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Lustschutz und Wehrmacht.

Die Neuschöpfung der deutschen Wehrmacht hat manchen Volksgenossen zu der irrigen Auffassung verleitet, daß die vom Reichsluftschutzbund für den Ernstfall betriebenen Selbstschutzmaßnahmen nicht mehr so nötig sind wie früher. Das Vertrauen zu unserer vom Führer geschaffenen Armee ist so groß, daß hier und da eine deutliche Schwächung des Willens zur Selbsthilfe erkennbar wird. Diesen Neigungen muß entschieden entgegengetreten wer- den.

Die Reichsregierung Hal keinen Zweifel dar­über gelassen, daß der zivile Luftschutz dringend notwendig ist.

Sie hat recht daran getan, denn nach wie vor gilt auch für das Ausland die Ueberzeugung, daß für den Fall kriegerischer Verwicklungen die in der Heimat verbleibende Bevölkerung zur Selbsthilfe gegen die aus der Luft drohenden Gefahren einge­setzt werden muß.

Wer anders denkt, hat nicht bedacht, daß die Verkündung der gesetzlichen, Mann und Frau tref­fenden Luftschützpflicht der Wiederherstellung der Wehrmacht nicht vorausging, sondern erst folgte. Deutlicher konnte die verantwortliche Reichsführung ihren Standpunkt nicht festlegen.

Ein für allemal hat zu gelten, daß in Zukunft auch die im Luftschutz tätigen Volksgenossen genau so ihr Leben einsehen müssen, wie die Angehörigen des Heeres, denn Luftschutz ist heutzutage ein wesentlicher Teil der Landes­verteidigung geworden. Die Entwicklung des Flugzeuges zwingt zum Einsatz der gesamten Bevölkerung, weil nur auf diese Weise unge­heurer Schaden verhindert werden kann. Dieser unumstößlich"» Tatsache kann sich niemand entziehen.

Die Zweifler sollen auch daran erinnert werden, daß unsere Nachbarn weitgehende Selbsthilfemaß­

nahmen festgelegt haben, obwohl sie seit dem Kriege rein militärisch betrachtet hochgerüstet da­stehen. Im Ausland weiß die Zivilbevölkerung, daß ihre Mitarbeit im Ernstfall eine nationale Selbst­verständlichkeit ist, und trotz der meist bestehenden

Wählerliste einsehen!

Am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag liegt die Wählerliste auf den Bürgermeistereien zur Einsichtnahme offen. Alle Wahlberechtigten mögen sich über­zeugen, daß ihre Namen in der Wählerliste enthalten sind. Durch diese Feststellung kann sich jeder sein

Wahlrecht sichern!

starken Luftwaffe kommt jenseits der Reichsgrenzen kein Mensch auf den Gedanken, dem Luftschutz gleichgültig gegenüberzustehen.

Schließlich kann selbst der Kritiker nicht an den Erfahrungen der letzten deutschen und auslän­dischen Manöver vorübergehen. Es hat sich nämlich stets gezeigt, daß selbst bei ausgezeich­neter Abwehr ein Teil der angreisenden Flieger das Ziel erreichte und die Bomben befehls­gemäß abwerfen konnte.

Man sieht: Es gilt der Wirklichkeit ins Auge zu sehen, Theorien beiseite zu lassen und mit Hand anzulegen, damit die Abwehr-Organisation des zivilen Luftschutzes in absehbarer Zeit lückenlos steht.

Preußen.

Oie Reichsautobahn Frankfurt-Heidel- berg vorübergehend gesperrt.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 20. März. Die oberste Bauleitung der Reichsautobahn Frankfurt a. M. teilt mit: Die Reichsautobahn wird am Montag, 23. März, zwischen Frankfurt a. M. und Lorsch, am Dienstag, 24. März, auf der ganzen Strecke Frank­furt-MannheimHeidelberg, und zwar jeweils in der Zeit von 6 bis 16 Uhr in beiden Rich­tungen gesperrt.

Sechs Auto- und Motorraddiebe festgenommen.

LPD. Frankfurt a. M., 20. März. In ver­schiedenen Stadtteilen Frankfurts wurden in letzter Zeit, besonders in den Abendstunden, Personen­kraftwagen und Motorräder gestoh- l e n. Die Diebe nahmen die parkenden Kraftfahr­zeuge von der Straße weg, fuhren damit in die Umgebung Frankfurts und ließen sie dann, wenn das Benzin verbraucht war, irgendwo herrenlos stehen. Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es der Polizei, vier Auto - und zwei Motor­raddiebe fe st zunehm en. Es handelt sich um sechs junge Burschen aus Frankfurt a. M. im Alter von 16 bis 19 Jahren. Sie wurden den zuständigen Richtern vorgeführt.

Ein Lastzug in die Nidda gestürzt.

Ein Toter.

Lpd. Frankfurt a. M., 20. März. Arn Frei­tag gegen 4 Uhr ereignete sich an der Nidda- brücke in Praunheim ein folgenschwerer Verkehrs Unfall. Ein aus Weißkirchen stam­mender L a st z u g , der sich auf der Heimfahrt von Stuttgart befand, fuhr auf der Niddabrücke gegen das verhältnismäßig schwache Geländer, riß es um und stürzte in die Tiefe, den Führer des Fahrzeugs und seinen Begleiter mitreißend. Der Fahrer wurde hierbei so zwischen Steuerrad und Wagenwand ein­geklemmt, daß er schwere innere Verletzungen erlitt und wohl auf der Stelle tot war. Der Bei­fahrer stürzte ins Wasser und konnte auf seine Hilfe­rufe omi einem Passanten gerettet werden. Mit einem Nervenschok mußte er ins Krankenhaus ein­geliefert werden.

Kreis Wetzlar.

= Lützellinden, 19. März. Der Gemein- berat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Haushaltplan für das Rechnungsjahr 1936. Es wurde beschlossen, für das laufende Jahr die vorjährigen Steuersätze zu erheben, und zwar die staatliche Grundsteuer (I. und II.) mit 250 v. H.,

die Gewerbeertrag- und -kapitalsteuer mit 250 v. H. und die Bürgersteuer in Höhe von 300 v. H. des Reichssatzes. Dieser Tage wurde mit den Walzarbeiten auf der Kreis st raße Lüt­zellinden Klein-Linden Gießen be­gonnen. Die Fahrbahn war in den Kurven erhöht und erweitert worden. Die notwendigen Gespann­dienste wurden von hiesigen Landwirten geleistet. Für die Ausführung der Arbeiten wurden haupt­sächlich Arbeitslose aus der Umgebung zugezogen. Die Straße soll in absehbarer Zeit auch eine Teer­decke erhalten. Der Führer der Freiwilli­gen und der Pflichtfeuerwehr Wilhelm

Jung hat wegen Arbeitsüberlastung sein Amt nie­dergelegt. Er stand fast drei Jahrzehnte im Dienste der hiesigen Wehren. Sein Rücktritt wird allgemein bedauert. Dieser Tage fand im Markwald eine Nutzholzversteigerung statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Kiefernstämme je nach Klasse 2060,50 RM. je Festmeter, Fichtenstämme 2226,50 RM., Fichtennutzscheite, 3 Meter lang, 8,5010,50 RM. je Raummeter; Fichtennutzknüp­pel, 3 Meter lang, 67,50 RM. je Raummeter; Fichtenstangen 1. Klasse 1,20 RM., 2. Klasse 1,05 bis 1,20 RM., Stangen 3. Klasse 0,901,00 RM. je Stück. ____________

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Die Einäscherung findet statt am Montag, 23. März, 15 Uhr. im Krematorium Friedberg.

1786 V

Für die Offiz.-Vereinigung L.LR. 116:

. I. A. Dr. W. Heymann

Für die Landwehrvereinigung 116:

W. Bopf

Unser hochverehrter ehemal Regimentskommandeur

Herr Oberst a. D. Köttschau

Ritter hoher Orden

ist am 19. März in Bad-Nauheim verstorben. Wir werden unserem tapferen Kommandeur, dem Vater seiner Landwehr, allezeit ein treues Gedenken bewahren

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y Arbeitsdienst

fliir und Militäri

Herr Johann Georg Schäfer

im Alter von 83 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen (Bleichstraße 11 H.), den 21. März 1936.

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Nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden entschlief heute unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater

Die Beerdigung findet am Montag, dem 23. März, nach­mittags l'/3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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r ur die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir unseren tieffühlenden Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen-

Lina Runzheimer Wwe., geb. Wilhelm

Gießen, im März 1936.

IV-* .-Aefce»'

01308

Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teil­nahme während der Krankheit und bei dem Heim­gang unserer lieben Entschlafenen

Frau Marie Vogt, geb. Becker

sagen wir innigsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Vogt.

Gießen, den 21. März 1936.

Oie IKS.-Kutturgemeinde im Wahlkampf.

NSG. Der Gauobmann der NS.-Kulturgemeinde Ramms hat alle Dienststellen der NS.-Kultur- gemeinde im Gau Hessen-Nassau angewiesen, sich den zuständigen Propagandaleitungen der NSDAP, für den Wahlkampf zur Verfügung zu stellen. Bei allen Veranstaltungen der NS.-Kultur- gemeinde wird auf die Bedeutung der Wahl hin­gewiesen werden. Darüber hinaus sollen die Orts­verbände der NSKG. beiderAusgestaltung der Rahmenprogramme der Wahlver­sammlungen und -kundgebungen Mit­wirken.

Frankfurter Pferdemarkt.

Der am kommenden Dienstag stattfindende Frankfurter Pferdemarkt läßt, nach den erfolgten Anmeldungen zu schließen, einen zahlreichen Auf­trieb von Pferden erwarten. Diesmal werden u. a. ein bis zwei Transporte belgische Arbeitspferde in bester Qualität zum Verkauf stehen, desgleichen wieder einige Kollektionen kräftiger Arbeitstiere aus der Tschechoslowakei. Einen guten Preis wer­den Schlachtpferde erzielen. (Siehe heutige Anzeige.)

Bnefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. I. in h. Im Jahre 1903 fiel Ostern auf den 12. und 13. April, Pfingsten auf den 31. Mai und den 1. Juni.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ansgabeort Frankfurt.

Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch ein starkes Hochdruckgebiet über Osteuropa und äußerst lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik. Wäh­rend die Tiefausläufer Frankreich zeitweilig Be­wölkung und vielerorts auch Regen brachten, bleibt in Deutschland im allgemeinen noch heitere Witte­rung mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht erhalten. Wenn sich auch gelegent­lich bei uns etwas Bewölkung einstellen wird, so bleibt doch der Gesamtcharakter der Witterung auch weiterhin noch freundlich.

Aussichten für Sonntag: Morgens viel­fach dunstig, sonst heiter bis wolkig, trocken, mit­tags ziemlich warm, überwiegend östliche und süd­liche Winde.

Lufttemperaturen am 20. März: mittags 17 Grad Celsius, abends 4,3 Grad; am 21. März: morgens 1,1 Grad. Maximum 17,5 Grad, Minimum heute nacht1,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. März: abends 6,1 Grad; am 21. März: morgens 3,4 Grad Celsius. Sonnenscheindausr 9,2 Stunden.

Frankfurt am Main Pleide-Märtte am24Marz,28.Apr..26.MaL 7.1011 ond 18. August 1936.

Durchschn. An trieb 400 Pferde aller Rassen, auch Schlachtpferde, größte Auswahl u. beste Gelegenheit für Kauf u. Tausch. Ein Besuch dieser Märkte ist zu empfehl. Besicht, u. Handel tags zuvor (Mont.) verbot.

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