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Geschichten aus aller

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Das neue Institut. (Aufnahme: NSG.-Bildarchiv.)

Auf bereit,

wendigen Mittelstürmer der einen Partei vom Platz weg zu verhaften, weil er wegen eines Diebstahls gesucht wurde.

Der Mittelstürmer bat nun die Polizeibeamten, ihn wenigstens dieses Spiel noch mit austragen zu lassen, denn schließlich hänge der Ruhm von Chrudim von seiner Anwesenheit in diesem Spiel ab. Die Polizeibeamten zauderten, warteten dann aber doch aus Lokalpatriotismus,, bis der Schluß­pfiff ertönte und damit der Gefangene für sie zur Verfügung stand. Zum Ruhme von Chrudim hat er übrigens nicht beigetragen. Denn seine Mannschaft verlor trotzdem!

Die bosnische Helena.

(Da.) Belgrad.

Der Kampf um Troja, der zehn Jahre dauerte und viele Griechen und Trojaner unglücklich machte, wurde bekanntlich um eine Frau geführt. Aber auch heute noch wandeln Frauen unter uns, die immer­hin eine Schlacht entfesseln können, wie ein auf­regender Vorfall im bosnischen Sandschak beweist.

Der Bauernbursch Demilovic liebte die Tochter eines reichen Bauern und wurde wiedergeliebt. Aber da Demilovic arm war, wandten sich die Eltern gegen eine Verbindung, worauf sich das Mädchen von dem Liebhaber nach seinem Dorfe entführen ließ. In ihrem Heimatort wurde sie aber ebenfalls heftig verehrt, und zwar hauptsächlich von dem reichen Bauernsohn Mujovic, der nach der Entführung des Mädchens alle seine Freunde her­beirief, sie bewaffnete und zum Kampf gegen das andere Dorf anführte. Es entwickelte sich eine regel­rechte Schlacht, bei der drei Bauern erschossen und sechs lebensgefährlich verwundet wurden. Die Polizei beendete den Kampf, noch ehe er entschieden war. Das Schicksal des vielbegehrten Mädchens ist noch ungewiß.

Mekka hochmodern.

(ur) Mekka.

Jene seltsamen Ideen, wonach Mekka durch Film- und Photoapparate, durch westeuropäische Motoren und Flugzeuge entweiht werden könne, sind längst überwunden. Ibn Saud hat sich entschlossen, die heilige Stadt zu modernisieren.

Auf den langwierigen und nicht immer leichten Karawanenwegen werden nun Straßenbahnwagen und Turbinen nach Mekka geschafft. Bis zur näch­stenMekka-Saison" sollen die Hauptstraßen be­reits in elektrischem Licht erstrahlen. Ferner sollen Straßenbahnen zwischen den teilweise weit entfernt liegenden Betplätzen verkehren.

Endlich aber muß jedes Haus, das zur Saison fremde Pilger aufnimmt (und das tut jedes Haus in Mekka) an die städtische Wasserleitung angeschlos­sen sein. Die größte Sensation aber dürfte ein Riesenhotel bilden, das unweit des größten Tempels errichtet wird und mehrere hundert Zimmer auf­weisen soll.

Geistes, sondern nicht minder des Menschen selber, von deren Möglichkeit und letzter Auswirkung selbst heute noch nur erst ganz wenige weitschauende Geister eine Vorstellung haben. Denn das ist der letzte Sinn aller nationalsozialistischen Volkspflege:

es soll ein ganz neues Volk entstehen von kraftvoller Gesundheit und einem durch be­wußte Auslese und Ausmerze höher und höher gesteigerten Erbwert und damit zu­gleich bedingten höheren Leistungsfähigkeit.

Ein fürwahr gigantisches Ziel! Aber wir wissen, daß wir mit der Verwirklichung dieser zu ihrer Vollendung der Zeit von Generationen und Jahr­hunderten bedürfenden Arbeit wandeln auf den Wegen eines aufwärts gerichteten und damit wahr­haft göttlichen Schöpferwillens!

Ist so das Ziel klar erkannt, so erhalten die zu seiner Durchsetzung getroffenen Maßnahmen und Einrichtungen ein ganz besonderes Ausmaß von Bedeutung. Wenn daher jetzt (am kommenden Montagnachmittag. D. Red.) in feierlicher Weise die Einweihung des Instituts für Er.b- und Rassen pflege in der Universitätsstadt Gießen erfolgt, so ist dies nicht etwa nur ein Ereignis von örtlich begrenzter Bedeutung, sondern es sind dies für unser gesamtes Gaugebiet Hessen- Nassau Meilensteine auf dem Weg der Entwicklung, die erst und einzig durch die befreiende Tat Adolf Hitlers ermöglicht wurde und auf welche man das stolze Nietzsche-Wort anwenden darf:Man lebt vor ihr, man lebt nach ihr, weil sie hier ein Ende gemacht hat."

In schwierigster Zeit durch den Opfersinn der Hessischen Aerzteschaft gegründet und aus beschei­denen Anfängen heraus gewachsen, werden schon heute unter der Leitung von Dr. med. H. W. Kranz in dem neuen Institut Aufgaben von

Verhaftung mit Aufschub.

(ur) Prag, dem Fußballplatz von Chrudim war alles

NSG. Schon vor zwölf Jahren wies der Führer in seinem BuchMein Kampf" dem völkischen Staat die Aufgabe zu, daß er die Rasse in den Mittelpunkt des allgemei­nen Lebens zu stellen, daß er für die R e i n e r h a l - tu n g zu sorgen und das Kind für das kostbarste Gut zu erklären habe.

In ganz planmäßigem Aufbau gehen heute na­tionalsozialistische Bewe­gung und Staat, gleich­zeitig neben der Lösung schwierigster anderer Auf­gaben, daran, diesen pro­grammatischen Grundge­danken im neu entstehen­den Volks- und Staats­gefüge zu verankern. Da­mit aber wird eingeleitet eine unerhörte Revolutio­nierung nicht allein des

außerordentlicher Bedeutung und Vielseitigkeit be­arbeitet.

Die Aufgabe jeder Volkspflege wird es sein, die gesamte Erbmasse unseres Volkes erst einmal in biologisches

Erbgut und Erbsünde"

zu teilen. Zu diesem Zwecke enthält das neue In­stitut ein großes, mit der Zeit immer umfang­reicher werdendesErbbiologifchesArchi v", welches zur Zeit die zentrale Sammel stelle für den gesamten Gau Hessen-Nassau dar­stellt. Auf großen, vom Institutsleiter entworfenen, Sippschaftstafeln werden alle für die erbbiologische Erforschung der Bevölkerung erforderlichen Auf­gaben, wie Namen, Wohnort, Beruf, Geburts- und Todestag und Todesursache, körperliche und geistige Eigentümlichkeiten u. a. m. zusammengestellt. Das erforderliche Material wird durch die unmittelbare Untersuchung der das Institut aufsuchenden Volks­genossen, durch Auskunftserteilung von Aerzten, Fürsorgerinnen, Lehrern, Standesämtern, Gesund­heitsämtern, Polizei, Strafanstalten und dergleichen zusammengetragen. Um hierbei von vorneherein alle bürokratischen und sonstigen Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, ist es von Bedeutung, daß der Institutsleiter in Personalunion auch Lei­ter der Beratungsstelle für Erb- und Rassenpflege des staatlichen Gesundheitsamtes ist. Das so ein­gehende Material wird dann von eigenen Hilfs­kräften in übersichtlicher Weife in viele zehntausende von Karteikarten übertragen, welche das spätere Herausfinden einzelner Sippenmitglieder in ein­facher Weise ermöglichen.

Da das Ziel aber die Erfassung der gesam­ten Bevölkerung ist und nicht nur sich auf die An­tragsteller eines Ehestandsdarlehens, eine Kinder­beihilfe, auf Einbürgerungsanträge u. dgl. beschrän­ken soll, ist es ein unerläßliches Erfordernis, daß die Arbeiten des Instituts durch eine umfangreiche

ein Fußballspiel auszutragen, auf das sich die Sportbegeisterten schon seit Wochen freuten. Doch plötzlich erschien auf dem Spielfeld die Polizei und schickte sich an, ausgerechnet den dringend not-

Einem neuen Volk entgegen!

Einweihung des Institutes für Erb- und Raffenpflege in Gießen.

VonDr Ernst Korten, prefferefereni desRaffenpoliiischen Amtes derGauleitungKeffen-Nassau

delt es sich bei der Meldung offenbar nicht, denn von der neuen Errungenschaft berichtet die sehr ehrenwerte Kopenhagener Gesellschaft der Zivil­ingenieure, die den Bau selbst ausgeführt hat.

Bon Menschen gebissen.

(z) Paris.

Das Pasteur-Institut erstattet über ein inter­essantes Kapitel Bericht. In einer Beobachtungs­zeit von zwölf Monaten sind auf der ganzen Erde 1534 Menschen von tollwütigen Menschen gebissen worden. Allerdings stellt diese Zahl nur einen win­zigen Prozentsatz der Gesamtzahl der tollwütigen Menschen dar. Denn man weiß aus der gleichen Berichtszeit von 118 062 Männern und Frauen, die unter Tollwutverdacht mit Serum behandelt wer­den mußten. Das Beißen von Menschen gegen­über Menschen im Zustand der Tollwut erfolgt nur in den seltensten, dann allerdings auch gefährlichsten Fällen.

Während früher meist jeder unter Tollwutver­dacht stehende Mensch von den Aerzten aufgegeben werden mußte, sind von den bekanntgewördenen 118 000 Fällen nur 408 verhängnisvoll verlaufen, weil sie zu spät behandelt wurden.

Verloste Kunst.

(z) Marseille.

Irgend ein Marseiller Maler hatte zuerst die große Idee, die heute von Marseille aus ihren Weg durch ganz Frankreich nimmt. Ueberall finden sich die Künstler, die Maler und Bildhauer, zuNot­gemeinschaften" zusammen: Ihre Werke werden in leeren Geschäftslokalen zur Versteigerung gebracht. Doch nimmt man diese Versteigerung nach einem ganz besonderen und höchst eigenartigen System vor. Wer ins Versteigerungslokal eintritt, kauft ein Lotterielos zu 100 Franks. Jedes Los gewinnt, Es fragt sich nur, was. Aber immer ist es ein Bild. Jeder Maler bekommt also allerwenigstens für sein Gemälde 100 Franks nach Abzug der Versteige­rungsspesen. Ab und zu werden von den Größen der französischen Malerei auch Lotterien mit 1000- Franks-Losen ausgeschrieben. Dabei kann man so­gar das Recht gewinnen, sich von einem ersten Künstler Frankreichs in Marmor oder Sandstein meißeln zu lassen.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

^Gesellschaft zumSchutzgegenPferdcdiebe."

(A. Bl.) Neuyork.

In den Vereinigten Staaten hat sich dieser Tage eine Gesellschaft aufgelöst, die sich noch aus den Zeiten deswilden Westens" bis auf unsere Tage herübergerettet hatte. Die Gesellschaft nennt sich oder vielmehr nannte sichGesellschaft zum Schutz gegen Pferdediebe". Bei diesem Verein handelt es sich keineswegs um eine amerikanische Exzentrizität. Er wurde nämlich um die Mitte des vorigen Jahr­hunderts gegründet, als Amerika daran ging, den Westen des Landes zu erschließen. Eine transkon­tinentale Bahn gab es damals noch nicht. Die Sied­ler, Polizeisten und Soldaten mußten die lange Reise von Neuyork nach dem Westen mit Pferd und Wagen zurücklegen. Pferde standen daher sehr hoch im Wert und waren äußerst selten. Wer steh­len wollte, stahl viel seltener Geld, das ohnehin nicht allzu reichlich vorhanden war, als Pferde.

Die Amerikaner griffen schließlich zum Selbst­schutz und bildeten eine damals über das ganze Land verbreitete Gesellschaft zum Schutz gegen Pferdediebe, eine Art freiwilligen Hilfspolizei, die den westwärts Reifenden sicher oft wertvolle Hilfe geleistet hat. Mit der Zivilisierung des Westens nahm die Bedeutung der Gesellschaft immer mehr ab, und als sich jetzt die Vereinigung auflöste, fan­den sich ganze 25 Mitglieder zusammen. Man darf annehmen, daß diese 25 Mann sich weniger mit Pferdediebstählen beschäftigt haben, als daß sie ihre Gesellschaft als eine Art historischen Klubs be­trachteten. Andernfalls hätten sie ja noch ein gro­ßes Betätigungsfeld gefunden, wenn sie ihren Na­men inGesellschaft zum Schutz vor Autodieben" umgewandelt hätten.

Das Gesellschaftsoermögen betrug 25 Dollars. Einstmals war es sehr groß, denn wer sich den Schutz der Gesellschaft sichern wollte, mußte natür­lich einen gehörigen Obolus entrichten. Aber das ist lange her. Heute werden ja so gut wie keine Pferde mehr gestohlen, und wer dennoch Angst davor hat, läßt sich einfach versichern.

Der Goldfisch kommt wieder zu Ehren.

(E. Bl.) London.

Der Goldfisch ist wieder modern geworden, zu­nächst zwar nur in England, aber ohne Zweifel wird er sehr bald seinen zweiten Siegeszug von dort durch die Welt antreten, lieber Weihnachten und Neujahr waren die Londoner Aquarienhändler nicht in der Lage, den gewaltigen Bedarf zu decken.

Das alte, runde Goldfischbecken ist allerdings nicht mit dem Goldfisch zugleich wieder auferstanden, man stellt sich vielmehr die letzten Erzeugnisse der Aqua- rientechnik in die Zimmer, große Becken, die von innen erleuchtet werden und äußerst dekorativ wir­ken. Die Aquarien beherbergen natürlich nicht nur unseren alten, guten Goldfisch, sondern auch die ausgefallensten Exemplare der tropischen Fauna. Wie die Londoner Spezialgeschäfte erklären, haben sie in den ganzen letzten zehn Jahren keinen solchen Umsatz erzielt wie allein in der letzten Hälfte des Jahres 1935.

Eine Frau, die auf Vorrat schläft.

() Wimbledon.

93 Jahre ist Miß Eleanor Coburn in diesen Tagen alt geworden. Ihr Leben wickelt sich in recht stillen und normalen Bahnen ab. Das einzig Anor­male ist ihre Art zu schlafen. Sie kennt kein Nicker- den und keinen normalen Nachtschlaf. Sie legt sich vielmehr eines Abends zum Schlafen nieder und wacht erst nach drei Tagen wieder auf. Dieser Tief­schlaf wirkt sich physiologisch dahin aus, daß sie in den dann folgenden drei bis vier Tagen kein Auge zutun kann

Keine sonstige körperliche Störung oder gesund­heitliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens und nicht die leiseste Trübung der geistigen Fähig­keiten ist zu beobachten. So wird Miß Coburn, die an diesem erstaunlichen Zustand seit genau fünf Jahren leidet, auf ihre alten Tage zu einem Phä­nomen der Wissenschaft.

Geschworene als Gefangene.

(ma) Dublin.

Ein interessantes Licht auf die noch heute in vie­len Teilen Englands und feiner Dominien geltenden Bestimmungen mittelalterlicher Gerichtsordnung wirft die Tatsache, daß der Vorsitzende eines Straf­gerichtshofes in Dublin, der in einem großen Mord­prozeß zu entscheiden hatte, die Verhandlung an einem Samstag mit der Maßgabe vertagte, daß sämtliche Geschworenen bis zur Wiederaufnahme her Sitzung am Montagvormittag zusammen unter polizeilicher Bewachung in einem einheimischen Hotel eingeschlossen werden müßten. Nach alter Gerichtsordnung nämlich dürfen sich die Geschwore­nen eines Strafgerichts nicht voneinander trennen, bevor das Urteil gefällt ist.

Dem Wunsche einiger Geschworenen, wenigstens ein großes Rugby-Spiel besuchen zu dürfen, das am Samstag in Dublin stattfand, setzte der Vor­sitzende des Gerichts eine strikte Weigerung ent­gegen, erlaubte ihnen jedoch, sich einen Lautsprecher ins Hotel schaffen zu lassen, um das Spiel durch die Rundfunksendung verfolgen zu können. Da die Mehrzahl der Geschworenen Katholiken waren, die am Sonntagvormittag die Messe besuchen wollten, sahen sich die einzigen beiden protestantischen Ge­schworenen gezwungen, ihre Kollegen in die Kirche zu begleiten, selbstverständlich wieder unter Poli­zeiaufsicht.

Fließendes Bier" in jedem Zimmer.

D. Z. Kopenhagen.

In der dänischen Hauptstadt hat man jetzt ein Hotel gebaut, daß außer dem üblichen modernen Komfort eine Anlage besitzt, die zum mindesten den Reiz der Originalität hat. Eine Reihe von Zim­mern wird nämlich nicht nur mit fließendem heißen und kalten Wasser versorgt, sondern auch mit eis­gekühltem Bier, das man genau wie Wasser aus einem Hahn ablassen kann. Umsonst gibt es das Bier allerdings nicht, denn überall sind Zähler eingebaut, die nach Art der Wasserzähler genau angeben, wieviel Bier in einem Zimmer gezapft worden ist. Um einen verspäteten Silvesterulk han­

Schulungs- und Propagandatätig« feit auf dem Gebiete der Rassenpflege und Be­völkerungspolitik unterstützt werden. Hierzu stehea dem Institutsleiter in seiner weiteren Eigenschaft als Leiter auch des Rassenpolitischen Am­tes der (Bauleitung Hessen-Nassau der NSDAP, eine Reihe von weltanschaulich und fachlich besonders geprüften parteiamtlichen Rednern zur Verfügung. Ihm obliegt gleichzeitig auch die Ueberwachung der rassenpolitischen Arbeit innerhalb des NS.-Lehrerbundes, der NS.-Frauen­schaft, der HI. und des BDM., sowie die Arbeit im Reichsbund der Kinderreichen. Zur Heranzie­hung geeigneter Fachkräfte werden besondere Schu­lungskurse abgehalten für Aerzte, Lehrer, politische Leiter, Gemeinde- und Fürsorgeschwestern, Fach­kräfte in der Mütterschulung, weiterhin werden zahlreiche öffentliche Vorträge, Filmvorführungen usw. innerhalb des gesamten Gaugebietes laufend durchgeführt.

Neben diesen umfangreichen organisatorisches Aufbauarbeiten werden in einer besonderen Abtei* lung rein wissenschaftliche erbbiologische Ar­beiten, so auf dem Gebiet der Zwillingsforschung, des Tierversuchs, sowie auch an Hand eines um­fangreichen Krankenbestandes in den anderen Uni­versitätskliniken geleistet.

9ür den Bereich des Kreises Gießen ist das Institut auch die zuständige st a a t l i ch e U n - tersuchupgsstelle auf das Vorhandensein der biologischen Voraussetzungen für die Gewährung von Ehestandsdarlehen, Ausstellung von Heirats­zeugnissen u. dgl. sowie desGesetzes zur Ver­hütung erbkranken Nachwuchses".

Dienst am lebendigen Volkskörper!" steht in ungeschriebenen Lettern über der Arbeit dieses Hauses, welches eine Schöpfung ist aus na­tionalsozialistischer Tatkraft und nationalsozialisti­schem Glauben an die unvergängliche Daseins­berechtigung der deutschen Nation. Es wird und bleibe getragen vom gläubigen Vertrauen des Volksganzen, und es wird sich erweisen als ein sicherer Wegbereiter in eine gesündere, kraftvolle und glückliche Zukunft unseres Volkes.

NaubmordversuchlnKrankfurt

Der Täler ein mehrfach vorbestrafter Dieb.

LPD. Frankfurt a. M., 24. Jan. Eine Frau aus dem Stadtteil Bornheim lernte vor einiger Zeit den 26jährigen Hermann Schwaderlatt kennen. Schwaderlatt besuchte die Frau öfters in ihrer Wohnung, um mit ihr Romme zu spielen. Am 22. dieses Monats besuchte er sie gegen 20 Uhr wieder zu diesem Zweck. Als ihn die Wohnungs­inhaberin nach 23 Uhr zum Verlassen der Wohnung aufforderte, weigerte er sich, die Wohnung zu ver­lassen. Der Wohnungsinhaberin blieb zuletzt nichts anderes übrig, als dem Schwaderlatt einen Stuhl in. den Vorplatz ihrer Wohnung zu stellen, damit er dort die Nacht verbringen könnte. Die Woh­nungsinhaberin selbst schloß sich in ihr Zimmer ein. Als sie am andern Morgen aus ihrem Zimmer kam, gab sie dem Schwaderlatt noch Frühstück und verlangte nunmehr, daß er die Wohnung verlasse. Auch jetzt kam Schwaderlatt dieser Aufforderung nicht nach. Er schlug die Frau nieder und versuchte sie unter einer Bettdecke zu ersticken, was ihm aber nicht gelang. Dann steckte er seine Hand in ihren Mund, um sie auf diese Weise zu e r = sticken. Kräftige Bisse in seine beiden Daumen brachten ihn aber von diesem Vorhaben ab. Der Frau gelang es nun, sich loszumachen, um aus der Wohnung zu flüchten. Der Täter ergriff sie aber noch innerhalb der Wohnung erneut und warf sie auf die Erde. In feiner Hand hatte er die Schnur von einem Bademantel, mit der er nun sein Vorhaben aus führen wollte. Auch das gelang ihm nicht, weil die Frau die Schnur festhielt. Jetzt ergriff er aus einem Schirmständer einen Schirm und schlug mit der Krücke auf die Frau ein. Im letzten Augenblick gelang es der Frau, in das Treppenhaus zu flüchten. Dort brach sie aber er­neut zusammen. Der Täter versuchte nun, die Frau an den Beinen wieder in die Wohnung zu ziehen. Das gelang ihm nur deswegen nicht, weil inzwischen ein Hausbewohner hinzukam.

Der Täter gibt die Einzelheiten der Tat zu, be­hauptet aber, daß er die Frau nur habe knebeln wollen, um dann von ihr Geld zu verlangen, da er mittellos gewesen sei. Der Täter ist schon mehr­fach wegen Diebstahls vorbestraft und hat nach einem im letzten August in Höchst begangenen Fahr­raddiebstahl in einem Frankfurter Cass einen Selbstmordversuch unternommen, indem er Salz­säure trank. Zur Zeit besteht noch gegen den Täter wegen eines andern Diebstahls zwecks Strafver­büßung ein Haftbefehl.

Itundfunkprogramm.

Sonntag, 26. Januar.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelchoräle. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit:Volk, Geschichte und Kul­tur", von Universitätsprofessor Dr. Ernst Krieck. 10:Aus unserem Opfer leuchtet die Unsterblichkeit." SA.-Gruppe Südwest. Es spricht: Gruppenführer. 10.45: Chorgesang. 11.15: Südwestdeutsche Erzähler stellen sich vor: Hermann Eris Busse liest. 11.30: Von deutscher Art und Kunst", eine Funkfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: öie sind nicht kalt, sie sind nicht warm! Ein Wort an die ewig Unzufriedenen. 15: Deutsche Scholle. 16: Nette Sachen aus Köln." 18: HJ.-Funk. 18.30: Menschenwege", eine Textfolge um Emil Strauß anläßlich seines 70. Geburtstages. 19.05: Lied im Volksmund, ein Unterhaltungskonzert. 19.50: Sport­bericht. 20: Achtung! Das Rätsel-Mikrophon. Neues musikalisches Rätsel. 22: Nachrichten.

Montag, 27. Januar.

6.00 Uhr: Choral: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7.00: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 11.00: Haus­frau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial­dienst. 12,00: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. Nach­richten aus dem Sendebezirk. Schneebericht. 13.15: Schloßkonzert. 14.00: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15.00: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Konzert. 17.30: HJ.-Funk. 18.00: Von Stuttgart: Fröhlicher Alltag. 19.45: Tages­spiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrich­ten. 20.10: Schöne Volksmusik. 21.00:Im Kreise der Familie", drei heitert Szenen. 21.15: Orchester- werke von Bruno Stürmer. 22.00: Nachrichten.

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