Einzelbild herunterladen

in diesem Sinne d i e

i t l e r s

den am Die

Deutsch-ungarische Freundschaft

Der Besuch des ungarischen Kultusministers in Berlin.

Berlin, 25. Mai. (DNB.) Auf einer Kund­gebung der NS.-Frauenschaft in der Deutschland­halle hielt der Stellvertreter des Füh­rers, Rudolf Heß, eine Rede, die er mit dem Bemerken einleitete, daß in Deutschland die ehren­volle Wertung der Frau als Mutter, als Kameradin des Mannes und als gleichwertiges Glied der Volksgemeinschaft selbstverständlich sei. Er setzte sich dann kurz mit den Ansichten auseinander, die im Ausland über die deutsche Frau vertreten würden und stellte den fremden Ansichten über die Frau von heute jenen Frauentyp gegenüber, den das neue Deutschland will.

Wir wünschen uns Frauen, in deren Leben und in deren Wirten frauliche Art erhalten bleibt Frauen, die wir zu lieben vermögen!" Wir gönnen der übrigen Welt den Idealtyp der Frau, den sie sich wünscht, aber die übrige Welt soll uns gefälligst die Frau gönnen, die uns am genehmsten ist. Nicht jenerGretchentyp", unter dem man sich im Auslande, ein etwas beschränktes, ja ungeistiges Wesen vorstellt, sondern eine Frau, die auch geistig befähigt ist, dem Manne in seinen Interessen, in seinem Lebenskampf verständnisvoll zur Seite zu stehen, die ihm das Leben schöner und inhaltsreicher werden läßt, ist das Frauenideal des deutschen Mannes von heute. Es ist eine Frau, die vor allem auch Mutter zu sein vermag."

Und es gehört wohl zum größten, was der Na­tionalsozialismus vollbrachte", so führte der Stell­vertreter des Führers weiter aus,daß er es er­möglichte, daß so viel mehr Frauen als ehedem heute in Deutschland Mütter sein können. Sie sind nicht nur Mütter, weil es etwa der Staat will, weil es die Männer wollen, sondern sie sind Mütter, weil sie s e l b st stolz darauf sind, ge­sunde Kinder zur Welt zu bringen, sie für die Na­tion au erziehen und so bewußt zu wirken für die Erhaltung des Lebens ihres Voltes.

Wir wissen, daß noch immer nicht alle dieses Glückes teilhaftig werden können. Und wir denken nicht daran, diesen nun das Los zu bereiten, das früher in der sogenannten guten alten Zeit ein Mädchen traf, welches ohne Mann blieb und irgend­wo ohne Beruf versauern mußte. Sie können selbstverständlich wie bisher allen nur erdenklichen Berufen nachgehen, können zu diesem Zweck eine entsprechende Ausbildung genießen. Sie können auch auf Universitäten gegen und sich dort auf Be­rufe vorbereiten, die ein wissenschaftliches Studium

Dank des Reichsbauernführers.

Frankfurt a. M., 25. Mai. Reichsminister und Reichsbauernführer R. Walther Darr 6 hat beim Verlassen Frankfurts an Gauleiter S p r e n - g c r folgendes Telegramm gesandt:Es ist mir aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen beim Verlassen Ihres Gaues meinen herzlichsten Dank auszusprechen für die tatkräftige Förderung, die Sie dem Reichsnährstand bei der Durchführung sei­ner gewaltigen Schau gewährt haben. Ich danke weiter für die herzliche Gastfreundschaft, die die Mitglieder des Deutschen Reichsbauern- r a t e s in Ihrem Gau genießen durften. Ich weiß, daß nur durch die Unterstützung der Partei, die Sie

marken in Höhe eines Teilbetrages des Lohnes in Urlaubskarten eingeklebt werden. Die Reichs­post verkauft die Urlaubskarten und Urlaubsmarken. Sie zahlt auch bas Urlaubsgeld aus, wenn der Be- schäftigte Anspruch auf Urlaub nach den Bestim­mungen der Tarifordnung erworben hat.

Die Einführung des Urlaubsmarkensystems sichert jedem im Baugewerbe Beschäftigten einen Urlaub, sobald er eine bestimmte Zeit in einem oder in mehreren Betrieben zurückaelegt hat. Sie bedeutet also eine lückenlose Verwirklichung des Rechtes auf Urlaub. Eine Tarifordnung wird die Einzelheiten des Urlaubsmarkensystems regeln. Bei der Durch­führung sind allerdings noch sehr erhebliche Schwie­rigkeiten verwaltungstechnischer Art zu überwinden. Daher muh die Einführung zunächst nur als ein Versuch gewertet werden, zu dem lediglich die Eigen­art des Baugewerbes Anlaß gibt.

betont und gewaltige Perspektiven für die Entwick­lung der deutschen Kultur eröffnet. In der festen Ueberzeugung, daß Herr Reichsminister Rust der berufene Förderer dieser Entwicklung des natio­nalen Aufstiegs ist, mit den herzlichen, warmen und innerlichen Gefühlen, die der Besuch in Ungarn und der Empfang hier in meinem Innersten er­weckt haben, erhebe ich mein Glas auf den Herrn Reichsminister R u st, auf die deutsche Kultur, aus die große deutsche Nation und auf ihren erlauchten Führer und Reichskanzler Adolf Hitler! Sie leben hoch!

Das Veispiel Adolf Hitlers.

B u d a p e st, 25. Mai. (DNB.) Auf einer von dem größten ungarischen Studentenverband, dem Turul", einberufenen Massenversammlung in Szegedin hielten die nationalen Reichstaasabgeord­neten Stefan M i l o t a y , George Olay und Dr. Franz R a j n i ß Ansprachen. Milotay, Hauptschrift­leiter des nationalvölkischenUj Magyarsag", er­klärte, wenn behauptet werde, daß das nationale Ungarn für den Ausbau der Nation das Bei­spiel Adols Hitlers gewählt habe, so könne nur festgestellt werden, daß jene Gedanken, Schöv- fungen und Einrichtungen oes heutigen Deutschlands übernommen werben müßten, die der Wieder- aufrichtung des nationalen und christ­lich eingestellten Ungarns dienen. Die Aufgabe sei nicht Nachahmung Deutschlands, son­dern Anpassung der in Deutschland verwirk­lichten Ideen auf Ungarn. Das nationale Ungarn fordere das elementare Recht des Un- garntums zum Leben und wolle dadurch der Nation eine neue Zukunft sichern. Wenn man dies eine Politik Adolf Hitlers oder einen ungarischen Nationalsozialismus nennen wolle, so sei zweifellos

Ganzen zu gelangen. Die Frau könnte sich ihr Recht nur aus Grund der aus ihrer eigenen Art gewach­senen Persönlichkeit und Leistung erobern. Die na- tionalsozialistische Frau hätte sich das Motto ge­stellt: Nicht Kampf gegen den Mann, sondern Auf- bau zusammen mit dem Mann. Die Frau hätte sich wieder in die Gesetze des Lebens hinein» aestellt und unter diesen Gesetzen stehe auch die Zu­sammenfassung der gesamten Frauenarbeit in Deutschland.

Eingehend schilderte Frau Scholz-Klink das Wir­ken der Frauenämter der deutschen Ar­beitsfront. Ucberall stehen die Frauen neben den schaffenden Männern als Beraterinnen. 136 na­tionalsozialistische Mütterschulen seien in anderthalb Jahren errichtet worden. Der Frauenarbeitsdienst habe die einzige Aufgabe, Dienstderdeutschen Jugend an der Überla st eten deutschen Mutter zu sein. Aus der NS-Frauenschast würden die Führerinnen hinausgenommen und in das deutsche Frauenwerk hineingeschickt, um das ganze deutsche Frauenwerk nationalsozialistisch zu gestalten. Das deutsche Frauenwerk werde in den nächsten Monaten und Jahren die Arbeitsgrundlage für die gesamte deutsche Frauenarbeit abgeben. Die Zeit sei hoffentlich nicht fern, wo der Name deut­sches Frauenwerk umgewandelt werden könne in den EhrbegriffN a t i o n a l s o z i a l ist i s ch e s Frauenwerk". Jede deutsche Frau, die irgend­wie tätig sein wolle, werde gern ausgenommen als Einzelmitglied im deutschen Frauenwerk.

Die Reichsfrauenführerin gab dann ein ausführ­liches Bild von der Arbeit der verschiedenen Gebiete der NS-Frauenschaft. Wenn die deutsche Frau, so erklärte sie zum Schluß, ins Haus gehörte, so wäre sie auch Betriebsführerin im Hause. Die deutschen Frauen bildeten eine Kame­radschaft untereinander, die ihresgleichen in der Welt suche. Sie seien die besten Gefährten und sie glaub­ten an die mächtige Kraft und den ewigen Bestand des deutschen Volkes.

Das Siegheil, das Rudolf Heß am Schluß der Veranstaltung auf den Führer als den Befreier des Vaterlandes und der Muttererde ausbrachte, fand bei den 20000 Zuhörerinnen begeisterten Widerhall, Die Lieder der Nation und der Fahnenaufmarsch unter den Klängen des traditionellen Berliner KampfliedesDurch Groß-Berlin marschieren wir", beendeten die machtvolle Kundgebung der Berliner Frauen.

Das Ideal der deutschen Krau.

DerGtettvertreterdesKührersaufderKundgebungderTrS.-KrauenschastinderOeuischlandhatte

verlassen Braunschweig als ein Korps Pflichterfüllung und der Härte. Von dieser historischen Stätte aus arüßen wir noch ein­mal aus ganzem Herzen in Liebe und Verehrung unseren Führer und mit ihm Deutschland und die Zukunft? Drei brausende Heilrufe leiteten über zum Lied Der Jugend, in das die Kundgebung aus­klang.

Den Ausklang des Reichsjugendführerlagers der HI. bildete eine Kundgebung auf dem Platz der SS. Die rund 900 Bann- und Jungbannführer aus dem Reich traten zusammen mit ihren Kameraden aus der braunschweigischen HI. und dem Jungvolk zu einem letzten Appell vor dem Stabsführer an. Den großen Platz umsäumten Fackelträger der Marine-HI. Dor der SS.-Führerschule hatten die jungen Fahnenträger Aufstellung genommen. Stabs- führer Hartmann-Lauterbacher erinnerte noch einmal daran, daß eine Woche harter, aber auch schöner Arbeit vorüber sei. Die Iugendsührer des Reiches hätten das Rüstzeug für die Lösung der ihrer harrenden großen Aufgaben erhalten.Auf unseren Schultern", so rief er,liegt die Verant­wortung für die Erziehung und Schulung der deut­schen Jugend, die den Namen des Führers trägt. Die Jungen von heute werden das Deutschland von morgen sein. Das verpflichtet uns zu einer eiser­nen Härte und Rücksichtslosigkeit ge­genüber uns selb st. Es verpflichtet uns, i m - mer nur zu dienen und zu opfern. Wir ...... der

zur Voraussetzung haben, vor allem für Berufe, die besser durch Frauen als durch Männer aus- geübt werden."

Rudolf Heß dachte dann in Worten des Dankes aller arbeitenden Frauen für ihre täg­liche Leistung für Deutschland.Nicht zuletzt gilt der Dank den deutschen Frauen im Aus­lande, die über die Jahre der Schmach und Er­niedrigung hinweg ungebrochen durch wirtschaft­lichen Boykott und persönliche Anfeindungen ihr Deutschtum sich bewahrt und ihren Kindern in die Herzen gepflanzt haben, und die heute draußen das neue Deutschland und die Frau dieses neuen Deutschlands vor einer noch vielfach feindlichen Umwelt repräsentieren. Sie sind es in erster Linie, die der deutschen Heimat die in der Fremde gebore­nen Söhne und Töchter erhalten!"

Ich bin gekommen", sagte Rudolf Heß weiter, um Daran zu erinnern, daß der Führer anerken­nend festgestellt hat, daß in den Zeiten, da es der Bewegung schlecht ging, die Frauen zu den treue st en Anhängern der Bewegung gehörten. So wie die instinktioe Treue der Frauen in erster Linie rnithals, eine große ge­schichtliche Epoche für Deutschland einzuleiten, so bleibt ihr Treuegefühl immer ein entschei­dender Faktor im Leben Deutschlands!"

Oie Neichsfrauenführenn Frau Scholz-Klink

auch die Politik Ungarns. Die Versamm­lung brach hierbei in stürmische Rufe auf den Füh­rer Deutschlands und in Beifallsstürme aus. In scharfen Worten verwahrte sich der Reichstagsabge­ordnete Milotay dann gegen die Vorherrschaft Der Juden auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Die überwiegende Mehrheit des ungarifchen Volkes dürfe nicht den Interessen einer Minderheit ausge­liefert sein. Das nationale, christliche Ungarn habe das Recht, seinen Willen zur Geltung zu bringen; wenn es fein müse, werde es diesen der jüdischen Minderheit mit Gewalt aufzwingen.

Gemeindewahlen im Memelgebiet.

Memel, 25. Mai. (DNB.) Im Memelgebiet wurden am Montag die Wahlen für die memellän- dischen Gemeindevertretungen durchgeführt. Der Wahltag verlief überall ruhig. Die Wahlbetei­lt g u ng betrug schätzungsweise 85 bis 87 Pro­zent. Die Auszählung der Stimmen beginnt erst am Dienstag. Im Memelgebiet sieht man dem Er- gebnis mit besonderer Spannung entgegen, weil

Oer Weg des HI-Führers.

Braunschweig, 25. Mai. (DNB.) Stabs­führer Hartmann-Lauterbacher sprach im Reichsführerlager der HI. über die Richtlinien der Führerauslese in Der HI. und Den Weg des HI.-Führers.

Die Auslese der HI.-Führerschaft, so jagte er u. a., müsse von unten in den kleinsten und jüngsten Einheiten der HI. und des Jungvolks be­ginnen; man Dürfe jedoch nicht in z u jungen Jahren schon zu große Aufgaben geben. Es komme nicht Darauf an, dem Zehnjährigen ungeheures Wissen einzupumpen und ihm die geistigen Grundlagen des Nationalsozialismus zu vermitteln, sondern Darauf, ihm Haltung, Zucht und die Gesetze der Ehre zu geben. Zum Führertum in der HI. gehöre nicht nur das Mar­schieren und die Schulung, sondern das Erler­nen irgendeines Berufes.Wenn wir als Hitlerjugend von unseren 14jährigen Jungen ver­langen, daß sie einen Beruf erlernen, so hat das nicht bloß den Zweck, daß sie später im Arbeits­prozeß stehen. Nur der Hitlerjunge, Der einmal schwere Arbeit mitgemacht hat und nicht nur im politischen Kampf, sondern auch Darüber hinaus in Der täglichen Arbeit Das Le­ben kennengelernt hat, wirb später einmal in ganz anderer Weise auch seine Führeraufgabe verstehen. Der Junge, der bereits mit 14 Jahren als großer Herr ins Leben tritt, ist später gar nicht imstande, HJ.-Führer zu werden. Er kann nicht Die Probleme verstehen, die täglich seine Kameraden an ihn herantragen." Die Akademien für Jugendführung, die in Braunschweig und München errichtet wurden, haben nicht die Aufgabe, Nationalsozialisten zu erziehen, sondern bereits be­währte Führer durch die weitere Schulung in den Stand zu setzen, in der Partei und im Staat ihren Mann zu stehen.

mir restlos zuteil werden ließ und durch Ihr per­sönliches Interesse dieses gewaltige Ergebnis auf der Reichsnährstandsschau erzielt werden konnte.

ssrlaubskarten und Urlaubsmarken im Baugewerbe.

Berlin, 25. Mai. (DNB.) Der Reichsarbeits­minister hat eine Verordnung erlassen, die eine be­deutsame Fortentwicklung des Urlaubsrechtes in Gewerbezweigen darstellt, in denen ein berufs- üblicher häufiger Wechsel des Arbeits­platzes den Erwerb des Anspruches auf Urlaub gefährdet. Die Verordnung gibt dem Treuhänder der Arbeit die Möglichkeit, im Baugewerbe und in Bau-Nebengewerben durch Tarifordnung zu bestimmen, daß von den Unter­nehmern in bestimmten Zeitabschnitten Urlaubs-

Berlin, 25. Mai. (DNB.) Reichsminister Rust hatte am Montag den königlich-ungarischen Kultus­minister Dr. H o m a n und die übrigen Herren der Abordnung sowie die ungarische Gesandtschaft zu einem Frühstück im Hotel Adlon eingeladen. Unter den Gästen sah man u. a. die Reichsleiter Rosen­berg und Himmler, sowie führende Persönlich­keiten der deutschen Wissenschaft, Kunst und Litera­tur. Im Verlauf des Frühstücks führte Reichsmini­ster R u st u. a. folgendes aus: Das junge Deutsch­land ist durchdrungen von der Ueberzeugung, daß jeder kulturelle Aufbau eines Volkes auf schlechten Fundamenten steht, wenn nicht die einfachsten aber wichtigsten Tugenden ihn tragen; die Bereitschaft zu jedem Opfer für die Freiheitund die na­tionale Ehre. Nationen, die wahrhaft so gewillt sind, verstehen sich leicht, weil sie am anderen achten, was sie selbst als Voraussetzung ihrer eigenen fitt- lichen und geistigen Existenz empfinden und heilig halten. Kulturelle Verbindungen, Die aus solcher Wurzel wachsen, scheinen mir dauerhafter als poli­tische Zweckgründungen und streben ihrer Natur nach zu den Segnungen eines echten Dölkerfriedens. Ich habe in Ungarn gesehen, daß das gemeinsame schwere Schicksal, das unseren Völkern nach Jahren tapferen Kampfes für Leben und Freiheit auferleat wurde, Die gleichen läuternden Wirkungen gehabt hat. Der Minister schloß seinen Trinkspruch mit einemHoch" auf den Gast, das Königreich Ungarn und Den Reichsverweser.

Kultusminister Dr. H o m a n antwortete u. a. folgendes: Weil geistige Kräfte die Geschichte for­men, ist ein beständig gutes Zusammenwirken der Völker nur dann möglich, wenn dieses Zusammen­wirken durch die innere Verwandtschaft Der Seelen unD Durch Die Gemeinschaft bedeutender Kulturgüter gewährleistet wird. Der geistige Verkehr zwischen Rationen wird sich nur Dann als fruchtbar erwei­sen, wenn er vom Geist Der Gegenseitigkeit und Gleichberechtigung, Des Vertrauens und Des 23er- stehenwollens, der Ehre und Der Treue getragen wird. Dies bestärkt mich in meiner Anschauung, daß die Anregung des Fremden nur bann zuträg­lich scheint, wenn dadurch Der eigentümliche Kern, Der stammechte Wert Der nationalen Kultur nicht überfremdet. Die geistige Unabhängigkeit und Ur­wüchsigkeit nicht gefährdet werden. Wir Ungarn haben bei* großen deutschen Nation, bie im Laufe Der Geschichte uns so oft Freunbschaft erwiesen hat, auf geistigem Gebiet viel zu banken. Deutsche Mei­ster haben seit Iahrhunberten unsere Schüler er­zogen für Literatur unb Kunst, Wissenschaft unb Wirtschaft, Jnbustrie unb Technik; Schüler, Die im­mer in vorderster Reihe für bie Entwicklung un­serer nationalen Kultur gekämpft haben. Geistige Strömungen fanben oft aus Deutschlanb ben Weg zu uns unb befruchteten den ungarischen Geist, ohne seine eigenartige nationale Prägung zu gefährden. Deshalb begrüßen wir Ungarn besonders freudig jede Kraft, die das stolze Vorrecht der Ehre und Treue, den nationalen Gehalt und die volkhafte Art

hatte vorher in mehr als einstündiger Rede Willen der deutschen Frau zur Mitgestaltung Reiche Adolf Hitlers zum Ausdruck gebracht, nationalsozialistische Frauenschaft, das deutsche Frauenwerk, das Frauenamt der Deutschen Ar­beitsfront, der deutsche Frauenarbeitsdienst und der Bund deutscher Mädel hätten sich hier zum ersten­mal in der Geschichte der nationalsozialistischen Be­wegung zusammengefunden. Früher sei Das äußere Wahrzeichen für Die so viel gepriesene Wah­rung der Rechte der Frauen die Entsendung ber Frau ins Parlament gewesen. Heute aber wisse bie Deutsche Frau, baß ein Aufbau des beutschen Volkes nur möglich sei, wenn bie Frau sich ber Waffe bebiene, Die (i e s ich selbst geschmiedet hätte, wenn sie ihre Arbeit aus eigener schöpferischer Art heraus gestalte. Sie müsse die Arbeit des Mannes ergänzen, um zum vollendeten

Wie wird das Kabinett Blum aussehen?

Auch Frauen sollen bernsen werden.

Paris, 26. Mai. (DNB. Funkspruch.) Das Interesse an der voraussichtlichen Zusammensetzung der Regierung der Volksfront, die Leon Blum bilden wird, wächst von Tag zu Tag. Ob­wohl bie neue Kammer erst am 1. Juni Zusammen­tritt, werben in politischen und parlamentarischen Kreisen sowie in ben Zeitungen immer wieder Na­men genannt, Denen Das eine ober anDere 2Jlini= fterium sicher zufallen roerDe.Petit Parisien" glaubt, daß Leon Blum die Zahl der Minister ver­ringern werde. Dafür werde er den Ministerien Unterftaatsfefretäre beigeben. Außerdem soll er die Absicht haben, mehrere Frauen zur Mitarbeit in das Kabinett zu berufen. So nenne man in be­stimmten Kreisen u. a. den Namen von Frau Irene Ioliot - Curie, der Chemie-Nobelpreisträgerin von 1935.

Für die Besetzung des Außenministeriums setzt sich mehr und mehr der Name des derzeitigen Justizministers D e l b o s in den Vordergrund, aber nach wie vor scheint Paul-Boncour das Ministerium für sich zu beanspruchen und, wie der Jour" schreibt, die Mitarbeit seiner Partei, Der Sozialistisch-Republikanischen Vereinigung, an diese Bedingung zu knüpfen. Das Blatt hält es noch für möglich, Daß die Radikaliozialisten das Außenministerium für einen ihrer Abgeordneten fordern werden, und zwar nenne man den ehe­maligen Ministerpräsidenten Chautemps.

Oer Lleberfall auf Schloß Waxeuberg.

Eine Erklärung des Sicherheitsdirektors von Oberösterreich.

Wien, ?5. Mai. (DNB.) Der Sicherheitsdirek- tor von Oberösterreich, Graf Revertera, gab Pressevertretern eine Darstellung des Ueberfalles auf das Starhembergsche Schloß Waxenberg. Der lleberfall sei vom zweiten Zug der Feuer­weh r in Oberneukirchen, einer Ortschaft in nächster Nähe des Schlosses Waxenberg, durchgeführt wor­den. Der Kommandant der Feuerwehr von Oberneukirchen, der Oberlehrer Otto Mayr, wurde unter dem Verdacht der Mitwisserschaft verhaf­tet. Die Gerüchte, daß es sich bei dem Ueberfall um die Tat revoltierender Heimwehrleute gehandelt habe, habe offenbar auch von dieser Tat­sache ihren Ausgang genommen, zumal hier im Zentrum der Heimwehrbewegung Oesterreichs die wehrfähigen Männer meist zugleich bei der Heim­wehr, bei der Feuerwehr und bei den Schützenver­einen Mitglied feien.

Der Sicherheitsdirektor erklärte weiter, daß es sich bei dem 2. Zug der Feuerwehr in Oberneukirchen um einen getarnten SA-Sturm gehandelt habe. Diese Angabe, daß in unmittelbarster Nähe des Hauptsitzes Starhembergs, dort, wo auch in allen Ortschaten die Koyipanien des bekannten Starhem- dergschen Heimwehrregiments liegen, SA-Stürme aufgestellt werden konnten, wirkten außerordentlich überraschend. Eine amtliche Mitteilung darüber, ob etwa die Feuerwehrmänner von Oberneukirchen, die yach amtlicher Darstellung in Wahrheit SA- Leute gewesen sein sollen, auch der Heimwehr angehört haben, liegt nicht vor.

Graf Revertera schilderte dann die Einzelheiten des Ueberfalles. Danach habe die Sicherheitsbehörde schon vor drei Wochen von dem beabsichtig­ten Ueberfall Kenntnis erhalten und am kri­tischen Tage mit Maschinenpistolen ausgerüstete Gendarmerie In das Schloß Waxenberg gelegt. Kaum waren die Eindringlinge über eine Mauer geklettert und in das Schloß gelangt, als sie von den Gendarmen angerufen wurden. Um Den Rückzug Der Ueberraschten zu decken, gab nach Dar­stellung des Sicherheitsdirektors der Führer der Eindringlinge, H a l m d i e n st, Feuer, das von den Gendarmen erwidert wurde. Im Ganzen wurden in dieser Angelegenheit bisher 26Verhaftun- gen vorgenommen. Außer Dem genannten Otto Mayr wurde auch noch der Gemeindearzt von Oberneukirchen, Dr. Karl Klapper, verhaf­tet. Halmdienst ist flüchtig und konnte bisher noch nicht festgenommen werden.

In einer neuen amtlichen Erklärung wird zum ersten Male zugegeben, daß ein großer Teil der Beteiligten in Veziehung zum Heimatschuß gestanden hat. Diese Leute hatten der Heimweyr bis zum Jahre 1931 angehört und waren nach dem Mißlingen des Pfriemer-Putsches zur nationalsozialistischen Bewegung übergegangen. Ob sie, wie man aus guter Quelle hört, auch nach diesem Zeitpunkt bis jetzt im Mannschaftsstand der Heimwehren geführt wurden, wird nicht gesagt. Wie weiter verlautet, sollen sich unter den Teil­nehmern auch einige Personen aus ber Diener­schaft des Schlosses Waxenberg selbst befinden. Sie haben als die Ortskundigen die Männer über die Schloßmauer in das Schloß ge­führt. Durch andere Diener, die in die Sache eingeweiht waren, wurde die Gendarmerie vorzeitig von dem Plan benachrichtigt, was die rechtzeitige Gegenaktion ermöglichte.

England plant einnationales Verteidigungskorps".

London, 26. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die englische Regierung wird demnächst einnationales Derteioigungskorps" ins Leben rufen. Der Kriegs- Minister Duff Cooper hat in einem Schreiben an eine Frontkämpfer-Organisation mitgeteilt, daß die Regierung Pläne für die Schaffung einer sol­chen Organisation ausarbeite. Die Frontkämpfer würden auf diese Weise Gelegenheit erhalten, an der Verteidigung Englands teilzunehmen. Die neue Organisation wird Durch eine Erweiterung unb Umbildung des seit zwei Jahren bestehenden könig­lichen Berteidigunaskorps geschaffen werden. Diesem Korps war die Aufgabe übertragen, In Kriegs­zeiten sich an der Luftverteidigung unb an wichti­gen Dienstleistungen im Auslande zu beteiligen.

Goldene Krone und Schwert aus Abessinien verschoben?

London, 26. Mai. (DNB. Funkspr.) Wie aus Kairo gemeldet wird, haben die Zollbehörden i n Suez eine goldene Krone und ein mit Juwelen besetztes Schwert beschlagnahmt. Man glaubt, daß die Gegenstände dem Kronschatz des Negus angehoren und aus Abessinien ver­schleppt wurden. Ein Mann, der auf einem aus Ostafrika kommenden Schiff reifte, soll versucht haben, die Gegenstände durch den Zoll nach Aegyp­ten zu schmuggeln.