Aus -er Provinzialhauptstadt
8. Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
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Am 23. Juni waren es genau 17 Jahre, daß Sol« baten und Studenten die nach den Bestimmungen des Versailler Diktats an Frankreich abzuliefernden eroberten Fahnen aus den Kriegen 1813 und 1870/71 aus dem Zeughaus holten und unter Absingung des Deutschlandliedes vor dem Denkmal Friedrichs des Großen verbrannten. Aus Anlaß des Jahrestages dieser Tat empfing Reichsminister Dr. Goebbels die Beteiligten. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)
ist nun eia flotter Kaufmannslehrling. Sein Lehrherr lobt ihn. Mit riecht, denn Zritz ist gescheiter weiß, daß man gute Dinge an der Marke erkennt, z. 8. die bewährten Or. Oetker- Erzeugnisse an dem bekann» ten „Hellen Kopf". Oie oer» kauft er besonders gern.
Achtung - ausfchneiden! preisaufgabel
Ausfall
der Berufsberatungs - Sprechstunden.
In den Kreisstädten Oberhessens fallen die Be- rufsberatungs-Sprechstunden während der Monate Juli und August aus.
Hilfe, denn all die geldlichen Opfer, die der Versuch die ganzen Jahre über forderte, hat in uneigennütziger Weise und aus reinstem Idealismus an der Sache Graf Solms selbst aus eigener Tasche gebracht.
Nachdem aber der Herr Gaujägermeister uns seines Interesses an der guten Sache hat versichern lassen und auch der Doaelschutzverein für Hessen auf seiner vorjährigen Jahreshauptversammlung im Anschluß an meinen Uhuvortrag uns seine Beihilfe
zwei interessante Filmstreifen: „Das deutsche Dorf in der deutschen Landschaft", „Eisenach und die Wartburg.
Eine im Frühjahr von mir veranlaßte Umfrage bei den oberhessischen Forstämtern brachte positive Ergebnisse. In zwei den Graf-Solms- Laubachschen Waldungen benachbarten Forst- amtsbezirken wurde nicht nur der Valzruf des Uhus vernommen, sondern auch der Vogel selbst gesehen.
Es besteht die berechtigte Hoffnung, daß die Bestrebungen, den Uhu in den oberhessischen Wäldern wieder heimisch zu machen, gelungen sind. Auch in diesem Frühjahr sollen eingehende Beobachtungen angestellt werden. Ich darf mir vorbehalten, zu gegebener Zeit hierüber entsprechende Mitteilung zu machen ..." Soweit der Regierungsbericht.
Aber auch im Frühjahr 1936 war das Männchen in der Voliere offenbar noch nicht balzlustig. Dagegen hatten wir die Freude, diesmal aus allen möglichen Gegenden des Vogelsberges von Uhu-, beobachtungen zu hören.
Als die diesjährige Balz im Vorfrühling begann bot sich tagelang an der Voliere ein interessantes Schauspiel: Eines der früher freigelassenen Männchen kam Tag für Tag und Nacht für Nacht zum Großkäfig geflogen, rief unaufhörlich und ließ sich selbst durch die Beobachter, die sich immer über den Weitergang der Dinge auf dem Laufenden halten wollten, nicht vertreiben. Es war offensichtlich, dieses Männchen machte dem Weibchen den Hof. Es flog auf die Voliere, setzte sich dort in Balzpositur, drehte den Kopf wie ein verliebter Gickel, schlug mit den Flügeln, plusterte sich auf und machte Bücklinge, schrie sanft und samtig bis es heißer ward und brachte sich bald um vor Sehnsucht. Da haben wir sie dann zusammengetan, die Voliere einfach aufgemacht und die Tiere hinausgelassen. Wie und wo sie sich gefunden haben, wissen wir noch nicht, denn jetzt ist es bei Uhus die heimliche Zeit. Und es ist uns von Dr. Pfeiffers Erfahrungen her bekannt, daß das Horsten des Uhus so unauffällig vor sich gehen kann, daß man es erst im nächsten oder übernächsten Jahre merkt. Wenigstens ist es Dr. Pfeiffer so mit seinen Tieren auf der Schwäbischen Alb gegangen. Ein wesentliches Hilfsmittel aber, die Tiere für die erste Zeit wenigstens im Revier zu halten, allwo sie die Zeit gehegt und gepflegt wurden, und um gegebenenfalls auch den Horst an Ort und Stelle und damit unter Kontrolle zu bekommen, ist die Weiterfütterung der plötzlich vor der Freiheit und ihren neuen Aufgaben stehenden Tiere in beschränktem Maße. Dadurch kommen die Tiere in der Übergangszeit in ein wünschens- wertes Stadium der Halbwildheit, das es ihnen erlaubt, sich ganz zu benehmen, wie sie es gewohnt sind, sich langsam für den freien Nahrungskampf vorzubereiten und sie weiterhin fürs erste revier- ständig zu machen. Darüber hinaus aber ist seitens dieser außerordentlich klugen Tiere die Gewähr geboten, daß sie in nahrungsarmen Zeiten sich ihrer Wohltäter erinnern, oder in die Gegend des Futtergeheges zurückkehren, um sich weiter füttern zu lassen und nicht den ersten besten ihnen auf der Landstraße begegnenden Milchkutscher anbetteln, der sie womöglich verkennt und sie kurzerhand totschlagt. Wollen wir also hoffen, daß es bald Jungwuchs im Vogelsberg gibt oder, was wünschenswerter wäre, dies Jahr irgendwo schon ge- geben hat.
Auch in diesem Jahre werden wir gegen herbst hin wieder Tiere ,um Einbürgern beziehen, diesmal unter staatlicher und korporativer Mit-
Die öcutfdie Arbeitsfront n.$.=Oemeinfthaft „Kraft durch frcuöc"
in Aussicht gestellt hat, können wir nun, nachdem all bie einzelnen Versuche durch die °°ll°nsun' Jahre hindurch den Beweis erbrachten daß es geht, nun auch etwas großzügiger verfahren unb mit größerem Aufwand wie seither an die-Er- schönen Hessenheimat, dann wollen wir "ersuchen, auch unseren alten germanischen Wodansvogel, den Kolkraben wieder in seine alten, verlassenen heimischen Jagdgründe zurückzuholen.
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Verfluchtes Gold!
Roman von 3. Schneider-Hoerstl.
Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
so mitten aus tiefster Ruhe und Geborgenheit plötz- lich wieder m das Getriebe der großen Welt zu- ruckgeriffen zu werden, aus der man vor zwanzig Jahren geflohen war ...
*
so auf heute abend gefreut!" sagte -c? s?^ss^n bedauernd, als Maria ihm von ihrem überstürzten Aufbruch unterrichtete. Sie standen auf der Baustelle.
„3d) fomme wieder!" versprach sie. Sein ungläubiges Lächeln verletzte sie. „Sie glauben es nicht?-
$err9- Rach Ellbach kommt man Nicht mehr, wenn man nicht gerade muß." M "Und wenn ich müßte?" Mit einem raschen Blick nach dem Wagen, in dem Anton über eine Karte
fie seine Rechte und legte sie gegen ihre Wange.
„Maria--"
^ühte. Rolf schickte einen verzweifel- ? " sm nad? ollen Seiten. Zehn Meter vor ihnen der Wagen, m kaum fünf Meter Entfernung die Kameraden, deren Pickel und Schaufeln in die Erde men. Aergerlich stampfte er mit dem Fuße auf. -i schelte. „Es kann doch keiner von ihnen etwas dafür, daß er uns im Wege ist."
f.~r ■ e uni) Urschte in ihren Augen. „Wann sehen wir uns wieder, Maria?"
„In vier Wochen ist Semesterbeginn."
„So lange kann ich nicht warten", stieß er h-r- Dao kannst du nicht verlangen!
"st du doch selber nicht wollen! Sag, wann
& unb Ich fahr- mit meinem
Xbe’eÄ" 9C5- _ $U mit bem W--S-N
blr ?ier Fünftel entgegen", sagte Stohfb nnneinc streichelnd. „Ist die kleine weit?" QU5 bu gestern telephoniert hast, „Du darfst nur sagen wann!" "Um"^UHr!^ Sonnabend frei?"
?in um fünf Uhr außerhalb der niAt n?inPH^a te bld)! Recht? — Du brauchst
3ru s^o, Rolf. Das Rad läßt du in ins Blaue/' fahren dann zusammen
(Fortsetzung folgt'»
Volkslanzkrels.
Heute abend 20 Uhr Uebungsabend auf dem Trieb. Treffen an der Volkshalle. Pünktliches Er« scheinen ist erforderlich.
Wandern.
Ortsgruppe Heuchelheim: Am Sonntag, 28. Juni wird folgende Wanderung durckgeführt: 7 Uhr Abmarsch ab Kirche Heuchelheim über die Himberge nach Hofgut Haina, weiter über Königsberg, durch das Strupbachtal, über Bieber, Rodheim nach Heuchelheim zurück. Rucksackverpflegung. Führung: Wanderwart Benner.
Ortsgruppe Gießen: Am Sonntag, 28. Juni, wird eine Radwanderung durchgeführt: Abfahrt 7 Uhr ab Marburger Straße — Ecke Wiefecker Weg nach Lollar—Salzbödetal—Reimertshausen—• Altenvers—Seelbach—Frankenbach—Fellingshausen —Krofdorf—Gießen. Rucksackverpflegung. Führung: Wanderwartin Marg. Lösch.
„Es ist der Wille des Herrn Kommerzienrats." „Schön! Also Vaters Wille. — Bis zur Frau Steffens Haus werden Sie mir wohl trauen? Inzwischen machen Sie hier die Sache perfekt Dann fahren wir noch zur Baustrecke. Ich muß mich dort von jemanb verabschieden. — Dann können wir los ziehen! Wird ein nettes Vergnügen werden mit vierzig Kilometern."
Anion sagt- nichts mehr. Er war h-llsroh, daß l'V E'S y'Ste- Er kannte fie auch anders Wahrscheinlich war- auch gestern nichts passiert wenn sie mcht wieder so unsinnig darauflosaesahren w°r°. Wenn sie sich selber Hals und Beine brach
bara» ü“ anbern- Nur er durfte keine S v&b roenn ..fie sich heute auf den Kopf gestellt hatte, er wurde nicht nachaeaeben
.Msadlg-S Fräulein fahren bestimmt^nicht oyne mich i '
„SeftiTnrnt nicht" beruhigte sie ihn, so eigen hatte fie fein Ton berührt. „Ich hole nur meinen Kof- aL bmu?raU ^Eeffen. Sogar zur Baustrecke dürfen Sie mitEommen. Von dort aus fahren wir bann getrennt: ich hinter Ihnen, bamit Sie mich im Spiegel immer vor Augen haben." m
^te r.er',Ie9te die Han!) an bie Mütze tanb noch dis sie im Wagen saß und ging dann Ma^ben Hofraum, wo ber Mechaniker auf ihn
_"9.aI T dob ihm gesagt, baß Sie bei Frau Stessen sinb. Da wirb er wohl borthin gefahren sein/ Marias Staunen war groß. „Aber eine schone Maschine hat er gehabt. Sapperlot noch einmal!"
„Gelb mit rot?"
„3a, ja! Unb soo lang und soo breit und nur so gefunkelt hat alles. Der mag was gekostet haben!"
Maria vernahm ein Hupensianal, trat vor das Tor und sah in ber nächsten Minute ben Wagen ihres Vaters auf ber Straße stoppen. Mit zivei Schritten stanb sie am Schlag. „Ich habe boch aus- brucklich telephonieren lassen, baß ich nicht geholt zu werben wünsche."
„Gewiß, gnädiges Fräulein", sagte ber Chauffeur über bte scharfe ihres Tones etwas verwunbert'. „Ader der Herr Kommerzienrat hat es so angeorb- net, id) glaube, es ist wegen ber Beerbigung von Herrn Amselmann."
„Amselmann?" — staunte Maria. Ist benn Am- selmann gestorben, Anton?"
„Gestern abenb. An einem Lungenschlag."
„Um Gottes willen! Unb Wolfgang unb Hvlmar? Sagen Sie boch, Anton?"
„Ich habe bie Herren seit Sonntag nicht mehr gesehen, gnädiges Fraulein."
Das Mäbchengesicht war jetzt ganz blaß. Es war weniger ber Tob Amselmanns, ber Maria erschütterte, als der Umftanb, daß ihre beiben jungen Freunbe den Vater verloren hatten. Ach, unb sie waren so nette Jungens! Man hatte zusammen getankt, musiziert, Tennis unb Bribge gespielt Bergpartien gemacht unb Wettfahrten ausgetragen Ab unb zu hatte man sich wohl auch tüchttg bie Wahrheit gesagt, für ein paar Tage gemieben, bann Versöhnung gefeiert und mar schließlich lieber gut Freund gewesen.
AbW-d ** roiebetlommm?" kragte Maria beim m5r88 Stessen lächelte: „In acht Tagen ist Klem- Ellbach vergessen. Fräulein Terry." 1 n er9.cffe nid>‘ k° fchnelll Und wenn Sie nach München kommen sollten —" n öle
„O bitte, ja!"
Damit trennte man sich.
Maria T-rry sah an der W-gbieguna nnrf, mal äurU(f eincn hellen Schr"? Unbhntü
nichtiges Verhalten an heißen Tagen.
Wie es im Winter die Sorge vor Erkältungen ist, gegen die sich ber Mensch schützen muß, so wäre es verfehlt, bei brücfenber Hitze eine gewisse gleiche Vorsorge außer acht zu lassen. Denn neben ben her- oorragenben gesunbheitlichen Vorteilen, bie bie Sommersonnenwärme im allgemeinen mit sich bringt, so können boch gewisse bie Hitze auf ben menschlichen Organismus auslösenbe Wirkungen auch schäbliche Folgen auf bie Gesunbheit ausüben. Helle unb leichte Kleibung empfiehlt sich vor allem zur Sommerzeit, ba bas Sonnenlicht besser an bie Haut herankommen kann: auch wirb bie Ausbünstung erleichtert, währenb bunkle, bitte Be- fleibung bieje behinbert. Sonnenbäder dürfen nicht übertrieben lang ausgedehnt werden. Jedenfalls sollte man sich erst langsam daran gewöhnen, zunächst mit zehn Minuten Dauer unb bann bei allmählichem Steigen stets einen Tag überschlagen, währenb Luftbäber täglich genommen werben können bei etwa 15 bis 20 Minuten Dauer und ständiger Bewegung.
Die Sehnsucht nach Abkühlung treibt jetzt zahlreiche Menschen zum Badestrand ober zum Schwimmen in bie Flüsse unb Bäche. Alle Ufer- lanbschaften, wohin man auch kommen mag, bieten gegenwärtig bas gleiche Bilb einer nach Hunberten zählenben Menschenschar, Männer, Frauen unb Kin- ber, welche in ben kühlenben Fluten eine Erfrischung von ber Sommerhitze suchen.
Nicht einbringlich genug mag jeboch der Rus zur Vorsicht hier angebracht sein, sich nicht Jn überhitztem Zustande dem kühlenden Naß anzuvertrauen, da selbst kräftige, gesunde junge Leute nicht selten ihre Unbedachtsamkeit mit dem Tode bezahlen mußten Die Ursache solcher plötzlicher Todesfälle liegt in dem Kältereiz unb seinen reflektorischen Wirkungen, ber ben Atemstillstanb unb ben Stillstanb bes Herzens burch Ueberbehnung feiner Höhlen herbeiführt unb burch Ueberfüüung bes Zentralnervensystems mit Blut zum Tobe führen kann.
Auch beim Durstgefühl sollte man sich einige Vorsicht auferlegen. Das Wasser-, Bier- oder Weintrinken in großen Mengen ist wenig rötlich, denn bie Flüssigkeit muß boch roieber zum Teil ausgeschwitzt werben. Hier empfehlen sich vor allem solche Getränke, bie, ohne allzugroße Mengen ba- von einnehmen zu brauchen, auch wirklich das Durst- gefühl befriedigen unb ba muß als das vortrefflichste und erfrifchenbste Getränk kalter Kaffee ober Tee genannt werben.
Aber auch Eis, Zitronen, Limonaben sowie Obst aller Art bienen trefflich bem gleichen Zweck: aller- bings barf man bei Obst roieberum nicht übersehen, daß man nach dessen Genuß nicht gleich wieder Wasser hinterher trinken darf. Gerade in ber jetzigen Zeit mag biefe Warnung für Kinber sehr angebracht sein, bie bebenfen sollten, baß bas Trinken von Wasser nach dem Obstgenuß unter Umständen sogar den Tod herbeiführen kann.
Äomoiizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Puppenfee". — 20.15 Uhr Lichtbildervortrag „Eigene Erlebnisse in deutschen Kolonien" von Ruth Schuhmacher im Cafä Leib, Walltorstraße 36. — Volkstanzkreis: 20 Uhr Treffpunkt an ber Volkshalle. — Oberhessischer Kunstverrein: 16 bis 19 Uhr Ausstellung „Frauen- bübms mit Schmuck" im Foyer bes Stabttheaters.
Aus parteiamtlichenBekanntmachungeri
Die Ortsgruppe Gießen-Nord veranstaltet am heutigen Donnerstag, 20.15 Uhr, einen Dor- tragsabenb. Fräulein Ruth Schuhmacher wird über n^c ‘n den Kolonien sprechen. Zahlreiche ^Ächtdilber werben den Vortrag ergänzen.
Unb nun mar also ber alte Amselmann tot. Um unLi r.n*e .aria keine rechte Trauer empftnben. Er patte sich mit ihrem Vater schlecht vertragen, war sehr oft zynisch unb ausfallenb gewesen, unb sein Organ war ihr immer auf die Nerven gegangen. Jedesmal, wenn er sich unter ben Tischgästen befand, hatte sie so etwas wie ein Bangen empfunden. Immer, wenn seine fleischige Hand ihr unters Kinn gefahren war, hatte fie noch lange nachher einen Ekel verspürt.
Wie dieser Mann zu diesen Söhnen kam, war ein Rastel. Seme „Sonny Boys" hatte er sie immer ge- beifcen. Ach, und das waren sie auch! Sonnige Jungens, gesund an Leib und Seele, Freunde hilfs- berelt, opferwillig, Menschen, auf die man sich in jeber Lage verlassen konnte.
. „Ist Frau Amselmann gekommen?" fragte Ma- rm ben Chauffeur, ber feinen Sitz verlassen hatte und letzt neben ihr auf ber Straße stanb .
„Noch nicht, gnäbiges Fräulein!" fahren?" Qlf° W mit ^ncn nach Hause
„Ja!"
, "Gut!" — Ihre Hände streichelten über ben gel- 5?;?'hbcr Sanne spiegelte. „Verhandeln Sie mit bem Mechaniker wegen meines Wagens. Der Mann behauptet, ich bürste ihn nicht mehr vierzig Kilometer zumuten. — Das ist natür- geladjt. Wir sollten es so machen: ich fahre mit Fa e35 .?^agen — Sie mit bem meinen. Nicht?" fra9k Jie erstaunt, als ber Chauffeur eine abwehrende Bewegung machte.
„Der Herr Kommerzienrat hat mir aufgetragen d" gut nach Hause zu bringen." H 9 '
„3$ habe ja auch gar nicht im Sinn, mir das Genick zu brechen, Anton!"
„Wenn schon", blieb er hartnäckig. „Ich trage nun einmal die Verantwortung, Fräulein Terrv W^nn Sie einverstanden sind, machen wi?' so: ick men6 $b.rern ^e.feften Wagen voran. Sie kommen nut meiner Limousine nach."
"ä!b den Staub, den Sie aufpuddeln." w°rt. gnädig« Fräulein.
duldet fernen Nebenbuhler im Nahrungsfampf an feiner Seite.
So ward im Winter 1934/35 wieder ein Paar ui bie Voliere gebracht unb den Winter über die Anpaarung versucht. Als diese nickt gelang, ganz offensichtlich, weil bas dazu gegebene Männchen noch zu jung war, behielten wir die Uhus das ganze Jahr im Käfia. Dabei konnten wir die Wahrnehmung machen, baß dieses Paar oft von ben freilebenben Uhus besucht würbe, und in der Hirschbrunst hörte Graf Solms-Laubach selbst, wie ein freilebender Uhu tagelang in der Nähe der Voliere rief.
Im Jahre 1935 hat nun auch der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — (Staatsforstverwaltung) in ihren oberhessischen Amtsbezirken Erhebungen über den Stand der Uhueinbürgerun- aen unternommen, die recht befriedigend ausgefallen sind. Denn unter bem 27. Januar 1936 konnte Die hessische ßanbesregierung bem Herrn Reichsjägermeister Göring bie Mitteilung zugehen lassen, daß sich die „Zahl der Feder- unb Gewöllfunbe sowie der einwandfreien Beobachtungen im Vogelsberg auf einige zwanzig beläuft.
Die Zehntage-Wettervorhersage.
Dettervorhersage für die 3elf vom 25. Juni bis 4. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Ditterungsvorhersage des Reichsamts für Detterdienst.
Die in der Voraussage für diese Woche angekündigte Verschlechterung des Wetters unb Abkühlung hat im Westen unb in ber Mitte bes Reiches bereits begonnen. Sie wirb in ben nächsten Tagen, an ber Küste teilweise unter Nebelbilbung, auf ben Osten Deutschlanbs übergreifen.
Bei oorroiegenb westlichen unb nörblichen Winben wirb bie Abkühlung weiterhin, jeboch im Westen unb Süben nur langsam, fortschreiten. Dabei ist im Westen unb Süben mit oorroiegenb freunblichem Wetter unb — abgesehen vom Alpenvorlanb — nur geringen Nieberschlägen, in Schlesien unb Ostpreußen bagegen mit bewölkterem Wetter unb Nieberschlags- schauern, bie anfänglich gewittriger Art sein werden, zu rechnen.
Allmählich wird sich das Wetter noch in stärkerem Maße unbeständig und kühl gestalten, dabei jedoch im großen und ganzen wiederum im Westen unter dem Einfluß zeitweilig absteigender Luftbewegung meist wärmer und freundlicher sein als im Osten.
In der zweiten Hälfte der nächsten Woche ist eine Besserung des Wetters wahrscheinlich.
Im Mittel über ganz Deutschland wird die Zahl der Tage mit Niederschlag von mindestens 0,1 mm mehr als vier betragen.
Sparerbund:
Aktuelle Sparer- und Rentnerfragen.
Die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes hielt am Mittwochabend im „Hessischen Hof" ihre Juni- Mitgliederversammlung ab, die eine reichhaltige Tagesordnung aufwies. Der rührige Ortsgruppenführer Lorenz konnte u. a. auch das langjährige Mitalied Partenheimer begrüßen. Nach grundsätzlichen Ausführungen sprach dann Dr. Danner, Gießen, über: „Aktuelle Sparer- und Rentnerfragen." Nach einem Rückblick über die Entwicklung ber früheren Verhältnisse, wies der Redner darauf hin, daß heute wieder das Vertrauen zum Grundsatz des Sparens eingekehrt fei. Der Neufparer könne mit Ruhe unb Vertrauen in bie Zukunft blicken unb bie Entwicklung ber beseitigen Verhältnisse beweisen, baß ber beutsche Volksgenosse wieder zum Sparergedanken zurückgekehrt sei. Die Bestrebungen ber Regierung gingen bahin, den Hausbesitz, Der ein Dolksvermögen von 60 Milliarden Mark darstellt und mit 30 Milliarden Mark durch Hypotheken usw. belastet sei zu sanieren, um eine ge- sunde Rentabilität zu erreichen und die Gläubigerrechte zu sichern. Zu diesem Zwecke habe die Reichsregierung durchgreifende Maßnahmen getroffen, wie die Zinssenkung, die Herabsetzung der Haus- zinssteuer und eine umfangreiche Moratoriums-Gesetzgebung geschaffen. In ähnlicher Weise und in derselben Richtung, nämlich, auf allen Gebieten des Kreditwesens normale und gesunde Verhältnisse wieder einzuführen, sei für die Landwirtschaft das Entschuldungsverfahren eingeführt worden.
Welche Bedeutung die Reichsregierung dem alten Sparer zumesse, beweise bas Bestreben, bas an ihm durch bie Inflation begangene Unrecht möglichst wieder gut zu machen. Zwar konnte bas von ben Sparern erstrebte Rentnerfürsorgegesetz bisher noch nicht verwirklicht werben, aber bie Reichsregierung habe Entgegenkommen gezeigt ^i-rch das Gesetz über die Kleinrentnerhilfe. Wie s^br sich das ins Einzelne auswirkt, das erläuterte ber Vortragenbe in eingehenber Besprechung.
In einer regen Aussprache würben viele Einzel- heiten geklärt.
Nach ber Erlebigung geschäftlicher Angelegen- heiten zeigte ber Ortsgruppenführer Lorenz
Englische Stc nacht, daß die. ieren Unsallget triebsunfalle uf es darüber bis des Hausunfalls l«ng einer Stat Nick in bie Zei der häuslchen Ui M ist. Dabei i\ «n atiyrnemen ■
Ts gibt in Di Haushalte. $n i zum großen Technik find hie des Menschen . nie im unmodei Schanden sein, für ßiity, Pachtung usw. km Haushalt si S'n vorhanden. ? FQfe ber versch
Beile, Messe fwte und taufe faltig umgehe ^iet werden so Täglich ereigne llnfalle. Es qi verletzte. Da
?Qn kann eine, fi“ ?eben brim & ^°t. kommt 5} weist auck nicht herum »i?aaVrtoxfi,,el ; alle anderen 2? weitaus nr, Wert aller ? iigfeifTr Wi «-Ich d-r 8 ^rben h1-1bnun lien nPr^Cn-1 M'äbifc1«"»
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