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186. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

finden wird.

betagte ehemalige Ministerpräsident M i l l e r a n d befand, zur Einweihung des Denkmals das Wort ergriff, sprach der Unterstaatssekretär für Elsaß- Lothringen, de T e s s a n. Er führte aus: Frank­reich habe sich trotz aller Hindernisse bemüht, ein möglichst wirksames und vollständiges Friedens­system zu schaffen. Seine Hochherzigkeit anderen gegenüber dürfe nicht als Anzeichen der Schwäche ausgelegt werden. Frankreich fei sich seiner Stärke durchaus bewußt. Das Land werde einig zusammenstehen, wenn die nationale Unab­hängigkeit gefährdet würde. Frankreich werde in jeder Lage die stolze Haltung bewahren, die einer

Handeln bereit sein müßten? Sei es überdies nicht gefährlich, außerhalb der französischen Grenzen Verlockungen zu wecken auf Grund der falschen Vor- tellung, die man sich dort hinsichtlich der Lage in Frankreich machen könnte?

Der Präsident ries alle Franzosen auf, sich die

Hand zu reichen, und äußerte den Wunsch, daß die über die Grenze hochherzig hingestreckte Hand Frankreichs eine Strömung der Annäherung, Ein­tracht und des Friedens auslösen möge, in der die Welt endlich ihre Ruhe und ihren Wohlstand wie­derfinden werde.

Französische (Sorgen.

Unterhielt man sich einst in den französischen Fa­milien hauptsächlich über die sogenannte deutsche Gefahr und die Notwendigkeit einer starken Auf­

ort für die unerwünschten Elemente der anderen Länder gemacht. Die führenden Volksfrontmänner, die sich nur links gebärdeten, wenn es heiße, das Volk hinters Licht zu führen, seien aber keineswegs links, wenn es sich darum handele, Reichtümer zusammenzuraffen und sich Schlösser, Kraftwagen usw. anzuschaffen. (Zurufe aus der Versammlung: Jouhaux 700 000 Franken!)

Ein weiterer Redner betonte, daß das man­gelnde Verständnis führender Wirt­schaftskreise in sozialen Fragen Frankreich heute in eine Lage gebracht habe, die von den Moskowitern ausgenützt werde, um das Wasser auf ihre Revolutionsmühlen zu leiten. Weil die internationalen Ränkeschmiede keine Hei­mat und auch kein Vaterland haben, verraten sie Frankreich und suchten den Bauer vom Arbeiter zu trennen." Sollte eines Tages Paris sich in den Händen der Bolschewisten befinden, dann werde sich Lothringen und Elsaß allein zu verteidigen wissen. Ein Vertreter der lothringischen Landwirtschaft er- klärte. Wenn man, um guter Franzose zu sein, russisch lernen müsse, dann sei dies entschie­den abzulehnen.Wir lehnen es ab, den Blitz­ableiter für das russische Asiatentum abzugeben. Wir hier an der Grenze lassen uns für Sowjetruhland nicht in einen Krieg hineinhetzen!"

Kommunistische Partei sich von der Volksfrontmehr- heit zurückziehen oder aus der Mehrheit heraus­gedrängt werden würde, so würde die Linksmehr­heit ohne die Kommunisten nur noch von kurzer Dauer und sehr bald die sogenannte Nationale Union wieder am Ruder sein.

Um die Gefahr der innerpolitischen Lage Frank­reichs zu verdeutlichen, verwies der Redner sodann auf eine gewisse Aenderung, die sich seiner Mei­nung nach in der europäischen Gesamt­lage feststellen lasse. Vor zwei Jahren habe sich Europa im wesentlichen in die De­mokratien einerseits und in den F a - s ch i s m u s andererseits geteilt. Heute bemühe man sich, den Trennungsstrich nicht mehr zwi­schen den Demokratien und den Diktaturen, son­dern zwischen den Diktaturen und dem Kommunismus zu ziehen, d. h. zwischen einer bestimmten Auffassung von der Ordnung, selbst wenn sie autoritär sei, und einer gewesen Auffas­sung von der Anarchie und von dem sozialen Krieg, die man den Kommunisten zuschreibe.

Die Verlagerung des Problems habe eine Ver­schiebung der Kräfte zur Folge; politische und geistige Kräfte, die für die Demokratie und gegen den Faschismus gewesen seien, nähmen heute für die autoritäre Ord­nung und gegen die Anarchie Stellung oder erklärten sich als neutral zwischen diesen bei­den. Blum gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß diese Verschiebung der Einstellung und der Kräfte den Interessen Frankreichs abträg­lich sei. Man werde früher oder später dazu über­gehen, die Demokratie als ein Vorstadium der kom­munistischen Anarchie zu verurteilen. Eine derartige Entwicklung müsse aber in Frankreich verhindert werden. Die Volksfront müsse noch aktiver gestaltet werden. Voraussetzung sei allerdings, daß alle dazu gehörigen Parteien die gleiche Loyalität und nötigenfalls auch die gleiche Opferbereitschaft bewie­sen, und daß eine gewisse Uebereinstimmung zwi­schen der Haltung der Parteien im Parlament und ihrer Arbeit im Lande bestehe.

Lothringen wehrt sich."

Oie erste Versammlung dervottSständischen Arbeitsfront in Meh.

Paris, 18. Okt. (DNB.) Als bemerkenswertes Zeichen des wachsenden Widerstandes der lothringi­schen Bauern und Arbeiter gegen den Kommunis­mus berichtetDer Elsässer" unter der Ueber- schriftLothringen wehrt sich" von der ersten grö­ßeren Versammlung einer neugegründetenvolks- ständischen Arbeiterfron t". Diese Ver­sammlung sei eine glänzende Kundgebung gewesen, an der 2000 lothringische Bauern und Arbeiter teil- nähmen, im Gegensatz zu der kläglichen kommuni­stischen Kundgebung vom vorigen Samstag, bei der Thorez Fersengeld geben mußte.

Der Versammlungsleiter entbot zunächst einen Willkommensgruß an alle junge Leute im Grün­hemd und befaßte sich dann mit dem Programm dervolksständischen Arbeiterfront". Man erstrebe die Schaffung einer sauberen Republik mit einer autoritären Regierung und einer korporativen Vertretung. Das ganze müsse aufgebaut werden auf dem Grundsatz des Christentums.Wir haben übergenug von all den Skandalen der letzten Jahre! Wir haben übergenug von einer Politik, die nur Unordnung schafft und uns dem Ruin entgegenführt. Lothringen den Loth­ringern!" Vor allem gegen die heutige Regierung derVolksfront" wurde von dem Redner scharf vom Leder gezogen. Blum und Konsorten, so er­klärte er, hätten aus Frankreich einen Z u f l u ch t s-

Slum vereidigt das Dolkssrontexpenment

Oie (Stellung zum Kommunismus.

erhalten wollen, müssen wir imstande sein, ihn uns auf eigene Faust zu sichern."

Daladier besuchte auch Sedan und betonte erneut, daß Frankreich friedfertig sei, aber aus eigenen Kräften seine Freiheit sichern müsse. Wenn das Land bedroht werde, dann werde Frankreich wie 1914 einmütig zum Schutz seiner Grenzen zusammen­stehen.Wir reichen", so schloß Daladier,allen Ländern die Hand. Unsere Erklärungen sind ein­deutig und loyal. Je stärker und einiger Frankreich ist, um so größeres Gehör wird es fu$ bei den internationalen Verhandlungen verschaffen.

Zoichaur hetzt in Mülhausen.

Mülhausen (Elsaß), 18. Okt. (DNB.) Die marxistische Arbeitergewerkschaft hatte zu einer Massenkundgebung nach Mulhausen emgc- 1 erben. Die sonst so ruhige Stadt zeigte em ziemlich bewegtes Bild. Vollkommen passiv betrachteten ^doch irä Außeusiehenden den Aufmarsch der 500Q

Paris, 18. Okt. (DNB.) Ministerpräsident Blum warf in Orleans vor der Radikalsozialisti- chen Partei die Frage auf, ob die Volksfrontregie- rung ihr Programm auf die gleiche Mehrheit der politischen Kräfte weiter durchführen könne. Blum meinte, die Idee der Volksfront habe keine Schwächung erfahren. Obwohl die Volksfront bei der großen Mehrheit des Landes die gleiche Zu- timmung fände, würden Zweifel über ihre Dauerhaftigkeit im Hinblick auf die Hal­tung der Kommunistischen Partei wach. Man frage sich, ob die Kommunistische Partei in der heutigen Mehrheit nicht eine Art fremden Elementes darstelle, das sich früher oder später ausschalten müsse, und ob folglich die Volksfront nicht zum Auseinanderfallen verur­teilt fei, um einer neuen politischen Gruppierung Platz zu machen. Wenn eine der politischen Par­teien, die zur Volksfront gehörten, der Regierung das Vertrauen kündigen würde, oder wenn die Ge­meinsamkeit des Handelns zwischen allen Parteien der Volksfront nicht weiter aufrecht erhalten wer­den könnte, so würde man sich vor einer ganz neuen Lage befinden, der notwendigerweise eine neue Regierung entsprechen müßte.

Die gegenwärtige Regierung werde eine Aende­rung der Politik nicht durchführen, ebenso wenig nüe sie von der gegenwärtigen Kammer durch­geführt werden könne, aus dem einfachen Grunde, weil in der gegenwärtigen Kammer nur die eine Volksfrontmehrheit möglich fei. Der einzige Aus­weg wäre also in der Kammerauflösung und in Neuwahlen zu suchen. Blum erklärte, daß die Volksfront zum Wohle des Landes ihre Ar­beit fortsetzen könne und müsse. Sie würde aber scheitern, wenn es ihr nicht gelinge, d i e O r d - nung wiederherzustellen. Aus einem Schei­tern der Volksfront würden die gefährlichsten Feinde der Republik Vorteil ziehen. Die Regierung könne ihre Aufgabe der Verteidigung der Republik ohne die Mitarbeit der um die Kommunistische Partei gescharten Arbeiter und des Gewerk­schaftsverbandes nicht erfüllen. Wenn die

Frankreichs Sicherheit.

Eine Sonntagsrcde des Kriegsministers.

Paris, 18. Okt. (DNB.) Kriegsminister Daladier weihte in Verdun ein Denkmal für General Sarrail ein. Dabei führte Daladier aus:Wir sind ein friedliches Volk. Wir sind ge­wissermaßen mit Ruhm gesättigt und haben nur einen Wunsch, in Sicherheit zu arbei- t e n und unseren Kindern ein freies, würdiges Va­terland zurücklassen zu können. Aber im gegenwär- Ligen Europa würde niemand mehr zu beklagen sein als das Volk, das sich auf die Bekundung feiner Gutgläubigkeit beschränken wollte. Deshalb hat der Recht, der die französische Armee verherr­licht und ihr Vertrauen schenkt. Sie verdient dieses Vertrauen vollauf. Ich bin überzeugt, daß das Par­lament die von mir beantragten Kredite einmütig bewilligen wird, weil sie notwendig, ja, weil sie un- LLläßlich sind. Won» wir beu Friede» i» Europa

Frankreichs Kampf um seinen inneren Frieden

Oer Präsident der Republik mahnt in Straßburg zur Eintracht.

rüstung, so hat der französische Bürger heute für

diese Dinge kein Interesse mehr. Ihn interessiert Paris, 18.Okt. (DNB.) Präsident Lebrun lediglich, welche Preise auf den Preistafeln der wurde in Straßburg unter militärischen Ehren und Läden für Lebensmittel und für sonstige Gegen- unter der Anteilnahme der Bevölkerung von den stände des täglichen Bedarfs notiert find. Namentlich Vertretern der Stadt und der Departements zum die Hausfrau ijt es, die voller Entsetzen von den Rathaus, dann zur Präfektur und schließlich zum dauernden Vc-<i»derungen der Lebensmittelprecse Gefallenendenkmal geleitet. Anschließend fand eine Kenntnis nimmt und die infolgedessen auch das Ma- Truppenschau statt, nach der die Stadt ein Fest- terial für den Gesprächsstoff in den französischen mahl gab. Aus den Ansprachen der elsäs- Familien liefert. Um die Preisgestaltung dreht sich fischen Redner sowohl beim Gefallenendenkmal heute alles, sie ist ein Teil der Sorgen, die den wie beim Festmahl läßt sich die Erregung der französischen Bürger belasten. Grenzlande über den innerfranzösl-

Zum anderen sind es aber die gesamten i n n e r - s ch e n Z w i e s p a l t herauslesen. Wenn das Wort politischen Verhältnisse, die ihn nicht un- Kommunismus auch nicht gefallen ist, so darf man erheblich bedrücken. Noch vor Jahresfrist wäre jeder in dem wiederholt geäußerten Wunsch, der Besuch ausgelacht worden, der es gewagt hätte, F a b r i k- des Staatsoberhauptes möge eine Bürgschaft für besetzungen und Streiks im großen Stil die Wahrung der elsässischen Sitten und Brauche zu prophezeien, der von kommunistischen Massen- sein, eine versteckte Anspielung auf jüngste Ereig- kundgebungen, überhaupt von einem starken Hervor- nisse sehen.

drängen des Bolschewismus gesprochen hätte. Vieles Bevor Lebrun, in dessen Begleitung sich der der französischen Bürger, die voller Begeisterung in die Volksfront hineinströmten und die Ideale der Volksfront anbeteten, sind heute reichlich ernüchtert.

Kein Wunder. Ueberall im Lande reißen die Streiks nicht ab, immer wieder ereignen sich bedenkliche Zwischenfälle, die nur zu gut erkennen lassen, daß sich Frankreich in einem Zustand d e r Gä­rung und der Unruhe befindet, aus dem es höchst wahrscheinlich so rasch nicht wieder heraus-

Von der Abwertung hatte man sich nun eine allgemeine Erleichterung versprochen. Die Diffe-

Exports und zur Hebung des allgemeinen Der- hangigkeit ebenso besorgt sei, wie sie die> Unab- . brauchs, damit auch zur Ueberwindung der Ar- hangigkeit anderer Lander achte. Wiederholt habe . beitslosigkeit werden. Statt dessen haben sich die d er de uts ch e R eich s kanzIer erklärt, daß erhofften Vorteile zu einem guten Prozentsatz in I f e t n Geb tet s stre i t mehr zwischen Deutschland Nachteile und Rückschläge urngewandelt. Man hatte und Frankreich bestehe. Wir haben von dieser Er- seinerzeit herausgerechnet, daß die Abwertung die klarung Kenntnis genommen Was man ernst die nMweidigen Einfuhren deratt Steuern würde, el,äs,ische Frage nannte 'st also endg ul- daß eine Export st eigerung um 3V2 Mil- tlg geregelt. Das Elsaß als französisches Ge- liarden Franks notwendig sei, um die alten Absatz- biet ist völlig in Frankreich eingegliedert worden, markte im Auslande behaupten zu können. Aber ftrrtfihpnf fphHffl

man glaubte gerade aus dieser Exportsteigerung so- J/lUjlVC'lll

viel zu Gunsten für die Allgemeinheit profitieren . hierauf ein Bekenntnis zu den Grenzlanden zu können, daß man mit der Abwertung den ab, ^ren Einstellung er als Sahn Lothrin- Sprung ins Ungewisse wagen könnte. ge'ns zu würdigen'wisse. Die Welt durchlebe ge-

Nun ist aber die Abwertung in eine Periode all-1 genwärtig schwere Stunden. Die aus einer lcm- qemeiner Lohn- und Preis st eigerungen gen, schweren Krise geborenen Leiden hätten ihre hinttngefallen. Die sozialen Gesetze der Regierung Nerven auf eine harte Probe gestellt. Ueberall nur Blum belasteten die Wirtschaft bereits recht erheb- Verärgerung, Mißtrauen, Agitation und sogar der lich sodaß auf diese Weise einige der erwarteten Ruf nach Waffen. Frankreich könne sich das Zeug- Vorteile wieder wettgemacht wurden. Hätte man ni5 ausstellen, daß es keine Verantwortung an die- bie Lohnbewegung auffangen und abstoßen töm jem Zustande trage. Gleich nach dem Krieg habe nen dann wäre in der Tat noch immer viel ge- e5 bem Frieden und der Völkerannäherung sehr mannen worden. Aber die sozialen Kämpfe gehen große Opfer gebracht. Es habe sich bemüht, zwi- mit unverminderter Heftigkeit weiter. Ueberall scheu den extremen Strömungen, auf die die Vol- leiöet die Produktion unter den Fabrikbefetzungen ker mehr und mehr hinzusteuern schienen, das und den Ausständen, überall wird sie weiter be - richtige, politische, soziale und wirtschaftliche Gleich- lastet durch die erzwungenen Lohnsteigerungen. gewicht zu halten, zu dem die Welt wohl roerpe höhere Löhne und höhere Gehälter nimmt der zurückkehren müssen, wenn sie weder das Gluck Franzose natürlich sehr gern mit. Das ist durch- von einst erleben wolle. Wenn man auch darüber aus verständlich. Aber daß nun auch die streiten könne, durch welche Verfahren man am V r e i f e langsam und beständig in die Höhe gehen, heften das allgemeine Unbehagen drosseln konnte, will ihm nicht im geringsten gefallen. Die Preise und wenn sich auch edes Volk auf ein System fest- für Brot Kartoffeln, Fleisch, Butter, Zucker, Kaf- lege, das seiner Ansicht nach seinem Teperament Le Oel und Milch sind in den letzten Wochen recht entspreche, so stehe doch eines außer Zweifel: Em erheblich hinaufgegangen. Gerade der sparsame großer Staat könne nur dann beim allgemeinen Franzose der äußerst bescheiden lebt, um sich em Aufbau mitreden, wenn er em Beispiel sei Kapital sur seine"alten Tage nnzusammeln, emp- für ruhige Ordnung Starke und Ver- findet es als eine ungeheure Belastung, wenn für trauen auf fein eigenes Schicksal.

Me e nzelnen Lebensrnittel, die er täglich gebraucht, Lebrun entwickelte diesen Gedanken weiter unter nur einige Centimes mehr verlangt werden. Das Hinweis auf die Notwendigkeit, d le ube r k o m - dicke Ende kommt aber noch nach. Denn inzwifchen m e n e n Sitten und Gebrauche zu helstgen sind eine Reihe von anderen Artikeln die und wieder jenesKlima" zu schaffen, das notwen- G r o ß h and e l s p r e i f e erheblich hinaufgefetzt big fei für den Bestand d er t i n d er re i ch e n Irtn fo bah z B Schuhwaren und Erzeugnisse F a m i l i e n, bie einst die Starke und das An-

Keidenindustrie also Artikel des täglichen Be- sehen Frankreichs ausgemacht hatten. Unterordnung viele Francs teurer werden. Auch die unter die Autorität, bürgerliche Eintracht, foMler Anzüae werden im Preise noch weiter'steigen, weil Friede, seien doch wahrlich keine allzu schweren hi»3 WAhnnff» hierfür aus dem Ausland kommen Forderungen in einem Land freier Demokratie, wo nnh h?/ (V nfuhrroaren infolge der Abwertung lM jedem Bürger der Schutz der Gerechtiakelt und eine und die Einfuhrwaren i großzügige soziale Hilfe gesichert seien. Sicher

Preise ,9eftie9e" Situation Frankreichs hat sich werde Frankreich, falls sich morgen am Horizont die 2ie daß man Gefahr abzeichne, wie stets m seiner Geschichte sich

nun nad) .bßr^^^Mitag her Radikal- zur gemeinsamen Verteidigung feiner Sicherheit voller Interesse Dem 45ariei ?? Oktober ent- und seines Bodens zusammenfmden. Aber werde s o z i a l i st i s ch en 45 a ri We Sam- die Zusammenfassung der nationalen Kräfte durch

gegensehen darf. Diese Partei1 frei(f 5 merkt die in n e r p o l i ti s ch e n Spaltungen nicht melbecken der Kleinbürger F k A Bürger geschwächt sein an dem Tage, an dem sie zum

Lt, ff ist g«, auf U aniereffen ihr-r

Wichl^rschaft weitgehend Rücksicht Muhmen wenn unb neue Lahnkämpfe auslöfen.

sie nicht an Anhang weil sie Dann wird eines Tage- der Zeitpunkt erreicht sein,

zeit die Sozialpa Ilt'l^rn jj\ geben »u an dem man feststellen muh, dah die erwarteten

glaubte, damit dem kleinen ourgr x- Vorteile aus der Abwertung durch die Lohn- und

können sie war auch mchr H ziemlich langen Preiserhöhungen restlos aufgehoben worden sind, tung. Aber letzt steht man « ^,ks- Ueber all- diese Ding- will man sich auf dem

Gesichterndo und> muh erre , im Parteitag in Biarritz eingehend unterhalten. Es

aenlnaiwn^^Erfolge gebracht hat, hat keinen Zweck, irgendwelche Prophezeiungen

Endeffekt Nicht Ä 8Sten hat sich die Volks- über das Ergebnis dieses Kongresses anzustellen. Gerade der den Radikalsoziath 9 mQn in I tonn nur darauf Hinweisen, daß die ätjmpa-

fronwegeisterung merklich abger y^^^^ e3 mit ti,icn eines erheblichen Prozentsatzes der Radikal- zwischen erkannt hat, wem,-ndesgenossen sozialisten für die derzeitige R-gi-rung-gemeinschast dem kommunlstrity Gemeinschaft mit und für die augenblickliche Auhenpolitik merklich

hat. Man mochte gerne au aaerbings bic So- im Abkühlen begriffen find. Möglicherweise wird den Kommunisten Herau ,oyn mie ^an man in Biarritz zum Ausdruck bringen, dah es das

ztalisten zu t>crlefeen, Regierung-- Beste wäre, einen Appell an die Wähler zu richten

das onftellen soll, weil aber ohnehin soviel und Neuwahlen auszuschreiben, wie ja auch kr'1- konnte, ES illl Frankreich viele der Ministerpräsident Blum in seinen Sonntags Zündstoff in d°r Lu ; datz «s 0jchj sieden in Orleans angedeutet hat, wöbe, d.es

ft««.»! noch die 40-Stunden- allerdings als Warnung an die Adr-sf- der Rad,- Dauben. Mrd nun auch noch Belastung der kalsozialisten gemeint w«. die das Volksfronterperi-

bam * Piment satt haben. . ........

Nr. 245 Erstes Blatt 186. Jahrgang Montag, 19. Oktober 1956

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