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DerIdealismus der Erzeugungsschlacht

Zum Abschluß der Dritten Michsnährstandö-Ausstellung.

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Lehmann erklärte, daß die Fahrt nunmehr ein­deutig genug bewiesen habe, daß das Luftschiff nicht nur ein sicheres, sondern vor allem auch ein schnelles Verkehrsmittel sei.

Das Luftschiff führte diesmal als Fracht ein richtiges Flugzeug an Bord, das bald nach der Landung ausgeladen wurde. Es gehört einem Ame­rikaner, der mit seiner Frau und seinem Sohne die Fahrt nach Deutschland mitmachte. Auch ein kleiner Scotch-Terrier befand sich an Bord, wurde m Frankfurt umgeladen und fliegt nun weiter nach Rom ein beneidenswerter j)unbl

Knabenmörder Seefeld hmgenchtet.

Nach einem umfassenden Geständnis.

Schwerin, 23. Mai. (DNB.) Der vom Schwur- geeicht in Schwerin wegen Mordes zum Tode verurteilte Seefeld ist am 23 Mai in Schwerin h l n g e r i ch t e t worden. Da sich bei Seefeld Zwei­fel aufgetan hatten über feine mögliche Identität mit einem kommunistischen Geheimagenten gleichen Namens wurde Seefeld acht Tage vor seiner Hin­richtung zu einer Vernehmung der Geheimen Staatspolizei überstellt. 3m Zuge dieser Verneh­mung die in bezug auf seine politische Tätigkeit negativ verlief legte aber Seefeld ein umfas­sendes und eingehendes Geständnis ab. Er gestand außer den bereits gerichtlich feftge- stellten Morden eine große Anzahl weiterer Kna­benmorde und Verbrechen. Ebenso gestand er, die Tötung der Knaben mit einem von ihm selbst zu­bereiteten Gift vorgenommen zu haben. Er führte unter den Augen der vernehmenden Beamten einige Male im Experiment die Herstellung seines Giftes vor. Aach Abschluß der Vernehmungen wurde Seefeld wieder den Behörden in Schwerin überstellt und dort heute hingerichtet.

HAUS HE VERBÜRG -ZIGARETTEN kann man in beliebiger Menge mitnehmen,ohne befürchten zu müssen,dass sie unterwegs ihre Frische verlieren. Sie können sich damit sogar reich­lich versorgen,denn die TROPEN-Packungen erhalten den Zigaretten die Qualität auch dann noch,wenn Sie eine Schachtel übrig behalten und wieder mit nach Hause bringen sollten.

GÜLDENRING 4 PFG

wegen umstürzlerischer Umtriebe angeklagt waren. Sieben von ihnen wurden zum Tode ver­urteilt. Fünf wurden zu lebenslänglichem Zucht­haus und die übrigen zu Zuchthaus von 15 bis 6 Jahren verurteilt. Bei drei der zum Tode Ver­urteilten wurde vom Staatspräsidenten die Todes- strafe in lebenslängliches Zuchthaus verwandelt. Die anderen vier zum Tode Verurteilten wurden erschossen.

Die katalanische Regierung ist zurück­getreten. Den Anlaß zur Krise hat das Ausscheiden ihres Mitgliedes L l u h i gegeben, der als Arbeits- Minister in die Madrider Zentralreaierung über­nommen wurde, sowie Differenzen innerhalb der Esguerra (katalanischen Linken).

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Leoben

Die Reichsnährstands-Ausstellung in Frankfurt am Main hat ihre Pforten geschlossen. In monate­langen Vorarbeiten ist die Ausstellung als größte europäische Leistungsschau entstanden. Im Laufe einer Woche ist sie von hunderttausenden von Bauern aus allen Teilen des Reiches, vor allem natürlich aus dem Ausstellungsgau, und dazu noch von zahllosen Städtern besucht worden. Was hier in Frankfurt gezeigt worden ist, wird ein ganzes Jahr und darüber hinaus wirken. Im regelmäßigen Turnus durch die deutschen Gaue vergeht der Zeit­raum einer Generation, bis wieder die Ausstellung in dasselbe Gebiet kommt. So hat die Masse der Bauernschaft nur selten Gelegenheit, solche einzig­artigen Schauen zu sehen. Doch es lohnt sich immer wieder, auch von weither den Weg zur Reichsnährstandsschau zu machen, um die eigenen Arbeitsmethoden im Betrieb zu überprüfen, die Neuerungen bei den Pro­duktionsmitteln kennen zu lernen und die Lei stungen anderer Bauernbetriebe mit der eigenen Arbeit zu vergleichen. Noch nie ist eine Bauernschau so stark besucht worden wie die in Frankfurt. Erfordert es schon harte Arbeit, eine solche gewaltige Ausstellung wirklich eingehend zu besichtigen und das herauszufinden, was bei den verschiedenartigsten Verhältnissen der eigenen Wirt­schaft zugutekommen kann, so ist für die Verarbei­tung der Ausstellungserfahrungen eine lange Zeit­spanne erforderlich. Wieder wird ein Strom der Anregungen in alle deutschen Bauerngebiete hinaus­gehen.

Was Reichsdauernführer R. Walther Darre mit seinen grundsätzlichen Zielweisungen an den Anfang der Ausstellung gestellt hat, hat sich in Frankfurt erfüllt und wird sich nun draußen im Lande vraktisch bewähren. Die weltanschau­liche Ausrichtung des Landvolkes ist vollendet. Auch in städtischen Kreisen verbreitet sich immer weiter die Erkenntnis, daß deutsches Bauern­tum der Blutsquell der Nation ist. Der Städter hat sich davon überzeugen können, welche Qualitäts­leistungen in harter Arbeit bisher schon dem deut­schen Boden abgerungen worden sind, und welche noch größeren Aufgaben vor dem deutschen Bauern stehen. Die Marktordnung hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, daß in gleichbleibender Preis­bildung der Bauer den gerechten Lohn seiner Ar­beit erhält und der Städter für sein gutes Geld regelmäßig mit einwandfreier Ware oeqorgt wird. Mancher Städter wird darüber erstaunt gewesen sein, was alles zu bäuerlicher Arbeit gehört, welche Fülle von Wißen und von Kenntnissen der Land­mann besitzen muß, um im natürlichen Ablauf der Erzeugung die Lebensmittel in der Qualität auf den Markt zu bringen, die der Städter beanspruchen kann. Und welche Unterschiede gibt es da wieder nach Lage, Klima und Derkehrsverhältnissen in den

Der Masienmörder hat das Schaffst besteigen müßen, er hat mit seinem Blute die große Zahl der grauenhaften Taten bezahlt, die er jahrelang an­einanderreihte. Man fragt sich heute, wie es mög­lich war, daß diese Bestie in Menschengestalt frei Herumlaufen durfte, obwohl Seefeld frühzeitig in den Verdacht kam, strafwürdigen Neigungen zu fröhnen und Mordtaten begangen zu haben. Immer wieder kam die Kriminalpolizei bei den Versuchen, geheimnisvolle Morde aufzudecken, auf seine Spu­ren, aber Seefeld, der schon im Gefängnis gesessen hatte, wurde wieder freigelassen und konnte nun erst recht entsetzliches Unglück über zahllose Fami­lien bringen. Die Zeiten in denen Seefeld und andere Verbrecher seines Formats ihr Unwesen treiben durften, waren die Zeiten des Niedergangs der Justiz und der Erschütterung des Vertrauens in die deutsche Rechtsprechung. Wenn man sich auf den Fall des Juden Schlesinger, der einen Schnell­zug zum Entgleisen brachte und viele Menschen tötete, besinnt, mit wieviel Gründen die demokra­tisch-pazifistisch-jüdische Presse nachzuweisen suchte, baß es ein Verbrechen sei, den Mörder Schlesinger hinzurichten, dann begreift man, welche Kräfte am Werke waren, der deutschen Rechtsprechung alle Merkmale eines wirklichen und mit dem Volks- empfinden übereinstimmenden Rechtes zu rauben. Diese Kräfte, die sich politisch zu verankern wuß­ten, sind hinweggefegt worden, aber mit dem Un­heil, das sie anrichteten, muß sich das deutsche Volk noch immer beschäftigen. Eine neue Rechtspre­chung hat ihren Einzug gehalten, eine Rechtspre­chung, wie sie von jeher vom ehrlichen und ge­wissenhaften Richter verlangt und vom deutschen Volke gefordert worden ist. Diese Wünsche und Forderungen konnten aber erst nach dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution zum Durchbruch

kommen. Nunmehr ist dem nationalsozialistischen GrundsatzKein Verbrechen ohne Strafe" Genüge geschehen. Das deutsche Volk in seinem gesunden Rechtsempfinden würde es nicht verstanden haben, wenn Seefeld geschont worden wäre.

Kleine politische Nachrichten.

In Berlin trafen der ungarische Kultusminister Dr. Vornan, Staatssekretär von Szily und Begleitung ein. Zur Begrüßung hatte sich Reichs- erzlehungsminister Rust eingefunden

Ein litauisches Feldgericht verhandelte gegen 17 Personen, die im Zusammenhang mit den Bauernausschreitungen in Südlitauen

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einzelnen Gebieten! Wer einmal eine solche Sauern» schau besehen hat, der muß fick darüber klar fein, daß die Versorgung des Volkes mit Nahrungs- Mitteln und der Industrie mit Rohstoffen aus dem deutschen Boden nicht allein Sache des Bauern ist, sonder» das Ergebnis der Zusammen­arbeit aller Berufs st ände. Der weiß auch, daß die Erzeugungsschlacht nicht etwa nur der Ver­besserung des Einkommens der Bauern dient, nicht nur dem großen Ziel der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes, sondern daß die Belebung und Steigerung der bäuerlichen Arbeit auch als ge­waltiger Motor für die Arbeitsschlacht sich aus­wirkt. Der zusätzliche Arbeitseinsatz, den die Er­zeugungsschlacht erfordert, beschränkt sich ja nicht auf die Kulturarbeiten bei der Gewinnung neuen Bodens und bei der Verbesserung der vorhandenen Nutzfläche. 5)ier ist das besondere Arbeitsfeld des Arbeitsdienstes, wenn auch darüber hinaus im Meliorationswesen die Initiative des einzelnen Landmanns unentbehrlich ist. Aber vor allem ver­langt die Erzeugungssteigerung in erheblich größe­rem Umfange als bisher die Lieferung von Pro­duktionsmitteln aus der Stadt und die laufende Arbeit von Handwerkern, Technikern und bergt, für die Instandhaltung der Produktionsmittel, fieute arbeiten zwei Millionen Volksgenossen allein für die besonderen Bedürfnisse der Landwirtschaft. Mit dem Tempo der Erzeugungsschlacht wird diese Zahl noch steigen.

Welche hohen Anforderungen die Erzeugungs­schlacht an den Bauern stellt, zeigen allein schon die beiden Beispiele des Zwischenfruchtbaues und Vieh­leistungssteigerung auf wirtschaftseigener Grundlage. Der Zwischenfruchtbau bedeutet tatsächlich, daß von der gleichen Ackerfläche im Jahr zwei (Ern­ten erzielt werden. Dementsprechend müßen alle Dispositionen des Betriebes umgestellt werden. Gab es bisher nur die großen Arbeitsspitzen bei der Ge­treideernte und bei der Hackfruchternte, so verlangen die Oel - und Faserpflanzen zusätzlich eine ganz besonders sorgfältige Arbeit: und auch die Feldfuttervflanzen müssen so geborgen und konserviert roeroen, daß nichts von der wertvollen Nährkraft verloren geht. Es ist bestimmt für den Landman» einfacher, sich nach den alten Methode» auf die Verfütterung von ausländischem Kraft­futter zu beschränken und damit die Futtergrundlage nicht nur außerhalb des Betriebes, sondern sogar außerhalb des Reiches zu suchen. Von Nahrungsfrei­heit kann aber erst bann gesprochen werden, wen» auch die Futtergrundlage des Viehstapels vollständig in der eigenen Wirtschaft ruht. Es er­fordert manche Ueberlegung und manchen Bruch mit bequemen Gewohnheiten, um mit diesem selbstgebau­ten Futter nicht nur die gleichen, sondern höhere Lei st ungen zu erzielen, mehr Milch und beßere Milch, mehr Fleisch und dazu noch Wolle. Auch die

erkannt worden fei. Die britische Regierung fege feinen Wert darauf, daß die Spannung zwischen Großbritannien und Italien in diesem Augenblick verschärft werde.

Kommunist»sche Wühlarbeit in Palästina.

Jerusalem, 25. Mai. (DNB.) Nach der durch die Bewilligung der neuen jüdischen Einwanderer» quote und die Errichtung des Hafens und der Re- gierungsämter in Telaviv hervorgerufenen Ver­schärfung der Lage in Palästina legt die Araberfüh- rung jetzt größeres Gewicht auf die L a h m l e g u n g desHafensHaifa. Dort soll auch der E i s e n - bahner st reif propagiert werden. Die Tätigkeit der kommunistische» Partei in Palästina nimmt weiter zu. In Haifa konnte eine kommu­nistische Zelle ausgehoben werden. Die kommunisti- chen Parteigänger paßen sich geschickt der arabischen Nationalpropaganda an, von der ihre Machenschaf­ten oft schwer zu unterscheiden sind, es sei denn durch den offenen Ausruf zu Gewalttaten. Die illegale kommunistische Partei zählt nur 500 Mitglieder. Sie sind jedoch außerordentlich rührig und setzen sich zu etwa 45 o. H. aus Arabern, weiteren 45 v. H. aus Juden zusammen. Ein großer Teil von ihnen ist erst in diesen Monaten geschloßen eingewandert.

Acht Kilometer vor Jaffa wurde das angeblich aus Hamburg kommende jüdische SchiftRichard Burg­hardt" von entgegenfahrenden Araberbooten aus mit Schüssen und Bombenwürfen empfangen, die jedoch feinen Schaden anrichteten. Das Schiss konnte den neuen Hasen Telaviv erreichen und seine Ladung löschen.

Zwei Todesurteile in einem Moskauer Schauprozeß.

Moskau, 23. Mai. (DNB.) In Moskau wurde ein eigenartiger Schauprozeß gegen einen hohen Funktionär der sog. Hauptverwaltung des nörd­lichen Seeweges", Sementechuk, geführt, den früheren Statthalter Sowjetrußlands auf der im Nördlichen Eismeer gelegenen Wrangel°In° f e l. Die Anklage besagte, Sementechuk habe seine Stellung schwer mißbraucht, indem er d i e ein­geborenen Eskimosterrorisierte", einige sogar absichlich verhungern ließ und gegen die aus der Polarstation überwinternden Sowjetbeamten Gewalttätigkeiten verübte. Außer­dem habe er den Arzt der Polarstation, Wulf- son, umbringen lassen. In seiner Anklagerede beschuldigte der Generalstaatsanwalt der Sowjet­union Wyscbinski, den Angeklagten desBandttis- mus", der bewußten und planmäßigen Untergra­bung allersowjetistifchen Rechtsgrundsätze" und der Herabwürdigung derLenin - Stalinschen Nationalitätenpolitik" Sementechuk und fein an- geblicher Helfershelfer Starzew wurden zum Tode verurteilt. Beide leugneten die ihnen zur Last gelegten Verbreche» hartnäckig ab. Se­mentechuk wurde neben anderen schweren Verbre­chengegen die Sowjetmacht", wie Sabotage und Vaterlandsverrat, auch der Judengegnerschaft be­zichtigt.

Oie Rekordfahrt des »Hindenburg-.

Zum zweiten Male ist nun das neue Luftschiff Hindenburg " nach glücklicher Ueberquerung des Nordatlantiks in Frankfurt gelandet. Es hat diesmal nicht nur bei zum Teil äußerst starken Winden auf der Hinfahrt feine unbedingte Sicher­heit und Zuverlässigkeit bewiese», sondern auch auf der Rückfahrt mit rund 48 Stunden einen beispiel- losen und eindrucksvollen Flugrekord ausge- stellt An Bord des Luftschiffes befanden sich 57 Passim- -re. von denen 12 bereits die Fahrt nach ' Nord" m iko mitmachten. Sie äußerten sich wieder begeistert treibe über diese Fahrt. Auch Kapitän

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