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Sicherheitsfrage gleiche Behandlung zuteil werden ließe!

Der französische Außenminister war vorsichtig Genug, diesem nackten Gewalt- und Vormachtsstre­ben ein gefälliaes Mäntelchen umzuhängen. Er hat die alten Versailler Methoden der Pression, der Herausforderung und Diskriminierung auf die Plattform derRechtswahrung" gestellt und ihnen damit gleichsam einen idealen Schimmer verleihen wollen. Daraus hat sich eine wahrhaft groteske Situation ergeben; allem Anschein nach aber noch nicht grotesk genug, um das englische Kabinett zur Besinnung zu veranlassen. Herr Flandin hat nämlich unter Berufung auf dasRecht" der wi­dersinnigen These zum Siege oerholfen, daß Frank­reich das Opfer eines deutschen Anschlags ge­worden und iym zunächst einmalG e n u g t u - u n g" zu verschaffen sei. Aus den würdelosen Zu­mutungen des Weißbuches konnte man ersehen, wie weit auch die englischen Staatsmänner dieser ge­fährlichen Konstruktion Raum gegeben haben. Es rächt sich jetzt jene leichtfertige Zustimmung, die England im vergangenen Jahr, in der Hochkonjunk­tur von Stresa, aus Opportunitätsgründen dem R u s s e n p a k t erteilt hat. Die Folgen sind nun in verhängnisvoller Weise zutage getreten. Gestützt auf diesen Unbedenklichkeitsvermerk, gestützt auf die dann nicht mehr verwunderliche Verurteilung Deutschlands, versucht Frankreich jetzt aus dieser Situation politisches Kapital zu schlagen. Rur so wurde es möglich, daß Flandin denVerzicht auf die volle Ausnutzung seines Rechts", zu dem die erschrockenen Engländer ihn schließlich noch beweaen konnten, als Beweis der französischen Friedwillia- keit preisen konnte. Rur so war es auch möglich, daß die untragbaren und ehrenwürdigen Zumu­tungen des Weißbuches sogar noch in die Form des Entgegenkommens gekleidet wurden!

Die englische Regierung hat sich in eine Situa­tion begeben, die die Erinnerung an das Schicksal Hoares wachruft. Hat man in London vergessen, was es heißt, Frankreich aus Bequemlichkeit und Fahrlässigkeit einen Schuldschein in die Hand zu geben, mit dem es dann alsbald zu wuchern be­ginnt? Ist der unselige Ruhreinmarsch veraessen, wo die Schuld Deutschlands aus ein paar nicht ab- gelieferten Telegrapyenstangen konstruiert wurde? Bedurfte es erst der eindeutigen deutschen Em­pörung, um das englische Kabinett über das auf­zuklären, was um des Friedens willen keiner sich selbst achtenden Ration zugernutet werden sollte? Daß m<nj nun in London, selber peinlich berührt unter dem Druck der öffentlichen Meinung, dem Weißbuch die abschwächende Bedeutung einer bloßen Verhandlungsbasis" beilegt, ist leider nur als Zeichen des schlechten Gewissens interessant, reicht aber nicht aus, um die Lage ohne weiteres freund­licher zu gestalten. Der psychologische Schaden, der mit jenen Dokumenten der Intransigenz und Heu­chelei angerichtet wurde, ist mit diplomatischer Wendigkeit schwerlich zu beheben, und es wird einige Zeit dauern, bis die neuerliche Vergiftung der europäischen Atmosphäre soweit gewichen ist, daß wieder gesundere Entwicklungen Platz greifen können.

Die europäische Politik verharrt wieder einmal in dem für sie so bezeichnenden Schwebezustand, in einem Zustand des Schwankens zwischen vertraut gewordenem Unrecht und der harten Pflicht, dem wirklichen Recht als der ersten Lebensbedingung der Völkergemeinschaft den Weg zu bahnen. Wieder ver­suchen Gewaltpolitik und fahrlässige Bequemlichkeit das Beharren auf überlebten und aeschichtswidriaen Positionen als kühne Friedenstat hinzustellen, ohne Rücksicht auf die Erschütterungen, in die Europa nun wieder gestürzt wird. Wieder erscheint den West­mächten der Druck auf Deutschland als der einzige Ausweg aus einer gefährlichen Sackgasse.

Der 29. März wird die Welt darüber belehren, daß dieses schnöde Spiel mit dem Recht und dem Frieden an dem geeinten Willen der deutschen Ration seine Grenze findet.

Verschiedene Auffassungen.

Wie ist dasMenwrandum gemeint gewesen.

Paris, 24. März. (DRV. Funkspruch.) In der Ere Rouvelle" warnt der Vorsitzende des Aus­wärtigen Ausschusses der Kammer, B a st i d , seine Landsleute vor Illusionen über die französisch-eng­lische Zusammenarbeit. Er erklärt, daß die Eng­länder die Lage durchaus anders aus­legten, als die Franzosen. Vor allem seien die Engländer nicht geneigt, sich einem internatio­nalen Verfahren anzuschließen, Daß einen Tren­nungsstrich zwischen Deutschland und den anderen Mächten ziehe. Die Engländer wollten nicht, daß der Geist von Versailles noch weiter wirke.

In den gegenwärtigen Empfindungen Frankreichs gegen Deutschland sei zweifellos noch eine Erinne­rung an Clemenceau und PoincarL enthalten. So etwas fei denEngländern heute f o fremd wie gestern. Es genüge nicht, gemeinsame Pläne auszuarbeiten. Man müsse über sie auch d i e gleiche Auffassung haben. Es habe keinen Zweck, der französischen Oeffentlichkeit vorzuenthal­ten, daß diese Uebereinstimmung nicht bestehe. Die deutsche Taktik bestehe darin, gegen den Geist der Ungleichheit und der Diskriminierung der Lon­doner Vorschläge zu protestieren. Darin werde es auf der anderen Seite des Kanals stets ein Echo finden. Das solle nicht sagen, daß die geistige Tren­nung zwischen Frankreich und England unüber­brückbar sei. Man könne sagen, daß die englische Oeffentlichkeit nicht genug unterrichtet sei, aber die Franzosen müßten ebenfalls erkennen, daß gewisse Begründungen und eine gewisse Art der Problem­stellung heute überlebt und eine Verständi­gung mit England ebenso schwer sei wie eine Ver­ständigung mit Deutschland.

Das große Aufsehen, das die Stellungnahme des Kirchenvorstandes der Kathedrale von Liverpool gegen die Locarnovorschläge an Deutschland im Lande erregt hat, geht daraus her- vor, daß der K r i e g s m i n i st e r Duff C o o - per in Birmingham es für nötig gehalten hat, sich mit großer Schärfe gegen diese Er- k l ä r u n g zu wenden. Die Ausführungen des Kriegsministers haben jedoch den B i s ch o f von Liverpool veranlaßt, die Handlung der ihm unterstellten Kirchengemeinde auf das entschie­densten zu billigen.

Verschiebung der Ratstagung.

Lo n d o n , 23. März. (DRB.) Die Ratsmitglie­der haben Montag vormittag beschlossen, die auf den Nachmittag zur Eröffnung der Aussprache über die Vorschläge der Locarnomächte anberaumte Sitzung in Erwartung der deutschen Antwort u m 24 stunden z u verschieben. Botschafter von Ribbentrop wird sich Dienstag nach London zurückbegeben.

Deutschland ist der Führer und der Führer ist Deutschland.

Neichspropagandaniinister Dr. Goebbels spricht in her Frankfurter Festhalle.

Die Ankunst in Frankfurt.

Frankfurt a. Bl., 23. März. (DNB.) Reichs- minifter Dr. Goebbels traf, von Nürnberg kom­mend, mittags auf dem Frankfurter Flughafen ein. Auf dem Flugplatz hatten die Ehrenformationen der politischen Leitung, DAF., HI., BDM., vom NSKK. und SA. Aufstellung genommen. Zur Be­grüßung waren Reichsstatthalter Gauleiter S p r e n- je r, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, Polizeipräsident SA.-Gruppenführer B e ck e r l e, Brigadeführer SS. Hildebrandt, Brigadeführer Prinz von Hessen und Landesleiter Mül­ler-Scheid neben anderen führenden Persönlich­keiten erschienen. Vielstimmiger Jubel klang dem Minister entgegen, als er der Kabine des Flugzeugs entflieg und die Front der Ehrenformationen ab- chritt. Mit der Wagenkolonne ging es zur Stadt. Dr. Goebbels mußte immer wieder, im offenen Wagen stehend, mit erhobenem Arm die den Weg umsäumende Menschenmenge grüßen. Ein lebendiger Beweis für die echte Verbundenheit der national­sozialistischen Führung mit dem Volke war die helle Begeisterung, die dem Minister aus drei Fenster­reihen eines Industriehauses entgegenschlug, die von der jubelnden Belegschaft Vicht besetzt waren. Nicht minder freute den Reichsvropagandaminister die Be­grüßung vor dem Hotel durch ein Spalier von Kin­dern, die nicht eher mit ihrem Sprechchor:Wir wollen unseren Goebbels sehen!" aufhörten, bis der Minister sich den Kleinsten am Fenster des Hotels zeigte und zuwinkte.

Dr Goebbels spricht.

(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.)

Wie in der Versammlung des Führers, so erlebte man auch gestern wieder eine überwältigende Be­kundung von Liebe und Gefolgschaftstreue zum Führer und seinem Werk. Diese innige Verbunden­heit kam bereits zum Ausdruck, als Dr. Goeb­bels in Begleitung des Reichsstatthalters Gau­leiter Sprenger und des Frankfurter Oberbür­germeisters Staatsrat Dr. Krebs in der dis auf den letzten Platz gefüllten Festhalle erschien und hier mit einem gewaltigen, Minuten lang andauern­den Sturm des Jubels und der Freude begrüßt wurde, der feinen erhebenden Ausklang fand in dem von der Menschenmenge spontan angestimm­tem Deutschlandlied. Und was sich derart zu Be­ginn der denkwürdigen Kundgebung an Herzlichkeit und vorbehaltlosem, seelischem Gleichklang offen* bart hatte, das erfuhr im Verlaufe der mitreißen­den Rede des Ministers immer neuen Ausdruck und immer stärkere Steigerung. Mit stärkster Span­nung, die sich auf allen Gesichtern deutlich prägte und unvermindert bis zum Schluß der Rede an­hielt, folgten die Männer und Frauen, die Jungens und die Mädels ihremDoktor", dessen innige Ver­bundenheit mit Frankfurt der Frankfurter Ober- bürgermeister zu Beginn der Versammlung unter stärkstem Beifall der Menge besonders hervorge- yoben hatte.

Mochte Dr. Goebbels zunächst auf die ungerechte Verteilung der menschlichen fiebensgrunblagen in der Welt Hinweisen oder sich mit den Parteien des überwundenen Systems ironisch befassen oder sich dem Aufbauwerk der nationalsozialistischen Staats­führung unter Adolf Hitler, oder dem engen Zu- sammenstehen des Volkes mit feiner jetzigen Füh­rung, oder mit den Fragen der Außenpolitik be­schäftigen immer zog er seine riesige Zuhörer­menge in den Bannkreis seiner scharf geprägten

Gedanken, seiner überzeugenden und logischen Be­weisführung sowie seiner faszinierenden Rede. Immer wieder durchbrausten tosende Beifallsstürme den weiten Raum der Halle und legten Zeugnis dafür ab, wie tief verwurzelt der Nationalsozialis­mus in den Herzen der deutschen Menschen bereits nach dem erst dreijährigen Aufbauwerk des Füh­rers ist und welche herzliche Verbundenheit zwischen den führenden Männern des Volkes und allen Schichten der Bevölkerung im Dritten Reiche Adolf Hitlers Gestalt gewonnen hat. So ist es denn auch ganz natürlich, daß der Minister mit feinen ein­drucksvollen Formulierungen die begeisterte Zu­stimmung der Menge fand.

Besonders stark gestalteten sich die Bekundungen der vorbehaltlosen Hingabe an das große Werk Des Führers, als Dr. Goebbels von der wiedererlang­ten Freiheit der Nation durch die Wiederherstellung unserer Wehrhoheit und unserer vollen Souveräni­tät auch im Rheinland sprach, und dabei nicht den geringsten Zweifel darüber aufkommen ließ, daß es

für die nationalsozialistische Staatsführung und das deutsche Volk in diesen Entschließungen des Führers keinerlei Zurück oder Abhandeln gibt, daß es ein für alle Mal bei dem Zustand (ein Bewenden hat, der durch den Führer Zur Si­cherung des gleichen Rechts für Deutschland geschaf­fen wurde.

Und nicht minder stark war die Zustimmung der Versammelten, als Dr. Goebbels davon sprach, daß der Nationalsozialismus in unserem Volke da ist und auch immer bleiben wird, daß er die Her­zen des deutschen Volkes als seine Wohnstätte, als seinDauerbiwak" ansieht, aus dem ihn nichts jemals wird verdrängen können. In dieser Gemein­schaft sehen denn auch das Volk, sein Führer und dessen Mitarbeiter dem 29. März entgegen als dem Tag, der vor aller Welt klar und eindeutig das zum Ausdruck bringen wird, was in Deutschland durch Adolf Hitler und sein Aufbauwerk geworden ist: Deutschland ist der Führer, der Führer ist Deutschland!

Hinter dem Zähm steht das einige deutsche Volk.

Die Rede.

Wir Deutsche sind, führte Dr. Goebbels zu Be­ginn aus, so lange wir überhaupt eine deutsche Geschichte erlebt und gestaltet haben, immer Idealen nachgejagt. Uns ging es meist um höhere Zwecke, während andere stets wirklichkeits­näher waren. So haben wir einmal 3 0 Jahre lang Krieg geführt, nur um religiöse Dinge, und zum Schlüsse waren sie doch nicht gelöst. Unendliches Leid war damit über das deutsche Land gebracht worden. So ähnlich be­nahmen wir uns am Ende des Krieges. Dr. Goebbels aab dann in anschaulichen Worten ein Bild von Der furchtbaren Zeit der Drangsale und der Rechtlosigkeit, die das deutsche Volk bis zur Machtübernahme durch den Nationalsozialismus in einem ungeheuren Leidenswege durchzumachen hatte.

Wir brauchen dem Volke nicht zu sagen, was wir wollen, sondern wir können Hinweisen auf das, was in den drei Jahren geschafft wurde. Wir haben neue Arbeit gegeben, die Finanzen in Ordnung ge­bracht, die Kultur bereinigt und schließlich Europa eine neue Friedensyrundlaae gege­ben. Und nun sind wir mitten im Werk, hinter uns eine Menge von Erfolgsstationen lassend, die es dem Volke leicht machen, sein Urteil abxugeben. W i r wohnen im Volk, und d a bleiben wir, im Volke haben wir unser Dauerbiwak auf«

heit, Sicherheit und Ehre mit.

geschlagen. Daß sich in Deutschland doch etwas ge­ändert hat, zeigen unsere strammen deut chen Jun­gens, die nicht mehr vor den Stempelstellen der Arbeitsämter stehen, sondern zu au'

.rechten Männern erzogen sind und für un ere Wehr­fähigkeit brauchbar wurden. Einig und geschlossen halb das Volk am Aufbau des Staates Der Frei-

Adolf Hiller iff nicht nur der mächtigste, sondern vor allem der einfachste Staatsmann Europas. Es müsse für jeden Arbeiter ein be­glückendes Gefühl sein, daß jemand die Nation führt, der auch einmal Arbeiter war und für jeden Soldaten im Bewußtsein, daß der oberste Befehlshaber einmal Gefreiter war.

Und das nenne ich wahre Demokratie, daß nämlich das Volk sich selbst durch seine besten Söhne regiert. Ls kann nur einer befehlen, aber dieser muß aus den 66 Millionen Deutschen geboren und gewachsen fein. Adolf Hitler ist ein Kind unseres Volkes, Adolf Hitler kennt die Not des Volkes, er hat aber auch die Möglichkeit, ihm die Kraft wie­der zu geben, und Adolf Hitler hat das deutsche Volk wieder aktionsfähig gemacht!" Das Volk steht hinter dem Führer, fein Ehrbegriff ist nicht nur fein persönlicher, er wird vom gan­

zen Volk gelragen.

Der Minister kam dann auf die Haltung Deutsch- ' lands gegenüber den Locarno-Mächten zu sprechen. Er erklärte, daß wir niemals wieder etwas unter­schreiben würden, was gegen unsere Ehre verstößt. Wir seien bereit, einen Frieden abzuschließen, aber - es müsse ein ehrlicher Frieden sein Unsere Soldaten seien im Rheinland und würden Dort bleiben. Wenn die anderen Staaten das Recht und den Frieden an ihrer Grenze wahren wollten, wir . wollten dasselbe tun. In unserem Lande aber dürfe keiner aufstehen, um innere Zwietracht zu schaffen, denn nur so könnten wir weiter stark und erfolg­reich bleiben. Das großzügige Friedensangebot des Führers sei dazu angetan, im nächsten Vierteljahr­hundert den Frieden in Europa zu sichern; und diese Verträge würden dann von Deutschland ge­halten, weil die Unterschrift freiwillig erfolge. Wenn der Führer gezwungen ist", so rief Dr. Goebbels zum Schluß unter dem sich immer mehr steigernden Beifall der Massen aus,mit geschärf­tem Auge nach vorwärts zu schauen für das ganze deutsche Volk, so muß er wissen, ich kann unverrückbar nach vorn schauen, denn hin­ter mir steht geschlossen ein Vol k." Und diese Gewißheit werde ihm das ganze deutsche Volk am 29. März geben, zum Nutzen der Nation und für eine große deutsche Zukunft. Bei diesen Schluß­worten des Ministers erheben sich die Massen und jubeln dem Minister begeistert zu, der dann nach dem Gesang der nationalen Lieder unter den Heil­rufen der Menschenmenge die Riesenhalle verläßt.

Nationalsozialistische Unanzleistungen.

Reichsbankpräsident Dr. Schacht würdigt die Arbeit der Reichsbank in den drei Regierungsjahren Adolf Hitlers.

NSK. Zum 29. März veröffentlicht Reichs­bankpräsident Dr. Schacht folgenden Wahlaufruf für Adolf Hitler.

In einem Augenblick, wo der Führer und Reichs­kanzler erneut um das Vertrauen des deutschen Volkes wirbt, erscheint es angebracht, daß auch die Reichsbank einen kurzen Rückblick t u t auf das, was in ihrem Bereich geschehen ist. Wir haben das Arbeitsbeschaffungs- und Rüstungsprogramm des Führers finan­zieren helfen, ohne daß wir den Geld- und Kapitalmarkt gestört haben, im Gegenteil, wir haben den durch die Krise von 1931 zerrütteten Geld - und Kapitalmarkt wieder funk­tionsfähig gemacht. Unser Zahlungsmittel­umlauf ist trotz erheblicher Kreditausweitung nicht erheblich gestiegen. Seine Steigerung ist wesentlich hinter der Steigerung der gesamten volkswirtschaft­lichen Umsätze zurückgeblieben.

Wir haben an die Emissionskraft und an die

Kredithergabe des Marktes große Ansprüche stellen können, ohne das Zinsniveau zu er­höhen. Im Gegenteil, die Zinsen sind auf dem aefamten Gebiet des langfristigen sowohl wie des kurzfristigen Kredites erheblich gesenkt wor­den. In der gleichen Zeit haben wird unsere Auslandsschulden nicht unbeträchtlich wei­ter verringert und eine Senkung unserer Zinslasten auch an das Ausland erreicht.

Wir haben alles dies durchgeführt unter gleich­zeitiger Aufrechterhaltung eines ft abi- len Wertes der deutschen Währung und haben damit dem Arbeiter und Sparer die stärkste Stütze für seine Lebensfüh­rung gegeben. Der deutsche Arbeiter und Spa­rer wird am 29. d. M. für diese Erfolge national­sozialistischer Politik dem Führer seinen Dank und sein weiteres Vertrauen aussprechen.

lungsgesetz. Wie notwendig hier eine lieber- wachung und Regelung durch die Staatsgewalt war, beweist die Tatsache, daß fast 3 0 0 0 0 land­wirtschaftliche Betriebe unmittelbar vor der Zwangsversteigerung standen, als Adolf Hitler zur Macht fam. In dieses neue Gesetz wurde jeder landwirtschaftliche Betrieb ein­bezogen, der verschuldet war; die vorhandenen kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden in langfri­stige unkündbare Tilgungshypotheken umgewandelt, die Zinsen, die nicht selten auf einer Höhe von 10 v. H. lagen, wurden auf 4 bis 4,5 v. H. gesenkt. Für überschuldete Betriebe wurde von Reichswegen die Summe der nicht mündelsicheren Schulden je nach den Verhältnissen gemindert, dringend not­wendige Barablösungen wurden für den Schuldner durch die Entschuldungsstelle geleistet.

Wie überall in Deutschland war auch das Bauerntum in Hessen und Nassau in tiefe Not geraten. Am deutlichsten zeigten die ört­lichen Bauernunruhen, daß der Druck der Ver­hältnisse allmählich unerträglich geworden war, denn der deutsche Bauer ist so friedliebend und arbeitsam, daß er nicht ohne innerste Not zur Auf­lehnung schreitet. Als nun das Schuldenregelungs- qesetz 1933 in Kraft trat, meldeten sich bis zum Ablauf der gesetzten Frist nicht weniger als etwa 8000 landwirtschaftliche Betriebe in Hessen-Nassau zur Entschuldung an. An der Erledigung und Klärung dieser Anträge wird aus umfassenden Erfahrungen heraus mit aller Intensi­tät noch heute gearbeitet, ein Zeichen dafür, welch chaotischer Trümmerhaufen am 30. Januar 1933 von Adolf Hitler übernommen wurde.

Der Bauer kam wieder zu Atem.

Die Maßnahmen zur bäuerlichen Entschuldung in Hessen-Naffau.

Hof um Hof geriet unter den Hammer, die Land­wirtschaft ernährte kaum noch den Bauern allein ..." Mit diesen knappen Worten kennzeich­nete der Führer vor wenigen Tagen in seiner Frankfurter Rede die Lage, in die das deutsche Bauerntum während der Systemzeit geraten war. Manchem unter den Zuhörern mag erst in diesem Augenblick zum Bewußtsein gekommen sein, daß die Notrufe deutscher Bauern, die man in der Nach­kriegszeit immer dringender hörte, mit einem Male verstummt sind. Woher rührte diese Not und mit welchen gewaltigen Mitteln wurde ihr gesteuert?

Unsere deutsche Landwirtschaft war in einen ver* zweifelten Existenzkampf gedrängt, weil auch ihre Erzeugnisse nach liberalistischem Handelsprinzip be­wertet und vertrieben wurden und zugleich durch Die regellose Einfuhr eine lebensgefährliche Konkur- renj entstand. Durch das fortwährende Absinken h m s lLe cinljeimif(f)e Landwaren kam es oahin, daß der Bauer kaumnochdenErzeu-

CJ 5f VI ö f e konnte; er wollte und mußte ."^erleben. Von Seiten des (Staates aber roar keine Hilfe zu erwarten also mußte er ae- trieben von bitterster Not Schuld en mach e*n.

eJ heute diesen und mor­gen jenen ßrcbit auf und verpflichtete sich dabei zu Zinszahlungen, deren Last seinen Betrieb auch btt allerbester Wirtschaftsführung niemals tragen

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tonnte. Und doch gab esRegierungen", die den Bauern solche Kredite gei dezu aufdrängten und meinten, damit die deutsche Bauernnot beseitigt zu haben.

Der Nationalsozialismus hatte die Macht erst wenige Monate in Händen, 'ls er ein Gesetz ver­kündete, das dem drohendeii Verfall des Bauern­tums Einhalt ßeboti das Schuldsure gs»

Verminderung derärbettrtasen. in der faniboirfjchaft

FEBR.1933 322.000

\S£Pr,7933 93000

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SEPT. 791«. 30000

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«SEPT. 1955 39000

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Durch die verfehlte Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnts war die Landwirtschaft dem völlige«