Einzelbild herunterladen

Samstag, 22. August 1936

186. Jahrgang

Ur. 196 Erstes Blatt

Gietzener Anzeiger

Sowjettußlands zweites Rotes Heer

Hi

Verbrechen

lchewistischen Lehrmeister.

zum an­der roten

Generalen Mola und C a b a n e l l o gelang es, von Norden und Nordwesten her ihre Truppen an die Sierra Guadarrama heranzuschieben und damit die Hauptstadt von den nördlichen Provinzen abzu­riegeln. Gleichzeitia setzte sich der von der Volks­frontregierung auf die Kanarischen Inseln ver­bannte General Franco, ein Bruder des be­rühmten Ozeanfliegers, an die Spitze der marokka­nischen Truppen, führte sie trotz der Störungen durch Kriegsschiffe der Linksregierung nach Spanien hinüber und vereinigte sich hier mit dem General Queipo de Llano in Sevilla zum Vormarsch

letzten Zeit erheblich zurückgegangen ist. Für die Lager in Ostasien sind sogar amerikanische Treib st offe eingeführt worden, um die An­häufung von Vorräten im europäischen Teil der Sowjetunion nicht durch die Versorgung des Fer­nen Ostens zu beeinträchtigen.

Man hat Kronstadt dasNote Malta" ge­nannt. Hier bereitet sich die Flotte des Weltbolsche­wismus auf den Tag vor, an dem sie nach dem Willen Stalins und der Komintern im Dienste der Weltrevolution auslaufen soll. Schließlich heißt es nicht umsonst in dem von S. I. G u s j e w verfaß­ten Lehrbuch der Noten Armee:

nossen auf den spanischen Kriegsschauplatz befördert werden sollen. Don Baku aus, dem Mittelpunkt des sowjetrussischen Petroleumgebiets, wird die spanische Dolksfrontregierung mit Benzin und Oel versorgt. Tag für Tag fordert der Moskauer Komintern- Sender in spanischer Sprache die roten Horden zur unbarmherzigen Ausrottung aller Priester und An­hänger der nationalen Bewegung auf. In Barcelona hat sich einSender der antifaschistischen Miliz etabliert, der von Sowjetrussen aufgebaut und von sowjetrussischem Personal bedient wird, und in Madrid ist einer der Hauptdrahtzieher der bolsche­wistischen Propaganda, der Chefredakteur der Mos­kauerPrawda" Koldzow erschienen, um die Volks­frontregierung der Sympathie Moskaus zu ver­sichern und hinter ihrem Rücken den kommunistischen Umsturz vorzubereiten. So sieht die Nichtein­mischungspolitik der Sowjetunion aus.

Und wie das Programm des Bolschewismus einen Kampf auf zwei Fronten vorsieht: einmal den Auf­stand der Massen und gleichzeitig die militärische Hilfsstellung des Mutterlandes der bolschewistischen Weltrevolution Sowjetrußland, so ist es keineswegs zufällig, daß gerade in diefem Augenblick der heran­nahenden Entscheidung im spanischen Bürgerkrieg, eooi tör sich Moskau die Bolschewisierung des west- Ä5rir^7Üischen Eckpfeilers und von da aus das lieber- greifen des bolschewistischen Funkens nach Frank­reich erhofft, daß grade in diesem Augenblick bis Sowjetunion durch die Herabsetzung des Aus- bebungsalters um zwei Jahre für die nächsten vier Rekrutenjahrgänge die Rote Armee um oiS Hälfte verstärkt. Der hier am Donnerstag veröffentlichte Bericht unseres Moskauer Korrespon­denten hat deutlich gemacht, was diese neue Maß­nahme im Rahmen des bereits laufenden Aus­rüstungsprogramms Sowjetrußlands bedeutet. Dis Rote Armee wird damit eine Effektivstärke'

beteiligt.

Die Hauptwerften und Stützpunkte der Sowjetmarine sind Leningrad und Kron- t a d t Aber neuerdings werden kleinere Kriegs­chiffe auch in den Häfen am nördlichen Eis­meer und selbst auf einer Werft am Onega- See gebaut, von wo sie auf dem neuen von Zwangsarbeitern erbauten Stalin-Kanal in die Ostsee kommen. Nach der Wiederherstellung der noch modernen Schiffe der Zarenflotte sind zunächst zahlreiche Unterseeboote fertig- gestellt worden, sodaß jetzt

mehr als 40 Hole Ll.-Boote in der Ostsee vorhanden sind. Es handelt sich um O-Boote von tarker Angriffskraft. Sie sind 900 Tonnen groß, zaben acht Torpedorohre und zwei Geschütze und ind auch mit Minen ausgestattet. Der Fahrbereich )er neuen Sowjet-O-Boote der KlasseDekabrist beträgt 7000 Seemeilen, das ist zehnmal die Ent­fernung von Kronstadt bis Kopenhagen.

Neben die neuen Unterseeboote sind schon in den letzten Jahren die Flottillen neuer Torpedo­boote getreten. Es handelt sich um dieTaifun- Klasse" von je 470 Tonnen. Diese Fahrzeuge sind in Wirklichkeit schnelle Minenleger, die je 40 Minen an Bord nehmen können. Neuerdings hat die englische Presse berichtet, daß in den sowjetrussischen Fabriken mächtige S ch i f f s t u r b i n e n gebaut werden, wie sie bisher in der Sowjetunion nicht be­kannt waren. Die englische Presse vermutete, daß es sich dabei um den Dau von Kreuzern und Flottillen­führern handelt, und derartige Kriegsschiffe werden von den Sowjetrussen von jeher besonders a l s große Minenleger ausgebaut.

Der Bau zahleicher llboote und Minenleger unterstreicht den Angriffscharakter der Boten Flotte. Er wird durch die zunehmende Verstär­kung der roten Kriegshäfen ergänzt. Die pol­nische Presse hat vor kurzem berichtet, daß im Fort Gorki, das Kronstadt vorgelagert ist, rie­sige unterirdische Flugzeughallen entstanden sind und daß auf der Insel kotlin ein mächtiger llboot-hafen erbaut worden ist.

Bezeichnend ist ferner die Anlegung großer Lager für Oel und Benzin. Sie sind so stark aufgefullt worden, daß die sowjetrussische Erdölausfuhr in der

Schließlich ist auch der Fall nicht ausgeschlos­sen, daß wir gezwungen sein werden, einen revolutionären Krieg mit dem Ziel der schnell st en Entfesselung der Re­volution im Westen zu beginnen, und in diesem Fall wird unsere Strategie einen streng angrifssmähigen Charakter tragen müssen."

In Spanien sehen wir, wie der Weltbolsche­wismus am Werke ist, seine Angrisfspläne zu Lande und zu Wasser durchzuführen.

Zivilbevölkerung.

tillerievereine, Fliegerverbände ufw. zählen hunderttausende von Mitgliedern. In seinen Schulen werden die sogenanntenWoroschilow- Schühen", dieMoroschilow-Kavalleristen", Flie­ger, Fallschirmspringer usw. ausgebildet wer­den. Der zweite Fünfjahresplan sieht vor, daß die Zahl seiner Mitglieder bis 1937 auf rund

17 Millionen erhöht wird!

Don besonderem Interesse ist, daß in den rund 140 Fliegerklubs des Landes heute auch in sehr weitem Umfange die russische F r a u in der Flieger- und Gasabwehr und Bombenwurftatlgkett ausgebildet wird. Der Osioaviachim ist d ie stä r k sie Waffe in der Hand der Regierung, um neben der offiziellen Roten Armee eine zweite inoffizielle Armee, eine gewaltige Reser- vearmee zu schaffen, die nach den Plänen der Sow­jets das ganze Volk umfassen soll, um so den Traum von demroten Volk in Waffen" in die Wirklichkeit umzusetzen.

Ungeheure Lufirijstungen.

Englische Blätter bestätigen die bolschewistische Aufrüstung.

London, 22. Aug. (DNB. Funkspruch.) Auch Daily Mail" sieht sich veranlaßt, den sowjet­russischen Rüstungen Aufmerksamkeit zu schenken. Das Blatt sagt in einer Meldung aus Riga, das Kriegskommissariat habe den Bau neuer Kaserne n an der Westgrenze zur Un­terbringung von einer Million Trup­pen beschlossen. In Leningrad würden vier neue Regimenter untergebracht. Westlich von Moskau sollen mehrere neue Flugstütz- punkte errichtet werden. Nach amtlichen sowjet- russischen Statistiken seien in diesem Jahr 72 v. H. mehr Kriegsflugzeuge gebaut worden als im ganzen vergangenen Jahr. Wie das Kriegs­kommissariat amtlich mitteilte, werden die sowjet- russischen Luftstreitkräfte bald so stark fein, wie d i e gesamten Luftflotten aller ande­ren Länder zusammen. Dadurch, so sagt man, werde die Sowjetunion völlig unbesieg­bar.

der Zar. slaggoffizier

Oie rote Offensive.

Schon länger als einen Monat hindurch tobt in Spanien der Bürgerkrieg und noch ist kein Ende abzusehen. Am 13. Juli war der Fraktionsvorsitzende des nationalen Blocks in der Kammer Calvo S o - t e l o ermordet worden. Die Regierung der Volks-

Oie Kriegsflotte

-es Weltbolschewismus rüstet an der Ostsee.

Kronstadt dasBote Malta". - Mehr als 40 U.-Boote einsatzbereit. - Unterirdische Flugzeughallen.Hiesige Vorratslager von Benzin und Oel.

munistischen Belegschaften im Einverständnis nut dem Luftfahrtminister erpreßte Lieferungen fran­zösischer Flugzeugfabriken an die Madrider Regie­rung reden eine deutliche Sprache.

Das französische schlechte Beispiel hat auch m England ansteckend gewirkt. Auch hier veranstal­ten die Gewerkschaften Geldsammlungen für die kämpfenden roten Brüder" in Spanien, und Füh­rer der Arbeiterpartei rufen zu Sympathiekund­gebungen für die spanische Volksfront auf, wie sie in Paris gang und gäbe sind. Aber die engmche Regierung ist offenbar entschlossen, sich don ihrer Linie strikter Neutralität nicht abdrängen zu lassen. Sie hat ein umfassendes Ausfuhrverbot für Kriegs­material jeder Art erlassen und ein maßgebender Mann des Kabinetts, der Erste Lord der Admirali- tät Sir Samuel Hoare, hat vor einer Partei­nahme gewarnt, die unvermeidlich dazu fuhren müsse, Europa von einem Ende bis zum andern in Brand zu stecken.

In Moskau hat diese Warnung nicht den ge­ringsten Eindruck gemacht. Völlig skrupellos nimmt die Sowjetunion für die spanische Dolksfrontregie­rung Partei. In Moskau hält man es nicht einmal für der Mühe wert, auch nur den Anschein einer Neutralität zu wahren, obwohl die Sowjetunion dem ftanzösischen Vorschlag eines Nichteinmischungs­paktes zugestimmt hat. Der Bolschewismus halt seine Stunde für gekommen und so läßt er alle Rück­sicht fallen. Für unverbesserlich Gutgläubige im Aus­land ist immer noch die bequeme Teilung der Ge­walten in Sowjetregierung und Komintern da, die jede Tarnung erlaubt. Für die selbst kaum vor dem Verhungern sichere russische Arbeiterschaft ist ein Lohnabzug angeordnet, der es erlaubte, dem Kampf- fonds 8er roten Milizen in Spanien Mionen­beträge zuzuführen. Freiwilligen-Bataillvne werden bereits aufgestellt, die mit Hilfe der Pariser Ge--

K ö n i g s b e r g, 21. Aug. (DNB.) Die fieberhaf­ten Angriffsrüstungen der sowjetrussischen Macht­haber erstrecken sich nicht nur auf das Heer und die Luftflotte, sondern auch auf die Derstär - kung der Roten Marine, besonders in der Ost s e e. Darüber gibt diePreußische Zeitung" in Königsberg folgende Darstellung:

Die sowjetrussischen Werften sind in h ö ch - ter Tätigkeit. Die Rote Ostseeflotte hat in diesem Jahr besonders umfangreiche Hebungen gemacht, um die Besatzungen der zahlreichen neuen Schiffe auszubilden. An die Spitze der Ostseeflotte ist ein Fachmann aus der Zaren zeit berufen worden, der Flotten- laggoffizier (Admiral) Haller, der während des Krieges Erster Offizier auf dem russischen Li­nienschiffSlawa" gewesen ist. An den Roten Flottenmanövern waren außer zwei Großkamps- chiffen aus der Zarenzeit zahlreiche Zerstörer und U-Boote, Minenfahrzeuge und Fliegergeschwader

)urch die Eroberung von Badajoz, das erst ..ach mörderischem Ringen mit den marxistischen Verteidigern genommen werden konnte, konnte die Verbindung zwischen Nord- und Südgruppe her- gestellt werden. In den baskischen Küstenprovinzen der Biskaya ist San S e d a st i a n , neben Madrid und Barcelona das Hauptwiderstandsnest der Mar­xisten und der mit ihnen verbündeten baskischen Separatisten, von nationalistischen Truppen einge- schlossen. Der Fall der Stadt wird täglich erwartet. Damit wäre für die Nationalisten im Norden im wesentlichen der Rücken frei für eine Einschließung Madrids. Denn an eine Befriedung Kataloniens denkt man anscheinend im nationalistischen Lager erst dann, wenn der übrige Teil der Halbinsel fest in der Hand der nationalistischen Regierung ist. Der roten Miliz der ziemlich auf eigene Faust handelnden katalanischen Regierung in Barcelona ist es bisher nicht gelungen, an der aragonesischen Front das feste Sarragoffa zu nehmen. Auch ein Versuch zur Besetzung Mallorca s der größ­ten Baleareninfel, ist gescheitert und Malaga, der letzte Stützpunkt, der den Roten in Andalusien geblieben ist, ist ebenfalls von den nationalistischen Truppen erreicht. Ein schwerer Schlag für Die Linksregierung ist schließlich der Sieg der Natio­nalisten in Cartagena, dem größten Kriegs, Hafen Spaniens, denn da ein großer Teil Der Flotte nach Gefangensetzung oder Niedermetzettmg der Offiziere von den bolschewistisch durchseuchten Be­satzungen den Marxisten zugeführt wurde, ist es für diese eine Lebensfrage, im Besitz der Kriegs Häfen mit ihren Arsenalen und Werften zu bleiben

Trotz dieser offensichtlichen Erfolge sind die Na- tionalisten von ihrem Hauptziel, der Bringung der Macht in ganz Spanien, noch weit entfernt. Andererseits scheinen der Dolksfrontregierung in Ma­drid die Zügel mehr und mehr zu entgleiten, ueöer all in den von den Nationalisten noch nicht besetz­ten Gebieten bereitet sich der Kommunismus auf die offene Uebernahme der Macht vor, die er ja hinter den Kulissen der Volksfront schontlange tat- sächlich ausgeübt hat. Eine Welle bolschewistischen Terrors läßt das von den roten Milizen beherrsch Land erzittern. Selbst unter den Augen Der Ne­gierung in Madrid schreckt der Mob nicht vor Den schlimmsten Scheußlichkeiten zurück. Aber alles das wird überboten von den Greueln, die sich die

darüber di- B-licht- unbctctligter Beobachter vorlägen, die Augenzeugen dies talität-n eines vertierten roten Mobs »altenJem müssen, ,° würde man den Meldungen über solche Greueltaten keinen Glauben

nur in den Massenhinrichtungen, K'rchenlchuuuun gen und Pri-sterprogrom-n der bolschewistischen Revolution in Rußland ihresgleichen haben Es kann daher auch kein Wunder nehmen, wenn durch zahlreiche Zeugnisse einroanbfrei feftgeftcllt _ ist, daß überall in Katalonien und Andalusien in San Sebastian und selbst in Madrid unter den Augen der Bolkssrontregierung Agenten des roten Moskau zum blutigen Terror gegen Anhänger der nationalen Bewegung Hetzen und bei den ent­setzlichen Grausamkeiten den Anführer machen. Die spanischen Kommunisten sind m ihrem wilden Fanatismus nur allzu willige Schüler ihrer bol-

©färffte ......--------

Moskau, 21. Aug. (DNB.) Im Zuge der gegen­wärtig im Gange befindlichen gewaltigen Auf­rüstungen der Roten Armee ist ein Faktor von besonderem Interesse, der geflissentlich von der Sowjetregierung übersehen wird, der indessen bei der Militarisierung der Sowjetbevölkerung eine außerordentlich wichtige Rolle spielt. In einem Auf­satz der parteiamtlichenPrawda" wird dargelegt, daß der Ossoaviachim, dieGesellschaft zum Studium der Luft- und der chemischen Kriegs­rüstung", der beste Helfer, ja der Bruder der Ro­ten Armee sei. Diese Gesellschaft ist die Haupt­trägerin der gesamten bolschewistischen Wehr- propaganba und vor allem der militäri­schen Ausbildung außerhalb der Ro­ten Armee. An der Spitze des Osioaviachim steht der frühere Leiter der Kriegsakademie, der den Rang eines Armeekommandanten bekleidet. Jede Republik innerhalb der Union, jeder Bezirk und jede Stadt hat einen eigenen Rat der Osioaviachim, in dem die einzelnen Vereine des Gebiets zusammengeschlosien sind. Zu seiner Auf­gabe gehören die durch das Wehrgesetz vorgeschne- bene Ausbildung vor d e r Einberufung zum aktiven Dienst, die Fortbildung des Beurlaubtenstandes, die Ausbildung der Ueberzähligen, die Propaganda einer starken Landesverteidigung, die Organisation von Luft- und Gasabwehrgesellschaften, die Ausbildung von Fliegern, Segelfliegern, Fall­schirmspringern, Fahrern, Kavalleristen, Artille­risten usw.

Aus THifgÜeberbeiträgen und Spenden Hal die Gesellschaft in den letzten drei Iahren über 150 Millionen Rubel vereinnahmt, die ausschließlich für die Verstärkung der Verteidigungsmittel der Boten Armee verwendet wurden. Hunderte von Kampfwagen und Flugzeugen und Taufende von anderen Waffen hat der Ossoaviachim be­reits der Armee zur Verfügung gestellt. Das Ausbildungspersonal besteht durchweg aus ehemaligen Offizieren der Armee. Die THifgtie- derzahl des Osioaviachim beträgt heute 13 Millionen. (!) Seine Kavallerieklubs, Ar­

ons Madrid.

Nach mancherlei Wechselfällen ist es den natio­nalistischen Truppen in den letzten Wochen doch ge­lungen, sehr bemerkenswerte Erfolge zu erringen. Durch die Eroberuw m . k

front hatte sich als völlig unfähig erwiesen, den anarchischen Zuständen ein Ende zu bereiten, die, von bolschewistischen Agenten planmäßig geschaffen, das Land für die Machtergreifung des Kommunis­mus reif machen sollten. Streiks, Brandstiftungen,

mus reif machen sollten. Streiks, Brandstiftungen, Bombenanschläge, Feuerüberfälle hatten das sva- nische Volk während der letzten Monate in höchste Erregung versetzt. Die Ermordung Sotelos hätte der Dolksfrontregierung zeigen können, auf welch abschüssigen Weg ihre Schwäche gegenüber der bolschewistischen Volksverhetzung das Land bringen mußte, wenn sie nicht endlich zupackte und sich vom radikalen Marxismus deutlich löste. Als nichts der­gleichen geschah, wurde die Mordtat an Sotelo der Auftakt zur Erhebung des nationalen Spaniens gegen ein innerlich haltloses System, das politische Korruption und Mißwirtschaft dul­dete und damit denEolschewismus Vorschub leistete. Unter Führung des Militärs schlossen sich nationale Kreise aller politischen Richtungen zum Widerstand gegen die selbstmörderische Schwäche der Volksfront­regierung zusammen. Am 17. Juli, also vier Tage nach dem Mord an Sotelo, begann der Aufstand. Freilich in Madrid und Barcelona gelang es der Regierung, die schon marxisttsch durchseuchten Trup­pen bei Der Stange zu halten. Aber im Norden und Süden waren Die Nationalisten glücklicher. Den

Wenn der Bürgerkrieg in Spanien, je mehr er sich in die Länge zieht, um so mehr ein inter­nationales Problem allerersten Ranges ge­worden ist, so ist Daran in der Hauptsache Die Hilflosigkeit Der Madrider Dolksfrontregierung schuld, die einmal nicht die Kraft besaß, die namentlich in den großen Städten ansässigen Ausländer gegen Uebergriffe und m*-t**"' des roten Pöbels zu schützen, und dem bei dem wachsenden Mangel Truppen an Munition und Waffen, namentlich Flugzeugen, immer stärker das Bedürfnis hatte, d a s f e hle nd e Kriegsmaterial aus Dem A u s I a n D zu beschaffen, Da Der Natur Der Sache nach Die meisten Arsenale und Munitionsdepots dem aufständischen Militär in die Hande gefallen waren. Deshalb kann auch der Madrider Dolks­frontregierung gar nichts Daran geigen sein. Daß Der von Dem ftanzösischen Außenminister Sel­bes angeregte N e u t r a l 11 ä t s p a k t zustande kommt. Denn bis heute ist trotz der von ^ank- reich angeregten Verhandlungen über eine Nichtein­mischung Der Mächte in Den spanischen Bürger­krieg gerade aus Frankreich Der Waffen-, Muni, tions- und Flugzeughandel nach Spanien lustig im Schwange und der Druck der französischen Kom­munisten auf die Dolksfrontregierung wird immer rücksichtsloser, sodaß man nicht weiß, wie lange noch Blum und Delbos wenigstens an Der bistjen gen Scheinneutralität festzuhalten vermögen 3uma auch einige radikale Kollegen im Kabinett 11 wie Salengro und Cot offen Jur tattraftige ' stützung der spanischen Dolksftontregierung Propa ganda machen und hinter den Kulissen bem s bie Neutralitätspolitik des Außenministers ^bgieren. Die letzten Mitteilungen der französischen Nechls- presse über Waffenschiebungen von Marseille nach Barcelona unter französischer Flagge und von tom-

B'BS Ä*a6*a**a4*\1**aa*^a^

Gießener Familienblätter 4% SH AW HT Grundpreise für 1mm hohe

Heimat im Bild - Die Scholle M M B B 9 B H ffl B fl 3 B Anzeigen von 22 mm

monat$^3ug$prel$: B JF Breite 7 Rpf für Text-

Mit 4 Beilagen NM. 1.95 BB M B B W M W anzeigen von 70 mm Breite

»sr:s v/lVl|VIIV4 ^>14 sta

RJ V -*r w. .«»*

infnlne höherer Gewalt __ _ _ _ - aa Stellen-, Vereins-, gemein-

MZM General-Anzeiger für Oberhessen

richten. Anzeiger Giehea behördliche Anzeigen 6Rpf.

StantfXm"n 11686 vruck unb Verlag: vrühl'sche Uawersttätr vach- und Aeiudruckerel «.Lange in Sieben. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulftrahe r M°ng-n-b,chlüsi-StaffelK