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Das Wunder der Arbeit in Obecheffen.

Drei Jahre Arbeitsschlacht in unserer heimischen Wirtschaft.

Arbeit und Brot als Grundelement des Da­seins will der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler allen Volksgenossen erschließen und sichern. Er hat bei dem Streben nach diesem Ziel die furchtbaren Verheerungen vor Augen, die in den Jahren des deutschen Niederganges bis zum Januar 1933 als Folge der Arbeitslosigkeit überall zu sehen waren. Sein Sorgen und Mühen ist Tag für Tag darauf gerichtet, diese Qual der Arbeitslosigkeit immer mehr zu beseitigen, nachdem es ihm im bis­herigen Verlaufe der Arbeitsschlacht bereits gelun- aen ist, schon etwa 5 Millionen Menschen wieder in das Schaffen des Werktags einzugliedern. Damit ist diesen Männern und Frauen nicht nur der wirt­schaftliche Aufstieg wieder erschlossen worden, es ist nun auch der seelische Druck der erzwungenen Untätigkeit, der ihr Dasein belastete, von ihnen gewichen. Alle diese Volksgenossen sind dem Führer und seinen Helfern im Kampf gegen die Arbeits­losigkeit dankbar für die Wiedereinreihung m die Front der schaffenden deutschen Menschen, aber auch die Volksgesamtheit hat allen Grund, dem Führer für diese große Tat dankbar verbunden zu sein, denn durch die Wiedererschließung der Arbeitsstätten

Der bergbaulichen Arbeit in Oberhessen, insbesondere auch in verschiedenen Gegenden des Kreises Gießen, ist es gelungen, Bauxit-Vorkommen von mehreren 100 000 Tonnen Mächtigkeit festzu­stellen. Die Förderung aus diesen neu erschlossenen Lagern hat bereits mehrere 1000 Tonnen erreicht, die hauptsächlich in der Schmirgel- und Stahl­industrie verwendet werden. Weitere Lieferungen sind im Fluß, daneben wird an dem Ausbau der Aufbereitungsanlagen tatkräftig gearbeitet. In den Buderusfchen Eisenwerken m Weglar hat sich die in früheren Jahren stark zuruck- gegangene Erzeugung von gußeisernen Röhren in­folge der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der öffent­lichen Hand und der darüber hinausreichenden all­gemeinen Belebung der Wirtschaft ganz wesentlich gebessert. Der Wetzlarer Betrieb hat auch in der Zementerzeugung im Zusammenhang mit dem großen Auftrieb in der Bauwirtschaft eine starke Steigerung erfahren. Das Buderus-Werk in Lol­lar, die Main-Weser-Hütte, weist gleichfalls einen sehr guten Beschäftigungsstand auf, der den vollen Umfang der Produktions-Kapazität erreicht hat. Die übrigen Abteilungen von Buderus find dank

in diesem Arbeitsbereich durch Neueinstellung ufro. wiederum Arbeit und Brot gesunden.

Die Belebung in der Bauwirtschaft ist für jedermann in Stadt und Land so offensichtlich und so überzeugend, daß weitere Ausführungen darüber wohl unnötig sind. Von dieser starken Arbeitsbele­bung ausstrahlend haben auch viele andere Schaf­fenszweige erheblichen Auftrieb bekommen, der sich u. a. darin äußerte, daß in manchen Abschnitten der Bauwirtschaft sogar Mangel an Facharbeitern eintrat. Um diesem Mangel abzuhelfen, mußten Arbeitskräfte aus anderen Arbeitsamts-Bezirken herangezogen werden, so daß von der Wirtschafts­belebung in Oberhessen und im Lahn-Dill-Gebiet auch weitere Bezirke befruchtet wurden.

Das Ausmaß der Neueinstellungen von Ar­beitern in der Vauwirlschaft ist außerordentlich bedeutend, es gehl auf der gesamten Baufront in die Tausende.

Im Rahmen der Arbeitsschlacht ist auch die weit­gehende Aufbauarbeit auf dem Gebiete der F o r t- b i l d u n g der vorhandenen Arbeitskräfte und der Schulung des Facharbeiter-Nachwuchses von

Volksgenossen und Dolksgenossinnen zur Selbst­verständlichkeit werden lassen!

OeutscherReichsknegerbund(Kyffhäuser) für Adolf Hitler!

Vom Kreisverband Gießen des Deutschen Reichs­kriegerbundes (Kyffhäuser), Landesverband Hessen, wird uns berichtet:

Unter obiger Parole stand die Tagung der Kreispropagandaobleute in Frankfurt a. M. am 16. Februar mit dem Reichspropagandaleiter des Bundes, Kamerad Dr. W ö l b i n g - Berlin. In Gegenwart des Landesführers, Generalleutnant a. D. Fett, und anderer namhafter Soldatenfüh­rer (Bezirks- und Kreisverbandsführer) gab der RPL. (Reichspropagandaleiter) einen vortrefflichen Ueberblick über die Arbeit, die der Bund feit seinem Bestehen (150 Jahre) geleistet hat. Erwähnenswert für Uneingeweihte ist das vorbildliche Altersunter­stützungswesen, allein 17 Erholungsheime für alte Krieger und deren Angehörige, besonders Kriegs­oerletzte, nicht zu vergessen die Waisenheime für die kleinen Hinterbliebenen unserer tapfersten Män-

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Ms Adolf Hitler das Steuer des deutschen Staatsschiffes am 30. Januar 1933 mit kraftvoller Hand herumwarf, standen 6 Millionen arbettsfähige Volksgenossen abgesehen von den vielen, die Nicht . amtlich erfaßt waren außer Lohn und Brot. Als das erste Jahr zu Ende ging, waren über 2 Millionen Menschen bereits wieder zu neuer Arbeit gekommen. Heute haben rund 4 Millionen Menschen es allem dem Rührer w verdanken, daß sie wieder voll im Erwerbsleben stehen und auf keine Fürsorge mehr angewiesen sind. Dieses Schaubild gibt einen Ueberblick über die Entwicklung der Arbetts- 0 losigkeit vom 1 Januar 1933 bis Ende November 1935. (Zeichnung: Alf Luschnat. Scherl-M.)

für Millionen von Menschen ist der wirtschaftlichen Wiederbelebung auch zum Nutzen der Gesamtheit des Volkes ein starker und weithin wirkender Auf­trieb erstanden.

An dieser erfreulichen Wiedererstarkung der Wirtschaftskraft des einzelnen und der Dolksgesamt- heit hat unsere oberhessische Heimat einen erfreu­lichen Anteil zu verzeichnen. Wer sich vor Augen hält, wie es wirtschaftlich und auch seelisch um die Menschen in Gießen und in Oberhessen vor der Machtübernahme durch den Führer Adolf Hitler bestellt war, und sich zugleich vergegenwär­tigt, wie befreiend und nach jeder Richtung hin hoffnungsfreudig die Ausrichtung der Volksgenossen heute ist, der wird zugeben müssen, daß wir auch in Oberhessen und La h n - D i l l - G e b i e t mit guter Begrünbuna von dem Wunder der Ar­beit durch die Auswirkung der bisherigen drei Jahre Arbeitsschlacht sprechen können. Eine kurze Umschau auf die wichtigsten Wirtschaftszweige im Gebiete Oberhessen-Lahn mag diesen erfreulichen Wandel der Dinge in die Erinnerung zurückrufen.

Fangen wir beim Bergbau an. Einen sehr erfreulichen Teilausschnitt dieses Wirtschaftszweiges konnten wir unfern Lesern am vorigen Samstag in unserem Bildbericht über das Braun ft ein» Bergwerk Großen - Linden vor Augen führen, aus dem u. a. zu ersehen war, daß infolge der Wirtschaftsbelebung seit 1933 allein im Ver­lause des vorigen Jahres 1935 die Belegschaft um etwa 175 Mann erhöht werden konnte und gegen­wärtig über 300 Volksgenossen in diesem einen Bergwerksbetrieb Arbeit und Brot haben. Noch überzeugender wird der Erfolg der großen Arbeits­schlacht in seiner Auswirkung auf unser Wirtschafts­gebiet erkennbar, wenn man von zuständiger Seite hört, daß

die Zahl der Bergarbeiter im Bergbau in Ober- Hessen und Lahn-Dill von rund 450 unmittel­bar vor der Machtübernahme Adolf Hitlers bis auf 3200 Mann beim gegenwärtigen Stand der Betriebe angewachsen ist.

Diese Steigerung in dem einen Wirtschaftszweig, die in weiterem Vorwärtsschreiten begriffen ist, schließt eine Fülle von neuer wirtschaftlicher und seelischer Kraft in sich, die durch die Wieder- erschließung der Arbeitsstätte jenen Volksgenossen und ihren Familien neu erstand und fortwirkend auch anderen Menschen zugute kommt.

In enger Arbeitsverbundenheit mit dem Berg­bau stehen bekanntlich die Betriebe der Hütten- und Gießerei-Industrie im Lahn-Dill- Gebiet und in Oberhessen, ferner die Stahl- industrie unseres Bezirks. Hierbei handelt es sich um die wirtschaftlich weithin in die Breite und in die Tiefe sich auswirkenden Betriebe von B u - derus in Wetzlar, Lollar und Hirzenhain mit kleineren Nebenbetrieben, insbesondere auf den Ge­bieten der Erschließung von Erzvorkommen in ver­schiedenen Teilen der Provinz Oberhessen, ferner umBuderus-Röchling in Wetzlar, außer um einige produktionsähnliche Betriebe in Gießen. Wie stark die vom Führer befohlene Arbeitsschlacht sich in diesem Teilabschnitt ausgewirkt hat, wird ein­drucksvoll dadurch bewiesen, daß

in der hüllen- und Gießerei-Industrie des Lahngebiets um Gießen herum und in Ober­hessen in der Zeil der schwersten Krise, also Ende 1932, rund 20 000 Arbeiter beschäftigt waren, mittlerweile im Verlaufe der Arbeits- fchlacht rund 8000 Neueinstellungen erfolgten, so daß heute in diesen Betrieben rund 28 000 Menschen Arbeit und Brot stnden. Zu diesen Neuelnstellungen kommt als weitere günstige Auswirkung noch hinzu, daß in vielen Fällen auch die frühere Kurzarbeit beseitigt werden konnte, wie überhaupt die jährliche Arbeitszeit der Betriebsgefolgschaften länger geworden ist und damit natürlich ihre wirtschaftliche Kraft eine ansehnliche Steigerung erfahren hat.

der Auswirkungen der Arbeitsschlacht ebenfalls weit besser als früher beschäftigt, da durch die umfang­reichen Wiedereingliederungen von Arbeitern aller Berufe in den Produktionsprozeß nicht nur neue Absatzmöglichkeiten geschaffen wurden, sondern auch eine sehr erfreuliche Hebung der allgemeinen Kauf­kraft eintrat.

3n der Landmaschinen-Jndustrie unserer Pro­vinz Oberhessen hat sich im Zeichen der Arbeits­schlacht die Produktion um etwa 25 v. h. gegen­über der Krisenzeit gesteigert.

Allein in den wenigen Betrieben dieser Art konnten rund 500 Volksgenossen wieder eingestellt und da­mit aus der früheren Arbeitslosigkeit erlöst werden. In diesem gesteigerten Absatz von Landmaschinen, der auch für das Frachtgeschäft der Reichsbahn von ansehnlicher Bedeutung ist, kommt die durch die Erzeugungsschlacht des Reichsnährstandes erreichte erhebliche Verbesserung der Kaufkraft der bäuer­lichen und landwirtschaftlichen Betriebssührer ein­drucksvoll mit zur Geltung.

Von der Fi tt i n g s - I ndust r i e, die in Gie­ßen durch die Firma Bänninger vertreten ist, kann gleichfalls eine sehr erfreuliche Aufwärtsent­wicklung berichtet werden, die eine ganze Anzahl Neuelnstellungen von Arbeitskräften zur Folge hatte. Von dem allgemeinen Aufschwung und der bis jetzt schon wiedererlangten gesunden Kraft unse­res heimischen Wirtschaftslebens ist auch auf diesem Gebiete eine weitere gedeihliche Vorwärtsentwick­lung zu erwarten. Die gleiche Tendenz ist in der Produktion von sanitären Anlagen erkennbar.

Die S ch u h f a b r i f a t i o n ist im Verlaufe der bisherigen Maßnahmen der Arbeitsschlacht gleich­falls zu einem außerordentlich fruchtbaren Frontab­schnitt geworden. Die starke Wiedereingliederung von Arbeitskräften in alle Zweige des Schaffens hat natürlich auch eine wesentlich größere Nachfrage nach Schuhwerk aller Art ausgelöst, denn verbesserte Einkommensverhältnisse bedeuten ja auch aus die­sem Gebiete gesteigerten Verbrauch und damit wie­derum neue Arbeitsmöglichkeiten. Hinzu kommt der vermehrte Bedarf des Arbeitsdienstes, besonders aber feit der vom Führer verkündeten allgemeinen Wehrpflicht, die ein erfreulicherweise großes Aus­maß von Stiefel- und Schuhanschaffungen für die Wehrmacht zur Folge hatte.

Durch alle diese belebenden Umstände bedingt, konnten auch in der Schuhindustrie zahlreiche Neueinstellungen von Arbeitskräften vorgenom­men werden, so daß die gesamten Einrichtungen der Betriebe in den Dienst der Arbeitsbeschaf­fung gestellt werden konnten. Der Produktions- aufschwung in dieser Industrie hat ferner Neu­bauten zur Folge gehabt, die für die Bauwirt- fchaft eine willkommene Bereicherung des Ar- beitsprogramms darstellten.

In den Betrieben der Textilindustrie in Oberhessen ist die stark gesteigerte Nachfrage nach Bekleidungsstücken, insbesondere auch nach Be­rufskleidung, der Antrieb zu einer ebenfalls erfreu­lichen Produktionssteigerung gewesen. Von dieser Neubelebung haben auch die kleineren Betriebe an­sehnlichen Vorteil erfahren, durch die ihre ro-irt» gestärkt worden ist. Auf der jetzigen Produktionsgrundlage ist es der Textilindustrie auch möglich, für den Export ihrer Erzeugnisse mit gu« tem witschaftlichem Rückgrat weiterzuarbeiten und dadurch neue Entfaltungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsschlacht zu schassen.

Neben zahlreichen Neueinstellungen von Textil­arbeitern als Ausgleich für die Beseitigung der Kurzarbeit ist die Heranziehung von Heimarbei­tern in ansehnlichem Ausmaß möglich gewor­den, so daß die Lebensverhältnisse weiter Bolks- kreise im Rahmen dieses Arbeitsabschnittes eine begrüßenswerte Derbesserung erfahren haben. Etwa 700 Männer und Frauen haben allein

besonderer Bedeutung. Hierbei spielen die von der Deutschen Arbeitsfront in Gemeinschaft mit der Hitler-Jugend bisyer schon durchgeführten B e - rufsausbildungsmaßnah men eine große Rolle, von deren weiterer Entwicklung viele Tau­fende von Volksgenossen aller Berufe und aller Altersschichten reichen Segen erfahren werden.

Ueberblickt man das gesamte Gebiet der Arbeits­schlacht in unserer engeren Heimat, so ist zusammen­fassend feftzustellen, daß

diese große Tat unseres Führers für viele Tausende von Bolksgenossen auch in Oberhessen und im Lahn-Dlll-Gebiet eine Quelle neuen Wohlergehens und reichen Segens geworden ist.

Aus dieser Erkentnis müssen alle Volksgenossen und Volksgenossinnen die Verpflichtung für sich entnehmen, an ihrem Teile mit aller Tatkraft mit­zuwirken im Dien st e des Führers zum Wohle der Gesamtheit und damit auch zum eigenen Besten. Daraus ergibt sich auch für jedermann die Folgerung,

bei der Reichstagswahl am 29. März durch ein starkes Ja-Bekenntnis sich erneut hinter den Führer zu stellen

und ihm dadurch die weitere Möglichkeit zum er­folgreichen Wirken für das deutsche Volk zu geben. Das elementarste Gefühl der dankbaren Anerken­nung und die kluge Erkenntnis der großen Vorteile der bisherigen straffen Staatsführung durch Adolf Hitler wird das Ja am 29. März allen

ner, die ihre Treue zur Heimat mit dem Tode be­siegelten. Auch dieser gedachte der RPL., die un­entwegt in den verflossenen Systemjahren ihr Sol­datentum pflegten und allem zum Trotz die Tra­dition hochhielten. Aller Dank denen, die sich tätig und still der guten Sache weihten.

Jetzt aber gilt es, alle, aber auch alle zu erfas­sen, die willens und wert sind, unter dem Symbol des Bundes, dem stolzen Kyffhäuserdenkmal und dem vom Führer verliehenen Banner zu marschie­ren. Wir marschieren im Auftrage des Führers, wir kämpfen für feine Idee, den Nationalsozialis­mus, und werden nicht eher ruhen, bis der letzte Kamerad durchdrungen ist von dem Sinne wahrer Volksgemeinschaft. Ihr sollt und müßt wissen, daß mit Beiträgenzahlen allein der Pflicht nicht genügt ist, sondern jeder an seinem Platze durchdrungen sein muß von dem Willen, unserem Führer durch dick und dünn Gefolgschaft zu leisten, und jederzeit opferbereit für ihn und Deutschland einzustehen, so wie unser Bundesführer, SS.-Oberführer Rein­hard durch die großherzige Spende einer Flug­zeugstaffel zum Mitaufbau der Wehrmacht einen Opferzoll leistete. Auch im Kampf gegen Hunger und Kälte steht der Kyffhäuser in vorderster Front.

Das auf Blut, Opfer und Ehre errichtete Kyff- Häuserdenkmal ist wahrlich ein stolzes Gebäude, in das jeder ehrenhafte Soldat einziehen kann. So wie uns unser Frontkamerad Adolf Hitler durch Verleihung des neuen Banners und die Abhaltung der jährlichen Reichskriegertage seine Gesinnung kundgetan hat, so danken wir ihm durch ein ge­schlossenes, freudiges Bekenntnis am 29. März 1936.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Provinzial-Oberbaurat Cellarius f.

Am gestrigen Mittwochnachmittag ist mitten in seiner unermüdlichen Arbeit der Leiter der Bauver­waltung der Provinzialdirektion Oberhessen, Pro­vinzial-Oberbaurat Carl C e l l a r i u s in Gießen, im 62. Lebensjahre an einem Herzschlag verstorben. Der Verewigte wurde, bis zum letzten Augenblick in den Sielen wirkend, an seinem Schreibtisch in den Diensträumen der Provinzialhauverwaltung von einem Unwohlsein befallen, das seine sofortige Ueberführung in Klinikspflege erforderlich machte. Dort ist er bald nach feiner Einlieferung einem Herzschlag erlegen.

Carl Cellarius wurde am 30. Mai 1874 in Worms als Sohn des damaligen Landwirtschafts­lehrers August Cellarius geboren. Sein Vater ver­zog später nach Nieder-Keinzbach im Odenwald, um dort die Bewirtschaftung des väterlichen Gutes zu übernehmen, sodann verlegte er seinen Wohnsitz nach Darmstadt, wo der junge Carl Cellarius das Realgymnasium besuchte. Nach dem Schulbesuch widmete er sich dem Studium auf der Technischen Hochschule in Darmstadt. Nach bestandenem Examen kam er als Regierungs-Bauführer nach Worms zu dem damaligen Bau der Rheinbrücke, an dem er tat­kräftig mitgearbeitet hat. Von Worms wurde er als Regierungsbaumeister nach Friedberg und spä­ter nach Alsfeld versetzt. Hierauf war er als Groß- herzoglicher Kreis-Bauinspektor in Offenbach a. M. tätig, wo feine Ernennung zum Regierungs-Bau­rat erfolgte. Im Jahre 1917 kam er als Leiter der damaligen Kreisbauverwaltung des Kreises Gießen zum Kreisamt Gießen, wo er als Kreisbaurat, fer­ner als Provinzial-Baubeamter für die Provinz Oberheffen tätig war. Im Jahre 1925 wurde er zum Oberbaurat ernannt. Mit der Ueberführung der Kreisstraßen in den Besitz der Provinzen am 1. April 1927 kam er zur Prooinzial-Bauverwal- tung als deren Leiter und zugleich als Provinzial- Oberbaurat.

Wer das Wirken dieses Mannes zu beobachten Gelegenheit hatte, muß sagen, daß durch feinen plötzlichen Tod die Bauverwaltung unserer Provinz einen schweren Verlust erleidet. Oberbaurat Cel­larius war ein Beamter nach den besten Begrif­

fen des deutschen Beamtentums, ein Mann, dem die peinlichste Pflichterfüllung und der hingehendste Dienst für die Allgemeinheit stets das oberste Ge­setz für alles Handeln waren. Daneben bekundete er als Mensch eine vorbildliche Einstellung zu allen seinen Arbeitskameraden, ganz gleich welcher Dienst­stellung und welcher Berufsart. Von den gleichen hervorragenden Eigenschaften des Charakters und der Denkweise war sein Verhältnis zu allen übri­gen Volksgenossen bestimmt, mit denen er dienst­lich oder außerdienstlich in Berührung kam. Ein unermüdlicher Schaffer, der an sich selbst die größ­ten Anforderungen stellte. Durch fein vorbildliches Wirken hat er sich um das Bauwesen im Kreise Gießen und in der Provinz Oberhessen, ganz beson­ders um den Straßenbau, große Verdienste erwor­ben. Er war ein Mann, der stets auf Fortschritte eingestellt war und der sich gegenüber der raschen Entwicklung des Verkehrswesens und der daraus sich ergebenden Anforderungen an das Straßenbau­wesen sehr aufgeschlossen und tatfroh einstellte. Aus dieser Betrachtung der zeitgemäßen Forderungen erwuchs für ihn das vorbildliche Schaffen, das die Entwicklung des oberhessischen Straßenbaues mit seinem Namen immer verbinden wird. Jederzeit

stellt sich vor.

Er ist ein netter, frischer Zungen ein Kind unserer Zeit. Er findet sich zurecht im Leben, denn er ist ein heller Kopf. Sicher wird er es zu etwas bringen. Wir werden es mit erleben. Zede Woche wird er uns an dieser Stelle einmal begegnen §ritz der kleine Detker-Zreund.

Achtung! Schneiden Sie jede Veröffent­lichung aus, denn es ist eine Preisaufgabe damit verbunden, viele Lar- und 1OOOO Anerkennungs- Preise 1 Oie Bedingungen werden später befanntgegeben*L