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einer großen Vergangenheit, in Angesicht der neuen Kriegsflagge, dem «Sinnbild unserer Zukunft, er­hoben wir die Hand mit den drei Schwurfingern und gelobten dem Führer des Reiches, dem Ober­sten Befehlshaber des Heeres unverbrüchliche Treue.

Im frohen Beieinandersein blieb bald die feier­liche, gehobene Stimmung, aber in jedem Rekruten der am Nachmittag den Schiffenberg wieder her- untermaschierte, lebte das Gefühl, daß die vergan­gene Feier einen Wendepunkt in seinem Leben be­deutete. Nicht äußerer Zwang hält den vereidigten Soldaten, sondern für die Dauer des Lebens ist er durch die unsichtbaren Bande der Ehre und des Gewissens an die Fahne gebunden.

Schütze Zick graf,

1. Komp./Erg.-Bat. 53 (1. Lehrgang 1936).

KriegsverwendungsW'ger Soldat in acht Wochen.

Die Aufgabe der Ergänzungseinheiten ist es, in knapp acht Wochen aus einem Zivilisten einen Sol­daten heranzubilden, der in der Lage ist, im Ernst­fälle mit der Waffe umgehen zu können. Daß uns diese Aufgabe als Ausbildungspersonal gelungen ist, beweisen die Besichtigungen, die am Ende einer acht­wöchigen Ausbildung stattfinden, und die hier in Gießen im Ergänzungs-Bataillon 53 zur Zu­friedenheit unserer Vorgesetzten verlaufen sind.

Die Anerkennung des Herrn Generals Doll­mann und des Herrn Regiments-Kommandeurs bestätigen dem Ausbilder, daß sein Ausbildungsver­fahren zu dem gewünschten Ziele führt. Es ist aber nicht so einfach, in acht Wochen das Ziel zu er­reichen, das von dem Ausbilder verlangt wird. In Erkenntnis dieser schwierigen Aufgabe und zur Ver­tiefung der Einzelausbildung legte der Bataillons- Kommandeur einen Schulungskursus für das ge­samte Ausbildungspersonal in der Zwischenpause ein, der den Zweck hatte, den Soldaten auch seelisch zu erfassen und die beste Form der Lehrmethodik zu finden. Die dort erworbenen Kenntnisse bewäh­ren sich gerade jetzt bei den gezogenen Jahrgängen glänzend.

Seither rekrutierten sich die Mannschaften des Erg.-Bataillons 53 aus Freiwilligen, die in einem Alter bis zu 35 Jahren eine schnellere Auffassungs­

gabe besaßen, als der gezogene Jahrgang 1914. Dies liegt zum Teil an der beruflichen Vorbildung, an der Lebenserfahrung, die der Freiwillige in seinem Alter mitbringt. Einen Rekruten zum Sol­daten zu erziehen, erfordert viel Geduld. Man muß ihn behandeln wie ein Kind, und darf ihn durch die Kürze der Zeit nicht mit militärischem Stoff über­füttern, sondern im Anfang der Ausbildung die Aufbaustoffe teelöffelweise verabreichen. Erst mit dem Großwerden im militärischen Wissen wächst der Appetit, und der Rekrut verlangt von selbst nach mehr. Er erfaßt allmählich schneller, paßt sich allem leichter an und ist mit Passion bei der Sache. Eine Ausbildung derartig tempo- und stufenweise eingeübt, macht sich für immer bezahlt.

Es kostet im Anfang den Ausbilder sehr viel Ge­duld und einen kolossalen Stimmenaufwand, jeden Rekruten einzeln einen Griff oder Tempo durch­führen zu lassen, oder nochmals zu erklären und mit ihm durchzuüben. Man hat aber dann dafür die bestimmte Gewißheit, daß der Rekrut das Durch­zuübende richtig gesehen und richtig erfaßt hat. Aus diese Art müssen Ausbilder und Rekrut täglich von morgens früh bis abends spät zusammenarbeiten. Hunderte von Fragen werden oft in einem Tage von dem Rekruten an seinen Lehrer gestellt und gern und bereitwilligst beantwortet. Ich persönlich freue mich immer, wenn der Rekrut zu fragen an­fängt. Von diesem Augenblick an, wo er sich für alle militärischen Sachen und Dinge interessiert, interessiert ihn auch sein Dienst. Und dann ist der Ausbilder mit seinem Rekruten über den Berg hin­über.

Wie dankbar uns diese Schüler sind, beweist, daß sie am Besichtigungstage das Beste aus sich her­geben, weil sie wissen, daß sie durch eine gründliche Einzelausbildung ihrer Sache sicher sind. Daß sie nach dem Ausscheiden sich kameradschaftlich mit uns verbunden fühlen, davon zeugen Briefe und Post­karten, die heute noch von den Leuten an uns ge­langen, die sogar schon vor Monaten acht Wochen bei uns waren. Damit haben wir Unteroffiziere zwei Aufgaben erfüllt: den Mann zum kriegsver­wendungsfähigen- Soldaten ausgebildet und trotz aller Härte, die ja nun einmal das Soldatenhand­werk mit sich bringt, sein Herz erobert.

Unteroffizier Weber,

3. (MG.) Komp. Erg.-Batl. 53.

Wirtschaft.

Genehmigungspflicht für die Lieferung von Hafer.

Der Vorsitzende des Getreidewirtschastsverbandes Hessen und Nassau ordnete mit sofortiger Wirkung an, daß alle Verteiler- und Verarbeitungsbetriebe ihre zur Zeit vorhandenen Bestände an Hafer dem Getreidewirtschaftsverband bis zum 28. Januar 1936 zu melden haben.

Alle Verteilerbetriebe (Händler und Genossen­schaften) sind verpflichtet, die in ihrem Besitz be­findlichen Haferbestände, auch soweit es sich um bereits verkaufte Mengen handelt, unverzüglich dem Getreidewirtschaftsverband zur Lieferung anzu- dienen.

Jeder Verkauf und Tausch von Hafer jeglicher Art (Futter-, Saat- und Jndustriehafer) durch die Verteiler (Händler und Genossenschaften) bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Getreidewirt­schaftsverbandes. Die Genehmigung ist vor Ab­schluß des Vertrages vom Verteiler zu bean­tragen. Die Erteilung der Genehmigung kann von Bedingungen abhängig gemacht werden.

Diese Bestimmungen gelten auch für die bereits abgeschlossenen Verträge, soweit sie hinsichtlich der Lieferung noch nicht erfüllt sind. Zuwiderhandlun­gen werd-n bestraft.

Neue Anordnungen über Preisspannen für Mühlenfabrikate.

In Abänderung der Bekanntmachung vom 7. Juni 1935 des Getreidewirtschaftsverbandes Hessen und Nassau kommt mit Wirkung vom 24. dieses Monats bei den ortsüblichen Aufschlägen in Orten unter 3000 Einwohner der Zuschlag bei Roggen­fabrikaten von 0,20 Mk. je 100 Kilogramm, bei Weizenfabrikaten von 0,30 Mk. je 100 Kilogramm in Fortfall. Die ortsüblichen Aufschläge betragen daher vom obigen Zeitpunkt an im Ge­biet des Getteidewirtschaftsverbandes Hessen und Nassau gleichmäßig bei Roggenfabrikaten 1,40 Mk. je 100 Kilogramm, bei Weizenfabrikaten 1,80 Mk. je 100 Kilogramm. Die übrigen Bestimmungen der Bekanntmachung vom 7. Juni 1935 bleiben unver­ändert in Kraft.

Nhein-Mainische Börse.

Millagsbörfe: erholt.

Frankfurt a. M., 24. Jan. Die im gest­rig Abendbörsenverkehr sich bereits anbahnende Erholung erfuhr heute Mittag bei allerdings ziem­

lich kleinen Umsätzen eine Fortsetzung. Von der Kundschaft lagen nur kleine Aufträge vor, in grö­ßerem Umfange schritt jedoch die Kulisse zu Rück­käufen und Deckungen.

Der Aktienmarkt brachte durchschnittliche Er­höhungen von 0,50 bis 1 v. H. Die Sonderbewegung der Siemens-Aktie auf 176,25 (172,50) und die Be­festigung bei Schuckert auf 129,50 (127,50) im Zu­sammenhang mit der bevorstehenden Bilanzsitzung, aus der man ein günstiges Ergebnis erwartet, bot den übrigen Märkten ebenfalls Anregung; außer­dem fanden die weiter erhöhte Rohstahlgewinnung und die Auftragsbesserung in der Eisenindustrie Beachtung. Andererseits blieb der Abschluß der Hamburger Hyp. Bank mit 4 (i. V. 5) v. H. Divi­dende fast ohne Einfluß. Etwas lebhafteres Ge­schäft hatten einige Montanaktien, wie Hoesch mit 87,50 (86), Mannesmann mit 82,25 (81,25) und Stahlverein mit 78 (77,13). Auch IG. Farben wur­den mit 150,75 bis 151 (150,40) stärker beachtet, ferner verzeichneten Westdeutsche Kaufhof mit 32,13 bis 31,75 (31,40) größeres Geschäft. Maschinen­aktien notierten meist 0,25 bis 0,75 v. H. höher, ferner gewannen Metallgesellschaft 0,50, AKU. 1, Hanfwerke Füssen 0,50, Holzmann 1, Zellstoff Waldhof 0,65 und AG. für Verkehr 0,50 v.H. Etwas niedriger lagen Deutsche Erdöl und Aschaf­fenburger Zellstoff.

Renten lagen still, aber freundlich. Nur Kom- munal-Umschuldung lagen mit etwa 87,25 (87,35) etwas niedriger. Andererseits blieben Zinsvergü­tungsscheine mit 92.90 (92,90) gesucht, Altbesitz und 6 v. H. Stahlverein gewannen je 0,13 v. H. Von fremden Werten eröffneten 4 v. H. Ungarn Gold mit 8,90 (8,85) und 5 v. H. innere Mexikaner mit 5,60 (5,50).

Im Verlaufe unterlagen die Kurse kleinen Schwankungen, wobei nach beiden Seiten Abwei­chungen von etwa 0,25 v. H. eintraten. Das Ge­schäft war außerordentlich klein. Etwas fester lagen u. a. IG. Farben, AEG., Stahlverein, Daimler, Aschaffenburger Zellstoff und Reichsbank, Gesfürel stiegen auf 128 nach 127, Scheideanstalt auf 215 (214), andererseits gaben Junghans n. P. auf 118 (119) nach. Am Kassamarkt wurden Hypotheken­bankaktien von dem Abschluß der Hamburger Hyp. Bank beeindruckt und gaben um 1 bis 1,50 v. H. nach, so Pfälz. Hyp., und Franks. Hyp. Bank.

Am Rentenmarkt blieben die variablen Werte im Verlaufe still und unverändert. Der Pfandbrief­markt brachte nur bei Liquidationspfandbriefen geringfügige Veränderungen. Stadtanleihen lagen

Oer Krupp-Abschluß für 1934/35

bis 12, Weißkraut 4 bis 6, Wirsing 4 bis 8, Winter" kohl 7 bis 8, Zwiebeln 7 bis 9.

Obst- und Südfrüchte: Deutsche Aepfel blieben bei unbestiedlgender Nachfrage stark an- geboten, und es verblieben Ueberstande. Preise weiter abbröckelnd. Apfelsinen und Mandarmen bei guten Zufuhren schleppend, greife notierten: Aepfel I 24 bis 30 II 18 bis 22, Gold- parmänen 22 bis 30, Schafsnasen 13 bls 18, Roter Eifer 18 bis 20. Amerikanische Aepfel: 40 Pfd. rot 16 bis 18, do. gelbe 16,50 bis 18 Apfelsinen blond 13 bis 18 span , kernlos 25 bis 26 span Pattrno Blut 20 bis 27 ital., Birnen 25 bis 30 Kvchblr- nen 14 bis 18, Bananen Kiste 25 Pfd I 6,50 Ka- merun, II 5 Kamerun, Kranz-Feigen 25 kg 8 bis 9.50, Smyrna-Feigen Kiste 50 Pfd 9,50, Trauben, Steige 20 Pfd. 6.50 Almena, Walnüsse 45 franz., Zitronen Kiste 300 und 360 Stück 6,25 bis 6,50.

Frankfurter ButtermartL

Frankfurt a. M. 24.Jan. Das Butterangebot zeigte eine weitere Zunahme. Die 910(^096 des Konsums ist normal, aber angesichts des bevor­stehenden Monatsendes ziemlich ruhig, wobei m den Kleinhandelsgeschäften nur kleinste Quantitäten verlangt werden. Außerdem machte sich die reich­lichere Versorgung mit Schweineschmalz und Mar­garine bemerkbar. Die Preise blieben unverändert. Es "notierten in Mark pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125. Holl. Butter 145 bis 148.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 24. Jan. Die Zufuhren an frischen Eiern blieben auch in dieser Woche sehr knapp, während die Nachfrage dringend war und keineswegs bestiedigt werden konnte. Die im Groß­handel gehegten Hoffnungen auf stärkere Zuteilun­gen fettens der Reichsstelle haben sich leider nicht bestätigt, da die Einfuhr außerordentlich niedrig ge­halten wird. Man hat indes berechtigte Hoffnung, daß im nächsten Monat die Produktion etwas stär­ker einsetzen wird, so daß zunächst hauptsächlich der Bedarf der Großstädte sichergestellt wird. Die vor­handenen Mengen dieser Woche konnten nur be­schränkt zugeteilt werden. Die Preise blieben unver­ändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche und ausländische Handels- klasseneier: S 12% bis 12%, A 11% bis 11%, B 10% bis 11, C 9-/4 bis 10, D 9% bis 9*/<.

Oie jndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

63: Einzahlung von Wechseldiskonterlöstn im Ver­rechnungsverkehr.

64: Bekanntmachung der Schweizerischen Verrech­nungsstelle über Zinsüberweisungen nach Deutschland.

65: Bekanntmachung KP 92 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise.

ruhig und- behauptet, etwas niedriger 4,5 Darm- stadt von 1928 mit 92,50 (93). Staatsanleihen lagen still. Auslandsrenten blieben allgemein gut gehalten, Schweiz. Bundesbahn-Obligationen waren weiter etwas erholt. Niedriger lagen ?na*°, llr J mit 37,50 (37,65). Tagesgeld unverändert 2,50 vom Hundert. hnn cn

Im Freiverkehr nannte man: Adlerwerke 100,50 (100), Pokorny 104 (103), Wayß & Freytag 92,50 Geld (92,50), Growag 79 (79,50).

Abendbörfe freundlich.

Die Abendbörse hatte bei zuversichtlicher Grund­tendenz und gegen den Berliner Schluß gut be­haupteten Kursen nur sehr kleines Geschäft. Soweit Abweichungen eintraten, betrugen sie nach beiden Seiten nur Bruchteile eines Prozentes.

Etwas beachtet waren Westdeutsche Kaufhof mit 32,90 (32,50), Stahlverein mit 78,90 (79), Eßlingen Maschinen mit 90,25-90,50 (90) und IG. Farben mit 151 (150,90). Daimler Motoren, Metallgesell­schaft, Schuckert und Kunstseide Aku bröckelten leicht ab. Am Kassamarkt gingen Sachtleben Bergbau auf 171,50 (173) zurück, von Banken erhöhten sich Commerzbank auf 86,75 (86,50). ,

Der Rentenmarkt lag geschaftslos, Kommuna - Umschuldung nannte man auf der ermäßigten Mtt- tagsschlußbafis von 87,10. IG. Farben-Bonds zo­gen etwas an auf 125 (124,90), ferner 4,50 (6) v.H Stadt Frankfurt auf 91,75 (91,50), wahrend 4,5proz Mainz v. 28 auf 92 (92,25) nachgaben. Fremde Werte lagen still, 3,5proz. Schweiz. Bun­desbahn 170 (169). _ ,

U. a. notierten: Altbesitz 109,75, IG- Farben- Bonds 125, 6proz. NSU, 102,50, 4,50 (6) Frank­furt v. 26 91,75, 4,5proz. Mainz v. 28 92, 4,5proz. Franks. Hypotheken Gold R 1315 96,50, 4,50 dto. KO IIIII 93,40, 4proz. Rumänen 5,20, 4proz. Un­garn Gold 8,95, Commerzbank 86,75, DD-Bank 86, Harpener 108,50, Mannesmann 82,50 Hoesch 88, Rheinstahl 109,75, Stahloerein 78,90, Aku 55, Be- kula 138,50, Gement Heidelberg 124, Daimler 96,25, Scheideanstalt 215, Dt. Linoleum 145,50, Eßlingen Maschinen 90,25-90,50, ELG. "5,50 IG. Far­ben 151, Holzmann 94,75, Muag 78,40, Metall­gesellschaft 117, Moenus Maschinen 82, Schuckert 129,25, Siemens 176, Westdeutscher Kaufhof 32,90, Südd. Zucker 199, Schöfferhof 172,50, Sachtleben 171,50, AG. für Verkehrswesen 103.

Frankfurter Obst- und Gemüsemackt.

Frankfurt a. M., 24. Jan. Die starken Zu­fuhren in Gemüse hielten an, dagegen blieb die Nachfrage nach wie vor schleppend. In Rosenkohl, Feldsalat, Wirsing, Weiße Rüben, Gelbe Rüben und Zwiebeln verblieben Ueberstände. Infolge der in den letzten Tagen übermäßig starken Zufuhren von ausländischem Blumenkohl und Eskarol sind deutsche Gemüse schwer verkäuflich; die Preise gin­gen teilweise weiter zurück. U. a. notierten: Blu­menkohl, Steige 9 bis 18 St. 2,50 bis 3 ital., Es­karol 6 bis 12, do. Steige 18 bis 32 St. 2,50 bis 3 ital., Feldsalat groß 25 bis 30, klein (Mistbeet) 60 bis 80, Gelbe Rüben 2% bis 3%, Kewürzel gr. Bdl. 30 bis 40, Karotten 4 bis 5, Kohlraben 2% bis 4, Kopfsalat Steige 24 St. 5,50 bis 6 span., Meerrettich 35 bis 45, Rosenkohl 15 bis 18, Rot­kraut 7 bis 10, Sellerie 50 kg 8 bis 12, Spinat 6

Fwd. Essen, 24. Jan. Bei der Friedrich Krupp AG-, Essen, hat in dem am 30. Sep­tember 1935 abgelaufenen Geschäftsjahre die M e n- genkonjunktur in der Eisenindustrie zu einer recht befriedigenden Beschäftigung in fast allen Be­trieben geführt, die zusammen mit den günstigen Auswirkungen der Rationalisierungs- und Jnvesti- ttonsmaßnahmen der vergangenen Jahre die Vor­lage eines recht befriedigenden Abfchluf- f e s ermöglicht hat. Dabei ist besonders bemerkens­wert, daß die Gesellschaft auch auf ihren Zechen- gebieten befriedigende Geschäftsergebnisfe er­zielt hat.

Nach erhöhten Abschreibungen auf Anlagen von 27,32 (24,04) und ermäßigten anderen Abschreibun­gen von 4,63 (6,24) Mill. Mark ergibt sich einschl. 0,65 Mill. Mark Vortrag ein Gewinn von 1 0,34 (6,65) Mill. Mark, wovon 5 (4) Mill. Mark der Rücklage für Werkserhaltuny und Er­neuerung, wieder 2 Mill. Mark b<r Rücklage zur Unterstützung von Pensionären zugesuyct, 3,3 () Mill. Mark für Wohnungsbauten bercitgefteüt und die restlichen 0,04 (0,65) Mill. Mark oorgetragen werden.

Zu dieser Gewinnverwendung bemerkt die Ver­waltung, daß der erzielte Reingewinn an sich die Ausschüttung einer Dividende zulassen würde. Es wird jedoch die Meinung vertreten, daß auch in Zukunft noch erhebliche Aufwendungen gemacht werden müßten, um ältere Werksteile dem technischen Fortschritt anzupassen. Auch dürfte die Sicherung der inländischen Rohstoff­versorgung noch beträchtliche Mittel erfordern. Man glaubt, daß bei gleichbleibender Wirtschaftslage nach

dieser weiteren inneren Stärkung des Unternehmens für die künftigen Jahre eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung in Erwägung gezogen werden könne.

lieber die Geschäftsentwicklung wird u. a. mitgeteilt, daß der Jnlandsmarkt für die Erzeugnisse der Gesellschaft in hohem Maße auf­nahmefähig gewesen fei, der Auslandsabsatz konnte gegen das Vorjahr um 11,5 v. H. gesteigert werden.

Ueber die verschiedenen Werksgebiete wird im einzelnen u. a. noch mitgeteilt, daß im Kohlen­bergbau die Lagerbestände um 28 v. H. zurück­gegangen sind. Entsprechend der Notwendigkeit, in stärkerem Maße einheimische Erze zu ver­brauchen, wurde die Förderung der Erzgruben der Gesellschaft im Siegerland und Lahngebiet weiter erheblich gesteigert. Mehrere stilliegende Gruben wurden wieder in Betrieb genommen und mit dem Aufschluß und der Vorrichtung einiger bisher unerschlossener Vorkommen begonnen. Die Förderung der Eisenerzgruben einschl. der Manganeisenerzgrube stieg auf 721312 (479143) Tonnen. Die Zahl der Werksangehörigen (einschl. der Tochterunternehmungen) betrug am Ende des Geschäftsjahres 75 954. Bei den ange­schlossenen Werken und Handelsfirmen waren weitere 15 553 Personen beschäftigt.

Im neuen Geschäftsjahre fei der Beschäftigungs­grad, von kleineren Schwankungen in einigen Be­trieben abgesehen, unverändert günstig ge­blieben. Der in das neue Jahr übernommene Auf­tragsbestand sichere den meisten Anlagen eine aus­kömmliche Beschäftigung bis zum Frühjahr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Jranliuri a. 2)1.

23ernn

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« bdrfe

Schluß­kurs

Echlußi. Abend- börsr

Schluß« kurs

Schlußk. mittag» börse

Datum

23.1 |

24 1-

23 1

24 1-

Datum

23.1

24.1

23.1.

24.1.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 &%% young-tinlel^e von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.»Rechten .............

100,4

97,65

109,65

99,75

97,75

96,4

101,4

93

118,5

114

96,5

101,75

101,65

97

97

108,4

8,85

8,8

8,75

13,4

100,5 97,75

109,75

99,9

97,75

96,4

101,4

93

113,75

96,5

101,7

101,5

97

97

I 108,4

30

1,2

8,95

8,9

8,9

13,5

9,65

100,5 97.65

103,13

109,65

100

96,4

11!

101,65

97

97

108,4

30 1,25

8,9

8,7

9 13,25

100,5

97,75

102,75

109,75

99,9

97,65

113,75

101,65

97

97

108,5

1,25

8,95

8,9

9

13,5

4% vesgt. Serie II ............

5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 4yz%Rumän.vereinh.Rentev.l913

4% Rumänische vereinh. Rente ..

2 y4% Anatolier .............

Hamburg-Amertka-Paket .....0

Hainburg-Südam. Dampfschiff ., 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz» und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Retchsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula.................... io

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5 Licht und Kraft ........... ey»

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellich.s.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co...............4

Siemens L Halske............7

Lahmeyer LEo. :............7

Buderus .............. 4

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener...................0

9,65

6,5 9

5,2

37,65

15

16,65

101,75

117

87

85,25

85,75

183,75

35,75

138

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129,5

111,5

126,75

126

127,5

172,5

125,25

95,75

107,4

108,75

86

157

83

81,25

9,65

6,55

9,1

5,2

37,5

15,25

16,75

103

116,5

86,75

85,75

86

184,65

36,65 138,5

115,5

130,5

111,5

128,25

129,25

126,75

129,25

176

125,5

96

107,75

108,5

88

158

128,5 84

82,5

9,85

6,25

9

5,15 37,5

15,5

16,5

101,9

116

87

85,5

86

184,5

35,75

138,5

114

129,25

111,5

127

129,75

126

126,75 172,5 125,5

95,5 107,5

108,75

86,5

158

128,25 82,75 81,13

9,13

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37,5

15,4

27,25

16,9

103 115,5 86,65

85,75

86

184,75

36,5 138,65 115,25

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126,75

129,65

176 125,5

96,5 108.13 108,5

88

158

129

84 82,65

4*/,% Deutsche Reichspostschatzan- weisungen von 1934, I.......

6% ehem.8°/«, Hess. Bolköstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4*4% ehern. 8% Hessische Landes» banl Darmstadt Gold R. 12....

6y2% ehcm. 4y,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4yz% ehem. 8% Darmst. Komm.

LandcSb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.»Rechten <y8% ehe m.8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

5y,% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank»Ligu.»Psandbriese......

6Yi% ehem. ' 4y$% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

4>/.% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstalt, Psandbriese R. 19 4%% ehcm. 7% Pr. Landespfand.

briefanst., Gold Komm. CbLVI Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

4% Österreichische Goldrente...

4,20% Österreichische Stlberrentr

4% Ungarische Staatsrente V. 1910

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........e

Klöcknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhre« ........0

5% obgest. Goldmettkaner von 99 4% Türkische Bagdabbahn-Anleihe

Frankfurt a. M.

Äerlm

Dem

enmarkt Berlin Frankfurt O.21L

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

23.Januar

24.Januar

Amtliche Notierung

Geld I Aries

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Datum |

23 1.

24-1

23.1.

24 1

ManSselder Bergbau.........5

kokSwerke.................6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rhelnstahl ..................4

125,5

217

109

77,13

17,5

119,5

188,5

150,4

214

108,75

117

117

93,25

122,5

128

53,25

91,5

117,5

82,75

95,75

144,75

31,4

279,75 172 163

26

89

1 199

125,5

217,5

109,75 78,9

17,5

119,5

189,5

151

215

110,5

120,75

117

94,75 124

128

55 90,25 118,5 82,5

96,25 145,5

32,9

282

173 163,25

27,25 89,4

199

125

116,9

218

108,9

77,13

17,4

126,5

119,9

189

150,4

108,5

117,25

117,5

93,65

97,75

53,4

91

116,9

82,65

120,13

96

145

77,25

31,75

280

172

163,25

26

199

125,75 119,25 217,5

110 79 17,5

126 119 189,75

150,9

110,75 120,25

117,5

95

98,75

55,25 90,75 118,13 82,5 120,9 96,75 145,5

77,75 32,5 283,5

172

163,5

I 27 1 199

Buenos Sire Brüssel .... Rio de Jan. Sosta.....

Kopenhagen. Danzig-----

London .....

HeliingforS.. Paris .....

Holland ... Italien .... Japan .....

Jugoslawien Cßlo..... '

Wien......

Lissabon Stockholm.. Schweiz ... Spanien...

0,678 41,96 0,138 3,047 54,87 46,80

12,285 5,415

16,375

168,53

19,85 0,718 5,654 61,69

48,95 11,15

63,35

80,72 33,93 10,28

2,476

0,682

42,04

0,140

3,053

54,97

46,90

12,315

5,425

16,415

168,87

19,89

0,720

5,666

61,81

49,05

11,17

63,47

80,88

33,99

10,30

2,480

Banknoten

0,676 41,95 0,136 3,047 54,87 46,80

12,285 5,415

16,375 168,58

19,85 0,718 5,654 61,69 48,95 11,15

63,34 80,74 33,93

10,275

2,466

0,680 42,03 0,138 3,053 54,97 46,90

12,315 5,425

16,415 168,92

19,89 0,720 5,666 61,81

49,05 11,17 63,46 80,90 33,99

10,295

2,470

Bereinigte Stahlwerke........0

Ltavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y,

I G. Farben-Industrte.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ...... 5

Rütgerswerke ............... 6

Metallgelellschast.............4

PHUtpp Holzmann...........4

Zementwerk Heidelberg ......7

Cementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 6

Zellstoff Waldhos ............5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Orenstein L Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Ehade....................7»/.

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Eonti-Gummi...............8

Grttzner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker ........10

Budapest .. Neuyork ...

Berlin, 24 Januar ' | Geld

25nei

Amerikanische Koten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten ............. ...

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

2,418

41,80

54,66

12,25

16,325 168,16

61,53

63,17

80,56

33,57

2,438

41,96

54,88

12,29 16,385 168,84

61, n

63,43

80,88

33,71