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Nr. 270 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Dienstag, 17. November 1036

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Wir alle sind die Soldaten Adolf Hitlers."

Oer Reichskriegsminister vor den Gauamtsleitern auf der Ordensburg Vogelsang.

Soldat und Kultur.

Von Dr. Erich Schmidt.

Die Aelteren unter uns erinnern sich einer ge­wissen zersetzenden, meist jüdischen Presse, die vor dem Krieg den Offizier und Soldaten fast aus­schließlich nur als Witzblattfigur darstellte. Gegenüber den Heldenleistungen der deutschen Heere im Weltkriege ist ihnen dann das Spotten vergan­gen. Heute ist dieser zerstörenden Presse ihr Hand­werk für immer gelegt. Aber doch gibt es noch manche, die der falschen Auffassung sind, das Wesen deutschen Soldatentums erschöpfe sich in den Schwen­kungen auf dem Exerzierplatz und in den hellen Kommandos auf dem Kasernenhofe. Ihnen gegen­über schreibt Generalleutnant von Metzsch in seinem WerkSchlummernde Wehrkräfte" sehr mit Recht:Wehrpolitik muß dreispännig gefahren wer­den. Die drei Schimmel des Gespannes heißen: Wehrmacht, Wirtschaft und Kultur. Eine unwirtschaftlich aufgebaute Wehrmacht mutz ebenso scheitern, wie eine militärisch ungeschützte Wirtschaft. Und beide, die Wehrmacht wie die Wirt­schaft, werden versagen, wenn sie nicht von einer Kultur durchflutet sind, die jedem waffentragenden oder in der Wirtschaft stehenden Volksgenossen wertvoll genug erscheint, um sich mit Gut und Blut für diese Kultur einzusetzen."

Auf die tiefinneren und lebendigen Zusammen­hänge zwischen Soldatentum und Kultur kommt es uns hier an. Sie werden gerade von der preußisch- deutschen Geschichte in einer überwältigenden Größe aufgezeigt. Je mehr wir das erkennen und je stär­ker wir hieraus die Schlußfolgerungen ziehen für unfeve Gegenwart, desto unüberwindlicher wird die Macht unseres Deutschtums sein.

Die Haltung des preußischen Staates wurde be­stimmt durch das preußische Ethos. Es war der preußische P f l i ch t b e g r i f f, der als poli­tischer Begriff in dem sonst so unpolitischen Raum des damaligen Deutschtums die Besten aller deut­schen Stämme wie ein Magnet anzog. Zwei Dinge sind es, die das preußische Ethos ausmachten: G e - setz und Freiheit. Unter Gesetz in diesem Sinne ist nicht der Buchstabe von Paragraphen, sondern die innere Bindung an das sittliche Gebot der Hingabe für den Staat zu verstehen. Freiheit aber war für den Preußen seine Frei­willigkeit der Hingabe, seine freie Ent­schließung für die Erfüllung des Gesetzes der Pflicht, wie Kant es zum Ausdruck brachte.

Aus diesem preußischen Ethos erwuchs das preußische Soldatentum, die Geschlossen­heit des preußischen Staates durch eine Gleichheit, die alle umschloß vom König bis zum jüngsten Rekruten: nämlich die Gleichheit gegenüber der Erfüllung der Pflicht als oberstem Gebot. Aber neben dem preußischen Ethos stand damals das Geistesleben,das Bildungsreich der Deutsche n". Beide gingen ihren Weg für sich, so daß selbst noch Schiller die Worte niederschrieb: Zur Nation euch zu bilden, ihr hofft es Deutsche, vergebens; bildet, ihr könnt's, dafür freier zu Meu­chen euch aus." Ohne Verbindung mit dem Solda­tentum verlor sich so der deutsche Humanismus in ein Weltbürgertum und ohne die Verbindung des Soldatentums mit dem deutschen Geistesleben ver­flachte es zu rein Berufsmäßigem. Solange die ge­waltige Persönlichkeit des großen Königs an der Spitze des preußischen Staates stand, wurde diese Lücke noch nicht zur Gefahr. Als aber der große König die Augen geschlossen hatte, da wurde das Fehlen der tiefinneren Verbindung von preußischem Soldatentum und deutscher Geisteskultur zur Ur­sache des Verhängnisses von Jena und Auerstadt. Erst im Unglück von Tilsit fanden sich diese beiden tragenden Kräfte deutschen nationalen Lebens zu einer Einheit zusammen.

Kein anderer hat das klarer ausgesprochen als der große Historiker Heinrich von Teitschke, dessen Werk uns auch heute noch so unendlich viel zu geben vermag. In seinerDeutschen Geschichte im 19 Jahrhundert" schreibt er über Preußens Erhebung-Indem der Staat sich innerlich zusam­menraffte, machte er sich alles zu eigen, was Deutschlands Dichter und Denker während der letz­ten Jahrzehnte über Menschenwürde und Menschen- freiheit, über des Lebens sittlichen Zweck gedacht hat­ten Er vertraute auf die befreiende Macht des Geistes, ließ den vollen Strom der Ideen des neuen Deutschlands über sich hereinfluten. erft wurde Preußen in Wahrheit der deutsche Staat, die Besten und Kühnsten aus allen Stämmen des Vaterlandes, die letzten Deutschen sumelten sich unter den schwarzundweißen zahnen. Der schwungvolle Idealismus emer lauteren Bil­dung wies der alten preußischen Tapferkeit und Treue neue Pflichten und Ziele, erstark e selber in der Zucht des politischen Lebens zu opferfreudiger Tatkraft, Das alte, harte kriegerische Preustenklm und die Gedankenfülle der modernen deutschen Bil- düng fanden sich endlich zusammen, um Nicht wie­der voneinander zu lassen."

In der Tat entdeckte sich damals das Deutschüim förmlich selbst durch die Befreiung der deutschen Bildungsidee von geistig-fremder Bevormundung. Im Jahre 1803 waren, um nur einiges herauszu­greifen, bereits Ludwig T i e ck sMinnelieder aus dem schwäbischen Zeitalter" erschienen die das Verständnis für alte deutsche Volkskunst und alte deutsche Volkslieder weckten; 1806 gaben *Id)im v. Arnim und Clemens Brentano Des Kna­ben Wunderhorn" heraus, die grundlegende Samm­lung deutscher Volkslieder, zu der noch heute mir immer wieder greifen. Dann folgten 1807Die deutschen Volksbücher" von Josef Gorres und von 1812 bis 1813Die Kinder- und Hausmarchen der unvergeßlichen Gebrüder Grimm.

Im preußischen Offizierkorps selbst fand das deutsche Geistesleben lebendigsten Eingang. Als

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Im Rahmen der Gauamtsleitertagung der NSDAP, auf der Ordens­burg Vogelsang sprach Generalfeldmarschall von Blomberg. Wenn er gerade vor den Gauamts­leitern der NSDAP, das Wort ergreife, dann des­wegen, weil die Uebereinftimmung von Volk und Staat der eigentliche Kern des Na­tionalsozialismus sei.Sie wissen", wandte der Reichskriegsminister sich an die Gauamtsleiter,daß der Führer das neue Deutschland auf zwei Grund­pfeiler aufgebaut hat, die Partei einerseits, die als politischer Willensträger das Volk politisch führt, formt und erzieht, und der Wehr­macht anderseits, die als einziger Waffen- t r ä g e r d i e Nation militärisch zu betreuen hat. Diese klare Aufgabentrennung ist notwendig im In­teresse der sachlichen Arbeit.

So klar die Ausgaben von Partei und Wehr­macht getrennt sind, so fest und stark muh das Vertrauen sein, das beide mitein­ander verbindet. Wir ziehen alle an einem Strang und arbeiten alle für das gleiche Ziel. Die Grundlage des gemein­samen Vertrauens aber kann nur die natio­nalsozialistische Weltanschauung sein, denn wir alle sind die Soldaten Adolf Hit­lers. Nationalismus und Sozialismus find ja in tiefstem Sinne dasselbe, und ein guter Sol­dat muh auch ein guter Nationalsozialist sein." Generalfeldmarschall von Blomberg sprach dann

An der Front vor Madrid, 17. Nov. (Dom Sonderberichterstatter des DNB.) Die im Nordwesten über den Manzanares in das Weich­bild Madrids eingedrungenen nationalen Truppen der Oberstleutnante Asensio und Delgado kämpften sich in südlicher Richtung bis zum größten Gefäng­nis Madrids, dem Carcel Modell, weiter vor. In diesem Gefängnis hatten die Kommunisten zu Beginn der nationalen Erhebung unglaubliche Verbrechen verübt. Viele bekannte 'rechtspolitische Persönlichkeiten wurden hier ermordet. Die roten Milizen hatten sich in den großen Neubauten der Universitätsstadt verschanzt, so daß jedes Ge­bäude einzeln erobert werden mußte, darunter auch das große Universitätskrankenhaus und das Valas- guez-Haus, ein bekanntes Künstlerheim.

Während des Vormarsches der nationalen Truppen durch den zwischen der Universitäts­stadt und der Wadrider Innenstadt gelegenen Woncloa-Park ereignete sich ein Vorfall, der für die hinterhältige Kriegsführung der Warxisten bezeichnend ist. Die Zugangsstrahen waren plötzlich durch Lastkraftwagen versperrt, die mit Frauen und Kindern voll beseht waren. Dahinter hatten sich die

G n e i f e n a u noch alsvergessener Hauptmann" in Schlesien stand, da verfolgte er nicht nur jeden Zug Napoleons, um sich in die Dämonie seiner Feldherrnkunst als Voraussetzung der Ueberwindung des Korsen hineinzuarbeiten. Damals wurden an langen Winterabenden in der schlesischen Armee auch Dramen gelesen. Am 16. Juni 1815 hat Gnei- senau durch feinen berühmten Marsch nach Norden das Geschick Napoleons endgültig besiegelt. Später aber als kommandierender General in Koblenz war fein Haus ein Mittelpunkt geselligen deutschen Geisteslebens.

Arndt und Fichte wurden in Preußen die Künder des Idealismus deutschen Geistes. Am Ge­burtstag des großen Königs wurde im Jahr 1809 die Berliner Liedertafel gegründet. Unter den zahlreichen Offizieren, die ihr beitraten, befan­den sich Kleist und Arnim. Am Gründungstage der preußischen Monarchie im Jahre 1811 wurde eine christlich-deutsche Tischgesell­schaft ins Leben gerufen, die Clausewitz Fichte und weitere hervorragende Männer zu den ihrigen zählte. Kein Geringerer als Napoleon selbst empfand die Gefahr, die ihm aus der Verschmel­zung preußischen Soldatentums und deutscher Gei­steskultur drohte. So suchte er, die aufgeschlossene Männer der militärischen Erneuerungsbewegung Preußens beim preußischen König zu verdächtigen, indem er zu dem preußischen Bevollmächtigten, Ge­neral Krusemark, sagte, in Frankreich hätte die Canaille Revolution gemacht, in Preußen sei d i e Armee drauf und dran, es zu tun.

Die Verschmelzung des deutschen Geisteslebens mit dem preußischen Soldatentum führte zu der Nation in Waffen. Von dem Pflichtbegriff Kants her leitete sich die sittliche Begründung her für den Einsatz jedes einzelnen, der die allgemeine Wehrpflicht zur Selbstverständlichkeit werden ließ. Fichte aber gab den Deutschen den Nationalstolz, der die Grundlage wurde, auf der Bismarck das einheitliche Reich errichten konnte. In der Sprache

über das ProblemSoldatisches Führer- tum und Vorgesetzte". Er erklärte, daß hier spitzfindige Untersuchungen nichts nutzten: Ob Vor­gesetzte oder Führer, ob Untergebene oder Gefolg­schaft, die Wehrmacht braucht ft r a f f ft e Man­neszucht, blindesten Gehorsam, ja, Gehor­sam gegen die eigene Ueberzeugung und Härte in der Lebensführung, mehr Härte und Gehorsam als jede andere Organisation. Unter all diesen Äußerlichkeiten darf die Kameradschaft nicht leiden. Nur soll man auch hier nicht in den Fehler verfallen, Kameradschaft gleichzusetzen mit Anbiederung, Formlosigkeit und Weichheit. Wir wollen gewiß in der Wehrmacht Kameradschaft vom General bis zum jüngsten Rekruten, und wir haben sie. Wir sehen die Ehre des Offiziers nur in der Erfüllung größter Pflicht. Wir wollen allen Gehorsam, der auf das Vertrauen zwischen Füh­rung und Mannschaft beruht, aber auch jenen Ge­horsam, der dem Inhaber des Amtes gilt, ganjj gleich, ob er eine Kompanie schon Jahre hindurch führt oder ob er mitten in der Schlacht an die Stelle eines gefallenen Vorgängers tritt. Ich glaube, daß die Erziehung unserer Soldaten nach diesen Grundsätzen nicht nur der Wehrmacht, sondern auch der Partei und dem ganzen deutschen Volke dient, das in dieser charakterlichen Schulung und Er­ziehung unserer Jugend den größten Nutzen der allgemeinen Wehrpflicht sieht.

5um Schluß seiner Rede führte Generalfetd- marschall von Blomberg das Work Friedrichs des Großen an, daß nur die großen Bei­

rätenHelden" v e r f ch a n z l, um auf diese feige und gemeine Art das Vorrücken der nationalen Truppen zu verhindern. Die Natio­nalisten machten unter diesen Umständen auch tatsächlich von der Schußwaffe keinen Gebrauch, fie umgingen jedoch die Lastkraftwagen und stürzten sich mit aufgepflanztem Sei­tengewehr auf die überraschten roten Hor­den, denen sie schwere Verluste zufügten. Der Vormarsch konnte dann ohne weitere Behin­derung fortgesetzt werden.

Die am Montag von den Roten gesprengten Manzanares-Brücken, die Franzosenbrücke und die Königsbrücke, sind von den nationalen Pionieren durch rasch gebaute Notbrücken ersetzt worden, so daß bereits am Dienstagfrüh eine Abteilung unter Führung des Obersten Barion mit Panzerwagen den Manzanares überschreiten und auf der gegenüber liegenden Seite feste Stellungen beziehen konnte. Die nationalen Flieger hatten durch Aufklärungs­flugzeuge festgestellt, daß in dem nördlichen Vor­ort Cuatro Caminos bedeutende Zusammen­ziehungen roter Milizen stattfanden, die offenbar die Absicht hatten, sich mit den im Süden der Stadt

sah Fichte das Kriterium des Volkes. Wir Deutsche, so folgerte er, sind damit die einzige Urnation Eu­ropas, denn die anderen haben eine vom Latei­nischen abgeleitete Sprache.

Für die noch lebende Frontgeneration ist der Krieg zum Erlebnis der Einheit von Solda­tentum und Kultur geworden. Denn damals haben wir es gefühlt, daß der Soldat ein empfin­dungsgemäßes Wissen um den Wert der deutschen Kultur haben muß, wenn er freudig fein Leben bingeben soll für die Erhaltung der Nation. So stellen wir uns heute unter das Wort des unver­gessenen Generalstabschefs Graf Schlieffen, das er feinen Generalstabsoffizieren immer wieder als Richtschnur für ihr Handeln einprägte:Viel leisten, wenig hervortreten, mehr sein als scheine n." Hinter uns liegt eine Zeit, deren Maxime die Umkehrung dieses Wortes gewesen ist. Heute aber lernt der junge Deutsche in der harten Schule der militärischen Erziehung wieder, daß es die Aufgabe des Soldaten ist, viel zu leisten, mehr zu fein als zu scheinen. Auch für die lebendige deutsche Geisteskultur soll dieses Wort in ihrem Sinne Geltung haben. Dann wird aus der stetigen Wechselwirkung zwischen Saldatentum und Kultur der ewige Quell des deutschen Lebens strömen. Aus ihm wird das deutsche Wesen seine Kräfte schöpfen zu seiner Erhaltung. Von ihm wird das deutsche Volkstum sicher getragen fein.

Aufhebung der Reichsbahndireltion Ludwigshafen.

Berlin, 16. Nov. Die im Zuge der Verein­fachung der Reichsbahnverwaltung geplante Auf­lösung der Reichsbahndirektion Ludwigshafen wird zum 1. April 1937 durchgeführt. Ihre Strecken werden unter die benachbarten Reichsbahn­direktionen Saarbrücken und M a i n * aufge­teilt mit Ausnahme zweier kurzer Streckenabschnitte,

spiele und Vorbilder die Menschen er­ziehen und formen.Wir haben das Glück", erklärte von Blomberg unter tosendem Beifall, daß wir nicht um Jahrzehnte und Jahrhun­derte zurückgreifen müssen, um ein Vorbild zu suchen. Mitten unter uns lebt dec Mann, den das neue Deutschland, Partei und Wehrmacht ihr Dasein verdanken. Ihm nachzuleben und ihm zu folgen, ist einfachste Dankes- und Ehrenpflicht. Es sollte in ganz Deutschland bei allen Menschen und bei den Organisationen aller Art kein anderer Raum für Ehrgeiz und Wettbewerb vorhanden sein als der, dem Vorbild Adolf Hitlers möglichst nahe zu kommen. Darin sieht auch die Wehr­macht ihre Ausgabe und damit trifft sie sich mit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter­partei."

Die Schlußworte gingen unter in dem tosenden Ju­bel der Gauamtsleiter. Burgkommandant Man­derbach dankte dem Generalfeldmarschall für seine Worte und brachte auch den Dank aller An­wesenden an Generalfeldmarschall von Blomberg für die große Leistung der Schaffung der neuen nationalsozialistischen Wehrmacht zum Ausdruck. Dem Vortrag wohnte Reichsleiter Dr. Ley, Gau­leiter G r o h e, Hauptamtsleiter Selzner und Generalleutnant K üh n e, der Divisionskommandeur von Köln, bei.

kämpfenden Marxisten zu vereinigen. Um dies zu verhindern, hielt die nationale Artillerie von der Universitätsstadt aus d i e Verbindungs st ra­tz en zwischen dem Norden und dem Süden der Stadt am Montag den ganzen Tag über unter Feuer, so daß die Roten im Norden der Stadt völlig abgeschnitten wurden und ihren an den Ufern des Manzanares kämpfenden Genoffen nicht mehr zu Hilfe kommen konnten.

Außer den 10,5= und 15,5-Zentimeter-Geschützen schoß auch eine 21-Zentimeter-Kanone Granaten auf eine im Stadtteil R o s a l e s gelegene B e - f efti gung der Roten. Die rote Artillerie schwieg fast den ganzen Tag über und fetzte ledig­lich einige 7,5-Zentimeter-Granaten planlos auf das gegenüberliegende rechte Ufer des Manzanares. Die Granaten krepierten größtenteils nicht, was auf eine Sabotage bei den Kommunisten zurückgeführt wird.

Die nattonalen Flugzeuge belegten ferner die Montana-Kaserne so erfolgreich mit Bom­ben, daß sie von der roten Besatzung geräumt werden mußte. Die riesigen Rauchschwaden, die sich als Folge des Bombardements ergaben, bildeten infolge des windstillen Wetters eine grau- schwarze Wolkenwand über Madrid, die noch bei Eintritt der Dämmerung sichtbar war.

die zur Reichsbahndirektion Karlsruhe kommen. Die Stadt Ludwigshafen soll für den Verlust der Reichs­bahndirektion in der Weise entschädigt werden, daß dort eine Anzahl Verkehrskontrollen zu einer großen Verkehrskontrolle zufammengelegt werden.

Energischer Kampf gegen hochverräterische Umtriebe Entschied eneDurchsetzungdesRassenschutzes

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Im Reichsministe­rium fanden unter dem Vorsitz des Reichsministers der Justiz Dr. G ü r t n e r Besprechungen wichtiger Fragen aus verschiedenen Aufgabengebieten der deutschen Rechtspflege statt. Staatssekretär Dr. Freister und der Chef der Sicherheitspolizei SS.-Gruppenführer H e y d r i ch hielten Referate, denen sich Vorträge der Sachbearbeiter über Ein­zelfragen anfchloffen. In der Besprechung kam der gemeinsame Wille der Justiz- und Polizeiorgane zum energischen Kampf gegen alle fbm- munistischen und f o n ft i g e n hochverrä­terischen Bestrebungen zum Ausdruck. Die Beratungen standen im Zeichen kameradschaftlicher Zusammenarbeit zwischen den Strafoerfolgungsbe- hörden und den Dienststellen der Geheimen Staats­polizei. Sie ließen wiederholt erkennen, wie erfolg­reich diese Zusammenarbeit bisher schon war.

Am folgenden Tage stand die Handhabung der Raffeschutzbestimmungen des Nürnber­ger Gesetzes zur Beratung. Staatssekretär Dr. freister wies darauf hin, daß die Verbrechen gegen dieses Gesetz, das für die Verwirklichung des nationalfozialifttschen Raffegedankens von ent­scheidender Bedeutung sei, als ein Angriff auf d i e Lebensordnung des Volkes anzufehen seien. Die Schwere der Verbrechen der Rasfe­sch a n d e verlange, daß die Sttasverfolgungsbehör- den sich mit allem Nachdruck für die unbedingte

Nationale Truppen bis zum Madrider Modellgefängnis vorgedrungen. Heimtückische Kriegsführung der Roten.- Montana-» aserne nach Lustbombardement geräumt