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Lehrarbeit

im Kreis VIII des Zachamtes Handball.

Der erste im Rahmen der Winterarbeit des DRL durchgeführte Lehrgang für Vereinsspielwarte un) Uebungsleiter (Fachamt Handball) am letzten So'N- tag in Großen-Linden war ein voller Erfolg. Mcht nur, daß eine ganze Reihe von Vereinen ihre ver­antwortlichen Männer entsandt hatte, aud die theoretische und praktische Arbeit brachte vLl An­regungen, die sich für die Zukunft nur wertvoll auswirken können.

Einer Körperschule am Samstagnachnittag, die gerade auf das Handballspiel abgestellt war, folgte ein Dortrag von Bezirksspielwart Se'bert über die 2)5)0. und ihre Auswirkungen im Spielbetrieb. Die klaren und leichverständlichen Ausführungen des alten Fachmannes dürften euch die letzten

> Zueifel hinweggeräumt haben, so daß ein Grund ftr Rückfragen eigentlich nicht mehr vorliegen sollte.

I Rach dem gemeinsam eingenommenen Abend­essen behandelte der Lehrgangsleiter, Gauschieds­richterobmann Jakob- Kassel, die Spielordnung, besprach an Hand von Beispielen die Anwendung der Regeln und wies schließlich noch eingehend auf die vorgenommenen Neuerungen und deren Aus­wirkungen hin. Eine rege Aussprache schloß sich an, die dann zu einem denkwürdigen Kameradschafts­abend im Saale Schaum überleitete.

Der Sonntagvormittag brachte einen langausge­dehnten Waldlauf, neue Hebungen der Handball­taktik und schließlich noch ein Probespiel zweier Kursusmannschaften, bei dem dann bereits die ge­lernten Neuerungen ausführlich probiert wurden. Mit einem Schlußwort von Kreisfachamtsleiter Luh wurde der Lehrgang geschloffen.

Deutschlands Fußball im Dienste des Winterhilsswerks.

3« Scssen.

Dreimal Gaultza-Dezirksklasfe.

Die Winterhilfsspiele in Hessen brachten am Bußtag als bedeutungsvollste Begegnungen die Spiele in Kassel und Hanau zwischen Gauliga und BezirisklsK. In Kasel trennte man sich 2:2 (2:1) unentschieden, während in Hanau eine aus den Vereinen Hanau 97 und Kewa Wachenbuchen ge­bildete Gaulighelf mit 5:3 (4:1) über ihrenunter­geordneten" Gegner siegreich blieb. Eine Marburger Stadtelf schlug he Bezirksklasse mit 11:2 (3:1), der Städtekampf H-rsfeld Fulda brachte den Hers- feldern eine 3:4 - (1:3-) Niederlage und der Kreis Friedberg fänpfte gegen Main-Hessen 2:2 (2:2).

Der Wett-rgott stand den hessischen Spielen dies­mal wenig unterstützend zur Seite und obwohl die verschiedenen Begegnungen recht interessante Kämpfe oerfprachm, blieben daher die Zuschauerzahlen etwas hinter den Erwartungen zurück.

St-dlespiel Frankfurt München 0:5 (0:4).

Rund 4000 Zuschauer verließen am Bußtag ent­täuscht den Platz am Bornheimer Hang. Die Frank­furter Mannschaft hinterließ im Fußball-Städtespiel gegen München einen überaus schlechten Eindruck und hatte mit Ausnahme der ersten zehn Minuten gegen die bayerischen Gäste nichts zu bestellen. Das 5:0 (4:0) bringt den Spielverlauf und den Kräfte­

vergleich der beiden Mannschaften treffend zum Ausdruck.

Spiele im Reich.

Am Bußtag standen die deutschen Fußballer und Rugbyspieler im Dienst der Winterhilfe. Im Fuß­ball waren in allen Gauen, Bezirken und Kreisen Spiele angesetzt, deren Ertrag dem WHW. zugute kam. Die Zuschauerzahlen waren angesichts des in vielen Teilen Deutschlands herrschenden schlechten Wetters nicht überall sehr groß, doch dürfte der Gesamtertrag aller' Spiele wie auch im Vorjahre einen ansehnlichen Betrag ergeben, mit dem der Fußballsport seinen Beitrag für den Kampf gegen­über Hunger und Kälte zollt.

Das Hauptereignis dieser Spiele war der Kampf

Nationalmannschaft Mittelrhcin

vor 20 000 Zuschauern in Köln. Die Nationalmann­schaft war in bester Form und gewann nach völlig einseitigem Spiele 6:1 (4:1). Der Gau Branden­burg siegte in Berlin über Schlesien mit 7:1 (2:1). Der Bußtag brachte außer diesen Treffen in allen Gauen interessante Spiele, bei denen in der Haupt­sache Auswahlmannschaften aus den örtlichen Gau­ligavereinen gegen solche der Bezirksklasse spielten. Auch die PaarungenHeer Zivil" waren sehr beliebt.

Fußball-Lokalkarnps für das Winierhilfswerk.

-ISOO-Lollar-VfB./R -Steinberg 2:4

Das am gestrigen Sonntag auf dem 1900-Platz zwischen den genannten Mannschaften stattgefundene 'Spiel zugunsten des WHW. hatte trotz des regne­rischen Wetters einen guten Besuch aufzuweisen, roomit der Zweck des Spieles erreicht worden ist. '(Es konnten 134,30 Mark abgeführt werden.

Zum Spiel selbst ist folgendes zu berichten:

Durch Erkrankung verschiedener Spieler waren die Aufstellungen andere, als sie ursprünglich vor- gesehen waren, was zur Folge hatte, daß Umgrup­pierungen vorgenommen werden mußten, die sich bei 1900/Lollar nicht zum Vorteil auswirkten. Es standen sich folgende Mannschaften gegenüber: 1900/Lollar: Ziegler

Zeiler Lippert Erhard Heilmann Lehrmund Ziegler Gabriel Kreiling Geißler Heuser

Fett Haas Burger Süßenberger Fehling Krämer Knauß Schmandt

Jung Schwarz VfB./Steinberg: Happel

Die blauweiße Kombination hat sich sofort ge­funden und kommt gleich zu verschiedenen gefähr­lich aussehenden Angriffen, die bei etwas mehr Uebersicht im Jnnensturm zu Erfolgen hätten füh­ren können. Mit der Zeit kommt aber auch VfB - Steinberg in Schwung, wodurch das Spiel ziem­lich ausgeglichen wird und auf beiden Seiten wechselvolle Bilder sich ergeben. Die beiden Hinter­mannschaften zeigen sich aber allen Situationen gewachsen und man machte sich schon mit einer torlosen Pause vertraut, als durch Verschulden Zei- lers ein Elfmeter verhängt wurde, der den Grün­weißen die Führung brachte. In der 40. Minute fällt der Ausgleich im Anschluß an einen Straf­stoß von Heilmann. Im Gegenangriff kommen die Grünweißen erneut zur Führung. Einen Schuß von Haas läßt Ziegler aus den Händen gleiten und ins Tor rutschen.

Nach der Pause wird der Kampf etwas farbiger. In die einzelnen Reihen ist mehr Verständigung ge­kommen. Besonders bei den Grünweißen ist dies der Fall, und da hier der Sturm mehr Durchschlags­kraft besitzt, sind die Angriffe von dieser Seite weit gefährlicher. Bevor dies jedoch durch Erfolge zum Ausdruck kommt, kommen die Blauweißen durch Lippert, der einen durch Handspiel verursachten Elf­meter verwandelt, zum Ausgleich. In der 75. Minute erzielt Burger aus einem Gedränge für feine Mannschaft erneut die Führung und als Süßen- berger kurz darauf mit einem Weitschuß Erfolg hatte, stand das Resultat fest, denn bei den noch­maligen Gegenstößen zeigte es sich, daß der Vier- Mannsturm ' der Blauweißen, Heuser war beim Stande 2:2 verletzt ausgeschieden, nicht mehr die nötige Kraft besaß.

Die grünweiße Kombination besaß die größere Durchschlagskraft im Sturm, was für den Spiel-

ausgang entscheidend war. Die Läuferreihe hat ebenfalls genügend Anteil an dem Erfolg. Beson­ders Knauß wußte durch weite Vorlagen die Flügel entsprechend einzusetzen. Die Hintermannschaft stand ebenfalls nicht zurück. Hier war es Happel, der durch verschiedene geschickte Paraden glänzte.

Bei 1900 - Lollar war der Sturm nicht befriedi­gend. Gabriel und Kreiling wurden stets scharf be­wacht und trotzdem wurde immer wieder versucht, im Innensturm vorzustoßen. Die Läuferreihe und Verteidigung zeigte das gewohnte Können, während Ziegler im Tor nicht ganz schuldlos an den Er­folgen des Gegners war.

Schiedsrichter Gutmann, Atzbach. war dem Spiel ein gerechter Leiter.

Gießener Stadtjugend gegen Borussia Fulda Jugend 2:2.

Vor dem obengenannten Spiele trafen sich die Iugendmannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Sie haben gezeigt, daß sie in ihren Leistungen keinesfalls hinter denen der Aktiven zurückgeblieben sind.

Die Gießener Jugend kam sofort gut ins Spiel. Immer wieder war es der Sturm, der durch ideen­reiche Kombinationszüge die Fuldaer Hintermann­schaft in Verwirrung brachte. In der zweiten Halb­zeit erzielten die Borussen kurz hintereinander zwei Tore. Im Endspurt konnte der Gießener Links­außen nach guter Vorarbeit des Halblinken seine Mannschaft auf 2:1 heranbringen. Fast mit dem Schlußpfiff erzwang der Halblinke der Gießener den Ausgleich. Das Unentschieden entsprach den Leistungen beider Mannschaften.

Weitere Ergebnisse.

Heuchelheim Klein-Linden 3:1 (1:1). WHW.- Ergebnis 40 Mark.

Jugendspiel: Heuchelheim Klein-Linden 2:0.

Launsbach Wißmar 1:4 (0:3). WHW.-Ergeb­nis: 13,35 Mark.

FC Teutonia"Wahenborn-Steinberg

Die Teutonen unterliegen in Wehlar knapp 5:4.

Daß gegen den Tabellenführer der Bezirksklasse, die 1. Mannschaft des Sportvereins 05 Wetzlar, in Wetzlar wohl kaum zu gewinnen war, darüber war man sich in Watzenborn-Steinberg klar. Recht angenehm überraschte jedoch die Nachricht der sehr knappen 5:4-Niederlage und dazu ein spielerisch ansehnlicher Kampf. Die zahlreich erschienenen Zu­schauer, die lebhaften Anteil an den Kampfhand­lungen nahmen, kamen auf ihre Rechnung. Wetz­lar stellte: Gunia; Benner, Späh: Blech, Miehl- mann (früher Ludwigsburg), Hahn: Zambedri, Reitz (fr. Eimsbüttel), Teßke (fr. Viktoria Stolp), Reuter (früher Eimsbüttel), Blech, Watzenborn- Steinberg stellte für den Kampf: Happel: K. Jung, K. Schmandt; Fett, Hrch. Schmandt, E. Burger; Burk, D. Haas, K. Haas, Lang, Ew. Jung. Es muß­ten somit bei den Teutonen Euler und der am vor­

vergangenen Sonntag verletzte 0. Burger ersetzt werden. Eine kleine Umstellung innerhalb der Mannschaft machte sich mit dem Ausfall dieser beiden Spieler notwendig. Die gesamte Mannschaft schlug sich jedoch sehr gut.

In der 1. Spielhälfte waren die Domstädter sicht­lich im Vorteil. Der neueingestellte Jnnensturm, sämtlich Spieler von Gauligavereinen, brachte Ver­wirrung in die Teutonenelf. Nach 20 Minuten mußte Happel, nachdem er schon bis dahin recht gefährliche Schüsse unschädlich gemacht hatte, zum erstenmal den Ball aus dem Netz holen. Allmäh­lich kamen auch die Teutonen auf, jedoch bei der Abwehrarbeit sprang der Ball dem linken Läufer Fett vom Fuß ab ins eigene Tor. Wetzlar führte 2:0. Kurz vor dem Wechsel brachte ein Nachschuß Reuters die Platzmannschaft mit 3:0 in Front. (Eine eindeutige Niederlage schien unvermeidlich. Nach dem Wechsel war die Teutonenelf aus Watzen­born-Steinberg jedoch wie umgewandelt. Der Wille, ein ehrenvolleres Resultat mit nach Hause zu brin­gen, ließ die Mannschaft zur vollen Entfaltung kommen. Jetzt gaben die Grünweißen meist den Ton an. D. Haas kämpfte sich an der Außenlinie durch, eine feine Flanke von ihm kam zum Mittel­stürmer K. Haas, wurde hier schön ausgenommen und die Partie stand 3:1. Beide Torhüter standen nun im Zeichen der Geschehnisse. Keiner wollte sich geschlagen geben. Happel, in diesem Spiel wieder der Turm der Schlacht, mußte auch einen vier­ten Erfolg des Gegners zulassen. Nun steigerten

die Teutonen das Tempo. Wetzlars Hintermann­schaft hatte viel Abwehrarbeit zu leisten, konnte aber ebenfalls nicht verhindern, daß Lang auf 4:2 verkürzte und kurz darauf der Rechtsaußen einen 3. Treffer einjanbte. Das Spiel fand aber bann seinen Höhepunkt, als Lang einen Kombinations- zug mit dem vierten Treffer und somit dem Aus­gleichstreffer abschloß. Das Spiel ging schon dem Ende zu, und die Wetzlarer Zuschauer, die sich überaus objektiv verhielten, feuerten ihre Mann­schaft an und wenige Minuten vor Schluß gelang der Platzmannschaft der fünfte und Siegestreffer.

Die zweite Mannschaft der Teutonen spielte auf eigenem Platze im Verbandsspiel gegen die zweite Mannschaft des Turnvereins 1846" Gießen und konnte, wie vorauszusehen war, einen weiteren Sieg an ihre Fahne heften. Trotz der hohen 10:l-Nieder- lage der Gießener ließ die einheimische Elf noch manchen Wunsch offen. Die Gäste hinterließen einen guten Eindruck.

Vor diesem Spiel stand die Jugendmannschaft der gleichen des VfB.-R. im Verbandsspiel gegenüber. Die Gäste siegten sicher mit 4:1 Toren.

SportamtKraft durch Freude"

Fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen), Lyzeum, Dammstraße 26, 18.30 bis 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. DAF.-Gebühr: 20 Pf. je Uebungsftunbe. Normalgebühr: 40 Pf. je Uebungsstunde.

Großer deulsther Voxßeg in London.

Walter Neusel schlägt den englischen Schwergewichtsmeister Ben Fomd.

In der fast ausverkauften Harringay - Arena zu London schlug am Mittwochabend der Bochumer Schwergewichtler Walter N e u s e l den Schwer­gewichtsmeister des britischen Weltreichs, Ben F o o r d, über 15 Runden ganz überlegen nach Punkten. Damit sind die stolzen Hoffnungen, die England nach dem Drei-Rundensieg über Jack Pe­tersen im August dieses Jahres auf den aus Süd­afrika stammenden 23jährigen Ben Foord gefetzt hatte, überaus schnell zerstört worden und von wei­teren Kämpfen, die ihm nach einem Sieg über Neusel mit Joe Louis ober James Bradbock zu­sammenführen sollten, kann nun keine Rebe mehr sein. Auf ber anderen Seite aber hat sich der West­fale durch seine große Londoner Leistung ein erheb­

liches Stück nach vorne gearbeitet, und Deutschland kann stolz darauf fein, neben seinen großen Mei­stern Schmeling und (Eber in Neusel eine weitere scharfe, in internationalen Begegnungen wertvolle Waffe zu besitzen. In Lonbon ist Walter Neusel überaus gern gesehen. Neusel hatte sich auf seinen Kampf mit Ben Foorb gründlich vorbereitet. Neusel gab nach bem Kampf umumrounben zu, baß es einer seiner schwersten Kämpfe gewesen sei unb ber Sübafrikaner sich als überaus tapferer Verlierer ge­zeigt habe. Walter Neusel trifft nun voraussichtlich im Februar in Lonbon auf ben früheren amerikani­schen Weltmeister, ben Bezwinger Max Schme- lings, Max Baer.

Oberheffen.

Landkreis Gießen

H e u ch e l h e i m, 17. Nov. Die Freiwillige Feuerwehr hielt heute im Saale ber Wirtschaft Zum Treppchen" einen Kamerabschaftsabenb ab. Außer ben Kameraben war bie Partei burch den Ortsgruppenleiter, die Gemeinbe burch ben Bürger­meister vertreten. Letzterer nahm, nach ben Begrü­ßungsworten bes Dberbranbmeifters L. Schrnibt, ber ber toten Kameraben gebuchte und in üblicher Weise ben Gruß an ben Führer entbot, bie Ver­ewigung von neun Feuerwehrmännern vor. Den beiden Jubilaren Jakob Germer III. unb Karl Germer, bie 50 Jahre ber Wehr angehören, würben Ehrenurkunben überreicht. Ihnen sprach ber Bürgermeister ben Dank ber Gemeinbe aus für ihre treue Aufopferung zum Wohle der Gemeinde. Es gereicht der Wehr zur besonderen Ehre, daß nach Erledigung der Dienstgeschäfte Kreisfeuer­wehrinspektor B o u f f i e r, Brandinspektor Lenz, und die Führer der Gießener Feuerwehren sich zum Kameradschaftsabend der hiesigen Wehr ein- fanben. Ersterer betonte, wie die Gießener unb bie Heuchelheimer Wehr in Treue zusammenstehen, und daß es für die Feuerwehr, die nunmehr eine po­lizeiliche Organisation sei, treue Pflichterfüllung unb jederzeitige Einsatzbereitschaft für die Gemeinde unb mithin auch für bas Vaterlanb vornehmste Aufgabe fei. Flott gespiele Märsche und sonstige Musikstücke, Volkslieder, kürzere und längere Dar­bietungen etniaer Wehrmänner selbst, trugen zum Gelingen des Kameradschaftsabends bei und hielten alle Kameraden lange in bester Stimmung bei­einander.

u. Klein-Linden, 16. Nov. Die Freiwil­lige Feuerwehr Klein-Linden hielt am Samstagabend in der WirtschaftZum deutschen Hof" ihre Generalversammlung ab. Der Leiter der Wehr, Brandmeister Fritz Müller, begrüßte die zahlreich erschienenen Vereinskameraden. Fünf junge Männer hatten ihren (Eintritt in die Wehr gemeldet, drei von ihnen konnten durch den Wehrführer als Feuerwehranwärter vervflichtet werben. Die Rech- nungsablage erstattete ber Rechner Bäckermeister Georg L u ß. Die Rechnung zeigte einen guten Stanb und fand die Genehmigung der Versammlung. So­dann nahm Bürgermeister F i s ch e r die Vereidigung derjenigen Feuerwehrleute vor, die bei ber letzten Verewigung nicht anwesenb waren. Es würbe noch beschlossen, eine Feuerwehr-Musikkapelle ins Leben zu rufen. Die Versammlung würbe fobann in üblicher Weise geschlossen.

! Großen-Linben, 16. Nov. Die gestrige Monatswanberung bes Z w e i g v e r e i n sHüt­tenberg" vom VHC. führte bei schönstem Wet­ter von ber Station Großen-Linben burch ben herbst­lichen Walb über bas Bergwerk nach ber Theo- borsruh, wo kurze Zeit gerastet würbe. Ueber- aus schön war ber Blick von ber Theoborsruh burch bie enge, tief einfdjneibenbe Schneife nach bem Schif­fenberg. Abwechselnb burch Tannen- unb Laubwalb ging ber Weg weiter zur Nicolausguelle, bie im Jahre 1931 vom Freiwilligen Arbeitsbienst schön gefaßt würbe unb zu Ehren von Oberforstmeister Nicolaus ihren Namen erhielt. Von ber sich an- schließenben Walbwiese hatte man einen herrlichen Runbblick auf Watzenborn-Steinberg, ben Schissen- berg unb bie umüegenben Dörfer. Durch nasse Wie­senwege erreichte man Steinberg, wo eine Kasfee-

paufe gehalten würbe. (Es herschte schon Dunkelheit, als bie Heimkehr unter ber Begleitungmunterer" Marschlieber angetreten würbe. Die Beteiligung an bieser Wanberung war besonbers stark.

§ Großen-Linben, 16. Nov. In ben ersten Jahren nach ber Inflation waren in unserem rasch sich oergrößernben Orte bie Neubauten wie Pilze aus ber Erbe geschossen, so baß einmal im Laufe eines Jahres sogar 17 Häuser errichtet würben. In ben folgenben Krisenfahren aber war bie Bau­tätigkeit fast oollstänbig erloschen, währenb sie nun in ben beiben letzten Jahren sich w i e b e r b e - lebte. Im laufenben Jahr sinb bereits roieber sechs neue Wohnhäuser entstauben. Die bes Bahnbeam­ten Weiß, bes Wilh. Walther in ber Ludwig- straße unb bes Albert Stamm in ber Garten­straße sind bereits bezogen, während bie Häuser bes Schlossers Wilh. Junker in ber Horst-Wesscl- Straße, des Albert Hofmann in ber Lindcn- straße unb bes Karl Müller in ber Lubwigstraße nahe vor ber Vollenbung stehen.

* Lang-Göns, 18. Nov. Bei unserem Orte ereignete sich am Dienstagabenb ein Verkehrs- unfal l. Der Einwohner Otto Wagner, Moor­gasse 4, würbe von einem Personenkraftwagen an­gefahren, zu Boben geschleubert und erlitt dabei eine schwere Kopfverletzung, sowie B e i n- v er letz ungen. Der Kraftfahrer brachte den Verunglückten zur Behandlung sofort in die Chirur­gische Klinik nach Gießen.

$ Alten-Buseck, 16. Nov. Arn Sonntag führte der Ortsgruppenführer bes Luftschutzes im Rahmen der Luftschutz-Grunbschulung die Wirkung und Bekämpfung ber Brandbomben unb bie Handhabung der verschiedenen Löschgeräte praktisch vor. Anschließenb fand eine Hebung mit ber Gasmaske im Gasraum statt. Im 7. Schulungs- nbenb sprach Lehrer Eberle (Lollar) in ei mm längeren Vortrag über bas Verhalten ber Be­völkerung bei Luftangriffen, ben Luftschutz auf bem Lanbe, bie Aufgaben ber Selbstschutzkräfte unb über bie Frau im Luftschutz.

$ Alten-Buseck, 18. Nov. Von besonberem Ia gb glück würbe Iagbaufseher Bo n ke begün­stigt. Er konnte beim Dachsgraben an einem Tage fünf Dächse unb einen Fuchs zur Strecke bringen.

wg. Großen-Buseck, 16. Nov. Im Saale des GasthausesZum kühlen Grund" fand der erste Vortrag des Deutschen Volksbildungswesens der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" (Win­terhalbjahr 1936/37) statt. Der geräumige Saal mar bis auf den letzten Platz besetzt. Bauernführer Wil­helm Schmidt eröffnete den Vortragsabend. Dr. Finger (Gießen) hielt sodann einen lehrreichen Vortrag über bie Vererbungslehre unb über Ras­senhygiene. Seine Ausführungen würben mit gro­ßem Beifall ausgenommen.

Großen-Buseck, 17. Nov. Der VHE. - ZweigvereinB u s e ck e r t a l" konnte sich bei seiner letzten Wanberung ber Freube einer schönen Wanberung hingeben, ba zum Wanbern just bas beste Wetter war. Der Jahreszeit entspre- chenb war es keine ausgebehnte Wanberung. Durch Felb unb Walb, am Galgenberg vorbei unb von hier den schönen Blick ins Buseckertal genießend, ging es zur Ganseburg, wo noch von Gießen her die Wanderfreunde eintrafen. Nach kurzem geselli­gen Beisammensein erfolgte die Rückwanderung.

.Mobiloel

Jetzt ist Einfüllzeit für Ardie!

Nach dem umwälzend neuen Verfahren, das wir im Sommer für das neue Mobiloel mit durchschlagen­dem Erfolg eingeführt haben, wird für den Winter Arctic hergestellt: es ist reiner Schmierstoff!