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Führers, durch die zusammengeballte Kraft des deutschen Volkes, durch, den Zusammenhalt der Führerschaft von Partei und Staat Großes geleistet wurde, so gibt uns das kein Recht, auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern nur dle Verpflichtung, jetzt erst recht an die Arbeit z u gehen. Die Vergangenheit der vier Iahre heißt für uns nur eine roei- tere höchste Kraftanspannung aller. Sowohl die weltpolitische, als auch dle weltwirtschaftliche Lage schenkt Deutschland keine Ruhe. Darüber müssen wir uns im klaren sein. Dir müssen verstehen, daß uns kein ein­ziger vorwärts hilft, wenn wir uns nicht selbst helfen wollen. (Lebhafter Beifall.) Aus eigener Kraft find wir geworden, aus eigener Kraft werden wir auch weiter schreiten.

(Erneuter Beifall.) Daran kann auch nichts hin- dern, daß eine falsche Berichterstattung und Ver­leumdung die Verhältnisse hier in Deutschland ver­kehrt aufzeigt. Ja, man kann lesen, daß es jetzt dem deutschen Volk ganz schlecht ginge, weil jetzt erneut wieder ein Vierjahresplan verkündet wurde. Man kann lesen, daß man uns zum Vorwurf macht, daß es in Deutschland nicht alle Rohstoffe gibt, daß wir Deutschen auch Rohstoffe wollen, daß wir Deut­schen Anteil haben wollen an den Schätzen der Welt.

Dann sage ich: Jawohl, wir wollen Anteil haben, und wir werden Anteil haben. (Lebhafter Beifall.) Ist das ein Grund zu einem Vorwurf? Oder gar, daß wir nicht selbst genug Lebensmittel erzeugen können! Ist es etwa eine Schande, daß wir die Rohstoffe nicht alle in unse­rem Boden haben? Die Welt soll dankbar sein, daß wir versuchen, auf friedlichem Wege das aus­zugleichen, was man uns vorenthalten hat. (Beifall.)

Man wird uns sagen: Ja, wenn ihr Rohstoffe haben wollt, dann kauft sie gefälligst, bezahlt sie mit Gold. Jawohl, wir wären bereit gewesen, mit Gold zu zahlen, wenn man uns nicht alles Gold genommen hätte durch die Reparationen. (Lebhafte Zustimmung.) Wenn wir heute ehrlich und friedlich daran arbeiten, daß wir die Rohstoffe, die uns vorenthalten werden, erzeugen wollen, wenn das ein Zeichen ist, daß Deutschland heute wieder am Ende ist und ein Zeichen der Schwäche Deutschlands, dann wird man sich in vier Jahren daran gewöhnen müssen, ebenso sein Urteil zu korrigieren, wie man es jetzt auch immer wieder tun mußte.

Die Ausgabe der deutschen Landwirtschaft.

Wir Deutsche haben versucht, in diesen vier Jah­ren zu arbeiten, unser Volk zu ernähren, obwohl wir keine Kolonien haben. Obwohl uns Rohstoffe fehlen, ist Deutschland trotz allem ein Land des Friedens, eine Insel der Ordnung, der Zu­friedenheit und des Aufbaues geworden. (Stürmische Zustimmung.)

Ihr wißt, meine lieben Volksgenossen, der Führer Hal es euch in Nürnberg gesagt, daß trotz aller verstärkten Sicherung unserer Ernährung nicht aller Lebensmittelbedarf voll in Deulschland gedeckt werden kann, trotz aller Kraftanstrengung. Ls leben in Deutschland nun einmal 136 Menschen auf einen Quadratkilometer. In England leben 137 Menschen auf einen Quadratkilometer. Insgesamt besitzt dieses England für diese 137 Menschen auf einem Quadratkilometer ein Drittel der Welt als Kolo­nien und wir nichts. Wenn wir einen Bruchteil dieser Kolonien hätten, dann würden wir auch nicht davon zu reden brauchen, daß nun einmal Rohstoffmangel und Mangel an Lr- nährungsdingen da ist. Gott hat uns unser Deutschland so gegeben, wie es ist, und wir müs­sen es so gut verwalten, wie wir es können, wo nichts ist. sagt ein alter Spruch, Hal auch der Kaiser das Recht verloren

Was kann aber nun geschehen? Warum ist neuer­dings, in den vergangenen Jahren ansteigend dann und wann mal eine Knappheit gekommen? Warum sind nicht alle Lebensrnittel in Hülle und Fülle in dieser Zeit zu haben gewesen? Auch das hat euch der Führer gesagt. Weil wir so unendlich glücklich wa- 'en, 5,5 Millionen Menschen wieder in Arbeit und Brot zu bringen, daß sie wieder Verdienst haben und daß sie wieder für ihren Ver­dienst auf dem Lebensmittelmarkt sich Lebens­rnittel kaufen wollen und kaufen sollen. Da­durch kam der Ansturm des Konsums, der nicht leicht zu balancieren war und der bis heute balanciert werden mußte.

Wks kann und muß nun weiter geschehen? Nur einige werden wir auf dem eigenen Boden in der Landwirtschaft erzeugen können. Selbstver­ständlich werden wir eine weitere Steige­rung der Erzeugung fördern. Wir werden den Reichsnährstand aufrufen, das Letzte daran zu setzen, um auch das Letzte aus dem deutschen Boden herauszuwirtschaften. Wir werden weiter versuchen, die Erzeugung zu steigern dadurch, daß wir den an sich schon ausgedörrten und ausgepowerten deutschen Kulturboden neu verbessern und durch Dung neu zu stärken versuchen. Wir versuchen weiter, die Organisation zu verbessern und immer rascher und besser die Güter vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen zu lassen. Das ist auch heute in einem gewissen Umfang notwendig. Die vorhandene Kluft wird immer noch nicht da­durch geschlossen werden können. Selbstverständlich wird es eine der wichtigsten Maßnahmen fein, d i e deutsche Ernte jederzeit zu sichern. Die Zu­sammenballung der Zuständigkeiten in diesen Din­gen hat es möglich gemacht, daß der Arbeitsdienst von heute auf morgen für die Ernte eingesetzt wer­den konnte. (Lebhafter Beifall.) Der deutsche Bauer muß eines begreifen: Welch' heiliges Gut er in fei­ner Hand hält mit dem deutschen Brotgetreide, daß er weiß, daß er damit d i e Ernährung seines Volkes umfaßt. Deutsche Bauern, geht sorgfältig um mit diesem heiligsten Gut unserer deutschen Erde! (Starker Beifall.)

Wir hören, es gibt hier und da Fleisch- knappheit. Gewiß wird es hier und da eine Spannung geben, aber auch hier wird alles ge­schehen. Wir werden versuchen, weitere Grundlagen für die Züchtung von Nährvieh zu schaffen. Vor allem aber, meine lieben Volksgenossen, gibt es außer Fleisch noch etwas sehr gutes. E s gibt Fische! Und wenn )hr fein Fleisch bekommt, werden wir dafür sor­gen, daß in solchen Spannungszeiten genügend Fische vorhanden sein werden. (Lebhafter Beifall.) So wird alles geschehen, was irgendwie denkbar

ist. Und doch wißen mir, daß nun einmal die größte Spannung auf dem Gebiete des Fettes besteht. Hier ist der größte Auslandsbe­zug notwendig und fo wird auch hier die stärkste Einschränkung aller notwendig sein. Trotzdem werden wir auch hier die Erzeugung stärken. Wenn alle Volksgenossen mithelfen, und wenn jeder ver­steht, daß nun einmal heute Deutschland nicht reich genug ist, Abfälle beiseite zu werfen, sondern daß diese Abfälle gesammelt werden müssen, um sie den großen Mästereien der Städte usw. zuzu­führen, bann werdet ihr dafür auch sehen, daß die Fettlage sich bessern wird. Wir sind nun einmal in einer Festung. Da heißt es: Alles und das Letzte einzusetzen. (Langanhaltender Beifall.)

Kem Deutscher wird zu hungern brauchen.

Das Wichtigste aber und Lntscheidenste ist, daß wir die Minderbemittelten und vor allen Dingen die schwer arbeitende Be­völkerung unter allen Umständen sichern, in dem, was sie für ihre Kraft und ihre Ar­beit notwendig haben. (Lebhafter Beifall.) Die Proklamation des Führers, daß unter allen Umständen für die Minderbemitel- len billige und ausreichende Fette bereit stehen müssen, wird mir ein heiliger Befehl fein, der unter allen Umständen durch­geführt wird. Wir werden das in einer Be- zugsorganifation ohne Karten dann schaffen können, wenn jeder genug Vernunft annimmt. Das Entscheidende, Volksgenossen, ist: jeder Deutsche soll satt werden, kein Deut­scher soll hungern. Mehr könnt ihr jetzt nicht von mir verlangen. Das ist das Entscheidende.

(Stürmischer Beifall.)

Es ist selbstverständlich, daß man gewisse Ein­schränkungen auf sich nehmen muß, wenn man Großes erreichen will. Und nun wende ich mich an euch, meine deutschen Hausfrauen. Eine große Verantwortung liegt auf euren Schullern. Lenkt daran, daß ihr in erster Linie immer d i e

Speisen auf euren Speisezettel setzt, die sah- reszeitlich bedingt sind, die vorhanden sind, die die deutsche eigene nationale Produktion im Augenblick hervorbringt. Es ist eine Sünde, wenn man immer gerade das kaufen will und das haben will, was im Augenblick eben nicht durch die Na­tur hervorgebracht wird. (Lebhafte Zustimmung.) Mögen fick vor allem auch die vermögenderen Haushalte dessen besinnen. Wir halten uns an das in erster Linie, was der deutsche Boden uns schenkt. Wir werden durch eine rechtzeitige Auf­klärung über die jeweilige Versorgungslage dazu beitragen, daß eben die Hausfrauen von vornherein Bescheid wissen, daß sie wissen, um welche Le­bensmittel es jetzt geht. Dann werden sie es auch nicht notwendig haben, stundenlang drau­ßen anzustehen. (Beifall.)

Meine lieben Volksgenossen! Noch einmal zu- sammengefaßt: Verbraucht an Nahrungsmitteln das in erster Linie, was wir aus eigener na­tionaler Produktion befriedigen können. Denn dadurch lassen sich vorübergehend nun einmal die Spannungen allerdings leichter ertragen. Diese Spannungen sind ja natürlich oft auch rein faifon- mäßig bedingt. Sie können gar nicht anders über­brückt werden. Eier, Butter, Milch, das find nun einmal Dinge, deren Erzeugung wir nicht anders beeinflussen können? Es gibt gewisse Zeiten, da le­gen die Hühner viel Eier (Heiterkeit) und Zeiten, da legen sie wieder wenig: und so ist es auch auf den anderen Gebieten! (Große Heiterkeit.)

Es ist noch keiner menschlichen Weisheit ge­glückt, das anders zu gestalten, was die Ratur gestaltet hat. (Beifall.) Mit Vernunft, mit gutem Willen und mit einem wahren Beweis von Volksgemeinschaft werden wir Deutsche über diese Spannungen hinwegkommen. Das ist selbstverständlich. (Starker Beifall.) Das Wich­tige ist vor allen Dingen, daß die breiten Massen unseres Volkes so weit genügend Lebensmittel bekommen, daß sie in voller Kraft arbeiten und schaffen können und dafür übernehme ich die Verant­wortung, das werde ich herbeischaffen.

(Erneuter starker Beifall.)

Mächtige Fabriken werden ein Mahnmal deutschen Lebenswillens fein.

Aehnlich liegt es auch auf dem Rohstoff- gebiet. Auch hier, das ist ganz selbstverständlich, haben wir einen Mangel an Rohstoffen, auch wieder vor allem darum, weil wir nun einmal keine Kolonien besitzen. Jetzt kann ich mich damit aber nicht auseinandersetzen. Wir haben sie nun mal nicht. Deshalb müssen wir uns überlegen, welche Rohstoffe wir nun kraft der Erfin­dungsgabe von uns Deutschen von selber machen können. Das wird eine der Hauptaufgaben sein, die ich und die mit mir ver­antwortlichen Männer zu leisten und zu tragen haben. Und da können wir auf vielen Ge­bieten ganz große Arbeit leisten.

Ich möchte hier einer Dankespflicht Genüge tun und möchte betonen, daß hier ja auch schon aller­hand und z. T. sehr Großes geleistet wor­den ist, sowohl von dem verantwortlichen Wirt- s ch a f t s m i n i ft e r , als auch von dem bisheri­gen Wirtschaftsbeauftragten des Führers, Dr. Keppler. Von beiden Männern ist Großes ge­leistet worden und auf ihrer Arbeit baue ich auf. (Starker Beifall.)

Jetzt aber kommt es darauf an, daß wir aus dem Stadium der Versuche und Voroersuche heraus­kommen und daß wir mit ganzer Kraft und Ener­gie jetzt das in die Tat urnfetzen und so rasch und so ausgiebig und so weit wie möglich dadurch die Sicherung Deutschlands feftlegen. Es werden in den nächsten Zeiten neue Fabriken entstehen, Fabriken, in denen wir den eigenen Gummi machen, Fabriken, in denen wir aus Zellstoff-Fasern eigene Kleider schaf­fen, in denen wir die Baumwolle dann nicht mehr brauchen, die uns heute Millionen von De­visen kostet. Wir würden sie gern nehmen, wir wür­den auf all das verzichten, wenn das Ausland be­greifen würde, daß man uns nicht einfchließen kann, daß man uns nicht binden kann. (Erneuter, starker Beifall.) Wir könnten fruchtbarere Arbeit leisten, und es wäre für uns einfacher, in einer Welt von Vernunft und Verstand und von wirt­schaftlichen Grundsätzen von Volk zu Volk zu han­deln und die Güter auszutauschen, als in dieser verrückten Welt auf sich selbst gestellt zu sein. (Bei­fall.)

Wir werden jetzt aus der deutschen Kohle Benzin und Mineralöl schaffen und das Wort des Führers:In 18 Monaten ist das deut­sche Benzin fertig, find wir mit Benzin unabhän­gig" ich werde es einlösen! (Lebhafter Beifall.) Mineralöle aller Art werden wir aus der deutschen Kohle ziehen. Wir werden unsere eigenen Eisen und Erze aufschließen und vor allen Dingen eins: Wir haben bis heute Deutsch­land noch gar nicht genügend untersucht. Von jetzt ab werden wir uns nicht damit begnügen, daß

geophysikalisch lediglich ein Zehntel Deutschlands untersucht ist. Das Entscheidende ist ja immer nur der Wille, die Dinge zu gestalten und die Dinge zu machen. (Beifall.) Auf dem Gebiet der Leicht­metalle, des Aluminiums, steht uns eine u n - erschöpfliche Basis zur Verfügung.

Sohle, Holz und deutsche Lrze wer­den die Grundbasis sein, auf der in Zukunft die Fabriken deutscher eigener Erzeugung von Roh- und Werkstoffen entstehen. Lin gewaltiges Programm! Große Bauten, mächtige Fabriken sollen entstehen, um der Welt zu zeigen: Deutschland kapituliert nicht, Deutschland be­steht auf feinem Leben und wird es gestalten. (Lebhafter Beifall.) Des weiteren sollen sie für uns Deutsche Mahnmal sein unseres Willens zum Leben, für die anderen Rationen ihrer wirtschaftlichen Unvernunft.

So wird ein gewaltiger Wirtschaftsaufschwung zu dem bisherigen hinzukommen. Aber merken Sie sich das: Jeder soll daran beteiligt werden, nicht für einzelne, nicht für wenige, für alle, für das ganze Volk! (Stürmischer Beifall.) Aber, meine lieben Volksgenossen, das kann bloß sein, wenn Ihr alle mithelft, das kann nur sein, wenn auch ihr, jeder einzelne von euch, mit alten Vorstellungen brecht, wenn ihr endlich diese alte aus Jahrhunderten überkommene ewige Scheu vor dem Neuen beseitigt. Es müssen nicht immer ausländische Stoffe sein. Jawohl, es werden b i e neuen deutschen Stoffe, die aus Holz gefertigt sind, genau fo anständig sein!

Es ist schon einmal gewesen, daß am Anfang die Bevölkerung immer eine gewisse Scheu und Angst vor den neuen Dingen hat. Das war schon bei unseren Vorfahren so, als sie ein­mal feine Kartoffeln pflanzen wollten. Es hat aber damals schon einen Nationalsozialisten auf dem preußischen Thron gegeben, der dem preu­ßischen Volk beibrachte, diese Frucht zu pflan­zen. (Lebhafter Beifall.) Wenn ich mich nun auch nicht mit diesem großen Mann vergleichen möchte, die Willenskraft, dem deut­schen Volke beizubringen, stolz auf f e i ne eigenen Erzeugnisse zu sein die habe ich, das verspreche ich Ihnen! (Stür­mischer Beifall.) Sei stolz auf eure Erzeug­nisse! Seid stolz daraus, was deutsches Hirn und deutsche Fäuste geschaffen haben. Das adelt euch, nicht das Rachlaufen nach dem Ausland!

Am Lohn- und Preisniveau wird sestgeWen.

Der Wirtschaft aber muß ich eines sagen: Sie hat eine große, große Verantwortung. Der einzelne Unternehmer und Industrielle soll nur nicht darauf warten, was der Staat anregt, was der Staat fördert, sondern er soll v o n s i ch a l l e i n aus Mittel und Wege suchen und keine Anstrengung scheuen, um dieses Werk zu unterstützen. Meine Herren Unternehmer! Sie sprechen immer von der freien Initiative der Wirtschaft. Jetzt haben Sie die freie Initiative. Wenden Sie sie an! (Beifall.)

Der Einsatz! Vor allem möchte ich jetzt noch eines betonen: Ohne den gesamten geschlossenen und lei­denschaftlichen Einsatz unserer deutschen Arbeiterschaft ist das Werk von vornherein unmöglich. Denn ich muß mir heute den Kopf dar­über zerbrechen, wie ich den Arbeitermangel aus­gleiche. So ergibt es sich, daß die Nationen verschie­dene Sorgen haben. Wir haben Sorge, genügend Arbeiter zu bekommen, die anderen haben die Sorge, wie sie ihre Arbeiter unterbringen können. Ich glaube aber, daß unsere Sorge, daß mir nicht genug Ar­beiter haben, dabei noch die schönere uno die klei­nere ist. (Beifall.) Das ist also heute die Frage: Wie schaffe ich die notwendigen Ar­beiter heran? Und bas geht nur, wenn der beutsche Arbeiter versteht, daß er nur dann mir hel­fen kann, nur bann den Plan des Führers unter­stützen kann, wenn er arbeitet, und immer wieder

arbeitet, wenn er nicht streitet, sondern wenn Ruhe in den Betrieben ist und wenn geschafft wird vom Morgen bis zum Abend. Ich bitte des­halb, daß man begreift, daß es heute darauf an« kommt, d i e notwendigeArbeitsruhe und den notwendigen Arbeitsfrieden zu haben, daß man begreift, daß in den Betrieben Freude und Schaffenslust herrschen, daß alles Denunziantentum, alle Verleumdung hinaus muß. Das h a t in Deutschland keinen Platz. (Lebhafter Beifall.)

Um das Werk aufbauen zu können, können wir in diesem Augenblick das Lohnniveau nicht e r h ö h e n ; es ist unmöglich. Ich lese die Worte des Führers vor:

Es wäre der Staats- und Wirtschafts­führung ohne weiteres möglich gewesen, die Löhne um 20 oder 40 oder um 50 v. H. zu er­höhen. Allein die Lohnerhöhung ohne eine Pro- buftionsfteigerung ist ein Selbstbetrug, den bas deutsche Volk schon einmal durchgemacht hat. Es ist nach nationalsozialistischer Wirtschafts- auffassung ein Wahnsinn, die Löhne zu er­höhen und dabei, wenn möglich, die Arbeits­zeit zu verkürzen, d. h. die Produktion zu be­schränken. Denn das Gesamtlohnaufkommen bes Volkes verteilt sich auf die Gesamtproduk­tion, die konsumiert werben kann. Wenn mit­hin bas Gesamteinkommen um 15 v. H. steigt,

die Gesamtproduktion aber um 15 v. H. sinkt, so wirb diese Lohnerhöhung im Auskommen bes einzelnen Menschen nicht nur ergebnislo­sem, sondern im Gegenteil wegen der Sen­kung Der Produktion zu einer vollkommenen Entwertung bes Geldes führen, und das wäre derselbe Kampf, den wir einmal schon zu un­serem Schaden durchgemacht haben."

Deshalb müssen wir unsere deutschen Arbeiter aufklären. So wie es nun die Ausgabe der vom Staat eingesetzten Treuhänder ist, unter allen Umständen in Lohnfragen führend zu sein und aus­zugleichen, für den Betrieb und feine Ruhe verant- wörtlich zu fein, so muß die Deutsche Arbeits­front sich mit ihrer ganzen mächtigen Organisa­tion leidenschaftlich in den Dienst Dieses Planes stellen. Deshalb möchte ich, daß wir alle in jener wunderbaren, entschlossenen Gemeinschaft bleiven. Deshalb wende ich mich gegen alle bie zer- ftörenben Mächte, gegen all bas, was geeigr riet ilt, das Vertrauen zwischen Betriebsführer un5 Gefolgschaft zu zerstören, gegen alles, was geeignet wäre, alte marxistische Gewohnheiten zurückzu­bringen.

Wenn wir aber feste und ruhig bleibende Löhne vom Arbeiter fordern, bann kann der beutsche Arbeiter von uns feste und sichere Preise verlangen, hier werben wir uns auch mit der ganzen Leidenschaft unseres Willens einsehen. Der Führer hat heute einen Preis- kommissar bestimmt, wiederum einen alten nationalsozialistischen Kämpen; ich werde ihm die notwendigen Richtlinien geben und ihn mit Vollmachten versehen, daß er unter allen Um­ständen Preistreiberei und Preiserhöhung ver­hindert, und, wo es nötig ist, hohe Preise her- abseht. (Beifall.) Vorausschauend richte ich nun eine Mahnung an alle: Die Anzeichen der Lage werden hier ein gutes Merkmal sein und eine gute Möglichkeit bieten, überall da einzuschrei­ten, wo es nötig ist. Dir werden die Augen überall auf haben. Rur dann wird man recht­zeitig die Anzeichen einer herankommenden Schwierigkeit erkennen, und ist diese Schwierig­keit erkannt, wird sie auch überwunden.

Rücksichtslosen Kampf den Hamsterern und preistreibern

Dieser Preiskommissar wirb mit solchen Vollmach­ten ausgeftattet sein, baß er vor allem einer Seuche zu Leibe gehen kann, einer Seuche, bie sich nun einmal für jedes Volk, bas in einer Lage wie bas beutsche ist, verhängnisvoll gezeigt hat. Diese Seuche und das kann ich euch versprechen werden wir versuchen, mit Stumpf und Stiel auszurotten: das Hamstern. (Stürmische Zu­stimmung.) Ich wende mich nicht nur gegen Die Hamsterer, sondern vor allem ganz besonders gegen bie, bie sich der Preistreiberei schuldig machen. Denn sie sind noch größere Verbrecher am Volk. Sie kennen nur das eigene Ich.

Es wird bie Aufgabe bes Kommissars für bie Preisbildung fein, immer wieder festzustellen, ob der Preis berechtigt ist oder Eigennutz und Ichsucht entspringt. Ist das der Fall, dann wird rücksichts­los durchgegriffen. Gegen alle, bie versuchen, die Konjunktur und Den Aufschwung Deutschlands aus­zunutzen, gegen Parasiten werde ich mit drakoni­schen Maßnahmen einschreiten. (Stürmischer Jubel und Zustimmung.) Das Gleiche gilt auch für die Schwarzhändler und alle, die sofort d i e Waren anhalten, wenn Fest- und Höchst­preise kommen. Wir werden ihnen nicht nur die Waren herausholen, sondern auch ihre Existenz zertrümmern, da sie nichts für bie Existenz Deutsch­lands tun wollten. (Jubelnde Zustimmung.) Es soll sich keiner wundern: wer bereit ist, Diebstahl am deutschen Eigentum zu begehen, solches Eigentum wegzunehmen, dem werden wir erst recht sein Eigentum wegzunehmen verstehen, und es wieder dem deutschen Volke zuzuführen.

Die Aufgabe muß gelingen! Sie wirb ge­lingen, weil wir bas wollen, und weil wir Rationalsozialisten sind, weil wir bie Kraft dazu haben, bas zu vollenden, was wir wollen! Denn einer trotzdem schimpfen will: herzlich gerne, dazu ist nichts zu sagen, tut gar nichts zur Sache. Wir haben auch geschimpft und haben trotzdem gearbeitet und darauf allein kommt es an. (Stürmischer Beifall.) Dir müssen nun einmal mit einem gesunden und frischen Optimismus an die Dinge Herangehen; denn nur der Optimismus verschafft die frisch-fröhliche Arbeitskraft, die wir brauchen, um die Dinge zu gestalten. Dir glauben an unser Volk. Wir wissen, daß es eine große Zukunft hak und darum müssen wir diesen Weg gehen.

Damit komme ich zu einem ganz entscheidenden Punkt. Ich übernehme heute die Durchführung die­ses Planes. Heute stehen wir auf einem gewissen Nullpunkt. Heute ist also der Mangel an Rohstof­fen am größten. In einem halben Jahr aber wirb sich die Lage bereits bessern, denn dann wird sich schon eine Reibe von Maßnahmen, die wir durch­führen, praktisch auswirken. Und diese Maßnabmen werden sich weiter verstärkt auswirken. Das Ent­scheidende ist bas klare Ziel! Hier müssen wir durch und wenn wir hier durchkommen, kommen wir auf die befreiende Höhe. Das läßt sich mit ma­thematischer Sicherheit berechnen, und deshalb mache ich keine leeren Versprechungen, sondern ich zeige das positive Ziel, dem wir alle entgegen- streben. Es ist meine und all meiner Mitarbeiter Aufgabe, daß wir uns nicht damit abfinden, baß heute Deutschland gewisse Rohstoffe und Ernäh­rungswaren nicht in genügendem Maße hat. Nein, wir strengen uns an, wir denken und ar­beiten und sorgen, wie wir dem deutschen Volke das Fehlende schäften können. Unser Volk soll nicht schlechter gestellt fein als bie anderen Völker der Erde. (Lebhafter Beifall.) Um das zu schaffen, wer­den wir vorübergehende Einschränkungen gelassen in Kauf nehmen.

Rochmals appelliere ich an alle: Befolgt meine Anordnungen und Maßnah­men. Es ist notwendig, daß sie von allen freudigen Herzens befolgt werden. Jeder einzelne muß das Gefühl haben, er hilft, er hilft bem Führer, auf ihn, auf feine Mit­hilfe kommt es entscheidend an. Glaubt doch nicht, daß wir Anordnungen machen und Maß­nahmen, um euch zu quälen oder euch zu schi­kanieren. Das können wir ja gar nicht! Ihr werdet mir doch glauben, daß meinem Herzen nichts teurer ist als das deutsche Volk. Dean