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Gießen, Chemnitz, den 1. November 1934.

Die trauernden Hinterbliebenen

Familie Heinrich Noll Familie Willi Noll Familie Franz Lösch.

GraueHaare verschwinden unauffällig durch

Am 28. Oktober verschied infolge eines Unglücksfalles nach einem arbeitsreichen Leben unser lieber Vater und Großvater, der Landwirt

Heinrich Noll VII.

kurz vor Vollendung seines 88. Lebensjahres.

Wir betrauern im Sommerhalbjahr das Ableben unserer Bundesbrüder

Oberforstmeister i. R.

Hugo Kirchner

Bad-Nauheim (aktiv 87) gest. 6. 5. 34

Landwirtschaftsrat

Dr. Friedrich Karl Eckert Abteilungsleiter d. Landesbauernschaft Schleswig-Holstein

Kiel (aktiv 14) gest. 27.8. 34 verunglückt auf einer Dienstfahrt zu Plön im Alter von 40 Jahren

Apotheker

Heinrich Matzat

Grubenapotheke Dudweiler (Saar) (aktiv 94) gest. 20. 10. 34 verunglückt beim Umsteigen auf dem Bahnhof Neunkirchen. Em aufrechter Kämpfer um die deutsche Saar

DieGießenerBurschenschaftFrankonia

Der Bundesleiter Adolf Fischer, Studienrat 6dZ9P

Die Beerdigung fand in aller Stille statt.

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Unser Die ter lein ist am 28. Oktober nach kurzer Krankheit von uns ßeßanßen.

Familie Wilhelm Hohmeier und Angehörige.

Gießen (Bleichstraße 27), 1. November 1934.

Die Beerdißunß fand in der Stille statt Von Beileids­besuchen bittet man abzusehen 6420 u

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Landkreis Gießen.

S o 11 q r , 29. Okt. Der Tag des deutschen

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Versammlung der oberhessischen Zmker - Ortssachgruppenführer.

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I» ebtheit. Die überaus große Beteiligung bei der -cmerfeier zeugte von der Achtung und Verehrung. ' 't nur in unserer Ge-

Schädlingsbekämpfung und auf anderes mehr auf­merksam gemacht. Aehnlich verhielt es sich auch auf dem Gang durch die von privater Seite angelegten Baumstücke. Hier wurde besonders das häufige An­treffen von Baumruinen, das teilweise zu geringe Auslichten der Bäume, das verkehrte Absägen von 1 Aesten und das enge Beisammenpflanzen der Bäume gerügt. Vorbildliche Baumpflege sowohl als mu­stergültige Schädlingsbekämpfung wurden lobend er­wähnt und zur Nachahmung empfohlen. Von der Neuanpflanzung von Kernobstsorten auf dem Kal- ten-Rain, dem Häuptobstbaumgebiet Steinheims, wurde abgeraten, da der Boden baummüde sei. Steinobstsorten kämen nach Ansicht des Sachver­ständigen nur noch in Frage. War dieser Rundgang für die Teilnehmer schon äußerst lehrreich und an­regend, in Zukunft mit allen zu Gebote stehenden Kräften auf dem Gebiete des Obstbaues vorbildliche Arbeit zu leisten, so war der anschließende Vor­trag des Inspektors Rentsch über Schädlings­bekämpfung genau so interessant. Auf das Auftreten der hauptsächlichsten Schädlinge in unserer Lage, wie des Frostspanners, Ringelspinners, Apfelwick­lers, der Blatt-, Blut- und Schildläuse, sowie des besonders gefürchteten Apfelblattsaugers oder des Apfelblattflohes, wie er noch anders genannt wird, wurde hingewiesen. Zeitpunkt und Mittel zu ihrer Bekämpfung, sowie deren richtige Anwendung, die Vorbedingung zu einem durchschlagenden Erfolg sei, wurden erwähnt. Der Gemeinde wurde es zur Pflicht gemacht, in allen Arbeiten auf dem Gebiete des Obstbaues tatkräftig mit gutem Beispiel vor­anzugehen, denn, und damit schloß der Vortragende seine mit großem Beifall aufgenommenen Ausfüh­rungen, Hebung unseres deutschen Obstbaues sei nationale Pflicht jedes Obstzüchters. Eine anschlie­ßende Aussprache klärte noch manche Unklarheit. Der Vereinsvorsitzende dankte Herrn Obst­bauinspektor R e n t s ch für die von tiefer Sach- und Fachkenntnis getragenen Worte und ermahnte die Anwesenden, diesen Aufklärungen in der Praxis die Tat folgen zu lassen. Der Krieg und die heutige Zeit

Gaupropagandaleiter und Leiter der Landes­stelle Hessen - Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

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fit!

Gegen die Saboteure des Winterhilfswerks!

Es mehren sich wieder die Fälle, daß Sammler mit irgendwelchen Broschüren von Haus zu Haus gehen und behaupten, daß der Reinertrag dem Winlerhilfswerk zufliehe. Ebenso werden wieder in ständig steigendem Blaße Karten und Pro­gramme für irgendwelche Veranstaltungen von Haus zu Haus oder in Gastwirtschaften verkauft. Weiter macht sich auch daL Vettelunwesen wieder in stärkerem Blaße bemerkbar.

Alle Volksgenossen werden ausgefordert, Samm­ler, die nicht im Besitze eines RSV.-Aus­weis e s zum Sammeln für das Winterhilfswerk sind, unter allen Umständen abzuweisen oder gegebenenfalls anzuzeigen, da diese Sammler, gleichgültig woher sie kommen, nur als Sabo­teure an dem grohen Werk des Führers, dem Winterhilfswerk, angesehen werden müssen.

Generalvertretung:

Gustav Heuser, Frankfurt a.M.

Ruf: Carolus 419 87/88 Hanauerlandstraße 200

meinde, sondern auch in der näheren und weiteren Umgebung erworben hatte. Anläßlich der Sammlung für d e n Gustav-Adolf- Verein, die von den Konfirmandinnen unserer Gemeinde durchgeführt wurde, meldeten sich zahl­reiche Einwohner als Mitglieder an. Die Sammj lung ergab einen beachtenswerten Ertrag. Vor­gestern trafen hier einige Saarkinder ein. Sie stammen vorwiegend aus den Grenzgebieten unse­rer Saar und machen einen vorzüglichen Eindruck. Die Pflebeeltern nahmen die Kinder mit großer Herzlichkeit auf.

(D Grüningen, 31. Okt. Die Ortsgruppe Grüningen her NS. - Hago hielt am Sonn­tagvormittag eine Kundgebung aus Anlaß d e s Tages d e s Handwerks in der Turn­halle ab. Der Ortsgruppenamtsleiter der NS.-Hago Weiß gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Maßnahmen der Regierung zugunsten des Handwerks und Handels. An Hand von Zahlen ver­anschaulichte er die Belebung in der Beschäftigung des Handwerks durch die Ehestandsdarlehen. Im Anschluß an seine beifällig aufgenommenen Aus­führungen hörte man vom Rundfunk die Uebertra- gung der Reichstagung des deutschen Handwerks. e

_j_ Stein heim 31. Okt Die Mitglieder des hiesigen Ob st-undGartenbau Vereins und eine Zahl von Freunden des Obstbaues, insgesamt annähernd 50 Personen, fanden sich am Sonntag­nachmittag zu einem Rundgang durch d i e Ob st anlagen unserer Gemeinde zusam­men. Nach Begrüßung der Erschienenen durch den Vorsitzenden des Vereins. Lehrer Sommer, der bei dieser Gelegenheit Herrn Obstbauinspektor Rentsch (Friedberg-Gießen) vorstellte, der nachher die Führung übernahm, begann der Rundgang mit der Besichtigung der Obstkulturen. Die von der Ge­meinde vor einigen Jahren geschaffene Kirschbaum- anlaqe wurde zuerst in Augenschein genommen. Es wurde von Herrn Rentsch auf richtigen Schnitt der jungen Bäume auf intensive Bodenbearbeitung und harmonische Düngung, auf die Wichtigkeit der

Niemand hat es mehr nötig, Deutschland betteln z u gehen, finden die notwendige Unterstützung durch Winterhilfswerk.

Jeder Bettler ist daher umgehend Anzeige zu bringen.

Gez.: Müller- Scheid

Gedächtnisfeier der Gießener SA.

Kartenbedarf der Stürme umgehend bestellen!

Die SA.-Standarte 116 veranstaltet am 9. November für die $21. des Stand­orts Gießen int Stadkthealer eine Gedächtnisfeier für die am 9. November 1923 an der Zeldherrnhalle in München gefallenen SA.-Kameraden. Im Anschluß an die feierliche Ehrung der Feldherrnhallen-Gefallenen wird das SchauspielLangemarck", der Opfergang der deutschen Zugend, aufgeführt.

Die $21.-Stürme des $tandorts Gießen melden ihren Bedarf an Eintritts­karten zu diesem Abend der Heldenehrung bis zum Samstag, 3. November, vor­mittags, an die $landarte 116, $tandartengebäude.

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Gestern fand auf Einladung des Gauführers Braun (Rodheim v. d. H.) eine Versammlung der Ortsgruppenführer und des Beirates im Hotel Hindenburg statt, die fast von allen Ortsfachgrup­penführern des Gaues besucht war. Nach kurzer Begrüßung der Anwesenden durch den Vorsitzenden gab der Vereinsrechner einen Ueberblick über den Kassenstand, der als sehr günstig bezeichnet werden kann. Der Voranschlag für 1935 beläuft sich auf 6300 Mark in Einnahmen und Ausgaben. Jedes Mitglied ist von Vereins wegen für seine Völker und besetzte Wohnungen gegen Brand, lieber» schwemmung, Einbruch, Frevel und Diebstahl ver­sichert.

Der Gau besitzt fünf Slockwagen, zu denen im nächsten Jahr noch je einer in Büdingen, in Schotten und in Lauterbach hinzukommen.

Die Beiträge werden künftig nach der Zahl der Völker berechnet, um die kleineren Imker zu ent­lasten. Dem Rechner wurde für seine umsichtige Kassenführung Entlastung erteilt und ihm der Dank des Vereins ausgesprochen.

Sodann erstattete der Vorsitzende den Jahres­bericht, der von einer

guten Honigernte berichten konnte, aber auch von großen Anstrengun­gen für die Weiterbildung der Imker in verschie­denen praktischen und theoretischen Lehrgängen, deren Besuch den Mitgliedern sehr empfohlen wird.

Oie Einführung der Dürgersteuer abgelehnt.

L Bad-Nauheim, 31. Okt. In der jüngsten «jung des Stadtrats stand als Hauptpunkt ,. der Tagesordnung die Einführung der Bür- , isteuer. Nach dem von der Verwaltung ae° Liten Antrag läßt sich die Einführung dieser Ejer für das Jahr 1935 nicht mehr umgehen.

das Jahr 1934 wurde von einem dahingehen- Ü Antrag der Verwaltung abgesehen, weil nach L damaligen Sachlage bestimmt damit gerechnet «eiöen konnte, daß die Bürgersteuer im Jahre ui.3> in die Reichseinkommensteuer einbezogen pH*- Nachdem dem nicht ist, macht der im w 1934 im Voranschlag festgestellte Fehlbe- Via von 50 000 Mark, zu dem im Jahre 1935 iui5i die Senkung der Sondergebäudesteuer noch in Ausfall von 40 000 Mark hmzukommt, es not- öe bia Beschluß über die Einführung der Bürger- Iteir 1935 zu stellen. Es wurde deshalb von der kt maltuna beantragt, die Bürgersteuer im 3a re 1935 in der Stadt Bad-Nauheim mit 500 » j;., des Reichssatzes zu erheben. Stadtratsmitglied Dr Hammann als Sprecher der nationalsozia- lifti chen Stadtratsfraktion kam zu einer Ableh - rt ung d e s Antrags. Er führte u. a. aus, daß )ie Einführung der Bürgersteuer in einem Mo- flg-t, wo die nationalsozialistische Regierung Steuersenkungen vornehme, aus grundsätzlichen pMschen Erwägungen abzulehnen fei, ganz ab- geliben davon, daß sie für die Bürgerschaft un- tinbar sei. Man müsse vielmehr versuchen, alle Mglichkeiten eines Etatsausgleichs au überprüfen. Da eben hoffe man auch, daß sich der allgemeine vl-schaftliche Aufschwung im nächsten Jahre fühl- öqi bemerkbar mache. Die Ablehnung der neuen Btiuer bedeute auf der anderen Seite aber, daß mii aller Schärfe gegen die säumigen Steuer- ,ailer vorgegangen werde. Bei der Abstimmung Dirfce die Einführung der Bürger st euer ab»

hondwerks wurde auch hier festlich begangen. Alke Häuser prangten in festlichem Schmuck. Am Soimittag fand eine Pflichtversammlung der Hand- oeiker im GasthausGermania" statt. Ortsgrup- iet eiter der NS.-Hago Weimer eröffnete diese 'ml begrüßte den Ortsgruppenleiter der Partei, Zügermeister Wa gner, sowie alle Erschienenen. 11öann verlas Malermeister Hettche den Auf- ufDes Reichshandwerksmeisters. Hierauf hörte die S ammlung die Rundfunkübertragung der Ta- mq in Braunschweig, woran sich der gemeinsame -3e*ng des Deutschland- und des Horst-Wessel- Jit es anschloß. In seinem Schlußwort wies der feer auf die verständnisvolle Zusammenarbeit der fteierung und der Handwerksführung hin, woraus idiinber auch für jeden Handwerksmeister die Ver­richtung ergebe, sich nicht nur den Pflichtinnungen iMschließen, sondern auch in nationalsozialistischem Bin mitzuarbeiten. Am Abend sand noch ein ^anilienadend in derGermania" statt, der einen xhinen Verlauf nahm.

Auch die Vereinsredner haben eine rege Tätigkeit entfaltet. Besonderer Wert ist auf die Trachtver- befferung durch Pflanzung der Küblerweide zu legen. Das neue Seuchengesetz ist dankbar zu be» grüßen und wird der Verbreitung der Bienen­seuchen großen Abtrag tun. Die Mittel der Seuchen» taffe, die bisher gesammelt worden sind und nicht mehr erhöht werden, sollen zur Ausbildung von Seuchensachverständigen verwendet werden. An der 2. Reichskleintierausstellung in Frankfurt a. M. vom 30. November bis 3. Dezember, an der die Bienen­zucht aus dem ganzen Reich beteiligt ist, wird sich auch der Gau Oberheffen mit 23 Ortsgruppen be­teiligen.

Für das Winkerhilfswerk fallen van jedem Imker nach besten Kräften Honig- spenden gegeben werden.

die vorn Ortsgruppenführer eingefarnrnelt werden fallen.

lieber die neuen Satzungen der Reichsfachgruppe DeutscherJrnker berichtete Oberamtsrichter K l ietfch (Büdingen) in eingehenden, allgemein verständlichen Ausführungen, für die ihm der Dank der Ver­sammlung ausgesprochen wurde Sodann wurde noch das Seuchengesetz in Hinsicht auf die Ausbil­dung der Seuchenwarte beraten.

Bezüglich der Winterarbeit wird die Be­handlung der Zanderschen Vorschläge empfohlen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Vaterland und Führer wurde die Versammlung geschlossen.

üHt wurden.

" Harbach, 31. Okt. Am Montag wurde frju Katharina Münch, geborene Dörr, eine inrer ölte ft en Einwohnerinnen, zu SjrJbe getragen. Sie stand im 85. Lebensjahre. So sieben Wochen war es ihr noch vergönnt, das (Ihne Fest der diamantenen Hochzeit zu den. Die Verstorbene erfreute sich allgemeiner

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$ Mainzlar, 30. Okt. Gestern nahmen die Irtsleiter unserer Ortsgruppe der -DAP. am Schulungsabend für die Amts- 3r der NSDAP, und Ämftswalter der DAF. in -Wolkshalle zu Londorf teil. Der Saal war sehr I besetzt. Die Ausführungen der Redner des iribs, Kreiswalter Wag n e r und Dr. Wlß - ün n, fanden bei den Zuhörern reges Interesse, ng. Großen-Buseck, 31. Okt. Am Tage Handwerks waren die Häuser unseres j s mit Fahnen des Dritten Reiches festlich ge­rückt Schriftbänder an den Straßenkreuzungen Isrten auf, deutsche Handwerksarbeit zu unter» iken Am Sonntagvormittag fand im Saale der iirmania" eine Versammlung statt, bei der der inruf des Reichshandwerksführers verlesen und e Uebertragung der Reichsfeier zum Tage des Kitschen Handwerks angehört wurde. Am Bntag trafen hier die Saarkinder zum Fe­rmaufenthalt ein, die vom BDM. feierlich emp- f äugen und mit Gesang zu ihren Pflegeeltern ge-

hätten uns zur Genüge gezeigt, daß die Ernäh» rungsfrage in unserem Vaterland eine volks- und staatspolitische Frage ersten Ranges sei. Unser gan­zes Bestreben müsse darauf hinzielen, uns unab­hängig vom Auslands zu machen, Selbstversorger zu werden. Das erfordere aber von jedem Land­wirt und von jedem Obftzüchter, daß er die nötigen Kenntnisse darüber besitze, mit welchen Mitteln und auf welchem Wege die Leistung in feinem Betriebe in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu steigern fei.Dienst an der Aufwärtsentwicklung unsers deutschen Obstbaues ist ein Stück Arbeit am Aufbau unseres Vaterlandes", das waren dis Schlußworte des Vereinsvorfitzenden.

3 Obbornhofen, 31. Okt. Auf Veranlassung der Ortsgruppenleituna der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" gab hier das Mainzer Kasper- und Puppen» spieltheaterR a d i r u l l a l a" im Saale des Erich Henzel vor zahlreich erschienenem Publi- kum eine Vorstellung, deren Reinertrag dem Win­terhilfswerk zufließt. Am Tage war für die Schul- klassen der Gemeinden Bellersheim, Wohnbach und Obbornhofen eine gemeinsame Vorstellung. Die mit schneidigem Humor und viel Talent gespielten Stücke u. a.Kasperle im Saargeknet" und Kasperle im Völkerbund" brachten wahre Lach­salven. Starker Beifall und ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer beschlossen die Abendvorstellung. Die Ersparnisse vom E i n t o p f s o n n t a g er­gaben in unserer Gemeinde einen Ertrag von 26 Mark. Die in rühriger Weise vom Jungvolk be­triebene Brotsammlung brachte 90 Vier­pfünder zusammen. An Bernsteinplaketten wurden für 10,70 Mark verkauft.

Kreis Alsfeld.

+ Deckenbach, 31. Okt. Unser Ort, der 450 Einwohner zählt, hat ein außerordentlich gesundes Klima zu verzeichnen. Krankheiten, auch Kinder­krankheiten sind hier sehr selten. Die Einwohner» schäft erreicht ein hohes Alter. In unserem Orte wohnen fünf Leute, die bereits über 80 Jahre (89, 88, 85 und je 80 Jahre) alt sind.

st. Kirtorf, 30. Okt. Nach dem Auszug der Stadtapotheke hat unser ehrwürdiges Rathaus während der Sommermonate eine durchgreifende Neugestaltung und Verschönern n g er­faßen. Insbesondere sind die Räume der Bürger­meisterei zweckmäßig neu gestaltet worden. Durch Entfernung verschiedener Wände wurden größere Räume geschaffen. Der Rathaussaal wurde in alt­deutschem Stil hergerichtet. An den Wänden hängen alte Waffen, formschöne Geräte und das Kirtorfer Stadtwappen. Ein großes Bild des Führers gibt dem Raum ein besonderes Gepräge. Hinter dem Rat» Haussaal befinden sich das Bürgermeisteramt, das Bürgermeisterzimmer und das Gemeindearchiv. Eine besonders schone Ausgestaltung hat auch der Raum für die standesamtlichen Trauungen erfahren.