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Im zweiten Länderspiel gegen Spanien, das
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Nachdruck verboten!
30. Fortsetzung.
Oie HIS -Rennen bei Innsbruck.
Aus Abfahrt und Slalom bestehen die FIS« Rennen 1936, die noch weitere Rahmenveranstal- tungen, alle bei Innsbruck, oorsehen. Der erste Tag brachte den Abfahrtslauf der Männer, bei dem unter den ersten Zehn von 56 gestarteten Läufern nur ein Nordländer placiert war. Der Schweizer Romminger siegte vor S e r t o r e l l i (Jta«
einen Ersatz. Und nun muß ich hier hinein, habe noch verschiedenes zu besorgen. Leben Sie wohl —" Sie nickte ihm leicht zu, ohne ihm die Hand zu reichen, und ging schnell in den Laden, der ihr wie ein sicherer Hafen schien.
Eine die Auslagen betrachtende junge Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm wandte den Kopf nach dem elegant gekleideten Herrn, der so reglos vor dem Eingang stand. Hatte er nicht etwas gesagt? — Sie mußte sich verhört haben. Gelassen sah 'er eben auf die Armbanduhr, knöpfte seinen offenen Mantel zu, denn es war seit Sonnenuntergang empfindlich kühl geworden. Scheu wich die Frau zurück, als er an ihr oorüberging. Was hatte der für hellglitzernde, böse Augen.
Als Elfriede zu Hause anlangte, hatte sie die Begegnung mit Bruck schon vergessen, so ausschließlich beschäftigten sich ihre Gedanken mit Drau. Unten an der Haustür stieß sie mit Grete zusammen. Da fiel ihr auf einmal das unerwartete Treffen im Park ein. Man mußte das Kind warnen.
Heimlich, innerlich beunruhigt, beobachtete sie die Schwester während des Abends und fühlte sich ihr doch stärker denn je verbunden, seit sie das lachende, sorglos drauf los plaudernde Mädchen da angeschmiegt an einen Mann gesehen.
Bor dem Schlafengehen, als Grete in ihrem Zimmer die Zöpfe für die Nacht frisch einflocht, wagte Elfriede endlich zu sprechen.
will ich dir die Krone des Lebens geben." „Warten, bis er merkt, daß wir zusammen gehören, bis er mich ruft."
Nachdenklich betrachtete die Aeltere das frische junge Gesicht, das ihr so fremd vorkam mit dem neuen Zug weiblicher Reife. „Das wird nicht leicht sein, Kind!"
„Was ich. Aber es bleibt mir ja nichts anderes zu tun übrig."
„Und du bist dessen gewiß, daß Seldön--*
„Ganz gewiß, Elfe."
Fast klang die Antwort erstaunt, so seltsam fand Grete Mervius die Frage. Zweifel, Mißtrauen hatten in ihrem Herzen keinen Platz.
Schweigend, in tiefer Zärtlichkeit, küßte Elfriede die Schwester und ging in ihr Zimmer hinüber, wo sie, von innerer Unrast bestürmt, noch lange am Fenster saß und in den nächtlichen Himmel hinaufschaute, in dessen klarer, sternenfunkelnder Höhe ein großer silberner Vollmond schwebte.
Wie einfach war alles für Grete, wie beneidenswert dieses sieghaft gläubige Vertrauen auf den Lohn ihrer Treue! Ihr ganzes Gefühl war so gerade, so festgefügt, so unbeirrbar — nie hätte Grete einen Theodor Stalling geheiratet, nie das bunte glänzende Spiel, das sie zuerst so gelockt, für echt gehalten---
Der Schwester Wort, gedankenlos gesprochen, hatte sie tief getroffen: „Wir Mervius' halten die Treue, wenn wir sie einmal geschworen haben." War sie ebenso leichtfertig aus der Ehe geflohen, wie sie hineingetappt, hatte in ihren Entschluß, den Gatten zu verlassen, der andere hineingewirkt? War sie „treu" gewesen im tiefinnerlichsten Sinne? —
Sie stützte das Gesicht in beide Hände und dachre angestrengt nach, Rechenschaft von sich selbst fordernd. Aber alles Zergliedern ihrer Beweggründe, alles Grübeln lief immer wieder auf die eine Feststellung hinaus: das Auftauchen Draus hatte ihren Entschluß vielleicht schneller reifen lassen, sie eher zur Erkenntnis eines unwürdigen Daseins gebracht, aber auch ohne ihn je tennengelernt zu haben, wäre diese ungleiche Ehe gelöst worden, mit den tieferen Ursachen hatte er nichts zu tun.
Das klirrende Zuschlägen eines Fensters im oberen Stockwerk ließ Elfriede zusammenfahren. Ein scharfer Wind fuhr plötzlich von Westen daher, verfing sich pfeifend in den Winkeln der Mauern. Wol« kenfetzen jagten auf einmal über den eben noch fo selig klaren Himmel, von denen das milde Leuchten des Mondes erschrocken floh.
Fröstelnd erhob sich die junge Frau, tastete sich durch das nachtschwarze Zimmer an die kleine Lampe neben dem Bett, deren Licht tröstlich das Dunkel erhellte.
Wetterwende. Nun ja, es konnte nicht immer Sommer bleiben.---(Fortsetzung folgt.)
Er warf es leicht hin, aber feine Stimme klang rauh.
Der Frau neben ihm schoß Zornesröte ins Ge- sicht. Was erlaubte sich der Mensch--Kurz
entschlossen blieb sie stehen.
„Ich habe Ihnen schon einmal in aller Deutlichkeit erklärt, daß mir für derartige Scherze jedes Verständnis fehlt", sagte sie erregt.
Merkte, daß Passanten sie neugierig musterten, und ging wider Willen weiter, von der Menge getrieben, deren stetig flutender Strom kein Hindernis in seinem Weg duldete.
„Aber ja doch", beschwichtigte sie den Mann neben ihr, „ich weiß es, vergesse es nur immer wieder, weil es mir nicht in den Kopf will, daß eine so reizende Frau keinen Sinn für Humor hat. Sie zürnen, wo Sie lachen sollten! Das Leben ist doch keine ernst zu nehmende Sache, sondern ein sehr amüsantes Spiel —"
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Die Engländerin Evelyn P i n ch i n g Siegerin in der FIS-Kombination Torlauf und Abfahrt.
(Schirner-M.)
üen), feinem Landsmann Heinz v. A l l m e n und Birger Ruud. Die ausländischen Teilnehmer waren empört über die Strecke, die vom Start bis ins Ziel völlig vereist war, so daß selbst so gute Abfahrtsläufer wie die Oesterreicher S e e l o s und Fingerle und die beiden Schweizer Steuri nicht ohne Sturz über den schwierigen Kurs kamen. Durch die anhaltende Wärme wurde die Strecke bis zum Mittag besser. Das Eis taute etwas auf, so daß die Frauen verhältnismäßig besser über den Kurs kamen.
Von 30 gestarteten Läuferinnen erreichten immerhin 25 das Ziel. Insgesamt hatten 40 Frauen gemeldet, 30 waren jedoch nur am Start erschienen, deren Kunst die Begeisterung des Publikums auslöste, denn in unheimlich schneller Fahrt ging es auf der sehr abschüssigen Strecke ins Ziel. Besondere Körperbeherrschung erforderte ein 300 Meter langer Steilhang, der die FIS-Äämpferinnen auf eine besonders harte Probe stellte.
Als Schnellste erwies sich die Engländerin Evelyn P i n ch i n g , die mit 4:45 Min. volle 10 Sek. schneller war als die Zweitbeste, die Schweizerin Elvira O s i r n i g. Dahinter kam die stark favorisierte Mimi A r x - Z o g g (Schweiz) mit nur drei Zehntel Sekunden Abstand als Dritte ein.
Die FIS-Rennen für Abfahrt und Slalom wurden mit den Slalomläufen beendet. Bei den Männern holte sich in der Kombination der Schweizer Romminger, der am Vortage den Ab fahr ts- lauf gewonnen hatte und im Slalom hinter den
Um die Deutsche Handbatt-Meifterschast
Am 19. April beginnt der Kampf.
Am 19. April werden die ersten Vorrundenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaft stattfinden. Bei den Männern wurden die 16 Gaumeister wie im Vorjahre in vier, diesmal allerdings anders zu-
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mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack
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konnte. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Die deutsche Els für Lissabon.
Schon am Tage nach dem großen Erfolg in Barcelona wurde die deutsche Vertretung für den am Donnerstag in Lissabon stattfindenden Länderkampf gegen Portugal aufgestellt. Sie lautet:
Buchloh (VfB. Speldorf): Tiefe! (Eintracht Frankfurt), Münzenberg (Alem. Aachen): Janes (Fort. Düsseldorf), Goldbrunner (Bayern München), Kitz ing er (Schweinfurt 05): Lehner (Schwab. Augsburg), Hohmann (VfL. Benrath), S i f f l i n g (SV. Waldhof), S z e p a n (FC. Schalke), Siemetsreiter (Bay. München).
Die Auswechselung der Spieler geschah nicht etwa mit Rücksicht auf die in Barcelona gezeigten Leistungen, sondern lediglich darum, auch die mitgefahrenen Ersatzspieler auszuwerten.
Die in der obigen Mannschaft nicht berücksichtigten Spieler sind schon am Montagabend nach Lissabon abgefahren. Die Mannschaft selbst fliegt am Donnerstagmorgen mit dem Flugzeug direkt nach Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt regnet I es zur Zeit in Stromern__________________________
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Der Schatten, den die Erinnerung an all das Erduldete über feine Züge legte, verflog indes schnell, als Elfriede, fast ohne es zu wissen, ganz sacht die Hand auf seinen Arm legte. In ihrer Gegenwart kam Dunkel nicht auf.
„Das Atelier im vierten Stock lädt geradezu zum Arbeiten ein, und die neue Haushälterin laßt sich gut an", berichtete er weiter, „so daß keine Wünsche offenbleiben, was leibliches Wohl anbe- langt. Und das andere — was wären wir ohne Wunsche und Hoffnungen, deren Verwirklichung wir uns täglich schöner erträumen —"
Er hatte ihre Hand ergriffen, konnte sich nicht sattsehen an dem Glanz, der auf Elfriede Stal- lings Gesicht wie ein Widerschein der sinkenden Sonne lag.
„Frau Elfriede--" Aus tiefster Brust rang
es sich empor. . r.
„3a" sagte sie leise. Sie hatte ihn wohl verstanden. Zögernd lösten sich ihre Hände. Ein langer abschieÄnehmender Blick, der Wiedersehen verhieß - dann schritt Elfriede über die Straße. Schritt traumbefangen, eine beglückende Wärme im Herzen dahin. Und fuhr erschrocken zusammen als neben ihr eine wohlbekannte Stimme ertönte.
29. Kapitel.
„Endlich sieht man Sie wieder, hab lange nicht das Vergnügen gehabt!"
Bruck stand mit gezogenem Hute vor ihr. Hinter den runden Brillengläsern funkelten die hellen Augen sie spöttisch an. ...... ..
„Ich gehe schon eine ganze Weile schüchtern hinter Ihnen her." f t
So hatte er sie mit Drau gesehen — Mochte er! Sie hatte nichts zu verbergen. Ohne daß sie es wußte, straffte sich ihre Gestalt em wenig.
„Sie wohnen wieder bei Ihrer Mutter, nicht wahr? Schön, wenn man nach erfolgter Flucht solch warmes Nestchen findet" — , .
Er ging neben ihr her, als sei seine Begleitung selbstverständlich. __ , -. , , „
„Der gute Teddy schäumt vor Wut. Sie haben ihn an seiner empfindlichsten Stelle ^troffen. Lotsen Sie ihn ruhig laufen, es langt bei mir schon für Drei Ach — Sie wissen wohl noch nicht,„oatz Meta und ich uns ebenfalls getrennt haben.
— Das aber nur amüsant ist, wenn man gleichgestimmte Partner hat", vollendete Elfriede, wieder gefaßt, mit einem Anflug ihres ehemaligen liebenswürdigen Spottes. Sie näherte sich dem Geschäft, in dem sie zu tun hatte und fühlte sich dadurch beruhigt. „Und die findet man leider nicht immer, wo man sie zu finden hofft, Herr Bruck! Aber trösten Sie sich: Für alles auf der Welt gibt es ~ e muß ich hier hinein, habe orgen. Leben Sie wohl —"
„Gretelein — ich habe dich und Herrn Settden heute nachmittag gesehen", sagte sie leise, damit die nebenan hantierende Mutter nichts höre. „Drau und ich gingen durch die Hauptallee stadtwärts, da kamt ihr plützlich aus einem Seitenweg heraus und gingt vor uns her —"
Grete Mervius hielt inne in ihrer Beschäftigung und sah die Schwester an, überrascht, aber durchaus nicht verlegen ober gar schuldbewußt.
„So? Nun, Elfe, dann weißt du, wie es um uns beide steht."
Sie senkte die Lider, flocht ihr langes Haar weiter, hatte plötzlich ein kleines zärtliches Lächeln um die Lippen, das die Aeltere unendlich rührte.
„Svante Sellden und ich haben uns lieb", sagte sie, ohne aufzusehen. „Wie das gekommen ist, weiß keiner von uns. Das Beschreiben von zehn Millionen Jahre alten Dinosaurierknochen ist eigentlich kein Thema, das anregend auf Liebesgefühle wirkt, aber sie waren eben doch eines Tages da."
„Und warum —"
„Warum ich Mutti nichts sagte? Weil ich sie nicht beunruhigen wollte, Elfe."
Nun war die Arbeit beendet. Schlank und hochaufgerichtet stand das Mädchen vor der Schwester, die sie zärtlich betrachtete. Wie eine nordische Göttin der Jugend sah Grete aus in dem weißen Nachtgewandt und den langen, blonden Zöpfen, die ihr über die Brust bis fast zu den Knien fielen.
„Svante Sellden glaubt, mich nicht heiraten zu dürfen. Die Ehe seiner Eltern war unglücklich durch das lange Getrenntsein der beiden. Sein Vater war Kapitän und die Mutter —" ein leichtes Achselzucken. „Ich sagte ihm, daß wir Mervius die Treue hielten, wenn wir sie einmal geschworen hätten, aber er glaubt mir nicht, der dumme Kerl! Einen Dickkopf hat der!" Sie seufzte. „Den braucht er wohl bei seinen Chinesen und Kamelen da unten, aber mir macht er das Leben schwer damit, denn wie willst du so einen Menscken überzeugen, daß du zu seinem Glück nötig bist?!"
Elfriede, die auf dem Bettrand saß, mußte lachen. Sie erhob sich, trat auf die Schwester zu und legte ihr die Hände auf die Schultern — „und er zu deinem Glück wohl nicht, Fräulein Bescheidenheit?"
„Doch. Genau ebenso sehr, Elfe." Fest sahen die blauen Augen sie an. Der Uebermut war aus ihnen geschwunden. Zum ersten Male erkannte Elfriede Stalling den tiefen Ernst, die erwachte frauliche Reife in dem jungen Geschöpf, in dem ihre Schwesternliebe bis heute noch immer ein halbes Kind gesehen.
„Und was gedenkst du zu tun?" fragte sie leise.
„Warten", sagte Grete Mervius einfach und betrachtete den schwarzeingerahmten Spruch, der über ihrem Bett hing: „Sei getreu bis in den Tod, so
Barcelona durchgeführt wurde, gelang der deutschen Nationalmannschaft eine glänzende Revanche. Vor 60 000 Zuschauern erzielten unsere Fußballspieler einen Sieg mit 2:1 Toren. Der erfolgreiche Schütze war der Wormser Fath, der beide Tore schießen
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Roman von £>. von Hellermann.
Copyright 1936 by Llufwiirts-Berlag ®. m. b. S)., Berlin SW 68.
Keine Kartenbestellungen mehr für Olympia-Berlin.
Der große Erfolg der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen hat eine derartige Steigerung des Interesses an den olympischen Wettbewerben im August d. I. herbeigeführt, daß täglich aus dem In- und Ausland zahllose Bestellungen auf Eintrittskarten beim Organisationskomitee einlaufen. Obwohl durch Rundfunk und Presse für Deutschland die vorläufige Sperrung des Kartenverkaufs bekanntgegeben worden ist, hat die Flut der Bestellungen nicht eingedämmt werden können, weshalb sich die Kartenstelle aufs neue mit der Bitte an die Öffentlichkeit wendet, vorderhand keine Bestellungen und keine Geldsendungen an das Organisationskomitee zu richten.
Der erfolgreiche Torschütze von Barcelona.
Stelle wurde der 2. Kameradschaftsführer gewählt. 2 Kameradschaftsführer wurde Wilhelm S ch u ch. Vit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß. Zum anschließenden Unterhaltungsabend hatten sich die B e r g- mannskapelle Weickartshain (Leitung: G. Biedenkopf) und der hiesige Gefangver- e i n (Dirigent Lehrer Langohr) zur Verfügung gestellt. Lehrer Roth- Grünberg hielt eine An- prache, in der er auf Ernst Moritz Arndt und eine dem Nationalsozialismus verwandte geistige Haltung hinwies. Darbietungen des Gesangvereins und der Kapelle, sowie verschiedene humoristische Vorträge einiger Kameraden bereicherten den Abend. — Gestern nachmittag ereignete sich an der Straßenkreuzung Stockhausen—Freienseen, Weickartshain—Lardenbach ein Verkehrsunfall. Ein aus Richtung Weickartshain kommender Personenkraftwagen stieß mit einem Mo° torradf ahrer zusammen, der von Stockhausen kam. Der Führer des Kraftrades erlitt hierbei Kopfverletzungen und mußte in das Laubacher Krankenhaus gebracht werden. Der Beifahrer und die Insassen des Kraftwagens wurden nicht verletzt.
Kreis Bübingen.
Büdingen, 24. Febr. (LPD.) Zwei etwa 20 Jahre alte Burschen aus Selters wurden unter dem Verdacht, an einem 13 Jahre alten Pflegekind, das nicht im Vollbesitz feiner Geisteskräfte fein soll, Sittlichkeitsverbrechen verübt zu haben, verhaftet. Sie wurden dem Amtsgericht Ortenberg zugeführt.
Kreis Alsfeld.
△ Alsfeld, 22. Febr. Im überfüllten Saale des „Deutschen Hauses" sprach der Direktor der Deutschen Schule in Okahandja, Gustav Jung, über Land und Leute in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika. Der Redner ist bereits seit 24 Jahren als Lehrer an der Deutschen Schule in tzudwest-Asrika tätig und weilt zur Zeit auf Urlaub in seiner oberhessischen Heimat in Merlau, Kreis Alsfeld. Der Vortragende verfügt über eine sehr große Anzahl von Lichtbildern, die seinen schlichten, aber eindrucksvollen und fesselnden Vortrag belebten und ergänzten. Der Redner gab zunächst einen Ueberblid über die staatsrechtliche Stellung der deutschen Kolonie in Südwest-Afrika. An Hand der Lichtbilder gab er dann einen Einblick in die Landschaft des Steppengebietes von Südwest-Afrika und dessen Besiedlung. Er veranschaulichte weiter das Leben der dortigen Bevölkerung und den Betrieb der deutschen Schule, die ihre Kinder teilweise aus einem Umkreis bis zu 200 Kilometer erhält und zu deren Unterbringung Pensionate in besonderen Gebäuden in Verbindung mit der Deutschen Schule errichtet sind. Der Vortragende hatte eine sehr interessante Ausstellung seiner zahlreichen Jagdtrophäen, die er in der langen Zeit seines Aufenthaltes in Südwest-Afrika sich erworben hatte, im großen Saale des „Deutschen Hauses" aufgebaut, die bei den Zuhörern großes Interesse fand.
- M ü ck e, 24. Febr. In der Gastwirtschaft Hörle zu Merlau fand die diesjährige Brennholzver- fteigerung aus sämtlichen Forstorten der Försterei Merlau statt. Es hatten sich viele Interessenten eingefunden. Das Angebot reichte nicht aus. Buchen-, Ahorn-, Eichen-, Kiefern-, Fichten-, Eschen- und Lärchenholz gelangten zur Verweigerung. Je zwei Raummeter Scheitholz kosteten bis zu 17 Mark, Knüppelholz bis zu 10 Mark. Der Raummeter Reiserholz wurde in der 3. Klasse mit 1,20 bis 1,50 Mark be» zahlt.
= Merlau, 24. Febr. In einer gut besuchten Sammlung in der hiesigen Wirtschaft von H ö r l e hielt der Schulleiter Jung aus Dmaruru im einsti- gen Deutsch-Südwestafrika einen Lichtbilder- öortrag über Südwestafrika. Er schilderte dabei die Lage der deutschen Volksgenossen in dieser ehemaligen deutschen Kolonie, berichtete über die Entwicklung des dortigen Schulwesens und erzählte weiter von Land und Leuten, Sitten und Gebräuchen der dortigen Eingeborenen. Die Lichtbilder boten eine gute Ergänzung des gesprochenen Wortes. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. ______________________________________
ammengeietzte (Baugruppen eingeteilt. Im Gegen- atz zum Vorjahre, wo nur eine viele Härten mit ich bringende einfache Runde stattfand, werden in liefern Jahre die Gruppenfieger in Vor- und Rückspiel ermittelt. Spieltage der Vorrunde sind der 19. und 26. April und 3. Mai; die Rück- runde wird am 10., 17. und 24. Mai ausgetragen. Die vier Gruppensieger treffen sich dann am 7. Juni zur Vorschlußrunde, deren Sieger am 21. Juni das Endspiel bestreiten.
Die Meisterschaft der Frauen wird wieder nach dem Pokalsystem ausgetragen: die Vorrunde findet am 3. Mai, die Zwischenrunde am 17. Mai statt, Vorschlußrunde und Endspiel finden zusammen mit den betreffenden Spielen der Männer am 7. und 21. Juni statt.
Die Einteilung der (Baugruppen ist folgende:
Gruppe 1: Ostpreußen, Brandenburg, Schlesien, Sachsen.
Grupps 2: Pommern, Mitte, Nordmark, Niedersachsen.
Gruppe 31 Westfalen, Mittelrhein, Württemberg, Bayern.
Gruppe 4: Niederrhein Nordhessen, Süd- roeft, Baden.
Nacholympische Handballspiele in Deutschland.
Auf der ersten Tagung des Internationalen Handball-Verbandes, die am Sonntag in Berlin stattfand, wurde auch bereits der Spielplan für die nach den Olympischen Spielen vorgesehenen Gastspiele ausländischer Olympiamannschaften in deutschen Städten aufgestellt. Lediglich die Spieltage stehen noch nicht ganz fest. Am besten wurde der Gau Mitte berücksichtigt, der nach Magdeburg das Treffen Oesterreich — Deutsche Nationalelf erhalten hat. In Süddeutschland werden die Nationalmannschaften von Schweiz, Luxemburg und Frankreich zu sehen sein. Die Schweizer spielen in Frankfurt oder Darmstadt gegen den (Bau Südwest, die Mannschaft Frankreichs trifft in Kassel auf den Gau Nordhessen und unser letzter Länderspielgegner, Luxemburg, wird in Mannheim mit dem (Bau Baden die Klingen kreuzen. Weiter vorgesehen sind folgende Treffen: Ungarn — (Bau Sachsen in Leipzig: Dänemark — (Bau Niedersachsen in Braunschweig oder Bremen: Schweden — Gau Pommern/Brandenburg in Stettin; Polen — Gau Schlesien in Breslau oder Oppeln; Holland — (Bau Westfalen in Minden; Amerika — (Bau | Nordmark in Hamburg ober Bremen.
Neuer Frauen-Gchwimmrekord.
Die Frauenstaffel des SV. „Rote Erde" Hamm wartete im Rahmen eines Springerlehrganges in Erkenschwick mit einem neuen deutschen Rekord auf. lieber 4X100 Meter Rücken verbesserten die Hammerinnen die seitherige Bestleistung von Düsseldorf 98 von 6:07,0 Min. auf 6:00,0 Min. um volle sieben Sekunden. Die Staffel schwamm in der Besetzung: Pletsch, Holthausen, Kellermann und Lefarth.
Deutscher Eislaufsieg über Japan.
Für die letzten Tage der großen internationalen Hamburger Eissportwoche war ein Schnellauf-Drei- städtekamps Hamburg-Berlin-Tokio vorgesehen, der jedoch in einen Länderkampf Deutschland- Japan umgewandelt wurde. Der Kampf bestand aus einem 1500-Meter-Lauf und zwei Staffeln ; (5 mal 1000 Meter und 5 mal 2000 Meter). In allen drei Wettbewerben siegten die Deutschen, denen so auch der Gesamtsieg nicht zu nehmen war.


