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Sprache den Spaniern nahestünden. Die Nationa­listen würden die Tatsache berücksichtigen, daß in den letzten Jahren g e w i s s e S y st e m e g e s ch a s - sen worden seien, die den großen Erfolg in der Äerbersührung besserer Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit und in der Förderung der Ärbeiterinteressen erzielt hätten. Er werde diese Systeme natürlich in Rechnung ziehen besonders da sie die Angriffe des Kommu­nismus niedergeschlagen und den Klassen­kampf beseitigt hätten.

Der Bolschewismus grimmigster Feind des Christentums.

Eine Ansprache des Bischofs von Passau.

München, 21. Okt. (DNB.) Am Mittwochmit­tag leistete der neuernannte Bischof von Passau Dr Simon Landersdorf er, dem Reichsstatthalter in Bayern General R l t t e r v 0 n E p p den Treu­eid. In einer bemerkenswerten Ansprache stellte er &f?Ve,^6t feLn- bafi er als katholischer Bischof der Ostmark nicht nur eine kirchlich-religi­öse, sondern auch e i n e bedeutsame vater­ländische Aufgabe übernehme, die durch die politlsche Lage eindeutig festgelegt sei. Heute sei der Bolschewismus der Feind eines geordneten °uf der Grundlage der im Christentum wurzelnden abendländischen Kultur ruhenden Staatswesens zu­gleich auch der grimmigste Feind des Christentums. Diese Gefahr, die beider Exi­stenz in gleicher Weise bedrohe, müßte genügen sie zur Abwehr des gemeinsamen Feindes zusammen­zuschließen. Es sei eine Hauptaufgabe der Kirche an dem großen Werk mitzuarbeiten, das deutsche Volk wieder herauszuführen aus der moralischen Ver­elendung, in die es der Ausgang des Weltkrieges gestürzt habe, und ihm das unerschütterliche Funda­ment des sittlichen und moralischen Lebens wie der Führer das Christentum so trefflich genannt habe zu erhalten.

Bereinigung der deutschen Kronikämpserverbände "

Berlin, 21. Okt. (DNB.) Zwecks einheit­licher Vertretung außerhalb der Reichsgrenzen haben sich Reichskriegerbund Kyffhaufer, NS.-Marinebund, Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung, Reichsbund deutscher Offi­ziere und andere zurVereinigung der deutschen Frontkämpferoerbände" zu­sammengeschlossen. Die Führung hat General der Infanterie und NSKK.-Obergruppenführer Her­zog von Koburg übernommen. Zum Stabs- leiter und seinen Vertreter ernannte der Präsident den SS.-Hauptsturmführer H. G. S t a h m e r. In den Präsidialrat der Vereinigung wurden die Füh­rer der deutschen Frontkämpferverbände berufen. Zwischen dem Herzog von Koburg und dem Führer fand aus Anlaß des Zusammenschlusses ein Tele­grammwechsel statt:

Mein Führer! Melde gehorsamst, daß sich unter dankenswerter Mitwirkung des Botschafters von Ribbentrop Kyffhäuserbund, Marinebund, Kriegsopferversorgung, Offiziersbund usw. zwecks einheitlicher Vertretung außerhalb der Reichs­grenzen zur Vereinigung der Deutschen Frontkämpferverbände zusammengeschlos­sen haben. Unter Erbittung Ihres Vertrauens habe ich vorbehaltlich Ihrer Bestätigung das Amtdes Präsidenten der Vereinigung und damit die Führung der deutschen Frontsoldaten gegenüber den ausländischen Frontkämpferorganisationen über­nommen. In erster Amtsausübung würde ich d i e deutsche Frontsoldaten - Delegation nach England führen. Wir hoffen dort, wie bei den noch vor uns liegenden Aufgaben, zu be­scheidenem Teile an dem Lebenswerk des bewähr­testen der deutschen Frontsoldaten mithelfen zu können. Wir glauben mit Ihnen, mein Führer, an die Verbundenheit des Gei st es der Front über die Gräben hinweg als die beste Waffe im Kampf um einen wahrhaften und würdi­gen Frieden der Welt. In dankbarer Treue Her­zog von Koburg.

General der Infanterie Herzog von Koburg, Berlin. Vielen Dank für Ihre Meldung über er­folgten Zusammenschluß der deutschen Frontkämpfer­verbände zwecks einheitlicher Vertretung außerhalb der Reichsgrenzen. Für Ihre Führung der deutschen Frontsoldaten gegenüber den ausländischen Front- kämpferorganisotionen wünsche ich Ihnen vollen Erfolg. Mit deutschem Gruß Adolf Hitler.

Oie belgische Regierung verbietet Rexisten-Aufmarsch.

Brüssel, 22. Okt. (DNB.) Das Kabinett hat beschlossen, die für Sonntag geplante Massenver­sammlung der Rexbewegung Degrelles zu verbieten, mit der Begründung, daß in der gegenwärtigen Zeit des wirtschaftlichen Wiederaufbaues jede Kundgebung dieser Art unangebracht sei und Gefahren mit sich bringe, vor denen das Land bewahrt werden müsse. Degrelle hat gestern noch in seiner Zeitung mitgeteilt, daß die Versamm­lung, zu der 200000 Anhänger erscheinen sollen, auf alle Fälle stattfinden werde. Die Rex-Bewegung werde aus der Legalität nicht her­austreten, wenn die Regierung sich ihr gegenüber gleichfalls legal verhalte. Die M a r x t ft e n find aber entschlossen, auf jeden Fall dem Aufmarsch eine Gegenkundgebung ihrer Anhänger entgegen­zusetzen. Der marxistische Gewerkschaftsbund yat beschlossen, die Arbeiter aufzufordern, am nächsten Sonntag auf die Straße zu gehen und die Kund­gebung der Rexisten unter allen Umstanden zu ver­hindern.

Meine politische Nachrichten.

Von zuständiger österreichischer Seite wird mit­geteilt, daß eine Reise des Staatssekre­tärs für Auswärtige Angelegenhei­ten D r. Schmidt nach B e r l l n ^ Bereich der Möglichkeit liege. Vor der Anfang November in Wien stattfindenden D r e i e r k 0 n f e r e n z der Staaten der römischen Protokolle komme eine solche Reise keinesfalls in Frage.

Vor dem Landesgericht i n G r a z sand der erste auf Grund des im Juli d. I. beschlossenen Staats­schutzgesetzes anberaumte Prozeß statt. Angeklagt waren zehn Nationalsozialisten unter der Beschul­digung, im August 1936 an einem geheimen SA.- Appell, verbunden mit einer Merzler- und Ge­ländeübung, teilgenommen zu ^en. Das Gericht folgte aber nicht dem Antrag des Staatsanwalts, sondern verhängte lediglich auf Grund» des^ Gesetzes wegen verbotener Partettatigkelt Arreststrafen von 14 Tagen bis drei Monaten.

Das Haus -es deutschen Rechts.

Die vielfältigen Ansätze zu einem neuen deutschen Recht, das sich aus dem Wesen des erst durch den Nationalsozialismus endgültig geeinten deutschen Volkes und aus der völkischen Wirksamkeit ergibt, werden in der Akademie für deutsches Recht zusammengefaßt, gesichtet und mit jener methodologischen Gründlichkeit erforscht, die unsere Gelehrten auszeichnet. Seit drei Jahren besteht die Akademie für deutsches Recht. In ihr sind nicht nur Juristen vertreten, sondern in den Ausschüssen sitzen Männer aller Berufsschichten. Der Professor sitzt neben dem Verwaltungsbeamten, der Richter neben dem Bankier oder Industriellen usw. Das entspricht dem Grundsatz, wonach eine einseitige Fachwissenschaft vermieden werden muß und die Forschungen auf dem Gebiete des Rechtswesens nicht nur den Fachjuristen obliegen, sondern das ganze Volk angehen. Wenn am Samstag zum Hause des deutschen Rechts in Mün­chen, der Stadt der Bewegung, der Grundstein ge­legt wird, dann bedeutet das: Deutschland hat eine Stätte gefunden, an der die stille und doch so re­volutionierende Arbeit für ein neues Recht wirkt, Die Akademie für Deutsches Recht entstand nach dem Plane des Reichsministers Dr. Frank. Schon als Dr. Frank noch bayerischer Justizminister war, hatte er die Idee, daß eine Stelle geschaffen wer­den müsse, die die Fragen des deutschen Rechts studiere, und zwar losgelöst von der täglichen Ver­waltungsarbeit und Gesetzgebung. DieAufgabe einer deutschen Rechtsreform darf mit solchen Dingen nicht belastet werden. Als Reichsminister hat Dr. Frank dann zielbewußt den Plan weiterverfolgt und die Akademie für deutsches Recht ist jetzt aus dem Stadium der Versuche herausgelangt und wirkt bereits in einem Maße, daß sich auch ausländische Kapazitäten des Rechts immer mehr mit ihrer Tä­tigkeit befassen. So nehmen an der Münchener Ta­gung hervorragende Gelehrte aus aller Welt teil. Gegenüber der Mauer, die Haß und Verblendung um Deutschland ziehen wollten, ist diese Anerken­nung, daß wir ehrlichdasRecht suchen, von großer Bedeutung. Die Bresche ist gebrochen wor­den.

An und für sich schafft jede Revolution neues Recht. Aber die bisherigen Revolutionen verliefen zumeist einseitig und das Recht, das diese Revolu­tionen schufen, war nicht volksgebunden. Die Deut­sche Revolution ging von anderen Voraussetzungen aus. Sie wollte an die Stelle der Unordnung der Systemzeit, des Klassenkampfes und der Gruppen­herrschaft gegen das Volk dem Volke sein Recht werden lassen, und es von allen jenen Gewalten frei machen, die das Volk banden. Dieser dynamische Stoß befreite das Volk, das Volk gab sich selbst eine autoritäre Regierung. Die Erfolge in wirtschaftlicher und politischer Beziehung Neuord­nung der deutschen Wirtschaft an Stelle des Verfalls, Zertrümmerung des Versailler Friedensdiktats, Wie­derherstellung der deutschen Selbständigkeit wur­den ergänzt durch die beginnende Umgestal­tung des deutschen Menschen, der nicht mehr in Klassen, sondern in erster Linie deutsch denkt. Dafür gilt es eine neue Form des Rech - t e 5 zu finden, und die Rechtsreform fetzte auch folgerichtig dort ein, wo zunächst die alten Uebel be­seitigt werden mußten.

An und für sich war das gar nickt so revolutionär wie es von Ausländern häufig yingestellt wurde. Die R a s s e n g e s e tz g e b u n g z. B. ist in den Vereinigten Staaten nichts Neues, wo man sich dagegen wendet, daß durch die Einwanderung der Angehörigen anderen Blutes ober durch die Ver­mehrung der Erbkranken die Herrschaft der rassisch Gesunden in den USA. allmählich ausgehöhlt und das Niveau des Staates infolgedessen herabgedrückt wird. Für Deutschland war die Judenfrage zunächst zu lösen, wir haben sie gelöst auf dem Boden, der gegeben war. Der Jude wird von uns als Fremd­ling betrachtet, der kein Recht hat, am deutschen Nationalleben teilzunehmen, sondern nur Gastrechte besitzt. Das ist im Prinzip kein Unterschied zu dem Schutz, den z. B. die Vereinigten Staaten sich gegen die Einwanderung anderer Rassen geschaffen haben.

Weiter hatten wir im Gegensatz zum englischen Recht bis 1933 ein Gemenge aus römischen Rechts­bestimmungen, die auch Grund und Boden als Ware behandelten, während das germanische Recht

München, 22. Okt. (DNB.) Die erste große öffentliche Veranstaltung im Rahmen der 3. I a h- restagung derAkademie fürDeutsches Recht war die Eröffnung derAusstellung Das Rech t" in der Aula der Akademie für bil­dende Künste durch Reichsminister Dr. Frank. Der Direktor der Akademie für Deutsches Recht, Dr. Lasch, erklärte, die Ausstellung sei der erste Ver­such, einen Ueberblick über die Entwicklung des Rechts von den ersten feststellbaren Urkunden bis auf unsere Tage zu geben. Es handele sich hier um eine Zusammen st ellung von Rechtsdenk­mälern aus allen Epochen der Ver­gangenheit, die auch den Schicksalsweg unseres Volkes darstelle. Der Höhepunkt der Ausstellung sei die nationalsozialistische Gesetzgebung. Prof. C. von Schwerin hob hervor, daß noch nie im gleichen Raum eine solche Fülle von auserlesenen Gegen­ständen rechtsgeschichtlicher Bedeutung ausgestellt gewesen seien.

Dann sprach Reichsminister Dr. Frank: Zwei Gedanken müssen uns in diesem Raum bewegen. Der erste Gedanke ist der, daß das Recht keine Angelegenheit eines vom Volksganzen und vom Schicksal abgesplitterten Sonderberufes oder Son­derstandes ist. Das Recht ist vielmehr aus dem VolkefürdasVolkzu schaffen und zu bewah­ren. Der zweite Gedanke ist der, daß die Geschichte des Rechtes untrennbar ist von der Gesamtge- schichte des Volkes und daher auch für uns. Auch mir haben als Nationalsozialisten, als Sol­daten des Führers Geschichte gemacht. Diese nationalsozialistische Geschichte formt in ehernen Ge­setzeswerken ihre unsterblichen Dokumente für ihre schöpferische Leistung, das Leben nach deutscher Art sichergestellt zu haben. Diese Ausstellung sei daher für uns, die wir an einem kühnen Uebergang stehen, die Rückschau in zwei Jahrtausende deutschen Ringens. Alle die Urkunden und Werke, die hier so friedlich in Schränken nebenein­anderliegen, sind Dokumente des Ringens

sich dem widersetzte, und das Anerbenrecht in den Vordergrund stellte. Das deutsche Bodenrecht, das in der Einrichtung der Erbbauernhöfe gipfelte, be­seitigte die römischen Rechtsbestimmungen, die schlechterdings mit dem Wesen des Deutschen un­vereinbar waren, weil sie unter ganz anderen Be­dingungen und innerhalb eines Kulturkreises er­wachsen waren, der auf ganz anders geordneten Lebensoerhältniffen beruhte. Ferner wurde im wesentlichen das Prinzip durchgeführt, wonach im deutschen Staate die Rechtspflichten zunahmen, je umfangreicher oder gehobener die Stellung des ein­zelnen im Staate ist. Alle diese Fragen sind durch die nationalsozialistische Revolution in Angriff ge­nommen und teilweise schon gelöst worden. Aber die vielfältigen Probleme bedürfen zu ihrer rich­tigen Lösung einer Mitarbeit aller. Und in der Aka- bemie für deutsches Recht, im Hause des deutschen Rechts in der Stadt der Bewegung, wird hierfür die wissenschaftliche Stätte geschaffen. rt.

unseres Volkes um Erlösung und Frei- h e i t. Wir schauen in zwei Jahrtausende. Wir haben nur eine Bitte an den Allmächtigen, daß un­sere Werke in Ehren und in Größe bestehen mögen vor allen Geschlechtern, die nach uns kommen. Hier­auf erklärte der Reichsminister die Ausstellung für eröffnet.

Gäste aus aller Welt.

München, 21. Okt. (DNB.) Aus Einladung des Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht trafen in München am Mittwoch bereits in großer Zahl ausländische hervorragende Ver­treter des Rechtslebens ein, so der Kanzler der königlichen Akademie für Italien und Direktor des Istituto Nazionale Fascista di coltura, Prof. Arturo Marpica 1 i (Rom), und der Vizepräsi­dent des Institut International des Sciences Ad­ministratives, Prof. Dr. Zoltan von Magyary (Italien). Aus Bulgarien trafen ein der Präsident des bulgarischen Jndustriebundes, B a l a b a n 0 f f, sowie Justizminister a. D. Exz. Prof. Dikow (Sofia), Pros. Donnedieu de Faros von der Sorbonne in Paris, sowie der Direktor der Car­negie-Stiftung, MalcolmDavis, sind die ersten Gäste, die aus Frankreich erschienen sind. England ist bereits durch Lord Buxton, den ehemaligen Landwirtschaftsminister, sowie durch Prof. C 0 n - well-Evans vertreten. Sehr zahlreich sind auch diesmal wieder die italienischen Juristen erschie­nen, denen neben den bedeutendsten Professoren auch eine Gruppe faschistischer Rechtsstudenten an­gehören.

Weitere Teilnehmer werden aus Belgien, Jugo­slawien, aus den Niederlanden, Polen, Rumänien, Skandinavien, aus der Schweiz, der Tschechoslowa­kei und Ungarn erwartet. Von den überseeischen Ländern sind die Vereinigten Staaten von Nord­amerika, Chile, Peru, China und Japan vertreten.

DieAusstellungDasRecht"mMnchen eröffnet

Mussolini empfing den Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler und hatte mit ihm eine herzliche Unterredung. Anschließend begab sich Reichsführer SS. mit den Mitgliedern der deutschen Polizeiabordnung nach Ostia, wo der Chef der italienischen Polizei B 0 c ch i n i zu seinen Ehren ein Frühstück gab. Am Nachmittag besichtigte der Reichsführer SS. das Forum Mussolini und die Akademie für Leibesübungen. Abends gab Staats­sekretär Bufsarini ein Bankett.

Die in Berlin abgehaltenen Besprechungen des deutschen und dänischen Regierungsausschusses über zusätzliche Einfuhr dänischer landwirt­schaftlicher Erzeugnisse im Austausch für deutsche Jndustrieerzeugnisse sind mit Erfolg b e - endet worden.

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In Belgrad traf der Bundesführer des Volks­bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Dr. Eulen ein, um von hier nach B i t 0 l j (Mazedoniens zu

München, 22. Okt. (DNB.) Anläßlich der Fremdenverkehrstagung in Baden-Baden sprach der Präsident des Reichsfremdenverkehrsoerbandes, Staatsminister a. D. Hermann Esser, in der Pressekonferenz der Reichspressestelle der NSDAP, in München überNeue Aufgaben des deutschen Fremdenverkehrs". Der Führer hat dem Plan der Errichtung eines repräsentativen, künstlerisch aus­gestalteten Hauses des Deutschen Frem­denverkehrs in Berlin, Unter den Linden, eine Zustimmung gegeben. In diesem großen Bau ollen alle zentralen Behörden und Stellen zu- ammengefaßt werden, die für den Fremdenverkehr und die deutsche Werbung arbeiten, der Bau soll aber zugleich auch ein Mittelpunkt deutscher Gast­lichkeit und eine Visitenkarte des neuen deutschen B a u st i l 5 werden, der Auftakt zu den großen Bauten, die der Führer zur Verschöne­rung der Reichshauptstadt auszuführen beabsichtigt. Jnnerpolitisch gibt der Fremdenverkehr die Möglichkeit, die deutschen Volksgenossen mit der deutschen Heimat bekanntzumachen und das Verständnis der deutschen Stämme untereinander zu fordern. Außenpolitisch hat er die Auf­gabe, den über die Grenzen gehenden Reisestrom des deutschen Volkes, soweit er erträglich und wirt- chaftlich verantwortlich ist, dahin zu leiten, wo die Bereitwilligkeit zu ersprießlichen Beziehungen mit Deutschland vorhanden ist.

An der Universität Breslau sei eine Reichs- anftalt für deutsches Bäderwesen er­richtet worden mit der Aufgabe, eine genaue In­ventur der deutschen Bäderschätze vorzunehmen und auf wissenschaftlichem Gebiete darauf hinzuwirken, daß die Heilschätze des deutschen Bodens künftig in größerem Ausmaß für die Volksgesundheit nutzbar gemacht werden, lieber das ganze Reich sei eine Reihe von Klimaforschungsstellen ge- chaffen worden zu dem Zweck, die Heilbedingungen in den verschiedenen Höhenlagen zu erforschen.

Weiterhin werde in München eine wissen­schaftliche Forschungsan st alt für den

reifen, wo am Sonntag die feierliche Einweihung des Ehrenmals der 3000 dort beigefetztendeutfchenHelden stattfindet. Dr. Eulen legte einen Kranz auf dem Belgrader deutschen Heldenfriedhof sowie am Denk­mal des Unbekannten Helden auf dem Avala-Berge nieder.

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Seit etwa einer Woche weilt Kronprinzessin Juliane von Holland mit ihrem Verlobten Prinz Leopold von Lippe-Biesterfeld und dessen Mutter in der Grenzmark, wo sich in Reckenwalde bei Bomst das Schloß des Prinzen be­findet. Das Brautpaar stattete der Stadt Züllichau, wo der Prinz früher das Pädagogium absolviert hat, einen Besuch ab.

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Der polnische Außenminister Beck wird im November London einen offiziellen Besuch machen, als Erwiderung des Warschauer Besuches des englischen Außenministers Ede- vom Früh­jahr 1935.

gesamten Fremdenverkehr im Anschluß an einen Lehrstuhl an der Universität errichtet wer­den. Eine weitere Maßnahme sei die Errichtung von Fremdenverkehrsschulen für Leute, die wie Werbeleute, Fremdenführer, HotelporUers, Oberkellner in großen Hotels usw. Exponenten des Fremdenverkehrs find. Noch in diesem Jahr solle eine solche Fremdenverkehrsschule in Koblenz mit einem dreimonatigen Schulbetrieb eröffnet wer­den. Zu der in Heidelberg bestehenden Hotel­fachschule sollen zur Heranbildung eines geeig­neten Hotelpersonals ähnliche Fachschulen auch in den anderen Gebieten des Reiches kommen.

Zu den Bemühungen, eine neue deutsche Ferienordnung zu erhalten, die den wirtschaft­lichen Erfordernissen des Reiseverkehrs und auch der Forderung der Volksgesundheit entspricht, er­klärte der Präsident: Wir müssen in Zukunft eine Ferienordnung erhalten, die eine Verlänge­rung der Hauptzeit des Reiseverkehrs von Ende Mai bis Ende September er­möglicht schon um das Personal der Fremden­verkehrsbetriebe länger beschäftigen $u können bann aber noch eine Anschlußreisezeit bis Ende Oktober begünstigt. Volle Gewähr kann schon heute dafür gegeben werden, daß wir im deut­schen Fremdenverkehr auch im nächsten Jahr eine absolute Stabilität der Preise haben werden und daß in allen Kurorten die Ernäh­rung gesichert sein wird. Schließlich nahm Präsi­dent Esser Stellung gegen den Unfug der Riesen­speisekarten, die dem Nahrungsmittelverderb ge­radezu Tür und Tor öffnet.

Die Führerinnenschule des BD21L auf Schloß heiligenberg.

NSG. Am Samstag, den 24. Oktober wird die Reichsreferentin des BDM. Trude Bürkner- M 0 h r, das alte Schloß Heiligenberg bei Ju- genheim an der Bergstraße feierlich feiner Bestim­mung als Mädel- und Jungmädelführe- rinnenfchule des BDM. im Obergau 13

übergeben. Damit sind die 100 000 Mädel und Jungmädel des Gaues Hessen-Nassau in ihrer Ar­beit wieder einen großen Schritt weiter gekommen. In dreiwöchigen Schulungskursen wird hier oben in dem wunderbar gelegenen alten, wieder gut instandgesetzten Schloß die Führerinnenschaft der nationalsozialistifchen Mädelorganisation geschult werden.

Aus aller Welt.

Begnadigung durch den Führer.

Der Führer und Reichskanzler hat die durch das Schwurgericht in Prenzlau am 12. Mai 1936 wegen Mordes zum Tode verurteilte 63jährige Anna R a d a n t zu lebenslanger Zuchthausstrafe begnadigt, da sie sich bei ihrer geistigen Min­derveranlagung und seelischen Stumpfheit der Schwere ihrer Straftat nicht voll bewußt gewesen

Lin Bolksverräker unschädlich gemacht.

Die Geheime Staatspolizei, Staatspolizei-Leit- stelle Stuttgart, teilt mit: Der Bäckermeister und Wirt Ludwig Schopp aus Ravensburg hatte wäh­rend der Uebertragung der Rede des Führers vom Reichsparteitag den Lautsprecher abgeschaltet und dadurch den Gästen feines Wirtschaftsbetriebes die Teilnahme an der Übertragung unmöglich ge­macht. Er hatte gleichzeitig gehässige Aeußerungen über den Führer gemacht. Das Ergebnis einer wei­ter gegen ihn geführten Untersuchung bestätigte den seit längerem bestehenden Verdacht, daß er unange­meldete Vermögenswerte im Ausland besitzt. Schopp wurde wegen seines hetzerischen Treibens von der Geheimen Staatspolizei in Schutzhaft genom­men. Ferner haben die zuständigen Stellen wegen erwiesener Unzuverlässigkeit im Sinne des § 2 des Gaststättengesetzes die Schließung seines Wirtschaftsbetriebes verfügt. Schopp sieht der Bestrafung durch das Sondergericht wegen Ver­gehens gegen das Heimtückegesetz entgegen. Außer­dem ist ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen das Volksverratsgefetz gegen ihn eingeleitet.

Schwere Bluttat in einem Schulhause.

In Heidenoldendorf bei Detmold wurde der 62jäh- rige Schulleiter Adolf Meier, der feine Wohnung im Schulgebäude aufsuchen wollte, im Treppenhaus in der Dunkelheit von einem unbekannten Mann überfallen und durch drei Schläge m i t e i n e m Beil niederge st reckt. Der im Hause wohnende Junglehrer Klemme hörte einen lauten Aufschrei und fand wenige Augenblicke später den Schulleiter mit furchtbaren Schädelverletzungen auf. Meier liegt im Landeskrankenhaus in Detmold hoffnungslos darnieder.

Hinrichtung eines Negers in Kentucky alsVolksfest-.

Die Hinrichtung des 22jährigen Negers Rainey Bethea in Ovensboro (Kentucky), der wegen Vergewaltigung einer 70 Jahre alten Frau zum Tode verurteilt worden war, gestaltete sich nack einem Bericht derAssociated Preß" zu einem wahren Volksfest. Von nah und fern, zu Fuß und im Kraftwagen, auf alten Pferdewagen und zu Hunderten auf Güterzügen waren mehr als 10 000 Menschen nach Ovensboro gekommen, um Zeuger» der Hinrichtung zu werden. Wenigstens die Hälfte der Schaulustigen waren Frauen, Mädchen und kleine Kinder die Frauen in vielen Fällen mit ihren Jüngsten auf den Armen. Ungeduldig ver­langten sie schon lange vor der HinrichtungsstuNdS

Reue Ausgaben des Fremdenverkehrs.

Präsident Esser kündigt die Errichtung eines Hauses des deutschen Fremden­verkehrs in Berl n an.