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ter Kromm (Schotten) eröffnet. Mehrstimmige Gesänge der Frauenschaft, Sprechchöre mit einge­flochtenen Liedern der Schuljugend, Spiele aus der Kampfzeit der Partei veranlaßten das übervolle Haus immer wieder zu stürmischem Beifall. Der zweite Teil des Abends, von vier klangschön und beseelt wiedergegebenen Lönsliedern der Frauen­schaft und flotter Marschmusik der Standarten­kapelle umrahmt, war auf Humor und Heiterkeit eingestellt. Lustige Einakter, von den Darstellern trefflich wiedergegeben, ließen die Lachmuskeln nicht zur Ruhe kommen. Anschließend sprach die Kreis­leiterin der Frauenschaft, Frau B r i n k h o f f - Laubach eindrucksvolle und beherzigenswerte Worte über die Stellung und den Aufgabenkreis der Frau im Dritten Reich. Die von der hiesigen Frauenschaft reich ausgestattete Tombola beglückte viele der Zu­hörer mit wertvollen Gewinnen. Deutscher Tanz beschloß den erfolgreichen Abend.

Zum Kreisleiter in Offenbach ernannt

LPD. Offenbach, 31. Jan. Der kommissarische Oberbürgermeister Dr. Schranz, früher Orts­gruppenleiter der NSDAP, in Rüsselsheim, wurde zum Kreisleiterder NSDAP, des Krei­ses Offenbach ernannt.

Freiplah für kinderreiche Mütter im Landestheater.

LPD. D a r m ft a d t, 31. Jan. Der Herr Staats­minister hat anläßlich der Eröffnung der Ausstel­lungGesunde Frau gesundes Volk" denjenigen Ehefrauen, die mehr als drei Kindern das Leben gaben, monatlich einen Freiplatz im Hessischen Lan- destheater versprochen, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß der neue Staat den Müttern kinder­reicher Familien in Zukunft besondere Aufmerk­samkeit und Anerkennung zuteil werden läßt. Alle Ehefrauen Darmstadts, die mehr als drei Kindern das Leben gaben, werden jetzt aufgefordert, sich bis zum 10. Februar 1934 bei dem zuständigen Po­lizeirevier zur Aufnahme in eine Liste zu melden.

Preußen.

Reichsverband für Volksmusik.

LPD. Bad Homburg, 31. Jan. Standarten- Musikzugführer L ü d e ck e (Bad Homburg) wurde vom Führer des Reichsverbandes für Volksmusik, Professor Dr. Fritz Stein, mit der Führung des Gebiets Hessen-Nassau im Reichsoer­band beauftragt. Bei dieser Gelegenheit seien alle Volksmusikoereine (Blas- und Streichmusik) darauf hingewiesen, daß sie zur Anmeldung an den Reichsverband verpflichtet sind, andernfalls ihnen die musikalische Betätigung, auch für wohl­tätige Zwecke, verboten würde. Die Anschriften der hessen-nassauischen Vereine sind umgehend an Stan- darten-Musikzugführer Wilhelm L ü d e ck e , Bad Homburg, Luisenstraße, einzusenden, damit die Zu­stellung des Fragebogens erfolgen kann.

Totschlag an seinem Kinde.

Weil es ihn beim Radiohören störte...

LPD. Marburg, 31. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute den landwirtschaftlichen Verwalter Daniel Keßler aus Frankenberg wegen Tot­schlags zu zwölf Jahren und neun Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte hatte sein neun Monate altes Kind, das ihn durch Schreien beim Radiohören st orte, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, so daß der Tod bald danach eintrat. Der Staatsanwalt hatte für den Rohling die Todesstrafe bean­tragt.

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0 Crumbach, 31. Jan. Unsere Gemeinde be­absichtigt, eine größere Fläche Waldes 20 Hektar vom Staat zu erwerben, um es urbar zu machen und als Siedlungsland (Anliegersiedlung) zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich um den DistriktLammert", der als fiskalische Enklave mitten in unserer Gemarkung liegt. Durch das Ab­holzen der Waldbestände und die Kultivierung des

Bodens würde für längere Zeit vielen arbeitslosen Volksgenossen Arbeit geschaffen. Um Schwierigkeiten vorzubeugen, hat sich die Gemeinde bereiterklärt, ihren WalddistriktPfaffenmark", der mitten im Staatswald in der Oberförsterei Krofdorf gelegen ist, mit dem Staate zu vertauschen. Die entspre­chenden Anträge sind bereits gestellt. Der Ortsbür­germeister ist ermächtigt worden, alle notwendigen Schritte zu unternehmen.

0 Münchholzhausen, 31. Jan. Die dies­jährige Holzversteigerung im Gemeindewald erbrachte gute Preise. Es wurden bezahlt: für Bu­chenknüppelholz 10 bis 12 Mark je Raummeter, Buchenreiser in Haufen (16 Raummeter) 25 Mark, Eichenreiser in Haufen (10 Raummeter) 19 bis 20 Mark, Eichenstammholz (Wagnerholz) 18 bis 19 Mark je Festmeter. Fichtenstangen 1. Klasse 70 bis 80 Pf., Fichtenstangen 2. Klasse 60 bis 70 Pf. und Fichtenstangen 3. Klasse 40 bis 50 Pf. je Stück.

0 Groß-Rechtenbach, 31. Jan. Im hiesigen Gemeindesaal fand die erste Holzversteige- rung der Gemeinde statt. Es wurden folgende Preise bezahlt: Buchenscheitholz 21 bis 24 Mark, Buchenknüppel 17 bis 19 Mark je zwei Raum­meter, Buchenwellen 8 bis 12 Mark je 50 Stück, Eichennutzscheit 12 bis 13 Mark, Eichenknüppel 10 bis 12 Mark je zwei Raummeter, Eichenwellen 6 bis 7 Mark je 50 Stück, Fichtenknüppel 8 bis 9 Mark je zwei Raummeter, Fichtenstangen 1. Klasse 9 bis 10 Mark je 10 Stück, Fichtenstangen 2. Klasse 7 bis 8 Mark je 15 Stück.

> Hochelheim, 31. Jan. Bei der ersten dies­jährigen Holzversteigerung, die an Ort und Stelle stattsand, wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheit 21 bis 23 Mark, Buchenknüppel 18 bis 19 Mark je zwei Raummeter, Buchenwellen 13 bis 14 Mark je 50 Stück. Eichenscheit 15 Mark, Eichen­knüppel 10 bis 12 Mark je zwei Raummeter, Fich­tenstangen 1. Klasse 60 Pf., 2. Klasse 40 Pf. und 3. Klasse 30 Pf. je Stück.

oo Dornholzhausen, 31. Jan. Nach Bera­tung mit dem Gemeinderat beschloß der Ortsbür­

germeister den Erlaß eines Nachtrages zur Ge» meindebierfteuerordnung, wonach als Einführer des Bieres sowohl der im Gemeindebezirk wohnende Empfänger, als auch der außerhalb des Gemeindebezirks wohnende Lieferant (Brauerei), gilt. Beide haften für den Eingang der Gemeinde­biersteuer selbst- und gesamtschuldnerisch. Der Nach­trag tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

T Waldgirmes, 30. Jan. Gestern kam hier das neue F e st s p i e l von Bernt GlöcknerLuthers Kampf und Sieg" von Berufsschauspielern zwei­mal in dem gefüllten Saale Weimer zur Aus­führung. Am Nachmittag stellte der Frauenverein von Dorlar-Atzbach die meisten Besucher. Die Dar­bietungen hinterließen einen tiefen Eindruck.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.-

F. k. in R. Auf Neubauten werden keine Reichs­zuschüsse oder verbilligte Darlehen gegeben, wenn der Neubau mehr als 10 000 Mark kostet. Bleiben die Kosten unter 10 000 Mark, so erhalten Sie 1500 Reichsmark Reichszuschuß, die beim Staatlichen Hochbauamt Gießen zu beantragen sind. Wegen Zu­schußleistung zur Anschaffung eines Grasmähers wenden Sie sich an die Landesbauernschaft Hessen- Nassau, Hauptabteilung 2, Frankfurt a. M., Bocken­heimer Landstraße 25.

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Die Anmeldung der mit Beginn des neuen Schul- jahres (17. April 1934) schulpflichtig werdenden Kin­der hat zu erfolgen: 518D

1. für alle Knaben: Montag, den 5. Februar 1934, 9 bis 11 Uhr. in der Peftalozzischule, Werner' wall 8;

2. für alle Mädchen: Mittwoch, den 7. Februar 1934, 9 bis 11 Uhr. in der Schillerschule, Schiller- straße 8.

Bei der Anmeldung ist der Jmpsichein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein vorzulegen.

Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 1. Mai 1934 das 6. Lebensjahr vollendet haben.

Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1934 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich als schulreif erkannt werden.

Ein weiterer Termin für die Schulaufnahme findet nicht statt.

Gießen, den 24. Februar 1934.

Stadtschulamt. Bartholomäus.

Freitag, den 2. Februar, vormittags 9% Uhr an­fangend, sollen aus den Waldungen der Gemeinde Dillingen, Distrikt Borgelberg und Langeberg, nach­stehendes Brennholz versteigert werden: 658D

Buche: 338 rm Scheitholz, 196 rm Knüppel und 270 rm Reiser.

Zusammenkunft um 9% Uhr an der Horloffbrücke am Ortsausgang. Das Holz sitzt in unmittelbarer Nähe des Dorfes.

Villingen, den 29. Januar 1934.

Hessische Bürgermeisterei Villingen.

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Freitag, 2. Februar 1934, Freitag, 9. Februar, Freitag, 16. Februar, Freitag, 23. Februar 1934. jedesmal von 9 bis 12 Uhr vormittags.