Montag, 24. August 1956
186. Jahrgang
nr.197 Erstes Blatt
Ser rote Imperialismus
OieNoie Armee-der Stoßtrupp derWeitrevolution
Band 18, Seite 310.)
und Soldaten ersetzt.
pell an
e l t g e w i s s e n.
Die letzten Nachrichten über den Bauernaufstand in der Ukraine, der Kornkammer Rußlands,
den des Stachanowsystems und die Wut der ukrainischen Bauern, denen von den verhätschelten roten Soldaten das Korn auf den Feldern fortgenommen wird, während sie selbst dem Hungertod ins Auge sehen müssen, machen sich bereits in blutigen Revolten Luft, denen die rote Diktatur nur mit grausamer Gewalt Herr zu werden vermag.
Ingermanland Ausmarschgebiet der Roten Armee gegen Westen 25000 Ingermanländer nach Sibirien deportiert und durch rote Arbeiter
revolution. Sie hat die propagandistische Vorarbeit zu leisten, den Klassenkampf zu schüren, die Macht- mittel der Staaten zu zersetzen, die Autorität zu ver- Nichten, das Wirtschaftsleben lahmzulegen. Wenn auf diesem Wege der kommunistische Gedanke in einem Lande siegreich wurde, dann gilt dasProgramm Lenins: „Nach Enteignung der Kapitalisten und Organisation der sozialistischen Produktion im eigenen Lande würde sich das siegreiche Proletariat dieses Landes gegen die übrige kapitalistische Welt erheben, indem es im Notfall sogar mit Kriegs- gemalt gegen die explodierenden Klassen und ihre Staaten vorgehen würde." (Lenin, Sämtliche Werke,
Blutige Hungerrevolten in der Sowjet-llkraine
Hungernde Bauern und Arbeiter stürmen Proviantmagazine der Jtofen Armee.
Stöcken bewaffneten Bevölkerung. Bei den Zusammenstößen wurden insgesamt auf feiten der Bevölkerung 23 Personen getütet und über 50 Personen verletzt. Auch die Truppen sollen Verluste gehabt haben. Auch in 3 s j um am Donez und im Bezirk Konotop ist es zu schweren Unruhen gekommen, weil die Armee sämtliche Lebensmittelvorräte beschlagnahmt hat, während die Bevölkerung hungert.
Die Unruhen sind Ausfluß einer Stimmung, die schon seit Monaten immer mehr um sich gegriffen hat und zu schweren Gegensätzen zwischen Bauern und Arbeitern und der Roten Armee geführt hat, weil die Rote Armee als Machtinstrument der Sowjets, auf die sie sich stützen, glänzend uniformiert, bewaffnet und verpflegt wird, während es der Bevölkerung selbst am Notwendig st en fehlt. 3n Charkow wird demnächst ein großer Schauprozeh gegen 60 Bauern stattfinden, die sich weigerten, die gesamte neue Ernte an die INilitärkom- missare abzuliefern. 3nsgesaml sind in der letzten Woche etwa 2000 Bauern und Arbeiter verhaftet worden. Um weiteren Unruhen vorzubeugen, sind zahlreiche Truppenteile in der Sowjetukraine in Alarmzustand verseht worden.
planmäßige Durchdringung des sowjetrusfischen Heeres mit kommunistischen Partei Mitgliedern. - Das Offizierkorps bereits rein kommunistisch.
diesem blutigen Kapitel.
In Europa hat die Taktik gewechselt. In Italien wehten zwar vor 14 Jahren schon die roten Fahnen von den Fabriken, doch da kam Mussolini und machte dem grausamen Spuk ein Ende. Deutschland schien der roten Pöbelherrschaft rettungslos verfallen, da räumte der Nationalsozialismus gründlich mit den Landesverrätern auf und das Volk, nachdem es einmal dieses Gift erkannt, gab dazu seine freudige Zustimmung. Da war es für die Komintern an der Zeit, sich andere Felder zu
23 Tote.
Schwere Mißstimmung gegen die bevorzugten roten Truppen.
Odessa, 22. Aug. (DNB.) 3n der Ukraine ist es in den letzten Tagen zu großen hunger- demonslrationen der Arbeiter und Bauern gekommen, die sich in den verschiedensten Ortschaften zusammenrotteten, vor die amtlichen Gebäude zogen und in drohender Haltung Brot und Lebensmittel verlangten. Der schlechte Ausfall der Ernte macht sich bereits überall bemerkbar. Die Lage wird aber für die Zivilbevölkerung verhängnisvoll, weil von militärischer Seile vielfach bereits auf dem Zelde das Korn beschlagnahmt wurde. So richtet sich die Erbitterung der hungernden gegen die bisher noch gut versorgte Armee.
Nach hier vorliegenden Meldungen sowjelrufsischer Blätter hat in Poltawa eine aus Arbeitern und Bauern bestehende erregte Menschenmenge ü b e r - fallartig das M i l i t ä r m a g a z i n gestürmt und sich der dort lagernden Lebensmittel- Vorräte bemächtigt. Als der Orlskommandeur Militär einsehte, kam es zu einer förmlichen Schlacht zwischen den eingesetzten Truppen und der nur mit
Stalin selbst von der Armee als von „einer Armee der Weltreoolution" sprach, die eine Besonderheit dieser sowjetrussischen Arbeiter, und Bauernarmee ei, so beleuchtet das zur Genüge die wahren Beweggründe, die die gegenwärtigen gewaltigen Rüstungen der Sowjetunion veranlaßt haben.
Der rote Festungswall.
Born Schwarzen Meer bis zum Eismeer.
Die russische Stoharmee führt genau so wie in Frankreich den verhüllenden Beinamen einer „Deckungsarme e". In Wahrheit ist es eine durchaus offensive Truppe, die sich ganz ähnlich wie die französische „Deckungsarmee" auf einen ungeheuer weitreichenden Kranz von Befestigungen als tatsächliche Deckung stützt. Die einzelnen Forts dieses russischen Festungsgürtels sind scheinbar harmlose Hügel im Sumpf- und Waldgebiet. Diese „Hügel" ziehen sich von der Ostsee bis zum
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Stalin, der heutige Gebieter der Sowjet-Union, schrieb 1926 ein Buch über „Probleme des Leninismus" und sagte darin, daß die bolschewistische Revolution in Sowjet-Rußland den ersten Herd des Sozialismus im Ozean der kapitalistischen Länder bildet" und daß sie „die e r st e .Etappe der Weltrevolution und eine beleuchten die außerordentlichen Schwie- mächtige Basis für deren weitere Entfaltung ist." r i g k e i t e n , die den bolschewistischen Machthabern Programm ist der Kommunismus treu in Moskau aus der überstürzten Aufrüstung geblieben, wenn er auch seine Taktik manchmal erwachsen. Während alle Anstrengungen des Lan- geändert hat. Gleichgültig, ob er seine Stellung des auf die gewaltige Vermehrung der Rüstungen gegen Versailles als ein Werk von „Die- in den westlichen Grenzprooinzen gerichtet wer- den und Verbrechern" (wie er es nannte) oder den, muß aljes unterbleiben, was der wirtschaft- für die Erhaltung des Versailler lichen Not in den weiten Bauerngebieten Südruß-1 S y st e m s wählte, ob er den Völkerbund als lands abhelfen könnte. Die Aussicht a u f e i n e eine Einrichtung der Kapitalisten aller Länder schlechte Ernte und der offenbare Mißer-oerabscheute, oder ihm als Mitglied bei» folg des Stachanowsystems in der In- trat, ob er den Parlamentarismus bis dustrie haben die inneren Schwierigkeiten der Ro- aufs Messer an griff, oder ob er Selber z u r ten Machthaber noch vermehrt. Die Moskauer Stütze parlamentarischer Regierungen wurde I u st i z k o m ö d i e gegen führende Leute ber (roie jetzt in Frankreich): stets war sein Leitge- Trotzki-Opposition soll die Mißstimmung weiter danke das Weitertreiben der Weltrevo- Volkskreise Sowjetrußlands von den wahren Ur» (ution.
hebern Ur schweren wirtschaftlichen Not ablenken. kommunistische Internationale mit ihren Sek- Aber die Berichte aus der Sowjetukraine Zeigen, ^nen in den Ländern ist der Vortrupp dieser Welt- daß sich das russische Volk heute nicht mehr so' ' - m t-:t
leicht Sand in die Augen streuen läßt. Der Unwille bei den Arbeitern über die ausbeuterischen Metho-
Ingermanland ... uralter Name, uraltes Volk. Durch die Jahrtausende hat es seine Eigenart, seine Sprache bewahrt. Es erlebte seine Befreiung, als nach Beendigung des Krieges die eine Hälfte dem Mutterlande Finnland angeschlossen wurde. Der andere Teil blieb bei Sowjetrußland. Obwohl Wilson den Sowjetrussen im „K a r e l i e n - A b k o m - m e n" die Verpflichtung auferlegte, die Sitten und Eigenkultur des Landes zu wahren, hat die „Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken" dieses Abkommen zerfetzt. Sie hat die Bevölkerung Ingermanlands den fürchterlichsten Repressalien ausgesetzt, um sie zu russisizieren. Nachdem sich aller Terror als vergeblich erwies, wird dieses Land ausgerottet. Die Bevölkerung wird deportiert, in die evakuierten Bezirke werden neue Menschen gesiedelt, „zuverlässige Parteigenossen", Komunisten aus der Krim, dem Wolgaland, aus Moskau.
Vernichtet werden sollen die uralten Orts» und Landschaftsnamen, vernichtet werden soll alles, was Ingermanländisch war. Moskau hat erkannt, daß
Niemand in Europa denkt daran, das Riesen- reich anzugreifen. Kein Staat von Bedeutung hat Eroberungspläne. Nur der Bolschewismus hat ein Weltprogramm, nämlich d i e Weltreoolution zur Errichtung des roten Imperalis- I m u s. Das muß klar ausgesprochen werden, damit i sich die Völker über die Lage und über ihre Ver- I anturortung im Klaren sind.
Berlin, 22. Aua. (DNB.) Die „Kreuzzeitung" veröffentlicht einen Bericht des ingermanländischen Komitees in Helfingfors. Aus diesem Bericht geht klar hervor, daß Sowjetruhland zur Zeit I n - germanland als Glacis für seine militärischen Maßnahmen gegen den W e st e n ausbaut. Daher sind bereits bisher 25 000 einheimische Ingermanländer nach Sibirien und Turkestan usw. deportiert und durch „zuverlässige" Bolschewisten aus Moskau, der Krim usw. sowie durch Militärpersonen ersetzt worden. Der Bericht des ingermanländischen Komitees, der sich auf eine knappe Wiedergabe authentischen Materials über die Ereignisse der letzten Monate beschränkt, ist eine einzige, schreiende Anklage, ein eindringlicher Ap-
glieder find.
Bei sämtlichen Stäben der Roten Armee befinden sich politische Kommandostellen. deren Aufgabe die kommunistische Kontrolle über die gesamte Armee ist. Siefkllt die politische Verwaltung der Wehrmacht dar und ihr obliegt nicht nur die kornrnumsttsche Erziehung der Armee, sondern als besondere Aufgabe nach außen auch die Zersetzung der feindlichen heere und Zivilbevölkerungen im Knegssalle. Entsprechend diesem Aufbau der ^oten Armee besteht ihre Hauptaufgabe darin, der UBelt- revolution zu dienen! Schon d i e E r d e s « formet des Soldaten ist bezeichnend dafür sie lautet: „Ich, Sohn des werktätigen Volkes, nehme den Beruf eines Kriegers der '
und Bauernarmee auf mich und verpflichte mich, angesichts der werktätigen Klaffen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und der ganzen Welt für die Sache d e s S o z i a 11 s m u s und der Verbrüderung der Volker roe» der meine Kräfte, noch mein Leben 3". lchonen. Niemand anders als Tuchatschewski bezeichnete die Rote Armee als einen Stoßtrupp der Welt- Revolution und der rote Marschall Budjonny hat Dom Sieg d e s Kommunismus in der Welt gesprochen, für den die Svwjetunwn rüste. 3n der „Prawda" wird die Rote Armee „die Armee der proletarischen Revolution penannt und wiederum Tuchatschewski hat die Reform der Armee mit dem Hinweis auf di- revolutionären Angriffskriege begründet, die durchgeführt werden müßten. Wenn schließlich
Moskau, 23. Aug. (DNB.) Die ungeheuren Aufrüstungsmaßnahmen der Sowjetregierung, die in den letzten zwei Jahren Schritt um Schritt durchgeführt werden, und die die Rote Armee zu dem gewaltigsten Angriffsheer aller Zeiten gemacht haben, 'werden von den bolschewistischen Führern amtlich damit diGründet, daß die Sowjetunion „einen sicheren Schutz des Friedens" benötige. Daß dies jedoch nur e i n e P h rase ist, dazu bestimmt, das Ausland über die wahren Motive dieser außerordentlichen Rüstungen zu täuschen, geht aus dem ganzen Aufbau und der parteimäßigen Organisation des Ro- ten Heeres, sowie aus zahlreichen Aeuherungen roter Führer selbst hervor.
Der rote Generalstab hat m den letzten Jahren keine Mühe gescheut, um den Kommunismus in der Armee fest zu verankern und vor allem das Verhältnis zwischen den nicht zuverlässigen Bauern und den ergebeneren Arbeitern m 6er Armee zu Gunsten der letzteren zu andern. Während die Armee noch tm Jahre 1933 19 p. Arbeiter und 71 v. H. Bauern zählte, hat dieses Verhältnis sich jetzt nach den Angaben des Mar- fchalls Tuchatschewski in 43:47 v. H. geändert. Ebenso ist die prozentuale Anteilnahme der Parteimitglieder in der Armee außerordentlich gewachsen. Tuchatschewski gab dafür die hohe Zahl von 49,3 v. H. an. Dazu kommt aller- dings noch eine beträchtliche Anzahl der m dieser Aufrechnung nicht enthaltenen Mitglieder der k o m - munistischen Jugendverbande, deren Prozentualsatz 1935 mit 24 v. H. angegeben wurde. Nahezu völlig k o m m u n i st i s ch ist das rote O f f i z i e r k o r p s, da 72 v. H. aller Regimentskommandeure, 90 v. H. aller Divisionskommandeure und 100 v. H. der Korpskommandeure Partettmt-
Hinter der Propaganda aber steht d i e Rote Armee zur Sicherung der vom Kommunismus gewonnenen Positionen. Dabei kommt es nicht darauf an, die Verteidigung zu führen. In einem Lehrbuch der Roten Armee (erschienen im Staatsverlag zu Moskau 1930) ist es ganz offen gesagt: Schwarzen Meer und haben sogar in letzter „Gleichzeitig wird jeder Krieg, den der Rätebund
3eit eine Fortsetzung an der finnischen Grenze führen wird, im historisch-politischen Sinne em bis hinauf ins Lappland erfahren. Einem Verteidigungskrieg und gerecht sein, unabhänaig Bericht über ein Tankmanöver vor dieser davon, wer ihn zuerst beginnen wird." Nach diesen Fortskette entnehmen wir: „Unter der Schneedecke Grundsätzen, er st die bolschewistische Agi- ließ sich nichts Außergewöhnliches vermuten. Als tat io n in andere Staaten zu tragen, um dann sich aber die Tanks näherten, blitzte aus schier un- mit der Waffe der Roten A r m e e die zähligen Geschützen das Mündungsfeuer auf. Jede imperialistischen Ziele zu verwirklichen, hat Mos» Annäherung der Tanks war unmöglich. Die Forts kau stets gehandelt. So entzündete es am Ende des sind aus Stahl und Zement errichtet und Weltkrieges den Aufruhr in den Rand- mit Maschinengewehren, schweren (9 e» floaten mit der Absicht, auf den Trümmern des schützen und Schnellfeuerkanonen be- Bürgerkrieges die rote Fahne aufzupflanzen, so stückt. Ein raffiniert ausgedachtes Ventilationssystem griff es 1920 Polen an und marschierte bis zur hält die Befestigungen gasfrei. Ein Manöver mit Weichsel. Nicht anders im Fernen Osten: der Tankattrappen machte besonderen Eindruck. Man Ueberfall auf das selbständige, vom Völkerbund ließ sie dicht herankommen, bann aber wurden anerkannte Georgien, der Vorstoß der kommu- unterirdisch angelegte Petroleum- nistischen Revolution in China, geführt von den tanks zur Explosion gebracht, und das Agenten und Offizieren des Rätebundes, die 23er» Vorfeld der Forts war von plötzlich aufschießenden suche, die Mongolei und andere Gebiete des Flamen erfüllt." Fernen Ostens mit der Hilfe bolschewistischer Agi-
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suchen und anderer Mittel zu bedienen. Auf einmal । ist man sehr „demokratisch' geworden, man schließt das nicht möglich ist, solange die Ingermanländer I Bündnisse mit den Gewerkschaften in Frank- leben. Infolgedessen ersann man andere furchtbare reich und Belgien, sucht an die Macht zu kom- Mittel. Am 3. Mai 1936 erhielten 90 Familien in men und diese Macht auszunutzen. Der Streik in Korkeamaa und 75 in Kirjasalo den Befehl, ihre Frankreich hätte sicher ein Warnungszeichen für die Heimat zu verlassen und sich mit allem, was sie Staaten des Westens sein können. Die grauenvollen mitzunehmen wünschten, in der Eisenbahnstation Ereignisse in Spanien müßten die Welt vollends Vaskela einzufinden. Dort wartete ein Zug auf die aufrütteln. Das ist aber durchaus nicht der Fall, vielhundertköpfige Menge der Deportierten. Wie Die Marxisten in England und Frankreich haben zum Hohn trugen die Wagen die Aufschrift: „Frei- noch immer Sympathien für die Moskauer, obwohl willige Kolonisten". Der Zug brachte fie her Bolschewismus bei der Vernichtung feiner poli- nach Südostrußland, wo sie angesiedelt tischen Gegner noch niemals einen Anhänger der werden sollen. Zwischen dem 27. April und dem Amsterdamer Internationale geschont hat.
6. Mai wurde der Bezirk Lempaala geräumt. Ins- Die Strategie und Taktik der bolschewistischen gesamt 17 5 Familien ro u r den so r t= Revolution, wie die Kriegslehre des Kommunismus geschafft, und zwar alle ,mlcht zuverlässigen Grurckilagen einer ausgesprochenen © e •
Einwohner aus Lavosenmaki, Mustila, üappalais» waltpolitik. Ihr Machtinstrument ist die Rote mäfi und Myllymäki. Armee. Für diese Armee haben die Sowjets unschön die ersten 3 ult tage bewiesen, daß ge^eure Gelder ausgegeben, unter ausgesprochener
Moskau „ganze Arbeit" leisten will. Zu- Vernachlässigung aller sonstigen sozialen und kultu-
nächst wurde die gesamte restliche Ur- reden Verpflichtungen eines modernen Staates,
beoölferung des Lempaala-Difirikts de- Von 1928 bis 1936 haben sich d i e Rüftungs-
portiert Die Räumung des gesamten ausgaben verzwanzigfacht! Durch die
Aeva-Gebiets steh! bevor! Nur kurze Zeil Herabsetzung der Dienstpflicht vom 21 auf bas 19.
standen die Dörfer und Städte leer. Dann Lebenswahr verstartt stch das stehend-Heer auf rund
’ _ _ , , _ , y . , - 50 v. H. und erreicht rund 2 Millionen Mann. Die
kamen Zuge an, Kolonnen marsch, rten ,n das ^sgebildeten Reserven betragen schon jetzt über Land, Arbeiter, Soldaten. Und allesamt. Aus- I ig Millionen Mann und werden entsprechend gewählte, zuverlässige Bolschewi- steigen. Das gesamte öffentliche Leben, die Iugend- k e n. Schon haben sie begonnen, große erziehung, die Wirtschaft, der Verkehr und die
Straßen zu bauen. Schon ist ein Heer Finanzen des Rätebundes sind in den Dienst
technischer Sachverständiger gekom- |be5 roten Militarismus gestellt.
men. Gleichzeitig ist die Armee der GPU.- Agenten, die hier allezeit ein besonders dichtes Netz hatte, verdoppelt worden. Man hat die 3ngermanländer nicht umsonst zum Tode verurteilt. 3ngermanland — das ist d i e Grenze gen De st en. Und hier entsteht nun der Sowjetwatl!


