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Saale von Krebs sein diesjähriges Wintervergnü- gen ab. Ernste und heitere Einakter, sowie Ge­sangsvorträge des Vereins und musikalische Dar­bietungen bereicherten den Abend. Der Veceins- führer betonte in seiner Begrüßungsansprache, daß wir es nur dem Führer zu danken haben, wenn wir heute in Ruhe und Frieden solche Abende in Deutschland feiern könnten; der Abend wurde mit dem Sieg-Heil auf den Führer begonnen.

Aundiunkprogramm.

Donnerstag, 31. Dezember.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Zum Abschied vom Jahr Er­

innerungen, wie sie so manches liebe Mal erklun­gen. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozmldienft. 12: Musik für alle! Bekannte und beliebte Ballettmusik. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Musik für alle! 14: Nach­richten. 14.10: Die haben den Vogel abgeschossen! Schlager, nach denen wir 1936 tanzten. 15: Volk und Wirtschaft. Allerlei von der Feuerwerkerei! 15.15: Kinderfunk. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jahresrückblick auf die Arbeit des Reichssenders Frankfurt 1936. 19: Reichsminister Dr. Goebbels spricht. 19.10: Ende gut, alles gut! Ein Schall­plattengruß zum Jahresschluß. 20 bis 23.55: Wir reichen uns die Hände zum frohen Jahresende. Eine fröhliche Ringsendung. 0.05: Glückwunsch des Intendanten.

Aus den preußischen Ttachbargebieien.

Kohlenoxydgasvefgistung emer Roiwlie

Lpd. Frankfurt a. M., 28. Dez. Am Montag ftüh wurde eine Familie in der Bornheimer Land­straße bewußtlos in ihrer Wohnung aufgefunden. Es wurde festgestellt, daß dem zur Nachtzeit ge­heizten Ofen Kohlenoxyd gase ent­strömt waren, die in das Schlafzimmer eindran- aen und die D e r g i f t u n g d e r d r e i k ö p f i g e n Familie verursachten. Mutter und Kind wurden in bewußtlosem Zustand in ein Krankenhaus ge­bracht, während der Mann sich bald wieder er­holen konnte.

Kreis IBehlat

± Odenhausen (Lahn), 28. Dez. Der hiesige Turn- und Sportverein veranstaltete zu­sammen mit seiner Gesangsabteilung ,Liederkranz" tm Saale von Koch eine Weihnachtsfeier. Vereins­führer Wilhelm Kar b er hieß die Vereinsmit- olieder willkommen und gedachte sodann der Ge­fallenen. Nach einem Chorlied des Männerchores sprach Lehrer Kreuter, der Dietwart des Ver­eins, übör den Sinn und die Bedeutung der deut­schen Weihnacht. Weihnachts- und Volksliedvorträge ves Männerchores und des gemischten Chores, ge­meinsam gesunkene Lieder sowie Gedichtvorträge (u. a. wurde auch ein Gedicht von Ehrenmitglied H. Bastian verfaßt) wechselten miteinander ab. Im weiteren Verlaufe des Abends wurde unter den Klängen eines Liedes die Fahne eingebracht. Unter Leitung von Fritz K a r b e r wurde dann ein Ausschnitt aus der turnerischen Arbeit gezeigt. Die Vorführungen der Jugend, der Turnerinnen

und der Turner wie auch die Volkstänze fanden lebhaften Beifall und ließen erkennen, daß die Leitung des Vereins in besten Händen liegt. Dem Leiter des Chores, Heinrich Velten, sowie den auf Urlaub weilenden vier jugendlichen Mitgliedern im grauen Ehrenkleid wurden Weihnachtsgeschenke überreicht. In seinem Schlußwort ermahnte der Vereinsführer zu weiterer zielbewußter und reger Arbeit.

Dutenhofen, 27. Dez. Der hiesige Män­nergesangverein hielt im Saale des Jagd­schlößchens seine Weihnachtsfeier ab. Der Chor des Vereins sang zur Eröffnung der Feier ein Lied, und der Vereinsführer hielt eine kurze Ansprache. Nach weiteren Gesangsvorträgen gelangte ein Thea­terstück zur Aufführung, das sehr gut gefiel. Eine Musikkapelle trug ferner zur Verschönung des Abends bei. Manches schöne, alte Volkslied wurde gemeinsam gesungen.

(D Frankenbach, 28. Dez. Die Viehzählung kam in unserer Gemeinde zu folgendem Ergebnis: 32 Pferde, 441 Stück Rindvieh, 10 Schafe, 382 Schweine, 85 Ziegen, 47 Kaninchen, 1550 Stück Federvieh, 31 Bienenstöcke.

Dilttreis.

* Oberweid bach, 28.Dez. Am dritten Feier­tag wurde der 17jährige Landwirt Ernst Jnder- t h a l von einem Kraftwagen angefahren und er­litt dabei einen doppelten Unterschenkel­bruch sowie erhebliche Fleischverletzungen. Der bedauernswerte Verunglückte wurde in der Nacht zum Montag in die Chirurgische Klinik verbracht.

Ein Ehrenpreis

von Reichsminister Or. Frick.

Der Reichs- und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hat anläßlich der vom 23. bis 31. Januar in Garmisch-Partenkirchen stattfindenden ersten In­ternationalen Wintersport-Woche einen Ehrenpreis für den Sieger im Spezialsprunglauf gestiftet.

Hoffens Handballelf gegen Tlordmark.

Für das am 3. Januar in Kassel stattfindende Gau-Handballspiel zwischen Hessen und Nordmark hat der Gau Hessen folgende Elf tzestM: Tor: Böckel (Kasseler Turngemeinde); Verteidi­gung: Dietz (K. Tgm.), Clobes (Jahn Gensun­gen); Läufer: Kranz (Jahn Gensungen), Wiese (K. Tgm.), Niest (SpV. Kassel); Sturm: Nauber, Lütge (beide K. Tgm.), Pilgermann (Kurhessen), Meier (Hessen-Preußen Kassel), Stumm (To. Wetz­lar). Mit Rücksicht auf das Gauspiel werden am 3. Januar im Gau Hessen keine Meisterschaftsspiele ausgetragen.

Aus dem Wintersportprogramm des Gkiklubs Gießen.

Der Skiklub Gießen wird auch in diesem Winter, wenn die Schneeoerhältnisse im Hohen Vogelsberg wieder enttäuschen sollten, seinen Mitgliedern eini­ges zu bieten wissen. Gegenwärtig befinden sich be­reits mehrere Jugendliche des Vereins im Walser- tal, um dort an einem Gaujugendskikurs teilzu­nehmen. Anfang Januar 1937 bis Ostern sollen alle vierzehn Tage Hochgebirgsskikurse im Walser- tal stattfinden. Für Mitte Februar ist eine Hoch­gebirgsskifahrt auf eine über 2000 Meter hoch lie­gende Hütte im Grenzgebiet der Allgäuer Alpen und Vorarlberg vorgesehen. Außerdem werden schon jetzt die Vorbereitungen für eine Osterskifahrt ge­troffen, die in das Nebelhorngebiet führen soll.

Erwähnenswert ist, daß der Skiklub Gießen, dessen Mitgliederzahl im vergangenen Jahre er­heblich gestiegen ist, eine eigene Geschäftsstelle ein­richtet, in der alle Auskunft über Schnee- und Wetterverhältnisse in den verschiedensten Gebieten zu erhalten sein wird. Ferner wird auch Auskunft gegeben über Wettkampfoeranstaltungen an den verschiedensten deutschen Wintersportplätzen. Auch Zug-, Autobus- und Schlittenverbindungen in den Wintersportgebieten können erfragt werden. Mit der Schaffung dieser Geschäftsstelle wird ein lang­gehegter Wunsch vieler Skiläufer unserer Stadt und engeren Heimat in Erfüllung gehen.

, FETeutonia^ Watzenborn-Steinberg

Watzenborn-Steinberg I Wetzlar 05 (Liga) 7:1 (4:0).

Die Ligisten von Wetzlar, die durch ein Mißver­ständnis nur mit 10 Spielern erschienen, stellten ttotz- dem eine sehr spielstarke Mannschaft ins Feld und waren aber den Teutonen, die sich in sehr guter Form befanden, nicht gewachsen. Schon in den er­sten Minuten begannen die Einheimischen mit ge­fährlichen Angriffen und ließen auch in kurzer Zeit einige sichere Sachen aus. Bis zur Halbzeit konnten die Teutonen stolz auf einen 4:0-Vorfprung zurück­blicken. In dieser Halbzeit, in der sämtliche Spieler in technischer Hinsicht Hervorragendes leisteten, war das trotz schlechten Wetters erschienene Publikum vollauf begeistert. In der zweiten Halbzeit sah man, daß das schnelle Spiel der ersten Halbzeit den Spielern etwas nachhing, aber trotzdem waren die Leistungen beider Mannschaften immer noch guter Durchschnitt. Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit kamen die Gäste zu ihrem verdienten Ehrentor. Schiedsrichter Holzapfel (Lich) leitete korrekt.

Dieses Spiel hatte neben feinem Hauptzweck als Fußballspiel auch noch als Aufgabe, das schöne ge­sellige Zusammensein beider Mannschaften nach dem Soiel, in jeder Beziehung erfüllt, wie es schon im­mer bei beiden Mannschaften der Fall war und auch nach jedem Spiel sein müßte. Die Spieler von Wetzlar mit ihrem Dereinsführer fühlten sich sehr heimisch.

Die Jugendmannschaft ließ sich die Vorschau für die Feiertage zu Herzen gehen und brachte allen Siegeswillen auf und konnte auch beide Spiele ge­gen Wieseck und Bad-Nauheim mit 4:0-Siegen für sich entscheiden.

Die zweite Mannschaft (verstärkt durch einige Spieler der ersten Mannschaft) löste ein Rückspiel in Daubringen ein. Die Daubringer Mannschaft, die das Resultat etwas zu hoch fühlte, nahm ihre Nie­derlage mit sportlichem Anstand hin.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Heuchelheim I Rieder-Florstadt I 3:2.

Heuchelheim hatte nicht schlecht gewählt, als e? sich den Bezirksligisten SD. Nieder-Florstadt für den ersten Feiertag verpflichtete. Die trotz des ungünsti­gen Wetters erschienenen zahlreichen Zuschauer sahen ein spannendes, schnelles Spiel, welches mit einem nicht ganz unverdienten 3:2-Sieg der Heuchel­heimer endete.

Die erste halbe Stunde brachte bei leichter Ueber- legenheit der Plakbesitzer keiner Partei einen zähl­baren Erfolg. Beide Hintermannschaften waren auf der Höhe, während die Stürmer sich weniger gut mit dem etwas glatten Boden abfanden. Die Gäste gingen überraschend durch einen harmlosen Straf­stoß, den der Heuchelheimer Hüter allzu leichtsinnig aufnehmen wollte, in Führung. Wenige Minuten später glich Heuchelheim aus. Auf eine Steilvorlage oes Mittelläufers gab es ein kurzes Zuspiel zwischen dem Rechtsaußen und Halbrechten, das lekterer mit einem unhaltbaren Schuß abschloß. Aber schon vom Anstoß weg gingen die Gäste wieder in Führung. Die Verteidigung der Platzherren blieb, Abseits re­klamierend, stehen und der Halbrechte der Gäste konnte ungehindert einschießen.

Nach der Pause drängte Heuchelheim und konnte durch den Halblinken ausgleichen, der aus kürzester Entfernung einschoß. Wenig später fand ein unver­hoffter Schuß des Mittelstürmers von der Straf­raumgrenze aus sein Ziel. Die Läuferreihe der Platzbesitzer, die erstmalig in dieser Aufstellung spielte, fiel nun stark ab, wodurch die Gäste über­legen wurden. Während der Drangperiode der Gäste hatte die Hintermannschaft der Heuchelheimer manche bange Minute zu überstehen, ließ aber kei­nen zählbaren Erfolg zu.

Die Gäste, die in stärkster Aufstellung spielten, hatten eine ausgeglichene Mannschaft, aus der ledig­lich die Verteidigung und der Halblinke heraus­ragten. Bei Heuchelheim war die Hintermannschaft der beste Mannschaftsteil, obwohl sie beide Tore auf dem Gewissen hatte. Die Außenläufer fielen in der zweiten Halbzeit stark ab. Der Mittelläufer hatte eine schwere Aufgabe, die er zur Zufrieden­heit löste. Die Stürmer'konnten gefallen.

Fußball auf dem Lande.

Staufenberg I Lollar II 1:0.

Die Staufenberger hatten sich für den zweiten Feiertag die 2. Mannschaft von Lollar, die verstärkt durch einige Spieler der Ersten antrat, verpfichtet. Vor verhältnismäßig vielen Zuschauern lieferten sich zwei gleichwertige Gegner einen spannenden Kampf, den die Einheimischen knapp mit 1:0 Toren gewannen. Schiedsrichter Kreiling (Gießen) hatte das Spiel stets in der Hand und war ein gerechter Leiter.

Daubringen I Watzenborn-Steinberg I und II kombiniert 0:5.

Die Daubringer hatten auf eigenem Sportplatz eine kombinierte Mannschaft des FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg zu Gast. Die Gäste waren den Einheimischen überlegen und entschieden das Spiel eindeutig mit 0:5 Toren für sich.

Saasen 1. Jugend Großen-Vuseck 1. Jugend 4:0.

Die 1. Jugend von Saasen und die 1. Jugend von Großen-Buseck trafen sich am Sonntag zum fälligen Pflichtspiel in Saasen. Nach einem flotten Kampf konnten die Einheimischen mit 4:0 Toren als Sieger das Feld behaupten.

VfD.-ReichSbahn Gießen.

Jugendfußball.

VfBR. 1. Jgd. Rot-Weih Frankfurt 1. Jgd. 4:7 (1:4).

Trotz der Niederlage haben die Gießener in Frankfurt ein großes Spiel gezeigt. Alle Mann­schaftsteile haben alles eingesetzt, um ehrenvoll zu bestehen. Wenn sie zum Schlüsse trotzdem unterlegen sind, so haben sie doch die Gewißheit, einem tat­sächlich besseren Gegner den Sieg überlassen zu ha­ben. Aus dem Spielverlauf ist zu berichten, daß die Gießener in der 15. Spielminute durch ihren Mittel­stürmer in Führung gingen. Dann drehten die Frankfurker mächtig auf und waren bis zur Halb­heit viermal erfolgreich. Nach Wiederbeginn hatten die Gießener ihre große Viertelstunde. In glänzen­den Kombinottonszügen überwanden sie die Frank­furter Hintermannschaft und erreichten durch drei weitere Tore ihres Mittelstürmers den Gleichstand. Jedoch wurden sie im Endspurt der Frankfurter ge­schlagen.

Die zweite Mannschaft fuhr vergeblich nach Allen- dorf. Der Gegner trat nicht an.

Am zweiten Feiertag spielte die zweite Jugend verstärkt gegen die Krofdorfer Jugend. Auch hier erwiesen sich die VfB.er als die bessere Elf. Es ge­lang ihnen, gegen die aufopfernd spielenden Gaste einen 4:0-Sieg herauszuholen.

Me deutsche ftrbeitslrom n.9.=6cmcinf(haftKraft durch freuöc"

kein Betrieb ohne Sportkurfust

Um allen Volksgenossen, die jetzt noch den Lei­besübungen fernstehen, die Teilnahme an den Sportkursen der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" zu ermöglichen, werden laufend Bettiebs- Sportkurse eingerichtet.

Sinn der Einrichtung ist, einmal wöchentlich frohe Gemeinschaft in einem Sportkursus zu pfle­gen und zugleich damit einen sinngemäßen Aus­gleich für des Tages Arbeit und einen Gegenpol für Berufsschäden zu schaffen. An diesen Kursen kann jeder teilnehmen, auch wenn er seit Jahren keine Leibesübungen getrieben hat. Neben ernster Arbeit in Körperschule Leichtathletik Gym­nastik soll aber auch die Freude vorherrschen und beim fröhlichen Spiel wird allen Teilnehmern die Betriebs-Sportstunde vonKraft durch Freude"

eine Stunde froher Kameradschaft und gleichzeitig eine Stunde der Erholung des Körpers und des Geistes werden. Außerdem dienen die Sportturse der Betriebsgemelnscyaft und helfen sie fördern.

Oer Düsseldorfer Tiedtke Billardweitmeister.

In Algier wurde die Billardweltmeisterschaft im Fünfkampf zu Ende geführt. Als Sieger ging der deutsche Meister August Tiedtke (Düsseldorf) her­vor, der im Entscheidungskampf mit 6:4 Punkten über den Franzosen Daoin die Oberhand behielt. (Schirner-M.)

M'M

Handball im Kreis Gießen.

An den beiden Feiertagen herrschte überall Ruhe. Es war ja auch nicht weiter verwunderlich, weil die meisten Mannschaften bereits am 27. wieder antreten mußten. Lediglich ein Freundschaftsspiel stteg in Hörnsheim, wo es der Reservemannschaft der Platzbesitzer gelang, die 1. Jugendmannschaft des Tv. Lang-Göns in einem schönen Spiel knapp mit 11:10 (5:6) niederzuringen. Bezeichnend für die Spielstärke der Gäste ist das gute Abschneiden ge­gen die zwar noch nicht richtig eingespielte, körper­lich aber bedeutend stärkere Mannschaft des Geg­ners.

Der Sport am Sonntag, der bei Ruhe in der Gauklasse, nur ein Spiel in der

Bezirksklasse, dagegen aber Hochbetrieb in der 1. Kreisklasse brachte, sah folgende Ergebnisse:

Tv. Heuchelheim Tv. Hochelheim 6:5 (5:1). Nur in der ersten Halbzeit vermochten die Platzbesitzer zu überzeugen. Sie hatten bis dahin auch bereits einen zählbaren Vorsprung heraus­gearbeitet. Und das war gut so. Denn nach der Pause drehten die Gäste mächtig auf. Ihr Spiel wurde zusehends besser und es hätte nicht viel ge­fehlt und Hochelheim hätte nicht nur gleichgezogen, sondern wäre auch Sieger geworden.

1. kreisklafse.

Tv. Hörnsheim Tv. Garbenheim 14:5 (6:2). Hörnsheim hat auch diesmal wieder seine derzeitige Form mit einem sicheren Sieg un­ter Beweis gestellt. Seine Mannschaft ist in allen Teilen gut besetzt und sein Sturm vor allem kann im richtigen Moment aus allen Lagen schießen. Kein Wunder, daß unter diesen Umstanden die an sich schon schwache Verteidigung des Gegners nichts tun konnte. Durch diesen erneuten Sieg 'hat Hörns­heim seine Spitzenstellung weiter befestigt, zumal die beiden anderen Mannschaften, wie nachstehend erwähnt, weitere Punktverluste erlitten.

To. Gröningen Tv. Holzheim 2:2 (1:1). Für die größte Ueberraschung des Tages sorgte Holzheim. Allen Voraussagen zum Trotz konnte man es nur zu einem mageren Unentschie­

den bringen und dazu noch bei einer Mannschaft, die in letzter Zeit wenig in Erscheinung getreten ist. Wo ist der Kampfgeist Holzheims von ehedem?

Tv. Dorlar To. Herborn 3:4 (3:3). Dor­lar hätte gewinnen müssen. Leider aber machte sich das Fehlen jeglichen Trainings in der letzten Zeit stark bemerkbar. Das allein ist der Grund für den glücklichen Sieg der Herborner Mannschaft.

Tuspo Gr. - Rechtenbach To. Atzbach 7:7 (3:4). Die zweite Ueberraschung kam in Groß- Rechtenbach zustande. Atzbach hatte seinen Gegner unterschätzt. Mag das Treffen auch zeitweilig et­was hart gewesen sein, spannend war es immer.

Kurze Sportnotizen.

Hertha/BSC. 1. FC. Nürnberg, eins Fußballbegegnung von alter Tradition, erlebt am Neujahrstag in der Reichshauptstadt eine Neuauf­lage.

Eintracht Frankfurt trägt am 3. Januar in Fürth ein Fußball-Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft der Kleeblätter" aus.

Der Berliner Schlittschuh-Club griff am Montag in Davos in die Spiele um den Spengler- und Hanseaten-Pokal" ein und wurde vom HC. Davos nach zweimaliger Verlängerung mit 3:1 geschlagen. Erst in der zweiten Verlänge­rung fielen die vier Tore, der Berliner Ehrentreffer durch G. Jänecke.

DieKimberley Dynamiters", Kana­das Vertreter bei der Eishockey-Weltmeisterschaft, trafen bei ihrem zweiten Berliner Gastspiel auf dieGerman Canadians" und gewannen mit 4:2 (1:0, 0:2, 3:0).

Um Öenvon Halt-Pokal" standen sich im dritten Eishockeykampf im Olympia-Eisstadion in Garmisch-Partenkirchen der SC. Rießer See und BTE. Budapest gegenüber. Die Bayern siegten verdient mit 2:1 (2:0, 0:1, 0:0).

D i e Deutschen Meisterschaften der Turnerinnen, die am 26. April in Jena ausgetra­gen werden sollten, sind auf den 11. April vorver. legt worden.

KunN und Wissenschaft.

Die Marburger Festspiele 1937.

ImJahr der deutschen Festspiele 1937" können die Marburger Fe st spiele ihre 11. Spielzeit begehen. Durch ihre künstlerischen Leistungen haben die Aufführungen in Marburg im In- und Aus­land starke Beachtung gefunden; die sich ständig stei­gernden Besucherzahlen haben hierfür den besten Beweis geliefert. Im Spielplan des kommenden Jahres sind geplant:Das Käthchen von Heil­bronn",Florian Geyer",Die Jungfrau von Or­leans",Viel Lärm um nichts". Wegen der Auf­führung eines neuen deutschen Volksstücks schweben noch Verhandlungen.

Gründung einer Schweinfurth-Gesellschaft. Reues Arbeitsprogramm von Geh. Rat Frobenius.

Aus Anlaß des 100. Geburtstages Georg Schweinfurths, eines der größten deutschen Afrikaforscher, wurde in Frankfurt a. M. auf Be­treiben von Geheimrat Leo Frobenius die Schweinfurth-Gesellschaft gegründet, für die das Forschungsinstitut für Kulturmorphologie die Grundlage abgab. Die neue Gesellschaft hat sich große Ziele gesteckt; sie finden in einem 25-J äh­re s p l a n ihren Ausdruck, der ausschließlich der kulturellen Erforschung von Südost- a s i e n dienen soll. Schon einmal war ein 25» Jahresplan aufgestellt worden, der der Erfor­schung Afrikas gewidmet war und dem Fro­benius als Aufgabe vorschrieb, den afrikanischen Kontinent kulturgeorgraphcsch aufzuhellen. Heute kann dieses Programm als ourchgeführt bezeichnet und gesagt werden, daß die 1897 aufgestellten The­sen sich als richtig erwiesen haben. Es ist also ge­lungen, das Wesen und Werden der afrikanischen Kulturen aufzuhellen. Als entscheidend hat sich da­bei erwiesen, daß es nicht die Wege der Technik waren, die den menschlichen Geist aufwärtsführten, sondern die Fähigkeiten der Seele. Die Arbeiten auf diesem Gebiet haben erhärtet, daß sich im südöst­lichen Asien und in der diesem vorgeschobenen Insel­

welt eine Reihe der wichttgsten Kulturformen er­halten hat, die nur hier in voller Klarheit noch erlebt werden können. Hier soll die neue Arbeit tm Sinne von Georg Schweinfurth beginnen. Nach Ablauf von 25 Jahren, so meint Geheimrat Fro­benius, dürfte das Schweinfurth - Programm feine Erfüllung gefunden und die Kulturgeschichte der Menschheit eine wahrhaft wissenschaftliche Grundlage erhalten haben.

Reichsminister Dr. Goebbels errichtet einHilfswerk für deutsche bildende Kunst".

Um die bildende Kunst in Deutschland immer weiteren Volkskreisen näher zu bringen und die Gefahr der jahrzehntelangen Ueberfremdung des deutschen Kunstmarktes im Interesse der lebenden deutschen Künstler schneller zu beseitigen, hat der Reichsminister für Volksaufklärung und Propa­ganda, Dr. Goebbels, die NS.-Volkswohlfahrt beauftragt, unverzüglich ein Hilfswerk für deutsche bildende Kun st durchzuführen. Das neue Hilfswerk hat die Aufgabe erhalten, durch Ausstellungen aller Art zusätzliche Derkaufsmöglich- keiten für gute Kunstwerke zu schaffen, indem es den Blick des ganzen deutschen Volkes auf die Werke bedürftiger deutscher Künstler richtet. Die künst­lerische Leitung de. Hilfswerkes und die Auswahl der Kunstwerke für die Ausstellungen hat der Reichsbeauftraate für künstlerische Formgebung, Hans Schweitzer, übernommen, so daß die Ge­währ gegeben ist, daß das Hilfswerk über dem sozialen Gesichtspunkt nicht den künstlerischen Maß­stab vernachlässigt. Die NSV. wendet sich mit dem neuen Hilfswerk für deutsche bildende Kunst an alle Volksgenossen, die in der Lage sind, ein Kunstwerk zu angemessenem Preis zu erwerben. Auch diele« nationalsozialisttsche Hilfswerk wird beweisen daß das neue Deutschland fest entschlossen ist, die bildende Kunst und die lebenden deutschen Künstler durch die Tat zu fördern.