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Der Rekordsiug der Brieftaube

Aus aller Welt

Das Ungeheuer von Loch Reh bekommt Konkurrenz.

Am Strande bei Querqueville bei Cherbourg ist

im be-

;rf) für starke Nachfrage.

ng von Sittlichkeitsverbrechern.

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Die Zu

der Bar stehend schnell größere Mengen Alkohol zu vertilgen. Angesichts der Fortdauer der grimmi­gen Kälte, die am Mittwoch früh wieder 25 Grad un\r Null erreichte, wird die Rückkehr wär- 'iinfe allgemein begrüßt, und die Ge-

Grohe Strafkammer Berlin hat Nachverfah.. die Entmannung von zwei reits mehrfach wegen Vergehens an Kindern unter 14 Jahren verurteilten Sittlichkeitsverbre- ch e r n angeordnet. Es handelt sich um den 66iäh- rigen August M e i s z e l, der dreimal wegen Sitt- lichkeitsverbrechens vorbestraft ist, und um den 27 Jahre alten Willi A r l t.

Zuviel Wasser schadet!

frau haben es nicht leicht. Fast ständig kommen sie mit Wasser in Berührung: beim Kochen, Tellerspülen, Reinemachen vom Wäschewaschen ganz zu schweigen. Kein Wunder, daß die Haut darunter leidet, wenn sie nicht regelmäßig nach der Arbeit mit Leokrem gepflegt wird. Dadurch erhält die Haut nicht nur das ihr entzogene Fett wieder vor allem lebt sie dann wieder ans, denn Leokrem enthält ja Sonnenvitamin und Lecithin. Dosen von 22 Psg. ab.

tung der Gewerkschaften hatten räumen müssen, arbeitsrechtliche Klagen gegen die Deutsche Ar- beitsfront als angebliche Rechtsnachfol­gerin der früheren Gewerkschaften erhoben worden waren. Diese Streitigkeiten hatten zu einer verschiedenartigen rechtlichen Beurteilung durch die zuständigen Landesarbeitsgerichte geführt.

In der Begründung des Urteils wurde ausge- führt, daß der Kampf der NSDAP, sich besonders gegen den Marxismus, gegen den Klassenkamps und damit auch gegen die Freien Genje r k- schaften als die Organisationen gerichtet habe, in denen der Klassenkampsgedanke seinen stärksten Ausdruck gefunden hatte. So habe p ?}y.e2C hier etwas Neues zu schaffen. Die tatsächliche Ent­wickelung habe zu einer Umb.ldung der Ar­beit e rv e r b ä n d e ge uhrt, bei deren Abschluß Ende Juni 1933 in der Arbeitsfront statt der 28 Verbände des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts- bundes 14 neue G r u n d v e r b ä n d e gestanden

Uebereianung sei nicht erfolgt, da es an diesen Voraussetzungen gefehlt habe. Bei der Besetzung der Gewerkschaftshäuser, der Benutzung ihrer Räume und Einrichtungen habe es sich nur um Besitz und Gebrauch gehandelt.

400000 Mark für eine wiffenschast- liche Akademikerhilfe.

Der Präsident der Reichsanstalt für Ar-

und Tabak.

Schwere Unruhen in einem Reuyorker Zuchthaus.

Kommissar MacCormick in Neuyork gab be­kannt, daß im Zuchthaus und Hospital auf der in städtischem Besitz befindlichen Welfare-Jnsel wäh- rend der letzten achttägigen Unwetterperiode dauernd Belagerungszustand geherrscht habe. Die Wache habe infolge von Unruhen und beginnen­der Gesamtmeuterei fortgesetzt Ausnahmedienst ver­sehen müssen. Eine von ihm kürzlich vorgenommene Besichtigung der beiden Anstalten habe Aufsehen erregende Enthüllungen ergeben. Rumschmuggler und Rauschgifthändler beherrschten die Zuchthaus­verwaltung und führten ein Wohlleben, während weniger glückliche Insassen hungerten. Kommissar MacCormick erklärte weiterhin, daß eine Explo­sion im Saal des Zuchthauses, durch die die Heizanlage außer Betrieb gesetzt wurde, der un­mittelbare Anlaß zu den Ausschreitungen gewesen sei. Die Unruhen hätten sich bann über das ganze Zuchthaus ausgebreitet. 1300 Sträflinge hätten sich erhoben und gegen die schlechte Verpflegung pro­testiert. Die Gefangenen hätten die Speisen von den Tischen heruntergeworfen und laute Verwün­schungen ausgestoßen, bis schließlich die Wache im Speisesaal erschienen sei und strenge Maßnahmen angedroht habe.

Washington feiert die Aufhebung des Alkoholoerbotes.

Am 1. März, also heute um Mitternacht, wurde nunmehr endlich auch die Bundeshauptstadt der Vereinigten Staaten von der langjährigen Trockenheit e r l ö st. Die Restaurants dürfen von 9 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts alkoholische Getränke ausschenken; infolgedessen wird in der Nacht zum Donnerstag zwei Stunden lang die Wiederkehr des Alkohols gefeiert werden. Die Schankkonzession Nr. 1 wurde dem Nationalen Presseklub vom Leiter der Stadtverwaltung feier­lich überreicht. Hunderte von Journalisten und de­ren Gäste versammelten sich in den Klubräumen, um Schlag 24 Uhr die Gläser zu ergreifen. Nicht erlaubt sind die früheren Stehkneipen; die Getränke dürfen nicht in Gegenwart der Gäste gemixt, son- dem müssta in einem verborgenen Winkel zu­bereitet werden, damit niemand verleitet wird, an

Berlin, 28. Febr. (DNB.) Reichsjustizkommissar Dr. Frank sprach vor der Presse über die weite­ren Aufgaben der Erneuerung des deutschen Rechts. Der Redner bezeichnete die Schaffung der Ju- st i z h o h e i t d e s Reiches als die wesentlichste Voraussetzung. Die weltanschauliche Grundlage der Reichsjustizreform ist ausschließlich das national­sozialistische Ideengut in seiner Gesamtheit. Das be­deutet, daß die Zusammenarbeit mit den Landes­justizverwaltungen in Form einer absoluten U n - terorbnuna unter bi e Reichsinstanzen vor sich geht. Bis zur endgültigen autoritären Klä­rung durch das Reich werden die gegenwärtigen Maßnahmen und Gesetzgebungsakte der Länder un­berührt bleiben.

Die Untergerichtsinstanz in Form des Amts­gerichts bleibt erhalten, ebenso die zweite Instanz in Form des Landgerichts. In der Form des Oberlandesgerichts wird eine weitere Rechtsmittelinstanz sichergestellt. Es ver­schwindet das bayerische Oberlandesgericht als eigene Gerichtsbehörde. Beibehalten wird selbstverständlich das R e i ch s g e r i ch t als oberste

Grohmütterchen sucht Abenteuer.

Frau Torrey ist schon 82 Jahre alt. Dessen un­geachtet hat sie noch Lust, in die Wildnis zu rei­sen um dort Abenteuer mit wilden Raubtieren zu bestehen. Sie ist vom Flugplatz in Croyden zu einem Flug nach Südafrika aufgestiegen. Von Kapstadt aus will sie durch die Wildnis rei­sen. Ganz besonders ist es ihr darum zu tun, selbst einmal zu sehen, wie sich die wilden Tiere, insbesondere die Löwen, in der Freiheit be- nehmen. Man hat ihr versprochen, ihr dies in der Nähe von Nairobi zu zeigen. Frau Torrey gehört zu dem intimeren Kreis der Damen um die eng- ljkche Königin. Sie stammt von John Rolfe, der vor 300 Jahren die indianische Prinzessin Poca° bontas im nordamerikanischen Urwald heiratete und dadurch seinen Scalp rettete. Die Abenteuer- lust wird demnach wohl Frau Torrey von ihren indianischen Urahnen nach im Blute hegen- Stele Damen und Herren der Londoner Gesellschaft waren auf dem Flugplatz erschienen, um der alten Dame für ihre weite Reise Gluck zu wünschen.

Spanischer SlratosphSrenslieger plan, neuen Höhenweltrekord.

In diesem Sommer will der spanische Fliegex Emilio H e r r e r a einen Flugi n bi e S t r a to- sphäre unternehmen. Herrera hat sich um bas Fliegerwesen bereits sehr oerdien, gemacht vor allem ist ihm Deutschland zu Dank verpsttchtet. weil er sich bei der Einrichtung des Zeppelin Ber- kehrs über Spanien nach Südamerika für bie deut­sche Sache eingesetzt hat. Er will einen n e wen Höhenrekord von etwa 23 000 Meter aufstel­len. Professor Piccard und ber Amerikaner Settle haben Herrera ihre Erfahrungen zur Ver­fügung gestellt. Die russischen Stratospharenflieger haben jeboch bisher auf bie wiederholten Bitten des Spaniers keine Antwort gegeben. Herrera will nicht eine geschloffene Gonbel benutzen, wie sie Professor Piccard benutzt hat, sondern er will seine Gondel.

Manche Menschen haben eine Leidenschaft für Brieftauben, weil diese Tauben die Eigenschaft haben, immer dorthin zurückzufliegen, wo sie an- säsfig find. Der Ehrgeiz des Brieftaubenzüchters liegt darin, eine Taube zu besitzen, die den Rück­flug am schnellsten schafft. Brieftaubenkonkurrenzen stellen die tüchtigste Taube fest, deren Besitzer bann eine goldene Medaille bekommt. So hatten auch die Brieftaubenzüchtervereine von Hagen inWest- alen einen Wettkampf ausgeschrieben. Die Tauben . eilten von Insterburg nach Hagen zurück- liegen. Der Transport ber Tauben nach Insterburg wurde einem altbewährtem Brieftaubenzüchter an- vertraut. Es war ein alter bewährter Brieftauben- züchter, aber ein unglücklicher, denn noch niemals hatte ihm eine feiner lieben Tauben einen Preis eingebracht. Andere Tauben schafften es immer schneller. Das überdachte der Alte, als er bie Tau- ben zum Bahnhof brachte. Was hätte ihm genützt, seinen Tauben freunbliche Ermahnungen mitzuge­ben, sich diesmal etwas mehr anzuftrengen? Gar nichts hatte ihm das genützt, denn er hatte nun ein­mal kein Glück.

Mann kann aber fein Unglück verbes­sern, bann wird Glüa daraus. Und heimlich nahm der unglückliche Taubenzüchter seine Tauben aus dem Korb heraus und nahm sie wieder mit nach Hause. Der große Tag des Wettbewerbs kam. Unser Züchter rechnete aus, wann die Tauben, wenn sie

in Insterburg sofort nach der Ankunft des Zuges aufgelassen wurden, in Hagen eintreffen könnten. Einige Minuten vor der Zeit die er sich errechnt hatte, ging er mit seinen Tauben etwas abseits seines Hauses, ließ sie dort hochfliegen. Die Tauben zogen einige Kreise und flogen in ihren heimatlichen Stall zuruck. In allen Züchterkreisen herrschte bie größte Aufregung darüber, daß die Tauben jenes Züchters in einer phanta stischen Re­kordzeit die Strecke InsterburgHagen durch­flogen haben.

Aber der unglückliche Taubenzüchter hatte wie­der kein Glück, das heißt, er konnte sich nicht lange feines erschwindelten Glücks freuen. Denn es traf aus Insterburg ein Bericht ein, daß ber Zug mit ben Brieftauben Verspätung hatte, daß starker Gewittersturm herrschte, und man bie Tau­ben erst Diel, viel später auflaffen konnte. Der Betrug war klar: die Tauben des Züch­ters konnten gar nicht in Insterburg gewesen sein. Erst leugnete ber Züchter, bann aber gestand er vor dem Untersuchungsrichter, daß er schon feit fünf­zehn Jahren Tauben züchte, baß er noch niemals einen Preis bekommen habe und endlich auch ein­mal mit der goldenen Medaille ausgezeichnet wer- den wollte. Das Gericht verurteilte ihn zu einer geringen Geldstrafe. Doch eine goldene Medaille wird er niemals bekommen; die Vereine wollen ihn zu ihren Konkurrenzen nicht mehr zulassen.

Unter dem Gesichtspunkte der Rechtsnach­folge könnte an eine Haftung der Beklagten für Verbindlichkeiten der früheren Gewerkschaftsver­bände höchstens aus § 419 BGB. gedacht werden.

Oie Reform derFustiz.

Beibehaltung der vier Instanzen. Einheitliche Prüfungsordnung.

drei letzten Unterrichtsjahren in regel­mäßigen Abständen Vorträge über bas (Sc­hiet des Rechtes stattfinden. Im Rahmen des Studiums, das eine Mindestzeit von acht Se­mestern haben wird, wird eine Zwischenprü­fung eingesetzt auf Charakterschulung, Weltan­schauung und 'Erkenntnis der Rassenfragen. Der Staat, der von einem Manne verlangt, daß er sich in ben gesundesten Jahren seines Lebens darauf vorbereitet, dem Staate zu dienen, muß auch f ü r den Lebensunterhalt der Referendare sorgen. Die Frage ber HI., der SA.-Ausbildung und der Sportausbildung wird im Zusammenhang mit den anderen akademischen Berufen zu lösen fein. Der Jurist darf niemals Stubenhocker sein. Der Sprung zum Assessor wird nach wie vor im Rahmen einer großen staatl ich e n Prüfung zurückzulegen sein. Es ist unmöglich, ben Wünschen auf absolute Erleichterung der Prü­fung zu entsprechen. Das Referendarlager könnte em Bestandteil ber Prüfung sein. Es könnte aber auch ein Bestandteil der Zeit fein, in ber der Re­ferendar tätig ist. Das Lager könnte sogar nach ber Prüfung in Form einer Nachpraxis geschehen. Nach Bestehen der Staatsprüfung wird ber Assessor die

Die im Kaspischen Meer auf einer Eisscholle ab­getriebenen Fischer wurden durch Flugzeuge ent­deckt. Zwei Flugzeuge versuchten eine Notlandung, bie aber miptang. Sie haben darauf Lebensrnittel abgeworfen. Nach bisherigen Mitteilungen find 123 Fischer in Sicherheit, lieber das Schicksal der an- deren kann noch nichts mitgeteilt werden.

Neues Wintergewttter über Berlin.

Nach stürmischer und regnerischer Nacht setzte am Dienstag über Groß-Berlin ganz plötzlich heftiges Schneegestöber ein, das von elektrischen Ent­ladungen ' begleitet war. lieber Spandau wurden drei Blitzschläge beobachtet, denen heftiger Donner folgte. Der orkanartige Sturm richtete wiederum vielfach Schaden an. In den Außenbe­zirken stockte infolge des ungewöhnlich starken Schneetreibens kurze Zeit der Verkehr. So schnell wie das Unwetter hereingebrochen war, verzog es sich auch wieder. In den Berliner Straßen verwan­delte sich der Schnee bald wieder in Wasser.

Kunst und Wissenschaft.

Jntendanlenwechfel beim Berliner und Frankfurter Rundfunk.

Der bisherige Intendant der Berliner Funk- ftunbe, Friedrich Arenhövel, hat um Enthe- bung von feinem Amt gebeten, um sich wieder ausschließlich schriftstellerischen Arbeiten widmen zu können. Reichsminister Dr. Goebbels hat der Bitte entsprochen und an seiner Stelle den bis- hörigen Intendanten des Südweftdeutschen Rund- sunks, Walter B e u m e l b u r g, zum Intendanten der Berliner Funkstunde ernannt. Zum kommis­sarischen Intendanten des Südwestdeutschen Rund- funks in Frankfurt a. M. ist der bisherige Inten­dant des Deutschen Volkstheaters am Hermann­platz in Berlin, Hans Otto Fricke, bestellt worden.

Wettervoraussage.

Infolge Barometeranstiegs über dem Kontinent hat sich ein flacher Hochbruckrücken geb übet, ber sich oon bem Finnlandhoch in südöstlicher Richtung bis noch ber Biskaya erstreckt. In seinem Bereich wird zunächst ein Absinken der Luftmassen stattfinden, so daß der Himmel sich zeitweise aufheitert und das Wetter vorerst trocken bleibt. Auch tritt weiterhin Nachtfrost ein. Jeboch wirb ber hohe Druck sowohl von bem italienischen Tief, als auch von einer kräftigen Störung über Island angegriffen, wo- durch wärmere Luft heranbefördert und mit der Zeit Milderung und Verschlechterung der Wetter­lage verursacht wird.

Aussichten für Freitag: Neblig, wolkig mit Aufheiterung, Nachtfrost, trocken.

Aussichten für Samstag: Rückgang zu milderem und stärker bewölktem Wetter.

Lufttemperaturen am 28. Februar: mittags 2,5 Grad Celsius, abends2,1 Grad; am l.März: morgens3,5 Grad. Maximum 4,1 Grad, Mini­mum 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Februar: abends 0,7 Grad; am 1. März: morgens 0,5 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm.

Amtliche Winterfportnachrlchten.

Vogelsberg Hoherodskopf: Wolkig, 6 Grad, im Walde 40 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut.

Sauerland Winterberg: Nebel, 5 Grad, 35 Zentimeter Pulverschnee, 3 bis 5 Zenti­meter Neuschnee, Sportmöglichkeiten sehr gut.

Schwarzwald Feldberg: Schneefall, 8 Grad, 55 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr -- gut.

Alpen Garmisch-Partenkirchen: Wol­kig, 3 Grad, 15 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglich­keit flut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. 1.34: 11 700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und ' Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen,

ein seltsames Seetier angetrieben, das der Oeffentlichkeit reichen Gesprächsstoff bietet, nachdem es um das Seeungeheuer von Loch Neß stillgewor- den ist. Das an der französischen Küste angetriebene Tier gehört einer völlig unbekannten Gattung an. Es ist acht Meter lang, von blau- grauer Farbe und hat zwei Seiten- und eine Rückenflosse. Auf dem etwa einen Meter langen Hals sitzt ein verhältnismäßig kleiner Kopf. Die Leiche wird oon Wissenschaftlern näher untersucht

werden.

um Gewicht zu ersparen, aus gesirnistem Segeltuch berftellen lassen. Der Ballon soll etwa 25 000 Kubik­meter Gas fassen. Die Hülle besteht aus Seide. Der Aufstiea soll von Madrid aus erfolgen. Herrera rech­net in einer Höhe von 23 000 Metern mit einer Temperatur von 6 0 Grab unter Nu 11 im Schatten und ebenso viel Grade über Null in ber Sonne. Vor biesen großen Temperaturunterschieben will sich Herrera daburch schützen, daß er Drei 21n- uige aus verschiedenem Material anlegt. Der un­terste Anzug soll mit Heizkissen ausgestattet werben, die jedes für sich an- unb ausgeschaltet werden können. Für die Atmung will Herrera einen Tau­cherhelm benutzen. Das in dem Helm befindliche große Glasfenster ist aus verschiedenen Glaslagen hergestellt und gegen die ultravioletten Strahlen und gegen das Beschlagen versichert. Die Kosten des Fluges werden auf etwa 150 000 Peseten ver­anschlagt. Die spanische Regierung hat sich bereit- erklärt, 100 000 Peseten beizusteuern, der fehlende Betrag soll von wissenschaftlichen Gesellschaften aufgebracht werden. Der Flug soll Ende August versucht werden.

Schwerverbrecher hannack in Hamburg zum Tode verurteilt.

Das Hanseatische Sondergericht in Hamburg ver­kündete nach mehrtägiger Verhandlung unter star­kem Andrang des Publikums das Urteil in dem Prozeß gegen den berüchtigtenEin- und Aus­brecherkönig" Ernst Hannack. Der Angeklagte wurde wegen Verbrechens gegen den h 1 des Ge­setzes über die Gewährleistung des Rechtsfriedens vom 13. Oktober 1933 in vier Fällen zum T o d e und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. 3n der Begründung sagte ber Dorsitzenbe, nach bem heutigen Rechtsempfinden werde nicht der Erfolg der Tat, sondern der o e r - brecherische Wille des Taters bestraft. Han­nack fei ein durch und durch asozialer Mensch, der mit verbrecherischen Energien geladen sei. Dor ihm

Ls wird wieder mehr Fleisch gegessen.

Wie dieFleischer-Verbandszeitung" auf Grund eigener Berechnungen meldet, ist der Fleisch­verbrauch pro Kopf im Jahre 1933 gegenüber dem Vorjahr um 0,55 kg auf 49,42 kg geftiegen. Das ist eine erfreuliche Auswirkung der Wirt- chaftsbelebung, die sich verstärkt im letzten Viertel- fahr des Vorjahres zeigte. In dieser Zeitspanne liegt der Fleischverbrauch in ber Höhe der Jahre 1929 und 1930. Diese beachtliche Aufwärtsentwick- hing läßt vermuten, daß als Folge der efart- ührung ber Arbeitsschlacht im Jahre 1934 diese Verbrauchsmenge noch weiter steigen wird.

Wüstenräuber plündern ein abgestürztes französisches Postflugzeug.

Im Zusammenhang mit «dem Un fall eines fran­zösischen Postflugzeuges auf der Strecke Casablanca Dakar war ursprünglich gemeldet worden, daß cs dem Hilfsflugzeug gelungen sei, außer der verletzten Besatzung auch die Post an Bord zu nehmen. In- zwischen hat sich herausgestellt, daß dieses Gerücht falsch ist. Erst ein zweites Hilfsflugzeug sollte die Postsäcke an Bord nehmen, mußte aber bei seinem Eintreffen feststellen, daß der zertrümmerte Appa­rat bereits von noch nicht unterworfenen Eingebo- renenftämmen ausgeplündert worden war. Die örtlichen spanischen Behörden haben sofort mit den Wüstenräubern Verhandlungen über die Her­ausgabe der Post aufgenommen.

Germanischer Goldfund bei kottbus.

Bei Grabungsarbeiten vor den Toren der Stadt Kottbus fand ein Arbeiter fünfArmringe aus massivem Golde im Gesamtgewicht von 856 Gramm. Das Prachtstück des Fundes, ein sogenann­ter Schlangenkopf-Armring, dürfte aus dem süd­lichen Schweden stammen. Man vermutet, daß die Ringe rund 1600 Jahre alt sind. Der Goldschatz wurde durch den staatlichen Vertrauensmann für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer in der Provinz Brandenburg, Professor Dr. Unverzagt, sicher- gestellt und vom staatlichen Museum für Dor- und Frühgeschichte zu Berlin erworben.

Das Schicksal der im Kaspischen Meer abgetriebenen Fischer.

müsse die Allgemeinheit geschützt werden. Nur die schwerste vom Gesetz vorgeschriebene Strafe, die Todesstrafe könne eine gerechte Sühne für Hannacks Verbrechen fein. Hannack nahm das Urteil ruhig entgegen. Hannack verbüßte zuletzt in der Straf­anstalt Olslebshaufen bei Bremen eine längere Freiheitsstrafe wegen Raubmordes. Im Jahre 1932 entwich er von dort unb reihte in ber Folge­zeit ein Verbrechen an bas anbere. So oft er auch verhaftet würbe, so oft gelang ihm auch die Flucht. Stets gab es einen erbitterten Kugelwechsel zwischen ihm und der Polizei. Erst am 26. Oktober 1933 konnte er nach einer wilden Schießerei, in deren Verlauf er selbst verwundet wurde, verhaftet werden.

Eine gefährliche Wette.

In Paris meldete sich bei bem Portier des Hauses, in dem der frühere Minister F r o t wohnte, ein löjähriger Iünglina, der nach Herrn Frot fragte. Das Benehmen des Burschen kam dem Portier verdächtig vor; er benachrichtigte die Poli­zei. Der junge Mann wurde auf die Wache geführt, wo ihm ein unter bem Mantel verborgener Dolch abgenommen würbe. Der Verhaftete bekannte unter Tränen, daß er ber Sohn eines reichen Jnbustriellen sei. Mit einigen Mitschülern habe er eine Wette abgeschlos - s e n und sich verpflichtet,Herrn Frot für feine Missetaten zu bestrafen, nachdem die großen Per­sönlichkeiten sich ins Mauseloch verkrochen hätten". Die Polizei benachrichtigte die Familie desAtten­täters", bie bereits in heller Aufregung über das Verschwinden des Sohnes war.

Den Spielkameraden erschossen.

Der 13jährige Sohn des Oberingenieurs Luch­ter Hand in Neustadt a. d. H. besuchte feinen Spielkameraden, den 14jährigen Hein Pieper in dessen elterlichen Wohnung und zeigte ihm dabei eine Mauserpistole, die er mitgebracht hatte. Die Knaben stritten sich in spielerischer Art um den Besitz der Waffe, als sich plötzlich zwei Schüsse lösten, von denen einer den jungen Pieper i n s Herz traf. Auf dem Transport zum Krankenhaus starb der Knabe. Luchterhand flüchtete nach Gimmeldingen, wo er später in der Talmühle auf- gesunden wurde. Die Mutter des getöteten Knaben befindet sich zur Zeit im Krankenhaus, wo sie einer Geburt entgegensieht.

Schweres Autounglück in Spanien. Drei Frauen tot, drei weitere schwerverletzt.

Bei Bilbao stürzte ein Personenwagen infolge Vereisung der Landstraße von einer Eisen­bahnbrücke aus beträchtlicher Höhe auf die Schienen ab und wurde vollständig zertrümmert. Von den sechs Insassen sämtlich Frauen wurden drei sofort getötet und die drei übrigen lebens­gefährlich verletzt.

Fliegerhilfe für die im Kaspischen Meer treibenden Fischer.

Die Flugzeuge, die zur Suche nach den auf Eis­schollen ins Kaspische Meer hinaus- getriebenen Fischer aufgefttegen waren, haben etwa 200 Fischer, auf Eisschollen treibend, aufgefunden. Die Piloten landeten auf dem Eis unb versorgten die Fischer mit Brot, Medikamenten

Instanz.

Das Ziel der Reichsjustizverwaltung ist eine etn-.^^^v-" ~......V

heitliche Prüfungsordnung für den deut- Möglichkeit haben, feinen Beruf zu suchen. Die scheu Juristen im weitesten Sinne. Der junge Jurist Justizreform habe selbstverständlich die U n a b- wird zweifellos die Mittelschule besucht haben müs- h ä n g i g k e 11 b er Richter und die Freiheit sen. Ich werde mich dafür einsetzen, daß in denldes Anwalts st and es zum Ziele.

beitsoermittlung hat einen Betrag von 400 000 Mark für die Forderung von Maßnah­men für Erwerbslose Akademiker zur Verfügung gestellt, mit denen eine wissenschaftliche Akaoemikerhilfe durchgeführt werden soll. Träger der Arbeiten ist die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, die bereits aus­führliche Richtlinien für die geplanten Maßnahmen aufgestellt hat. Es muh sich um Arbeiten handeln, deren wissenschaftliches Ergebnis unmittelbar der Allgemeinheit zugute kommt. Im Sinne der Kame­radschaftsbildung im Volke wird es als wünschens­wert bezeichnet, daß die einzelnen für die Arbeiten der Akademikerhilfe herangezogenen Kräfte nicht Dunue IJUU.|W1W o---------,--------.als einzelne beschäftigt werden. Die Mit-

Das Berufungsgericht habe bie Anwendung biefer arbeitet sollen vielmehr in von der Universität unb Vorschrift in erster Linie aber deshalb abgelehnt, > Instituten SA.-Männern bereitgestellten Räumen, weil eine Uebernahme kraft Vertrages auf dem Lande möglichst im Bauernhaus, gemein- nicht stattgefunden habe. Aber auch eine > fame Unterkunft finden.