Fried-
, Nicktet, der über oirch Südamerika" vihmen vorführte.
und fuhr die Gletscherflüsse entlang, in denen kein
[ ? sch lebt. Einen tiefen Einblick in eine abseitige 1 elf, in die Welt der Ureinwohner, der Indianer
bi ragt.
zflreuä und quer durch Südamerika.
Sin Sutturfilmvorlrag der Vortragsvereinigung.
Steuerbefreiung für Weihnachtsgeschenke.
* Gießen, 17. Nov. Auf dem heutigen Wochen- norkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f.Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 155 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das (ttiirf 4 bis 10, Wirsing, 7» kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 450 bis 5 Mk., Weißkraut, 7» kg 4 bis 5 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, kg 7 bis 10 Pf., 50 kg 5.50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, kg 8 bis 10 Pf., rate Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi f bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 25, fieldsalat 80 bis 90, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 33 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3.40 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 ii5 25 Mk., Tafeläpfel, N kg 25 bis 30 Pf., 50 kg 2 bis 30 Mk., Birnen, 7 kg 10 bis 20 Pf., Nüsse S bis 60 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner Ö bis 90 Pf., Blumenkohl 35 bis 55, Endivien < bis 10, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf.
1. Die Steuerbefreiung gilt nur für Arbeitneh- inr, deren Monatslohn nicht mehr als 330 Mark
mb letzten Nachfahren der Inkas, bildete jener t lmabschnitt, der an die Kultstätten, die titanischen ^festigungswerke der nahezu sagenhaft geworde- j r, n Inkas führte, deren Bauwerke heute noch voll- 1 k immen die Höhe der Kultur erkennen lassen, die
b: 5 Volk charakterisierte.
Der Filmvortrag, der in seiner Vielseitigkeit hier tum wiederzugeben ist, wurde mit dankbarem üsifall ausgenommen.
Gießener Wochen Marktpreise.
Geleitworte zum „Tag der deutschen Hausmusik"
Joseph festgenommen.
Lpb. Darmstadt, 14. Nov. Nach einer Mitteilung der Justizpressestelle Darmstadt haben die Untersuchungen in der T a l g s ch m e l z e der Firma Hermann Joseph in Darmstadt den Verdacht betrügerischer Lebensmittelver- älschunqen in einem solchen Maße verstärkt, daß der jüdische Geschäftsinhaber Jul. Joseph in gerichtliche Untersuchungshaft genommen wurde. Joseph wird sich wegen dieser Volks- und wahrscheinlich auch gesundheitsschädlichen Verstöße demnächst vor dem Richter zu verantworten haben.
Lebende Vorratskammern.
Natürliche und künstliche Nahrungsspeicher in den Pflanzen.
Don £>r. E. Walther.
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** Dresden ehrt die Stadt Gießen. Bie uns aus Dresden berichtet wird, hat der Ober- türgermeister der Stadt Dresden die im Stadtteil 1 resden-Naußlitz eröffnete Straße Nr. 21 „Gieß e- r e r Straße" benannt, um dadurch der Stadt ("ießen in Dresden eine Ehrung zu bereiten.
Gondergerichi in Gießen.
Der 59jährige Emil Stamm aus Gießen stand unter der Anklage, sich gegen § 1 des Heimtücke- lDsetzes vergangen zu haben, da er in betrunkenem Zustande den Führer des Deutschen Reiches in der i»kflätigsten Weise beleidigt hot. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte sinnlos betrun- l n war. Das Gericht bestrafte ihn daher nach 83302 StGB, (vorsätzliche oder fahrlässige Betrunkenheit) mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten und legte ihm die Kosten des Verehrens auf. Durch die Untersuchungshaft gilt die E träfe als verbüßt.
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Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, hat zum Tag der deutschen Hausmusik folgendes Geleitwort veröffentlicht: „Das deutsche Volk blickt mit Stolz auf einen Reichtum an musikalischen Werken, wie er keinem anderen Volk von Großen der Vergangenheit und Gegenwart anoertraut worden ist. Dieser Schatz an Kulturgut gehört nicht irgendeiner bevorrechtigten Klasse oder nur denen, die sich berufsmäßig mit der Musik beschäftigen, sondern dem ganzen deutschen Volk. Rechten Anteil an der Musik unseres Volkes hat aber nur, wer sich mit eigenem Tun in den lebendigen Strom der deutschen Musik einzuschalten vermag, wem Feierstunden und häusliches Leben verschönt und geadelt werden durch das was unsere Meister an Schätzen des Geistes und der Seele in Tönen uns geschenkt haben. Der „Tag der deutschen Hausmusik" will darum jeden einzelnen Volksgenossen und vor allem die deutsche Jugend aufrufen, sich den Zugang ins Land der Musik selbst zu erobern; er will zugleich ein Bekenntnis der Volksgemeinschaft sein zur deutschen Musik als dem reinsten Ausdruck deutschen Wesens."
Der Präsident der Reichsmusikkammer, Dr. Peter Raabe, schreibt: „Wenn das neue Reich bestrebt lst, mcht nur politisch, sondern auch seelisch dem deutschen Volke die Erhebung aus der Wirrnis und der Not der letztvergangenen Jahrzehnte zu bringen, so schließt das für jeden einzelnen die Pflicht in sich, dabei zu helfen, soweit es nur irgend in [einen Kräften steht. Eine der wichtigsten Aufgaben ist dabei die Pflege der Hausmusik. In einem Hause, in dem man mit Freude und Begeisterung musiziert, wird es auch sonst mit der geistigen und seelischen
Haltung gut bestellt sein. Der „Tag der deutschen Hausmusik" bringt tausend Anregungen, deren Wir» kung, wenn sie im Sinne deutschen Aufbauwillens erfaßt und zur Tat gemacht werden, von unabsehbarem Segen sein muß."
Der Reichsjugendführer widmet dem „Tag der deutschen Hausmusik" folgendes Geleitwort: „Die Hitler-Jugend betrachtet es als ihre Pflicht, die Heranwachsende Generation zur Musik zu führen. Dies kann nicht dadurch geschehen, daß die .höheren Töchter' ein wenig auf dem Flügel klimpern lernen, sondern bedeutet die Erweckung einer allgemeinen Begeisterung und Aufgeschlossenheit für Singen und Musizieren und geschehe dies auch in der primitivsten Form. Einstimmig in der Gemeinschaft gesungene Volkslieder können in einer gewissen Altersstufe, wenn sie innerlich erlebt werden, für die Entwicklung des einzelnen förderlicher sein, als das Anhören polyphoner Orchestermusik, wenn für die letztere keine Voraussetzungen be- stehen. Mißvergnügte werden dies wieder so auslegen, als lehnten wir symphonische und abstrakte Musik von vornherein ab. Dies ist ganz und gar unrichtig, denn unsere Musikerziehung will das Er- lebnis dieser höheren Offenbarung als Ziel. Wie viele HJ.-Orchefter pflegen heute schon die klassische Musik! Aber auch die Blockflöte, dieses unscheinbare und wohlfeile kleine Instrument, kann die Lust zum Musizieren erwecken und mancher, der mit ihr begonnen hat, streicht heute tapfer seine Geige. Laßt nur die Jugend Adolf Hitlers ge- währen: sie ist im Grunde ihres Wesens und in der Tat musischer als alle Generationen vor ihr!"
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Der Redner leitete seinen Vortrag mit kurzen gerichtlichen Betrachtungen über den südamerikani- den Kontinent ein und schilderte dann das Land r seiner ungeheuren wirtschaftlichen Bedeutung. Nt großem Interesse folgte man auch der lieber« c«au über die Kultur der Ureinwohner, der Inkas ikb der Azteken und ihrer großartigen Bauwerke.
Geiste führte der Redner die Zuhörer nach der hrrlichen Stadt Lima an der Westküste, in die £ ndschaft Chiles und des Goldlandes Peru, in das blivianische Hochland, an die Küste des Pazifik ulb zeigte schließlich den Siegeszug der modernen Tchnik auf, die die riesigen Strecken der Corriera, bi- Pampa, der Wüsteneien überwandt und mit nobernen Mitteln die Schätze des Landes hebt.
Die Angeklagte Katharine Dittkrist aus Vallendar (Rheinland) beleidigte die Reichsregierung in einer Wirtschaft in Butzbach und wurde dafür zu 18 Monaten Gefängnis, sowie zur Kostentragung verurteilt. Don dieser Strafe gelten 6 Wochen durch die Untersuchungshaft als verbüßt.
Der als österreichischer Flüchtling sich ausgebende Karl H i e s b e r g e r, der u. a. auch in Gießen längere Zeit war, hat die ihm gewährte Gastfreundschaft schändlich mißbraucht. Der Angeklagte ist schließlich — und hiermit befaßte sich gestern das Sondergericht — soweit gegangen, daß er den Gauleiter und andere führende Persönlichkeiten der Bewegung beleidigt und unwahre Behauptungen über diese an dritte Personen weitergegeben hat. Das Sondergericht zeigte dem Angeklagten durch Auferlegung einer Gefängnis st rafe von Zehn Monaten bei Kostentragung, was es von seinem Verhalten hält. Der bereits mehrere Monate in Untersuchungshaft gesessene Angeklagte erhielt davon nichts auf die Strafe angerechnet.
rung ist es auch, daß die Kartoffeln nicht auf einem Fleck, sondern ziemlich verstreut in der Erde liegen, entweder lose ober noch an den Ausläufern hängend. Auch das ist eine wichtige Vorsorge für das nächste Jahre! Diese „Ausläufer" dienen nämlich dazu, die Knollen in einem gewissen Abstand zu halten, um damit den im nächsten Frühjahr daraus keimenden Pflanzen genug Platz zu verschaffen. Daß jede Knolle nicht nur eine, sondern mehrere Pflanzen hervorbringen kann, weiß ja jede Hausfrau vom lästigen „Frühjahrskeimen" der Kartoffeln im Keller, bei dem aus jedem „Auge" ein Keim hervorschießt. Diese in Vertiefungen der Knolle liegenden „Augen" sind nämlich nichts anderes als Knospen, die völlig den normalen, oberirdischen Knospen entsprechen — und ebenso stellt die Kartoffel durchaus keine Wurzelbildung, sondern eine Anschwellung von unterirdischen Stengeln dar. Das erkennt man übrigens auch an den kleinen Schuppen, die an den Augen junger Knollen sitzen: es sind zurückgebildete Blätter, die niemals an Wurzeln vorkommen, sondern stets ein Kennzeichen des Stengels sind.
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Das diesjährige Konzert bestritten der Vereinschor und die Kapelle des Infanterie-Regiments 116. Der ungefähr 70 Stimmen zählende Chor verfügt besonders in seinen Bässen über ganz ausgezeichnetes Material. Nicht ganz auf der gleichen Höhe standen diesmal die Tenöre, doch mag sich auch die gerade für diese Stimmgruppe besonders gefährliche derzeitige Witterung ungünstig ausgewirkt baden. Der Verein begann die Folge mit dem schönen, alten Chor von Dürrner: „Sturmbeschwö- rung", der die Vorzüge des Chores in helles Licht etzte. Auch der zweite Chor, „Lenzlied" von Wendel, geriet sehr gut, während in dem Pilgerchor von Wagner sich die Verbindung zwischen Chor und Orchester nicht einstellen wollte. Von den übrigen Liedern seien noch als besonders gelungen erwähnt: „Der frohe Wandersmann" und „Abschied" von Kirchl. Der am Schluß gesungene Chor mit Orchester „Radetzky-Marsch" mußte wiederholt werden. Der Leiter des Vereins, Herr Chor- meister Jlae, der während des Konzertes be- onders geehrt wurde, hat sich durch - seine Tätigkeit erhebliche Verdienste um den Verein erworben. Er leitete das Konzert in überlegener Weise.
Den instrumentalen Teil bestritt die Kapelle des Regiments 116 unter Musikmeister Wohlfahrt. Die in ihrer Zusammensetzung junge Kapelle ist bis jetzt noch zu keiner Einheit verschmolzen, doch wurde in rhythmischer Hinsicht schon sehr erfreuliches geleistet. Die gewählten Stücke paßten sich mit einer Ausnahme gut in die Folge ein.
Am Ende des Konzertes ergriff das Vereinsmit- siied Zimmer das Wort und wies darauf hin, )aß auch in schwerster Zeit die Gesangvereine das deutsche Lied gepflegt hätten trotz Niggerjazz und daß sie auch ferner ein Hort des Deutschtums bleiben wollten. Er forderte die Jugend auf, in die Reihen der Gesangvereine einzutreten, um mit ihnen den gleichen Idealen zu dienen.
Das Konzert war gut besucht. Auch Sanges- reunde von Gießen und Marburg hatten sich eingefunden.
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Mit großer Freude verfolgte man dann die Filrn- bider, die die vielen Erscheinungsformen des Lebens bir dortigen Bevölkerung bewußt werden ließen. Dan lernte die Schönheiten der Landschaft ken- nm, die feuerspeienden Berge und die klaren Seen, mn folgte dem ärmlichen Fischer auf die Jagd luch dem gefährlichen Schwertfisch und nach den pampen Seelöwen, stand im Geiste neben den achtern der Guanobänke, die die Vögel hüteten, d- mit sie im Brutgeschäft nicht gestört würden. T an sah und hörte von den originellen Landungs- nsthoden an jenen Küstenstrichen, die die Anlage eines Kais nicht gestatten, stieg mit hinaus in die großartige Bergwelt der Kordilleren und der Anden
Ein wertvolles Geschenk für Grünberg.
+ @ r ü n b e r g, 16. Nov. Aus dem Nachlaß des verstorbenen Heimatgeschichtsforschers, Professor Dr. R o e s ch e n (Laubach), hat dessen Sohn dem hiesigen Archiv eine wertvolle Urkunde a l s Geschenk überwiesen. Die Urkunde, auf Pergament geschrieben mit teilweise noch gut erhaltenen Siegeln versehen, stammt vom Landgrafen Philipp dem Großmütigen und ist datiert vom 28. Oktober 1557. Sie besagt, daß die „lieben, getreuen Bürgermeister, Rat, Gemeinde und Untertanen" seiner „lieben Stadt Grünberg" gegenüber etlichen Personen zu Basel für 20 000 Gulden Hauptgeld und 1000 Gulden Zinsen für den Landgrafen Bürge zu sein gelobt haben. Der Landgra verspricht, daß die Stadt Grünberg durch diese Bürgschaft keinen Schaden erleiden soll „weder geisllich noch weltlich", auch wenn die Bezahlung der Hauptsumme oder der Pension (Zinsen) mit einiger Säumigkeit oder Hinderung geschehe. Diese Urkunde, die in Glasers Geschichte Der Stadt Grünberg erwähnt wird, ist nun die älteste Originalurkunde unseres städtischen Archivs, denn der weitaus größte Teil der älteren Urkunden unserer Stadt ist im Staatsarchiv zu Darmstadt. Dieses hatte viele von ihnen zu der Heimatausstellung anläßlich der 750-Jahrfeier im Sommer dieses Jahres der Stadt leihweise überlassen. —
Konzert des Gesangvereins „Cäcilia" Lich.
~a— Lich, 16. Nov. Der Gesangverein „Cäcilia" Lich ist einer der ältesten Männerchöre unserer engeren Heimat. Er kann in nächster Zeit sein hundertjähriges Bestehen feiern. Was dieser Zeitraum für einen Verein bedeutet, das kann nur der ermessen, der selbst in der Arbeit eines solchen mitwirkend tätig ist. Wieviel Liebe zum deutschen Lied, wieviel Opferfreudigkeit und wieviel mühevolle Arbeit liegen da eingeschlossen. Daß die „Cäcilia" diesen langen Weg ohne erhebliche innere und äußere Störungen zurücklegen konnte, das liegt erstens daran, daß sie immer bodenständig blieb, d. h. immer dem echten deutschen Lied eine Pflegestätte bereitete, weiter daran, daß ie, geführt von einer Anzahl wirklich begabter Dirigenten, stets voranschreitend, sich durch ihre Leistungen Oie Anerkennung und Freundschaft weiter Kreise errungen hat. Dieses Zielbewußtsein zeigte sich rein äußerlich, daß in jedem Jahr ein konzert abgehalten wurde, in dem der Verein von einem Streben und seiner Leistung Zeugnis ab- legte.
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Wir finden es ganz selbstverständlich, daß wir auch im Winter einen großen Teil unseres Nahrungsbedarfs mit Hilfe der Pflanzen decken können — und zwar brauchen wir frische, nicht nur künstlich konservierte Pflanzen, um genügend Vitamine zur Verfügung zu haben. Aber eigentlich ist es doch eine recht seltsame Tatsache, daß wir auch bei Schnee und Kälte, wenn draußen alles pflanzliche Leben ruht, im Keller stets frisches Gemüse haben können. Das ist nur dadurch möglich geworden, daß die Natur gewisse Pflanzen als „lebende Vorratskammern" eingerichtet, d. h. mit Nahrungsstoffen für den Winter versehen hat. Der Mensch hat allerdings der Natur auch aus diesem Gebiet erfolgreich Konkurrenz gemacht, und gerade unsere wichtigsten Winterpflanzen sind ausschließlich durch Züchtung entstanden. Der nachstehende Artikel berichtet über diese Dinge etwas näher.
Mit an erster Stelle in unserer Winterversorgung steht heute die Kartoffel. Früher wurde dieser aus Südamerika eingeführten Nutzpflanze bekanntlich der heftigste Widerstand entgegengesetzt, und erst den Bemühungen Friedrichs des Großen ist es gelungen, sie bei uns als Volksnahrungsmittel einzubürgern. Der bald darauf einsetzende Siegeszug der Kartoffel durch ganz Deutschland war natürlich nur auf Grund ihrer hervorragenden Eigenschaften möglich, deren wichttgste neben ihrer Anspruchslosigkeit, Ertragshöhe und gutem Geschmack ihre Fähigkeit ist, in einzig dastehendem Ausmaße Stärke neben geringen Mengen Eiweiß aufzuspeichern. Alle diese günstigen Eigenschaften ind aber der Kartoffel nicht von Natur zu eigen, andern weitgehend ein Produkt langjähriger Kultivierung; erst durch fortgesetzte Auslese der geeignetsten Pflanzen sind die heuttgen Formen gezüchtet worden.
Die Grundlage für alle Züchtungen ist die Knollenbildung Der Kartoffel, die von Natur aus dazu bestimmt ist, die Pflanzen auch während der ungünstigen Jahreszeit zu erhalten — in ihrer milden Heimat, in der es keine strengen Winter gibt, ist das in der Erde möglich — und zu vermehren. Das wird in der Weife erreicht, daß während des Sommers jede Kartoffelpflanze eine größere Anzahl von Knollen, die durch eine feste Schale gegen die Vertrocknung geschützt sind, mit Nährstoffen füllt, um daraus im nächsten Frühjahr neue Pflanzen aufzubauen. Dieser Leistung liegt die Fähigkeit aller grünen Pflanzen zugrunde, mit Hilfe des Sonnenlichtes und des grünen Blattfarbstoffes aus der Kohlensäure der Luft Nahrungsstoffe aufzubauen. Da diese Leistung aber erst möglich ist, wenn die dazu nötigen grünen Laubblätter vorhanden sind, muß die Entwicklung bis dahin aus Reserve st offen bestritten werden, wie sie eben die Kartoffelknolle enthält. Eine solche „leere" Mutterknolle kennt jeder, der einmal Kartoffeln geerntet hat, da sie fast stets inmitten der neuen Kartoffeln als eingeschrumpfter, halb verfaulter Rest zu finden ist. Eine alltägliche Ersah-
Einen natürlichen Ueberwinterungsspeicher benutzen wir dagegen bei den Hülsenfrüchten (Erbse, Bohne, Linse) und zwar den Samen. Bei diesen Pflanzen ist er dafür bestimmt, den Winter zu überstehen und daher gegen Austrocknung sehr gut geschützt, außerdem speichert auch er Nahrungsstoffe, um daraus im nächsten Frühjahr die Keimpflanze aufzubauen. Allerdings sind auch diese Gemüsepflanzen durch Züchtung für unsere Zwecke weitgehend verbessert worden.
Den Samen in Form der Frucht — das ist botanisch der Samen mitsamt einer aus dem Fruchtknoten entstandenen Hülle — genießen wir vor allem beim Winterobst, dessen Haltbarkeit und Schmackhaftigkeit ursprünglich der Erhaltung und Vermehrung der Pflanze dient. So ist bei den Nüssen der Samen der schmackhafte Kern, der be«
Auch die in den W urz e l n gesammelten pflanzlichen Stoffe sind für uns eine wichtige Nahrungsquelle im Winter, da sie von Natur aus ebenfalls für die Erhaltung der Pflanze in der schlechten Jahreszeit eingerichtet sind. Allerdings stellen diese „Wurzelgemüse", wie Möhre, Schwarzwurzel, Sellerie, rote Rübe, Kohlrübe usw., weitgehend Produkte langjähriger Kultivierung durch den Menschen dar. So hat die Ausgangsform unserer Möhren, die wilde Möhre, eine dünne, verästelte, weiße Wurzel, die hart und holzig ist. Erst durch langfristige Züchtung, vor allem aber durch dauernde Auslese geeigneter „Mutattonen" wurden unsere Kulturformen gewonnen. Einen merkwürdigen Uebergang von den zuerst erwähnten „Stengel- speichern" zu diesen „Wurzelspeichern" bildet der Rettich; er verwendet sowohl Teile des Stengels als auch der Wurzel zu diesem Zweck.
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Bei manchen P stanz en haben wir es ausschließlich der Kultivierung zu verdanken, wenn wir von ihnen Nahrungsstoffe in haltbarer und schmackhafter Form erhalten. Das gilt vor allem für die wirtschaftlich wichtigsten Wintergemüse, nämlich die Kohlarten: Rot- und Weißkraut, Wirsing, Braunkohl, Rosen- und Blumenkohl. Alle diese Gemüse sind ursprünglich Spielarten einer einzigen Stammart, die allerdings schon feit Jahrtausenden von der Menschheit für Nahrungszwecke gezüchtet worden sind. Dementsprechend haben die durch Züchtung erreichten „Nahrungsspeicher" meist keinerlei Nutzen für die betreffenden Pflanzen — im Gegenteil, ihre natürliche Entwicklung ist mehr oder minder geschädigt. So stellt der Blumenkohl im botanischen Sinne geradezu eine Monstrosität dar, denn die oberen Blätter und Blütenstiele der ursprünglichen Pflanze sind zu einer weißen, fleischigen Masse umgebildet, und die Blüten sind völlig degeneriert. Auch beim Rot- und Weißkraut wird die Blütenbildung meist unterdrückt, da der „Kopf" aus fleischigen Grundblättern besteht, die sich um den ebenfalls dickfleischigen Strunk legen; zur Blüte kommt es erst im zweiten Jahr, wenn das Kraut „schießt".
DNB. Einmalige Zuwendungen von Arbeitgebern ar ihre Gefolgschaftsmitglieder zu Weihnachten Weihnachtsgeschenke) sind im Kalenderjahr 1936 . rn der Einkommensteuer (Lohnsteuer) und Schen-
; etner fungsfteuer befreit, wenn folgende Voraussetzungen
emllt sind:
{‘/'Wit L. Die einmalige Zuwendung muß in der Zeit y * ®* '- |im 25. November bis 24. Dezember 1936 erfolgen, f 5. Die einmalige Zuwendung muß über den vertraglichen (tariflichen) Arbeitslohn hinaus gewährt tvrden. Sie kann in Geldleistungen ober in Sach- rvrten bestehen.
3. Die einmalige Zuwendung darf die Höhe eines Donatslohnes nicht übersteigen.
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In der Neuen Aula vereinigte die Vortragsver- ei igung (Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein) ■»n . g lern abend wieder einmal ihre Mitglieder zu
Ku avlieselv! ei em Filmvortrag, der in zwei Stunden eine Fülle ilt un. fn, . I nn Wissenswertem und Anregendem brachte. Die lOigerw« x-rtragsvereinigung hatte Curt Backeburg ver- unh I Mchtet, der über seine Reisen „Kreuz und quer
verschieden > ■ Südamerika" sprach und dabei seine Filmauf-
vnd SradicI J bie bie lempai Ibfttatia aufze^ mg unc> Mch, I
Derartige unterirdische Ueberwinterungs rgans von Pflanzenstengeln machen wir uns auch bei den Zwiebeln (Küchenzwiebel, Porree usw.) zunutze. Hier sind wiederum die Blätter zu unterirdischen Speichern umaebildet — sie stellen die Hauptmasse der Zwiebel dar, während Der verkürzte Stengel öen innersten sogenannten Zwiebelkuchen bildet. Aehnlich wie bei der Kartoffel werden im Frühjahr der Zwiebel die gespeicherten Stoffe zum Aufbau der neuen Pflanze entzogen, und die alte Zwiebel geht zugrunde. Doch die übrige Entwicklung ist bei weitem komplizierter als bei der Kartoffel. Die grüne Pflanze sammelt nämlich die im Laufe des Sammers gewonnenen Nährstoffe in einer einzigen neuen Zwiebel, die seitlich im obersten Blatt Der alten entsteht. Wenn diese ganz „gefüllt" ist, vertrocknen die oberirdischen Laubblätter, die „Zwiebel aieht ein" und kann geerntet werden. Da durch diesen Vorgang wohl die Ueberwinterung gewährleistet, aber keine Vermehrung erzielt wird, entstehen zu letzterem Zweck an anderen Stellen besondere ,Brutzwiebeln". Noch bei einem anderen Wintergemüse benutzen wir im Stengel gespeicherte Nährstoffe der Pflanzen, jedoch oberhalb der Erde, nämlich beim Kohlrabi.
Da der Laie die schwer lesbaren, oft auch tatet» I nich abgefaßten Inschriften nur mit Schwierigkei- I fe: entziffern kann, wird man es dankbar begrü= I ße_, daß der Landschaftsbund Volkstum und Hei- | tni am morgigen Buß- und Bettag eine kunst- und ? hematgefchichtliche Führung über den Alten Fried- . ho unternimmt, zu der jedermann willkommen ist. sjtrf) einem Rundgang unter Führung des verdiente, Heimatpflegers Stadtbaurat G r a v e r t wird ech die neu hergerichtete Friedhofskapelle besich- Itic und über ihre 400jährige Baugeschichte berichtet tuirben. Den Abschluß bilden einige musikalische und längliche Darbietungen des Singkreises des LVH. in der Kapelle. Zu dieser Veranstaltung wird die Bvölkerung unserer Stadt herzlich eingeladen. T«fspunkt um 15.15 Uhr vor der Alten ~ hqs-Kapelle.
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