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Nr. 256 vierter Blatt
Samrtag. ZI. Oktober 1936
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhelfen)
Kinderspeisung — dankbares Arbeitsfeld des Winterhilfswerkes.
t e n erhalten, die das
Arbeitsdienst und Wehrmacht stellen sich in den Dienst der Kleidersammlung.
Volks-
Während wir bei den Sammlungen die
nalen Kraft des ganzen Volkes eingestellt ist. Für-
wahr, es kann keine größere und schönere Auf-1 nicht minder eifrig sind die Frauen in den NS.- gabe für eine Volksgemeinschaft geben als diese, die | Frauenhaften und in den Frauenhilfen auf dem
Lande tätig, um auch dort
und
Kartoffelspenden der Bauern helfen in der Stadt über schwere Zeit.
beim Kleiderausbessern
derjenigen Männer und
sich unter das erhabene Wort „Einer für alle, alle
für einen" stellt.
Die Jungen der Nation helfen dem WHW. mit größter Begeisterung.
zwecks Spenden an die
große Aufbauwerk des
beizuschaffen für das Führers.
walter und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Trägerorganisation des Winterhilfswerkes, der N S.° Volkswohlfahrt, tätig sind, die nach ihrer täglichen Berufsarbeit allabendlich stundenlang an den Arbeitsstätten des WHW. schaffen, die auch vielfach ihre Sonntagsruhe opfern müssen und deren vornehmste Sorge immer darauf gerichtet sein muß, daß die organisatorischen Grundlagen dieses Hilfswerks zu jeder Zeit einsatzbereit und tragfähig sind, um bei dem Aufmarsch der gewaltigen Schar von Spendern in vollem Umfange aufnahmefähig zu sein. Neben diesen Aktivisten des WHW. ist ebenso ehrenwert der opfernde und helfende deutsche Mensch, der sich vielfach — wie das ja auch der eigentliche Sinn des WHW. ist — ein Opfer von seiner eigenen Lebenshaltung auferlegt, um den deutschen Brüdern und Schwestern zu Hilfe zu kommen, die es in ihrem Leben noch schwerer haben als der Helfer selbst. Und über aller Gemeinschaftsarbeit leuchtet als schönster Lohn das erhebende Bewußtsein, seine Pflicht gegenüber der Volksgemeinschaft im Geist des Führers in rechter Weise erfüllt zu haben, den deutschen Sozialismus des Führers im Dienste des Wiederaufbaus der Nation praktisch anzuwenden und dadurch Bausteine her
genossen von der jungen Generation bis zu den Männern im grauen Haar auf den Straßen und in den Häusern tatfroh helfend und sammelnd bei der Arbeit sehen, lassen die Frauen an ihren Arbeitsplätzen in der Stille der Stube die gleichen Kräfte wirken zum vollen Gelingen des edlen Werkes. Da sehen wir Frauenhände bei eifriger Arbeit in dem Kleidersammellager und in der Kleiderausgabe des WHW. Wir sehen die Frauen eifrig schaffen an den Nähmaschinen in der Nähstube, sie arbeiten aber auch emsig an den Herden in der Küche des WHW., um dort durch Einkochen von Gemüsen und Früchten den hilfsbedürftigen Familien einen schönen Wintervorrat zu schaffen;
beiter der Stirn
In uneigennütziger Arbeit sind viele Helferinnen tätig.
Faust und alle übrigen, bei der bisherigen Arbeit bewährten Hilfskräfte haben noch besondere Aufgaben zu erwarten, selbstverständlich wird auch der Eintopf-Sonntag allmonatlich seine segensreiche Funktion erfüllen.
Vor allem ist jetzt daran zu denken, daß die Trägerin des WHW., die NS.-Volkswohlfahrt, an die Volksgenosse mit der Aufforderung herantreten wird, die Spende von W e i h n a ch t s paketen wie in den früheren Jahren ins Auge zu fassen. Die Weihnachtsfeiern für die hilfsbedürftigen Familien werden in diesem Winter von den Ortsgruppen der Politischen Organisation mit Unterstützung des WHW. zur Durchführung kommen. In diesem Zusammenhänge sei erwähnt, daß die Kreisamtsleitung der NSV. sich vorbehält, auch in diesem Winter
Gr°ß° VorbereitungS^rbett^st^ftrndiedLebei^mMelverteilung notwendig.
In umfangreichen Lebensmittelausgaben wird vielen Volksgenossen geholfen.
Wenn wir unseren Blick auf die kommenden Aufgaben der Sammeltätigkeit fürdasWHW. lenken, so ist uns klar, daß zu deren Erledigung ebenfalls alle Kräfte unserer Volksgemeinschaft freudig bereitstehen werden. Die Wehrmacht und der Arbeitsdienst, die HI. und die Vereine, die Ar
es seine Aufgaben in richtiger Weise erfüllen soll. Neben den allgemeinen Betreuungsmaßnahmen, die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidungsstücken, Brennmaterial an kinderreiche bedürftige Familien, hat das WHW. auch noch Sonderausgaben zu erfüllen. Wie umfangreich dieser Aufgabenkreis ist, wird jedermann deutlich werden, wenn er vernimmt, daß die Zahl der vom WHW. im Kreis Wetterau Betreuten sich zur Zeit auf 18 160 Köpfe beläuft, die nach einem schwierigen Schlüsselverfahren in gerechter, aber durchaus nicht kleinlicher Weise ermittelt worden sind, weiterhin nach diesen Gesichtspunkten geführt und betreut werden. Bei dieser großen Zahl der Betreuten gewinnen vor allem auch die monatlichen Pfundspenden ihre besondere Bedeutung. Wenn jede Familie in unserem Kreisgebiet Wetterau monatlich nur e i n Pfund an Lebensmitteln geben würde, so könnte die Kreisführung des WHW. monatlich mit etwa 75 000
Daß unsere Volksgenossen im Kreise Wetterau mit aller Opferfreudigkeit an diesem Gemeinschaftswerk mitarbeiten, hat der Verlauf der bisherigen Winterhilfen eindrucksvoll gezeigt. Der Auftakt für die neue Hilsarbeit 1936 und 37 hat sich bei den ersten Sammlungen verheißungsvoll offenbart. Nun wird die Sammlung der SA., SS. und des NSKK. am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag einen weiteren Höhepunkt an Tatkraft und Opferfreudigkeit vonSammler und Spender bringen. Unsere SA., SS. und das NSKK. hat für diese Sammlung von der Kreisamtsleitung der NSV. 5500 0 P'laket
durch eifriges Einkochen ansehnliche Zufuhren für das Lebensmittellager des WHW. zu schaffen. Es ist eben überall so: das ganze Volk ist angetreten zum Opfern und Helfen im WHW. Männer und Frauen, Buben, Jünglinge und Mädchen in Stadt und Land sehen ihre besondere Ehre darin, in dieser Gemeinschaft der Helfer in Reih und Glied mitzumarschieren und ihren Anteil beizutragen zu dem großen sozialistischen Gemeinschaftswerk, das im Geiste des Führers arbeitet zum Wohle der Gesamtheit unserer Nation.
Bei dieser Arbeit liegt die Hauptlast naturgemäß auf den Schultern Frauen, die als Amts-
Zum vierten Male erleben wir das Winterhilfswerk. Wir sprechen hier bewußt von einem Erleben, denn das, was bei dieser Gemeinschaftsarbeit zutage tritt, ist nicht gleichzustellen mit dem Ablauf irgendeines Arbeitsvorganges des Alltags, oder mit einer Angelegenheit, die sich mechanisch an der Oberfläche des Lebens erledigt. Das Werk der Winterhilfe ist vielmehr ein lebendiges Dokument der Kameradschaft und der Verbundenheit von Millionen deutscher Menschen, die eine Arbeits- und Opfergemeinschaft zu einem höheren Zweck bilden, der in gleicher Weise auf die Wiederaufrichtung von hilfsbedürftigen Menschen, wie auch auf die Stärkung der natio-
Vereine heranzutreten, die aber diesmal nicht aus Vereinsmitteln Geldspenden darbringen sollen, sondern aufgefordert werden dürften, zu Weihnachten Weihnachts-Wunschpakete auf Kosten der Vereine zu übernehmen und dergestalt ihre Hilfe für das WHW. kundzutun. Daß die Veranstaltungen der Vereine, wenn sie das Geleitwort „Zu Gunsten des WHW." tragen sollen, auch ein entsprechendes Opfer in geldlicher Hinsicht darstellen müssen, ist selbstverständlich; unter dem vorerwähnten Geleitwort können derartige Veranstaltungen der Vereine durchgeführt werden, wenn 40 v. H. der Bruttoeinnahmen dem WHW. zufließen. Wünschenswert wäre aber auch noch, daß wiederum — wie im vorigen Winter — ein Militär-Konzert im Gloria-Palast zugunsten des WHW. stattfinden würde.
Es dürfte natürlich jedermann klar sein, daß das WHW. auch in unserer engeren Heimat, im Kreise Wetterau, erhebliche Geldmittel haben muß, wenn
Edelsteinabzeichen dieser Sammlung in vier verschiedenen Arten bringen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß auch dieses schöne Abzeichen, ebenso wie die Landschafts- und Grenzlandwappen bei der ersten Reichsstrahensammlung, glatten Absatz finden werden. Es hat sich überhaupt bereits herausgestellt, daß bei der anerkennenswerten Opferfreudigkeit unserer Volksgenossen im Kreis Wetterau die Kreisamtsleitung der NSV. eigentlich einen Plakettenbedarf von 6 0 0 0 0 Stück für jede Sammlung ins Auge fassen muß, ein weiterer erfreulicher Beitrag zur Arbeitsbeschaffung, der mit diesem Plakettenverkauf verbunden ist. Die Kameraden der SA., SS. und des NSKK. werden sich auch bei diejer Sammlung, ebenso wie bei ihrem Einsatz zu früheren Sammelaktionen, mit ganzer Kraft ihrer Aufgabe widmen, und daher darf man wohl ins Auge fassen, daß der Plakettenvorrat schon verhältnismäßig schnell vergriffen sein wird, ein Gesichtspunkt, der zum frühzeitigen Erwerb der Plakette Anlaß sein sollte.
Das WHW. eine Quelle reichen Segens 3m Kreis Wetterau über 18000 Betreute. — Große Arbeitsbeschaffungsmöglichkeiten durch das WHW. —NSD.-Arbeit geht weiter!
Unser alter Bekannter, der gute Eintopf- Sonntag, war in diejem Jahre der erste Gefechtsabschnitt in dem großen Kampf gegen Hunger und Kälte. Die schaffenden deutschen Menschen oller Stände und Berufe, in der Deutschen Arbeitsfront vereint, übernahmen den nächsten Abschnitt mit der ersten Reichsstraßensammlung, die in unserem Kreise Wetterau das sehr erfreuliche Ergebnis von 14 607 RM. erbrachte. Das Jungvolk folgte dann mit seiner Brotsammlung, die mit dem ganzen Schwung und Eifer der Jungens in Stadt und Land durch'geführt wurde und im Kreise Wetterau einen Ertrag von rund 23 000 Broten zeitigte. Nun steht, während wir diese Zeilen schreiben, die Wehrmacht mit dem Arbeitsdienst und den NSV - W altern in der vordersten Kampffront mit der Sammlung von Kleidungsstücken, die den hilfsbedürftigen Familien eine sehr schätzenswerte Beisteuer für das Leben in den kalten Winterwachen bringen foll. Unb am Samstag, sowie am Sonntag werden die Männer der S A., S S. und des NSKK. mit den Sammelbüchsen des WHW. auf dem Plan erscheinen um weitere Geldspenden entgegenzunehmen für bte Erfüllung der großen Aufgaben, die auch m diesem Winter wieder die Anspannung aller Kräfte notwendig machen.
Pfund -- 750 Zentner Lebensmittel der verschiedensten Art rechnen. Dadurch würden die aufkommenden Geldspenden für Bekleidungsstücke und andere Sachgegenstände frei werden, so daß die Hilfe für die Notleidenden insgesamt eine viel umfangreichere werden könnte. Diese Ueberlegungen mögen sich vor allem diejenigen Volksgenossen zu Herzen nehmen, bei denen die NS. - Frauenschafk bis jetzt noch vergeblich um eine regelmäßige Pfundspende gebeten hat.
Erfreulich ist es, daß nunmehr auch die Sonderabteilung „Mutter und Kind" im Winter weitergeführt wird, wobei die NS.-Frauenschoft und die NS.-Schwesternschaft in der Betreuung von Familien und Kindern dem WHW. wertvolle Hilfe leisten. Die Hilfeleistung erstreckt sich auf die Beschaffung von Betten, Wöchnerinnen- und Tuberkulose-Fürsorge, Mütterheim- und Kinderheim-Verschickung. Zur Zeit befinden sich aus dem Kreisgebiet Wetterau 21 Mütter in den Heimen des Gaues in Alsbach (Odenwald), Falkenstein und Schönberg (Taunus) sowie in Nassau. In der Kinderheim-Verschickung werden zur Zeit in dem Kinderheim der Provinz Oberhessen in Gießen 21 Kinder aus Rüdesheim betreut, während aus unserem Kreis- Gebiet 10 Mädchen in der Steinmühle bei Friedberg sind, und im November 10 Knaben nach Bingerbrück kommen.
Daneben ist ein weiteres sehr wichtiges Gebiet die Kinder-Landoerfchickung. Hierdurch erhalten viele Kinder unserer engeren Heimat die Möglichkeit, hinaus aufs Land in andere Gegenden des Reiches, oder auch zu ftammesverwandten Familien im Auslande zu kommen und sich durch den Klimawechsel und durch kräftige Ernährung den Körper zu stählen, gleichzeitig aber auch in früher Jugend schon den Blick zu weiten für die großen Dinae unseres Volkes und Reiches. Für unsere Leser dürfte es besonders interessant sein, in diesem Zusammenhänge zu hören, daß sich gegenwärtig 30 Jungen, und zwar 15 aus Gießen und 15 aus Lollar, in einem Heim bei Innsbruck in der herrlichen Tiroler Landschaft erholen und dort unseren Brüdern und Schwestern von daheim erzählen können. Diese Jungen wurden aus den Mitteln der NSV. von Kopf bis zu Fuß vollständig neu eingekleidet, so daß sie wie aus dem Ei gepellt unsere Heimat würdig vertreten können. Die Gießener und Lollarer Buben werden einen sechs-


