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Kampfgebiet an der Sornosierra aussieht. So erklärte ein aus dem Kampfgebiet zuruckgekehrter Milizsoldat, daß er 17 Tage lang gegen seinen Willen an der Front geroefen sei. Wenn die Miliz ihre Deckung verlieh, um zum Angriff vorzugehen, geriet sie meistens in ein mörderisches Feuer, dem nur wenige zu entrinnen vermögen. Auffallend sei dagegen, daß die — meistens nicht freiwillig — auf der Seite der Regierung kämpfenden Polizeibeamten beim Verlassen ihrer Stellungen von den Gegnern in Ruhe gelassen und vom Feuer verschont werden. In den letzten Tagen seien mehr als 200 Beamte der Guardia de Asalto und der Guardia Cioil z u d e n Nationalisten übergelaufen.
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Unter den an der französischen Grenze eintreffenden Flüchtlingen befinden sich auch viele überzeugte Republikaner, die aber ihre Heimat ver- lassen weil man ihnen ihre Unternehmungen beschlagnahmt hat. Ein Flüchtling erklärte, seit 40 Jahren Republikaner zu sein. Trotzdem habe er in Barcelona drei Haussuchungen dulden müssen, und sein Geschäft sei beschlagnahmt worden. In Tarragona seien auf Veranlassung anonymer roter Anzeiger 12 3 Personen e r - schossen worden. In L e r i d a seien über 200 Personen hingerichtet worden. In Villa f r a n c a habe man alle P r i e st e r er« schossen mit Ausnahme eines einzigen, der in die Miliz eingetreten sei. Die katalanische Regierung habe wohl versucht, das Morden zu verhindern. Aber die politischen Gruppen würden einfach b e i s e i t e g e s ch o b e n oon einem neuen Element, oon dem Mann im Hintergrund, von dem anonymen roten Ausschuß.
Zustande w.e im Moskau der Revolution.
London, 22.Aug. (DNB. Funkspruch.) Ein Sonderkorrespondent der „Daily Mail", der soeben die andalusischen Provinzen und Madrid bereist hat, meldet, daß in Madrid die gleichen Zustände herrschten, wie seinerzeit in Moskau und Petersburg, als der rote Terror (eine höchste Höhe erreicht hat. Die roten Mörder ziehen jede Nacht von Straße zu Straße, sprengen die Türen der Häuser zum Tode Verurteilter, reißen diese aus ihren Betten und schleppen sie weg. Jeden Morgen werden die Leichen von über 50 oder 60 b e - kannten Persönlichkeiten in den Rinnsteinen der Paseo de Castellano und anderen Boulevards gefunden. In Malaga, so schreibt der Korrespondent, herrschten ungefähr die gleichen Zustände. Die Häuser der Hauptstraße Calle de Lairos seien niedergebrannt worden.
Kinder als Geiseln der Marxisten
Fortsetzung der Moskauer Lustizkonwdie.
Die Untersuchung wird auf zahlreiche führende Sowjetgrößen ausgedehnt.
geroefen ist.
ihnen abzurechnen.
Der erste Teil des sonderbaren Theaterprozesses, den die roten Machthaber der Welt vorsetzen, aing nm Freitagabend mit der Vernehmung des letzten „Angeklagten", Fritz David alias Kruglanski, zu Ende. Bei David handelt es sich um einen „deutschen" Kommunisten, dem die Ehre zufiel, sich in schwungvoller Rede zu einem versuchten A n - schlag gegen Stalin zu bekennen, den auch er in direktem Auftrage Trotzkis ge-
seine Anhänger in der Sowjetunion gegeben habe. Sichtliches Interesse riefen im Gerichtssaal, wo eine Reihe hoher bolschewistischer Parteifunktionäre zu sehen waren, die Aussagen des Angeklagten Nathan Lurje hervor. Er ist ein im zaristischen Rußland geborener Ostjude, besuchte nach 1918 die Universität in Berlin, wo er später in der KPD- eine führende Rolle spielte. Der Angeklagte sprach ohne Stocken. Er war seiner Sache völlig, . . „
sicher und wurde vom Staatsanwalt fast gar nicht i plant haben will. David sollte Stalin auf dem vorunterbrochen. Seit 1927 will er Trotzkist gewesen jährigen Kominternkongreß mit einem Revolver sein. 1932 sei er nach Sowjetruhland gekommen, L M ' "" """
um dort Verbindung mit den Resten der Trotzki- j Opposition aufzunehmen. 1932 habe er in Mos - tau Auftrag erhalten, Anschläge auf Stalin, Woroschilow, Kaganowitsch auszufuhren. Nathan Lurje schilderte, wie er versucht habe, Woroschilow erst durch einen Pistolenschuß, spater i durch eine Bombe zu „erledigen". Nach weiteren mißlungenen Anschlagsversuchen sei er schließlich am 22. Mai 1936 verhaftet worden.
Moisse Lurje (identisch mit dem früheren Leiter der berüchtigten Agitprop der KPD. Emil Alexander) erklärt mit größtem Redeschwall, daß er im März 1933 von ehemaligen KP D.- Größen, Masslow und Ruth Fischer, beauftragt worden sei, in der Sowjetunion Terror- gruppen zu gründen. Dem Zweck des Prozesses entsprechend erklärte er natürlich, daß seine Auftraggeber im Einverständnis mit Trotz- k i handelten Er fyabe seinerzeit Verbindung mit den Anhängern Sinowjews aufgenommen und Nathan Lurje zu einem Attentatsversuch auf Ordschonikidse und auf Schdanow angestiftet und sich auch selbst mit Terrorplänen getragen. Er ließ es bei seiner Vernehmung nicht an Selbstbezichtigungen fehlen. Es fiel auf, daß er vom Staatsanwalt immer dann unterbrochen wurde, wenn man offenbar befürchtete, daß der „Angeklagte" in (einem Eifer zu weit gehen könnte.
Der Angeklagte Waganjan versuchte, den früheren Volkskommissar Smirnow enger Be
ier s ch i e ß e n. Seinen Angaben nach kam es nur 1 deshalb nicht zur Tat, weil er auf der Eröffnungs- ! sitzung des Kongresses einen ungünstigen .Platz (in der Nähe des GPU.-Agenten!) hatte und i weil er „von dem großartigen Anblick dieses Schau- - spiels und dem Erfcheinen Stalins seelisch zu sehr »ergriffen und überwältigt" gewesen sei. (!) Der vor zwei Monaten abberufene Vertreter der Roten ; Armee in London Putna soll seit Jahren über । die Terrorpläne der Sinowjew-Gruppe auf dem laufenden gewesen sein und dieser sogar Weisungen Trotzkis übergeben haben. Ferner habe Putna die Absicht gehabt, unzufriedene Kreise in der Roten Armee zu Oppositionsgruppen zusammenzufassen.
Der Oberste Staatsanwalt Wyschinski erklärte dann, daß auf Grund der Aussagen gegen folgende Vertreter der früheren Rechts- bzw. Linksopposition Untersuchungsoerfahren eingeleitet wurden: Radek (Leitartikler der „Jswestija"), Bucharin (Chefredakteur der „Jswestija"), T o m s k i (früherer Leiter der Sowjetgewerkschaften), R y k o w (Volkskommissar für Post- und Telearaphenwesen), P j a- । takow (Stellvertreter des Volkskommissars für die Schwerindustrie) und U g l j a n o w (früherer . Sekretär der Moskauer Organisation der bolsche- : wistrschen Partei). In Haft befinde sich bereits der ■ Volkskommissar für die Holzindustrie, Sokolni - • kow, der früher nacheinander Volkskommissar für die Finanzen und stellvertretender Außenkommissar
Moskau, 21. Aug. (DNB.) Nach den amüsanten Geschichten, die am Donnerstagabend die Angeklagten O l b e r g und Berman fast ohne Unterbrechung durch den Staatsanwalt, erfüllt oon einem bemerkenswerten Mitteilungsdrang, von sich gegeben hatten, begann der dritte Tag des Prozesses mit der Vernehmung des Angeklagten G o l z - mann. Golzmann bemühte sich sichtlich, seine eigene Rolle bei den angeblichen Terrorplänen unter Anleitung des früheren Volkskommissars Smirnow als möglichst unbedeutend darzustellen. Mit auffallender Bereitwilligkeit betont er, daß Trotzki durch seine Vermittlung die- Weisung, Stalin aus dem W e g e zu schaffen, an
Ziehungen zu verschiedenen Terroristenstellen zu berichtigen. (Die Anklage behauptet, daß Smirnow Anführer der Trotzki st en der Sowjetunion und hauptsächlicher Organisator der Terrorgruppen gewesen sei.) Er sagt weiter aus, daß der stellvertretende Leiter der kommunistischen Akademie S e y b e l ebenfalls eine Terrorgruppe in Leningrad gegründet habe. Auf Grund der „Enthüllungen" Waaanjans kann man wohl mit Recht annehmen, daß alle früheren Gegner des gegenwärtigen Regimes in diesen Prozeß hineingezogen werden sollen, und daß man mit allen Mitteln danach trachten wird, recht bald mit
für die Auflösung angeführt. Eine nähere erläuternde Begründung ist in der Verfügung nicht enthalten. Diese Maßnahme hat in den Kreisen der deutschen Volksgruppe große Ueberraschung beroorgerufen, da die Anstalt von 300 deutschen Kindern besucht wurde. Zwar ist die Aufteilung der Schüler in zwei andere deutsche Minderheltsschulcn erfolgt, doch befürchten die deutschen Eltern, daß infolge der schon an sich überfüllten Klassen und des Mangels an Lehrpersonal ihre Kinder nur ungenügenden Schulunterricht erhalten werden.
Ein internationaler Aerzte- Kongreß m Berlin.
Der Internationale Oto-Rhino-Laryngo- logen-Kongretz von der Reichöregierung empfangen.
Berlin, 21. Aug. (DNB.) Die Mitglieder des 3. Internationalen Oto - Rhino - Laryngologen - Kon- greß, der seit dem 17. August in Berlin tagt, wurden im Namen der Reichsregierung durch bep Reichs- und Preußischen Innenminister Dr. Frick empfangen. Dr. Frick gab seiner Freude Ausdruck, so zahlreiche Männer der ärztlichen Wissenschaft in Berlin vereinigt zu sehen. Die meisten Anwesenden hätten bereits Gelegenheit gehabt, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Aus der Art, wie Deutschland seine ausländischen Gäste empfangen habe, könne man entnehmen, daß Deutschland bemüht sei, der Verständigung zwischen den Völkern zu dienen. Sie haben Gelegenheit gehabt, erklärte Dr. Frick unter lebhaftem Beifall, das neue Deutschland und uns Nationalsozialisten kennenzulernen. Im Gegensatz zu manchen anderen Ländern, die ein Herd der Unruhe sind, werden Sie feststellen können, daß die deutsche Reichsregierung unter der Führung Adolf Hitlers erfolgreich an der Arbeit ist, unserem Volke Frieden und Brot zu gewährleisten, und daß wir bereit sind, auch die Belange anderer Völker zu achten. Um so mehr dürfen wir dann auch von den anderen Völkern erwarten, daß sie uns in Freundschaft entgegen« kommen und unser Recht auf Leben und unseren Platz in der Welt anerkennen.
Der Präsident des internationalen Kongresses, Professor Dr. von Eicken, dankte dem Minister, daß er aus Bayern im Flugzeug nach Berlin gekommen sei, um diesen internationalen Kongreß zu begrüßen. Sir Sinclair Thomsen (England), der im Namen aller englisch sprechenden Nationen das Wort ergriff, sand herzliche Worte der Anerkennung und Würdigung für das neue Deutschland. Vertreter aller Nationen gaben ihrem Dank für die herzliche Ausnahme in Deutschland Ausdruck. Der n ä ch st e Kongreß wird 1940 in Amsterdam abgehalten werden.
Weiterbericht
wohl es dem Angreifer an einigen Stellen gelungen war, mit schwachen Kräften durchzustoßen. Die Mobilisierung der Reserven hatte 36 Stunden erfordert, bis die Mannschaften in ihren Kapfstellun- gen waren. Hingegen haben die aktiven Grenzmannschaften ihre Posten in kürzester Zeit eingenommen. Die Abordnung der sowjetrussischen Generäle hat dem Manöver beigewohnt und ist vom Manöver-Generalstab empfangen worden.
ZentralstudiensteUe für Landesverteidigung in Frankreich.
Paris, 21.Aug. (DNB.) Das Gesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung des Ministers für Landesverteidigung über die Schaffung einer Zentral st udien st eile für Landesverteidigungsfragen. Sie soll eine Art Mvbilmach u n g s r a t sein, der Vertreter des Heeres, der Flotte und der Luftwaffe angehören werden, um alle Probleme zu prüfen, die d i e Vorbereitung der Nation auf den Krieg betreffen. Die Zentralstudiendienststelle soll den Privatindu-, ftrien einen bestimmten E r z e u g u n g 5 p l a n oorschreiben, der mit den Bedürfnissen an Waffen im Einklang stehen und gleich vom Beginn der Feindseligkeiten an anwendbar sein soll. Dieser Organismus soll also die sofortige Mobilmachung aller Kräfte des Landes ermöglichen.
Der ungarische Reichsverweser in Oesterreich
Wien, 21. Aug. (DNB.) Der ungarische Reichsverweser Nikolaus von Horthy ist in Wien eingetroffen. Er empfing den Besuch des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg und begab sich sodann mit seinem Kraftwagen zu einem Ferien- und Jagdaufenthalt nach Tirol. Der Reichsverweser wird zunächst in Hinterriß Aufenthalt nehmen. Die Wiener Presse begrüßt mit herzlichen Worten den Aufenthalt des Reichsverwesers in Oesterreich und unterstreicht die Tatsache, daß dies seine erste Reise nach Oesterreich nach seiner Wahl zum Reichsver- weser vor 16 Jahren ist. Die christlich-soziale „Reichspost" sieht in diesem Besuch ein neues Unterpfand der Freundschaft und loyalen Zusammenarbeit zwischen Oesterreich und Ungarn.
Eine deutsche Schule in Ostoberschlesien . aufgelöst.
K a t t o w i tz , 21. Aug. (DNB.) Die Schulabteilung des schlesischen Woiwodschaftsamtes in Kat- towitz hat die Auflösung der öffentlichen deutschen M i n d e r h e i t s v o l k s- schule für Knaben in Kattowitz vor Beginn des neuen Schuljahres, das in Polen Anfang September beginnt, verfügt. In der Verfügung werden „pädagogische, technische und finanzielle Gründe"
des Reichswekterdienskes. Aiisgabeort firanffurl
Am Freitag setzte sich bei uns zunächst eine Zufuhr feuchter subtropischer Meeresluft durch, die unangenehme schwüle Witterung verursachte. Gegen Abend erfolgte ein Einbruch kühlerer Meeresluft, der unter Gewittern und vielfach heftigen Regengüssen (mehr als 20, teilweise mehr als 30 Liter Wasser pro Quadratmeter) zur Verdrängung der vorgelagerten Warmluft führte. Im Bereiche eines flachen Zwischenhochs wird sich zunächst Witterungsbesserung durchsetzen, doch läßt die allgemeine Druckverteilung Schönwetter für längere Zeit noch nicht erwarten.
Aussichten für Sonntag: Morgens dunstig ober neblig, sonst zunächst vielfach heiter und ziemlich warm, später neue Witterungsverschlechte- rung, veränderliche Winde.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. D. Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Paris, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der ! „Matin"-Berichterstatter in Pau meldet, daß im Tal von Arossas an der französisch - spanischen 1 Grenze 72 neun- bis fünfzehnjährige • Pfadfinder von den Marxisten als (3 e i f e l n : se st gehalten würden. In der Nähe fänden । augenblicklich heftige Kämpfe statt. Die Pfad- । finbergruppe sei am 15. Juli von Saragossa kom- 1 menb im Tal von Arossas eingetroffen. 300 rote 1 Arbeiter, die in der Umgegend mit Straßenbau be- ) schäftigt gewesen seien, beherrschten das Tal, die Eltern der Kinder seien feit einem Monat ohne jegliche Nachrichten. Die Jungen hätten jedoch noch ausreichend Lebens- ' mittel. Don den Pfadfindergruppen in Pau und Tardes habe man zugunsten der Kinder eine Intervention versucht, aber jegliche Ausgänge des Tales von Arossas nach Frankreich feien vonden Roten gesperrt, man erkläre sogar, daß sie mit Spreng st off unterminiert seien.
Sowjetgeneräle bei französischen Srenzmanövern.
Paris, 21.Aug. (DNB.) Den Grenzmanövern im Festungsbezirk Montmödy lag die Annahme eines plötzlichen Angriffes zu Grunde. Die Verteidiger hatten in letzter Minute die Stellungen zu besetzen und sich gegen einen Angreifer zu wehren, der über die schnellsten und modernsten Angriffsmittel verfügte. Nach der Kritik ist die Verteidigungsstellung nicht durchbrochen worden, ob->
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