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Trotz engsten Lebensraumes leben wir am billigsten!

NSK. Durch die Entwicklung der Weltwirtschaft- Lichen Beziehungen war Deutschland gezwungen die für das Volk lebensnotwendigsten Nahrungs­mittel in möglichst weitem Umfange aus eige­nem Grund und Boden zu erarbeiten. Die Entwicklungstendenzen in allen Ländern gingen dahin, mehr oder weniger geschloffene National­wirtschaften zu bilden, da die Erfahrungen des Weltkrieges gezeigt hatten, daß ein Volk nur dann allen Kämpfen gewappnet gegenübersteht, wenn es feine Angehörigen mit eigenwirtschaftlichen Lebensmitteln ernähren kann. Nun ist aber der deutsche Lebensraum, im Vergleich gesetzt zu der Zahl seiner Bewohner, mit der klein st e in der ganzen Welt. Nur einige wenige Staaten ha­ben eine noch dichtere Bevölkerung aufzuweisen als Deutschland. Rund 45 Hektar landwirtschaftlich ge-

Jungwähler denke daran!"

Wahlberechtigt ist, wer am 29. März sein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. h. wer am 29. März zwanzig Jahre alt geworden ist.

Denke daran, junger Deutscher!

der eine Dergleichsmoglichkeit mit dem Lebensstan­dard der europäischen Völker einfach nicht mehr gestattet.

Diese Vergleiche über die Entwicklungskuroe der Ernährungskosten in den einzelnen Ländern mit dem den einzelnen Völkern zur Verfügung stehen­den landwirtschaftlichen Nutzraum läßt erkennen, welch ungeheure Arbeitsleistung im nationalsoziaustischen Deutschland durchgeführt wor­den ist. Wenn es gelang, die Preise für Lebensmit­tel in Deutschland auf einem für den Ver­braucher tragbaren Stand zu halten, so ist das im wesentlichen ein Erfolg der Maßnah­men der nationalsozialistischen Agrarpolitik zur Ordnung der Märkte und zum Aufbau eines umfassenden Festpreissystems. Darüber hinaus selbst­verständlich ein Erfolg der Arbeiten zur Durchfüh­rung der Erzeugungsschlacht, durch die eine erhebliche L e i st u n g s st e i g e r u n g auf allen Gebieten der Landwirtschaft erreicht wurde. Die entscheidende Bedeutung dieser Leistungssteigerun­gen kommt z. B. deutlich bei dem Einfuhrruck­gang der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, ein­schließlich der landwirtschaftlichen Rohstoffe, zum Ausdruck. Bestand hier im Jahre 1929 noch em Einfuhrüberschuß von etwa sieben Milliarden Mark, so gelang es doch, bis zum Jahre 1935 diesen Ein­fuhrüberschuß auf 2,4 Milliarden zurückzudrängen. Der Wert des Einfuhrüberschusses an Nahrungs­und Futtermitteln sank dabei von 4,4 Milliarden Mark im Jahre 1929 auf 1,28 Milliarden Mark im Jahre 1935.

Die entstehenden Lücken mußte die deutsche Land­wirtschaft ausgleichen und das läßt sich wohl ohne weiteres sagen sie hat die ihr zugefallene schwere Aufgabe gemeistert! Das aber war nur möglich durch die Ausschaltung jener Kräfte, die nur daran dachten, durch Spekulationsmanöver für den eigenen Geldbeutel zu arbeiten, ohne sich irgendwie dem Volke verpflichtet zu fühlen. Die Spekulanten sind in Deutschland ausgeschaltet, wäh­rend sie in andern Ländern zumeist ihr verderb­liches Handwerk noch ausüben können. Man hat früher zwar niemals geglaubt, daß die national­sozialistische Bewegung diesen Finanzmächten an den Kragen fahren würde, doch dürften die bis­herigen tatsächlichen Geschehnisse bewiesen haben, daß der Nationalsozialismus nichts versprochen hat, was er nicht auch unbedingt gehalten und noch zu halten gewillt ist. Jedenfalls dürften die vorstehend genannten Zahlen jedem Volksgenossen eindeutig bewiesen haben, daß die Stetigkeit ihrer Lebens­haltung nur dem Werk der nationalsozialistischen Bewegung und der Arbeit des Führers zu ver­danken ist. Wer darum auch in Zukunft Ruhe und Sicherheit und eine Stetigkeit seiner Le­bensführung, wer ein arbeitsfreudiges, ein nach Innen und nach Außen lebensstarkes, selbst­bewußtes Deutschland will, der kann nichts anderes als die Treue, die der Führer ihm gehalten hat, wieder mit Treue zu vergelten und dem Führer am 2 9. März seine Stimme zu geben!

Denke daran, deutsches Mädel!

nutzter Fläche stehen hier für je 100 Einwohner zur Verfügung. Wie überaus ungünstig dieses Ver­hältnis ist, ergibt ein Vergleich mit anderen Staa­ten. So entfallen auf je 100 Einwohner an land­wirtschaftlich genutzter Fläche in Italien 56 Hektar, in Dänemark und Frankreich je 85 Hektar, in den Vereinigten Staaten von Amerika sogar 120 Hektar, schließlich stehen Kanada bei diesem Vergleich 262 Hektar zur Verfügung und endlich der Union der Sowjetrepubliken 317 Hektar.

Es ist selbstverständlich, daß je kleiner der zur Verfügung stehende landwirtschaftlich nutzbare Raum ist, de st o größer die Aufwendungen sind, die angewandt werden müssen, um die notwendigen Nahrungsmittel zu erstellen. Es wäre nach diesem Gesetz also verständlich, wenn Deutschland die ver­hältnismäßig h ö ch st e n Preise für Nahrungs­mittel hätte. Jedoch zeigen die Tatsachen, daß dieses Preisentwicklungsgesetz durch Maßnahmen der natio­nalsozialistischen Agrarpolitik über den Haufen ge­worfen ist. Während die Ernährungskosten sich bei uns seit 1932 in verhältnismäßig nur geringem Umfange erhöht haben, war in den meisten ande­ren Ländern Europas und der Welt eine z. T. recht erhebliche Steigerung festzustellen. Dabei muß außerdem noch bemerkt werden, daß durch die Marktordnung- und Festpreisgesetze bei den wichtigsten Massenbedarfsgütern die Preise völlig st a b i l blieben, z. B. bei Brot, Milch, Butter, Margarine usw. Bei einem der wichtigsten Nahrungsmittel, bei Kartoffeln, wurden die Preise im Jahre 1935 sogar recht fühlbar ge­senkt Die Berechnung der gesamten Ernährungs­kosten für Deutschland ergab nun folgendes: Von 115,5 Punkten im Monatsdurchschnitt des Jahres 1932 stieg der Index dieser Kosten auf 120,4 Punkte im Jahre 1935. Es handelt sich dabei also um eine nur geringfügige prozentuale Erhöhung.

Eine andere Entwicklung aber nahm die Preis­bewegung für Nahrungmittel in den meisten anderen Ländern. So stiegen z. B. in Däne- markt die Ernährungskosten um 22,1 v. H.; in Schweden um 10,9 v. H.; in Großbritannien um 14,9 v. H.; in Kanada um 22,0 v. H.; in Ungarn um 15,8 v. H.; in Belgien um 22,6 v. H.; ja, in den Vereinigten Staaten von Amerika ergab sich sogar eine Steigerung von fast 41,0 v. H. Damit ist die Liste der Staaten, die eine wesentliche Er­höhung der Ernährungskosten tragen mußten, aber noch lange nicht erschöpft. Die Union der Sowjet- Republiken kann man in diesem Zusammen­hang als Beispiel überhaupt schon nicht mehr her­anziehen. Die Lebenshaltung der sowjetrussischen Bauern und Arbeiter hat einen Tiefstand erreicht,

2er Meer-ab uns Mbett unO klM!

Unser Sank ist

Hier Dein Kreuz

unsere Stimme

Oer Dank des Vaterlandes kein leeres Versprechen.

Die Landesverteidigung ist eine Ehrenpflicht des deutschen Mannes! Und deshalb müssen die deut, schen Männer, die Blut und Gesundheit, die Witwey und Waisen, die Gatten und Väter der deutschen Nation geopfert haben, besondere Achtung und Eh. rung genießen!" In diesem Satz nationalsozialisti. schen Wehrwillens liegt das Programm der Na. tionalsozialistischen Krieasopferversorgung befchlos. sen. Es liegt m ihm eine Absage an alle jene würdelosen Kreise, die den zerschossenen und zer. schundenen Frontkämpfer des Weltkrieges nach 1918 weder achteten noch ehrten, eine Absage an das Jahr des Versorgungsabbaues, eine Absage an die Jahre der Entrechtung der deutschen Frontsoldaten und Kriegsopfer. Gleich nach der Machtergreifung bewirkte die Nationalsozialistische Kriegsopfero«. sorgung im ganzen Reich eine Z u s a m m e n f a s. jung der Verbände und Verband chen, Die nach ihrer Weise und nach ihrem Parteipro­gramm die Interessen der Kriegsopfer wahrneh. men wollten. In unserem Gau waren es nicht we­niger als 30 Organisationen, die um der Einheit willen verschwinden mußten.

Zahlreich waren die Aufgaben, die die National, sozialistische Kriegsopferversorgung zu lösen hatte. Es galt einer weiteren Verelendung der Frontsol. baten und Kriegsopfer ein Ende zu machen. Dir so notwendig gewordenen Verbesserungen wurden schon am 20. Februar 1933 Wirklichkeit: über 30 Millionen Mark Mehrleistungen^ der Reichsversorgung waren als er st er großer Erfolg zu buchen. Die Ermäßigung der Krankenscheingebühr, weitere Mehrleistungen in der Reichsversorgung, Gewährung von laufenden Un­terstützungen für Kriegereltern, der Erlaß zur Be> seiügung von "Härten bei der Zusatzrente, Gewäh­rung von Unterstützungen an Kriegsbeschädigte zur Abwendung der Zwangsversteigerungen und zahl, reiche andere Maßnahmen zur Linderung der so. zialen Not folgten. , ,

Im Jahre 1934 trat ein neuer Abschnitt in der Versorgung der Frontsoldaten und Kriegsopfer ein. Das Gesetz über Aenderungen in _ der Reichsver- sorgung brachte u. a. die Einführung der Frontzulage, die Erhöhung der Wit« roenrente von 50 auf 60 v.H. und damit der Wegfall des Zwanges für Witwen, einem Er­werb nachzugehen, brachte ferner den Einbau der Zusatzrente in die Elternrent:e und besondere fürsorgerische Betreuung der Kriegs- blinden und Hirnverletzten.

Neben diesen versorgungs- und fürsorgerechtlichen Maßnahmen der Reichsregierung liefen die Bestre> bungen der NSKOV., in Verbindung mit den Für- sorgestellen und Arbeitsämtern die Kriegsopfer In geeigneten Arbeitsstellen unterzn« bringen. Im Gau Hessen-Nassau wurden seit der Machtübernahme untergebracht:

Schwerkriegsbeschädigte 2186 Leichtbeschädigte 4782

Hinterbliebene 925

Wie im ganzen Reich, so hat die NSKOV. aurh in unserem Gau im Einvernehmen mit dem @au- Heimstättenamt der NSDAP, dafür gesorgt, daß die Frontkämpfer, die ihre Heimat so treu beschütz­ten, ein Stückchen Boden und ein be­scheidenes Wohnhaus ihr eigen nen­nen können. Allerdings unterscheidet sich die 2Iirp fassung der NS.-Kriegsopferversorgung grundsätz- sich von der vergangener Jahre: nicht die (Fros­tung von Wohnblöcken ober unzweckmäßigen Wohn­häusern, die nur allzu häufig die Wirtschastskrait der durch Rentenabfindung geschwächten Front­soldaten minderte, war Endziel. Es wurde vielmehr vor allem dem Wohnungsbedürfnis des Deutschen und der wirtschaftlichen Sicherstellung und der Ver­mehrung des deutschen Bodenertrags Rechnung ge­tragen. Ausschlaggebend aber für den Erfolg der Siedlungen war die Auswahl der geeigne­ten Siedlerfamilie. Unter diesem Gesichts­punkt vollzog sich die Siedlungsarbeit der NSKOV. im Gau Hessen-Nassau:

Fertiggestellt und bezogen wurden in:

Darmstadt 65 Häuser

Worms 34

Mainz 50

Wir und unser Führer.

Von Siaaisschauspieler Friedrich Kayhler.

Ist es nicht das Kennzeichen aller wichtigen Ent­schlüsse, die der Führer gefaßt und zur Ausfüh­rung gebracht hat, daß jedesmal unmittelbar, ohne Umweg über Verstand und Uederlegung, so­fort unser Herz dazu ja sagen muß? Es ist gar keine Zeit dazu, erst Verstand und Uederlegung in uns in Bewegung zu setzen, mit so unbedingter Zu­stimmung steht unser Gefühl in demselben Augen­blick schon da, wo ein solcher Entschluß uns be­kannt wird.

Es waltet ein tiefes Geheimnis in der Unmittel­barkeit dieses Vorgangs, aber wie alle unendlich tiefen Geheimnisse ist es unendlich einfach zu er­klären: Unser Gefühl ist deshalb so augenblicklich mit seinem Ja zur Stelle, weil es jedem von uns ist, als sei ein solcher Entschluß nichts als der zur Frucht gereifte Augenblick dessen, was wir selber alle die ganze Zeit her bis zu diesem Augenblick bewußt ober unbewußt im Keim gebucht unb ge­fühlt haben, es ist, als sei ber Entschluß aus uns allen zugleich gestiegen. Das ist bas liefe Geheimnis ber inneren Einheit, dem ber Füh­rer zuweilen mit Stolz erschütternb fühlbaren Aus- bruck gibt, bas Geheimnis des wahrhaft natürlichen Zusammengewachsenseins von Führer unb Volk, bas nicht nur allen äußerlich sichtbar, fonbern jebem im Innersten von Seele unb Geist her fühlbar ge­worden ist.

Und warum steht jeder, vom klügsten Kopf bis zum primitivsten Verstand, sofort mit seinem gan­zen Menschen hinter diesen Entschlüssen? Weil sie niemals kompliziert, sondern in jeder Frage von hundert Lösungsmöglichkeiten immer die ein­fachste Lösung sind. An Bedeutung mögen die Entschlüsse miteinander wetteifern, in ihrer selbst­verständlichen Einfachheit sind sie einander alle gleich.

Es ist ein ergreifendes Glücksbewußtsein für jeden fühlenden Menschen dieser Zeit, zu spüren, wie sich von Tag zu Tag der BegriffFührer" mit neuem unzerstörbarem Inhalt füllt, wie aus ur­sprünglicher Frage allmähliches Verstehen, aus Ver­stehen Bewunderung, aus Bewunderung Liebe ge­wachsen ist. Beifallsstürme sind ein überwälti- gendrr Beweis, aber noch überwältigender ist die

stumme Erschütterung, mit der der ein­zelne in der Stille für sich dankbar das Dasein und den Glauben des Mannes erlebt, den uns die Vor­sehung geschenkt hat.

Dichtung und Ration.

Besinnung, Umwertung, Neuordnung.

Wenn unter den vielen Stimmen, die in den hinter uns liegenden Tagen und Wochen zur Be­sinnung mahnten auf alles, was in den letzten drei Jahren unter nationalsozialistischer Führung in Deutschland geleistet und geschaffen wurde, in großer Zahl auch die Stimmen der deutschen Künstler, ins­besondere unserer Dichter laut geworden sind, zur Einsicht, Einigkeit unb entschlossenem Bekenntnis vor aller Welt aufgerufen haben, so ist bas wohl ein Beweis bafür, wie grundlegend und einschnei­dend die Umwälzung und Neuordnung auf allen Lebensgebieten in Deutschland seit der Machtergrei­fung auch auf geistigem Gebiet sich vollzogen hat. Auch in der Kunst, auch in unserer Dichtung, die seit Jahrhunderten unser Stolz unter den Völ­kern der Erde gewesen ist, sind die neuen Gesetze aus dem Geiste und Willen unserer Zeit errichtet worden, sind neue Wege eingeschlagen und neue Formen gefunden worden. Die Dichtung in Deutsch­land, ganz allgemein gesprochen, ist zunächst einmal aus ihrer Abseitigkeit und ihrer Sonderstellung er­löst und zu einer Sache des Staates wie zu einer Angelegenheit der gesamten Nation erhoben worden. Des Staates: indem ber Staat bie äußeren Formen unb Organisationen schuf, welche bie Dichtkunst ein» bezog in ben gesamten Neuaufbau unseres völkischen unb staatlichen Lebens, inbem man ihr, weithin sichtbar unb vernehmbar, bie Stelle zuwies, bie ihr zukommt als einem unveräußerlichen unb unver­gänglichen Beftanbteil unseres inneren Lebens: bes Kolkes: inbem bas Volk und die Dichtung in die ihnen gemäße unb natürliche Wechselbeziehung ge­bracht würben. Das heißt: alle echte unb große Kunst entspringt unb wurzelt mit ihren besten Kräften unb ihren unversieglichen Quellen im Volke: nur aus bem Volke heraus kann große unb bleibenbe Dichtung zum Leben aebeihen. Daraus ergibt sich roteberinn: auch bas Volk hat eine unabbingbare Verpflichtung bem geistigen Leden ber Nation, feiner -L Jemrer ®id)tun9 unb seinen Dichtern gegen­über. Es soll bewußt unb stolz unb aus innerer Notwendigkeit daran teilhaben unb baran teilneh­men; es soll wissen, baß alles, was heule in Deutsch- lanb auf geistigem unb künstlerischem Gebiete ge­

schaffen wirb, eine Verpflichtung für jeben einzel­nen bedeutet, daß es dazu beiträgt und dazu an­getan ist, unser Ansehen und unsere Würde in ber Well zu wahren und zu stärken.

Im gleichen Maße haben wir uns darauf besin­nen gelernt, welch ein Vermächtnis uns mit dem geistigen Erbe unserer Väter und unserer Vor­väter verliehen wurde, was wir zu bewahren, zu verwalten und als köstlichen Besitz uns zu eigen zu machen haben.

Aus solcher Gesinnung erwuchs ein neues, geistig gerichtetes Nationalbewußtsein, welches sich auf ge­meinsamen Besitz unb gemeinsames Erlebnis grun- bet; bas ist ber Sinn einer neuen Gemeinschaft im Theater, beim Festspiel, beim Vortragsabenb, im Film unb in ber Ausstellung, zu empfinben: bies ist unser aller Besitz, ist unsere Leistung unb unser Erlebnis, ein Stück Deutschland in jedem Wort, in jedem Vers, in jeder Szene, in jeder Melodie, jeder Plastik und Architektur.

Denen das Wort verliehen ist unter uns, das be­seelte, durchgeistigte, das glühende unb erhebenbe, Das helbische unb bas gläubige Wort, sie haben ge­lernt, baß sie nicht einsam stehen unb abseits, un- gehört ober belächelt, fonbern baß ihre Stimme gleichsam getragen unb verstärkt wirb von vielen, von unzähligen Stimmen, baß sie berufen unb aus- ersehen sind, dem Ausdruck und Gestalt zu ver­leihen, was ungeformt und unausgesprochen, aber gefühlt, gedacht unb erlebt würbe von Unzähligen, Namenlosen gleichen Wesens unb gleichen Blutes, baß sie Stimme unb Sprachrohr ihrer Nation ge­worden sind; unb daß diese Stimme darum Wider­hall und Echo findet in unzähligen Herzen, die bereit und begierig sind, angeredet und erfüllt, begeistert unb verzaubert zu werben vom bichterischen Wort.

Wir haben uns besonnen in biesen brei letzten Jahren roieber auf bie großen, bie ewigen Werte unb Kräfte, auf bie uralten unb unverlierbaren In­halte aller Dichtung: auf bie Stimme bes Schicksals, auf eine tausenbjährige Vergangenheit, auf Ruhm unb Glanz unb Würbe bes beutschen Namens in ber Welt, auf bie unsterblichen Gestalten berer, bie unser Lanb groß gemacht Haden unter ben Völkern, bie seine Geschichte unb sein Schicksal bestimmt unb ge­formt haben. Solche Besinnung führte nicht nur zur Wieberentbeckung unb Wiebererweckung geistigen Besitzes, ben wir schon verloren, veraltet ober ver­gessen glaubten, fonbern hat auch bie Wege gewie­sen zu neuen Formen, in benen Gestaltung unb Er­lebnis unserer Zeit ben ihr gemäßen, sinnvollen Aus» bruck fanb. Schon beginnt in ben Stimmen ber jungen Generation, bie heute am Werke ist unb bie Flügel regt, sich bas Gesicht bieser Zeit auszuprägen.

Wir lesen unb vernehmen ihre Gebichte, ihre Spiest ihre Chöre unb empfinben, wie in ihnen nicht nur ein Einzelner zu Worte kommt, fonbern wie dessen Wort und Stimme gleichsam durchdrungen, erfüllt und getragen ist von Der Stimme ber ganzen Nation, wie ber Eine chorisck gesteigert und über sich hinaus- gehoben wirb vom Atem unb Rhythmus, vom Geis! unb Willen ber Gemeinschaft, in welcher er steht, unb zu welcher er spricht. Die Nation als Uraruni unb Nährboben, als Kraftquelle unb unerschöpflicher Inhalt dichterischer Gestaltung: das ist der tiefere Sinn einer inneren Neuordnung, wie wir sie hun­dertfältig erlebt haben in den letzten drei Jahren, hth.

Zum 29. März.

Von Werner Beumelburg.

NSK.Im August 1914 marschierten mir übet den Rhein in dem Glauben und in der heiligen Ueberzeugung, unser deutsches Vaterland zu ver­teidigen. Im November 1918 kehrten wir über den Strom zurück, nachdem wir zwei Millionen unserer Kameraden drüben gelassen. Wir kamen in ein Vaterland ber Schmach unb ber Erniebrigung, Spielball ber Zerrissenheit unb ber Feigheit.

Nach kurzer Betäubung begannen mir zu begrei­fen, baß Gott einem Volke Prüfungen auferlegt um e 5 z u s l ch selb st zurückzuführen, stör' ker als vorher, inniger feinem Schicksal verhaftet Wir erkannten bie tiefe Bebeulung bes Opfers für bie Gemeinschaft unb formten aus dieser Erkennt' nis das neue Gesetz.

Zweiundzwanzig Jahre nach unserem Zug übet ben Rhein, achtzehn Jahre nach unserer Rückkeht in bie Heimat, sind abermals beutsche Bataillon- über ben Strom marschiert, Abgesanbte d e t Freiheit, einer neuen Generation zugehörig, di- berufen würbe, ben Bogen unseres Schicksals z» vollenden unb bie Ehre des Dalerlanbes miedet herzustellen.

In Zucht unb Orbnuna. in unverbrüchlicher reitschaft, ben letzten Sinn unserer Dp f burch ben enblichen Frieben Europa* z u verwirklichen, in Ehre unb Entschlossen­heit unb im ergriffenen Andenken an unsere lotefi reichen wir dem Manne bie Hand, der diesen Ta§ herbeigeführt.

So ist unser Gang zur Urne am 29. März kein« Wahl oder Abstimmung, sondern ein ernstes, feiet' liches unlösbares Bekenntnis der Treue, des Dankes, ber Hoffnung, ein Bekenntnis zu M Schicksal, bem wir bienen, unb zu dem MaiM dem dieses Schicksal anvertraut ist."