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Auf eine Frage nach den Gründen des Einsturzes habe Weyher erklärt, daß man darüber noch voll­kommen im Unklaren fei. An der Bauausführung könne es aber nicht liegen, denn noch vorgestern sei er durch die Baugrube gegangen und habe alles durchgeprüft und in Ordnung befunden. Weyher bestreitet diefe nächtliche Zusammenkunft und meint, der Zeuge müsse sich irren. Die Klärung dieser Frage ist von großer praktischer Bedeutung, weil sich Weyher bisher damit verteidigte, daß er zum letzten Male vor dem am Dienstag erfolgten Ein- stürz am Freitag auf der Grubensohle und am Samstag in der dritten Steifenlage gewesen sei, so daß er gar nicht habe bemerken können, daß hinterher tiefer als zulässig ausgeschachtet worden sei.

Die Verhandlung wurde vertagt.

Ausnahmezustand in Kowno.

Schwere Ausschreitungen streikender Arbeiter.

Kowno, 18. Juni. (DNB.) Die Arbeiter sämt­licher privaten Betriebe einschließlich der Zeitungs­druckereien haben die Arbeit für 24 Stun- ben niedergelegt. Als Protest gegen das Verhalt-en der Polizei bei dem Begräbnis eines Arbeiters, bei dem es, wie gemeldet, zu blutigen Zusammenstößen gekommen war. In der Kownoer Innenstadt kam es zu Zusammenrottungen der Streikenden, die mit Gartenbänken und Müllkästen Barrikaden errichteten und den gesamten Ver­kehr unterbanden. Die Polzei ging mit Maschinen­gewehren, Karabinern und Gummiknüppeln vor. Die Ausschreitungen dauerten bis gegen 19 Uhr. In den ersten Nachmittagsstunden drohten sie den Charakter einer Revolte, anzunehmen. Die meisten Geschäfte hatten g e s ch l o s s en, weil Heber« fälle zu befürchten waren. Trotzdem durch Schreck­schüsse und den Gebrauch von Tränengasbomben immer wieder Menschenansammlungen in den einzel­nen Straßen zerstreut wurden, rottete sich die Menge sofort wieder an anderen Stellen zusam­men. Die Straßenbahnverwaltung versuchte, einige Wagen für den Verkehr einzusetzen, mußte dies aber aufgeben, da die Streikenden die Wagen mit Steinen bewarfen. Das Stadtviertel, in dem sich der Palast des Staatspräsidenten befindet, ist ab- qeriegelt. Genau vor zehn Jahren spielten sich kommunistische Kundgebungen in Kowno ab. Wäh­rend es aber damals zu keinen tätlichen Ausschrei­tungen gegenüber den Sicherheitsorganen kam, nahm die 'Menge diesmal eine drohende Haltung an. Der Kownoer Kriegskommandant hat durch Anschlag bekanntgegeben, daß er über die Stadt Kowno den Ausnahmezustand verhängt habe. Personen, die der Polizei Widerstand leisten, werden vor das Feldgericht gestellt. Vorläufig strei­ken die meisten Arbeiter noch weiter.

Hauptversammlung

des Allgemeinen Deutschen Alusikvereins.

Im Rahmen der 6 7. Tonkünstlerver­sammlung hielt derAllgemeineDeutsche Musikverein in Weimar seine Hauptversamm­lung ab. Prof. Dr. Peter Raabe, der Vorsitzende des Vereins und zugleich Präsident der Reichsmusik- kammer, wies unter eingehender Beweisführung die in letzter Zeit gegen den Verein erhobenen Angriffe eindeutig zurück, wobei er u. a. Prof. Haas (München) gegen verschiedene Angriffe in Schutz nahm. Ferner wurden Satzungsänderungen geneh­migt, nach denen das Recht der Stellungnahme der Mitglieder in der Hauptversammlung gewährleistet ist. Der Verein hat seine Mitgliederzahl innerhalb

von 2 Jahren von rund 500 Mitgliedern auf fast 800 erhöhen können. Neben vielen Komponisten und Di­rigenten gehören ihm jetzt auch zahlreiche Musik­beauftragte der Städte an. Die 67. Tonkünstlerver­sammlung hat, so kann man rückblickend sagen, einen wertvollen und wichtigen Vorstoß zur Gestaltung und Förderung eines neuen zeitgenössischen Musik­schaffens völkischer Prägung unternommen. Insge­samt sind für die diesjährige Versammlung fast 600 Kompositionen aller Art eingereicht worden. Don ihnen wurden 33 aufgeführt.

Maxim Gorki f.

In Moskau starb nach längerer Krankheit der sowjetrussische Schriftsteller Maxim G o r k i im Alter von 68 Jahren.

Der Führer im Olympischen Dorf.

Am Mittwoch stattete der Führer dem Olympischen Dorf in Döberitz einen Besuch ab. Unser Blld zeigt den Führer mit Generalfeldmarschall von Blomberg bei der Unterhaltung mit der deutschen Sprinterkernmannschast vor dem HausHelgoland". (Presse-Jllustration-Hofsmann-M.)

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Die Auflösung der Kampfbünde

etwas anders geworden ist. Es war mehr als inter­essant zu beobachten, wie sie auf die Einnahme von Addis Abeba reagierten. Sie zuckten die Achseln und sagten gar nichts! Aber jeder Mensch kann sehen, wie tief es in ihnen arbeitet.

Der Kontrast wird ja auch vielleicht erst uns so deutlich sichtbar, die wir eben Italien kreuz und quer durchfuhren. In unseren Ohren ist noch der Jubel­ruf einer vor Freude hingerissenen Nation, die sich am Ziel ihrer Wünsche sieht. Und hier auf dem Schiff hat jeder Engländer auch das gleiche Gefühl, daß diese vollendete Tatsache der Einnahme von Abessinien gegen den bislang allmächtigen Willen Old Englands geschaffen worden ist.

Und jetzt fahren sie durch G i b r a l t a r. Der junge Südafrikaner, der in die Royal Airforce, die Luftflotte, eintreten wird, der Polizeioffizier, der vierschrötige Farmer aus Kenya, der mit seinem Nachbarn zusammen hier an Bord schon um sieben Uhr den ersten Drink Zu sich nimmt und vor Mit­ternacht zuletzt die Bordbar verläßt, der Kaufmann aus Durban und Firmenvertreter aus Mombasa. Ungeheuer groß die Weite, die sie in Afrika trennt. Wie unglaublich einheitlich aber ihr Typus, fest­gefügt Sitten und Anschauungen. Sie tragen alle tagsüber die scheußlichsten Manchesterhosen, Pull­over mit demselben Schnitt und Hemden in den gräßlichsten Farben. Sie ziehen sich alle abends sorgfältig um. Sie sind immer fröhlich, zu Scherzen aufgelegt, spielen unermüdlich dieselben Schlager und deutschen Volkslieder, die ihnen ihre Bord­freunde beibrachten feit sieben Wochen. Nirgendwo kommt diese festgefügte Einheit dieser zähen Rasse vielleicht uns eindrucksvoller zum Bewußtsein als hier an Bord eines großen Schiffes mit so bunt durcheinander gewürfelten Passagieren: Deutschen, Kolonialdeutschen, Feriengästen, Portugiesen, Dä­nen, Schweden, Schweizern.

Noch sehen diese Engländer auch an Bord eines deutschen Schiffes Afrika, das Mittelmeer und über« Haupt die Welt als ihren Herrschaftsbereich an. Sie treten überall mit einer Selbstverständlichkeit auf, selbst in Italien, die uns verblüfft. Aber irgend- wie ist diese festgefügte Welt ins Wanken geraten.

Sie sehen mit gemischten Gefühlen zum letzten Male für lange Zeit nach den Bergen von Afrika hinüber. Ihre Augen heften sich mit um so größe­rer Zärtlichkeit auf den kahlen Doppelfelsen. Augen voller Zuversicht! Immer noch weht der Union Jack dort.Wait and see", sagen ihre Augen. Wir hat- ten immer einen längeren Atem als die anderen. Wir konnten warten, wo die anderen es nicht mehr konnten.

Aber hoch im Aether summt ein Flugzeug von Spanien nach Tetuan hinüber. Hoch über Gibraltar. Schiffe können diese Festungswerke mit den ver- borgenen Batterien nicht ohne ihre Zustimmung passieren. Aber Flugzeuge?... Kann man noch warten und zusehen. Wer Italien in den letzten Wochen erlebte, weiß, daß die Welt doch irgendwie anders wurde. Trotz Gibraltar und Malta!

in Frankreich

zweitägiger

das Gesetz

182 zu 84

Der französische Senat hat über die 40-Stundenwoche mit Stimmen verabschiedet.

Paris, 18. Juni. (DNB.) Im Ministerrat wur­den dem Präsidenten der Republik vom Innen­minister die Verordnungen zur Unterschrift vorge­legt, die die Auflösung der im Gesetz vom 10. Januar vorgesehenen Kampf­bünde und privaten Milizen vorsehen. Betroffen werden davon dieSolidariteFran- caise, die Faschisten, die Feuerkreuz- l e r und die Vaterländische Jugend. Die bürgerliche Presse wundert sich, daß nur d i e rechtsgerichtet en Verbände davon betrof­fen sind, n t d) t a b e r auch die kommuni st ische und sozialistische Jugend, sowie die Ver­einigung derRoten Adler", die alle in ihrem Aus­bau und ihrer Organisation nach Auffassung der gemäßigten und Rechtskreise zumindest den glei­chen Charakter haben, wie die vier aufge­lösten Verbände.Echo de Paris" wirft der Regie­rung vor, in beschämender Weise das Gesetz zu mißbrauchen, das unter der Regierung ©ar» raut gegen die halbmilitärischen Verbände verab­schiedet worden war. Man dürfe sich nicht darüber täuschen, daß die Regierung dem Druck der äußersten Linken nachgegeben habe.

Die vier von der Auflösung betroffenen Verbände haben sofort beim Staatsrat Einspruch einge­legt. Die Führer dieser Verbände erklärten der Presse, daß man den nationalen Geist nicht durch

In Remagen starb der Arbeiterdichter Heinrich L e r s ch. Er erreichte ein Alter von nur 47 Jahren. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Die Internationale Arbeitskonfe­renz in Genf hat die Abkommensentwürfe über die Einführung der 40-Stundenwoche in der Textilindustrie und im Hoch- und T i e f- b a ü gegen die Stimmen der Arbeitgeber und eini­ger Regierungsoertreter angenommen. Nach der Geschäftsordnung muß im nächsten Jahr eine e r - n e u t e Aussprache und Abstimmung stattfinden, ehe die beiden Abkommen zur Ratifizierung auf­gelegt werden können.

Kleine politische Nachrichten.

DerFührerundReichskanzlerhat Sei- ner Durchlaucht, dem Reichsoerweser des König­reiches Ungarn, von Horthy, zu seinem Geburts- tage herzliche Glückwünsche übermittelt.

*

Reichsbankpräsident Dr. Schacht verbringt den Donnerstag, einer Einladung des Reichs- vvrwesers v. Horthy folgend, der seinen 68. Geburtstag feiert, auf dem dem Reichsverweser gehörigen Landsitz Kenderes. Der Reichsoerwefer überreichte dem Reichsbankpräsidenten die Insignien des Ungarischen Verdienstordens 1. Klasse.

Der polnische Sejm nahm nach Aussprache das neue Dollmachtsgesetz für den Staatspräsidenten nahezu einstimmig an. Das Gesetz ermächtigt den Staatspräsidenten, Verord­nungen mit Gesetzeskraft auf. wirtschaftlichem Gebiet und den Fragen der Landesverteidigung zu erlassen.

ein Gesetz zerstören könne. Oberst d e l a Rocque, der Führer der Feuerkreuzler, sagt in einer länge­ren Erklärung, daß seine Organisation, die etwa eine Million Mitglieder zähle, sofort in eineSozialistische französische Par- t e i" u m g e t a u f t werde; er gab seiner Verwun­derung Ausdruck, daß der Präsident der Republik, der ehemaliger Kriegsteilnehmer sei, ein solches Gesetz gegengezeichnet habe.

Drohender Elekttizilalssireik in Paris

Paris, 19. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Ar­beiter und Angestellten des Pariser Elektrizitätswerks haben am Donnerstag gegen die Haltung des Ver­waltungsrates protestiert, da sie Öen Verein­barungen nicht Rechnung getragen habe. Sie haben den Innenminister gebeten, eine allgemeine Aussprache zwischen den Ar­beitnehmer- und Arbeitgebervertretern unter feiner Leitung herbeizuführen. In einer Versammlung der Arbeitnehmeroertreter wurde beschlossen, Angestellte und Arbeiter inAlarmbereitschaftzu halten. Am Freitagabend findet eine Massenversamm­lung statt, auf der die Streiklage endgültig ent» I schieden werden soll.

An BordAhambara", im Mai.

Look Sharp. Its the last sight on Africa. Der noch junge Polizeioffizier des rhodesischen Korps reicht das scharfe Glas seiner jungen Frau, Deren zartes Gesicht noch deutlich Spuren der schweren Fieberanfälle trägt, von denen sie sich in England erholen will. Und so wie die beiden stehen hundert andere Kolonialengländer längs der Reling unseres deutschen Dampfers, der eben rund um Afrika ge­dampft ist und schauen mit gemischten Gefühlen zum letztenmal zu dem Erdteil hinüber, der ihr Schicksal geworden ist, der ihre Heimat ge­worden ist, und von dem sie nie mehr in ihrem Leben loskommen werden.

Steil und unnahbar ragen die Festen des Rifs 3U uns herüber, von Wachttürmen drohend bestückt. Nirgendwo ist die Scheidung zwischen Europa so deutlich und so scharf wie an dieser Stelle, bei der Durchsahrt durch die Straße von Gibraltar

Es siebt aus der Karte schon imponierend genug in seiner unglaublich günstigen strategischen Lage aus, diese kleine Halbinsel, die kurz hinter der schmälsten Stelle der Meeresstraße hegt. Aber um wie vieles eindrucksvoller wirkt Gibraltar in Wirk­lichkeit. Der kahle Doppelfelsen der nach dem Osten zu steil abfällt und sich gegen Westen zu sanft neigt, sieht aus wie ein ungeheurer, von der Natur hm- gesetzter Wachtturm.

Kolonialenglan- fährt durch Gibraltar

Bon unserem Sonderberichterstatter Or Vogel.

Englands Flagge weht auf Zypern, M a l ta und Gibraltar. Aber es gibt kaum einen wich­tigen Platz im Mittelmeer, kaum eine Insel von stra­tegischer Bedeutung, auf der sie nicht einst für eine kurze oder lange Zeit geweht hätte. Und die vielen tausend Engländer, die alljährlich das Mittelmeer bereisen, lesen in ihrem Baedeker mit stolzer Genug- tung, die zu verbergen ihnen selten gelingt, ob sie in Korfu, auf Capri, auf Palma, auf Menorca, Lissa weilen mögen, daß die wuchtigen Festungswerke über den Hauptstädten dieser Inseln von Eng­ländern ein st gebaut wurden, daß englische Schiffe hier einst kämpften, und seine Seesoldaten um sie rangen. Dieses Meer erschien ihnen immer als das Ihre. Sie sperrten seine Zugänge bei Gi­braltar und Port Said.

Und jetzt, seit der Einnahme von Addis Abeba, sieht alles mit einem Male so viel anders aus. An Bord dieses Schiffes lesen die Engländer jeden Tag die Niederschrift oes drahtlosen Dienstes von Nauen und Rugby in England. Sie fahren nun schon feit sieben Wochen von Kapstadt auf diesem Dampfer. Sie fuhren an Djibouti vorbei, das nicht mehr an­gelaufen wird. In Port Sudan, dem riesenhaft aus- gebauten Hafen, sahen sie wie in Aden und Mom­basa ihre grauen Kreuzer und Zerstörer liegen. Ihre Flagge wehte noch an allen den vielen Stütz­punkten, und doch haben sie alle das Gefühlt, daß

Oerlleberfall auf Minderheitendeutsche in Rydultau.

K a t t o w i tz, 18. Juni. (DNB.) Im Zusammen- hang mit einem UeberfaU von Aufstän - ; dischen auf eine Versammlung von Minder- 1 heitendeutschen im Mai in Rydultau, bei dem 60 Minderheitendeutsche verletzt wurden, hat der Senator W i e s n e r , der Vorsitzende der Jung- deutschen Partei in Polen, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Rybnik «Strafantrag gegen die an dem Ueberfall beteiligten Mitglieder des Aufständischenoerbandes gestellt. Gleichzeitig hat Senator Wiesner den polnischen Ministerpräsi­denten, General Skladkowski, sowie den schle­sischen Wojewoden G r a z y n s k i von diesem Schritt in Kenntnis gesetzt und ihnen gegenüber die Hoff­nung ausgesprochen, daß der Gerechtigkeit Genüge getan werde.

Kunst und Wissenschaft.

Ausklang der Reichstagung der 71SKG. in München.

Der letzte Tag der R e i ch s t a g u n g der N S.- Kulturgemeinde 19 3 6 in München galt der Betrachtung gestalteter Kulturwerte. Mit einer Morgenfeier des Studentenringes der NSKG. in der Universität begann der Tag. Im Maximilaneum wurde die Urkunden- und BuchausstellungWehr­haftes Deutschland Glückhaftes Reich" eröffnet. Diese Ausstellung, die ursprünglich in Berlin unter der Schirmherrschaft von Reichskriegsminister Ge- neralfeldmarschall von Blomberg von der Reichsstelle zur Forderung des deutschen Schrift­tums zusammengestellt wurde und durch eine Reihe deutscher Städte ging, wurde jetzt, wesentlich be­reichert durch Bestände der bayerischen Bibliotheken nnb Archive, des Hauptarchivs der NSDAP, und des Eher-Verlages, zu einer unvergleichlich wert­vollen Schau ausgebaut. Die Eröffnungsfeier in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Reichs­leiter Rosenberg und Amtsleiter Stang, be­gann mit einem Vortrag des Quartetts der Stu­dierenden an der Akademie für Tonkunst. Der Nachmittag brachte noch eine heitere .Laienspiel­stunde, bei derEine Spitzbubenkomödie" von Margarethe Cordes unter Leitung von Walther Eckart aufgeführt wurde, ferner eine Aufführung der Hohnsteiner Handpuppenspiele der NSKG. mit derSage vom Freischütz".

Die Teilnehmer an der Reichstagung versammelten sich zum Abschluß ihrer fünftägigen segensreichen Ar­beit im Alten Rathaussaal. Oberbürgermeister Fi eh 1 er begrüßte die Gäste namens der Haupt­stadt der Bewegung und teilte mit, daß die Reichs­tagungen der NSKG. künftig regelmäßig in Mün­chen stattfinden werden. In einer Ansprache ging Reichsleiter Alfred R o s e n b e r g aus die Bedeutung Münchens als Stadt der deutschen Kunst ein. Die ab­geschlossene Reichstagung habe den Beweis erbracht, daß die liberalistisch-marxistische Epoche der Ver­gangenheit angehöre. Der Abend war von ernsten Darbietungen kulturgeschichtlicher Art umrahmt.

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