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Ledingunaen wurde besonders der Anbau von Flachs besprochen. Jeder Bauer soll für das kom-
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Schmetz.
wieder verschoben.
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Bavler Mission verwachsen ist und Mitträger ist ihrei gesegneten Arbeit.
zu bringen.
Kirche und (Schule.
Schotten, 23. Jan. Die erste diesjährige rrkonferenz des Dekanats Schot-
Springen zeigte wieder einmal die immer noch unbestrittene Vorherrschaft der nordischen Länder, vor allem von Norwegen, das in Birger Ruud wieder den Sieger stellte. Der kleine Norweger kam bei seinen Sprüngen bei 65 m, 71 m und 69 m auf und hatte mit seinem 71-m-Sprung einen neuen Schanzenrekord aufgestellt, und zwar trotz verkürzten Anlauts. Den alten Rekord hielt Eistein Raabe mit 69 m. Diese prächtige Leistung brachte dem Norweger die Tagesbestnote und den Sieg ein; auch auf den nächsten vier Plätzen endeten Norweger. Die
Neuschnee in Garmisch.
Seit Mittwochnackrnittag sind die bayerischen Berge wieder in dichtes Schneetreiben gehüllt, lieber dem Werdenfelser Tal hängen dichte, graue Wolken, die den weißen Segen in reicher Fülle über Garmisch-PartenkirchTn und Umgebung entladen. Schmunzelnd konnte der Verantwortliche für die Winterspiele, Dr. v. Halt, feststellen, daß die Organisation auch in diesem Punkte nicht versagt hat. Die Abfahrts- und Langlaufstrecken können den Neuschnee aber auch recht gut vertragen, denn bei der starken Inanspruchnahme des Geländes seitens der vielen in- und ausländischen Aktiven wies die Schneedecke hier und da schon einige Schönheits-
deö Sportverein« (Yar^en^e ch.
Der hiesige Sportverein 1928 hielt bei Gastwirt Becker seine Jahreshauptversammlung ab. Ver- einsfuhrer Coenen erstattete den Jahresbericht. Kassenwart Vonderheid gab die Jahresrech- nunq bekannt, die mit einem kleinen U?b"rschuß abschloß. Kassenprüfer Heller gab seiner Freude über die exakte Kassenführung Ausdruck. Der Ver- elnsfuhrer erteilte dem Rechner Entlastung und bestätigte den Vorstand des Vereins in seiner bis- 0 engen Zusammensetzung. Der Spielausschuß bleibt unter der Führung von Obmann Weigel in seiner bisherigen Form bestehen, wird aber ounf) den Leichtathletik-Obmann Stein erweitert. Spielausschuß-Obmann Weigel gab im weiteren Verlauf der Versammlung einen Bericht über die Lesungen der Schüler-, der Jugend- und der ersten Mannschaft, die durchweg gute Erfolge erzielen konnten. Die 1. Elf fuhrt zur Zeit die Tabelle der 2. Kreisklasse an. Mit der Mahnung, dem Verein die Treue zu halten und mit dem Gedanken an den Führer wurde die Versammlung geschlossen. Als Ertrag des am vergangenen Sonntag ausgetragenen Gesellschaftsspieles gegen die 3. Mannschaft der Spielvereimgung 1900 Gießen konnte der Verein dem Winterhilfswerk 10,10 Mark überweifen.
druck. Besonders Elfriede Pembaur, Zweite hinter Christi Cranz bei den letzten Akademikerspielen in St. Moritz, fuhr bestechend. Fräulein Nießl und Hertha Rosmini sind weitere, stark zu beachtende Läuferinnen.
Auch die Norweger am Kreuzeck.
Meisterliche Abfahrtsläufer sind die Norweger sehr schnell geworden; das haben sie bereits bei der vor-
Utlerström betreut die USA.-Sfiläufer.
Der Führer der in Garmisch-Partenkirchen eilenden amerikanischen Skimannschaft hat den bekannten schwedischen Läufer Sven Utterström aufgefordert, das abschließende Training der USA.- Mannschaft zu betreuen und sie vor allem auch hinsichtlich der schwierigen Wachsfrage während der olympischen Skiprüfungen zu beraten. Utterström hat der Aufforderung Folge geleistet und sich bereits am Dienstag nach Garmisch-Partenkirchen begeben.
B'raer 2Ruul) kvrmai
Internationaler Sprunglauf auf der Kochelberg-
Schanze.
auf.
Probegalopp der Oesterreicher.
Mittwochvormittag erschien, vom Trainings-
Seefeld kommend, Anton Seelos mit den
Verband, die von ihrem ursprünglichen Termin bereits auf den 21. bis 24. Februar verschoben worden waren, haben eine erneute Verlegung erfahren. Die Meisterschaftsläufe finden jetzt in den Tagen vom 31. Januar bis 3. Februar in Reifenberg im Taunus statt. Die Kreiswettläufe des Kreises 5 6 im Gau XII/XIII finden am bevorstehenden Sonntag im Taunus statt.
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der Hallentennis - Meisterschaften.
Die „letzten Vier" sind jetzt bei den internationalen deutschen Hallentennismeisterschaften in 23re= men in den Einzelspielen ermittelt worden. Bei den Männern schlug Henkel den Franzosen (Zentren 6:4, 6:1; der Berliner trifft in der Vorschlußrunde auf den Schweizer Ellmer, das andere Spiel führt den Jugoslawen Pallada und den Franzosen Ja- main zusammen, der Werner Menzel schlug. Bei den Frauen treffen „oben" Hilde Sperling-Krahwinkel und die Belgierin Adamson, unten Marie-
t e n, an welcher mit Ausnahme der dienstlich verhinderten sämtliche Dekanatsgeistlichen teilnahmen, sand hier unter dem Vorsitz von Dekan Widmann (Schotten) statt. Die übliche einleitende Andacht hatte Pfarramtskandidat Huber (Oder-Lais) übernommen. Jrn Mittelpunkt der Konferenz stand ein Vortrag von Pfarrverwalter Weigel (Burkhards) über das Thema „Bekenntnis und Heilige Schrift", dem eine sehr angeregte Aussprache folgte. Der der Konferenz als Gast beiwohnende Missionar Michelfelder von der Basler Mission berichtete dann unter Bezugnahme auf das in dem Vortrag Gebotene über feine Erfahrungen auf dem chinesischen Missionsgebiet. Den Schluß der Konferenz bildete die Erledigung dienstlicher Angelegenheiten. — Der auf Heimaturlaub sich befindende Missionar Michelfelder von der Basler Mission befindet sich zur Zeit auf einer Bredigt- b z w. Vortagsreise durch das Dekanat Schotten. Bis jetzt wurden von ihm folgende Dekanatsgemeinden besucht: Hartmannshain, Volkartshain, Herchenhain, Sichenhausen, Nieder- Seemen, Mittel-Seemen, Ulfa, Ober-Lais, Eichelsdorf, Schotten, Rudingshain, Rainrod, Götzen, Michelbach und Betzenrod. In den Gottesdiensten sprach er in sehr eindringlicher Weise über die Missionspflicht der Christenheit; in feinen Vorträgen, die durch prächtige farbige Lichtbilder illustriert wurden, gab er lebensvolle Darstellungen des wirtschaftlichen und religiösen Lebens in China, sowie der unermüdlichen Arbeit der dortigen deutsch- evangelischen Mission. Alle Veranstaltungen waren recht gut besucht und begegneten großem Interesse der Zuhörer, ein Beweis dafür, wie fest ein großer Teil der oberhessischen Gemeinden mit der
jährigen Deutschen Meisterschaft gezeigt. Sie wollen
diesen Erfolg bei den Winterspielen natürlich wie- ,--------- ------—
derholen und sind darum die Eifrigsten mit, wenn 1 Japaner und Amerikaner hatten Pech, ihre besten es gilt, auf Abfahrt zu trainieren. Die Kreuzeckbahn *tur^,en und endeten weit geschlagen im
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Nahmen v. 30% des Wertes auf Etagenhaus von Selbstgeber bal-
menbe Jahr gehalten sein, je nach Größe seines Besitzes eine bestimmte Fläche mit Flachs zu bebauen, und damit einen Beitrag zum Kampf um die Rohstosse
luise Horn (Wiesbaden) und die Polin Jedrzejowska zusammen.
Berufungen im Fachamt Schwimmen.
Der Gauschwirnrnwart Erich L o e w e, Kassel, hat vorbehaltlich der Bestätigung des Fachamtsleiters im Gau XII Pg. Georg Schomburg« Kassel folgende zunächst kommissarischen Berufungen in das Fachamt Schwimmen ausgesprochen. Bezirk 1. Bezirksschwimmwart: W, Diehl, Kassel, 2. Schwimmwart Karl Fischer, Marburg. Bezirk 2. Bezirksschwimmwart: Fritz P a c o e, Gießen, Wetzlarer Weg 10. 2. Schwimmwart: V. Köhring, Gelnhausen. Als Kreisschwimmwart für den Kreis 8 (Gießen) wurde Otto Jüngst, Gießen, Horst- Weffel-Wall 46, berufen.
Zum 2. Gauschwirnrnwart ist bereits Franz Sauer, Gießen, berufen. Die hauptsächlichste Aufgabe aller 2. Schwimmwarte soll darin bestehen, das volkstümliche Schwimmen im «nnaen Gaugebiet zu fördern.
Samstag, den 25. Januar:
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Der Englische Radfahrer-Verband (National ‘ *"
Cyclists Union) hat den Deutschen Radsahrer-Ver- ™ m
und die Irländische Ra^ennLan für ^l^1ei7pll7n.
Deutscklan'd 1O‘ena anb ftoffanh mif hir 21,11(196 ift für ben kommenden Sonntag vorgesehen, von Herne-Hill be?Londo^einaeladenDe? DeB Sl in Garmisch-Partenkirchen anwesenden auslän- Rads?hr°r-V rband w?rdfeines st-n B-rtrtt-r mit d.fch-n Spr nger haben Einladungen erhalten, an Weltmeister Toni'Merkens an der Spitz- zu dieser
großen internationalen Amateurveranstaltung ent- ^.daß «■ großen Teile der Einladungen Folge
Kann bei ungesundem Wetter Erkältungen bringen. Sie sollten deshalb Ihren Kindern stets einige der bewährten
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In den beiden Waffen treten sich jeweils Fünfer- Mannschaften gegenüber. Im Florett stellt Frankreich PH. Cattiau, A. Gardere, E. Gardere, R. Lemoine und R. Bougnoli. Alle Fechter sind Träger bekannter Namen. Die deutschen Farben vertreten Erwin Casmir, I. Eisenecker, S. Lerdon, St. Rosenbauer und A. Heim. Eine stärkere Florettmannschaft kann Deutschland im Augenblick und wohl auch auf den Olympischen Spielen nicht stellen.
Die Franzosen bringen auch ihre stärksten Degenfechter nach Frankfurt mit, nämlich G. Buchard, P. Deydier, H. Dulieux, M. Pscheux und B.
SfSÄftffilfit"mÄ!
e® bei den wenig günstigen Wetterverhältnissen “rbefferfe er ben lÄnreforh^mH Z ' X' nicht mehr möglich war, die Bahn meisterscha ts- nSprunae auf,S) ^eter A a n gerecht herzustellen. Die Titelkämpfe sollen nun im Mürren Jsamo Sekianck»- ihm 3
an bie Olympischen Winterspiele in Ober- Von den Amerikanern zeigten «Kittoier ^ndr-ck- 58°r9e|e,,en ift 015
rÄf -a k VW1T besonderes boten auch die Oesterreicher. von denen
E>tt-Metsterschasten desGaUeSXII/XIlI Bradl und Dellekarth 56 Meter standen. Recht gleichmäßig auch Markus Maier, Aschenwald und Rieger.
_6. .. r, Der Gesamteindruck der Oesterreicher, die om Mitt-
, ?le Sklmelsterschaften vom Gau XII/XIII (Nord- wochabend wieder nach Seefeld zurückkehrten, war Heßen/Sudwest), dem früheren Mitteldeutschen Ski- denkbar günstig.
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Vuliarische Auszeichnung des Ke chssportführers.
Der König von Bulgarien hat den Reichssportführer für seine persönlichen Verdienste um die Leibesübungen und für die Dienste, die der deutsche Sport Bulgarien geleistet hat, mit dem allerhöchsten bulgarischen Orden, dem St.-Alexander-Groß- Offiziers-Kreuz mit Stern, ausgezeichnet. — Die Uebergabe des Ordens erfolgte durch den Kgl. Bulgarischen Gesandten in der Gesandtschaft zu Berlin, wobei der Gesandte besonders herzliche Worte des Einvernehmens zwischen Bulgarien und Deutschland an den Reichsspvrtführer richtete. Gleichzeitig sind an den Stellvertreter des Reichsspvrtführer, Arno Breitmeyer, den Generalsekretär für die XI. Olympischen Spiele 1936 zu Berlin, Carl Diem, und an Legationssekretär Dr. Zapp Ordensauszeichnungen verliehen worden.
Jm Degen und Florett gegen Frankreich
Die Reihe der Länderkämpfe, die Reichsfachamtsleiter Erwin Casmir zur Kampfschulung der deutschen Nationalmannschaft mit besonderem Eifer gefördert hat, wird am nächsten Sonntag mit dem Ländertreffen gegen Frankreich im Palmengarten zu Frankfurt a. M. fortgesetzt. Wenn die vorhergegangenen Länderkämpfe gegen Ungarn und Polen in der Hauptsache unserer Säbelfechter galten, so wird die Begegnung mit den Franzosen vor allem eine ernste und schwierige Prüfung der deutschen Degenfechter sein. Klar, daß dieser Prüfung großes Interesse entgegengebracht wird. Auch das Ausland bekundet rege Anteilnahme an dem deutsch-französischen Fechtländerkampf, der die Frage beantworten soll, ob die deutschen Degenfechter, die bekanntlich im vergangenen Jahr einige Aufsehen erregende Erfolge davontrugen, ihre Leistungsfähigkeit behalten oiier gar noch gesteigert haben. Aber auch im Florett sind die Franzosen kaum weniger stark. Ihre seit vielen Jahren errungenen Erfolge reden eine deutliche Sprache. Sowohl auf den Europameisterschaften als auch auf den Olympischen Spielen bewiesen die Franzosen jeweils, daß sie zu den besten Fechternationen der Welt zählen.
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Diese Wäsche ist grau - aber Frau Müller hält sie für weiß. Wie kommt das ? So wie Frau Müller geht cs vielen Frauen. Sie merken es nicht, daß ihre Wäsche nach dem Waschen noch grau ist weil sie kein Stück wirklich weiße Wäsche danebenhalten können. Die meiste Wäsche bleibt grau, weil beim Waschen der Kitt aus Eiweiß- und Fettbestandteilen nicht genügend herausging. Nur ein einziges Mittel wirkt ganz speziell auf diesen Kitt aus Eiweiß, Fett und Fettsäure - das ist Burnus. Burnus löst beim Einweichen diesen Kitt, der den Schmutz an der Wasche festhält, völlig auf. Man staunt oft» wie weiß die Wäsche nach Jahren intensiven Gebrauchs wied« wird, wenn man mit Burnus ein weicht! Das ganze Gewebe ™cb und geschmeidig - die Wäsd^ird we£ gehend geschont - vor aUem aber hat man weniger Wasch- Mbc,t * Groß' Dos, Burnus 4, Pfg.. üheXuL^m
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Arn Donnerstagvormittag fanden sich die Wintersportgäste und Schlachtenbummler, die schon in ansehnlicher Zahl im Werdenfelser Land eingetroffen österreichischen Läufern und Springern zu einem sind, fast vollzählig an der Kochelberg-Schanze ein, kurzen Tagesbesuch, um seinen Schützlingen einen, wo sich am Springen des Skiklubs Partenkirchen Einblick in das olympische Kampfgelände zu geben. | fast alle bereits in Garmisch vertretenen Nationen Aus der neuen Krembs-Abfahrtsstrecke vom Kreuz- beteiligten. Lediglich Sven Eriksson wurde vermißt, joch zur Talstation probierten die österreichischen der mit seinen schwedischen Landsleuten nach St. Abfahrtsläuferinnen zweimal in rennmäßiger Fahrt. Anton zum Abfahrtstraining gefahren war. Das Sie hinterließen einen ganz hervorragenden Ein- Springen zeigte wieder einmal die immer noch un-
Deutschland stützt sich auf feine bewährten Degen- hatte daher auch am Mittwoch wieder viel zu tun. I ^e,Ib- Ausgezeichnet schlugen sich die deutschen Teil- fechter Lerdon, Rosenbauer, Geiwitz, Uhlmann und Die beiden Ruuds, Arne B. Christiansen, Per Fos- uehmer. Loisl Kratzer wurde unmittelbar hinter Röhtig. Als Ersatzmann für beide Waffen wurde sum, Sverre Kolterud. von den Frauen Johanne |ben Norwegern Sechster mit Sprüngen von 47 m der Wiesbadener Nachwuchsfechter Adam genannt. Dybwad und Laila Schou-Nilfen sind starke Waffen ' ”nb zweimal 61 m. Wenig schlechter bi-lt sich Hans
Deutschland - Holland - England bes 9lorben5- DftIer (P-rt-nkirch-n), de^ Achter wurde,
in London Olympiateilnehmer in Oberammergau.
Der CEnafiM, iRnhfnhrcr.^rhnnh mntinnor Di- im Vorfahre errichtete Steckenberg-Schanze in . Zabresbaup'vetsammlung
Ein su'chtbares Verbrechen.
An den Leichen zweier Männer vergiflungs- erfcheinungen festgestellt. Zwei Personen lebensgefährlich erkrankt. — „Onkel Ehrhard" wird gesucht.
LPD. Mainz, 23. Jan. Wie der Pressedienst des Landgerichts Mainz mitteilt, wurde i.n den Leichen des im Juli 1930 verstorbenen Gastwirts Erich Vogler und des im Mai 1932 verstorbenen Friseurs Ludwig Seitz aus Mainz-Kostheim durch den Gerichtschemiker Professor Dr. Popp T a l l i u m - G i f t, das in Rattengift enthalten ist, festgestellt. Weiter waren der Stiefsohn der Frau Vogler und der Installateur Keim, beide aus Mainz-Kostheim, ebenfalls an Tallium-Der- giftung lebensgefährlich erkrankt. Sie hatten furchtbare Gliederschmerzen und Haarausfall und waren fast völlig erblindet. Diese Krankheitserscheinungen sind nach dem Gutachten des Sachverständigen typische Folgen der Tallium-Vergiftung.
Als der Tat dringend verdächtig befindet sich die Ehefrau Frieda Vogler aus Mainz-Koscheim in Untersuchungshaft. Sie kam in den Jahren 1929 bis 1934 öfter zu einer Frau Margarete Rocker, einer Kartenlegerin in der Colinstraße. Frau Rocker ist dringend verdächtig, bei der ganzen Angelegenheit ihre Hände im Spiel gehabt zu haben. Von „Verkalkungstabletten" und einem Röhrchen mit Flüssigkeit ist dabei die Rede. Von beiden Frauen wird von einem „Onkel Ehrhard" gesprochen, von dem angenommen werden muß, daß er die „Tabletten" geliefert hat.
Die Volksgemeinschaft hat ein dringendes Interesse an der restlosen Aufklärung dieses Falles. Zeugen, die sachdienliche Mitteilungen machen können, wollen dies umgehend der Polizeioirektion Mainz oder dem Polizeipräsidium Wiesbaden oder dem Untersuchungsrichter I in Mainz angeben. Insbesondere sind Wahrnehmungen über Die Person des obengenannten „Onkel Ehrhard", der manchmal auch als ein Provisor aus einer Apotheke (?) bezeichnet wird, wichtig.
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