18k. Jahrgang
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Ur. 254 Erstes Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 29. Oktober 1936
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Um Deutschlands Krast, Ehre und Freiheit.
Ministerpräsident Göring verkündet Aufgabe und Durchführung des zweiten Vierjahresplanes.
die Minderbemittelten würden stets billige und ausreichende Fette bereitstehen. „Jeder Deutsche soll satt werden. Kein Deutscher soll hungern." Aber dazu gehört eben, daß auch jeder Volksgenosse mit Vernunft und Ueberlegung handelt und bei allen seinen Taten an das Interesse der Volksgemeinschaft denkt. Jeder einzelne muß das Gefühl haben, er hilft dem Führer, wenn er die Anordnungen des Ministerpräsidenten Göring freudigen Herzens befolgt.
Der Ministerpräsident schloß seine große Rede mit einem oon leidenschaftlichem Willen und glühendem Optimismus getragenen Appell an das deutsche Volk, im Vertrauen zum Führer, der sein Letztes einsetzt für sein Volk, und im Vertrauen untereinander, sich zu einer gewaltigen Kraftanstrengung zusammenzureißen damit wahr wird, woran wir alle glauben: ein Reich der Kraft, eine Nation der Ehre und ein Volk der Freiheit! Wir kennen den Weg, wir kennen das Ziel, wir alle sind aufgerufen, mitzumarschieren in der großen Front des deutschen Volkes, ein jeder dort, wo man ihm die Verantwortung für ein Stück Wall und Graben in der Festung „Deutschland" anoertraut hat. Nehme ein jeder etwas in sich auf von dem gläubigen Optimismus Görings, oon seinem mitreißenden Willen zum Einsatz, dann muß die Aufgabe gelingen. F. W. L.
des Gaues Groß-Berlins für Göring.
Und damit wende ich mich gerade an meine eigenen Parteigenossen. Es ist in diesen Tagen zehn Jahre her, daß wir in breiter Front den Kampf um ein nationalsozialistisches Berlin ausgenommen haben. Hunderttausende oon Berliner Volksgenossen und Mitbürgern tragen in diesen Tagen das Zeichen der Erinnerung an diese zehn Jahre nationalsozialistischen Kampfes. Nur wenige haben damals an diesem Kampfe teilgenommen. Aber die vielen Hunüert- tausende, möchte ich fast sagen, Millionen, die in diesen Tagen dieses Zeichen tragen, wollen damit zum Ausdruck bringen, daß sie es wohl verstehen, daß dieser Kampf um ein deutsches Berlin e i n historischer gewesen ist, und daß dieser Kampf deshalb unsterblich in die Geschichte eingehen wird.
Und damit wende ich mich an Sie, lieber Pg. Göring. Es ist nicht das erste Mal, daß w i r gemeinsam aus diesem Podium stehen, sondern schon vom ersten Tage ab, da Sie aus der politischen Verbannung nach Berlin zurückkamen, haben Sie sich rückhaltlos wieder für den Aufstieg und die Durchsetzung der nationalsozialistischen Bewegung gerade hier in Berlin eingesetzt. Es ist für mich vielleicht eine der schönsten Erinnerungen der damaligen zwar schweren, aber heute um so erhebenderen Kampfzeit, wenn ich mich daran zurückerinnere, wie oft wir von diesem Podium aus und in allen großen Städten in Deutschland gemeinsam an die Nation appelliert haben. (Lebhafter Beifall.) Das Zeichen, das in diesen Tagen in Berlin Hunderttausende tragen, das ist in Gold gefertigt den dreißig besten und treue» sten und zuverlässigsten Parteigenossen der Berliner Bewegung vorbehalten und wird ihnen morgen in einem feierlichen Akt überreicht werden. (Heil-Rufe!) Diese Zahl der Dreißig aber wäre unvollständig, wenn in ihr nicht unser Pg. Göring erschiene. (Beifall.) Und ich möchte Sie deshalb bitten, lieber Parteigenosse Göring, zur Erinnerung an diese gemeinsam durchlebte und durchkämpfte, und ich darf wohl sagen durchlittene Zeit dies Erinnerungszeichen, das uns alle verbindet, aus meinen Händen entgegennehmen zu wollen. Es soll auch für Sie eine ewige Mahnung sein, daß, wenn wir Nationalsozialisten uns ein großes Ziel gesteckt haben, niemals einer allein steht, der diesem Ziele nachstrebt, sondern daß um ihn herum die ganze Bewegung steht und mit ihm kämpft und mit ihm ficht.
Ich bin der festen Ueberzeugung: Genau so, wie es unserem gemeinsamen Kamps gelungen ist, eine damals fast bolschewistische Stadt für Deutschland zurückzuerobern, so wird es Ihnen und unserem gemeinsamen Kampf gelingen, auch das große Ziel, dessen Erreichung der Führer Ihnen aufgetragen hat, nun wirklich auch zu erreichen.
Dr. Goebbels eröffnet die Kundgebung
Das goldene Erinnerungszeichen
Sicherung deutscher Ehre und deutschen Lebens.
Wir alle sind aufgerufen!
Der mit der Durchführung des vom Führer in Nürnberg verkündeten neuen Vierjahresplans beauftragte Ministerpräsident Generaloberst Göring hat gestern im Berliner Sportpalast, an einer für den Kampf der nationalsozialistischen Bewegung hlstonsch gewordenen Stätte, zu vielen tausenden von Volksgenossen und darüber hinaus über den Rundsunk zum ganzen deutschen Volke von dem gesprochen, was uns alle, seitdem der Führer das Ziel des neuen Vierjahresplanes bekanntgegeben hatte, im Innersten bewegt. Der Ministerpräsident hat mit eindringlicher Klarheit die Notwendigkeiten dargelegt, die uns zwingen, in der Beschaffung der Rohstoffe für unsere Wirtschaft uns auf eigene Füße zu stellen. Er hat mit größtem Freimut die Lage geschildert, vor die sich das deutsche Volk nach gewonnener Arbeitsschlacht gestellt sieht und hat uns alle aufgerufen, ihm bei der Durchführung dieses Werkes zu helfen, denn unser aller Hilfe ist not, ohne den Einsatz aller Energien des ganzen deutschen Volkes kann dies gewaltige Vorhaben ebenso wenig durchgeführt werden, wie es ja auch ohne die verständnisvolle Mitwirkung des Volkes nicht hätte gelingen können, in der A r - b e its sch lacht fast sieben Millionen Volksgenof- fen wieder in Arbeit und Brot zu bringen und in der Ernährungsschlacht die deutsche Landwirtschaft zu höchsten Leistungen zu führen. Aus 60 Millionen gegeneinander strebenden Energien wurde, wie Göring in feiner Rede ausführte, eine einzige Energie, zufammengeballt in der Faust des Führers, bereit, um eingesetzt zu werden, wo die Kraft der Nation es erfordert. Nur so konnten die ungeheuren Leistungen der ersten vier Jahre geschaffen werden, die heute mit uns die ganze Welt als ein großes deutsches Wunder empfindet. Und nur wenn wir dies nicht als ein Recht auffaffen, nun auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern als heilige Verpflichtung, jetzt erst recht an die Arbeit zu gehen, wird es uns gelingen, auch die neue große Aufgabe durchzuführen, vor die wir uns gestellt sehen.
Wie wir aus eigener Kraft dahin gekommen sind, wo wir heute stehen, so werden wir auch aus eigener Kraft weiter marschieren müssen. Denn nur auf uns selbst sind wir gestellt. Das wissen wir heute, wo uns die Welt nicht die Möglichkeit geben will, die Rohstoffe zu beziehen, die unsere Wirtschaft braucht. Wir müssen uns damit abfinden, daß der deutsche Boden nicht alles das herzugeben vermag, was zu der Ernährung eines 60-Millionen-Volkes gehört. Die deutsche Landwirtschaft wird auch in Zukunft nicht Nachlassen, alles daran zu setzen, ihre Erzeugung zu steigern, die Qualitäten zu verbessern, Mängel auszugleichen, aber immer wird ein Rest bleiben, der aus der eigenen Landwirtschaft nicht gedeckt werden kann. Um diesen aus dem Auslande einführen au können, bedarf es ausländischer Zahlungsmittel, die unsere eigene gewerbliche Ausfuhr aufbringen muß. Solange die Welt sich sträubt gegen die Aufnahme deutscher Waren und solange die Desorganisation der Weltwirtschaft es uns nicht erlaubt, neue Absatzmärkte zu erschließen, müssen wir die wenigen uns zur Verfügung stehenden Devisen künftighin für den Erwerb der zusätzlich benötigten Lebensrnittel verwenden. Das bedingt, daß wir versuchen, die Rohstoffe, die unsere gewerbliche Wirtschaft braucht, uns selber zu schaffen.
Der Ministerpräsident Göring hat in seiner Rede darauf hingewiesen, daß hier bereits sehr verheißungsvolle Ansätze norliegen. Er hat dem mit der Führung des Reichswirtschastsministeriums beauftragten Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und dem Wirtschaftsbeauftragten des Führers Dr. Keppler gedankt für ihre verständnisvolle Vorarbeit, auf der er jetzt bei der Durchführung des neuen Vierjahresplanes aufbauen kann. Aus dem Laboratorium gilt es, jetzt den Schritt in die Fabrik zu tun. Ader auch die deutsche Heimaterde bietet noch vieles an Bodenschätzen, das bislang übersehen worden ist oder als zu gering geachtet wurde, solange wir es uns noch leisten konnten, biefe Dinge einfacher und billiger aus dem Auslande zu beziehen. Kohlen, Holz und deutsche Erze werden die Grundlagen fein, auf denen in Zukunft die Fabrikation eigener deutscher Roh- und Werkstoffe auf- gebaut wird. Die gewaltigen Fabrikbauten, die Göring in feiner Rede ankündigte, sollen der Welt zeigen, daß Deutschland nicht kapituliert.
Unternehmer und Arbeiter, Führer und Gefolgschaft, Wirtschaft und Volk müssen zusammenstehen, um den Plan wahrzumachen, den der Ministerpräsident entwickelt hat. Der U n t e r n e h m e r soll nicht warten auf die Anregungen, die ihm der Staat gibt, sondern muß selbst die Initiative zu neuen Schöpfungen und Höchstleistungen ergreifen. Der Arbeiter muß seine ganze Kraft auf feine Arbeit konzentrieren. Freude und Schaffenslust muß in den Betrieben herrschen, Denunziantentum und Verleumdung haben nach den Worten Görings keinen Platz mehr in Deutschland. Und noch einmal unterstrich der Ministerpräsident die Ausführungen des Führers über den Wahnsinn von Lohnerhöhungen, denen keine Probuktionsstelgeruny zur Seite steht. Mit aller Energie wandte sich Gormg gegen Irgendwelche Versuche, das Vertrauen zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft zu zerstören. Ein festes Lohnniveau werde gehalten werden. Aber leidenschaftlich werde er auch sich für feste Preise einsetzen. Dafür werde auch der Preis-
kommifsar sorgen, den der Führer heute bestimmt habe. Er wird auch die Vollmacht bekommen, die Hamsterer mit Stumps und Stiel auszurotten und gegen Preistreiberei rücksichtslos durchzugreisen.
Aus allen Gebieten, auch in den Kleinigkeiten des täglichen Lebens ist verständnisvolle Mitarbeit aller Volksgenossen erforderlich, wenn der große Wurf gelingen soll, die deutsche Wirtschaft in ihrer Rohstoffbeschaffung vom Auslande unabhängig zu machen und die Ernährung des deutschen Volkes sicherzustellen. Daß dies nicht mit einem Schlage gelingen kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Daher richtete der Ministerpräsident einen besonderen Appell an d i e deutsche Hausfrau, die er ermahnte, ihren Speisezettel auf das einzustellen, was jahreszeitlich bedingt ist und was vorhanden ist, und nicht immer gerade das kaufen zu wollen, was im Augenblick eben die Natur nicht hervorgebracht hat. Die deutsche Hausfrau muß sich in erster Linie an das halten, was der deutsche Boden uns schenkt. Wenn sie an Nahrungsmitteln vorwiegend das verbraucht, was wir aus eigener nationaler Produktion befriedigen können, so wird sie die beste Mitarbeiterin bei der Durchführung des Vierjahresplanes fein. Mit aller Entschiedenheit betonte der Ministerpräsident, daß die Ernährung der breiten Massen unseres Volkes unter allen Umständen sichergestellt werden würde. Für
Berlin, 29. Okt. (DNB.) Mit außerordentlicher Spannung erwartete das deutsche Volk die Rede des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring über den neuen Vierjabresplan In der Reichshauptstadt stand der S p o r t p a I a ft im Mittelpunkt des ganzen Interesses der Oesfentlichkeit. Die alte ehrwürdige Gedenkstätte des erbitterten Kampfes des Nationalsozialismus um die Reichshauptstadt prangte in einem reichen Schmuck von Hakenkreuzbannern und Tannengrün. An der Stirnwand der Halle nahmen die sämtlichen Reichsminister und Reichsleiter Platz. In den Reihen hinter ihnen sah man sämtliche Reichs st atthalter und zahlreiche Staatssekretäre, alle Gauleiter, die Oberpräsidenten der preußischen Provinzen sowie die Leiter der Organisation für die Durchführung des Vierjahresplanes. Nach dem Einmarsch der Fahnen und Standarten erklärte
der Gauleiter von Berlin Reichsminister Or. Goebbels:
Meine Volksgenossen und Parteigenossen!
Zu einer bedeutsamen Kundgebung ist die nationalsozialistische Bewegung Berlins am heutigen Abend mit den Spitzen des Staates im Berliner Sportpalast zusammengekommen. Es gilt, dem vom Führer auf dem Nürnberger Parteitage der Ehre proklamierten zweiten Vierjahr es plan vor der deutschen und der Weltöffentlichkeit den Start zu geben. Es ist kein Zufall, daß dieser Startschuß vor der Bewegung und vor dem Volke und auch daß er im Berliner Sportpalast gegeben wird. Denn diese Stätte ist vielleicht die traditionellste unserer nationalsozialistischen Kämpfer. Von diesem Podium aus haben wir d i e Reichshaupt st ad t erobert. Von diesem Podium aus haben wir damals, in der Opposition stehend, die Ideen und Projekte proklamiert, die nun im Verlaufe einer vierjährigen Regierungsund Staatstätigkeit zum großen Teil schon Wirklichkeit geworden sind.
Daß der neue Vierjahresplan vor dem ganzen Volk proklamiert wird, entspricht einer" alten nationalsozialistischen Sitte und Tradition. Denn der Nationalsozialismus hat feit jeher den Standpunkt vertreten, daß die großen Pläne und Ziele einer überlegenden, weitschauenden Staatsführung niemals von dieser Staatsführung allein erreicht werden können, sondern daß das Volk im gleichen Umfang daran Anteil nehmen muß. Und deshalb gerade tritt unser Pg. Göring, der mit der Durchführung und damit auch der Verantwortung für den neuen Dier-I jahresplan betraut worden ist, vor die Oeffentlich- keit, um sie zur Mitarbeit an diesem grandiosen Werk aufzurufen. I
Ministerpräsident Göring bestieg dann das Rednerpult unter dem stürmischen Beifall der Massen und führte aus:
„Meine lieben deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, meine lieben Kampskameraden! Ich will zuerst meinen herzlichen Dank aussprechen für die Ehrung, die mir eben durch den Gauleiter der Hauptstadt, meinen alten Kampfkameraden Pg. Dr. Goebbels, zuteil wurde. (Beifall und Händeklatschen.) Ich habe dieses Abzeichen mit einem ganz besonderen Stolz empfangen, es wird mich immer verbinden mit den schwersten, aber auch schönsten und herrlichsten Arbeiten unseres Kampfes hier
in Berlin. Vom Sportpalast aus haben wir da
mals gefochten, von hier aus haben wir den Feind niedergeworfen. So soll diese Tradition heute aus» strahlen auf alle, um sie zu stärken für den Kampf, den auch wir heute wieder aufs neue ansagen, dem Kampf für ein großes Ziel, das nach den zweiten vier Jahren erreicht werden soll.
In Nürnberg hat der Führer in eindeutiger und klarer Weise ausgeführt, worum es geht, warum er dem deutschen Volk einen zwei- ten Vierjahresplan zur Aufgabe gestellt hat. Der Führer hat nun die Durchführung dieses Planes mir übertragen und ich will vor dem deutschen Volk erklären, wie wir alle zusammen diese Ausgabe am besten lösen. 1
Zusammenfassung aller Kräfte.
Was ist der zweite Vierjahresplan? Ich fasse ihn zusammen in einen einzigen fundamentalen Sah: Die Sicherung der deutschen Ehre und die Sicherung des deutschen Lebens. (Beifall.) Lin klares Ziel, klar vor allem aber darum, weil wir ja wissen, wieweit heute die Sicherung gedrungen ist und weil wir darum auch wissen, daß diese Sicherung im zweiten Vierjahresplan darin besieht, die Wirtschaftskraft Deutschlands weiter zu stärken und auszubauen. Vor dem deutschen Volke gebe ich heute Aufschluß über die Absichten, denn wir Nationalsozialisten tun alles vor dem Volk, mit dem Volk und im Volk stehend, und darum soll meine Rede Verständnis durch völlige Aufklärung wecken und dem deutschen Volke klar machen, auf welchen Wegen es helfen kann und helfen muß. Der Sinn meiner Vollmachten, die der Führer mir übertragen hat, ist die Zusammenfassung aller Kräfte, die einheitliche Lenkung aller Kräfte auf das einzige Ziel.
Wir müssen zum Ausgang nehmen die heutige Lage. Der erste Vierjahresplan zeigt gewaltige Leistungen. Uns allen und der ganzen Welt ist die Bedeutung der Wiedergewinnung unserer Wehrfreiheit gegenwärtig. So wie in den vergangenen vier Jahren durch die Rückgewinnung der Wehrfreiheit die äußere Macht aufgerichtet wurde, so war es eine zweite gewaltige Leistung, die dem deutschen Volk die notwendigsten Grundlagen für seine Ernährung und für sein Leben wiedergegeben hat: Als der Führer zur gewaltigen Erzeugungsschlacht der deutschen Bauern aufrief, geschah dies zweite gewaltige Werk der vergangenen vier Jahre. Wer erinnert sich nicht des Zustandes der Landwirtschaft. Ueberall das Bauernsterben, Verlassen der Höfe, tot die Aecker, verschachert die Ernte! So war es auch, als Adolf Hitler mit starken Zügeln die Regierung Deutschlands übernahm. Und heute? Der Bauer sitzt sicher auf seinem Grund und Boden. Neben dieser mächtigen Erzeugungsschlacht ging d i e größte aller A r - beitsschlachten. Fast 7 Millionen Arbeitslose galt es wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Diese Aufgabe ist heute fast restlos gelost. Was heute noch an Arbeitslosen zurückgeblieben ist, ist teils saisonmäßig bedingt, ist teils krank ober andere Gründe verhindern ihren Arbeitseinsatz. Wiederhergestellt wurde die deutsche Freiheit und die deutsche Ehre! (Lebhafter, langanhaltender Beifall.) Geschlossen ist das traurigste Kapitel deutscher Geschichte, herausgerissen die Seiten von Schande und Schmach, deutscher Not und Verelendung, und das neue Kapitel wurde begonnen mit dem Grundsatz: die Freiheit und die Ehre sind das Fundament des Dritten Reiches. Wie die Erfolge des Führers und der Bewegung Schlag auf Schlag fielen, wie wir außenpolitisch zur Großmacht wurden, so wurden wir vor allem innenpolitisch zur Volksgemeinschast. Aus 60 Millionen gegeneinander strebender Energien wurde eine einzige Energie, zusammengeballt in der Faust des Führers, bereit, um eingesetzt zu werden, wo die Kraft der Nation dies erfordert.
Das deutsche Wunder.
Große Leistungen sind auf dem wirtschaftlichen Sektor erreicht worden. Hier gilt es, noch Größeres zu schaffen, gilt es, die deutsche Wirtschaftskraft noch mehr zu stärken, gilt es, Deutschland unabhängig zu machen. Die Arbeiten auf dem Wirtschaftssektor sind deshalb so schwierig, weil die Vergangenheit vielleicht auf keinem Gebiete so gesündigt hat, wie gerade durch die Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Angefangen von Versailles, zieht sich wie ein einziger Faden der Niedergang Deutschlands hin und führte schließlich zu einer völligen wirtschaftlichen Der- elendung und Verödung und damit letzten Endes auch zu all der Not, zu all dem Elend, "das wir jahrelang durchlebten. Es muß dies immer wieder gesagt werden, damit jeder einzelne erkennt: Was hat der Führer, was hat die Bewegung Gewaltiges geschaffen, um solch einen Unterschied herbeizuführen? (Beifall.)
Und nun frage ich Euch und frage durch die Aetherwellen alle deutschen Volksgenossen, was hat die Bewegung versprochen und was hat sie auch gehalten in diesen ersten vier Jahren? (Lebhafter Beifall.) Was hat sie vor allen Dingen geleistet? Das ist allein das Entscheidende. Und da können wir es immer wieder aussprechen und immer wieder dem 3n- und dem Auslande zu verstehen geben: Jawohl, ein Wunder, e i n großes deutsches Wunder hat sich ereignet in diesen vergangenen vier Jahren. Denn zwischen einst und heute liegt eine Welt, eine Welt allerdings, nach der wir kein Sehnen mehr haben wollen. Wenn wir fo sehen, was in diesen vier Jahren durch die geniale Hand unseres


