einem festlich gestimmten Publi­kum. Die vom Generalintendanten der Hamburger Staatsoper Heinrich S t r o h m unter Mitwirkung bewährter Hamburger Kräfte vorbildlich inszenierte Aufführung wurde von Richard Strauß persön­lich dirigiert. Fast alle Solistenrollen waren von namhaften deutschen Opernsängern und Sängerin­nen besetzt. Die Titelrolle sang Diorica Ursuleac (Berlin). Der Abend hinterließ einen äußerst star-

r-uerte Genehmigung berechtigt sie zu wiederholter (!in= und Ausreise. Die Gebühr für die Einreise- x nehmiguna beträgt 20 Franks und kann bei Be- tirftigkeit, falls ein dringlicher Anlaß zur Einreise erliegt, erlassen werden. Für außerhalb des Saar- , ktofoa mnhnhnTfo n k H > vn w» I, n r. U y n

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u. a.: Die Kirche glaube, daß wir uns als Reforma- toren austpielen wollten. Nichts, was uns ferner liegt. Wir sind keine Reformatoren. Wir sind politische Revolutionäre. Wenn die Kirche weiterhin das Bedürfnis habe, ihre Streitig­keiten vor dem deutschen Volke zu erörtern, und auch nicht davor zurückschrecke, im Angesicht der Oeffentlichkeit ihre schmutzige Wäsche zu waschen, dann nur unter zwei Bedingungen: 1. daß darunter der Staat keinen Schaden erleidet, und 2. dann nicht in unseren Dersammlungssälen, sondern in ihren Kirchen, im Angesicht ihres Gottes, wenn sie den Mut dazu haben. (Lebhafter Beifall.)

Wir haben nicht den Ehrgeiz, auf ihre Kanzeln zu steigen, aber wir dulden auch nicht, daß sie auf unsere Rednertribünen kommen. Denn da haben sie nichts verloren. Ein 66-Millionen-Dolk kann nicht 28 Landeskirchen haben. Es ist an der Zeit, diese 28 Landeskirchen zu einer gr o ße n Reichskirche zu vereinigen. Wir haben geglaubt, daß das reibungslos vor sich ginge. Dann es war nur zum Guten und Nutzen der Kirche er­dacht gewesen. Es ging um große christliche Auf­gaben. Wir haben gehofft, daß sie uns einen Teil der Arbeit und Sorge abnehmen würde. Sie hat es nicht getan, sondern ist sich in dogmatischen Haarspaltereien ergangen. Wäre es nicht besser von der Kirche gewesen, wenn sie stattdessen innere Belebung der seelischen Kräfte gegeben hätte?

Die Regierung wird für das ganze Volk ein großes Weihnachten veranstalten und wird die sozialen Wunden, die die Zeit den Aermsten unseres Volkes geschlagen hat, wenigstens zur Ver­narbung zu bringen suchen. Die Partei wird nicht das Gefühl der Müdigkeit aufkommen lassen dürfen, son­dern sie wird mit großer neuer Kraft an die Aufgaben des Tages herantreten, auch wenn sie grau und un­romantisch sind. Die Partei wird hart bleiben in ihrer Taktik, sie wird ebenso hart bleiben in ihrer Prinzipien, und sie wird für die Aufgaben, über die zu sprechen noch nicht die Zeit i st, die Geschlossenheit dieses Volkes garantieren. Denn diese Aufgaben sind von gewaltiger histori­scher Bedeutung, und Deutschland wird damit das kühnste Experiment durchführen, das jemals die Geschichte gesehen hat. Niemand bezweifelt die Krise und sucht die Anstrengungen zu verkleinern, die Deutschland machen muß, um der Not und Krise Herr zu werden. Aber das glauben wir sagen zu können: Deutschland wird nie untergehen, wenn es den Mut hat, stärker x u sein als d i e Not, die uns zu Boden geworfen hat.

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Reichsminister Dr. Goebbels besuchte in Stettin in Begleitung des Gauleiters Schwede, der selbst alter Angehöriger der Marine ist, und des Gruppenführers Friedrich den im Hafen lie­genden KreuzerKönigsberg". Er wurde am Fallreep vom Kommandanten, Kapitän z. S. S ch m u n d t, empfangen, begrüßte die Angehörige des Offizierskorps und verweilte eine halbe Stunde auf dem Schiff.

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Die Königin der Niederlande hat Richard Strauß in Anerkennung seiner großen künstlerischen Ver­dienste das Großkreuz des Oranien - Nassau-Ordens verliehen. Die Bekanntgabe dieser hohen Ehrung erfolgte anläßlich eines vom deutschen Gesandten Grafen Zech gegebenen Emp­fangs, an dem neben dem Komponisten und dem Spielleiter der AmsterdamerArabella"-Auffüh- rung, Generalintendant S t r o h m (Hamburg), der Präsident der Amsterdamer Wagner-Vereinigung von Tienhoven teilnahmen. Der Minister für Unterricht, Kunst und Wissenschaften Dr. Mar­chant überreicyte Richard Strauß die Auszeich­nung nach einer Rede, in der er in sehr herzlich gehaltenen geistvollen Worten die großen Ver­dienste des Komponisten würdigte und besonders dessen enge Beziehungen zum holländischen Kunst­leben hervorhob.

Ich für Dich Du für mich." Ein Film der Reichspropagandalettung der RSDAP.

Der Film ist der erste einer Serie von Pro­pagandafilmen, welche die Reichspropaganda- leitüng der NSDAP, in eigener Erzeugung von jetzt an herausbringen will. Er ist in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront entstanden und verschafft uns einen lebendigen Einblick in das Lagerleben des männlichen und weiblichen Arbeitsdien­st e s. Im Lager treffen sich junge Menschen aller Schichten. Das Lagerleben schweißt sie in treuer Kameradschaft zusammen: im Gemeinschaftsgeist und in strengster Pflichterfüllung zeigt sich ihnen der Weg in das neue Deutschland. Die erste Auf­führung dieses Filmes erfolgte im Frankfurter Ufa­palast vor einem geladenen Publikum. Gaupropa­gandaleiter Müller-Scheld sprach einleitende Worte. Das gemeinschaftlich gesungene Deutschland­lied schloß die Vorstellung, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Timmermans besucht die Relchsjugendführung und liest aus eigenen Werken.

Dieser Tage besuchte der bekannte flämische Dichter Felix Timmermans die Reichsjugendführung zur Besichtigung der Reichsjugendbücherei. Anschlie­ßend las der Dichter vor dem Führerkreis der HI. aus eigenen Werken. Im Auftrage des erkrankten Obergebietsführers Nabersberg begrüßte der Auslandspressereferent der Fugendführung des Deut­schen Reiches, Herbert C u r t i u s, den Dichter. Er führte u. a. aus: Die Abteilung Ausland freue sich, daß der Dichter von jenseits der Grenzen ein so schönes Interesse an der Fugend des Dritten Reiches habe, die sich doch feit jeher bemüht, gute Verbin­dungen mit der Jugend anderer Völker aufrechtzuer­halten und die Träger des Geisteslebens im Ausland

mtwendig erscheint, bereits während des Ä eihnachtsfestes einen derartigen Aus- ni hmezustand über das Saargebiet zu verhängen, Lib ob überhaupt eine Abschnürung des Saarge- Mtes für eine so ausgedehnteZeitspanne wirtschaft- liflh und psychologisch gerechtfertigt werden kann. Überdies müßten zahlreiche außerhalb des Saar- gbietes wohnende Abstimmungsberech- t gte, die schon vor dem 6. Januar ins Saarge- fet kommen wollen, ebenfalls unter diese Ver- eLnung fallen, da ja der für die ungehinderte Ein- rise notwendige Abstimmungsausweis voraussicht- lch nicht vor dem 6. Januar fertigge- fs l l t werden wird.

Wenn die neue Verordnung nicht als letzter Will- hratt gegen die natürliche Verbundenheit zwischen Im Saaraebiet und seinem Heimatlande Deutsch- lnd aufgefaßt werden soll, so muß erwartet wer- ln, daß die neuen Maßnahmen mit gleicher Schärfe auch auf den Grenzverkehr rii t Frankreich angewandt werden. Vor a.9 en Dingen könnte aber die Verordnung dann einen wirklich heilsamen Erfolg haben, wenn sie be- inrken würde, daß das Saargebiet während der A'stimmungsperiode nicht mehr wie bisher den Tummelplatz für unruhige, land­fremde Elemente hergibt.

Der König von England hat an den Führer und Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem er, zugleich im Namen der Königin, seinen herzlichen Dank für die Glück­wünsche zur Vermählung des Herzogs von Kent ausspricht. Ebenso haben der Herzog und die Herzogin von Kent dem Führer und Reichs­kanzler telegraphisch ihren Dank für die ihnen per­sönlich übermittelten Glück- und Segenswünsche ausgesprochen.

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mli ihr vertraut zu machen. Die deutsche Fugend begrüße Felix Timmermans so herzlich, weil er für sie ein Begriff der flämischen Bodenständigkeit und ein Sprecher des dem deutschen blutsverwandten flämischen Volkes sei.

DürersRofenkranzfesl" in der tschechischen Staatsgaterie.

Dieser Tage wurde Albrecht Dürers berühmtes GemäldeDas Rosenkranzfest", das sich im Besitz des Klosters Strahov befand, von der tschechischen Staatsgalerie in Prag übernommen. Damit finden jahrelange Verhandlungen ihren Ab­schluß. Das berühmte Bild, das sich seit 1793 im Besitz des Stiftes Strahov befand, sollte seinerzeit ins Ausland verkauft werden, doch hat der Staat dies nicht zugelassen und das Bild selbst vom Stift Strachoo gegen eine Entschädigung an Grundbesitz übernommen. Das Gemälde wird nach einer Re­novierung der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Aus aller Wett.

Zcharlachepldemie in einem Hunsrückdorf.

In dem Hunsrückdorf Pfeffelbach mußte wegen einer unter den Kindern ausgebrochenen Schar» lachepidemie die Schule geschlossen werden. 41 Kinder aus dem Ort, darunter 33 Schulkinder, sind von der ansteckenden Krankheit ergriffen worden. Bisher ist ein Todesfall zu verzeichnen. Die starke Ausbreitung der Krankheit kam dadurch zu­stande, daß ein Teil der erkrankten Kinder weiter die Schule besuchte und die übrigen Kinder anstecktev Alle Vorsichtsmaßregeln gegen eine weitere Aus­dehnung der Erkrankungen sind getroffen.

Glatteis fordert zwei Todesopfer in Kärnten.

lieber weiten Gebieten Kärntens, namentlich aber über der Stadt Klagenfurt liegt dichter Nebel, der durch die herrschende Kälte zu starker Eisbil­dung führte. Durch das Zusammentreffen van Nebel und Glatteis kam es im Laufe des Tages zu zahlreichen Unfällen, die insgesamt drei Tote und mehrere Schwerverletzte for­derten.

Unter die Jauchepumpe geraten und schwer verletzt.

Im Hunsrückdorf Kisselbach waren verschiedene Einwohner eines bäuerlichen Anwesens damit be­schäftigt, einen Wagen in die Scheune zu drücken. Hierbei wurde die in der Nähe des Scheunen-tores stehende Jauchepumpe gestreift, die umfiel und eine im Alter von 70 Jahren stehende Bäuerin traf und zu Boden riß. Die alte Frau trug schwere Kopfverletzungen, Beinverletzungen und eine schwere Brustquetschung davon. Die Verunglückte wurde sofort dem Krankenhaus in Simmern zuge­führt. Die Verletzungen sind so schwerer Natur, daß mit dem Ableben der alten Bäuerin gerechnet wer­den muß.

Zwei Frauen vom Erstickungstode gerettet

Bei einer Streife der Polizei in Bodenheim bei Bad Kreuznach bemerkten die Beamten, daß aus dem Wohnwagen einer Schaustellerfamilie starke Rauchwolken ins Freie drangen. Als auf das Klopfen niemand erschien, rissen die Beamten die Tür des Wagens auf, drangen ins Innere und fan­den zwei Frauen bewußtlos vor. Sie wurden sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo die angeftell- ten Wiederbelebungsversuche von Erfolg waren. Wie später festgestellt wurde, war der Ofen schad­haft geworden, wodurch der Wagen in eine undurch­dringliche Rauchwolke eingehüllt wurde.

Ein Skttehrgang der Reichsjugendführung.

Die Abteilung Ertüchtigung der Reichsjugendfüh­rung teilt mit: Die Abteilung E (Ertüchtigung) der Reichsjugendführung führt einen Skilehrgäng vom 2. bis 21. Dezember auf der Wildegund-Ski- hütte bei Jmmenstadt (Allgäu) durch. Aus jedem Gebiet nehmen zwei bis drei gute Skiläufer teil, die nach erfolgreicher Ablegung ihrer HJ.-Skiwart» Prüfung in den Gebieten neben den HJ.-Skilehrern den Grundstock zur Skiausbildung der HI. bilden werden. Bei der ersten Abschlußprüfung der Skiwartanwärter wird der Leiter der Abteilung E, Obergebietsführer Stellrecht, anwesend fein.

Wettervoraussage.

Mit der Ostwärtsentwicklung des europäischen Hochdruckgebiets hat sich sein Einfluß auf die Wit­terung Deutschlands zunächst verstärkt. Dabei ist es vielfach zu Aufheiterung und leichten Nachtfrösten gekommen, gleichzeitig setzt sich aber die jetzt vom Ostatlantik ausgehende kräftige Wirbeltätigkeit wei­ter fort, und es kann erwartet werden, daß sie auch auf die nördlichen Gebietsteile Deutschlands stärke­ren Einfluß nehmen wird, der sich in abgeschwäch­tem Maße auch unferm Bezirk mitteilen wird.

Aussichten für Sonntag: Vielfach Früh­nebel und nachts leichter Frost, sonst zunächst auf­heiternd, aufkommende Bewölkung, meist südliche Winde.

Aussichten für Montag: Etwas un­beständigeres und bei Südwestwinden milderes Wetter, besonders nach Norden zu auch vereinzelte Niederschläge.

Lufttemperaturen. Am 30. November, mittags 8,1 Grad Celsius, abends 5,1 Grad. Am 1. Dezem­ber, morgens 4,9 Grad. Maximum 8,2 Grad, Mini­mum 3,5 Grad. Niederschläge 0 Millimeter. Son- nenscheindauer 0,8 Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 30. November, abends 5,4 Grad. Am 1. Dezember, morgens 4,8 Grad.

Hauptfchriftleiier: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei

R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vorn 2. Juli 1934 gültig.

Mr haben den Aliit, stärker zu sein als die Hoi

Aeichsminister Dr. Goebbels über den Kampf gegen die Krisis.

Süden eingeschlagen und ist zu den Eidgenossen ge­ächtet. Er hat in Zürich seine Zelte aufgeschla- $n, sich allerdings eine Stadt ausgesucht, deren Bevölkerung im gegenwärtigen Augenblick wegen les Auftretens deutscher Emigranten besonders er­legt ist. Ob er gut daran tat, sich ausgerechnet lurich auszusuchen, wird sich später Herausstellen. Oichtig ist vorerst nur die Tatsache, daß auch der geschäftstüchtige Ritzel die Sache der Separatisten und Franzosen im Saargebiet für verloren hält, veshalb er alsüberzeugungstreuer Anhänger" chon den Rückzug in die gesicherte Deckung in die Wege geleitet hat.

Unnötige SinreiseerschwenWen

Saarbrücken, 30. Nov. (DNB.) Die Regie- mngskommission hat besonders einschneidende Ein- i e i s e e r s ch w e r u n g e n für die Zeit vom 27. De- pmber bis ?6. Januar angeordnet. Mit Ausnahme !«r Saarläyder und der Abstimmungsberechtigten tieöürfen für diesen Zeitraum alle Personen zur . inreije ins Saargebiet einer besonderen G e - ehmigung der Abteilung des Innern. Diese Genehmigung berechtigt zu wiederholter Einreise in Ins Saargebiet innerhalb des in dem Genehmi- xungsvermerk bezeichneten Zeitraums. Personen, de- r»n die Genehmigung zum vorübergehenden Aufent- Hilt im Saargebiet erteilt ist, müssen diese Geneh- r igung vor dem 27. Dezember e r n e u e r n. Die er-

Stettin, 1. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach in den Messehallen. Schon Stunden vor Beginn waren die Hallen, die über 15 000 Menschen Platz bieten, so besetzt, daß Pa­rallelversammlungen angesetzt werden mußten. Unter der Menge der Zuhörer ragte die starke Abordnung des gerade in Stettin eingelau- senen KreuzersKönigsberg" heraus.

Dr. Goebbels, mit minutenlangem Beifall begrüßt, führte u. a. aus: Eine Regierung kann nicht schlim- mer irren, als wenn sie versucht, es allen recht zu machen. Eine Regierung, die die Absicht hat, Ge­schichte zu machen, muß auch den Mut besitzen, ganz große und kühne Entscheidungen zu treffen. Jede Regierung habe aber die Pflicht, der nach ihr kom­menden Generation mehr zu hinterlassen, als sie selbst übernommen hat. Sie muß dabei unter Umständen auch das Glück der lebenden Generation in gewissem Umfange einschränken, denn wenn durch die vergangene Politik schon die Reser­ven des Volkes angegriffen worden sind, muß die Regierung den Mut haben, diese Reserven wieder auszu füllen. Die Regierung muß dann harte Maßnahmen treffen. Die Opfer, die wir forderten, sollten dazu dienen, dem Volke wieder seine nationale Existenz zu festigen. Die Regierung kann nur soviel Sorge dem Volke entgegenbringen, als das Volk ihr an Vertrauen entgegenbringt. (Leb­hafter Beifall.) Niemand wird aufstehen können, um zu behaupten, daß wir ein Himmelreich auf Erden versprochen hätten. Was wir versprachen, das war: Wir werden arbeiten, wir werden uns für das Volk einsetzen, wir werden mutig sein und kühne Entschlüsse fassen. Wir haben im vergangenen Winter im Winterhilfswerk 356 Millionen umgesetzt, und in diesem Winter werden es nicht weniger, sondern eher noch mehr werden. (Beifall.) Wenn man mir sagt: Aber wir haben es ja gegeben. Selbstverständlich! Wer soll denn anders geben? Die Regierung? Ja, die hat ja nichts. Die kann nur vom Volk nehmen und es dem Volk wiedergeben. Das ist schon eine Tat, daß das Volk uns diese Summe gibt. (Stürmischer Beifall !

Das nationale AufbauwerkKraft durch Freude" hat über zwei Millionen Menschen zu billigsten Preisen Deutschland und seine Schönheit kennenlernen lassen. Hunderttausende von Kindern sind verschickt worden. Zehntausende von Müttern haben ihre Ferien erhalten. Wir haben auf dem Ge­biete der Sozialfürsorge getan, was wir überhaupt nur tun konnten in einer Zeit, in der die Welt in tiefsten Krisen verfangen war.

Zur Kirchenfrage bemerkte der Minister

drei Monate verlängert werden. Die Ab- Komponisten zog die Zuhörer völlig Ordnungen waren besonders bemüht, die Unzuträg- Don Szene zu Szene steigerte sich Di

lichkeiten abzustellen, die sich im V e r r e ch n u n g s- Schluß wurden Richa^

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Staat und Partei.

Ene Erläuterung des Reichsinnenministers Dr. Frick.

Berlin, 30. Nov. In der ZeitschriftDeutsche Nrwaltung" nimmt Reichsinnenminister Dr. Frick bfs Wort in der Debatte, die über das Problem j artei und Staat" im Anschluß an die Rede des Flhrers auf dem Nürnberger Parteitag entstan- bm ist. Der Reichsinnenminister führt ü. a. aus: Me hätten in dieser Debatte die Parole aufge- JlUt, daß nunmehr d i e Parteidien st stellen b n Staatsbehörden vorgesetzt seien. Süchsminister Dr. Goebbels habe bereits auf bm Gautag Groß-Berlins aufklärend gesprochen. Inraus habe sich ergeben, daß die Schlagzeile: ,r' i e Partei befiehlt den Staat" das Iiort des Führersnicht der Staat befiehlt uns, (riibern wir befehlen dem Staat" schief wieder- g:l>t. Es fei nunmehr klargestellt, daß eine iiggenbroie geartete Änweisungsbe- ll.ignis von Parteidien st stellen gegen- r er staatlichen Behörden nicht be­ll h e. Die staatlichen Behörden erhielten ihre Misungen lediglich von ihren vorgesetz- krtn Stellen. Umgekehrt hatten auch die Par- Moienftfteüen in ihrem Wirkungsbereich keinerlei üweijungen von Behörden anzunehmen, sondern 'rwn nur den Vorgesetzten innerhalb liir Partei zu Gehorsam verpflichtet. Partei- [nanifation und Behördenorganisation ständen sich ebrr nicht fremd gegenüber, wie schon das Gesetz ;ir Sicherung der Einheit von Partei und Staat :bringe. Der Staat sei der Oberbegriff. Er im" auf zwei Säulen, nämlich der Parteiorgani- ihon und dem Staatsapparat. Die Einheit- ichkeit der Auffassungen werde immer nchr hergestellt, je mehr die junge, nationalsozia- Mjsch geschulte Generation die alte, in der Ver- ngenheit wurzelnde ablöste. Zur Abgrenzung des Mändigkeitsbereiches stellt der Minister fest, daß

i Parteidien ft stellen keine unmit- i bare Exekutive vornehmen, weil wir fönst tn unheilvolles Nebeneinanderregieren In! Doppelarbeiten auf allen Gebieten litten.

Kleine politische Nachrichten.

Ilie deutsch - französischen Wirt- Itwftsverhandlungen sind zum Abschluß kommen. Das Wesentliche ist, daß die Vertrage, im Juli zur Regelung des deutsch-französischen ^iren- und Zahlungsverkehrs und des Anleihe-

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