Ur. 245 Drittes Blatt
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Montag, 19. Moder 1936
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Merheffen)
Oie OAK.-Gammlung für das WHW. in Gießen
Schäfer und Hunde im Leistungswettbewerb
DAF., Wehrmacht und SA. vereint vor der Sammelbüchse; rechts der Kreisobmann der DAF. Hermann Wagner.
in der Stadt Gießen mit seinen Sammelbüchsen rd. 100 RM. für das WHW. zusammenbrachte.
Die Zusammenstellung der Sammelergebnisse ist am heutigen Montag noch im Gange.
45 000 Mark brachte die erste Reichs- straßensammtung in Frankfurt.
NSG. Das Ergebnis der ersten Reichsstraßensammlung im diesjährigen Winterhilfswerk, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wurde, ist in der Gauhauptstadt Frankfurt a. M. besonders erfreulich. Am Samstag und Sonntag wurden nach dem vorläufigen Gesamtergebnis etwa 45 000 Mark gesammelt. Damit hat die Deutsche Arbeits
front bewiesen, daß ihr Einsatz den erwarteten Erfolg gebracht hat.
Nie Iungvolkführer des Gebietes Hessen-Nassau grüßen den Gauleiter.
NSG. Die seit einigen Tagen in Friedberg zu- sammengezogenen Iungvolkführer des Gebietes Hessen-Nassau haben an Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger folgendes Telegramm gerichtet:
Gauleiter! Die Führer der Pimpfe im Gau Hessen-Nassau grüßen Sie nach einer Woche ernster Schulung und froher Kameradschaft.
Brandt, Gebietsführer
Wagner, Gebietsjungvolkführer.
schaftDeutsche Schäferhunde veranstaltete.
Dem Preishüten ging bereits am Samstag ein Begrüßungsabend in Steins Saal voraus, der sehr stark besucht war und neben kurzen Ansprachen auch ein sehr unterhaltsames Programm der NSG. „Kraft durch Freude" brachte.
Das trübe regendrohende Wetter am Sonntagmorgen hatte niemanden der Interessenten abgehal-
Alter und Jugend gemeinsam beim Sammelwerk für das WHW. (Aufnahmen [2J: Pfaff, Gießen.)
Und ich tat das einzig Vernünftige, was ein einsamer Abendpilger in solchem Falle tun soll, ich begab mich mit der nötigen Vorsicht heimwärts. Geräuschlos, Schritt um Schritt, die Büchse schußfertig in der Hand.
Noch lange hörte ich den Löwen am Anschuß rumoren. Gottlob, daß er nicht kam; denn in der Dunkelheit von einem angeschossenen Löwen in einem solchen Terrain angenommen zu werden, bedeutet sicheren Tod.
Froh war ich, als ich heil wieder mein graues Wellblechhäuschen erreicht hatte. Ich verrammelte Tür und Fenster doppelt stark. Bis neun Uhr saß ich noch da, rauchte eine Zigarette nach der anderen und erwartete jede Minute den Angriff des Löwen. Doch das winzige Stahlmantelgeschoß des kleinen Stutzens schien zum Glück ganze Arbeit getan zu haben. Müde legte ich mich zu Bett und schlief bald ein.
Am andern Morgen, als es kaum hell war, wurde ich von meinem Boy Caniveta geweckt. Er stand vor der Tür, und an seiner Seite ein langer nackter Neger, der weinte wie ein kleiner Junge, der furchtbare Prügel bezogen hat. Der fremde Schwarze trat zu mir, hob beide Arme hoch gen Himmel und flehte mich mit schluchzender Stimme und unter dicken Tränen in einem Wortschwall an, den ich nicht recht verstand. Ich hörte nur öfters: „Oh, ngana chindele! — Oh, weißer Mann!" Was mochte der Aermfte haben? „Caniveta, wer ist dieser mbunu und was will er?" „Ngna, es ist der Häuptling Lihua von dem kleinen Sansala drüben am Cavaco. Er sagt, du wärest gestern abend, kurz bevor die Sonne schlafen ging, durch sein Dorf gekommen." „Ja, das stimmt." „Und, ngana, Herr, er sagt, dann hättest du ihm sein größtes und bestes Schwein totgeschossen." „Was? — Ein Schwem?" „Ja, Herr, dort liegt es."
Am Wegrande lag auf einer geflochtenen Tragbahre ein riesiger hochbeiniger, schwarzer Eber, und dabei standen mit kläglichen Trauermienen sechs Neger, die ihn hierher geschleppt hatten. Der Häuptling blickte traurig hin und verfiel in noch stärkeres Schluchzen: „O, Herr! Der nguli! Der ganz viel große nguli! Nun ist er tot!" Der nguli lag auf der rechten Seite. Ich suchte zwischen den Borsten Richtig, wie gezirkelt, mitten auf dem linken Blatt saß der Einschuß des winzigen Mannlichergeschosses, das den Körper glatt durchschlagen hatte. Der tote nguli war also mein Löwe vom Abend vorher gewesen. Er hatte seine Rolle gut gespielt.
Ich sprach mit Lihua. Er war Soba, ein Häuptling. Den armen Burschen muhte ich für seinen Kummer entschädigen. Ich gab ihm zwer silberne
Schärpen, eine Pfeife, ein deutsches Seitengewehr, einen alten Hut, ein starkes Taschenmesser, vier Döschen Streichhölzer und dreißig Eskudos in bar für seinen toten nguli. Die Tränen waren schnell getrocknet, und er lachte nun über das ganze Gesicht. Dann zog er glücklich mit seinen Getreuen ab.
„He, Lihua! Nehmt doch den toten nguli mit, er gehört doch dir; ihr könnt sein Fleisch essen." „Nein, Herr, wir mögen ihn nicht, er ist ja schon so alt, und er stinkt. So alte Eber kann man nicht essen; sie sind zu nichts mehr zu gebrauchen, sie stinken nur."
Und der schlaue Lihua handelte mir noch ein Taschenmesser und zehn weitere Döschen Streichhölzer ab. Und ich war froh, daß er nun bereit war, dafür den tatsächlich enorm stinkenden nguli wieder mit zurückzunehmen.
Am Abend sah ich durch das Glas, daß im Dorfe Lihuas munteres Treiben herrschte. Lustige Feuer brannten, und fröhlich klangen die Trommeln herüber.
„Caniveta, was ist denn dort drüben im Dorfe Lihuas für eine barulja?" „Herr, sie haben den nguli geschlachtet." „Aber sie wollten ihn doch nicht essen, weil er stinkt. „Oh, ngana, er stinkt sehr." „Und sie fressen ihn doch?" „Ja, Herr, sie fressen ihn doch! Auch ich gehe gleich hinüber."
Und bald sah ich Caniveta, einen großen Feuerbrand schwingend, dem Dorf zuwandern. Armer nguli!
Blinddarmoperation auf hoher See.
Auf der „Queen Mary" mußte bei der letzten Reise sowohl auf der Hinfahrt nach Neuyork wie bei der Rückkehr eine schwierige Operation vorgenommen werden, die in beiden Fällen einen glücklichen Verlauf nahm. Es handelte sich um Fälle von Blinddarmentzündung, die keinen Aufschub duldeten. Der Kapitän des Schiffes erbot sich, als die Operationen gemacht werden sollten, die Maschinen stoppen oder langsam laufen zu lassen, aber der Schiffsarzt, Dr. Butler, der die Operationen vornahm, hielt dies nicht für nötig, weil ihn keiner- lei Erschütterung durch das Schiff störte, und so raste der Riesendampfer mit einer Durchschnitts- geschwindigkeit von 29 Knoten weiter wahrend der Ärst seine schwierige Arbeit ausfuhrte. Boi der Hinfahrt war es ein Hilfskellner, bei der Heimreise der Kassierer des Dampfers, der operiert wer- den mußte. Beide haben die Operation gut über- standen und sind jetzt auf dem besten Wege der völligen Genesung.
ner galt es, die Herde bei der Weide zu beaufsichtigen und dann auf den Zuruf des Schäfers weiterzutreiben. Die Schafe mußten außerdem auf einem schmalen Weg zwischen Rübenfeldern gehalten werden und der Hund mußte zu verhindern wissen, daß die Schafe links oder rechts naschten. Schließlich mußte die Herde wieder in den Pferch getrieben werden.
Schäfer, Hund und Herde wurden bei ihrem Weg durch das Feld immer wieder von den beiden Preisrichtern (Gg. Hütten berger und Schäfermeister Karl Lenz, Ehringshausen) verfolgt. Es wurden recht ansprechende Leistungen der treuen Hunde festgestellt, die als Helfer durch die Schäfer herangebildet worden waren. Viele der Zuschauer verfolgten das Hüten mit fachverständigen Blicken. Die Schäfer, die selbst im Wettbewerb standen, beobachteten die Arbeit ihrer Kollegen besonders kritisch. Jeder der teilnehmenden Schäser trug auf dem Rücken eine große Nummer, die nach einem herausgegebenen Programm erkennen ließen, wie der jeweils geprüfte Schäfer heißt, woher er stammt und welcher Hund ihm bei seiner Arbeit hilft.
Nie Bewertungen.
93.1: „Cenzi Herzogstreu" SZ. Nr. 475187 Deutscher Schäferhund (Besitzer und Führer: Karl Römer, Schäfer, Götzen).
23. 2: „Flora vom Georgsstollen" SZ. Nr. 457440 Deutscher Schäferhund (Besitzer und Führer: Heinrich Müller, Ehringshausen [Dill]).
V. 3: „Anni vom Distelrasen" Deutscher Schäfer- hung 469 097 (Besitzer und Führer: Georg Schoch, Schäfer, Oppenrod).
23. 4: „Frido vom Lutherwald" Deutscher Schäferhund (Besitzer und Führer: Wilhelm Schäfer, Schäfer, Kinzenbach).
V. 5: „Barry" Altdeutscher Hund (Besitzer und Führer: Heinrich Kipper, Schäfer, Unter-Schmitten).
S. g. 1: „Moor" Altdeutscher Hund" (Besitzer und
* Lich, 19. Oft. Wer am gestrigen Sonntag an der Straße Lich-Langsdorf am Abzweig der Straße nach Birklar vorüberkam, konnte am Wege nach Birklar auch im freien Feld eine ziemlich große Menschenmenge beobachten, die sich als Zuschauer zum Gemeinschasts-Preishüten eingefunden hatte, das die L a n d e s b a u e r n f ch a f t Hessen-Nassau in der Gemeinschaft mit der Fach-
Ner erste Löwe.
Von H. G. Althoven.
Damals war ich noch Anfänger in Afrika und ktte die Vermessung der kleinen Pflanzung, die wir kcuflich erwerben wollten, fast beendet. Es fehlte nur noch die genaue Feststellung des letzten Grenz- ftrines droben am Ufer des jetzt trockenen Cavaco- ssufses. Das Vermessen mußte möglichst ofort gesehen, denn es kommt hier in Afrika öfters vor d.iß Grenzsteine sich selbständig machen und über Macht auf den Schultern kräftiger Neger einen Ki- fomefer oder auch noch weiter wandern. Damit hat nitürlid) der Verkäufer des Terrains nichts zu tun. „0h, nao fenhor!" Obwohl ja eine Pflanzung nach d-m Areal bezahlt wird. Aber der Verkäufer nio, fenhor! — nein, der hat damit nichts zu tun. £Der sagen wir lieber, er weiß nichts davon — fern
‘öer^^inen Plattform der Waldturbine aus tcnnte ich den Hellen Grenzstein ganz gut sehen Ich schätzte den Weg dorthin durch das trockene Flußbett auf eine Stunde. Nachmittags gegen zwei Uhr brach ich auf Ich ging allein. Im trockenen Flußbett (hüben hier uni) ba infelartige Komplexe non Wm, dünnem Rohr, in denen Tausende von bunt- schillernden Vögeln im Winde schaukelten und zwit ,dUnn nad; Minuten traf ich auf die Spuren °,n drei Hyänen, die UOM Ufer zn em-m D.-k.cht Irrten. Etwas weiter kreuzten zwei Leoparden,ahr? tm den Flutz, Und dann stieß ich noch auf -me gim passable Löwenfährte, deren Urheber aus einer d-r Bohrinseln war bis zu dem etwa Me. Meter Wm Steilufer rechts, das er mit einem Saft; genommen hatte. Ich konnte die frifd)
Inner Hinterpranken fehen, mit denen er sich oben ckgefchnellt hatte. Hier fchien ja allerhand los zu " Und da fiel mir eigentlich erst ein, daß ich ja ftor keine Waffe mitgenommen hatte. Also im Lchnellfchritt zurück. Ich nahm die Kaliber MS Winchester vom Haken. Ach was., h J, schwere Büchse mitfchleppen. Es war schon reichttch |süt, und ich mußte mich beeiler> Da nahm ich denn Irn kleinen, leichten 6,5 Mannlichers 6 ■
II nur für die Flußpferdjagd b° >mmh und ich hatte »izu nur Patronen, mit Dolls ahlmante 1, ,ur -laderes afrikanisches Wild befand rs sur Raub- teilt), völlig unbrauchbar sind, weil ste keine Spreng airtung haben. Na, es würde schon nichts.passieren
Im Eilschritt ging es vorwärts Ich hattej mich d»ch, wie das einem in Afrika meistens pasirert, m
Links- Der Schäfer mit feiner Herde beim Preishüten unterwegs. Die Wertungsrichter folgen. Rechts: Der Hund treibt die Herde in den Pferch. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
ten, dem Preishüten beizuwohnen. Insbesondere waren es Hundefreunde, die sich eingefunden hatten, um einen Ueberblick über die Leistungen der Hunde der Schäfer aus dem Gebiet Hessen-Nassau der Landesbauernschaft zu verschaffen. Bereits kurz nach 8 Uhr begann das Preishüten, zu >-an zehn Schäfer mit ihren Hunden zugelassen wurden.
Die Prüfungen selbst gestalteten sich sehr interessant. Es wurde ein strenger Maßstab angelegt. Insbesondere galt natürlich den Hunden die besondere Aufmerksamkeit der Wertungsrichter. Es wurde von den Tieren viel verlangt. Die Hunde hatten zunächst die Schafe ruhig und richtig aus dem Pferch zu bringen, vom Feld dann auf die Straße zu leiten, die Hunde mußten als Verkehrspolizei dienen, indem sie die Herde vor einem entgegenkommender Fuhrwerk auf die rechte Straße zu treiben hatten. Beim Weg der Schafe über eine kleine Brücke mußten die Hunde Wache stehen, fer-
der Abschätzung der Entfernung geirrt. Ich brauchte fast zwei Stunden bis zu dem Grenzstein und sand ihn an der richtigen Stelle. Das war also in Ordnung, und ich konnte getrost den Rückweg antreten. Hierbei ging ich nicht, weil es mir zu spät war, durch das Flußbett wie vorhin, sondern über die Pad, welche die Windungen des Flusses abschmtt.
Gegen sechs Uhr sah ich vor mir ein kleines Dorf von zwölf Strohhütten liegen, das ich bald passiert hatte. Dann traf ich wieder auf das Flußbett an der Stelle, wo der Löwe in der vorigen Nacht das hohe Ufer hinaufgesprungen war. Er hatte also jedenfalls das Dorf angeschlichen und den kleinen Viehkral umkreist. Flott schritt ich weiter durch ein Gelände, welches von kniehohem Gras bestanden war; hier und da einzelne kleine Büsche. Das Dorf lag schon einige hundert Meter hinter mir. Vorn im Westen stand ganz tief die scheidende Sonne hinter dem Horizont. Bald mußte die Dämmerung da sein.
Da huschte etwas hundert Schritt vor mir ein großes, dunkles Tier quer über die schmale Pad. Blitzschnell ging es durch mein Gehirn — der Löwe! Ich nahm die kleine Büchse von der Schulter und entsicherte. Da sah ich ihn wieder. Er schlich sich im Halbkreis näher, stand jetzt zwischen zwei niedrigen Kusseln und war dann wieder verschwunden. Dunkler und dunkler wurde es. Und für mich stand jetzt fest, daß der Löwe mich anpirschte. Die Lage war sehr bedenklich. Ich blickte über Kimme und Korn des kleinen Stutzens. Es war kein Büchsenlicht mehr, doch konnte ich mit einiger Anstrengung das versilberte Korn noch erkennen.
Da hörte ich halblinks von mir ganz leises Knacken und ein urtiefes „Uh!" Und dann sah ich den Löwen wieder; er stand auf höchstens dreißig Schritt an einem Busch und sicherte zu mir herüber. Trotz der Dunkelheit sah ich deutlich die macht'ge Mähne. Ich mußte handeln, sonst war ich m der nächsten Sekunde verloren. Ich schwenkte die Arme und rief laut: „he! he!" Das hatte einige Wirkung aus die Bestie, denn sie nahm mich nicht sofort an, sondern machte einen kleinen Satz nach rechts. Nun stand der Löwe breit und bot mir für Momente die Flanke. Ich riß die Mannlicher hoch. Langsam stieg das Silberkorn am Vorderlauf empor, und als ich, so gut es ging, mitten im Wildkörper drm war — Hubertus hilf! — machte ich krumm. Wie scharfer Peitschenschlag gellte der helle Schuß durch die Dämmerung. Der Löwe hatte nur kurz aufgebrüllt. Dann hörte ich, wie er im Umkreis von wohl zehn Schritt alles zerschlug, was ihm m die Pranken tarn. Ab und zu ein tiefes, bojes „Ut)I
!Die Deutsche Arbeitsfront fetzte ihre Kräfte am Eomstagnachmittag und Abend, sowie am gestrigen Sonntag auch in Gießen in vorbildlicher Weise fir die erste Reichs-Straßensammlung für das Winterhilfswerk ein. Nicht nur die Amtswalter der DAF., sondern auch die Män- nir aus den Betrieben, Betriebsführer und Ge- fllgschaftsmänner, sahen es als selbstverständliche Ehrenpflicht an, mit allem Eifer den Verkauf der Spendeabzeichen durcbzuführen. In allen Straßen, genz besonders an den Brennpunkten des Ver- kihrs, konnte man die Helfer eifrig an der Arbeit Ul en.
jGine besondere Note erhielt die Sammlung dadurch, daß die in Gießen und in Nachbarorten besuch enden Werkscharen mit Musik an der Spitze gischlossen durch die Stadt marschierten, um durch Ären Einsatz für das Sammelwerk zu werben. Alenthalben galt die Parole „Schaffende sammeln Ub geben!", und sie fand durch den Einsatz dieser T«rkscharen noch eine besonders eindringlich wir- tnbe Kraft. An diesem Werbemarsch beteiligten sich fo? Werkscharen der Firma Bänninger (Gießen), dir Eisenwerke Buderus (Lollar) und der Firma Shieferstein (Lich), die in den schmucken, schlichten Uniformen dem Straßenbild einen besonderen Anstich gaben. Die noch nicht eingekleideten Werkscharen der Firmen Poppe und Stempel-Kreuter njiren für den Straßen-Sammeldienst eingesetzt.
Die schönen Abzeichen, die in eindringlicher Weise bi> Erinnerung an die deutschen Grenzmarken wach- riefen, daneben aber auch auf die übrigen Provinz- oier Landschaftsteile des großen deutschen Vater- londes hinwiesen, fanden mit Recht starken Anklang !md regen Absatz. Vielfach konnte man die Wahr- n hmung machen, daß Käufer nicht nur ein oder zvei Abzeiche.n erroarben, sondern sich eine ganze Lommlung davon zulegten. Es ist denn auch kein !B ander, daß bereits am Samstagnachmittag und «übend manche Verkäufer bereits ausverkauft hatten, oder ein in der Nähe stehender Helfer mit fei» mm meist ebenfalls schon knapp gewordenen Dor- rcit Aushilfe leisten mußte, so daß auch bei ihm der Ausverkauf sehr schnell zur Tatsache wurde. Am öiftrigen Sonntag ging der Verkauf in flotter Welfe msiter. An zahlreichen Stellen mußten den Spenden Ersatz-Abzeichen ausgehändigt werden, weil die L appenzeichen durch die Aufnahmefreudigkett bet dir Bevölkerung schon untergebracht waren. Wie me gearbeitet und wie eifrig gespendet wurde, kann nem — nur als Beispiel hier genannt — daran nen daß der Kreisobmann der Deutschen Arbeits- fiont'für den Kreis Wetterau, Hermann Wagner,
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