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186. Jahrgang

Mit aller Kraft an den Vierjahresplan!

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für die Durchführung

Weihnachten bei den Reichsautobahnern

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Entschlußkraft werde es jetzt unternommen zu leisten, was Menschen zu leisten vermögen, um alle unsere Hilfsquellen auszunutzen.

Darum habe er mit der Durchführung des Vier­jahresplanes einen 211 an n mit unbeug­samem Willen beauftragt, von dem er wisse, daß für ihn das Wortes geht nicht" nicht existiere. Dieser Mann, sein alter Mit­kämpfer und Parteigenosse Göring, werde seinen Entschluß und seinen Auftrag in die Wirklichkeit umsehen. Die Worte des Führers schlossen mit einem Appell an die Männer der

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wißt ihr auch. Wir brauchen nicht höhere Löhne, sondern mehr Lebensgüter, mehr Wohnun­gen, mehr Rohstoffe, damit die Waren nicht rar und teuer werden, wenn sie mehr verlangt werden, damit ein höherer Verdienst auch wirklich eine Besserung der Lebenshaltung ermög­licht. Darum hat der Führer den Dierjahres- plan angcordnet, damit euch und uns allen mehr bleibt von dem, was wir verdienen, weil genügend Ware da ist, die man zu billigen Preisen kaufen kann.

Obwohl ich euch auch nicht die Erfüllung all eurer Weihnachtswün'che zusagen kann jo habe ich doch für einen Teil von euch wenigstens eine gute Weih­nachtsnachricht: Wer weitab von seiner Wohnung im Lager untergebracht war, oder über 20 Kilo­meter von seinem Heim gearbeitet hat, erhält zwi­schen dem 24. Dezember und 3. Januar für jeden Wochentag eine Unterstützung von 2,25 Mark für Verheiratete und 1.50 Mark für Alleinstehende. Und damit auch die Betriebsführer der Unternehmungen eine Freude haben: Es gibt auch 1937 wieder Auf­träge im gleichen Umfang wie bisher.

Uns Straßenbauer am Werk des Führers erfüllt tiefes, inneres Dankgefühl für Adolf Hitler, der ge­rade uns als erste wieder aus der Arbeitslosigkeit herausgeholt hat. Wir wünschen unserem Führer für Weihnachten auch für sich einen frohen Weih- nachstag und wir wissen, daß die große Freude, die er empfinden kann, die ist, daß er sieht, daß es seinem Volke wieder besser als früher geht.

Baumwolle und ihr vermehrter Anbau hat China von der Einfuhr fast unabhängig gemacht. Das schwierigste freilich ist der Kampf gegen die ständi­gen Überschwemmungskatastrophen, die fast all­jährlich Millionen um Leben und Eigentum brin­gen. Aber auch hier ist mit umfangreichen Deich­bauten und Kanalarbeiten ein verheißungsvoller Anfang gemacht worden.

Wichtiger als diese materiellen Maßnahmen ist für Tschiangkaischek die sittliche und geistige Erneuerung des chinesischen Volkes. Die von ihm und seiner Frau, einer Schwägerin Sunyat- sens und Tochter der mächtigen Bankiersfamilie der Sunas, gegründete BewegungNeues Le- b e n" will gegen die vom Westen her inspirierten, zum Kommunismus neigenden Ideen des radikalen Flügels der Kuomintang die alten, in den Bindun­gen der Familie ruhenden konfuzianischen Tugenden als Unterbau einer neuen KulturgemeinschaU und volitifchen Einheit einsetzen. Auch die Neubelebung der buddhistischen Religion besonders in den sehr sich ausbreitenden und auch über China hinaus« greifenden, das traditionelle altchinesische Kultur- aut hochhaltenden Laienorganisationen bedeutet eine starke Abwehr gegen das Gift des Bolschewismus.

Trotzdem ist die Gefahr nicht von der Hand zu weifen, die dem chinesischen Volke droht, wenn es sich durch die letzten Ereignisse in Sianfu erneut vor eine Entscheidung zwischen O st und W e st gestellt sehen sollte. Der Anstoß zu der Meu­terei Tschanghsueliangs ging offenbar von den Vor­gängen in der Mongolei aus, wo im Sommer sich der Fürst T e h Wang unter dem Einfluß ja­panischer Ratgeber von China unabhängig erklärte und in Tschiapusu an der Grenze der beiden nordöstlichen innermonqolischen Provinzen Tschahar und Suiyuan eine Militärdiktatur errichtet hatte. Die Suiyuan-Monqolen hatten sich jedoch gegen diese tatsächliche Einbeziehung in das japa­nisch-mandschurische Einflußgebiet gewehrt und eine eigene Regierung, denSuiyuan-monqolischen Rat", mit dem Fürsten Scha an der Spitze, gebildet. Hier sind also die Vorposten Japans einerseits. Sowjetrußlands andererseits bereits in den Kampf eingetreten, in den China hineingezogen wurde, als der chinesische Militärgouverneur von Suiyuan. Ge­neral Futsoyih, den Suiyuanmongolen gegen die Tschaharmongolen des Fürsten Teh Wang zu Hilfe kam und auch Anfangserfolge erzielte, weil Japan sich bisher einer offenen Einmischung in

deutschen Wirtschaft:Vertrauen Siebern Mann, den ich bestimmt habe. Es ist der beste Mann, den ich für diese Aufgabe habe. Ein Mann größten Willens und größter Entschlußkraft. Gehen Sie alle geschlossen mit ihm. Damit legen wir die festen Grundlagen einer Wirtschaft, die in der Stärke, in der Stabilität und Sicherheit des Deutschen Reiches wurzelt. Wenn wir uns dieser Aufgabe fana­tisch verpflichtet fühlen, dann werden beide vor der Welt bestehen: Die politische Füh­rung, weil sie und ihre Männer etwas ge­wollt und erreicht haben und die deutsche Wirtschaft mit allen ihren Arbeitern, weil sie ihre ganze Kraft für die Durchführung dieses

Werkes einsehten."

Die Worte des Führers, die von stürmischem Bei­fall begleitet waren, hinterließen einen tiefen Ein­druck bei den Versammelten, die ein dreifaches Sieg- Heil auf den Führer ausbrachten.

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durch Uebernahme der überlegenen Wirtfchafts- msthoden und Waffentechnik der Fremden abwehr- fähig zu machen und es innerlich durch rechtzeitige politische und soziale Reformen und eine sittliche Er­neuerung des auf dem Ahnenglauben und dem Zu­sammenhang der Sippe beruhenden, eines der Ein­heit widerstrebenden Provinzpartikularismus för­dernden chinesischen Staatsgefüqes immun zu machen gegen das Sprengpulver demokratischer Ideen, die chinesische Studenten sowohl wie fremde Kaufleute, Techniker und Missionare aus Amerika und dem Abendland einführten. Das Kaiserreich der Man- dschus war über dieser Aufgabe zerbrochen und China stand vor der Gefahr des Zerfalls, wenn nicht der Weltkrieg dem Vordringen des euroväi- schen Kolonialimperialismus in Ostasien ein Ende gesetzt hätte. Damals trat zum ersten Male der Bol­schewismus an die Seite der nationalen Bewegung, um sie in ihrem Kampf um die Unabhängigkeit des Landes zu unterstützen. Sunyatsen, der Führer des ch'nesischen Volkes in diesem Kampfe, ließ sich die Hilfe Moskaus so lange gefallen, als sie ihn fei­nem Ziel näherbrachte. Aber im Grundsätzlichen schied ibn eine hohe Mauer von dem kommunisti­schen Programm seiner sowjetrussischen Berater. Sein Sozialismus jollte nichts anderes fein als die Weiterentwicklung des alten konfuzianischen Be­griffs der Verantwortung des Staates für das Volkswohl. Es ist bezeichnend für den Charakter der neuen revolutionären Bewegung der Kuomin­tang, der Nationalen Volkspartei, die unter Sunyatsens Führung einen Ausgleich suchte zwi­schen modernen westlichen Gedanken und alter chine­sischer Tradition, daß sie in dem geistig beweg­licheren Süden entstand und die große Handels- und Fremdenmetropole Kanton der Ausgangspunkt wurde für die Erneuerung Chinas und seine poli­tische Einigung.

Was Sunyatsen nur beginnen konnte, hat sein Schüler und Nachfolger Tschiangkaischek in einem Jahrzehnt zäher, zielbewußter, auch durch Hemmungen und Rückschläge niemals entmutigter Arbeit erfolgreich fortgesetzt. Die materielle Grund­lage für die nationale Einheit Chinas war der Ausbau eines neuzeitlichen Verkehrs- und Nachrichtenwesens. Solange man vier oder fünf Wochen brauchte, um von einer Provinz- Hauptstadt in die einer Nachbarprovinz zu gelan­gen oder es billiger war, zu Zeiten der immer wiederkehrenden Ueberschwemmungen und Hungers-

Ueber die besondere Stellung der deutschen Wirt­schaft und die ihr gesteckten Aufgaben gab der Füh­rer sodann einen eingehenden Ueberblick, in dem er die Notwendigkeit darlegte, zur Grundlage des Ausbaues der eigenen Produktion auf allen Gebieten zurückzukehren.

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nöte im Pangtfegebiet, aus den Vereinigten Staa­ten Weizen einzuführen, als die reiche Ernte in Nordchina zur Sättigung der Hungernden heran­zuziehen oder die Bauern in der Provinz Hunan unter dem Ueberfluß ihrer Reisfelder erstickten, während in Kwantung, der südlichen Nachbarpro­vinz, große Reismengen aus lieber fee eingeführt werden, solange konnte von einer Einheit Chinas nicht die Rede sein. Tschiangkaischek ist mit aller Energie darangegangen, hier einen spürbaren Wan­del zu schaffen. In den letzten fünfzehn Jahren ist die Kilometerzahl moderner Verkehrsstraßen fast verhundertfacht worden, wichtiae Eisenbahnlinien sind gebaut worden. Die große Nordsüdverbindung PeipingHankauKanton sieht ihrer Vollendung entgegen, Sianfu, die durch die letzten Ereignisse bekannt gewordene Hauptstadt Schensis an der Grenze der Inneren Mongolei ist an das Eisen­bahnnetz angeschlossen. Aber noch immer übertrifft das Eisenbahnnetz etwa Deutschlands dasjenige von China um das dreifache auf einer Fläche, die noch nicht den zehnten Teil der Fläche d"s eigentlichen China ausmacht. Diese Zahlen beleuchten den Um­fang des Problems, ohne dessen Lösung es weder eine militärische Beherrschung noch eine einheitliche Verwaltung Chinas geben kann.

Diel wurde in der Aera Tschiangkaischeks auch für die Hebung des Lebensstandards der chinesischen Bevölkerung getan. Sie hängt eng zu­sammen mit einer Reform der landwirtschaftlichen Methoden und diese wieder mit einer Reform des Erbrechts, das zusammen mit dem Ahnenkult die Anbaufläche des chinesischen Bauers durch Parzel­lierungen und Abzweigungen für die Ahnengräber, die nur auf dem heimatlichen Acker fein dürfen, immer mehr und schließlich so sehr verkleinert, daß der Bauer, wenn etwa noch eine der im Gebiet der großen Ströme häufigen Ueberschwemmungen den Nest seines Ackers fortreißt, zum Auswandern in die großen Hafenstädte gezwungen wird, wo er als Kuli elend sein Leben fristet ober wenn er Mut und Ausdauer genug besitzt, in der Südsee sich ein neues Dasein au^baut. Die Zentralregierung hat nun landwirtschaftliche Musterbetriebe eingerichtet, Kre­dite bereitgestellt für den Ankauf von modernen landwirtschaftlichen Geräten und hochwertigem Saatgut, sie trägt Sorge für die Belebung der alten Dorf- und Hausindustrien, deren Produkte den Bauern vor den Folgen von Mißernten be­wahren sollen. Die Verbesserung der einheimischen

gesamten Lebenslauf des Volkes.

Das Wortunmöglich" gibt es hier nicht.

Nürnberg, 18. Dez. (DNB.) Der General­inspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. T o d t, sprach vom Autobahnlager Neudorf bei Bay­reuth über alle deutschen Sender in einer Weihnachtsbotschaft zu den Autobahnarbeitern. Er führte u. a. aus: Ein großes kameradschaftliches Weihnachtsfest vereinigt heute abend alle Mitarbei­ter an den Straßen des Führers in ganz Deutsch­land. Wir an den Straßen des Führers sind d i e er ft en, d i e wieder Arbeit bekommen haben. Wenn ihr später einmal nach vielen Jahren an irgendeiner anderen Stelle Weihnachten feiert, so soll euch immer dieser heutige Weihnachtsabend an den Reichsautobahnen eine schöne und stolze Er­innerung bleiben an die Zeit, in der ihr für das Werk gearbeitet habt, das dem Führer so ganz be­sonders am Herzen liegt.

Euren Weihnachtswunsch, den kenne ich: Einen befferen Lohn wünscht sich der Arbeiter, einen besse­ren Preis der Unternehmer. Ich weiß, daß an eurem Lohn noch manches fehlt; das weiß auch der Führer. Aber wenigstens haben wir Arbeit und Verdienst, und diesen Verdienst haben 6 000 000 Arbeitslose innerhalb von vier Jahren wieder be­kommen. Die'Lebensbedingungen des deutschen Ar­beiters haben sich auch in den letzten drei Jahren ganz wesentlich verbessert Mit einer Lohnerhöhung allein ist das aber nicht gemacht, wenn mit der Lohnerhöhung auch gleich wieder die Preise in die Höhe gehen und ihr für den höheren Lohn auch nicht mehr als früher kaufen könnt. Das

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©er Führer ruft die Wirtschaft zum restlosen Einsatz des Vierjahresplans auf.

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geführt hat. Es ist selbstverständlich, daß nun auch bie veralteten Grundsätze des liberalistischen Wirt- chaftsdenkens im nationalsozialistischen Deutschland keinerlei Geltung mehr haben. Bis in die letzten Einzelheiten gab Ministerpräsident Göring d i e Richtlinien über die einzuschlagenden Wege und wies an zahlreichen treffenden Beispielen dar­auf hin, doß durch den Dierjahresplan den Männern der deutschen Wirtschaft Gelegenheit gegeben ist zum erfolgreichen Einsatz der eigenen Initiative. Zum Schluß seiner zweistündigen Ausführungen richtete Ministerpräsident Göring die Aufforderung an die deutsche Wirtschaft, die letz­ten Kräfte zu mobilisieren, um die Lei­stungen zu erfüllen, die der Führer von ihr fordert.

Rach der Rede des Ministerpräsidenken, die mit angespannter Aufmerksamkeit und Zustimmung ausgenommen wurde, ergriff zur freudigen lleberraschung alter Anwesenden der Führer und Reichskanzler selbst das wort.

Die politische Führung, so erklärte der Führer u. a., müsse bie Interessen des einzelnen ein- orbnen und sie dem größeren Interesse der Gemeinschaft unterordnen in der Erkenntnis, daß die Wirtschaft nicht im luftleeren Raum leben könne und nicht auf Doktrinen und Theorien aufgebaut sein dürfe, sondern daß am Ende auch ihr Schicksal mitbeftimmt werde durch

Nr 297 Erster Blatt 186. Jahrgang Samstag, 19. Dezember 1936

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gronifudtta'n liGse vniltl und Verlag: vrühl'sche UnwerfilSls vuch- und Stetnöruderei R.Lange in Metzen. 8chrislleilung und GeschSfttftelle: Schulftrahe 7 M-ngenabschiüff-Staffel6

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Berlin, 18. Dez. (DNB.) NSK. meldet. Mi­nisterpräsident Generaloberst Göring hielt am Donnerstagnachmittag v o r den Männern der deutschen Wirtschaft einen grundlegenden und umfassenden Dortrag über die Aufgaben, die die deutsche Wirtschaft bei derDurchführung des Vierjahresplanes zu erfüllen hat. Als grundsätzliche Erkenntnis stellte der Ministerpräsi­dent seinen Ausführungen die Feststellung voran, daß die Wirtschaft nicht das Primäre ist, sondern der Staatspolitik zu dienen habe. Das Ziel der nationalsozialistischen Politik ist auf das Wohl b e s Volksganzen gerichtet. Das ist Sinn unb Inhalt aller Kämpfe und Maßnahmen, die die nationalsozialistische Bewegung bisher durch-

Gegensätze in wesentlichen Punkten boch immerhin eine Möglichkeit zu bieten schienen, zu verhinbern unb ber chinesischen Außenpolitik wieder ben scharf antijapanischen Kurs zu geben, ben grabe Tschiang­kaischek im Interesse ber Fortsetzung seines Aufbau­werks ber Einigung Chinas unb seiner politischen, wirtschaftlichen unb moralischen Gesunbung gern vermeiben möchte, solange ihm Japan durch Achtung ber Souveränität Chinas unb seiner natio­nalen Lebensinteressen bazu bie Möglichkeit gibt. Tschiangkaischek befinbet sich insofern in einer prekären Lage, als Moskau es verstanden hat, seine höchst eigennützigen Absichten, bie auf einen Bruch zwischen China unb Japan unb eine Bolsche- wisierung bes chinesischen Volkes abzielen, hinter einem Schwall von hochtönenden Phrasen zu ver­bergen, bie ben Zweck haben, bas burch bas Vor­rücken Japans in Norbchina und sonstige Eingriffe der japanischen Kwantungarmee und japanischer Marinebehörden in bie Souveränität Chinas aufs höchste gereizte Nationalgefühl bes chinesischen . Volkes dem Bolschewismus für feinen Vorstoß in Jnnerasien dienstbar zu machen. Es ist ja ein alter Trick Moskaus, auf nationalistische Stimmungen in von außen her bedrängten Völkern zu speku­lieren, um sie für kommunistische Gedanken reif zu machen und sie für die weltrevolutionäre Macht­politik Sowjetrußlands einzuspannen.

Die Lage erinnert lebhaft an den Kampf, den Tschiangkaischek vor zehn Jahren zu führen hatte, um die Kommunisten, die in dieser Phase der chine­sischen Revolution in Nanking und Kanton beherr­schenden Einfluß auf die Kuomintang, die chinesische Nationale Volkspartei, gewonnen hatten, zu beseiti­gen. Moskau hat seitdem nichts unversucht gelassen, die damals verloren gegangene Stellung zurückzuge­winnen. Immer wieder ist es ihm gelungen, von der Aeußeren Mongolei her hauptsächlich in ben norbwestlichen Provinzen Chinas kommunistische Un­ruhen zu entfachen, bie" hier burch bie politische Zer­splitterung, bie rücksichtslosen Machtkämpfe ehrgeizi­ger und geldgieriger Generale und Provinzgouver­neure und die wirtschaftliche Notlage ber Bevölke­rung einen aünstigen Boben fanben. Mit der fort­schreitenden Konsolidierung der politischen Autorität der chinesischen Zentralregierung in Nanking und den wachsenden Erfolgen des Aufbauwerks Tschiang­kaischeks namentlich in wirtschafts- und verkehrs- polit'scher Hinsicht wurde dem Kommunismus in ben inneren chinesischen Provinzen Schritt für Schritt bas Wasser abgegraben. Aber ber außenpolitische Druck von Japan her, genen ben sich Moskau in ber Maske bes uneigennützigen Helfers anbietet, macht es Tschiangkaischek immer roieber schwer, geaen kommunistische (Bebanfengänge namentlich im radikalen Flügel ber Kuomintang unb in ben auf eine bewaffnete Auseinanbersetzung mit Japan hin- ; drängenden Sübprovinzen Fukien, Kwangtung unb Kmangsi seinen eigenen scharf antibolschewistischen und bie tatsächlichen Machtverbältnisse nüchtern in Rechnung stellenben Stanbpunkt burchzusetzen.

Es sind immer roieber bie gleichen Probleme, bie das aanze Vierteliahrhunbert ber Geschichte ber chi­nesischen Republik beherrscht Haben. Die Dynastie der Manbschus roar gestürzt worben, weil sie es nicht v"rstanben hatte, was ben in ähnlicher Lage befinb- lichen Japanern schon um bie Mitte bes vorigen Jahrhunberts gelungen roar, bas chinesische Volk äußerlich gegen bas Vordrängen bes europäi­schen und amerikanischen Kolonialimperialismus

nicht so rief ber Führer ben Männern ber beutschen Wirtschaft zu, indem er auf den uner­hörten Willen und die Entschlußkraft hinwie«, mit

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China zwischen Sst und West.

Nach den letzten Nachrichten über bas Schicksal Tschiangkaischeks scheint zwar bas Leben bes Marschalls nicht gesährbet zu sein, aber bie politische unb militärische Lage in Sianfu ist noch völlig ungeklärt, ja man kann sich auf Grund der spärlichen, lückenhaften unb widerspruchsvollen, je nach ben politischen Wünschen ber liebermittler ge­färbten Berichte auch kein klares Bild machen von ber Vorgeschichte unb ben inneren Zusammen­hängen ber Meuterei bes Beherrschers ber Provinz Scheust, Marschalls Tschanghsueliang, ber in dem Sianfu benachbarten Babe Huachinchil zur Gefangennahme Tschiangkaischeks unb einer Reihe feiner engeren Mitarbeiter geführt hat. Nur soviel darf wohl als sicher gelten, baß Moskau babei feine Hand im Spiel hat unb über ben schwachen Tschanghsueliang seinen ganzen Einfluß aufbietet, um eine Einigung zwischen China unb Japan, für bie bie letzten Verhandlungen zwischen Tokio und Nanking trotz immer noch vorhandener

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ber bie nationalsozialistische Bewegung ein gro­ßes Reich erobert habe, unb mit ber bie beut- 1 sche Staatssührung bann in knapp vier Jahren Ibiefes Reich frei unb unabhängig gemacht habe. Mit bem gleichen Willen unb ber gleichen

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