Aus -er Provinzialhauptstadt
Eine Versammlung -er Gießener Imker
der ist
Oienstjubiläum
des Bureaudirettors Hamb.
Zu dem bereits berichteten Dt-nstiubiläum des Bürodirektors Ra mb bei der Staatsanwaltschaft Gießen teilt uns der Pressedezernent bei dem Landgericht Gießen noch folgendes mit:
Der Jubilar trat am 27. Juni 1895 bei dem Amtsgericht Wöllstein in den hessischen Staatsdienst ein und wurde nach mehrjähriger Tätigkeit an ver- schiedenen rheinhessischen Gerichten im Satyre 1915 beim Amtsgericht Worms angestellt. Im Dezember 1922 wurde er zum Justizinspektor beim Amts-
rat befördert. Zum 1. April 1934 wurde er zum Präsidenten der Reichspostdirektion Hannover er-
Präsident Steuer gehört seit 1896 der Deutschen Reichspost an. 1930 zum Ministerialrat befördert, war er bis 1933 Referent für Wirtschafts- anqelegenheiten im Reichspostministerium. 1933 wurde er zum Präsidenten der Reichspostdirektion Schwerin ernannt.
Präsident Meier wurde am 24. Februar 1875 in Spandau geboren und trat am 22. April 1895 in den höheren Postdienst ein. Während seiner Beschäftigung in den Bezirken Bremen, Halle, Erfurt, Königsberg (Pr.) und Darmstadt wurde er 1929 zum Postrat und 1933 zum Oberpostrat befördert. Seit dem 1. Januar 1935 gehörte er der Reichs- postdirektion Dresden an.
OaSAuStragenvonWerbedruckschristen genehmigungspflichtig.
Fwd. In der „Wirtschaftswerbung", dem Mit- teilungsblatt des Werberats der deutschen Wirtschaft, werden einige Erläuterungen zu der 18. Bekanntmachung gegeben, denen wir u. a. folgendes
Das große (Spiel.
Von Edith von Schrenck
Da jetzt in Berlin die Internationalen Tanzwettspiele 1936 stattfinden, werden die Ausführungen der Tänzerin Edith von Schrenck willkommen sein.
Oper, Pantomime, Tanz und Spiel — diese Kunstformen stehen gesondert voneinander da. Obwohl sie nur verschiedene Begriffsbezeichnungen für das einheitliche Kunstwerk bedeuten sollten,-blieben doch diese Gebiete getrennt, mit verschwindend wenigen Ausnahmen, wo Ansätze gemacht werden, sie für das Dasein des Volkes zu beleben und als Symbole seiner Innenwelt aus ihm heraus fruchtbar und umfassend zu gestalten. Die Bühne gehört dem Volke — diese Einsicht ist in unserer Zeit als Forderung erwacht und als Kulturziel hingestellt worden. Es wird eines Tages gelingen, das Bühnengeschehen jedem zugänglich zu machen und das Volk selbst zu schöpferischem Mittun heranzuziehen, die Bühne zum Schauplatz seines Lebens und Kämpfens zu machen, so daß die „Schaubühne" abgelöst werden wird von der „Kulturbühne', die, von dem Organismus des Volkes genährt, organisch emporwachsen wird. In welchem Sinne das möglich ist, soll aus dem Folgenden hervorgehen.
Kennen wir noch den schönen Sinn der alten Pantomime? Sie ist Gestalt gewordene innere Handlung. Ihre Elemente teilten sich aber: hier Tanz — hier Musikdrama. Die Träger und Gestalten des Musikdramas wurden Virtuosen des Gesanges, ihr Körpergefühl, ihr Gebärdenreichtum verkümmerte bis auf Reste, die keinen Ausdruck mehr vortäuschen konnten. Anderseits Tanz, „Balletteinlagen": Wieder reines Virtuosentum ohne Beziehung zum Ganzen. Drittens der Chor — ein? Masse von Menschen, mehr oder weniger unbewegt, ungestaltet. Diese Elemente wirken jedes für sich, kein Bild, keine Idee eint sie; trotz einzelner großer Leistungen sind es nebeneinanderstehende Bruchstücke, die sich nicht zum Ganzen runden. Da hilft es nichts, wenn der einzelne Sänger in feine Rolle Leben und Inhalt bringt, — die ihn umgebenden Elemente wirken noch starrer in diesem Gegensatz, der ganze Raum steht starr ihm gegenüber, der Raum, der durch Farben und Gestalten zum Be- standteil des Spiels werden soll, der Möglichkeiten bietet das Werk in Symbolen zu verkörvern. Der Chor'im Raum, mithandelnde, mitempfinbende Gestalt welche Rolle könnte er spielen, als Stimme des Volkes, des Schicksals, des Gottes! Das wäre die Wiedergeburt der echten Pantomime.
gericht Pfeddersheim ernannt und war vom 2. Mai 1924 ab geschäftsleitender Justizinspektor dieses Gerichts. Seit November 1930 ist er als Bürodirektor bei der Staatsanwaltschaft Gießen tätig.
Aus Anlaß seines Dienstjubiläums versammelten sich am Samstagvormittag die Beamten und Angestellten der Staatanwaltschaft und des Landge- richtsqefängnisses zu einer Ehrung des Jubilars. Staatsanwalt Dr. Finke, als Vertreter des z. Z. beurlaubten Oberstaatsanwaltes, würdigte in einer Ansprache die Verdienste des Jubilars, überreichte ihm ein Anerkennungs- und Dankschreiben des Führers und Reichskanzlers und übermittelte ihm die Glückwünsche des Generalstaatsanwaltes und des z. Z. abwesenden Oberstaatsanwalts, sowie gleichzeitig diejenigen seiner Berufskameraden. Der Jubilar dankte mit bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene Ehrung.
Zweiter Sonderzug nach Berlin
am 24. Juli zur Besichtigung der Relchsausstellung „Deutschland" und des Reichssportfeldes.
Da der am 24. Juli nach Berlin verkehrende erste Sonderzug bereits ganz ausverkauft ist, und es sich gezeigt hat, daß noch eine sehr große Nachfrage vorhanden ist, hat sich die Gaupropagandaleitung ent- chlossen, noch einen zweiten Sonderzug am 24. Juli zu fahren. Der Preis beträgt für Hin- und Rück- fahrt, genau wie beim ersten Zug, 13,60 RM. einschließlich des Eintrittspreises und Führung. Anmeldungen nehmen die Ortsgruppen- und Kreisleitungen der NSDAP, entgegen. Anmeldeschluh ist der nächste Dienstag, 21. Juli.
Arubesehung leitender Stellen bei der Deutschen Reichspost.
Ufa-Programm 1936/37.
Das Ufa-Programm 1 936/37 umfaßt 30 Spielfilme. Hiervon sind 15 Filme Ufaeigener Produktion, weitere 12 Filme werden im Rahmen der Ufa-Produktion als Auftragsfilme her- gestellt. Außerdem sind im Programm vorhanden drei international wertvolle Filme ausländischer Produktionen, deren Auswertung für Deutschland die Ufa übernommen hat. Zu diesen abendfüllenden Spiel ilmen kommen zur Programm-Ergänzung 30 Kurzfilme, 30 Kulturfilme sowie die Folgen der Ufa- und Deulig - W o ch e n s ch a u und diejenigen der Usa-Auslands-Woche.
Von den angekündigten Filmen sind neun bereits fertiggestellt und vorführungsbereit: „Der Bettel- ftubenr (nach Millöcker), „Schluhakkord" (mit Lil Dagover und Willy Birgel), „Stattdfcbütze Brugg- ler , „Manja Valewska , „Die Stunde der Der- suchung" (mit Gustav Fröhlich und Lida Baarova), „Inkognito" (mit Gustav Fröhlich und Hansi Kno- teck), „Weiberregiment", „Waldwinter" (nach dem Roman von Paul Keller) und „Zwischen Abend und Morgen" (mit Annabella).
diesem Gebiet in neuen Ausbildungsstätten geweckt und gepflegt werden; im Gegensatz zu den vielen Spezialberufsschulen, die vielfach Virtuosentum lehren, müßte hier in freier Arbeit der künstlerisch empfindende Mensch in alle Möglichkeiten der Gestaltung eingeführt werden und nicht auf einem Gebiet, sondern aus dem gemeinsamen Quell des Rhythmus Sprache, Gesang und Körperausdruck mit einander verweben und als Einheit entwickeln.
Dieses Theater der Jugend wäre nicht eine Schaustellung von Einzelleistungen, sondern würde eigenste Schöpfung aller sein, aller, die dieser Idee des werdenden Kulturtheaters dienen aus ihrem Leben, ihren Zielen und Idealen.
Das schönste Gut unseres Volkes, das bis heute fein Leben in ewigen Symbolen verkörpert, die Welt der Sagen, Märchen und Legenden — wie erneut, lebendig, gegenwärtig könnte diese Welt uns wieder werden, sichtbar gestaltet in Klang und Bild, von der Jugend selbst als ihr Werk neu erlebt in schöpferischer Wiedergestaltung! Hier liegt noch eine unerschöpfliche Fülle verborgen, die wieder erstehen könnte, gestaltet mit jungen Kräften und den heutigen Möglichkeiten und Einsichten. In dieser Welt könnten alle schöpferischen Kräfte jeden Gebietes und jeder Art Erfüllung finden und jeder seine eigenste Vorstellungswelt wiederfinden in den alten, ewigen Sinnbildern.
Infolge Zurruhesetzung des Präsidenten Reichspostdirektion Frankfurt a. M. Plein vom 1. August 1936 ab der Präsident der Reichs- postdirektion Hannover E e ck mit der Leitung der Reichspostdirektion Frankfurt a. M. beauftragt worden. Die Leitung der Reichspostdirektion Hannover übernimmt der Präsident der Reichpostdirektion Schwerin Steuer und die der Reichspostdirektion Schwerin der Oberpostrat Meier aus Dresden unter Beförderung zum Präsidenten.
Präsident E e ck trat am 5. August 1894 m Leipzig in den höheren Postdienst ein und war in den Reichspostdirektionsbezirken Berlin, Breslau, Hamburg, Schwerin und Oldenburg beschäftigt. Eeck wurde 1925 zum Postrat und 1930 zum Oberpost-
Zeitschristen.
— Im Juliheft der Monatsschrift „Deutsche Rundschau", herausgegeben von Rudolf Pechel, Paul Fechter und Eugen Diesel (Verlag: Bibliographisches Institut AG., Leipzig), berichtet u. a. Dr. Eugen Diesel über die Grabmäler der deutschen Könige und Kaiser — ein feinsinniger Aufsatz mit seltenen und vorzüglich wiedergegebenen Abbildungen. Franz Mariaux gibt in seinem Aufsatz „Die Negierung der Volksfront" einen kurzen Ueberblick über Idee und Herkunft der Männer der heutigen französischen Regierung. Ernst Samhaber liefert eine Untersuchung über die geschichtliche Entwicklung der Parteien. Von großem Reiz ist das dem Buch „6 Wochen Deutschland" von Paul Fechter entnommene Kapitel „Zwischen Rauenthal und Rüdesheirn", in dem Fechter die landschaftlichen und baulichen Reize dieser Weingegend in gewohnter Meisterschaft aufzeichnet, wobei er keinesfalls vergißt, die Besonderheit des Weines der einzelnen Gegenden kennerhaft zu erwähnen. Auch diesem Aufsatz sind vorzügliche Abbildungen beigegeben, die den lebendigen Text wirkungsvoll ergänzen. Kürzlich erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig die Neuausgabe von „Reuters Werken", zu der Fritz Koch-Gotha meisterhafte Zeichnungen lieferte. In diesem Heft der „Deutschen Rundschau" schreibt Koch-Gotha darüber, wie er dazu kam, gerade den Reuter £U illustrieren. Dieser Aufsatz allein, dem auch einige Zeichnungen beigegeben sind, macht das Heft zu einem höchst erfreulichen Besitz.
Alles durch deine Tat!
NSG. Hin und wieder, deutscher Volksgenosse, willst du unmutig werden, wenn dir zu Haus oder auf der Straße die Helfer der NSV. entgegentreten und dich bitten, deinen Mitgliedsbeitrag oder eine Spende für die NSV. zu geben. In solchen Augenblicken hast du dann vielleicht auch schon die Frage aufgeworfen, wozu denn noch immer diese Sammlungen seien, und wohin denn dein Beitrag wandert, den du der NSV. gibst.
Das wollen wir dir heute sagen, lieber Leser: Dein Groschen, den du der NSV. gibst, har es möglich gemacht, einer werdenden Mutter, der Frau eines bedürftigen Arbeiters die größten lastenden Sorgen abzunehmen. Nun weiß diese Frau, daß auch ihr Kind, das sie dem Volk zu geben bereit ist, Wäsche besitzen wird und dazu ein fein säuberlich ausgestattetes Babykörbchen. Sind dir die wieder glücklich strahlenden Augen der Mutter nicht ein Beweis des Dankes, den diese Frau dir und mir, der großen Volksgemeinschaft Volk entgegenbringt, dafür, daß man auch sie in ihrer ärmlichen Hin- terhvfswohnung nicht vergaß! Dein Mitgliedsbeitrag, lieber Freund, hat die Voraussetzung geschaffen, daß erholungsbedürftige deutsche Menschen lange Wochen hindurch Ruhe, Gesundheit, Kraft und Freude finden, um neugestählt wieder zurückzukehren an ihren Arbeitsplatz.
Du aber, der du einem Ferienkind einen Freiplatz zur Verfügung stelltest und damit diesem Kind körperliche Erholung und seelisches Neuerleben gabst, hast damit geholfen, die Jugend Deutschlands stark und widerstandsfähig zu machen!
Dornotizen.
Togeskalender für Montag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Unter falschem Verdacht".
in seinem Sinne zu lenken. Die nach Ziffer 1 der 18. Bekanntmachung notwendige Genehmigung muß spätestens bis zum 1. September 1936 Tag des Inkrafttretens dieser Ziffer) vorliegen. Es empfiehlt sich daher, die in Ziffer 1, Absatz 2, erwähnten Formblätter rechtzeitig anzufordern und ausaefüllt beim Werberat einzureichen. Alle schon insgesamt oder einzeln erteilten Genehmigungen zur Durchführung von Werbung durch Austragen von Werbe chriften sind mit dem Tage der Ver- öffentlichung der 18. Bekanntmachung erloschen. Vorliegende Aufträge dürfen jedoch trotzdem abge- wickelt werden. Mit „Austragen von Werbedruck, schriften" ist jede Art der Verteilung von Haus zu Haus gemeint.
** Postbeförderung auf der „Olym- piafahrt des Luftschiffs Hindenburg . Am 1. August findet aus Anlaß der Eröffnung der Olympischen Spiele ^ine Rundfahrt des Luftschiffs „Hindenburg" statt. Für diese Fahrt werden gewöhnliche Briefe (Einzelgewicht bis 20 Gramm) und Postkarten an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten zur Beförderung angenommen. Die Gesamtgebühr betragt für eine Postkarte 50 Pf für einen Brief eine Mark, Freimachung durch Freistempler ist nicht zulässig. Die Sendungen müssen den Vermerk „Mit Luftschiff Hindenburg tragen und unter Umschlag an das Bahnpostamt 19 Frankfurt a. M., eingesandt werden, wo sie spätestens am 1. August um 2.45 Uhr vorliegen müssen. Die Aufschrift für den Sammelbrief an das Bahnpostamt 19 hat zu lauten „Sendungen für die Olympiafahrt des Luftschiffes Hindenburg, Bahn- postamt 19, Frankfurt a. M." Die Freimarken auf den Sendungen werden mit dem Tagesstempel des Postamts Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main in Frankfurt a. M. entwertet, die Sendungen erhalten außerdem den Abdruck eines besonderen Bestätigungsstempels mit der Inschrift „Luftschiff Hindenburg, Olympiafahrt 1936." Die dem Lust- schiff in Frankfurt a. M. übergebene Postladung wird über dem Zentralflughafen Berlin-Tempelhof abgeworfen. Weitere Auskunft erteilen die Postanstalten.
— Honigwerbung.
Hinsichtlich der Honigbehandlung gab der Vorsitzende noch eine Reihe praktischer Vorschläge, denen er als Voraussetzung für eine einwandfreie Markenware das Abschäumen zur Beseitigung der letzten Wuchsteilchen, das anschließende Umrühren des Honigs zur Erzielung eines zarteren Aussehens und einer langsameren Kandierung und das ruhige Abfüllen in die Einheitsgläser voranstellte. Dabei wies er darauf hin, daß nur reifer Honig geschleudert werden soll; Rapshonig erfordert eine schnellere Behandlung.
Für die Honigwerbung wurde besonders auf Pfarrer i. R. Aischs ausgezeichnete Broschüre „Honig ist Herznahrung" hingewiesen.
Die Hausfrau soll dahin aufgeklärt werden, daß sie nur deutsche in Einheitsgläser abgefüllte und vorschriftsmäßig etikettierte Markenware an Stelle des ausländischen Honigs fordern soll.
An Hand von vorschriftsmäßig etikettierten Gläsern zeigte der Vorsitzende die jetzt bei der Bewertung in Betracht kommenden Feinheiten der Etikettierung.
Aus praktischer Erfahrung klärte der Vorsitzende die Imker über die Preisfestsetzung auf, die sich in guten und in schlechten Jähren bewährt hat. Auch die infolge des feuchten Wetters bisher geringen Honigerträgnisse sollten die Imker veranlassen, die Preise in gleicher Höhe zu belassen. Er sprach die Hoffnung aus, daß das bessere Wetter auch der Honigernte zugute kommen möge. Vor allem ist große Hosnung auf den „Weißen Klee" zu setzen, der sich ausgezeichnet entwickelt hat und gute Aus- sichten verspricht. Die Erfahrung lehrt, daß namentlich der zweite Grasschnitt durch sein langsames Reifen ertragreicher ist als der erste, schnell aufschießende Graswuchs.
Und das Ballett mit den „Tanzeinlagen"? Auch dieses sollte zum lebendigen Ausdruck des Geschehens werden, Träger desjenigen Vorgangs, der in der Musik seinen Ausdruck sucht. Dann wird das „Ballett" nicht mehr als losgelöstes Stück im Ganzen stehen, sondern wesentlicher Teil der Gestaltung werden, wird das dramatische oder spielerische, das heroische oder religiöse Element des Musikdramas mit verkörpern und tragen. Der Zuschauer wird in eine solche wahrhaft tänzerische Gestaltung viel zwingender mit einbezogen, als es geschieht, wenn Worte und Gesang sein Ohr treffen, das Auge aber durch das unbewegte Bild vom Sinn abgelenkt und enttäuscht wird, etwa durch den Chor oder die nach beendeter Tanzeinlage verschwindende Ballettgruppe.
Wenn die Musik mit dem Farbenrhythmus der Bühne, mit der bewegten Haltung der Gestalten, mit den Farben des Lichts und den rhythmisch getragenen Worten eine innere Einheit bildet, dann kann auch der Zuschauer sich dieser Harmonie hingeben, ihren Sinn und die sichtbar gestalteten Worte des Dichters miterlebend empfangen und, mit eigenem Leben erfüllt, zurückgeben in das große Spiel, das nun, aus echter Gemeinschaft wachsend, aus Menschenseelen und -geistern gemeinsam geschaffen wird.
Das „große Spiel", es ist das in hohe Form gebrachte menschliche Erleben, die aus den Realitäten des täglichen Daseins gehobene Menschlichkeit in ihrer heroischen Absolutheit. Die Laienspiele, die wieder bei uns gepflegt werden, sind der Weg zu einer großen allgemeinen Belebung des Spiels in allen Kreisen des Volkes.
Spiel ist Tanz. — So war es bei unseren Vorfahren, die in frühester Zeit schon ihre religiösen Ekstasen, ihren Kampsesmut, die Lebensalter und das Todeswissen in Tanz und Spiel zum Ausdruck brachten. Der einzelne wurde in den Rausch der beherrschenden Idee gehoben und erlebte die höchste Bejahung seiner Geisteswelt.
Wird nun heute der Sänger und Schauspieler auch Tänzer, d. h. nicht etwa Virtuose, sondern von innen her tänzerisch bewegter Ausdruck, wird der Tänzer musikalisch-pantomimisch sinnvoll bewegt, werden alle Gestalten mimisch-plastisch in den Raum gestellt, dann ist die Einheit vollzogen, und das dichterisch-musikalische Werk hat feinen Ausdruck gefunden.
Die Kräfte, die jetzt vielfach daran gewandt werden, um Musik und künstlerische Gestaltung dem Volke nahe zu bringen, sie müßten den Weg zu einem noch so weit intensiveren Mitschaffen aller an der neuen Bühnenform bereiten und einleiten. Die schöpferischen Kräfte der Jugend sollten auch auf
Llzenzfahrer.
Solo-Räder (acht Runden--128,64 Kilometer):
Bis 250 ccm : 1. A. G e i ß - Pforzheim (DKW.) 1:07:51,6 Std. = 113,7 km/st; 2. E. Kluge-Chemnitz (DKW.) 1:09:15,0 — 111,5 km/st; 3. W. Winkler-Chemnitz (DKW.) 1:13:03,0 Std. - 105,7 km/st; 4. S. Wünsche-Langebrück (DKW.) 1:14:19,2 Std.; 5. H. Häusler-Meßkirch (DKW.) 1:16:30,8 Std. tvv„
Bis 350 ccm: 1. H. Fleischmann -Nürnberg (NSU.) 1:06:20,0 Std. = 116,2 km/st; 2. O. Steinbach-Mannheim (NSU.) 1:08:43,8 Std. — 112,4 km/st; 3. Knees-Königsberg (NSU.) 1:10:06,0 Std. = 110,1 km/st; 4. F. Fallier-Nürnberg (Norton) 1:10:53,2 Std.; 5. G. in der Elst-Munchen- Gladbach (Norton) 1:13:10,2 Std.
Bis 500 ccm: 1. O. Steinbach-Mannheim (DKW.) 1:03:59,2 = 120,6 km/st (Tages- beftzeit); 2. H. Fleischmann-Nürnberg (NSU.) 1:04-01,6 ----- 120,55 km/st; 3. Mansfeld-Breslau (DKW.) 1:04:50,3 Std. = 119,0 km/st; 4. H. P. Müller-Chemnitz (DKW.) 1:04:57,2 — 118,8 km/st; 5. W. Herz-Lampertheim (DKW.) 1:07:07,6 Std. = 115,0 km/st; 6. B. Petruschke-Berlin (Rudge) 1:08:36,8 = 112,5 km/st; 7. K. Rührschneck-Nürn- berg (Norton 1:09:26,2 = 111,1 km/st.
Seitenwagen:
Fünf Runden = 80,4 km:
Bis 600 ccm: 1. K. Braun-Karlsruhe (DKW.) 47:31,8 Min. = 101,5 km/st; 2. Starkle (Schweiz) (NSU.) 47:38,8 = 101,2 km/st; 3. H.
Bock-Mannheim (Norton) 48:46,4 Min. — 98,9 km/st; 4. G. Römer-M. Vohwinkel (Norton) 51:34,8 Min; 5. A. Meinecke-Stendal (NSU.) 55:16,6 Min.
Bis 1000 ccm : 1. H. Kahrmann-Fulda (DKW.) 47:51,8 Min. = 100,8 km/st; 2. E. Zimmermann-Nürnberg (NSU.) 50:08,6 Mim — 96,2 km/st; 3. P. Weyres-Aachen (HarleyDavidson) 53:01,0 Min. = 91,0 km/st; 4. Döbereiner-Thier- ftein (BMW.) 54:03,4 Min.; 5. I. Brmkmann- Münster (BMW.) 55:12,6 Min.
K. Mansfelds Energieleistung.
Zu dem Vorfall, der den DKW.-Fahrer Mansfeld bei „Rund um Schotten" in der 500er-Klasse der Solomaschinen in der sechsten Runde um seine Siegesaussichten brachte, hörten wir folgendes:
Mansfeld hatte eben den bis dahin führenden Müller passiert, als er kurz vor Rudingshain in vollem Tempo eine Kurve nahm. In diesem Augenblick bekam er an einer wohl unebenen Stelle durch den Lenker einen so starken Stoß, daß sich der linke Arme auskugelte. Mansfeld ließ feine Maschine bis Rudingshain ausrollen. Dort renkte ihm ein Sanitäter den Arm wieder ein. Beim Antreten der Maschine kugelte sich der Arm nochmals aus und mußte erneut eingerenkt werden. Bei der anschließenden tollen Verfolgung der Spitzengruppe holte dann Mannsfeld — wie im Bericht erwähnt — mit 125 km/st die schnellste Runde des Tages, eine großartige Energieleistung!
entnehmen: , , ,
Während der Werberat die Hauptwerbemittel schon vor längerer Zeit regelte und die betreffenden Werber seitdem laufend beaufsichtigt, um die früher vorhandenen Mängel (z. B. Preisuntreue, falsche Auflagenangaben) für immer unmöglich zu machen, hat sich in letzter Zeit eine neue Werbeart, nämlich das gewerbsmäßige Austragen von Druckschriften Werbungstreibender Firmen stark ausgebreitet, ohne bisher einer genügenden Kontrolle unterworfen zu sein. Es zeigten sich bald gewisse Mißstände, die besonders dann zu suchen sind, daß unzuverlässige oder fachlich ungeeignete Personen glaubten, hier eine neue Derdienstmog- lichkeit entdeckt Zu haben, ohne andererseits bei der Führung ihres Geschäfts die nötige Sorgfalt walten zu lassen. Die nunmehr auch für diese Art der Werbung eingeführte Genehmigungspflicht gibt dem Werberat die Möglichkeit, regelnd emzu- greifen und die Entwicklung dieser Art der Werbung
Honigbehandlung
Zur Zeit in Montage bzw. bei den letzten Atelier- Aufnahmen befinden sich vier Filme und zwar: „Verräter" (mit Willy Birgel und Lida Baarova), „Ritt in die Freiheit", „Das Mädchen Irene" und „Glückskinder" (mit Lilian Harvey und Willy Fritsch). Auch zwei große Filme mit Albers stehen auf dem Programm.
Vorbereitet werden zur Zeit weitere neun Filme und zwar: „Menschen ohne Vaterland" (mit Willy Fritsch, Birgel und Käthe Gold), „Und Du mein Schatz fährst mit", „Das Hofkonzert", „Das schöne Fräulein Schragg" (nach dem Roman von Fred Andreas), „Heimliche Liede", „Annemarie", „Der Jäger von Fall" (nach Ganghofers Roman), „Gleisdreieck" und „Berlin, wie es weint und lacht". Mit den Atelier- bzw. Außenaufnahmen für diese Filme wird demnächst begonnen.
Die OrtsfachgruppeGießen der Reichsfachschaft Imker hielt am Sonntagnachmittag im „Hotel Hopfeld" ihre Juli-Monatsoersammlung ab. Der Vorsitzende G. Bodenbender sprach zu den augenblicklich sehr wichtigen Fragen der Honigbehandlung, der Werbung für den Honig und denen des Verkaufspreises. In sehr eingehender Weise unterstrich er die Bedeutung der Behandlung des Honigs, um diesem die ihm zukommende Gelt- tung zu verschaffen. Alle Unklarheiten auf dem Gebiete der Behandlung des Honigs müssen beseitigt und den neuen Richtlinien über d.ie Beschaffenheit des Honigs unbedingte Geltung verschafft werden.
Auch dem Imker ist zur Aufgabe gemacht, nur erstklassige Ware auf den Markt zu bringen.
Die Richtlinien sind durch den Obmann Pfarrer i. R. A i s ch (Bad-Nauheim) bereits bekanntgegeben. Nach diesen Richtlinien wird eine strenge lieber« wachung gehandhabt werden. Aus diesem Grunde ist die Benutzung des Einheitsglases und die vorgeschriebene Etikettierung unbedingt einzuhalten. Kann der Imker den Honig nicht vorschriftsmäßig zum Verkauf stellen und den Honig zur Markenware machen, dann ist er dem Händler ausgeliefert und die Folge wird sein, daß die Rentabilität der Bienenzucht in Frage gestellt ist. Die Bienenzucht wird dann nur noch Liebhaberei sein. Die deutschen Imker würden mit einem Schlage ein Werk vernichten, das sie in jahrzehntelanger mühseliger Arbeit aufgebaut haben.
Hur durch restlosen Einsatz und geschlossenes handeln aller Imker wird es möglich sein, den Ertrag der deutschen Bienenzucht zu steigern, die Einfuhr von ausländischem Honig einzuschränken und der deutschen Volkswirtschaft erhebliche Werte zu erhalten und zu schaffen.


